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steffi25
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Beitrag von steffi25 »

Hallo Dalia!

Meiner Meinung nach, sind nicht alle Leute die in dieses Forum kommen so kurzsichtig. ;) Vielleicht kommen nicht alle in dieses Forum um von euch Hilfestellung zu bekommen - vielleicht möchten sie einfach nur Erfahrunen mit LeidensgenossInnen austauschen. Diese Erfahrungen können auch schon gut 10 Jahre alt und doch noch aktuell sein! Ich glaube, dass es durchaus von Interesse ist zu sehen, dass die Medizin sich ständig weiterentwickelt!

Klaus, dir kann ich nur zustimmen. Dein Beispiel zeigt auch, dass man ab und an von "Spezialisten" wieder abraten muss. Ich habe keinerlei Einwände gegen Dr. Hoffmann und glaub euch, wenn ihr mit ihm zufrieden seid. Es geht mir nur darum, mal deutlich zu sagen, dass man immer die Augen offen halten muss!!!

Es liegt mir fern mit dem Finger auf andere zu zeigen und ich bin mit meinen Ärzten und Orthopädietechnikern alles andere als zufrieden.

Bezüglich Elite: wollte jeder dieser Elite beitreten - dann wäre der gute Dr. Hoffmann wohl oder übel über Jahre hin ausgebucht... und manchen von uns wurde diese Behandlung einfach durch verschiedene Gründe (Info-Mangel, kein Internetzugang, keine Unterstützung von Eltern etc.) vorenthalten!

Steffi
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

steffi25 hat geschrieben:Elitär ist diese "insider-attitude" für mich deshalb, weil man das Gefühl bekommt, dass jeder,der bei einem anderen Orthopäden landet von vorn herein arg benachteiligt bzw. um es polemisch auszudrücken, im A.... ist. Das mag stimmen (oder auch nicht) - beurteilen kann das letztlich sowieso nur jeder einzelne für sich!
Du landest aber nicht bei irgendeinem Orthopäden, Du suchst ihn dir aus! Und ja, Du bist am A...., wenn Du Dir Deinen Orthopäden nicht gezielt aussuchst.

Man erwartet eben, daß man zu irgendeinem Orthopäden gehen kann oder im nächsten Schritt zu irgendeiner Institution die sich selbst als auf Skoliose spezialisiert bezeichnet, und glaubt, daß man dann da bestens aufgehoben ist bzw. geht davon aus, daß die qualitativen Unterterschiede die es bestimmt gibt, nicht von großer Bedeutung sein können.

Was man nicht weiß oder vergisst, ist daß es in der Medizin gar keine richtige Qualitätssicherung gibt, wie es die z.B. in der Pharma- oder Lebensmittelindustrie gibt. Und so kann es eben gut sein, daß es wo anders Leute gibt, bei denen man wesentlich besser aufgehoben wäre und daß die Behandlung, die man gerade erfährt, im Vergleich dazu einem vielleicht nur noch als Pfusch erscheint. Es ist alles relativ und es ist alles eine Frage der Kenntnis und dessen, ob man sucht und wo man sucht.

Heute hast Du das Internet und zum Beispiel dieses Forum hier, und mit den Informationen die Du heute hier findest, hättest Du (bei gegebener Finanzierung) mit Deiner relativ geringen Skoliose mit einem entsprechenden Korsett sehr wahrscheinlich unter 30 Grad kommen können, wärest heute nicht versteift, hättest nicht diese OP über dich ergehen lassen müssen, wärest optisch gerade und nicht mal mehr zwingend behandlungsbedürftig.

Das ist das, was Du mit den Informationen dieses Forums hier hättest anfangen können. Weil vor 10 Jahren, vor 15 Jahren sogar schon, hat es diese Möglichkeiten bereits gegeben. Nur halt eben nicht dort wo Du warst (da gibt es die bis heute nicht) sondern wo anders.

Ich hatte mit 13 Jahren einen schlechteren Ausgangsbefund als Du zum Zeitpunkt Deiner OP http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?t=1853 . Ich hatte Glück und wurde von Sobnerheim an die Adresse weiter geleitet, die das möglich gemacht hat.

Punkt um, es gab vor 10 Jahren zwar schon genau diese Möglichkeiten, aber es gab kein Forum und kein Google mit dem Du innerhalb ein paar Klicks hierher finden hättest können.
Ergo hättest Du damals entweder (wie ich) nur per Zufall an die bessere Adresse geraten können oder Deine einzige sonstige Möglichkeit wäre gewesen, diese Information von einer Selbsthilfeorganisation zu bekommen, z.B. der Bundesverband Skoliose e.V., den es damals schon gegeben hat und der Dir mit größter Wahrscheinlichkeit zumindest Sobernheim empfohlen hätte.

Auf die Idee bist Du bzw. Deine Eltern nicht gekommen. Meine auch nicht. Ich war nämlich schon seit meinem 6. Lebensjahr wegen einer skoliotischen Haltungsschwäche (also quasi nichts) durchgängig in krankengymnastischer Behandlung und orthopädischer Überwachung und trotzdem ist es bei mir zu einer 60 Grad Skoliose gekommen, bis ich dann das erste mal nach Sobernheim kam.

Wenn hier Dr. Hoffmann empfohlen wird, dann nur deshalb, weil er das abliefert (Beratung, Rezepte, Reha-Anträge ...), was notwendig ist, um das erreichen zu können, von dem wir wissen, was möglich ist.

Man kann nichts besseres empfehlen, als das, was einem bekannt ist. Ist doch quasi ein Naturgesetz, oder? Wie kann ich Dir Informationen über etwas geben, von dem ich nichts weiß?
Die Information kann niemals besser sein, als die Quelle. Das gilt im ganzen Leben, egal was immer man Dir sagt. Nichts, aber auch garnichts ist absolut sicher!
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steffi25
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Beitrag von steffi25 »

Liebe BZebra!

Vielen Dank für deinen Beitrag! Was du da geschrieben hast bedeutet mir sehr viel! Ich war einfach verärgert, eine "schlechtere" Behandlung erfahren zu haben. Immerhin bestimmt so etwas das ganze Leben.

Deine Zeilen haben mich sehr berührt - danke nochmal!!

lg,
Steffi
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo Steffi,
steffi25 hat geschrieben:Meiner Meinung nach, sind nicht alle Leute die in dieses Forum kommen so kurzsichtig. ;)
Ich verstehe diesen Kommentar nicht. Ich meinte nur, die Leute, die ins Forum kommen, wollen JETZT Hilfe; sie denken dabei natürlich auch an die nächsten 10 bis 20 Jahre.
Vielleicht kommen nicht alle in dieses Forum um von euch Hilfestellung zu bekommen - vielleicht möchten sie einfach nur Erfahrunen mit LeidensgenossInnen austauschen.
Sehe ich auch so. Das Forum ist für alles Mögliche da, nicht nur um Rat zu geben.

Ansonsten haben es Klaus und BZebra sehr gut auf den Punkt gebracht.

Ich bin auch eine "Verliererin", sogar eine größere als du, aber ich hadere nicht mit dem Schicksal, weil es damals noch kein Internet und kein Forum gab. Und meine Mutter ist wirklich von Pontius bis Pilatus gelaufen, um für mich die bestmögliche Behandlung zu finden. Ich war leider schon 15/16, als ich zu Rahmouni kam, bis dahin ist schon viel gepfuscht worden, aber immerhin konnte man alles einigermaßen zum Stillstand bringen und meine Vitalität so ziemlich erhalten und das ist die Hauptsache. Ich bin meiner Mutter unheimlich dankbar, dass sie ohne Internet den Weg zu Rahmouni fand, nämlich als sie mich mit 15 Jahren in die Rehaklinik Sobernheim steckte. Leider ist diese Klinik jetzt gegen Rahmouni eingestellt.

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steffi25
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"PURE VERNUNFT DARF NIEMALS SIEGEN"

Beitrag von steffi25 »

Meine Mutter ist mit mir auch "von Pontius zu Pilatus" unterwegs gewesen ... wir waren bei mindestens 4 Ärzten in verschiedenen Bundesländern (so weit ich mich erinnern kann).
Angefangen hat es mit physikalischen Übungen bei mir schon im Vorschulalter.
In der Volksschule, mit etwa. 6 Jahren, trug ich bereits ein Korsett!

Dr. Bauer, in Innsbruck wurde uns von allen Ärzten als "den Experten" auf seinem Gebiet empfohlen. Er war aktiv in der Forschung beteiligt und es wurde uns auch erklärt, dass es sich in meinem Fall sozusagen um eine Routine-OP handelt. Er galt für die meisten Angestellten an der Uni-Klinik quasi als Prominenz, man hörte - ähnlich wie bei dr. hoffmann - nur das Beste über ihn. Innerhalb Österreichs hatte einfach Innsbruck den besten Ruf. Damals dachte niemand daran sich auch im Ausland umzusehen...

Ich hadere aber nicht mit meinem "Schicksal". Immerhin konnte ich schon 2 Wochen nach der OP direkt nach Hause und hatte seither nie wieder Bedarf an Korsett, Physiotherapie, Kuraufenthalten etc.

Trotzdem - es gibt, wie gesagt, auch Negativpunkte und rückblickend betrachtet, drängt sich durch neue Informationsquellen die Frage auf, ob Schroth, Hoffmann & Co vielleicht zu einem besseren Ergebnis geführt hätten - was natürlich rein theoretisch und spekulativ ist und für immer bleiben wird -

wie BZebra so schön schreibt:
Das gilt im ganzen Leben, egal was immer man Dir sagt. Nichts, aber auch garnichts ist absolut sicher!
Auch andere wichtige Lebensentscheidungen werden oft auf Basis viel weniger Infos getroffen. Das ist einfach so. Selbst wenn man noch so sehr meint alles genau durchdacht und geplant zu haben - so ist es doch in der menschlichen Natur, dass man das Leben letztlich nicht in der Hand hat.

Nennt es Zufall, Schicksal, Göttliche Fügung...
Zuletzt geändert von steffi25 am Sa, 28.01.2006 - 23:11, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitrag von steffi25 »

Außerdem, Dalia,
Ich bin auch eine "Verliererin", sogar eine größere als du
Das ist ja genau der Punkt!!

Erstens, erklärt das Zitat deine persönlichen Angriffe (ich würde Finger auf andere zeigen usw) - Du hast dich gegen eine Operation entschieden und verteidigst diese Entscheidung vehement. Ist ja ok. Das hilft dir wahrscheinlich mit Belastungen wie Korsett etc. zurecht zu kommen.

Zweitens, fühle ich mich sicher nicht als "Verliererin" und laß mich auch nicht als solche bezeichnen!

Meine Behandlungsmethode mag heute als überholt erscheinen. OK.
In 10 oder 15 Jahren wird dr.hoffmann's methode wahrscheinlich als überholt gelten. Deshalb würde ich doch niemanden, der jetzt dr.hoffmann vertraut, später als "Verlierer" bezeichnen!
Was man nicht weiß oder vergisst, ist daß es in der Medizin gar keine richtige Qualitätssicherung gibt, wie es die z.B. in der Pharma- oder Lebensmittelindustrie gibt. Und so kann es eben gut sein, daß es wo anders Leute gibt, bei denen man wesentlich besser aufgehoben wäre und daß die Behandlung, die man gerade erfährt, im Vergleich dazu einem vielleicht nur noch als Pfusch erscheint. Es ist alles relativ und es ist alles eine Frage der Kenntnis und dessen, ob man sucht und wo man sucht.
Zuletzt geändert von steffi25 am So, 29.01.2006 - 00:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Dalia »

Steffi, da hast du was falsch verstanden. Ich greife nicht an, weil ich eine größere "Verliererin" als du bin. Zumal ich mich nicht als Verliererin sehe (Erklärung siehe unten). Wenn ich angreife, dann nur, weil ich angegriffen worden bin oder weil eine Einstellung von mir angegriffen worden ist und das war deine unsachliche Argumentation gegen alle, die Dr. Hoffmann loben.

Das Korsett ertrage ich gut, nicht, weil ich gegen eine OP bin, sondern weil es nicht so schlimm ist wie manche es sagen. Man muss sich Zeit zur Eingewöhnung lassen, eine positive Einstellung dazu haben und ich bin ganz frei bei meinen Tragezeiten.

Zur Klarstellung: Ich sehe mich auch nicht als "Verliererin". Ich habe das ganz bewusst in Anführungsstriche gesetzt. Im Grunde genommen sehe ich mich als Gewinnerin, weil ich gemessen an der Skoliose körperlich ziemlich fit bin und mein Rücken nicht so sehr "ausgeufert" ist.

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Beitrag von steffi25 »

OK - hab dann die Anführungsstriche wohl überlesen...
Dann sind wir also beide Gewinner - finds nur amüssant, dass wir beide an einem Samstag Abend nichts besseres vor haben, als uns darüber Gedanken zu machen :D
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Beitrag von Dalia »

steffi25 hat geschrieben:finds nur amüssant, dass wir beide an einem Samstag Abend nichts besseres vor haben, als uns darüber Gedanken zu machen :D
Wieso? Ich hab mich am Wort "Verlierer" ja nicht aufgehängt.
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Beitrag von rejoy »

Also ich möchte mich jetzt auch mal beteiligen ich habe die Diskussion allerdings nur überflogen, ich möchte meine Erfahrungen mit Doktor hoffmann etwas erleutern.

Nach meiner Skoliose-diagnose bin ich hier ins Forum und war sehr erfreut zu hören dass es einen kompetenten Orthopäden in meiner gegend gibt(komme aus stuttgart).
Als ich bei ihm war, war ich ziemlich überrascht wie gründlich er war und ich war froh eine beruhigende Diagnose von 9° zu erhalten. Es gab noch einige Nebenbefunde und im März kamen Probleme mit dem Knie dazu.
Ich war im letzten Jahr etwa 20 mal bei ihm und muss sagen ich habe sowohl positive als auch negative Erfahrungen gemacht. Er hat mich zum Beispiel für den Misserfolg einer Behandlung verantwortlich gemacht. Er hat mich acuh schon mal angeschriehen was ich total unpassend fand.
Morgen muss ich wieder zu ihm und mir ist schon bissle schlecht bei dem Gedanken.
:versteck: :gruebel:
Ich habe ihn als launisch erlebt. Irgendwie kann man bei ihm total gute und total schlechte Tage erwischen. Er hat ja sehr viele Patienten und auch schwere Fälle, ich glaube dass er deswegen ziemlich gestresst ist , das habe ich (da ich so oft da bin) zu spühren bekommen.

Ich glaube, dass er fachlich(von Rückenproblemen hat er auf jeden Fall ahnung) kompetent ist, menschlich habe ich persönlich aber manchmal Probleme mit ihm.

gruß rejoy

Ps: ich habe diesen Beitrag überarbeitet, weil ich erst im Verlauf von diesem Threath gemerkt habe, dass ich ihn zu scharf und unpassend formuliert habe.
Zuletzt geändert von rejoy am Di, 31.01.2006 - 16:56, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von Klaus »

rejoy hat geschrieben:Ich hoffe man kann nachvollziehen was ich sagen wollte.
Hallo rejoy,
ich dachte eigentlich, dass die wirklich lange Diskussion zu Deinen aktuellen Erfahrungen mit Dr. Hoffmann mit wirklich vielen Beteiligten zu dem Fazit gekommen war, dass natürlich Dr. Hoffmann auch mal einen schlechten Tag hat und Du das auch so akzeptiert hattest oder habe ich da was falsch verstanden...

Warum legst Du da wieder so kräftig nach?
Das kann ich nicht nachvollziehen.

Gruss
Klaus
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Beitrag von Papiertigerlein »

Ich habe mir jetzt mal so die Diskussin ein wenig überflogen. Mein Fazit ist: Wenn es einen kompetenten Orthopäden in München gäbe würde ich nicht bis nach Leonberg fahren. Leider habe ich nach 13 Jahren erfolgloser Suche in München endlich einen Arzt gefunden ... in Leonberg. Allerdings werde ich nicht ständig hinfahren - das ist mir zu weit und die zeitaufwändig. Wegen der Freundlichkeit: Ich kann mich nicht beklagen ... aber ich war ja auch nur 2 Mal da ...

Die Sache ist doch die: Gäbe es mehr Ärzte die sich wirklich mit Skoliose auskennen würden, dann müsste man nicht bis Leonberg fahren. Es werden ja ab und an Adressen von anderen Ärzten veröffentlicht - es steht also jedem frei zu dem Arzt seiner Wahl zu gehen.

Ich bin auch vor 25 bzw. 27 Jahren operiert worden nach den damals besten Möglichkeiten - ich bin also eindeutig zu früh geboren, heute haben es die Skolis "leichter" (ich meine im Verhältnis zu damals wo es eine Viecherei war) ... aber ich fühle mich nicht als Verlierer.

Es ist für mich gut zu wissen einen Arzt zu haben, wo ich hin kann wenn es mir wirklich sehr schlecht geht ... von daher: Bleibt mal locker - es steht doch jedem frei dahin zu gehen wo er will - er kann auch seine Meinung im Forum schreiben wie er will.
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Beitrag von Klaus »

Papiertigerlein hat geschrieben:Bleibt mal locker - es steht doch jedem frei dahin zu gehen wo er will - er kann auch seine Meinung im Forum schreiben wie er will.
Hast völlig Recht.
Aber wenn jemand immer wieder nachlegt, ärgert mich das :ja: und
ist auch schon wieder vergessen. :)

Gruss
Klaus
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Beitrag von rejoy »

Hey Klaus

simmt zu dem Fazit sind wir gekommen. D.h. aber nicht dass ich nun darüber still schweigen muss. Ich habe beim überfliegen von diesem Threath gedacht ich erzähle meine Erfahrungen mit Doktor Hoffmann die ja sehr vielfälltig(sowohl positiv als auch negativ) sind und ich finde die muss ich nicht stillschweigen.
Andere erzählen ja auch immer wieder ihre erfahrungen mit Doktor Hoffmann ,ich finde dann kann ich das auch. Muss ich ruhig sein nur weil sie nicht immer nur positiv wahren, ich denke nicht.

Es geht mir nicht darum Doktor Hoffmann schlecht zu machen, sondern so wie jeder andere auch-so denke ich zumindest- meine subjektive Meinung und meine Erfahrungen weiter zu geben.

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Beitrag von Klaus »

Hallo rejoy,
rejoy hat geschrieben:Mittlerweile wird mir schlecht wenn ich dran denke wieder zu ihm zu müssen, was morgen übrigens wieder der Fall ist
Meinst Du nicht, dass Du Dich da in etwas rein steigerst?
Ich kann mir gut vorstellen, dass das negativ auf Dr. Hoffmann wirkt und er natürlich entsprechend reagiert. Und Du empfindest das in dem Moment noch schlimmer, als er es möglicherweise gemeint hat. Ein Teufelskreis!
Das Vertrauen ist da natürlich erst mal hin.

Was mich noch interessiert, warum wechselst Du nicht? Dr. Pfeil, Dr. Schmidt?
Es geht doch bei Dir auch noch um andere orthopädische Indikationen oder?

Gruss
Klaus
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Beitrag von rejoy »

ich muss zugeben dass dieser eine von dir zetierte Satz leicht übertrieben ist, leider ist es zum Teil aber wirklich so. Ich habe schon oft Bammel wenn ich zu ihm geh dass er mich wieder anschreit.
Das ist ne gute Frage, warum ich nicht wechsle, vllt weil Doktor Hoffmann trotz allem mit meinem Fall vertraut ist. Gerade durch meine anderen Probleme ist es bissle komplizierter und er kennt die ganze Geschichte.

Wie bereits erwähnt hatte ich sowohl positive als auch negative Erfahrungen mit Doktor Hoffmann. Ich habe ihn einfach als launisch erlebt. Er war sehr oft sehr sehr nett und hat mir wirklich geholfen und hat mir auch das gefühl vermittelt helfen zu wollen. Vielleicht ist das der Grund warum ich bei ihm bleibe.

Wie gesagt es war nie meine Absicht Doktor Hoffmann grundsätzlich schlecht zu machen wenn das so rüber kam tut mir das leid, mir sind wohl die Pferde druchgegangen. Mir gehts drum meine Erfahrungen weiter zu geben, die sowohl positiver als auch negativer Natur sind.

Heute war ich ja auch bei ihm und eigentlich hatte ich geplant heute das letzte Mal zu ihm gegangen zu sein. Zwar habe ich heute sehr lange warten müssen(3 stunden), aber er war nett und hat sich Zeit genommen, er hat sogar neu vermessen. Darum bin ich heute zu dem Schluss gekommen, es erstmal dabei zu belassen und den Orthopäden nicht zu wechseln.

Ich hoffe Klaus du verzeihst mir, meine vllt ein bisschen hart gewählten Worte, dennoch denke ich muss es in diesem Forum erlaubt sein auch negative Erfahrungen mit einem Arzt mitzuteilen.

Ich wünsche dir also noch einen guten Abend.

Gruß rejoy
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Beitrag von Thomas »

Entschuldigung, aber drei Stunden warten kann ich mir absolut nicht vorstellen, wenn Du einen Termin gehabt hast. Das deckt sich absolut nicht mit meinen Erfahrungen!

Thomas
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Beitrag von BZebra »

Warum soll man denn nicht auch über schlechte Erfahrungen berichten können / dürfen / sollen (wenn wir hier schon Dr. Hoffmanns Gästebuch sind). Wäre ja schon fast seltsam, wenn es die nicht gäbe.

Rejoy war 20 mal wegen dem Knie bei Dr.Hoffmann, vielleicht ist er es nicht mehr gewöhnt, nicht gleich alles auf Anhieb hin zu bekommen. Ich glaube kaum einer geht so oft wegen seiner Skoliose hin. ;)

Rejoy, überlege Dir doch zu wechseln. Er ist möglicherweise nicht umbedingt der kompetenteste, wenn es um Knie geht. (Knie-Forum suchen und dort fragen).

Thomas, 3 Stunden warten kann schon sein. In der Regel muss man bei Dr. Hoffmann nämlich schon mit 2 Stunden rechnen. :zzz:
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Beitrag von rejoy »

Ja das stimmt allerdings ich glaube für ihn war es auch frustig, dass bei dem Knie nichts helfen wollte. Was ja eignetlich dann doch von einer gewissen menschlichkeit zeugt zumindest wenn man sein verhalten so interpretiert..

auch wenn ich schon oft dran gedacht habe zu wehcseln, besteht zumindest im moment kein Grund dafür, denn das Knie ist zumindest im Moment akut nicht behandlungsbedürftig(bzw behandelbar), da ich noch nicht ausgewachsen bin und die 1. Op nichts gebracht hat.
Da ich auch erst im Herbt wieder zu Doktor Hoffmann wegen der Skoliose muss und er heute so nett war, habe ich mich erstmal gegen einen wechsel entscheiden. Ich schau jetzt einfach wie sich das ganze entwickelt.

Gruß rejoy
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Beitrag von Klaus »

BZebra hat geschrieben:Warum soll man denn nicht auch über schlechte Erfahrungen berichten können / dürfen / sollen (wenn wir hier schon Dr. Hoffmanns Gästebuch sind). Wäre ja schon fast seltsam, wenn es die nicht gäbe.
Es ging mir eigentlich nur ganz spezifisch um rejoys Situation.

Selbstverständlich sollte man sich hier auslassen, aber ich konnte es mir nicht verkneifen, ein bischen persönlich zu werden, weil ich die harte Reaktion nicht so ganz verstanden habe und da so etwas wie eine "Selbstblockade" gesehen habe.
Es hat ja vielleicht auch ein bischen beim aktuellen Besuch geholfen. :)

rejoy, insofern musst Du Dich nicht dafür entschuldigen, schon gar nicht bei mir, der sich in keiner Weise irgendwie persönlich angegriffen gefühlt hat.


Gruss
Klaus
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