FPZ???

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
uschl
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FPZ???

Beitrag von uschl »

Hi Leute,
ich habe mich schon weiter unten im Vorstellungsforum über meinen Werdegang ausgelassen, aber hier nochmal in groben Zügen:
Mit 12 Jahren (1976) ist zum ersten Mal Skoliose diagnostiziert worden, ein Paar Einheiten KG (die fast nie stattgefunden hat) danach hat sich nie mehr jemand drum gekümmert. Keine Schmerzen!
Mit 36 Jahren (1998) wegen Schmerzen zum Orthopäden, es wurden Röntgenaufnahmen gemacht, KG verschrieben und die Empfehlung sportlich aktiv zu bleiben (ich hatte bis vor kurzem viele Jahre Stepaerobic und Muskeltraining (auf Pilates basierend) gemacht)
Seit einiger Zeit meckern die Kniegelenke über´s Aerobic, habs sausen lassen. Mache statt dessen Aquajogging.
Ebenfalls seit einiger Zeit nahmen auch die Rückenschmerzen wieder zu vor allem im Schulterbereich und im Lendenwirbelbereich knackt es zum Teil fürchterlich, mittlerweile gesellen sich da auch noch leicht schmerzende Stiche dazu.
Also wieder zum Doc (das erste Mal nach den 8 Jahren) ich bin mittlerweile 42 Jahre alt, wieder geröntgt und O-Ton Doc: Ihre WS hat sich katastrophal verschlechtert! Er murmelte was von 30° im Lendenwirbelbereich und im Brustwirbelbereich noch eine kleinere und die WS ist auch in sich verdreht. Dann sagte er die Wirbel neigten schon zur Zackenbildung und die Bandscheiben sind z. T. kaum mehr vorhanden. Und bei mir muß dringend eine Knochendichtemessung gemacht werden, der Termin dafür wurde eiligst gemacht (nächste Woche) Der Doc meinte, wenn da noch eine Osteroprose dazu kommt und die Wirbel krachen aufeinander, dann "große Katastrophe".
Nuja, er hat gemeint ich gehörte in Dauertherapie und mit KG alle paar Monate wäre mir nicht geholfen, er empfahl mir ein FPZ Rückenzentrum.
Weder Korsett noch OP haben jemals zur Debatte gestanden, muß ich auch nicht haben :nein: Ich wäre froh, wenn sich das Ganze mit dieser Dauertherapie behandeln lässt...
Ach ja, ich habe festgestellt dass ich im laufe des letzten Jahres um ca. 2 cm geschrumpft bin!!!!
Hat hier wer Erfahrung damit? Ich möchte die Skoliose ausbremsen, rückgängig machen wird wohl nicht mehr gehen und die Schmerzen eindämmen ohne Tabletten zu fressen :/ . Gibt es hier noch mehr, die erst im späteren Erwachsenenalter gegen die Skoliose angehen?
Welche Erfahrungen habt ihr da so gemacht?
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Jessica
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Beitrag von Jessica »

Hallo Uschl,

ich kann Dir nur empfehlen, Krankengymnastik nach Schroth zu erlernen und das in einer Reha in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen. Sport ist sicher gut, aber die Schroth-Gymnastik wirkt gezielt gegen Deine Skoliose.

Die meisten Ärzte verschreiben (wenn überhaupt) lediglich allgemeine Krankengymnastik oder empfehlen Rückenschule etc. Deshalb solltest Du beim Arzt notfalls darauf bestehen, daß er eine Reha in einer der beiden o.g. Kliniken unterstützt (oder den Arzt wechseln). Schroth läßt sich tatsächlich nicht einfach ambulant lernen, aber der Weg über eine Reha lohnt sich wirklich.

lG
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

uschl hat geschrieben:Gibt es hier noch mehr, die erst im späteren Erwachsenenalter gegen die Skoliose angehen?
Jede Menge!!!

Wenn Du z.Bsp. in Bad Salzungen ausserhalb der Ferienzeiten eine REHA machst, dann wirst Du fast nur Erwachsene sehen.
uschl hat geschrieben:Nuja, er hat gemeint ich gehörte in Dauertherapie und mit KG alle paar Monate wäre mir nicht geholfen, er empfahl mir ein FPZ Rückenzentrum
Bist Du bei Dr. Colemont in Bochum gewesen?

Wenn nicht, dann ist der Tipp sicherlich vom Ansatz her richtig. Nur sollte die Schroth-Therapie erst mal am Anfang stehen und dann mit in ein spezielles Rücken/Fitness-Training wie z.Bsp. FPZ einfliessen.

Es gibt hier zum Thema eine ganze Menge unter dem Stichwort "Novotergum". Bitte mal die Suchfunktion benutzen.

Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass man durchaus preiswerter und auch für den Körper allgemeiner trainieren kann, wenn man in einem guten Fitnessstudio die erlernten Schroth Prinzipien ganz bewusst umsetzt.
Es kann sicherlich hilfreich sein, ein FPZ Studio nach einer REHA für eine bestimmte Zeit mit entsprechenden KG Verordnungen zu nutzen, um das richtige Trainingsgefühl weiter zu stärken. Aber auf Dauer ist das erstens über die Kassenverordnungen sicherlich sehr schwierig und zweitens ist nach meiner Meinung die Therapiefrequenz dort viel zu niedrig, um auch die wichtige allgemeine Muskulatur nachhaltig zu stärken und zu erhalten.

In Bad Salzungen wird übrigens auch ein angepasstes Fitnesstraining (Sequenztraining) gemacht, das schon mal in die Lage versetzt, vor Ort in einem guten Fitnessstudio richtig zu trainieren. 4 Wochen hat man da Zeit, sich in seine spezielle Situation hineinzuversetzen.
Mit viel Gefühl und Vorstellungskraft kann man danach schon gut in die "Geheimnisse der speziellen Trainingswelt" eindringen. :)

Gruss
Klaus
uschl
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Beitrag von uschl »

Klaus hat geschrieben: Wenn Du z.Bsp. in Bad Salzungen ausserhalb der Ferienzeiten eine REHA machst, dann wirst Du fast nur Erwachsene sehen.
ich hoffe doch, dass das nicht unbedingt sein muss :juggle:
Klaus hat geschrieben: Bist Du bei Dr. Colemont in Bochum gewesen?

Wenn nicht, dann ist der Tipp sicherlich vom Ansatz her richtig. Nur sollte die Schroth-Therapie erst mal am Anfang stehen und dann mit in ein spezielles Rücken/Fitness-Training wie z.Bsp. FPZ einfliessen.
Nö, ich war hier in Remscheid bei einem Orthopäden, der wie ich denke doch ziemlich kompetent zu sein scheint. Hier wird viel von dieser "Schroth-Therapie" geschwärmt, ich werde mal sehen, was mein Orthopäde dazu zu sagen hat. Ich bin ja auch nicht sooo unbedarft was Fitness angeht, hab jahrelang regelmäßig trainiert. Und ich habe festgestellt, dass ich Übungen brauche, die mich aufrichten und mir die Ausdauer geben, meine Körperhaltung über den Tag aufrecht zu erhalten.
Wie gesagt, ich werde den Doc mal darauf ansprechen und seine meinung dazu hören. Morgen habe ich erstmal ein Termin in unserem FPZ-Zentrum zur Beratung, da werde ich dies auch mal zur Sprache bringen. Ansonsten hört sich das ganz gut an, was ich über dieses Zentrum gehört und gelesen habe. Und das Telefonat fand ich, wurde auch sehr offen und informativ geführt. Die Chance, dass meine KK die Kosten zu mindest teilweise mitträgt stehen gut.
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Klaus hat geschrieben:Wenn nicht, dann ist der Tipp sicherlich vom Ansatz her richtig. Nur sollte die Schroth-Therapie erst mal am Anfang stehen und dann mit in ein spezielles Rücken/Fitness-Training wie z.Bsp. FPZ einfliessen.
FPZ ist nichts für Leute mit ausgeprägteren Skoliosen, schon garnicht gegen Skoliose geeignet. Verträgt sich nicht mit Schroth, ist also vom Prinzip her schädlich!

Wenn jemand eine leichte Skoliose hat, dann kann er TROTZ Skoliose nach dem FPZ-Konzept trainieren, ab 30 Grad besteht dort aber Kontraindikation (bei Jugendlichen UND Erwachsenen).
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

uschl hat geschrieben:Klaus hat folgendes geschrieben:

Wenn Du z.Bsp. in Bad Salzungen ausserhalb der Ferienzeiten eine REHA machst, dann wirst Du fast nur Erwachsene sehen.

ich hoffe doch, dass das nicht unbedingt sein muss
Aber unbedingt!
Erst wenn Du in der REHA das richtige Körpergefühl bekommen hast, kannst Du richtig Schroth und damit auch richtiges Fitnesstraining.

Das Novotergum (gibt es in einigen Städten des Ruhrgebietes) arbeitet auch mit FPZ Geräten und
insofern ist es entscheidend, wie man das anwendet und unter welchen Voraussetzungen.
Immerhin ist dort mittlerweile auch die Skoliose unter 30 Grad eine Sache, die erst mit Schroth angegangen werden sollte. Bei über 30 Grad empfehlen die Schroth vorweg schon länger.
Das zum Post von BZebra.

Gruss
Klaus
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Beitrag von uschl »

@BZebra und Klaus
euch erstmal ein Dankeschön vorweg für die Infos.
Bitte nehmt es mir nicht übel und fühlt euch bitte nicht irgendwie auf den Schlips getreten. Ich bin von natur aus ein eher misstrauischer und kritischer Mensch (sonst hätte ich nicht versucht auf eigene Faust etwas über Skoliose zu erfahren ;) ) ich hinterfrage grundsätzlich alles, daher jetzt auch dies:
Ihr gebt sehr spezielles Wissen weiter an Menschen die um ihre Gesundheit kämpfen, ich würde gern mal wissen welche Kompetenz ihr habt, so fundierte Aussagen zu machen? Habt ihr eine Therapeutische oder medizinische Ausbildung oder ist dieses Wissen durch eure eigene (positive) Erfahrung entstanden?
Nochmal, ich möchte hiermit nicht eure Aussagen in Frage stellen, sondern ich möchte die Qualität eurer Aussagen einschätzen können.
Ich habe zwar viel hier im Skoliose-Teil des Forums gestöbert, befasse mich aber noch nicht lange so ausgiebig mit dem Thema (2 Tage), leider habe ich bisher noch nichts gefunden, wo man erfahren kann ,wie und was genau diese Schroth Therapie bewirkt. Da bin ich aber auch nur Interessiert an Berichten von Therapeuten, keine Erfahrungsberichte *grübel*
LG
Ute
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Beitrag von Klaus »

uschl hat geschrieben:ich würde gern mal wissen welche Kompetenz ihr habt, so fundierte Aussagen zu machen? Habt ihr eine Therapeutische oder medizinische Ausbildung oder ist dieses Wissen durch eure eigene (positive) Erfahrung entstanden?
Es ist die eigene langjährige Erfahrung, bei mir mit Kyphose.

Insbesondere die schlechte Erfahrung damit (weit über 20 Jahre) hat in Verbindung mit diesem Forum zu einer anderen Einschätzung der Situation geführt. Fast täglich gibt es ähnlich lautende Posts von neuen Usern, die immer wieder neu bestätigen, dass man nur als mündiger Patient wirklich weiter vorankommt. Dazu gehört Information, Information und nochmals Information.
uschl hat geschrieben:Ich bin von natur aus ein eher misstrauischer und kritischer Mensch
Das bin ich auch und nicht nur meine Erfahrungsberichte aus Bad Salzungen zeigen, dass ich da ganz offen Mißstände angehe und auch alles hinterfrage.
uschl hat geschrieben:leider habe ich bisher noch nichts gefunden, wo man erfahren kann ,wie und was genau diese Schroth Therapie bewirkt. Da bin ich aber auch nur Interessiert an Berichten von Therapeuten, keine Erfahrungsberichte *grübel*
Wenn Du etwas länger im Forum stöberst, wirst Du bemerken, dass es da schon eine ganze Menge zum Thema Schroth gibt.
Immerhin habe ich vor über einem Jahr auch nach den Gründen gefragt, warum es keine Veröffentlichungen von Therapeuten gibt, bzw. warum Scripte, die die Therapeuten ja eigentlich haben müssen, nicht greifbar sind.
Ich habe auch vermutet, dass das eine Geheimniskrämerei ist, nur um eine kostenintensive REHA machen zu müssen. :)
Nach der REHA wusste ich, dass man tatsächlich durch Bücher oder sonstiges schriftliches Material einfach nicht weiterkommt, wenn man nicht das ganz praktische Gefühl der Übungen am eigenen Körper erlebt hat. Nicht umsonst dauert das 4 Wochen und auch danach gibt es immer wieder Dinge, die man klären muss.

Ein blöder Vergleich
aber erklär mal jemanden, was Liebe ist, wenn der das noch nie erlebt hat. Vielleicht, es ist ein Hochgefühl, es ist ein Rausch usw.

So könntest Du es auch bei Schroth tun:
Muskeln werden gedehnt, aufgebaut und durch gezielte Atmung geformt, mit Übungen, die speziell auf die Situation angepasst sind und zum Teil durch Körperspezifische Unterlagerungen ausgeführt werden.

Alles klar :)

Natürlich nicht, Du brauchst eben die praktische Erfahrung damit und vor allen Dingen die kompetente Anleitung und Überwachung eines Therapeuten in einer intensiven REHA Zeit, weil das eigene Körpergefühl nur so in eine richtige Bahn gelenkt werden kann.
Vor Ort sind Therapeuten leider oftmals in der Kompetenz überfordert und was noch wichtiger ist, mit 2x Schroth-KG in der Woche für jeweils 20 Minuten werden keinesfalls jahrelange "falsch programmierte" Körperhaltungen beseitigt.

Gruss
Klaus
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Beitrag von uschl »

Klaus hat geschrieben: Es ist die eigene langjährige Erfahrung, bei mir mit Kyphose.

Insbesondere die schlechte Erfahrung damit (weit über 20 Jahre) hat in Verbindung mit diesem Forum zu einer anderen Einschätzung der Situation geführt. Fast täglich gibt es ähnlich lautende Posts von neuen Usern, die immer wieder neu bestätigen, dass man nur als mündiger Patient wirklich weiter vorankommt. Dazu gehört Information, Information und nochmals Information.
Danke, dass du mir die Frage nicht übel zu nehmen scheinst... ;D
Ich habe keine Ahnung was eine Kyphose ist, von daher... Meine bescheidene Meinung ist, genau wie bei dir: Wissen ist Macht! Gerade bei Skoliose ist es schwierig, die Therapie zu finden die auch hilft. Ich finde es - sorry- befremdlich das diese Schroth Therapie hier derart hochgelobt wird und anderes überhaupt nicht erwähnt wird. Was ist z. B. mit Feldenkrais?
Wie dem auch sei, ich habe gerade ein hochinteressantes und ausgiebiges Informationsgespräch im FPZ-Zentrum gehabt. Der Therapeut zeigte sich sehr offen und sachlich. Er riet mir, nach den jetzt noch anfallenden Arztbesuch, mal eine Analyse zu machen, um zu sehen wie es mit meiner Muskulatur aussieht. Er sagte auch direkt, dass er als FPZ-Therapeut Skoliose nicht heilen kann, sondern durch das gezielte Training Dysbalancen ausgleichen und so Schmerzen bekämpfen und max. den Krankheitsverlauf zum stoppen bringen kann. Das ist (was mir durchaus und vollkommen klar ist) eine sehr langwierige Sache, die Ich ständig weiterführen müsste. Er meinte zudem, dass es sinnvoll wäre zweigleisig zu fahren, d.h. dass ich zudem eine KG machen könnte (Schroth, Feldenkrais -whatever- *kicher* von Kieser hat er mir sofort dringendst abgeraten! O-Ton= "da kann jeder arbeitslose Metzger nach zweimaligem Training Trainer werden...")
Es käme drauf an, mit welcher Methode ich die besten Erfolge erzielen könnte.
Er meinte auch, dass es auch durchaus möglich wäre, dass die Analyse zeigt, dass FPZ wirklich nichts für mich wäre.
Er sagte auch, dass das FPZ-Training nur unter Aufsicht eines Therapeuten stattfindet und auch nur Patienten dort hinkommen die vom Arzt geschickt wurden. Der Therapeut stellt die Maschinen ein und greift korrigierend ein falls nötig (es stimmt, ich konnte es beobachten, da ich noch eine Weile auf das Gespräch warten musste)
In diesem FPZ-Zentrum sind ca. 85% der Patienten Skoliosepatienten...
Klaus hat geschrieben: Wenn Du etwas länger im Forum stöberst, wirst Du bemerken, dass es da schon eine ganze Menge zum Thema Schroth gibt.
Immerhin habe ich vor über einem Jahr auch nach den Gründen gefragt, warum es keine Veröffentlichungen von Therapeuten gibt, bzw. warum Scripte, die die Therapeuten ja eigentlich haben müssen, nicht greifbar sind.
:rolleyes: das Forum wird auf jeden Fall durchstöbert, aber in 2 Tagen schafft man ja nicht gleich alles...da werde ich wohl Monate oder gar jahre für brauchen....
Klaus hat geschrieben: So könntest Du es auch bei Schroth tun:
Muskeln werden gedehnt, aufgebaut und durch gezielte Atmung geformt, mit Übungen, die speziell auf die Situation angepasst sind und zum Teil durch Körperspezifische Unterlagerungen ausgeführt werden.

Alles klar :)

Natürlich nicht, Du brauchst eben die praktische Erfahrung damit und vor allen Dingen die kompetente Anleitung und Überwachung eines Therapeuten in einer intensiven REHA Zeit, weil das eigene Körpergefühl nur so in eine richtige Bahn gelenkt werden kann.
Vor Ort sind Therapeuten leider oftmals in der Kompetenz überfordert und was noch wichtiger ist, mit 2x Schroth-KG in der Woche für jeweils 20 Minuten werden keinesfalls jahrelange "falsch programmierte" Körperhaltungen beseitigt.
So wie du das beschreibst, hört es sich fast nach Pilates an :P Diese Art Gymnastik hat mir bisher immer soo gut getan unter Anleitung einer sehr aufmerksamen und geschulten Trainerin. Leider macht die das nicht mehr (persönlicher Stress) So bin ich auf der Suche nach einer Therapie gekommen...
Und ich denke, durch das jahrelange Pilates Training habe ich doch schon ein recht gutes Körpergefühl. Ich meine, es kann doch nicht nur Schroth dass alleinige Allheilmittel sein...oder?
Kleopatra64
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Beitrag von Kleopatra64 »

Hallo Uschl,
wir wohnen auch in Remscheid, bei welchem Orthopäden warst du denn?
Ich war mit meiner Tocher auch seit 2,5 Jahren in Behandlung inkl. Schrottkorsett und mit dem Erfolg, dass die Skoli sich so dramatisch verschlimmert hat, dass sie jetzt schnellstens operiert werden muss. :<
viele Grüße
Kleopatra 64
uschl
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Beitrag von uschl »

Ohho ;D noch´n Remschidda, hi Kleo,
ich war oder besser bin bei Dr. Kohn in Behandlung. Mir ist er symphatisch und wie mir scheint auch offen genug alles mögliche zu tun das mir geholfen wird. Der nächste Termin bei ihm ist Ende nächter Woche, uiui da wird der gute erstmal gelöchert... Am Dienstag war ich noch zu sehr geschockt gewesen. Dachte ja datt janze wä ja gar nicht sooo schlimm...
Wie man sich irren kann!
LG
Ute
Kleopatra64
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Beitrag von Kleopatra64 »

Hi,
den kenne ich nicht. Wir waren bei Dr. Holtz und unser Korsett war von Reitz in Lennep. Also dort haben wir keine guten Erfahrungen gemacht, wie ich in den letzten 3 Wochen feststellen musste, nachdem wir in Münster in der Skolioseambulanz waren und ich auf dieses Forum gestoßen bin.

Nachher ist man immer schlauer!
Viel Erfolg beim Löchern! :juggle:
Kleopatra 64
Bommenate
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Beitrag von Bommenate »

Hallo ihr Remscheider ;) ,

bin da gerade über einen Satz gestolpert.....
Kleopatra64 hat geschrieben:Wir waren bei Dr. Holtz und unser Korsett war von Reitz in Lennep.
Wenn ich mich recht erinnere, dann war ich vor 23 Jahren auch bei Reitz in Lennep und habe mein Korsett bekommen. Zu Beginn waren es 79°, ich konnte das Korsett sofort 23 Stunden tragen, habe geschrothet und nach einem Jahr war ich bereits auf 89°!!! Ich glaube, die Erfahrungen sprechen für sich :rolleyes: . --> Plastikmüll!!!

Ich war damals bei Dr. Birkelbach (Wuppertal), die Praxis gibt es glaube ich schon nicht mehr. Ich weiß nicht, wieviel er von Skoliose verstanden hat, aber er hat mich sofort für 6 Wochen nach Soberheim geschickt und mir ein Korsett verpasst. Naja, leider war das Schrott!!!

LG

Bommenate
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

uschl hat geschrieben:Danke, dass du mir die Frage nicht übel zu nehmen scheinst
Natürlich nicht, denn das ist sozusagen der Job der Aktiven hier im Forum.
uschl hat geschrieben:Ich finde es - sorry- befremdlich das diese Schroth Therapie hier derart hochgelobt wird und anderes überhaupt nicht erwähnt wird. Was ist z. B. mit Feldenkrais?
Weil sich herausgestellt hat, dass Schroth bei Skoliose/Kyphose die nachweisbar beste Möglichkeit ist, dagegen anzugehen.
Nicht umsonst gibt es 2 REHA Kliniken, die nur mit Schroth arbeiten.
Andere Therapien haben zwar auch ihre Wirkungen, (und darüber wird auch hier gesprochen!) aber auch die Erfahrungen hier im Forum zeigen immer wieder, dass diese nur als Ergänzung angesehen werden sollten.
Es gibt natürlich auch Leute, die berichten, dass ihnen die Therapie x oder y geholfen hat, aber wenn man fragt, wie die Situation sich denn konkret geändert hat, kommt meistens keine Antwort mehr.

Ich erinnere mich noch gut an einen User, der von der Wirbelsäulenbegradigung schwärmte und auch noch eine Therapeutin dort erwähnte, die selbst eine Skoliose hatte.
Auf der entsprechenden Homepage hat diese Therapeutin aber überhaupt keinen konkreten Hinweis auf ihre tatsächliche Situation vorher und hinterher gegeben. Sie sprach nur davon, dass sie jetzt keine Skoliose mehr hätte und ansonsten in epischer Breite von den tollen Erfolgen insgesamt.
Auch der User machte es sich ganz einfach, in dem er sich mit "Ihr glaubt mir ja sowieso nicht" verabschiedete.
Das ist für mich keine Basis, aber sehr wohl die vielen Erfahrungen hier im Forum, die man auch hinterfragen kann.
uschl hat geschrieben:von Kieser hat er mir sofort dringendst abgeraten!
Klar, auf Therapeuten in den Fitness-Studios sollte man sich nicht verlassen, egal ob das Kieser oder Fitness Company oder sonst wer ist, aber dieses Konkurrenzgehabe schützt den Therapeuten bei FPZ auch nicht vor grundsätzlichen Fehlern.
Du musst Dich mit Deiner Situation auseinandersetzen, Du musst die Entscheidungen treffen, Du musst Dir die Informationen holen und das dauert tatsächlich ein paar Wochen, bis Du auch durch eigene Diskussion den Durchblick bekommst.
Deswegen habe ich ja so meine Probleme mit Gästen hier, die mal eben durch eine Frage ihre Lebensituation ändern wollen.
Ich meine, es kann doch nicht nur Schroth dass alleinige Allheilmittel sein...oder?
Du solltest wenigstens erst mal damit anfangen und eine REHA machen!

Sorry, aber hier kommt auch immer wieder das Phänomen, dass man schon vieles verändern möchte, aber möglichst kleine Schritte in gewohnter Umgebung. Damit kommst Du nicht weiter, genauso wie der Gedanke, dass es nicht sein kann, wegen eines Arztes so weit fahren zu müssen.
Ich sage das alles, weil ich selber anfangs in ähnlicher Situation war und es anderen ersparen möchte, die gleichen schlechten jahrelangen Erfahrungen zu machen.
Hier trifft es wirklich gut:
Hinterher ist man immer klüger, nur meistens ist es dann für eine optimale Behandlung zu spät, wenngleich auch immer noch gute Möglichkeiten vorhanden sind.
Auch ab 60 gibt es noch Leute, die aktiv was verändern. :)

Gruss
Klaus
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Wenn der FPZ-Therapeut von Kieser abrät, dann sehe ich es eigentlich genauso wie Klaus - das muss man erstmal kritisch betrachten. Kieser ist sicherlich einer seiner größten Konkurrenten.

Das Problem ist, dass das Prinzip der FPZ-Geräte auch darin verwirklicht wird, dass ersteinmal für Haltungsdeformitäten ungünstige Übungen ausgeführt werden müssen um die entsprechenden tiefen Muskeln erreichen zu können. Dieses Prinzip führt sicherlich irgendwann zum Erfolg, jedoch gibt es anscheinend noch keinerlei Langzeituntersuchungen die etwas über mögliche Schädigungen dieser Trainingsform aussagen können.
Anfänge ähnlicher Untersuchungen kenne ich bislang nur von Herrn Beermann, Mitarbeiter einer anderen Fitness-Studio-Kette, die ähnliche Geräte für ihre Trainingsform benutzt. Zwar scheinen die (subjektiven!) Aussagen der Patienten dort vermehrt positiv zu sein, aber leider fehlt die medizinische Untermauerung und vielleicht sogar etwas Objektivität.

Ich selbst habe die Möglichkeit ein Training dieser Form zu absolvieren, da derartige Geräte auch in unserem Kraftraum stehen. Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich mich bisher noch nicht daran getraut habe! Von meinem Trainer wurde mir eiskalt prophezeit, dass ich in der Anfangsphase des Trainings wahrscheinlich sogar noch stärkere Schmerzen haben werde. Und mir reichen eigentlich schon die, die ich jetzt habe.

Schroth "umgeht" alle diese ungünstigen Bewegungsformen und ist zunächst auf jeden Fall die schonendere Form des Trainings. Durch die Übung selbst wird bereits die optimale Haltung trainiert, die auch im Alltag angestrebt werden soll. Leider ist Schroth tatsächlich momentan die einzige Form der Physiotherapie, die ohne Wenn und Aber empfohlen werden kann.

Grüße, Ula
~ ehemals Ulaschatz ~
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Beitrag von uschl »

Ulaschatz hat geschrieben:Wenn der FPZ-Therapeut von Kieser abrät, dann sehe ich es eigentlich genauso wie Klaus - das muss man erstmal kritisch betrachten. Kieser ist sicherlich einer seiner größten Konkurrenten.
nope, ist er nicht, da gäbe es mindestens noch einen weiteren wesentlich stärkeren Konkurrenten, bei dem ich auch trainiert habe, allerdings dort "Just for Fun" nur zur allgemeinen Prävention. Da konnte auch jeder trainieren, auch ohne ärztlichen Befund. Wie schon mehrfach erwähnt, ist das FPZ-Rückenzentrum kein Fitnessstudio, wo jeder einfach mal so trainieren kann, sondern nur Leute mit Rezept und ausführlicher ärztlicher Diagnose.
Ulaschatz hat geschrieben: Das Problem ist, dass das Prinzip der FPZ-Geräte auch darin verwirklicht wird, dass ersteinmal für Haltungsdeformitäten ungünstige Übungen ausgeführt werden müssen um die entsprechenden tiefen Muskeln erreichen zu können. Dieses Prinzip führt sicherlich irgendwann zum Erfolg, jedoch gibt es anscheinend noch keinerlei Langzeituntersuchungen die etwas über mögliche Schädigungen dieser Trainingsform aussagen können.
Das kann man wie fast alles von mehreren Seiten betrachten...
Zum einen, sage ich auch nochmals, dass ich nicht untrainiert bin. Ich habe jahrelang Muskelaufbautraining auf Pilates basierend gemacht. Ich würde dies auch wohl jetzt noch machen, wenn die Trainerin nicht umgezogen wäre (Trennung). Jetzt habe ich länger nicht mehr so ausgiebig trainiert und deshalb sind auch die Schmerzen wieder da.
Gibt es von der Schroth Therapie Berichte über Erfolge/Mißerfolge (Langzeit!!versteht sich)?? Wenn ja würde ich mir das gerne mal durchlesen. Nicht dass ihr mich hier falsch versteht: Ich bin kein Schroth Gegner, ich hab bisher nur noch nichts davon gehört und möchte wissen, was genau die Therapie macht, was die genau bewirkt, was sie genau leisten kann. Und das ganze nicht als Erfahrungsbericht von Betroffenen, sondern bitte als verständliche Studie!! Feldenkrais ist mir dagegen ein Begriff, den ich einordnen kann. Daher möchte ich nur wissen, warum Schroth und nicht z.B. Feldenkrais?
Ich wehre mich auch nicht gegen einen weit entfernten Reha Aufenthalt, wie Klaus schon vermutet hatte. Ich möchte nur objektiv informiert sein. Mir ist nicht damit geholfen, wenn mir Nicht-Therapeuten oder Nicht-Mediziner sagen, dass nur diese oder jene Kur/Training/Arzt das alleinige wirklich wirksame Mittel wären.
Ulaschatz hat geschrieben: Zwar scheinen die (subjektiven!) Aussagen der Patienten dort vermehrt positiv zu sein, aber leider fehlt die medizinische Untermauerung und vielleicht sogar etwas Objektivität.
Öööhm, ist es hier bei Schroth nicht genau so??
Ulaschatz hat geschrieben: Leider ist Schroth tatsächlich momentan die einzige Form der Physiotherapie, die ohne Wenn und Aber empfohlen werden kann.
Okay, wie schon gesagt, ich bin nicht grundsätzlich dagegen und werde meinen Arzt auf jeden fall darauf ansprechen, ich hätte allerdings gerne eine Auswahl und daher werde ich auch noch bei Feldenkrais genauer nachhaken und mir alle Optionen offen lassen. Ich gehöre nun mal nicht zu den Menschen die, wenn alle die Brücke runterspringen, ohne zu überlegen hinterher hopsen ;D
Huhu, gibbet hier niemanden der noch was anderes als Schroth gemacht hat??
LG
Ute
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Beitrag von Jessica »

Hallo Ute,

hast Du Dir schon einmal die Informationsseiten über die Schroth-Behandlung angesehen (Link in der Linksammlung). Dort kannst Du auch noch eine Menge über das System Schroth erfahren.

Was die Studien betrifft, die Du gern haben möchtest... hier im Forum wirst Du nun einmal hauptsächlich auf Erfahrungsberichte anderer Betroffener treffen. Mir selber sind solche allerdings lieber als Studien (von wem auch immer gesponsort :) ).

Auch auf den Internetseiten der Schroth-Kliniken findest Du "Belege" über die Wirksamkeit der Schroth-Therapie (z.B. anhand von Rö-Bildern von Patienten).

Ich war vor erst ganz kurzer Zeit zur Reha in Bad Sobernheim, um Schroth zu erlernen. Dort waren Patienten zum Teil auch aus dem weiter entfernten Ausland, die nur wegen der Schroth-Therapie diese weite Reise auf sich genommen haben.

Hier im Forum gibt es viele Patienten, die schon alles mögliche ausprobiert haben und denen letztendlich durch Schroth geholfen wurde, da kann ich nicht ganz verstehen, daß Du diese vielen Erfahrungen nicht als objektiv ansehen kannst.

Jeder hat ja hier die Möglichkeit, über seine positiven sowie auch negativen Erfahrungen zu schreiben. Daß so wenig positive Erfahrungen über andere Methoden hier veröffentlicht werden, ist für mich zumindest Indiz dafür, daß es wohl nicht so viele wirksame Methoden gibt.

lG
Jessica
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Beitrag von Klaus »

ula hat geschrieben:Das Problem ist, dass das Prinzip der FPZ-Geräte auch darin verwirklicht wird, dass ersteinmal für Haltungsdeformitäten ungünstige Übungen ausgeführt werden müssen um die entsprechenden tiefen Muskeln erreichen zu können.
Hallo ula,

da sind sind wir wieder bei unseren alten Diskussion, die ja stehen geblieben ist und wo ich eigentlich Bilder von den entsprechenden Geräten einstellen wollte. Habe ich aber gelassen, weil ja gleich eine Online Anleitung für Übungen ohne irgendeine genaue Abklärung der eigenen Situation erwartet wurde. Auch bei Schroth sehe ich die grosse Gefahr, dass Online Anleitungen erwartet werden, weil es ja so ein grosses Geheimnis nicht ist, aber Köpergefühle kann man nun nicht in dieser Art übermitteln.

Trotzdem mal die Frage, ob Du mit obiger Aussage meinst, dass z.Bsp. beim Rückentrainer (Lower Back o.ä.) der gesamte Rücken nach vorn eingerollt wird, auch wenn man das bei Kyphose nicht machen sollte. H. Beermann (Novotergum-FPZ Geräte) hat das ja mal als notwendig beschrieben.
Ansonsten sind die FPZ Geräte im Prinzip auch nur Muskeltrainingsgeräte, die nach meiner Meinung zu Unrecht so dargestellt werden, als wäre das ein völlig anderes Prinzip. Oder??

Gruss
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Beitrag von Klaus »

Hallo uschl,
uschl hat geschrieben:ist das FPZ-Rückenzentrum kein Fitnessstudio, wo jeder einfach mal so trainieren kann, sondern nur Leute mit Rezept und ausführlicher ärztlicher Diagnose.
Wenn Du Dir mal die Mühe machst, wie schon gesagt, nach dem Stichwort Novotergum zu suchen, dann wirst Du sehen, welche Diskussionen es hier schon mit H. Beermann gegeben hat.
Daraus kann man aber auch entnehmen, dass ein Training nur mit ärztlicher Verordnung noch lange keine 100% Kompetenz bedeuten muss. Das suggeriert das natürlich.
Die lange, im übrigen sehr produktive (!) Diskussion hat ja dazu geführt, dass dort auch Schroth generell empfohlen wird, bevor man dort anfängt, nicht erst ab 30Grad Skoliose, wo man offensichtlich Patienten erst mal grundsätzlich zur REHA schickt. Ich hoffe, das ist noch so.
Und es hat hoffentlich auch dazu geführt, dass die Mitarbeiter dort wenigstens wissen, was Schroth ist.
Insofern ist das eine Kombination aus Schroth und speziellem Muskeltrainig, was ich für optimal halte.

Und ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass man nach einer Schroth REHA schon in der Lage sein sollte, ein bisheriges Fitnesstraining gezielt in die richtige Richtung zu lenken. Ein FPZ Zentrum könnte da sicherlich für eine bestimmte Zeit als weitere Unterstützung dienen.
Vielleicht bin ich auch ein bischen verwöhnt, weil in meinem Studio "medizinische REHA"-Geräte von MedX und Nautilus stehen.
Ich trainiere 3x in der Woche für ca. 25€ im Monat incl. Sauna :)

Ansonsten kann ich nur die Aussage von Jessica unterstützen.
Das Forum lebt von den Erfahrungen und weniger von den wissenschaftlichen Studien, die für mich nur dann interessant sind, wenn ein Widerspruch zu den Erfahrungen besteht und dann natürlich, wenn es wirklich viel zu wenige Studien gibt, wie Z.Bsp. bei Kyphose, was Dr. Steffan (Chefarzt der REHA Klinik in Bad Salzungen) vor einiger Zeit mal deutlich gemacht hat. Deswegen macht er eigene Studien, die natürlich wieder auf Erfahrungen seiner REHA Klinik beruhen. Und diese werden von den Patienten in anderer Form hier wieder eingebracht.
uschl hat geschrieben:ich hätte allerdings gerne eine Auswahl und daher werde ich auch noch bei Feldenkrais genauer nachhaken und mir alle Optionen offen lassen.
Wenn Du eine wissenschaftliche Studie findest, die u.a. die Reduzierung der Skoliose/Kyphose Winkel in Grad nach einer bestimmten Behandlungsdauer angibt, dann kannst Du das mit einer Schroth REHA vergleichen, wo auch per 3D Aufnahme der Zustand vorher/hinterher gut dokumentiert wird.

Letzten Endes wirst Du aber immer über eigene Erfahrungen gehen müssen und da ist unser Anliegen, die Wege zu verkürzen.
uschl hat geschrieben:Huhu, gibbet hier niemanden der noch was anderes als Schroth gemacht hat??
Bitte auch mal die Suchfunktion benutzen oder einen eigenen Post aufmachen, das ist effektiver.
Du wirst Dich sicherlich dann nicht mit Pauschal Aussagen, wie "es ging mir dann besser", zufrieden geben. Oder?

Gruss
Klaus
uschl
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Beitrag von uschl »

klaus hat geschrieben: Du wirst Dich sicherlich dann nicht mit Pauschal Aussagen, wie "es ging mir dann besser", zufrieden geben. Oder?
höhö :D bestimmt nicht *lol*
Ich möchte hier mal anmerken, das ich dieses Forum sehr hilfreich finde und ihr seit auch etwas kritischen Stimmen gegenüber sehr freundlich und überzeugend.
Ich hab grad ´ne tierisch lange mail geschrieben, daher fasse ich mich hier mal kürzer ( der Rücken meckert ohrenbetäubend *jammer*)
Ich habe, Kleopatra sei Dank, erfahren dass es hier wohl doch eine Schroth therapeutin gibt! Ich bin mir sicher, dass ich am Montag mal dringend telefonieren werde...
Und der Rest wird beim nächsten Arztbesuch geklärt...
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