Müss gestehen habe ich in 45 min verfasst aus alten von 2 Jahren der dank Stonewoman, Kessi und Anne enstanden ist.31 Oktober 2006
Hessisches Amt für Versorgung
und Soziales Frankfurt
Eckenheimer Landstraße 303
60320 Frankfurt
Verschlechterungsantrag
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit beantrage ich eine Verschlechterung, da sich mein Befinden in den letzte zwei Jahren weiterhin verslechtert hat.
Ich habe von Geburt an eine schwerstgradige Skoliose in meiner Wirbelsäule, die eine große Auswirkung auf mein ganzes Wohlbefinden hat. Ich komme schnell außer Atem und habe große Schmerzen in meiner Hüfte. Mein Herz und meine Lunge werden von meinen Rippen eingeengt. Dies beeinflusst unter anderem auch meinen Kreislauf. Außerdem vergeht kein Tag, an dem ich keine Schmerzen in meiner Wirbelsäule verspüre. Es ist für mich unmöglich länger zu laufen, zu stehen oder zu liegen. Eine Verbesserung meines Zustandes ist nicht zu erwarten und zur Zeit kann man mir auch keine Operation anbieten, die dieses verbessert. Zudem wäre das Risiko zu groß, dass eine neue Operation mich lähmen könnte.
Die von Ihnen Annerkannte GdB von 100% mit Merkzeichen B und G haben in meine Alltag eine sehr positive einflüss gehabt. Es hat vieles erleichtert und ich habe mich mehr zugetraut als vorher. Jetzt leider hat sich meine Zustand erneut verslechtert und ich spüre immer mehr Einschränkungen.
Die neben der schweren Skoliose bereits bestehende Gehbehinderung beeinträchtigt auch erheblich meine verminderte Lungenvolumen, insbesondere und im erheblichen Maße die Belastbarkeit, so dass ich nur noch kurze Strecken sehr langsam zu Fuß bewältigen kann. Meine Hüften werden dadurch falsch belastet, was zu starken Schmerzen führt. Ferner führt dies zu schweren Magen- und Darmproblemen, so dass ich Wochenlang keinen normalen Stuhlgang habe und dies auch mein Sexualleben stark beeinflusst (da es SEHR weh tut).
Wenn ich Treppen (nur mit Geländer möglich) hoch laufe, muss ich erst mal warten bis sich mein Atem reguliert hat, besonders beim Einkaufen (gehe nur Einkaufen mit Begleitung, alleine geht es nicht mehr), aber auch schon beim normalen Gehen bekomme ich starke Atemnot. Schon beim 10 Stufen zu laufen komme ich außer Atem und ich brauche 5 Minuten meistens mehr bis ich wieder normal Atme. Beim trägen kann ich nur höchstens 2 Kilo tragen und das nur 50 Meter, dann brauche ich Erholungszeit für meine Atem.
Ich kann nicht lange sitzen, da es weh tut und ich muss dann für eine Weile stehen oder liegen. Aber wenn ich zu lange stehe oder liege, muss ich auch schon wieder sitzen um mich auszuruhen. Dieser Teufelskreis belastet mich sehr, besonders Nachts wo ich versuche zu schlafen. Auf der Seiten zu schlafen ist unmöglich da ich sofort Atemnot bekomme und ich spüre meine Armen nicht mehr. Dauernd auf dem Rücken zu schlafen bedeutet für mich weniger Schlaf, da ich eigentlich ein Seitenschläfer bin.
Wenn ich Terminen habe ich immer Begleitung bei mir da ich in meinem Zustand es nicht alleine schaffe, wenn mein Frau arbeiten gehen muss, nehme ich eine Taxi.
Wenn ich sitze muss ich ständig aufpassen das meine Armen nicht einschlafen und dass die Belastung des Rückens nicht zu groß oder falsch ist, da ich ansonsten tagelang unter sehr starken Schmerzen leide.
Ich kann auch nicht mehr vernünftig essen. Wenn ich viel essen, habe ich sofort Schmerzen, ein starkes Völlegefühl verbunden mit starkem Brechreiz. Dieses führt auch dazu, dass ich Nachts bis zu fünfmal aufstehen muss, um auf Toilette zu gehen, was somit auch wieder zu großen Einschlafproblemen führt.
Am schlimmsten ist für mich, dass ich kaum noch an Veranstaltungen teilnehmen kann. Durch mein Atemnot und die starken Schmerzen muss ich immer alles genausten planen, denn wenn ich mich überanstrenge, habe ich wieder tagelang starke Schmerzen. Somit komme ich kaum noch unter Menschen, bin meistens zu Hause und ich traue mir kaum noch was zu. Dies Alles beeinträchtigt mein Privatleben sehr stark. Nur mit Begleitung fühle ich mich sicher wenn ich das Haus verlasse.
Meine Lebenserwartungen sinken dadurch erheblicht.
Mir wurde zu letzt keine Merkzeichen aG anerkannt aber ich verweise sie auf den Passus im Gesetz:
Als schwerbehinderte Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung im Sinne der Verwaltungsvorschrift zu § 46 der Straßenverkehrsordnung sind solche Personen anzusehen, die sich wegen der Schwere ihres Leidens dauernd nur mit fremder Hilfe oder nur mit großer Anstrengung außerhalb ihres Kraftfahrzeuges bewegen können.
Hierzu zählen: Querschnittsgelähmte, Doppeloberschenkelamputierte, Doppelunterschenkelamputierte, Hüftexartikulierte und einseitig Oberschenkelamputierte, die dauernd außerstande sind, ein Kunstbein zu tragen, oder nur eine Beckenkorbprothese tragen können oder zugleich unterschenkel- oder armamputiert sind, sowie andere Schwerbehinderte, die nach versorgungsärztlicher Feststellung dem vorstehend aufgeführten Personenkreis gleichzustellen sind.
Eine Gleichstellung ist nur möglich, wenn das Gehvermögen auf das Schwerste eingeschränkt ist. Wird ein Rollstuhl benutzt, kommt es darauf an, ob der Betroffene ständig auf ihn angewiesen ist.
Als Erkrankungen der inneren Organe, die eine Gleichstellung rechtfertigen, sind beispielsweise Herzschäden und Krankheiten der Atmungsorgane anzusehen, sofern die Einschränkung der Herzleistung oder der Lungenfunktion für sich allein einen GdB von 80 bedingt.
Der von mir geschilderte Alltag bestätig dieser Gleichstellung.
Um mir den Alltag und das gesellschaftliche Leben zu erleichtern und mir möglichst viel Selbstständigkeit zu ermöglichen, wäre es für mich sehr hilfreich der Merkzeichen aG dazu kriegen damit ich ohne weitere Problemen Parken kann wenn wir unterwegs sind.
Der Merkzeichen R/F wäre auch berechtigt da ich sehr viel Zeit zu Hause verbringe durch meine Leiden.
Ich habe Angst das sich der Verslechtung meine Krankheit mir die Möglichkeit wegnehmt eine gute Vater und Ehemann zu sein. Ich bitte sie hiermit mich dabei zu helfen mir die Möglichkeit zu geben die sie können um meine Alltag zu erleichtern, danke.
Wenn Sie sich ein zusätzliches Bild meines Befindens machen wollen, stehe ich Ihnen gerne für eine Untersuchung zur Verfügung.
Für weitere medizinische Auskünfte entbinde ich meine Fachärzte von der Schweigepflicht:
Dr. med. J. Decher – Orthopäde - Sportmedizin
Deutschordenstraße 70a
60528 Ffm. –Niederrad
Dr. med. V. Gerontidis – Internist – Lungen- und Bronchialheilkunde Allergologie
Töngesgasse 22
60311 Frankfurt
Mit freundlichen Grüßen
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Dann wohl abwarten ob es eine Ag gibt dazu...


