Z. n. M. Scheuermann - so kanns gehen mit den Ärzten!

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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lindaglinda
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Z. n. M. Scheuermann - so kanns gehen mit den Ärzten!

Beitrag von lindaglinda »

moin,

ich hab jetzt hier in dieser rubrik fast zwei stunden gelesen. ich war verunsichert, ob ich meine geschichte hier posten soll, weil ich annahm, die glaubt mir eh keiner. aber nachdem ich so viel gelesen hab, muß ich einsehen, daß ich nicht die einzige bin, die seit jahren keine vernünftige ansage von ärzten bekommt.

aaaalso...

als ich 15 oder 16 war, wachte ich eines sonntags morgens mit richtig schweren schmerzen im bereich LWS auf. ich mußte an dem tag silbernes tanzabzeichen tanzen, mußte also da durch. montags ging mein vater mit mir zum arzt. der sagte, ach, bestimmt nierenentzündung. es hörte nicht auf mit den schmerzen, man brachte mich zum orthopäden. röntgen: morbus scheuermann, bißchen skoliose, halb so wild, das hört von allein auf. man hängte mich in ne sprossenwand, was mörderisch war und das wars.

im laufe der jahre mußte ich immer wieder bei ärzten vorsprechen, weil ich die schmerzen kaum aushielt. ich bekam spritzen in den po, die zwar mein bein für stunden taub machten, aber die schmerzen in der LWS blieben. schon während der lehre hab ich mich sehr gequält mit den ständigen schmerzen.

irgendwann gab ich die arztgänge auf; ich hörte sowieso immer dasselbe. zustand nach morbus scheuermann. punkt. ende.

1994 hatte ich das zweite mal urplötzlich höllische schmerzen in der BWS. röntgen: fraktur irgendeines BWs. ich sagte, das kann nicht sein, ich hab keinen stunt gebaut! dann issis eben ein ermüdungsbruch, das ist so.

1998 hatte ich einen reitunfall: fraktur LWK II. danach war ich für 4 wochen zur reha in der fachklinik aukrug. auch dort bekam ich keine klaren ansagen.

irgendwann in dieser zeit bekam ich immer stärkere schmerzen in der HWS, ausstrahlend in schulter und arme. ich konnte schon viele jahre nicht mehr lange stehen oder sitzen. und nun auch noch DAS!! ich rannte wieder los; HWS-syndrom wurde das kind getauft, und so heißt es bis heute.

mittlerweile bin ich 45 und habe mich mit einem leben mit schmerzen arrangiert. ich arbeite seit mehr als 15 jahren halbtags, damit ich den rest des tages meine schmerzen pflegen kann. ich habe zwei dressurpferde, von denen ich aber eines seit 7 jahren nicht mehr reite, weil zwei einfach zuviel sind. täglich reite ich schon lange nicht mehr. zum glück nimmt auch mein noch-sportpferd mir das nicht krumm; die sind kummer gewohnt von ihrer mama ;D

nun wurde ich arbeitslos. HILFE!

die leute beim AA haben sich dann voll auf mich eingeschossen; ich kann problemlos 8 stunden am tag 40kg pakete tragen, ich kann ein-euro-jobs machen, bei denen ich 6 stunden am tag in gebückter haltung oder über kopf unkraut rupfen kann... ich habe versucht, ihnen zu erklären, daß das nicht möglich sein wird, aber das interessiert keinen.

dann hat der vater meiner freundin (radiologe i. R.) sich meine LWS und BWS-aufnahmen von 1998 angeschaut; er schlug die hände über dem kopf zusammen und sagte, ich müßte UNBEDINGT eine vernünftige diagnose machen lassen, allein, um zu wissen, was damit noch geht und was nicht!

tja, und da hab ich das allererste mal das wort morbus scheuermann bei google eingegeben - und war entsetzt!!

es gibt keine einzige ganzrücken-aufnahme von mir, von vermessungen jeglicher art ganz zu schweigen. ich sag mal so: die ganze geschichte hier ist mehr oder weniger geraten worden! auf einer alten BWS aufnahme, die frontal gemacht wurde, seh ich nun, nachdem ich es weiß, daß ein bogen zu sehen ist. von skoliose war ja damals schon mal die rede...

nun habe ich auf eigeninitiative (nach recherchen) einen termin in der

wirbelsäulenambulanz neustadt am 29.11.2007

zu diesem termin soll ich mitbringen: MRT von HWS, BWS und LWS. den ersten MRT-termin für BWS und LWS hatte ich heute morgen ganz früh. HWS ist am 28.11. dran.

ganzrückenaufnahmen machen die dort am 29.11., hat man mir am telefon gesagt. ich sollte alte aufnahmen mit messungen mitbringen; die frau war einigermaßen "überrascht", daß ich mit 45 jahren keine solchen aufnahmen habe... :eek:

nunja, ich hab mir überlegt, daß ich an dieser stelle den weiteren verlauf des ganzen quasi in tagebuchform schildern werde. würde mich dann auf regen austausch freuen, zumal ich noch nie irgendwen mit rückenschmerzen belästigen konnte, bzw. es nicht gut finde, im freundes-/bekanntenkreis darüber zu reden...

ich bin sicher, daß ich noch relativ gut in schuss bin. das, was ich hier schon las, ist wirklich hammer. mein rücken sieht ganz gerade aus; ich hock zwar bißchen krumm auf dem pferd, aber es geht noch. ich nehme an, das liegt mehr an meiner mangelnden disziplin in den letzten jahren/jahrzehnten :D

daß ich seit 30 jahren mit schmerzen lebe, versuche ich so gut es geht zu ignorieren, bzw. ich habe meinen alltag schon vor langer zeit darauf eingestellt. es könnte schlimmer kommen.

tabletten nehme ich keine; man hat mir alles mögliche verschrieben, aber ich habe eine abneigung dagegen und z.b. novalgin vertrage ich überhaupt nicht! ich renn allerdings nirgends ohne mein voltaren-gel hin. ;D obs hilft? keine ahnung! kann auch einbildung sein. aber WAS nun hilft, ist ja am ende eh wurscht...

in diesem sinne...

ich melde mich wieder, wenns neues gibt.

lg linda :juggle:

P. S. ich vergaß zu erwähnen, daß ich seit einigen jahren auch noch mit knie- und hüftschmerzen zu tun hab. ich ging die ganzen jahre zur physiotherapie, was mir immer anstandslos verschrieben wird. meine physiotante sagt, ich hab beckenschiefstand und das teil ist auch nicht so mobil, wie es ein sollte. röntgen: angeblich ohne befund. (????)

in den knien knirscht und gurgelt es. tut aber nur in ruhe weh. aber das ist ne andere geschichte, die hier nicht hergehört. ;D
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Linda,

Du hast ja schon eine Weile im Forum gelesen und ich entnehme Deinen Posts, dass Du die Möglichkeit mit der Schroth REHA kennst.
Die solltest auf jeden Fall in die Wege leiten. Möglicherweise macht das die Ambulanz in Neustadt nicht.

Die Diagnose mit den entsprechenden Winkelangaben wirst Du mit Sicherheit bekommen, vorsichtshalber solltest Du darauf achten, dass auch eine Ganz-Aufnahme von der Seite gemacht wird. Die fehlt Dir offensichtlich generell.
Kein Wunder, dass man Deinen Rundrücken (Kyphose) offenbar übersehen hat. Du hast doch einen oder?
Morbus Scheuermann ist nur ein Auslöser, es gibt noch andere Möglichkeiten, die zum Rundrücken führen.

Und in Kombination mit einer geringen Skoliose kommt das sehr häufig vor.
Du solltest bei der Besprechung in Neustadt auch auf evtl. Besonderheiten der Wirbel achten, z.bsp. sind Wirbel durch Knochenspangen fixiert? Das ist wichtig für den Therapieansatz, bei Schroth sind an den Stellen Grenzen gesetzt, genauso bei einem evtl. Korsett.

Wichtig zu wissen ist auch, dass in Neustadt operiert wird, zwar sehr kompetent, aber möglicherweise werden Dir nicht auf Anhieb alle konservativen Möglichkeiten genannt oder empfohlen.
Selbst wenn man auf Grund der Krümmungswinkel in die OP Indikation kommen sollte, ist eine OP immer die allerletzte Möglichkeit!
meine physiotante sagt, ich hab beckenschiefstand
Kann durch die Skoliose und zusätzliche Torsion (Verdrehung)entstanden sein.
Wenn die Skoliose gering ist, was wir aufgrund fehlender Winkel nicht genau wissen, ist es möglicherweise eher die Torsion.
Kann auch durch eine echte Beinlängendifferenz ausgelöst sein, kommt aber relativ selten vor.

Gruss
Klaus
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lindaglinda
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Beitrag von lindaglinda »

moin klaus,

eine OP kommt für mich eigentlich nicht in frage; ich bin ein feigling!! :rolleyes: das geht nur in der allergrößten not!

daß die in neustadt aufnahmen seite und frontal ganzrücken (nebst entsprechender vermessungen) machen, sagte man mir bereits am telefon. von daher muß ich da wohl nicht mehr aufpassen; aber auf sendung hab ich das!!

ich weiß nicht, ob ich eine kyphose hab, aber wenn, dann nur eine geringe, denk ich. verschiedene beinlängen habe ich nicht. die hüfte ist schief.

die röntgenaufnahmen, die ich habe, sind 10 jahre alt. dort sind deutlich an fast jedem wirbel der LWS schmorlsche knoten sichtbar. und irgendwie sehen die wirbel komisch aus, nicht glatt wie normal, sondern ganz uneben und auch nicht quadratisch irgendwie... :(

naja, viel mehr brauchbares material hab ich auch gar nicht...

wofür brauchen die in neustadt die kernspin-aufnahmen? weiß das jemand? ich soll unbedingt neue mitbringen. war ja heute schon zum ersten radiologie-termin...
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Mobbus Scheuermann

Beitrag von rupe »

Hallo Linda,
Bei mir wurde im Alter von 20 Jahren auch Morbus Scheuermann festgestellt. Leider war die Hilfe der Ärzte nicht sehr gross.
Man verschrieb mir 6 Stunden Krankengymnastik, die aber so anstrengend war, dass ich sie zu Hause nicht fortführte.
Ich bekam ein Buch in die Hand, das mir sehr half, von Alois Raab.
Titel war Yoga gegen Haltungsschaden und Rückenschmerzen.
Diese Krokodilübung machen die ganze Wirbelsäule beweglich und stärken sie ungemein. Leider ist es neu nicht mehr zu kaufen und man muss zusehen, dass man über den Handel ein gebrauchtes Exemplar bekommt. Ich mache sie nun schon seit fast 20 Jahren und könnte nur jeden ermuntern auch damit anzufangen.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

rupe hat geschrieben:eine OP kommt für mich eigentlich nicht in frage; ich bin ein feigling!!
Gottseidank, dass es da eine natürliche Bremse gibt!
wofür brauchen die in neustadt die kernspin-aufnahmen?
Wahrscheinlich um zu gucken, ob es Auslöser für Nervenschmerzen gibt.
Im Gegensatz zu Muskelschmerzen, die aufgrund von Überlastungen durch Verkrümmungen entstehen können. Das sieht man am besten an einer normalen Röntgenaufnahme.
Wobei der dumpfe und ziehende Muskelschmerz natürlich nur als Vermutung diagnostiziert werden kann.

Gruss
Klaus
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lindaglinda
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Beitrag von lindaglinda »

ah, okay!

man, das war echt gruselig gestern im MRT; das hatte ich nicht soo schlimm in erinnerung... mir wurde richtig ein bißchen übel da drinnen... mag gar nicht an nächsten mittwoch denken, dann ist die HWS dran... aber ich muß das machen lassen, allein schon, weil die HWS mir seit vielen jahren echt starke beschwerden macht ;(

vielleicht findet ja jetzt auch mal jemand raus, warum ich immer so gruselig krumm aufm pferd sitz... :juggle:
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Beitrag von Klaus »

Hallo rupe,

ich denke, dass alle "alternativen Methoden" immer nur als Ergänzung dienen können.

Der bei Skoliose/Kyphose oft notwendige Muskelaufbau und die immer notwendige Korrektur von Muskeln, Bänder und Sehnen ist ohne Mühe schon rein physikalisch nicht zu erreichen.
Man kann sich bestenfalls besser fühlen und erreicht möglicherweise Struktur-Zustände, die ganz individuell den Schmerz lindern.

Mit reinem Muskelaufbau habe ich jahrzehntelang relativ wenig Beschwerden gehabt, der erste Orthopäde hat zu mir gesagt, bei ihrem Rücken haben sie aber Glück gehabt, dass sie nicht mehr Schmerzen haben!
Und irgendwann kamen dann doch ganz allmählich die Schmerzen, weil sich die Gesamtsituation trotz Fitness (heute weiß ich, wegen falscher Fitness) so verschlimmert hatte, dass eine ganz individuelle Grenze überschritten wurde. Jeder Rücken ist anders!

Leider beschreibst Du Deine Situation nicht konkret.
Rundrücken wieviel Grad damals, wieviel heute?
Schmerzen welcher Art?

Eine bewegliche Wirbelsäule ist übrigens bei Skoliose/Kyphose nicht so sehr wünschenswert, es geht in erster Linie um Stabilität, die verhindern soll, dass ab bestimmten Winkelgraden sich die Situation mit dem Alter ungewollt weiter verschlimmert.
Und das Fiese ist, dass man durchaus erst sehr spät bemerken kann, dass überhaupt eine Verschlimmerung eingetreten ist.
Titel war Yoga gegen Haltungsschaden und Rückenschmerzen
Dagegen mag das ja helfen, aber im allgemeinen geht es hier um Skoliose/Kyphose und das ist kein einfacher Haltungsschaden und die Schmerzen sind im allgemeinen auch nicht die eines "normalen" Rückens.
Da gibt es eine ganze Industrie, die sich dieses Rückens annimmt, der hauptsächlich durch Bewegungsmangel Schmerzsignale aussendet.

Gruss
Klaus
rupe
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Beitrag von rupe »

nun bei mir wurde ein Morbus Scheuermann diagnostiziet. Rein äusserlich
hat sich ein grossbogiger Rundrücken gebildet und als Gegenreaktion dazu ein ziemlich ausgeprägtes Hohlkreuz entwickelt. Dazu hat sich auch noch eine Skoliose gebildet um das Mass voll zu machen. Das ist schon kein einfacher Haltungsschaden mehr. Den Grad der Verkrümmungen hat mir noch niemand gesagt. Aber ich kann mit diesen Übungen sehr gut meine Arbeit erledigen, die oftmals auch harte körperliche Anstrengung erfordert. Die Beweglichkeit der Wirbelsäule wird nun nicht etwa durch Yogaübungen erreicht, wie man sie üblicherweise kennt. Zum Beispiel hätten Übungen wie die Kobra oder der Bogen fatale Auswirkungen auf das Wohlbefinden des Rücken. Sie sind speziell für Haltungsschäden gemacht, also zum Beispiel auch Skoliosen. Wie sich die Rückenschmerzen bei mir geäussert haben, war glaub ich eine Frage von dir. Nun ich war mal vor Jahren drei Tage im Krankenhaus und konnte nicht üben. Ich fühlte mich wie ein ganz alter Mann, jeder Bewegung tat weh, also wenn ich nicht fleissig fast jeden Tag üben würde, wären sie nicht auszuhalten. Die Bandscheiben, die ja bei Haltungsschäden stets von grösseren Verschleiss bedroht sind, haben sich bei mir auch noch sehr gut erhalten, was eine Röntgenaufnahme zu Tage brachte. Ich führe das auf meine regelmässigen Yogaübungen zurück. Ich hoffe dass ich deine Fragen ausführlich beantwortet habe und wünsche jeden in diesem
Forum noch einen guten Tag.
Maestro
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Beitrag von Maestro »

Ich finde wir sollten auch den 2 der strest neben dem Rücken nicht außer Acht lassen nämlich die Arge weil ja auch Psychischer Stress sich Pysisch noch niederschlagen kann paralel.
Daher würd Ich wie gesagt zu einer Rechtschutzversicherung anraten weil wer keine hat und kein Geld kann sein Recht nicht durchsetzen und schaut dumm drein während der Gegner lacht.
Weiterhin ist es an zu raten sich mit anderen Erwerbssuchenden zusammen zu schließen und aus zu tauschen bsp hier :

http://forum.ahfd.org/index.php?s=32e51 ... b1ace94095&

Das halt Ich auch für sehr wichtig sich zu informieren um gegen seinen Gegner besser gewappnet zu sein der einen nur um jeden Preis in ein Prekäres Arbeitsverhältnids drängen will um die Statistik zu schönnen ohne Rücksicht auf die Gesundheit und individuele Situation.
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Beitrag von lindaglinda »

hallo beisammen!

morgen früh muß ich zum MRT der HWS. dann werde ich meine ganzen MRT-aufnahmen bekommen und entschwinde damit übermorgen nach neustadt in die klinik... es ist also soweit...

ich würde mir gerne einen merkzettel machen, was ich alles wissen und fragen muß in neustadt. leider hab ich keine idee, was man alles erfragen und notieren sollte.

könnt ihr mir helfen, einen solchen merkzettel zu erstellen?

ich war ja noch nie bei einem kompetenten arzt; gehe aber davon aus, daß ich mit neustadt eine gute wahl getroffen habe...

lg linda
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Beitrag von lindaglinda »

oh super tips!! vielen dank, hab alles notiert.:verweis:

:machkaputt:
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Beitrag von Klaus »

lindaglinda hat geschrieben:oh super tips!! vielen dank, hab alles notiert.
Also Du hast hier konkrete Tipps bekommen! :<

Gruss
Klaus
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Beitrag von lindaglinda »

der termin in neustadt war dann heute.

zusätzliche röntgenaufnahmen wurden nicht gemacht; die MRTs reichten aus.


-bandscheibenvorfall HW 5/6

-steilstellung HWS

-Z. n. M. Scheuermann, thorakolumbal (typ I und typ II)

-steilgestellte BWS

-und LWS auch steiler als normal

-skoliose nicht der rede wert, minimal


die schmerzen in der HWS sind klar; prolaps.

die schmerzen im restlichen rücken sind auch klar.


eine OP könnte man machen, jedoch wurde mir davon zu diesem zeitpunkt abgeraten. hätte ich aber auch nicht gewollt.

die HWS könnte man zu spritzen versuchen. dafür muß ich stationär aufgenommen werden und es wird eine woche lang jeden tag unter röntgenaufsicht gespritzt. ob ich das will?? weiß noch nicht, eher nicht...

*angsthab*

genaue diagnose kommt in zwei wochen zum orthopäden, der mir die überweisung gab ;D
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Beitrag von Klaus »

genaue diagnose kommt in zwei wochen zum orthopäden, der mir die überweisung gab
Ich hoffe, da stehen wenigstens die Winkel drin!

Gruss
Klaus
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Beitrag von lindaglinda »

nö, ich denke nicht. ich hab danach gefragt, aber er hat gesagt, er muß keine röntgenaufnahmen machen, er sieht alles auf den MRTs. und ausmessen hielt er für unnötig. da sind auf den MRTs lauter striche eingezeichnet, aber ich hab keine idee, ob das was mit messen zu tun hat?! und selbst wenn: die aufnahmen hab ich wieder mitbekommen, da kann er also nix mehr recherchieren...

ich hab noch was vergessen:

bandscheiben-vorwölbung von BW12 bis LW3.
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Beitrag von Maestro »

Aus MRT"s kann man KEINE Winkel nach Cobb ausmessen, dafür ist das Seitliche Ganz WS Röbi notwendig ...........
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Beitrag von lindaglinda »

ich nehme an, daß er das nicht gemacht hat, weil es keine winkel gibt?! meine wirbelsäule ist, von der seite betrachtet, so gerade wie ein stock. ;D
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Beitrag von Toni »

lindaglinda hat geschrieben:ich nehme an, daß er das nicht gemacht hat, weil es keine winkel gibt?! meine wirbelsäule ist, von der seite betrachtet, so gerade wie ein stock. ;D
Hallo Lindaglinda
Ich nehme an, daß nicht Deine gesamte WS "bolzengerade" ist, sondern nur ein Teil. Vermutlich hast Du den lumbalen Morbus Scheuermann Typ II in der LWS.
Oder wurden von Dir doch eine sagittale (seitliche) WS-Ganzaufnahme gemacht?

Wenn Du statt einer natürlichen Lordose im LWS-Bereich eine zu gerade Lendenwirbelsäule hast, funktioniert die "Federung" und Schwingungsdämpfung nicht mehr. Dadurch werden die Bandscheibchen extrem belastet. Das ist besonders bei der LWS verschleißintensiv kritisch und schmerzhaft.
Dr. Cheneau berichtete einmal, daß eine Korsett-Therapie besonders bei Typ II Scheuermann auch bei Erwachsenen besonders erfolgreich sei, da durch ein nicht unangenehmes lumbales Korsett die natürliche Lordose hergestellt werden kann. Dabei wird auch die Distanz zwischen den Wirbelkörpern vergrößert, was wiederum die Nervenwurzeln in diesem Bereich entlastet.
Dabei genügt auch schon eine Gelpelotte, die im thorakolumbalen Bereich unter die Rückenschnürung eines klassischen Taillen-Schnürmieders eingelegt wird. Hast Du schon mal versucht so was zu tragen?

Für die HWS und gegen die dortigen Prolapse würde ich vorsichtig versuchen mit Glissonschlinge zu extendieren.
Der lumbal-thorakiale Scheuermann hat Dir die lumbale und untere thorakale Wirbelsäule total abgeflacht. Dadurch musste als Kompensation auch die BWS und die HWS ihre natürliche Schwingung abflachen. Und genau dadurch verlor die gesamte WS ihre Schwingungsdämpfung. Das wirkte bei jedem harten Schritt bandscheibenmörderisch.
Daher würde ich Dir auch dringend zu MBT-Schuhen raten. Harte Schuhe mit harten Absätzen solltest Du meiden wie die Pest. Ausnahmsweise kannst Du auch mal Gel-Fersenpolster in klassische Schuhe einlegen. Aber Dämpfung und erschütterungsfreies Gehen ist für Deine WS sehr wichtig!
Für Dich sind alle Maßnahmen gut, die wieder zu mehr natürlicher physiologischer Krümmung führen.
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
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Beitrag von mohnblume.muenchen »

Hallo lindaglinda,
ich nehme an, daß er das nicht gemacht hat, weil es keine winkel gibt?! meine wirbelsäule ist, von der seite betrachtet, so gerade wie ein stock.
Winkel kann man immer messen, selbst wenn der winkel sozusagen 0° beträgt. Für die BWS sind 30-35° normal und für die LWS sind es etwas mehr (40-60°). Wenn Du also einen lumbalen M. Scheuermann hast, ist die LWS-Lordose (wie Toni schon geschrieben hat) abgeflacht, d.h. dass Dein Hohlkreuz in der LWS zu gering ist und Du da nur 10° oder 20° hast. Wäre schon interessant die Winkel zu kennen, aber Neustadt hat sich wahrscheinlich gedacht, dass ein paar Grad mehr oder weniger keinen Unterschied für die Wahl der Therapie machen, denn Du weißt ja jetzt woher die Schmerzen kommen (Prolaps, etc.).

p.s.: man kann schon auf MRT-Bildern Winkel ausmessen (z.B. auf PC mit der richtigen Software), aber standardmäßig macht man´s auf´m Rö-Bild.
...und wenn wir keine Luft mehr kriegen, wenn die Wellen uns besiegen, weiß ich doch: wir hab´n die Perlen uns verdient. ("Perlentaucher" / Rosenstolz)
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Beitrag von lindaglinda »

also, der doc hat gesagt, die lendenwirbelsäule ist schon etwas zu steil, und dann gehts bis nach oben gerade hoch.

ich kann eine aufnahme vom MRT einscannen und einstellen, wenn jemand von euch damit was anfangen kann??

ich hab ja gefragt, ob er aufnahmen machen und vermessen kann. aber er hatte keine idee, was ich damit will, weil er auch so sieht, was los ist.


:/
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