Um Tipps für den Rehaantrag gebeten

Fragen und Antworten zu den SCHROTH-Rehabilitationszentren für Wirbelsäulendeformitäten
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Mischidel
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Um Tipps für den Rehaantrag gebeten

Beitrag von Mischidel »

Hallo in die Runde,

ich habe Anfang der Woche Kontakt mit unserer Krankenkasse aufgenommen bzgl. eines Rehaantrags in Bad Sobernheim für unsere Tochter. FLugs kam das gute Stück gestern schon per Post.

Nun geht's ans Ausfüllen, das sicherlich mühsam ist, sich aber wohl gut bewerkstelligen lässt. Ein größeres Problem seh ich nun darin, den Orthopäden davon zu überzeugen, dass unsere Tochter dorthin soll. Beim letzten Gespräch stellte ich nämlich fest, dass er diese Klinik wohl gar nicht kennt. Könnt Ihr mir diesbezüglich Ratschläge geben?

Außerdem hat mir die Mitarbeiterin der Krankenkasse erzählt, dass die BfA eigene Kliniken unterhält und man wohl mit denen Vorlieb nehmen müsse, es sei denn, der Arzt befürwortet eine bestimmte ausdrücklich.

Ich hoffe auf zahlreiche Antworten von Euch!

Vielen Dank schon mal und viele Grüße

Mischidel
scheinrentner
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Rehaantrag

Beitrag von scheinrentner »

Hallo Mischidel,

wenn der Doc deiner Tochter Bad Salzungen/ Bad Sobernheim nicht kennt,
kann es mit der fachlichen Skoliose kompetenz nicht weit her sein!!!
Liebe Grüße
Toni I
Elbac
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Beitrag von Elbac »

Hallo Mischidel,
zum Ausfüllen kann ich dir dies hier als Hilfe geben:
viewtopic.php?t=5807&postdays=0&postorder=asc&start=20
Aber kann natürlich auch gut sein, dass die Anträge von Sobi und BaSa unterschiedlich sind.
Ich habe auch gemerkt, dass es schwierig ist einen Orthopäden zu finden, der sich mit Kyphose, Skoliose,... richtig auskennt/ es erns nimmt. Bei mir war es halt praktisch, dass ich eh letztes Jahr nach Freiburg i.Br. gezogen bin (vorher Stade, was du wahrscheinlich kenns, wenn du aus der Nähe von Bremen kommst). Aber selbst diesen Weg würde ich sonst an eurer Stelle in kauf nehmen, da Dr. Hoffmann echt super ist!
Viel Erfolg,
Elbac
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Mischidel
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Beitrag von Mischidel »

Hallo Elbac,

danke für den Tipp.

Ich denke, man sollte nicht mit allen Ärzten so hart ins Gericht gehen. Schließlich kann nicht jeder alles wissen, oder?

Außerdem ist es bei unserem Orthopäden so, dass er die Skoliose erkannt hat, aber zugegeben hat, kein Fachmann auf diesem Gebiet zu sein. Darum erfolgte auch eine Überweisung ins KKH nach Bremen, wo ein Arzt tätig ist, der etliche Skoliose-Patienten behandelt hat und behandelt.

Nun ist es aber so, dass weiterhin der Orthopäde bei uns im Ort unser Ansprechpartner für Krankengymnastik, Rehas usw. ist.

Im übrigen finde ich es überhaupt nicht schlimm, wenn ein Arzt zugibt, etwas nicht zu wissen. Es ist allemal besser, als wenn er etwas vorgibt, wovon er dann wirklich keine Ahnung hat. Keiner ist allwissend!

Einen schönen Abend wünscht

Mischidel
Elbac
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Beitrag von Elbac »

Hallo Mischidel,
natürlich kann ein Arzt auch nicht alles wissen. Aber ich musste halt die Eefahrung machen, dass die Orthopäden bei denen ich war, anscheinend zu stolz waren um zu sagen, dass sie da nicht so die Ahnung haben und mich lieber überweisen würden. Denn die Kyphose muss ich schon seeeehr lange haben und hätte man da früher was gemacht, hätte ich heute bestimmt keine Schmerzen.
Aber natürlich hast du recht, dass man nicht pauschalisieren darf, aber das passiert einem halt so leicht. Also: was ich geschrieben haben ist subjektiv und nur meine persönliche Erfahrung.
Aber wenn euer Orthopäde sogar eine Überweisung zu einem Spezialisten gegeben hat, warum hast du dann Zweifel, dass er gegen eine Kur ist oder meinen sollte, dass es nicht notwenig ist???
Elbac
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

elbac hat geschrieben:zum Ausfüllen kann ich dir dies hier als Hilfe geben:
viewtopic.php?t=5807&postdays=0&postorder=asc&start=20
Hallo elbac,
da hast Du etwas durcheinandergebracht!

Es geht hier um den REHA Antrag der Krankenkasse und nicht um den Fragebogen, den Dir die entsprechende Klinik nach der Genehmigung zuschickt.

Hallo Mischidel,
es ist doch gut, wenn ein Arzt seine Kompetenz ganz offen einschränkt.
Dann ist er im allgemeinen auch mehr zugänglich für überzeugende Informationen.
Ich denke aber, dass es schwierig ist, einen REHA Antrag über einen Arzt laufen zu lassen, der offenbar Schroth garnicht kennt. Das sollte schon gegeben sein.

Im übrigen solltest Du die REHA Maßnahme als Besonderheit sehen, von der der Arzt ja Kenntnis bekommt (notfalls durch Eigeninitiative) und nach der REHA ja weiterhin für Dich für Heilmittelverordnungen zur Verfügung steht.
Nur mit dem Vorteil, dass er dann auch eine kompetente Diagnose (aus der REHA!) hat, auf die er sich beziehen kann.
Das ist auf jeden Fall besser, als wenn ein halbkompetenter Arzt falsche Wege geht.

Was die Tipps angeht, so findest Du in dieser Rubrik jede Menge!!
Es lohnt sich immer, mal ausführlich zu lesen.

Wichtig: Die Klinik sollte mit Namen benannt und als einzige Klinik herausgestellt werden, die Schroth in dieser intensiven und unbedingt notwendigen Form anbietet.

Gruss
Klaus
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Jessica
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Beitrag von Jessica »

Klaus hat geschrieben: Ich denke aber, dass es schwierig ist, einen REHA Antrag über einen Arzt laufen zu lassen, der offenbar Schroth garnicht kennt. Das sollte schon gegeben sein.
Muß nicht sein.

Ein Orthopäde, den ich nach Schroth-Reha fragte, antwortete mir ganz herablassend, dass Schroth für Kinder sei und mir nicht helfen würde und ich sowieso keine Reha bekäme.

Mein Hausarzt, der Schroth nicht kannte, hat, nachdem ich ihm den Sobi-Flyer zeigte, die Reha für mich beantragt und ich bekam sofort eine Genehmigung.

lG
Jessica
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Mischidel
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Beitrag von Mischidel »

Hallo an alle,

stellt Euch vor, ich habe gestern den Reha-Antrag für unsere Tochter beim Doc abgegeben mitsamt der Broschüre aus Bad Sobernheim und er füllt ihn jetzt aus.

Nun habe ich aber festgestellt, dass ein Teil des Antrags auch von uns/unserer Tochter ausgefüllt werden muss. Darin soll sie begründen, warum sie diese Reha Maßnahme braucht.

Könnt Ihr mir da stichhaltige Begründungen geben, die dann auch durch den med. Dienst kommen? Ich denke mal, wenn wir da nur hinschreiben: Skoliose, wird das die doch wohl kaum besonders interessieren, oder? Schließlich wird ja an allen Ecken und Kanten gespart. :(

Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend!

Gruß Mischidel
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Charp
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Beitrag von Charp »

Hallo Mischidel,

geht der Antrag denn nun an die KK oder die Bfa?? Das wird irgendwie nicht so klar.

Also, ich würde mich nicht so sehr darauf verlassen, dass der Arzt an alles denkt, und wenn er und ihr was ähnliches schreibt, ist es ja auch nicht so schlimm.

Ich habe v.a. von Schmerzen usw. geschrieben, das wird bei Deiner Tochter noch nicht der Fall sein?? Man könnte argumentieren, dass die Schroth-Reha durch den Muskelaufbau hilft, spätere Schmerzen und Behandlungsbedürftigkeit zu vermeiden. Die kommen dann ja erst so mit Anfang - Mitte 20.

Was ich reinbringen würde, ist, dass sie Schroth lernen möchte, um zuhause die Übungen alleine und täglich durchführen zu können zur Unterstützung der Korsett-Therapie etc. und dass man Schroth nur stationär richtig erlernen kann.

Dann so Dinge wie Krümmungszunahme seit der Diagnose (wißt ihr das??) und die aufgrund ihres Alters noch zu erwartende Krümmungsverschlimmerung, wenn nicht alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft werden, dass es Euch darum geht, eine später evt. notwenige OP zu vermeiden etc.

Fall es in Eurem Antrag auch den Abschnitt über psychische Beeinträchtigung gibt, könntet ihr schreiben, dass Eure Tochter bestimmt von dem Zusammensein mit anderen Jugendlichen mit Skoliose und Korsett profitieren wird und so ihr Durchhaltevermögen in der Korsett-Therapie verbessert wird.

Bei meiner KK sind die mal darauf rumgeritten, dass die ambulanten Möglichkeiten vor Ort nicht ausgeschöpft wurden (sehr witzig)... Falls sie also schon ambulant KG und Sport macht, könntet ihr das auch reinschreiben.

So. Mehr fällt mir grad nicht ein.

Liebe Grüße und nicht unterkriegen lassen,
Charp
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Mischidel
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Beitrag von Mischidel »

@Charp...........

Tausend Dank für die Tipps.

Also, der Antrag geht an die BfA. Ist ein ziemlich umfangreiches Teil, das zum einen der Doc ausfüllen muss und anderen wir/unsere Tochter.

Dass mit Schroth ist eine gute Idee. Und auch, dass eine Verschlimmerung zu erwarten ist. Hat uns der Doc bereits bestätigt, wenn da nicht sofort was passiert. Die Wachstumsfugen ihrer Beckenkämme sind wohl noch nicht geschlossen, was darauf schließen lässt, dass sie noch wachsen wird. Und dabei ist sie schon fast 1,80 m. Aber sie eben im letzten Jahr gewachsen ohne Ende. Vermutlich hat das auch die Skoliose begünstigt.

Außerdem dachte ich auch daran, den psychischen Aspekt mit hineinzuschreiben. Denn auch damit hat bestimmt jede/r Korsettträger/in zu kämpfen.

Im übrigen bin ich total glücklich, dass wir vor Ort eine Schroth-Therapeutin habe. Ich hatte mir ja auch Bad Sobernheim Info-Material angefordert und der nette Herr dort am Tel. fragte gleich danach, ob ich denn auch Schroth-Therapeutin vor Ort kenne. Ich verneinte und er hat mir eine Liste mit den Namen der Therapeuten mitgeschickt. Und zu unserer Freude haben wir eine am Ort. Nun war zum Glück das alte Rezept KG zu Ende und jetzt geht sie ab nächster Woche zur Schroth-Therapeutin.

Wir beißen uns weiterhin durch und kämpfen gemeinsam!

LG von Mischidel
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Beitrag von Klaus »

Mischidel hat geschrieben:Dass mit Schroth ist eine gute Idee. Und auch, dass eine Verschlimmerung zu erwarten ist.
Klaus hat geschrieben:Wichtig: Die Klinik sollte mit Namen benannt und als einzige Klinik herausgestellt werden, die Schroth in dieser intensiven und unbedingt notwendigen Form anbietet.
Mein Post ist wohl nicht so gut angekommen.

Deswegen im Detail,
es sind 23-25 Wochenstunden, in denen reines intensives Schroth Training in dieser Form nur in den beiden Kliniken gemacht wird! Zusätzlich gibt es noch weitere Therapien.

Für den Arzt:

Eine stationäre Wirbelsäulenintensivrehabilation nach Kath. Schroth ist dringend anzuraten, um bei einer bestehenden Progredienz einer späteren Invalidisierung und drohenden Operation vorzubeugen.
Diese REHA ist nur in Bad S....möglich, weil dort die notwendigen 25 Wochenstunden Schroth KG durchgeführt werden.


Gruss
Klaus
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Mischidel
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HURRA!!!!

Beitrag von Mischidel »

Hallo an alle Leser/innen,

stellt Euch vor, der Reha-Antrag für unsere Tochter ist genehmigt. Hat nur 2 Wochen gedauert und wir haben den Bescheid von der BfA in der Hand!!! ;D

5 Wochen Reha sind ihr zugesichert worden. Wann, wissen wir noch nicht. Habe mal kurz in Bad Sobernheim angerufen, die teilten mir mit, dass es vor Mitte Januar nichts wird.

Ich dachte zwar, das ginge schneller (war sicherlich etwas blauäugig von mir) aber trotzdem einfach klasse.

Ich denke, es wird unserer Tochter mehr als gut tun. Zum einen, weil sie unter Gleichgesinnten ist und zum anderen, weil sie dort sicherlich auch die nötige moralische Unterstützung bekommt. Leider sind ihre Tragezeiten im Augenblick mehr als schlecht. An manchen Tagen überhaupt nicht, an anderen nur ein paar Stunden. Und ich weiß nicht, wie ich sie motivieren kann.

Nun wünsche ich allen hier im Forum ein schönes Wochenende!

Freudige Grüße von Mischidel :juggle:
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Beitrag von Charp »

Hallo!

Reibungslos, würde ich sagen... :D Toll, freue mich!!!

Auch noch nen schönes WE,
Charp
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Beitrag von Räkelkönigin »

Hallo Mischidel,
ich gratuliere zur schnellen Bewilligung!
Januar ist auf jeden Fall besser als im Dezember. Die Klinik hat ja seit einiger Zeit auch über die ganzen Feiertage geöffnet. Da findet dann aber ein reduziertes Feiertags-Programm statt :/ :(
Falls ihr nun doch ein kurzfristiges Angebot für eine Reha über die Feiertage bekommt ... würde ich eher davon abraten, zumal es ja die erste Reha ist und Deine Tochter so viel wie möglich an Schroth-Programm mitnehmen sollte um es zu verinnerlichen...auch wenn ihr eine so tolle KG bei Euch zu Hause habt.
GRuss
Räkelkönigin :juggle:
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