Korsett zur Schmerzlinderung - Kassen-Übernahme?
- Thomas
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Korsett zur Schmerzlinderung - Kassen-Übernahme?
Hallo,
mein Name ist Thomas, bin gerade 50 geworden (also ein echter Grufti) und habe seit ca. 10 Jahren in unregelmäßigen Abständen starke Schmerzen im Lendenwirbelbereich. Ich war auch schon bei verschiedenen Orthopäden deswegen, denen ist aber außer Schlingentisch und Schmerzmittel nichts dazu eingefallen. Durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen, und habe hier auch die Adresse von Dr. Hoffmann gelesen.
Da ich in der Nähe von Stuttgart wohne war ich nun letzte Woche das erste mal bei DOC Hoffmann. Der Termin hatte schnell (innerhalb einer guten Woche) geklappt.
Dr. Hoffmann stellte spontan einen Längenunterschied der Beine und eine Skoliose fest. Daraufhin schickte er mich zum Röntgen (Ganzaufnahme von vorne, Teilaufnahme von der Seite, plus ne dritte Aufnahme, bei der ich nicht mehr weiß, was drauf war). Die Röntgenaufnahmen bestätigten seine These von der Beinverkürzung und der Skoliose, die allerdings nicht sehr stark ausgeprägt ist. Außerdem stellte er eine HyperIordose fest. Wenn ich seine Ausführungen richtig verstanden habe können nach seiner Meinung die starken Schmerzen davon kommen, daß auf Grund der Hyperlordose der Winkel zwischen dem untersten Lendenwirbel und dem Kreuzbein zu groß ist, dadurch der Wirbelkanal zu klein wird und es zu Irritationen der Nervenbahnen kommt (war jetzt sehr unwissenschaftlich dargestellt, aber ich kenn mich da leider nicht so aus.)
Dr. Hoffmann hat mir zuerst mal Einlegesohlen für die Schuhe verschrieben (hab ich schon an). Er zeigte mir ein Bild von einem Mann in einem echt brachialen Kunstoffkorsett und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, so etwas zu tragen. Er zeigte mir dann noch eine Softausführung (Bandage von der Stange), ich hab mich aber relativ spontan für die Brachial-Ausführung entschieden, unter anderem auch eingedenk des Beitrages von Toni über die Erfahrungen mit Sieglindes BAUERNFEIND softec-dorso. Ich hoffe, ich war mit dieser Entscheidung nicht zu mutig….
Am nächsten Tag war ich dann bei Rahmouni mit meinem Rezept. Herr Rahmouni war sehr freundlich, hat aber keinen Gipsabdruck von mir gemacht. Er meinte, dass er zuerst die Bestätigung von der Krankenkasse abwarten wolle.
Daher meine Frage: Weiß jemand von Euch, wie die Chancen sind, ein Rahmouni-Korsett zur Schmerzlinderung von der Krankenkasse bezahlt zu bekommen, auch wenn die Skoliose und die Hyperlordose (Kyphose) nicht stark ausgeprägt sind? Gibt es hier Erfahrungswerte?
Würde mich über Antworten freuen!
Thomas
mein Name ist Thomas, bin gerade 50 geworden (also ein echter Grufti) und habe seit ca. 10 Jahren in unregelmäßigen Abständen starke Schmerzen im Lendenwirbelbereich. Ich war auch schon bei verschiedenen Orthopäden deswegen, denen ist aber außer Schlingentisch und Schmerzmittel nichts dazu eingefallen. Durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen, und habe hier auch die Adresse von Dr. Hoffmann gelesen.
Da ich in der Nähe von Stuttgart wohne war ich nun letzte Woche das erste mal bei DOC Hoffmann. Der Termin hatte schnell (innerhalb einer guten Woche) geklappt.
Dr. Hoffmann stellte spontan einen Längenunterschied der Beine und eine Skoliose fest. Daraufhin schickte er mich zum Röntgen (Ganzaufnahme von vorne, Teilaufnahme von der Seite, plus ne dritte Aufnahme, bei der ich nicht mehr weiß, was drauf war). Die Röntgenaufnahmen bestätigten seine These von der Beinverkürzung und der Skoliose, die allerdings nicht sehr stark ausgeprägt ist. Außerdem stellte er eine HyperIordose fest. Wenn ich seine Ausführungen richtig verstanden habe können nach seiner Meinung die starken Schmerzen davon kommen, daß auf Grund der Hyperlordose der Winkel zwischen dem untersten Lendenwirbel und dem Kreuzbein zu groß ist, dadurch der Wirbelkanal zu klein wird und es zu Irritationen der Nervenbahnen kommt (war jetzt sehr unwissenschaftlich dargestellt, aber ich kenn mich da leider nicht so aus.)
Dr. Hoffmann hat mir zuerst mal Einlegesohlen für die Schuhe verschrieben (hab ich schon an). Er zeigte mir ein Bild von einem Mann in einem echt brachialen Kunstoffkorsett und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, so etwas zu tragen. Er zeigte mir dann noch eine Softausführung (Bandage von der Stange), ich hab mich aber relativ spontan für die Brachial-Ausführung entschieden, unter anderem auch eingedenk des Beitrages von Toni über die Erfahrungen mit Sieglindes BAUERNFEIND softec-dorso. Ich hoffe, ich war mit dieser Entscheidung nicht zu mutig….
Am nächsten Tag war ich dann bei Rahmouni mit meinem Rezept. Herr Rahmouni war sehr freundlich, hat aber keinen Gipsabdruck von mir gemacht. Er meinte, dass er zuerst die Bestätigung von der Krankenkasse abwarten wolle.
Daher meine Frage: Weiß jemand von Euch, wie die Chancen sind, ein Rahmouni-Korsett zur Schmerzlinderung von der Krankenkasse bezahlt zu bekommen, auch wenn die Skoliose und die Hyperlordose (Kyphose) nicht stark ausgeprägt sind? Gibt es hier Erfahrungswerte?
Würde mich über Antworten freuen!
Thomas
Zuletzt geändert von Thomas am Mo, 13.02.2006 - 11:38, insgesamt 1-mal geändert.
- Thomas
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Hallo Träumerin,
nein, weiß nicht, wieviel Grad meine Hyperlordose hat. Dr. Hoffmann hat mir zumindest keine Zahl gesagt.
Die Werte würden mich aber auch interessieren, nur war ich bei Dr. Hoffmann zu aufgeregt, um danach zu fragen. Ist mir erst anschließend eingefallen.
Und meine Röntgenbilder sind gegenwärtig bei Rahmouni.....
Viele Grüße
Thomas
nein, weiß nicht, wieviel Grad meine Hyperlordose hat. Dr. Hoffmann hat mir zumindest keine Zahl gesagt.
Die Werte würden mich aber auch interessieren, nur war ich bei Dr. Hoffmann zu aufgeregt, um danach zu fragen. Ist mir erst anschließend eingefallen.
Und meine Röntgenbilder sind gegenwärtig bei Rahmouni.....
Viele Grüße
Thomas
Ich hab Erfahrungswerte!
:
Korsett zur Schmerztherapie in Stuttgart bei der DAK,geringe Skoliose, leichte Hyperlosrdose bzw. -kyphose.
Ähnelt prinziepiell deinen Ausführungen. Der Unterschied ist vielleicht, dass ich noch 23 bin und leichte Arthrose an der Wirblesäule hab.
Ansonsten hat bei mir alles bestens geklappt und ich hab seit ein paar Wochen mein Korsett.
Noch Fragen?
Liebe Grüße, Ula
Korsett zur Schmerztherapie in Stuttgart bei der DAK,geringe Skoliose, leichte Hyperlosrdose bzw. -kyphose.
Ähnelt prinziepiell deinen Ausführungen. Der Unterschied ist vielleicht, dass ich noch 23 bin und leichte Arthrose an der Wirblesäule hab.
Ansonsten hat bei mir alles bestens geklappt und ich hab seit ein paar Wochen mein Korsett.
Noch Fragen?
Liebe Grüße, Ula
~ ehemals Ulaschatz ~
- Thomas
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Hallo Ula,
das klingt ja positiv. Ich hoffe, daß sich die TK ähnlich verhällt.
Habe Deinen Thread mit Interesse gelesen. Was mich auch noch interessieren würde: Wann trägt man das Korsett, wenn man es hauptsächlich gegen die Schmerzen trägt? Nur dann, wenn die Schmerzen wirklich stark werden oder auch zur Prävention?
So wie ich es verstanden habe, versuchst Du, Dein Korsett möglichst oft zu tragen. Allerdings kann ich mir es auch nicht nicht vorstellen, daß es Sinn macht, erst wenn die Schmerzen da sind zu versuchen, dann auch das Korsett anzuschulen.
Aber das ist für mich bisher alles noch recht theoretisch. Hoffentlich klappt das mit der Kasse!
Vielen Dank für Deine Antwort!
Viele Grüße
Thomas
das klingt ja positiv. Ich hoffe, daß sich die TK ähnlich verhällt.
Habe Deinen Thread mit Interesse gelesen. Was mich auch noch interessieren würde: Wann trägt man das Korsett, wenn man es hauptsächlich gegen die Schmerzen trägt? Nur dann, wenn die Schmerzen wirklich stark werden oder auch zur Prävention?
So wie ich es verstanden habe, versuchst Du, Dein Korsett möglichst oft zu tragen. Allerdings kann ich mir es auch nicht nicht vorstellen, daß es Sinn macht, erst wenn die Schmerzen da sind zu versuchen, dann auch das Korsett anzuschulen.
Aber das ist für mich bisher alles noch recht theoretisch. Hoffentlich klappt das mit der Kasse!
Vielen Dank für Deine Antwort!
Viele Grüße
Thomas
- Klaus
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Bin auch bei der TK, deshalb interessiert mich das auch.Thomas hat geschrieben:das klingt ja positiv. Ich hoffe, daß sich die TK ähnlich verhällt.
Ich bin übrigens mit 61 ein Super Grufti.
Lies mal ein bischen im Forum zum Thema Erwachsene und Korsett.
Ich gehöre zu den Leuten, die nur geringe Schmerzen haben und deshalb das Tragen eines Korsetts noch aufschieben. Es ist aber so, dass man ein Korsett unabhängig vom Schmerz tragen soll, wenn man sich dazu entschieden hat. Es verhindert im Erwachsenen-Alter zumindest eine weitere Verschlechterung der Situation und bei einigen führt es aber auch zu einer deutlichen Korrektur. Langzeiterfahrungen über mehrere Jahre fehlen aber noch.
Bezüglich Krankenkasse kann ich mir vorstellen, dass die Komponente Schmerztherapie ganz entscheidend ist und nicht die Korrektur-Möglichkeit!
Gruss
Klaus
- Thomas
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Hallo Klaus,
danke für den Hinweis, habe zu dem Thema auch schon einige Zeit im Forum rumgeschmökert! Die Erfahrungen, die dort mit Korsett und Schmerzlinderung beschrieben sind haben mich ja letztendlich dazu bewogen, mir ein Korsett verschreiben zu lassen. Jetzt muß ich nur schauen, daß ich es auch tatsächlich trage, falls die Kasse die Kosten auch wirklich übernimmt.
Viele Grüße
Thomas
danke für den Hinweis, habe zu dem Thema auch schon einige Zeit im Forum rumgeschmökert! Die Erfahrungen, die dort mit Korsett und Schmerzlinderung beschrieben sind haben mich ja letztendlich dazu bewogen, mir ein Korsett verschreiben zu lassen. Jetzt muß ich nur schauen, daß ich es auch tatsächlich trage, falls die Kasse die Kosten auch wirklich übernimmt.
Viele Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
hallo Super Grufti!
Ich glaube auch, dass sich die Krankenkasse eher von Schmerzreduktion als von Korrekturmöglichkeit erweichen lässt. Aber das ist vielmehr eine persönliche Einschätzung.
Was die Tragezeit angeht, so denke ich, wage ich mich jetzt mal ein wenig mehr aus dem Fenster:
Wir beide haben eine schwach in unerwünschte Richtungen verbogene Wirbelsäule, die aber keine Progredienz erwarten lassen. Das Argument der Prävention bezüglich Verschlechterung zieht bei uns also nicht.
Was bedeutet das aber für die Tragezeit?
Es kann gut sein, dass ich meine Meinung in einem halben Jahr wieder ändere, aber im Moment frage ich mich ernsthaft, ob ein Tragen in Schmerzphasen und Risikosituationen vielleicht sogar genügen könnte. Ich versuche das mal genauer an meinem Beispiel zu erklären:
Ich weiß mittlerweile genau, wann bei mir die Schmerzen kommen, du sicherlich auch: beim Arbeiten am PC, beim Bügeln, beim Ins-Bett-Legen... Im Moment bleibt mir ehrlich gesagt nicht einmal die Möglichkeit das Korsett noch länger zu tragen. Ich kann darin noch nicht schlafen, und das ist ein Problem, wenn ich morgens um halb sieben raus muss und einen 10 Stunden Tag vor mir habe. Also lege ich mich rein und wenn die Schmerzen weg sind ziehe ich es aus. Dazu kommen dann noch die oben genannten Situationen.
Ich bin mir selbst darüber im Klaren, dass ich damit keine dauerhafte Veränderung meiner Wirbelsäule erreichen kann. Die ist bei Erwachsenen ja sowieso umstritten. Mein Plan ist also schon, in Zukunft zumindest mit Hilfe des Korsetts an Bändern, Muskeln und Sehnen soweit Veränderungen zu bewirken, dass ich eine veränderte bessere Haltung auch ohne Korsett beibehalten kann. Ich sehe gerade hier bei uns "kleinen" Verkrümmungen große Chancen. Muskulär ist ja irgendwann eine Grenze erreicht. Größere Krümmungen haben es da sicherlich nicht so leicht wie wir!
Ok, lange Rede, kurzer Sinn:
Falls du dir jetzt schon Gedanken über die Tragezeit bei Schmerzreduktion machst, so denke ich, dass es eine vertretbare Mindesttragezeit gibt, die dir zwar gegen Schmerzen hilft, die dir aber sicherlich nicht zu dauerhaften Ergebnissen verhilft. Hier kommt vielleicht der Punkt, an dem jeder selbst entscheidet, wo er hin will. Und Korsett tragen ist kein Zuckerschlecken! Es kann aber auch unheimlich befreien und ich bin unglaublich froh eines zu besitzen. Eingewöhnung bei Schmerzen funktioniert bei mir deshalb, weil die Schmerzen sofort verschwinden, wenn ich mich "eingepackt" habe.
Ohhhhh, das war ja fast ein Roman. Aber ich musste das mal loswerden.
Ich drück dir natürlich erstmal die Daumen, dass du eines bekommst, dann können wir ja weiter reden.
Ganz liebe Grüße, Ula
hallo Super Grufti!
Ich glaube auch, dass sich die Krankenkasse eher von Schmerzreduktion als von Korrekturmöglichkeit erweichen lässt. Aber das ist vielmehr eine persönliche Einschätzung.
Was die Tragezeit angeht, so denke ich, wage ich mich jetzt mal ein wenig mehr aus dem Fenster:
Wir beide haben eine schwach in unerwünschte Richtungen verbogene Wirbelsäule, die aber keine Progredienz erwarten lassen. Das Argument der Prävention bezüglich Verschlechterung zieht bei uns also nicht.
Was bedeutet das aber für die Tragezeit?
Es kann gut sein, dass ich meine Meinung in einem halben Jahr wieder ändere, aber im Moment frage ich mich ernsthaft, ob ein Tragen in Schmerzphasen und Risikosituationen vielleicht sogar genügen könnte. Ich versuche das mal genauer an meinem Beispiel zu erklären:
Ich weiß mittlerweile genau, wann bei mir die Schmerzen kommen, du sicherlich auch: beim Arbeiten am PC, beim Bügeln, beim Ins-Bett-Legen... Im Moment bleibt mir ehrlich gesagt nicht einmal die Möglichkeit das Korsett noch länger zu tragen. Ich kann darin noch nicht schlafen, und das ist ein Problem, wenn ich morgens um halb sieben raus muss und einen 10 Stunden Tag vor mir habe. Also lege ich mich rein und wenn die Schmerzen weg sind ziehe ich es aus. Dazu kommen dann noch die oben genannten Situationen.
Ich bin mir selbst darüber im Klaren, dass ich damit keine dauerhafte Veränderung meiner Wirbelsäule erreichen kann. Die ist bei Erwachsenen ja sowieso umstritten. Mein Plan ist also schon, in Zukunft zumindest mit Hilfe des Korsetts an Bändern, Muskeln und Sehnen soweit Veränderungen zu bewirken, dass ich eine veränderte bessere Haltung auch ohne Korsett beibehalten kann. Ich sehe gerade hier bei uns "kleinen" Verkrümmungen große Chancen. Muskulär ist ja irgendwann eine Grenze erreicht. Größere Krümmungen haben es da sicherlich nicht so leicht wie wir!
Ok, lange Rede, kurzer Sinn:
Falls du dir jetzt schon Gedanken über die Tragezeit bei Schmerzreduktion machst, so denke ich, dass es eine vertretbare Mindesttragezeit gibt, die dir zwar gegen Schmerzen hilft, die dir aber sicherlich nicht zu dauerhaften Ergebnissen verhilft. Hier kommt vielleicht der Punkt, an dem jeder selbst entscheidet, wo er hin will. Und Korsett tragen ist kein Zuckerschlecken! Es kann aber auch unheimlich befreien und ich bin unglaublich froh eines zu besitzen. Eingewöhnung bei Schmerzen funktioniert bei mir deshalb, weil die Schmerzen sofort verschwinden, wenn ich mich "eingepackt" habe.
Ohhhhh, das war ja fast ein Roman. Aber ich musste das mal loswerden.
Ich drück dir natürlich erstmal die Daumen, dass du eines bekommst, dann können wir ja weiter reden.
Ganz liebe Grüße, Ula
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Hallo ula,
Fitness, Schroth und eine "andere Maßnahme".
Mit anderer Maßnahme meine ich eine "Alternative" zum Korsett, die den Teufelskreis Muskelverspannung aber notwendige Anspannung durch Fitness und Schroth-Komponente "Stärkung" durchbricht.
Allein die Schroth-Komponente "Dehnung" reicht da nicht aus, insbesondere, wenn man nicht immer so konsequent ist.
Ich bin übrigens beim Fitness jetzt voll auf der Schiene, weniger Gewicht, mehr Wiederholungen, wegen des oben genannten Teufelskreises.
Die Frage nach einer Kompressions Orthese (Bandage) wird hier im Forum leider immer nur sehr kurz diskutiert, obwohl die ja auch auf Schmerzen ausgerichtet ist und die Haltung verbessert. Bezüglich Haltung habe ich das jedenfalls bei einem Test erlebt.
Warum man die nachts nicht tragen soll, ist einem Post bis heute nicht beantwortet. Gerade da bin ich mit meiner Kyphose in einer kontraproduktiven Schlaf-Haltung.
Gruss
Klaus
Das ist ja auch mein aktuelles Thema.Ula hat geschrieben:Mein Plan ist also schon, in Zukunft zumindest mit Hilfe des Korsetts an Bändern, Muskeln und Sehnen soweit Veränderungen zu bewirken, dass ich eine veränderte bessere Haltung auch ohne Korsett beibehalten kann.
Fitness, Schroth und eine "andere Maßnahme".
Mit anderer Maßnahme meine ich eine "Alternative" zum Korsett, die den Teufelskreis Muskelverspannung aber notwendige Anspannung durch Fitness und Schroth-Komponente "Stärkung" durchbricht.
Allein die Schroth-Komponente "Dehnung" reicht da nicht aus, insbesondere, wenn man nicht immer so konsequent ist.
Ich bin übrigens beim Fitness jetzt voll auf der Schiene, weniger Gewicht, mehr Wiederholungen, wegen des oben genannten Teufelskreises.
Die Frage nach einer Kompressions Orthese (Bandage) wird hier im Forum leider immer nur sehr kurz diskutiert, obwohl die ja auch auf Schmerzen ausgerichtet ist und die Haltung verbessert. Bezüglich Haltung habe ich das jedenfalls bei einem Test erlebt.
Warum man die nachts nicht tragen soll, ist einem Post bis heute nicht beantwortet. Gerade da bin ich mit meiner Kyphose in einer kontraproduktiven Schlaf-Haltung.
Gruss
Klaus
Hallo Klaus!
Na super, dass das mit deinem Trainingplan jetzt klappt. Ich ändere meinen zwar immer noch ständig, dennoch merke ich schon riesige Erfolge vor allem bei der Optik. Meine Schultern hängen weniger, unter den Schulterblättern fasst man nicht mehr nur auf Knochen sondern endlich mal auf Muskeln. Ich kann eine ordentliche Haltung viel länger durchhalten auch ohne Korsett. Merkst du sowas auch schon? Werden die Verspannungenschon besser? Schließlich sollte diese Art von Training ja auch die Durchblutung anregen. Ich bin jedenfalls hochmotiviert und bleib am Ball.
Hast du dich jetzt also erstmal gegen das Korsett entschieden? Sag mal, hast du nur Probleme in der LWS oder hast du als Gegenschwung auch einen Flachrücken? Lach mich bitte jetzt nicht aus! Ich habe mir gerade nur vorgestellt wie ein echtes Plastikkorsett in deinem Falle überhaupt aussehen könnte. Ich kann verstehen, dass du Vorbehalte gegen ein Korsett hast, schließlich hast du ja wenig Schmerzen. Es ist schon so, dass man damit an Lebensqualität einbüßt, das darf man nicht beschönigen. Ich selbst werde im März nochmal mit Rahmouni reden, damit er meines etwas alltagstauglicher macht. Schließlich hat auch er ohne mein Zutun gemeint, das Korsett sollte gerade so streng sein, dass es mir gut meine Schmerzen nimmt. Und das tut es wie oben beschrieben!
Woher hast du das denn eigentich, dass du diese Kompressionsorthese nachts nicht tragen sollst? Steht das in der "Bedienunganleitung"? Oder hat dir das dein Arzt gesagt?
Ganz liebe Grüße,
Ula
Na super, dass das mit deinem Trainingplan jetzt klappt. Ich ändere meinen zwar immer noch ständig, dennoch merke ich schon riesige Erfolge vor allem bei der Optik. Meine Schultern hängen weniger, unter den Schulterblättern fasst man nicht mehr nur auf Knochen sondern endlich mal auf Muskeln. Ich kann eine ordentliche Haltung viel länger durchhalten auch ohne Korsett. Merkst du sowas auch schon? Werden die Verspannungenschon besser? Schließlich sollte diese Art von Training ja auch die Durchblutung anregen. Ich bin jedenfalls hochmotiviert und bleib am Ball.
Hast du dich jetzt also erstmal gegen das Korsett entschieden? Sag mal, hast du nur Probleme in der LWS oder hast du als Gegenschwung auch einen Flachrücken? Lach mich bitte jetzt nicht aus! Ich habe mir gerade nur vorgestellt wie ein echtes Plastikkorsett in deinem Falle überhaupt aussehen könnte. Ich kann verstehen, dass du Vorbehalte gegen ein Korsett hast, schließlich hast du ja wenig Schmerzen. Es ist schon so, dass man damit an Lebensqualität einbüßt, das darf man nicht beschönigen. Ich selbst werde im März nochmal mit Rahmouni reden, damit er meines etwas alltagstauglicher macht. Schließlich hat auch er ohne mein Zutun gemeint, das Korsett sollte gerade so streng sein, dass es mir gut meine Schmerzen nimmt. Und das tut es wie oben beschrieben!
Woher hast du das denn eigentich, dass du diese Kompressionsorthese nachts nicht tragen sollst? Steht das in der "Bedienunganleitung"? Oder hat dir das dein Arzt gesagt?
Oh ja, die Konsequenz... Aber du hast natürlich Recht! Der jeweilige Antagonist ist ja meist ohnehin überdehnt, jetzt stell dir mal vor, den Agonisten würde man auch noch dehnen - ich kann mir sogar vorstellen, dass wenn jemand das Korsett nur passiv nachts trägt, dass es dann genau zu diesem Effekt kommen könnte. Ich versuche deshalb möglichst tagsüber und aktiv am Ball zu bleiben. Wie aktiv kann man in so einer Kompressionsorthese denn überhaupt sein?Allein die Schroth-Komponente "Dehnung" reicht da nicht aus, insbesondere, wenn man nicht immer so konsequent ist.
Kannst du das genauer beschreiben? Kann ich mir diese Orthese wie eine richtig feste Bandage vorstellen?Warum man die nachts nicht tragen soll, ist einem Post bis heute nicht beantwortet. Gerade da bin ich mit meiner Kyphose in einer kontraproduktiven Schlaf-Haltung.
Ganz liebe Grüße,
Ula
~ ehemals Ulaschatz ~
- Thomas
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Hallo Ula, hallo Klaus,
@ula
@Klaus
Viele Grüße und vielen Dank für Eure Antworten!
Thomas
@ula
Ich hoffe sehr, daß die KK das ebenso sieht...Ulaschatz hat geschrieben:Ich glaube auch, dass sich die Krankenkasse eher von Schmerzreduktion als von Korrekturmöglichkeit erweichen lässt. Aber das ist vielmehr eine persönliche Einschätzung.
Seh ich genauso!Was die Tragezeit angeht, so denke ich, wage ich mich jetzt mal ein wenig mehr aus dem Fenster:
Wir beide haben eine schwach in unerwünschte Richtungen verbogene Wirbelsäule, die aber keine Progredienz erwarten lassen. Das Argument der Prävention bezüglich Verschlechterung zieht bei uns also nicht.
geht mir genauso. Allerdings merk ich es besonders auch beim aufstehen, bücken, stehen, gehen,...Ich weiß mittlerweile genau, wann bei mir die Schmerzen kommen, du sicherlich auch: beim Arbeiten am PC, beim Bügeln, beim Ins-Bett-Legen...
Darauf hoffe ich natülich auch. Das ist aber auch genau der Kern meiner Frage: Will ich nur die reine Schmerzreduzierung für den Augenblick oder will ich mehr? Rein theoretisch stelle ich mir natürlich vor, daß ich das Korsett so oft trage, daß ich diese Veränderung erreiche. Wenn möglich sogar während des Tages am Arbeitsplatz, da ich dort eh die meiste Zeit am Schreibtisch sitze. Aber das ist natürlich graue Theorie, da ich ja noch nie ein solches Korsett angehabt habe....Mein Plan ist also schon, in Zukunft zumindest mit Hilfe des Korsetts an Bändern, Muskeln und Sehnen soweit Veränderungen zu bewirken, dass ich eine veränderte bessere Haltung auch ohne Korsett beibehalten kann. Ich sehe gerade hier bei uns "kleinen" Verkrümmungen große Chancen.
Das hoffe ich auch, denn sonst bleibt alles graue Theorie.Ich drück dir natürlich erstmal die Daumen, dass du eines bekommst, dann können wir ja weiter reden.
@Klaus
Zu der Bandage hab ich nur im Kopf, was Toni über die Erfahrungen mit Sieglindes BAUERNFEIND softec-dorso geschrieben hat. Und das klang nicht gerade positiv. Außerdem kann ich mir auch nicht vorstellen, daß so eine Bandage eine aufrichtende Wirkunk in irgendeiner Form hat.Klaus hat geschrieben:Die Frage nach einer Kompressions Orthese (Bandage) wird hier im Forum leider immer nur sehr kurz diskutiert, obwohl die ja auch auf Schmerzen ausgerichtet ist und die Haltung verbessert. Bezüglich Haltung habe ich das jedenfalls bei einem Test erlebt.
hab irgendwie im Kopf, daß das ne Aussage von H. Rahmouni war, bin mir aber nicht ganz sicherWarum man die nachts nicht tragen soll, ist einem Post bis heute nicht beantwortet. Gerade da bin ich mit meiner Kyphose in einer kontraproduktiven Schlaf-Haltung.
Viele Grüße und vielen Dank für Eure Antworten!
Thomas
- Matthias
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- Registriert: Do, 03.07.2003 - 15:02
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: 2 alte BSV in der LWS -> Schmerzen
BWS-Hyperkyphose - Therapie: 1. Rahmouni-Korsett gegen Schmerzen 2003
2. Rahmouni-Kyphosen-Korsett 2007
3. Korsett von CCtec 2015
Sohn ebenfalls Kyphosenkorsetts von Rahmouni und CCtec
Tochter ebenfalls Kyphosenkorsetts CCtec - Wohnort: Darmstadt
Hallo Thomas,
seit über 2 Jahren habe ich jetzt mein Rahmouni-Korsett. Die Diagnose war ähnlich wie bei Dir, auch Schmerzen in der LWS, wenig Skoliose, dafür Kyphose und Lordose und zusätzlich zwei alte Bandscheibenvorfälle in der LWS.
Die TK hat keine Probleme gemacht, die hatten nur einmal bei mir angerufen, ob ich nicht nocheinmal woanders hin gehen wolle, aber als ich das ablehnte und sagte, daß ich die kompetenteste ärztliche und orthopädietechnische Versorgung hätte, haben sie das Korsett problemlos übernommen.
Zur Tragezeit des Korsetts kann ich als eigene Erfahrung beisteuern, daß ich es am Anfang fast ständig getragen habe, aber dann gemerkt habe, daß ich eine gewisse Abhängigkeit vom Korsett entwickelt habe. Auch waren nach der Nacht Schmerzen in der BWS in Höhe des Korsettrandes dazugekommen, da mein Korsett direkt unter den Schulterblättern aufgehört hat.
Mittlerweile habe ich wegen der BWS-Schmerzen auch am Korsett anschraubbare Reklinationsbügel, und habe hinten selbst eine Erhöhung angebracht. Dadurch sind jetzt die BWS-Schmerzen viel besser geworden. Die Tragezeit habe ich auf meistens vormittags im Büro reduziert und der Wechsel zwischen Tragen und nicht Tragen hat bei mir den besten schmerzstillenden Effekt.
Außer Schroth, was mir für die LWS wenig geholfen hat, ist das Barfußlaufen für den Rücken sehr gut. Der Effekt liegt wohl daran, daß man beim Barfußlaufen meist in der Vorfußtechnik läuft, also den Fußballen zuerst aufsetzt, wie beim Rückwärtslaufen oder Treppensteigen.
Das führt sofort zu einer veränderten Haltung der Hüfte und entlastet die Wirbelsäule.
Auch der Effekt auf die Füße (Fußsohle und Fußmuskulatur), die ja sonst immer in Schuhe eingesperrt sind und dort verkümmern ist sehr positiv. Man glaubt gar nicht was Füße alles leisten können, schon nach ca. 14 Tagen Training, kann man fast auf jedem Untergrund barfuß laufen, wobei natürlicher Untergrund in Wald, Feld und Wiese den harten Untergründen unserer Zivilisation vorzuziehen ist. Die Fußsohlenmassage hat einen positiven Effekt auf den gesamten Körper, z.B. verschwanden langjährige tägliche Kopfschmerzen dadurch fast ganz.
Im Sitzen trägt auch mein Salli Sattelstuhl http://www.salli.com wesentlich zur Linderung und/oder Vermeidung von Rückenschmerzen bei, auf dem ich jetzt auch schon über zwei Jahre ganztags sitze.
Dadurch, daß die Oberschenkel hierbei schräg nach unten gerichtet sind und das Becken dadurch eine aufgerichtete Stellung einnimmt, ist das auch für das Sitzen im Korsett der ideale Stuhl.
Ich hoffe Dir damit etwas geholfen zu haben.
Gruß Matthias
seit über 2 Jahren habe ich jetzt mein Rahmouni-Korsett. Die Diagnose war ähnlich wie bei Dir, auch Schmerzen in der LWS, wenig Skoliose, dafür Kyphose und Lordose und zusätzlich zwei alte Bandscheibenvorfälle in der LWS.
Die TK hat keine Probleme gemacht, die hatten nur einmal bei mir angerufen, ob ich nicht nocheinmal woanders hin gehen wolle, aber als ich das ablehnte und sagte, daß ich die kompetenteste ärztliche und orthopädietechnische Versorgung hätte, haben sie das Korsett problemlos übernommen.
Zur Tragezeit des Korsetts kann ich als eigene Erfahrung beisteuern, daß ich es am Anfang fast ständig getragen habe, aber dann gemerkt habe, daß ich eine gewisse Abhängigkeit vom Korsett entwickelt habe. Auch waren nach der Nacht Schmerzen in der BWS in Höhe des Korsettrandes dazugekommen, da mein Korsett direkt unter den Schulterblättern aufgehört hat.
Mittlerweile habe ich wegen der BWS-Schmerzen auch am Korsett anschraubbare Reklinationsbügel, und habe hinten selbst eine Erhöhung angebracht. Dadurch sind jetzt die BWS-Schmerzen viel besser geworden. Die Tragezeit habe ich auf meistens vormittags im Büro reduziert und der Wechsel zwischen Tragen und nicht Tragen hat bei mir den besten schmerzstillenden Effekt.
Außer Schroth, was mir für die LWS wenig geholfen hat, ist das Barfußlaufen für den Rücken sehr gut. Der Effekt liegt wohl daran, daß man beim Barfußlaufen meist in der Vorfußtechnik läuft, also den Fußballen zuerst aufsetzt, wie beim Rückwärtslaufen oder Treppensteigen.
Das führt sofort zu einer veränderten Haltung der Hüfte und entlastet die Wirbelsäule.
Auch der Effekt auf die Füße (Fußsohle und Fußmuskulatur), die ja sonst immer in Schuhe eingesperrt sind und dort verkümmern ist sehr positiv. Man glaubt gar nicht was Füße alles leisten können, schon nach ca. 14 Tagen Training, kann man fast auf jedem Untergrund barfuß laufen, wobei natürlicher Untergrund in Wald, Feld und Wiese den harten Untergründen unserer Zivilisation vorzuziehen ist. Die Fußsohlenmassage hat einen positiven Effekt auf den gesamten Körper, z.B. verschwanden langjährige tägliche Kopfschmerzen dadurch fast ganz.
Im Sitzen trägt auch mein Salli Sattelstuhl http://www.salli.com wesentlich zur Linderung und/oder Vermeidung von Rückenschmerzen bei, auf dem ich jetzt auch schon über zwei Jahre ganztags sitze.
Dadurch, daß die Oberschenkel hierbei schräg nach unten gerichtet sind und das Becken dadurch eine aufgerichtete Stellung einnimmt, ist das auch für das Sitzen im Korsett der ideale Stuhl.
Ich hoffe Dir damit etwas geholfen zu haben.
Gruß Matthias
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Hallo ula,
also hier wurde kurz über Bandagen diskutiert:
http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?t=5090
Das muss man immer extra erklären.
Aber dieser Flachrücken ist nicht so sehr das Problem.
Ein Korsett könnte bei meiner "BWS 11/12 Kyphose" sehr klein ausfallen, wenn man den Flachrücken nicht extra korrigiert, was ich mir wegen meiner normalen Brust (sogar minimale Trichterbrust) auch nicht vorstellen kann.
http://www.ormed.de/de/produkte/artroma ... star.shtml
kurz getestet habe, weiss ich, dass diese möglicherweise bei der Höhe 25 auch meinen Kyphosescheitel mit einschliesst. Unter dem Stichwort "Wichtig" ganz unten auf der Homepage findest Du auch den Hinweis, dass diese nicht mit einer normalen Bandage zu vergleichen ist.
Insofern ist sie von der Grösse her genauso gross wie ein Korsett und bringt mich beim Liegen in der Seitlage aus der Kyphose heraus.
Allein die Tasache, dass ich Probleme beim Ausziehen der Orthese hatte, zeigt mir, dass da schon eine Wirkung ist. Ich fühlte mich nämlich kurzfristig genauso steif, wie nach Schroth-Übungen in Bauchlage.
es gibt darin möglicherweise keine Freiräume, die die Muskeln aktiv halten, obwohl ich in der Lage war, mich ein bischen noch mehr zu strecken.
Aber, ich denke ja gerade an die Schlafposition. Müssen da Muskeln aktiv bleiben?
, obwohl es klein ausfallen würde. Hintergrund ist auch die lange Diskussion über die fixierten Wirbelkörper (Dr. Steffan). Ich habe ja auch mindestens zwei Spangen, die durch ein gutes Korsett sicher aufbrechen würden.
Gruss
Klaus
also hier wurde kurz über Bandagen diskutiert:
http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?t=5090
Ja,ich habe eine Kyphose mit Flachrücken.ula hat geschrieben:Sag mal, hast du nur Probleme in der LWS oder hast du als Gegenschwung auch einen Flachrücken? Lach mich bitte jetzt nicht aus! Ich habe mir gerade nur vorgestellt wie ein echtes Plastikkorsett in deinem Falle überhaupt aussehen könnte. Ich kann verstehen, dass du Vorbehalte gegen ein Korsett hast, schließlich hast du ja wenig Schmerzen.
Das muss man immer extra erklären.
Aber dieser Flachrücken ist nicht so sehr das Problem.
Ein Korsett könnte bei meiner "BWS 11/12 Kyphose" sehr klein ausfallen, wenn man den Flachrücken nicht extra korrigiert, was ich mir wegen meiner normalen Brust (sogar minimale Trichterbrust) auch nicht vorstellen kann.
Da ich neulich eine LumboStar Kompressionsortheseula hat geschrieben: Kann ich mir diese Orthese wie eine richtig feste Bandage vorstellen?
http://www.ormed.de/de/produkte/artroma ... star.shtml
kurz getestet habe, weiss ich, dass diese möglicherweise bei der Höhe 25 auch meinen Kyphosescheitel mit einschliesst. Unter dem Stichwort "Wichtig" ganz unten auf der Homepage findest Du auch den Hinweis, dass diese nicht mit einer normalen Bandage zu vergleichen ist.
Insofern ist sie von der Grösse her genauso gross wie ein Korsett und bringt mich beim Liegen in der Seitlage aus der Kyphose heraus.
Allein die Tasache, dass ich Probleme beim Ausziehen der Orthese hatte, zeigt mir, dass da schon eine Wirkung ist. Ich fühlte mich nämlich kurzfristig genauso steif, wie nach Schroth-Übungen in Bauchlage.
Das ist wohl der springende Punkt!ula hat geschrieben:Wie aktiv kann man in so einer Kompressionsorthese denn überhaupt sein?
es gibt darin möglicherweise keine Freiräume, die die Muskeln aktiv halten, obwohl ich in der Lage war, mich ein bischen noch mehr zu strecken.
Aber, ich denke ja gerade an die Schlafposition. Müssen da Muskeln aktiv bleiben?
Wie schon gesagt, bei meiner tiefsitzenden Kyphose und der hohen Beweglichkeit hatte ich schon den Eindruck. Aber das war nur ein kurzer Test.Thomas hat geschrieben:Außerdem kann ich mir auch nicht vorstellen, daß so eine Bandage eine aufrichtende Wirkunk in irgendeiner Form hat.
Ich habe mich noch nicht für ein Korsett entschiedenula hat geschrieben:Hast du dich jetzt also erstmal gegen das Korsett entschieden?
Gruss
Klaus
- Thomas
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Hallo Klaus,
kennst Du diesen Thread:
viewtopic.php?t=4848&start=0&postdays=0 ... highlight=
Da geht's um die Lumbotrain-Bandage..
Gruß Thomas
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- Thomas
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Hallo Matthias,
vielen Dank für Deine Antworten. Du scheinst mit dem Korsett ja auch schon ne ganze Menge Erfahrung gemacht zu haben.
Hast Du auch den Eindruck gehabt, daß sich eine Art von Muskelschwund durch das andauernde Tragen eingestellt hat oder fühltest Du Dich eher psychisch abhängig von dem Korsett?
Viele Grüße
Thomas
vielen Dank für Deine Antworten. Du scheinst mit dem Korsett ja auch schon ne ganze Menge Erfahrung gemacht zu haben.
Das klingt hoffnungsvoll. Mal sehen, ob es bei mir auch so klapptDie TK hat keine Probleme gemacht, die hatten nur einmal bei mir angerufen, ob ich nicht nocheinmal woanders hin gehen wolle, aber als ich das ablehnte und sagte, daß ich die kompetenteste ärztliche und orthopädietechnische Versorgung hätte, haben sie das Korsett problemlos übernommen.
Was meinst Du mit Abhängigkeit? Mehr psychisch oder mehr körperlich?Zur Tragezeit des Korsetts kann ich als eigene Erfahrung beisteuern, daß ich es am Anfang fast ständig getragen habe, aber dann gemerkt habe, daß ich eine gewisse Abhängigkeit vom Korsett entwickelt habe.
Hast Du auch den Eindruck gehabt, daß sich eine Art von Muskelschwund durch das andauernde Tragen eingestellt hat oder fühltest Du Dich eher psychisch abhängig von dem Korsett?
Ziehst Du dann Dein Korsett im Büro aus?Die Tragezeit habe ich auf meistens vormittags im Büro reduziert und der Wechsel zwischen Tragen und nicht Tragen hat bei mir den besten schmerzstillenden Effekt.
Ich laufe zu Hause immer barfuß, drausen oder im Geschäft kann ich es mir nicht so richtig vorstellen, aber danke für den Tip.Außer Schroth, was mir für die LWS wenig geholfen hat, ist das Barfußlaufen für den Rücken sehr gut.
Hast Du den Stuhl direkt vom Hersteller oder wo bekommt man sowas? Was kostet denn sowas ungefähr?Im Sitzen trägt auch mein Salli Sattelstuhl www.salli.com wesentlich zur Linderung und/oder Vermeidung von Rückenschmerzen bei, auf dem ich jetzt auch schon über zwei Jahre ganztags sitze.
Viele Grüße
Thomas
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2. Rahmouni-Kyphosen-Korsett 2007
3. Korsett von CCtec 2015
Sohn ebenfalls Kyphosenkorsetts von Rahmouni und CCtec
Tochter ebenfalls Kyphosenkorsetts CCtec - Wohnort: Darmstadt
Mehr körperlich, nach dem Ausziehen des Korsetts tat die LWS mehr weh als vorher. Den Eindruck, daß sich Muskelschwund einstellt hatte ich nicht.Thomas_2006 hat geschrieben:Was meinst Du mit Abhängigkeit? Mehr psychisch oder mehr körperlich?
Nein, in der Mittagspause im Auto.Thomas_2006 hat geschrieben:Ziehst Du dann Dein Korsett im Büro aus?
Das macht auch draußen einen Riesenspaß, es gehen soviele Sinneseindrücke verloren mit Schuhen. Falls Du Dich dafür interessierst, da gibt es auch ein nettes Forum http://www.f1.parsimony.net/forum994/Thomas_2006 hat geschrieben:Ich laufe zu Hause immer barfuß, drausen oder im Geschäft kann ich es mir nicht so richtig vorstellen, aber danke für den Tip.
Einer der deutschen Vertreiber ist die Firma Loew http://www.loew-ergo.com/dt/salli_m.php. Der Preis liegt zwischen ca 370,-€ und 470,-€ je nach Ausstattung. Bei mir wurde er von meinem Arbeitgeber übernommen weil sowieso ein neuer fällig war und der normale, den die Firma sonst bestellt, noch teurer gewesen wäre. Man kann ihn dort auch auf Probe bestellen und 14 Tage testen.Thomas_2006 hat geschrieben:Hast Du den Stuhl direkt vom Hersteller oder wo bekommt man sowas? Was kostet denn sowas ungefähr?
Viele Grüße
Matthias
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Viele Grüße
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SUPER!
Un nachträglich herzlich willkommen hier!
Bin schon gespannt auf deine ersten Berichte.
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Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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