Frühzeitige Rente bei Skoliose oder Arbeitsunfähigkeit?!

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
Antworten
sweettayler
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 51
Registriert: Mi, 21.06.2006 - 22:35
Wohnort: Dorsten

Frühzeitige Rente bei Skoliose oder Arbeitsunfähigkeit?!

Beitrag von sweettayler »

Hallo zusammen!

Bin jetzt 21 Jahre alt und wurde im Alter von 16 Jahren wegen einer Skoliose von 75° operiert. Mein Arzt hat früher zu mir gesagt das ich eine frühzeitige Rente beantragen kann. Oder auch wenn ich dadurch keinen Job finde oder mit der Krankheit nicht arbeiten gehen kann auch Arbeitsunfähig geschrieben werden kann, hat jemand Erfahrung damit?!

Bin über jeden Tipp dankbar!!

Liebe Grüße Sweettayler
Peter 1

frühzeitige Rente

Beitrag von Peter 1 »

Hallo Sweettayler,
ja, ganz pauschal gesagt, kann man auch als Skoliotiker/in frühzeitige Rente bekommen, aber das ist vom Krankheitsstatus abhängig. Ein Amtsarzt müßte Deine eingeschränkte oder völlige Erwerbsunfähigkeit feststellen. Mit 21 Jahren müßtest Du aber schon extrem behindert sein, damit Dir eine Teil- oder Vollrente zugebilligt werden würde. Wenn man Dir hier Genaueres sagen sollte, dann müßtest Du erst einmal genauere Informationen über Deinen Krankheitsstatus mitteilen.
Gru8, Peter.
sweettayler
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 51
Registriert: Mi, 21.06.2006 - 22:35
Wohnort: Dorsten

Beitrag von sweettayler »

Dann hol ich mal aus :D

Also als ich 14 Jahre war bin ich schief gewachsen, da ich einen Wachstumsschub bekommen habe. Dann habe ich ca. 3 Monate ein Korsett tragen müssen. Anschließend habe ich mir bei einem zweiten Arzt Rat geholt, weil mir alles komisch vorkam und ich fast aus dem Korsett rausgewachsen bin und es totale Schmerzen verursacht hat. Der zweite Arzt sagte ich hätte längst operiert werden sollen und mich direkt ins Krankenhaus überwiesen. Da wurde ich mit einem so genannten Heiligenschein im Rollstuhl 3 Monate gestreckt 24 Stunden lang am Tag, daraufhin wurde ich dann operiert und mir wurde eine Titanstange in den Rücken eingesetzt von 60 cm also von oben bis unten, ganzer Rücken, diese wurde dann ein halbes Jahr später noch mal um ca. 5 cm gekürzt weil sie am Nacken bald raus kam. Naja und jetzt bleibt diese mein ganzes Leben drin. Meine Skoliose ist zu 75 °.

Frage mich jetzt nur immer wie ich das alles anstellen soll, einerseits kann ich keinen Krankenschein nehmen weil ich sonst meinen Job los bin und andererseits habe ich dann noch nicht einmal einen Nachweis das ich den Job nicht ausüben kann?!? Genauso geht es mir mit meinem Behindertenschein, weiß nicht ob ich sowas bräuchte und wenn ich einen beantragen würde, wäre ich wieder meinen Job los und würde erst recht keinen neuen finden..
Benutzeravatar
Räkelkönigin
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 272
Registriert: Do, 09.02.2006 - 20:50
Wohnort: Am Rhein

Beitrag von Räkelkönigin »

Also es gibt eine sogenannte "Erwerbsminderungsrente" . Dabei ist man nicht mehr Vollzeit sondern zwischen 3-6 Stunden Arbeitsfähig. Das muss wie schon oben gesagt wurde von einem Amtsarzt festgestellt werden, nachdem zuvor ein Antrag auf die o.g. Rente von Dir und Deinem behandelden Arzt gestellt wurde.
Da aber das Prinzip : REHA VOR RENTE gilt, wäre vorher die Frage, ob es sinnvoll ist eine Umschulung zu machen in einen Job, den du proplemloser ausüben kannst. Das wird auch die RV so sehen!! Die zahlen lieber eine Umschulung als die Rente.

Du musst unbedingt beraten werden!!!
Was sagt denn HEUTE Dein Orthopäde dazu!??
Er muss Dir ggf. ja bescheinigen, dass Du die jetzige Tätigkeit nicht auf Dauer machen kannst .
Ich widerhole mich hier gerne nochmal: beantrage unbedingt eine REHA!
Das steht dir ja schon aufgrund der Diagnose zu. Dazu MUSS dich der Arbeitgeber freistellen!!
Zahlen tut es bis auf 10 Euro pro Tag die Rentenversicherung.


Gruss
Räkelkönigin :juggle:
sweettayler
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 51
Registriert: Mi, 21.06.2006 - 22:35
Wohnort: Dorsten

Beitrag von sweettayler »

Also wenn du so fragst, war seit ewigkeiten schon nicht mehr bei meinem Orthopäde, da dieser immer nur sagt, durch meine OP kann ich immer mal Schmerzen bei Wetterumstellungen u.s.w. haben und das hilft mir auch nicht weiter. Das geht mir ja auch so bei einem Krankenschein, wenn ich Probleme mit meinem Rücken habe gehe ich zu meinem Hausarzt und sage ich habe eine Grippe, damit ich einen Krankenschein bekomme, da mein Orthopäde deswegen keinen Schein ausstellt. Deswegen hab ich auch Angst davor zum Arbeitsamt zu gehen und wegen z.B. einer Umschulung zu fragen, da diese mir sagen sie hatten doch bis jetzt noch nicht einen Krankenschein wegen ihrem Rücken. Was muss ich denn da genau machen wenn ich eine Kur beantragen will? Ein Schreiben an die Krankenkasse, oder muss der Arzt das beantragen? Wen muss ich anschreiben und was schreibe ich da rein warum ich sowas beantrage? Hab damit garkeine Erfahrungen, weil ich immer dachte ich kriege sowas garnicht.. Hab Angst davor meinen Job wegen so einer Kur zu verlieren..
Benutzeravatar
Räkelkönigin
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 272
Registriert: Do, 09.02.2006 - 20:50
Wohnort: Am Rhein

Beitrag von Räkelkönigin »

Also wenn du so fragst, war seit ewigkeiten schon nicht mehr bei meinem Orthopäde, da dieser immer nur sagt, durch meine OP kann ich immer mal Schmerzen bei Wetterumstellungen u.s.w. haben und das hilft mir auch nicht weiter.

Unbeding hingeheh und die Situation /berufliche Problematilk schildern!!!

Du brauchst ja unbedingt einen Orthopäden, der dich unterstützt !!!
Das geht mir ja auch so bei einem Krankenschein, wenn ich Probleme mit meinem Rücken habe gehe ich zu meinem Hausarzt und sage ich habe eine Grippe, damit ich einen Krankenschein bekomme, da mein Orthopäde deswegen keinen Schein ausstellt.
Spricht nicht gerade für den Orthopäden....!
Deswegen hab ich auch Angst davor zum Arbeitsamt zu gehen und wegen z.B. einer Umschulung zu fragen, da diese mir sagen sie hatten doch bis jetzt noch nicht einen Krankenschein wegen ihrem Rücken.
ALso das Arbeitsamt zählt ja nicht die Krankmeldungen, die du schon hattest. Es geht darum, dass Du JETZT starke Probleme hast, da sich die Arebietsbelastung > ständiges Sitzen verändert hat und du das so auf Dauer nicht machen kannst. Es geht darum, dass DU LANGFRISTIG ARBEITSFÄHIG BIST UND BLEIBST!!!
Was muss ich denn da genau machen wenn ich eine Kur beantragen will?
1. Antragsformular besorgen:
http://www.deutsche-rentenversicherung. ... e.pdf/g110

und
http://www.deutsche-rentenversicherung. ... e.pdf/g100

2. Ausfüllen. Nichts beschönigen beim ausfüllen...!
Du musst ankreuzen:"Masssnahmen zur medizinischen Rehabilitation"
3.Zum Orthopäden gehen und einen Schrieb ausstellen lassen in dem er eine REha befürwortete! Du must ihm sagen, dass du starke Probleme bei der Arbeit hast und es so nicht weitergehen kann!!!!!! Notfalls nimmst Du dir jemanden zur "Verstärkung" mit, wenn Du da hingehst!
Auch sehr gut : Fahrt zu Dr.Hoffmann nach Leonberg, der auf Skoliosen spezialisiert ist!!!!

[equote]Hab Angst davor meinen Job wegen so einer Kur zu verlieren[/equote]
DAs wäre ungesetzlich! Bis die Reha bewilligt ist, sind die 3 Monate bei deiner stelle schon vorbei.

Gruss
Räkelkönigin :juggle:
sweettayler
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 51
Registriert: Mi, 21.06.2006 - 22:35
Wohnort: Dorsten

Beitrag von sweettayler »

Muss dir erstmal ein großes DANKESCHÖN aussprechen!!! Bin echt froh das ich diesen Chat gefunden habe und soviele nette Leute mir weiter helfen! Das mit der Kur werde ich auf jeden Fall mal versuchen!!!

Liebe Grüße Sweettayler
Adelebsergirl28

Erwerbsminderungsrente bei Skoliose

Beitrag von Adelebsergirl28 »

Hallo

wollte mal was zu dem Thema sagen und zwar ich bin jetzt 28 geworden habe als Kind fast die gesamte Schulzeit ein Plastikkorsett durch meine Wirbelsäule tragen müssen. 1992 da war ich gerade 14 hat man uns dann mitgeteilt das ich dringend operiert werden müsste da die Wirbelsäule drohte wegzusacken. Ich wurde mit 2 Herington Stäben 14 Schrauben und einer Platte stabilisiert. Danach ging es mir gut hat zwar lange gedauert bis ich mich davon erholt hatte aber nach einiger Zeit bin ich sogar wieder reiten gegangen!!! Seit ca. 4 jahren werden meine Beschwerden nun zunehmend schlimmer ich kann nicht mehr lange sitzen stehen und liegen und gehen schon mal gar nicht alles nur unter Schmerzen . Deshalb habe ich im Vorletzten Jahr eine Erwerbsminderungsrente beantragt und im Letzten Jahr wurde mir eine befristete EWMR und zwar die volle Bewilligt. In diesem Jahr bin ich dann 3 Wochen zur Reha gefahren die haben mir da ein hämmerndes Urteil ausgestellt und zwar das ich wieder vollschichtig arbeiten könnte . Tja und was hat die BFA draus gemacht? Ihr könnnt es euch sicher denken die haben den Weiterzahlungsantrag abgelehnt. Inzwischen läuft zwar ein Einspruch mal sehen was draus wird. Wer kennt sich bei sowas aus oder hat selbst schon ähnliche Erfahrungen gemacht??? Ich würde mich sehr freuen wenn ich angeschrieben werde

Liebe Grüße Adelebsergirl28 :/
Benutzeravatar
Räkelkönigin
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 272
Registriert: Do, 09.02.2006 - 20:50
Wohnort: Am Rhein

Beitrag von Räkelkönigin »

Hallo Adelebsergirl,
melde dich bitte mal an hier im Forum, dann kann man dir auch eine pn (personal message ) schicken.

Wo warst Du denn zur Reha???

Gruss
Räkelkönigin :juggle:
Nicole33

Erwerbsminderungrente

Beitrag von Nicole33 »

Hallo,
mit großem Interesse habe ich die Artikel gelesen...Ich interessiere mich sehr dafür, weil man ja leider als "komplett behindert" nicht wirklich überleben kann;ohne Versicherung . Eigentlich sollte ihc schon mit 17 in Rente gehen.Kann mir jemand sagen, was ich dafür tun, um eine Erwerbsminderungsrente (3-6 Std am Tag o.ä.) zu bekommen?Und wer zahlt dann was?
Liebe Grüße,
Nicole
Antworten