gast001 hat geschrieben:Mit 60° solltest du dich dringend operieren lassen. Selbst durch das beste Korsett wird die Skoliose nicht dauerhaft so weit aufgerichtet werden, dass die negativen Erscheinungen einer Skoliose wie Reduzierung der Herz-Lungenfunktion, Schmerzen und vor allem die kosmetischen Probleme vermieden werden können. Du mußt dir auch bewust sein, dass du das Korsett 23h täglich bis zu deinem 19.ten Lebensjahr tragen mußt. Durch eine OP kann deine Skoliose auf etwa 5-10° reduziert werden. Zur Zeit ist die beste Adresse Dr. Halm im Klinikum Neustadt.
gast001 hat geschrieben:Weil Dr. Halm der beste Skolioseoperateur ist den du bekommen kannst. Essen ist bei weitem nicht so gut wie er. Ganz nebenbei ist er auch Prof. Das Risiko, das etwas schief geht oder aber die Korrektur nicht ausreichend ist ist in Essen deutlich höher. Du kannst dich ja sicherheitshalber bei Dr. Hofmann oder Dr. Steffan erkundigen. Vor so einer wichtigen Entscheidung würde ich das auf jeden Fall tun.Tatjana hat geschrieben:gast001 warum in Neustadt? Ich Mach Sie Hier in essen im Uniklinikum dieser Arzt kennt sich sehr gut damit aus und er ist Profesor in seinem Gebiet.gast001 hat geschrieben:Nur eine Bitte, lass die OP unbedingt in Neustadt machen.
----------------------------------------BZebra hat geschrieben:Also zu dem was gast001 geschreiben hat, das ist zum größten Teil nicht so ganz richtig.
Zunächst mal müsste erst mal geklärt werden, wie weit du überhaupt in deiner Entwicklung bist, Tatjana, welchen Rissergrad du hast und ob und seit wann du du deine Regel hast. Und davon ausgehend, kann man erst sagen, ob ein Korsett nicht doch noch eine dauerhafte Korrektur bringen kann wie z.B. bei mir.
Dringend, wie gast001 es schreibt, ist eine Operation bei 60 Grad auch nicht nötig, sofern man die Gradzahl mit einem Korsett und später Physiotherapie dabei hält. Dann lässt sich eine Operation über Jahre und Jahrzehnte herauszögern oder sogar ganz vermeiden, denn 60 Grad an sich stellen keine Operationsindikation dar und eine Gradzahl macht auch keine Aussage über die tatsächliche Schwere der Skoliose, weil das Krümmungsmuster eine viel größere Rolle spielt.
Hier mal als Beispeil zwei Skoliosen von ungefähr 70 Grad. Gleiche Gradzahl, großer Unterschied!
Bedeutende Einschränkungen der Herz-Kreislauf-Funktion sind bei der Gradzahl auch kaum zu erwarten, höchstens bei sehr starker Rotation und/oder seltenen starken Kyphosskoliosen, und die meisten Skoliotiker sind schmerzfrei bzw. haben nicht mehr Schmerzen als wirbelsäulengesunde Menschen. Die Schmerzhäufigkeit geht nicht mit der Krümmungsstärke einher.
Allein schon der Fakt, dass deine Skoliose zufällig entdeckt wurde, zeigt schon mal, dass du überhaupt keine großen Schmerzen gahabt haben kannst, dann wärest du nämlich allein schon deswegen zum Arzt gegangen.
Also rundherum, scheint die Beratung, die du von deinem Arzt bekommen hast, eher mangelhaft zu sein und Gründe für eine Operation für dich wären nur, dass du dich kategorisch gegen ein Korsett wehrst und auf keinen Fall eines tragen möchtest und lieber den körperlichen Schaden hinnimmst, den eine Operation verursacht, dass du ein sehr großes Problem mit der Optik hast, wobei jedoch insbesondere die Optik durch ein Korsett im Jugendlichenalter noch recht gut beeinflusst werden kann (besser als die Verkrümmung der WS) oder du starke Schmerzen hättest, was nicht der Fall zu sein scheint.
Ich würde an deiner Stelle ein Korsett in Erwägung ziehen anstelle von OP, denn die heutigen OP-Methoden bei Skoliosen sind verglichen mit anderen Orthopädischen Operationen nicht besonders gut. Sie sind irreversiebel und unter Verlust von Bandscheiben und damit Funktionalität. Man tauscht dabei einer Skoliose-Operation faktisch nur eine Abnormität gegen eine andere ein, die beide in der Zukunft PRobleme bereiten können. Es ist beides keine Heilung; nur die eine ist irreversibel und verschließt dir praktisch alle weiteren Behandlungsmethoden für die Zukunft. Die andere Erhält deine Körperfunktionen und lässt dir alle Möglichkeiten offen, inklusive derer, die der Fortschritt mit sich bringt.
Um 23 Stunden Korsett tragen am Tag geht es auch nicht, da gibt es auch viel Spielraum.
Wo es nichts zu operieren gibt, sollte man nicht frühzeitig mit solch verlustreichen Methoden dran gehen, sondern lieber die Zeit für einen arbeiten lassen, den Foretschritt mitnehmen und auf bessere Methoden warten, sofern man sich natürlich auf den Gradzahl hält oder sich verbessert.
Lass dich von Rahmouni und Dr. Hoffmann in Stuttgart beraten http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?t=3011 und ansonsten würde ich den OP-Termin in "Klinik-Unbekannt" absagen, weil man das ohnehin nur in einer sehr erfahrenen Klinik, wie eben Neustadt, machen lassen sollte. Die Risiken sind sonst nicht zu kalkulieren. Die meisten Fälle von Querschnittslähmungen passieren in Kliniken, die kaum Skoliosen operieren.
Gruß,
BZebra
Ach....BZebra hat geschrieben:Also zu dem was gast001 geschreiben hat, da ist zum größten Teil nicht so ganz richtig.
Eben nicht, sie ist im besten Alter operiert zu werden. Je älter und je höher die Gradzahl um so schlechter das postoperative Ergebnis.Dringend, wie gast001 es schreibt, ist eine Operation bei 60 Grad auch nicht nötig, sofern man die Gradzahl mit einem Korsett und später Physiotherapie dabei hält. Dann lässt sich eine Operation über Jahre und Jahrzehnte herauszögern
60° stellen sehr wohl eine Op-Indikation dar. Hierzu empfehle ich die Lektüre diverser Veröffentlichungen skolioseerfahrener Ärzte.denn 60 Grad an sich stellen keine Operationsindikation dar und eine Gradzahl macht auch keine Aussage über die tatsächliche Schwere der Skoliose, weil das Krümmungsmuster eine viel größere Rolle spielt.
Einschränkung der Herz-Kreislauf-Funktion sind bei der Gradzahl auch kaum zu erwarten, höchstens bei sehr starker Rotation und/oder seltenen starken Kyphosskoliosen,
Wieder nicht richtig. Die Einschränkung ist erst im erwachsenen Alter meßbar, bei Jugendlichen in der Regel nicht. Ob eine Einschränkung der Herz-Lungenfunktion stattfindet hängt auch davon ab wo sich die 60° befinden.
Beschrieben einzig in einer Studie eines Arztes, die inzwischen vielfach wiederlegt ist.und die meisten Skoliose sind schmerzfrei bzw. haben nicht mehr Schmerzen als wirbelsäulengesunde Menschen.
Ich dachte Skoliose tut nicht weh????Allein schon der Fakt, dass deine Skoliose zufällig entdeckt wurde, zeigt schon mal, dass du überhaupt keine großen Schmerzen haben kannst, dann wärest du nämlich allein schon deswegen zum Arzt gegangen.
Die Beratung war schon OK, nur der Ort der Op nicht optimal.Also rundherum, scheint die Beratung, die du von deinem Arzt bekommen hast, eher mangelhaft zu sein
Bei guter, kurzstreckiger Op ist ein Verlust an Funktionalität nicht zu merken. Vor allem nicht, wenn danach eine gute, intensive KG zum Muskelaufbau folgt.Ich würde an deiner Stelle ein Korsett in Erwägung ziehen anstelle von OP, denn die heutigen OP-Methoden sind nicht besonders gut, sie sind irreversiebel und unter Verlust von Bandscheiben und damit von Funktionalität.
Genausowenig wie beim Korsett.Man tauscht dabei nur eine Abnormität gegen eine andere ein. Es ist keine Heilung.
Bei 60° wohl kaum.Um 23 Stunden Korsett tragen am Tag geht es auch nicht, da gibt es viel Spielraum.
Dem stimme ich uneingeschränkt zu.Lass dich von Rahmouni und Dr. Hoffmann in Stuttgart beraten http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?t=3011 und ansonsten würde ich den OP-Termin in "Klinik-Unbekannt" absagen, weil man das ohnehin nur in einer sehr erfahrenen Klinik, wie eben Neustadt, machen lassen sollte. Die Risiken sind sonst nicht zu kalkulieren. Die meisten Fälle von Querschnittslähmungen passieren in Kliniken, die kaum Skoliosen operieren.






