Myogelosen - Was tun?
- Klaus
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Myogelosen - Was tun?
Hallo zusammen,
damit das Thema nun endlich eröffnet wird, stelle ich das mal hier ein.
Genügend Interessenten gibt es ja!
Ich lasse das einfach mal anlaufen ohne Vorgaben zu machen.
Genügend eigene Erfahrungen gibt es bei mir, allerdings ohne konkrete Fortschritte.
Gruss
Klaus
damit das Thema nun endlich eröffnet wird, stelle ich das mal hier ein.
Genügend Interessenten gibt es ja!
Ich lasse das einfach mal anlaufen ohne Vorgaben zu machen.
Genügend eigene Erfahrungen gibt es bei mir, allerdings ohne konkrete Fortschritte.
Gruss
Klaus
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Claudielle
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Ich denke, die kommen vom Krafttraining, einer meiner KGs (bzw. mein Freund kann das auch schon sehr gut!!) drückt/massiert da immer dran herum, dann sind sie zwar raus, aber ich eiere nur noch mehr umher, weil mir diese steifen Stelle Halt gegeben haben. Die Frage ist eben, wie baue ich mir Muskeln an diesen Stellen auf, sonst würden sie doch nicht immer verhärten, oder?
Claudielle
Ich glaube, dass Claudielle in die richtige Richtung denkt. Vielleicht sollten wir es erst einmal mit einer annähernden Definition versuchen:
Myogelosen sind Muskelverhärtungen, auch "Muskelhartspann" genannt, deren Ursache oft in einer statischen Überbeanspruchung der für die Haltung zuständigen "langsam zuckenden" Muskelfasern gesehen wird. Als Folge daraus übersäuert die Muskulatur in dem überbeanspruchten Körperteil und reagiert mit Veränderungen des Stoffwechsels in der Muskelfaser, der dann wiederum zu diesen schmerzhaften erbsen- bis olivengroßen tastbaren "Knötchen" führt. Als Therapievorschlag ist zunächst eine Symptombehandlung vorgesehen, erst danach wird meist wegen der starken Schmerzen eine präventive Behandlung sinnvoll.
Auf deutsch heißt dass dann, dass man zunächst die Myogelosen durch Entspannungstechniken und gezieltem Anregen der Durchblutung versucht zu lösen. Der Folgeschritt besteht in einer Verbesserung der Fehlhaltung und der unökonomischen muskulären Beanspruchung.
Umfrage : Haben Myogelosenpatienten nur eine Fehlhaltung oder kombiniert sich diese immer gleichzeitig mit Überbeanspruchung, z.B. einseitigem statischen Training oder häufigen Tätigkeiten die etwa langem Sitzen oder Stehen gleichkommen?
Präventionsvorschlag:
1. wenn Myogelosen durch eine Laktatanhäufung beginnen, wäre ein Training (auch ein Ausdauertraining), dass die Laktosetoleranz erhöht sinnvoll? (Beispiel folgt)
2. durch eine Verbesserung der Fehlhaltung müsste die Entstehung neuer Myogelosen verhindert werden (abhängig von der Umfrage)
3. Eine Veränderung der Lebensgewohnheiten, z.B. am Arbeitsplatz (bei langem Sitzen) müssten dann ebenso zum Erfolg führen.
Ich freue mich schon auf rege Verbesserungsvorschläge und Zusätze!!! Das ist ja nun nur graue Theorie, ich habe nämlich keine Myogelosen.
Liebe Grüße, Ula
Myogelosen sind Muskelverhärtungen, auch "Muskelhartspann" genannt, deren Ursache oft in einer statischen Überbeanspruchung der für die Haltung zuständigen "langsam zuckenden" Muskelfasern gesehen wird. Als Folge daraus übersäuert die Muskulatur in dem überbeanspruchten Körperteil und reagiert mit Veränderungen des Stoffwechsels in der Muskelfaser, der dann wiederum zu diesen schmerzhaften erbsen- bis olivengroßen tastbaren "Knötchen" führt. Als Therapievorschlag ist zunächst eine Symptombehandlung vorgesehen, erst danach wird meist wegen der starken Schmerzen eine präventive Behandlung sinnvoll.
Auf deutsch heißt dass dann, dass man zunächst die Myogelosen durch Entspannungstechniken und gezieltem Anregen der Durchblutung versucht zu lösen. Der Folgeschritt besteht in einer Verbesserung der Fehlhaltung und der unökonomischen muskulären Beanspruchung.
Umfrage : Haben Myogelosenpatienten nur eine Fehlhaltung oder kombiniert sich diese immer gleichzeitig mit Überbeanspruchung, z.B. einseitigem statischen Training oder häufigen Tätigkeiten die etwa langem Sitzen oder Stehen gleichkommen?
Präventionsvorschlag:
1. wenn Myogelosen durch eine Laktatanhäufung beginnen, wäre ein Training (auch ein Ausdauertraining), dass die Laktosetoleranz erhöht sinnvoll? (Beispiel folgt)
2. durch eine Verbesserung der Fehlhaltung müsste die Entstehung neuer Myogelosen verhindert werden (abhängig von der Umfrage)
3. Eine Veränderung der Lebensgewohnheiten, z.B. am Arbeitsplatz (bei langem Sitzen) müssten dann ebenso zum Erfolg führen.
Ich freue mich schon auf rege Verbesserungsvorschläge und Zusätze!!! Das ist ja nun nur graue Theorie, ich habe nämlich keine Myogelosen.
Liebe Grüße, Ula
~ ehemals Ulaschatz ~
- maria*1986*
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hey
mich würde interessieren, ob ihr durch die myogelosen auch so krasse kopfschmerzen habt wie ich? das wird bei mir oft so schlimm,dass mir derart schlecht wird,dass ich mich übergeben muss.
und das kann ja auf die dauer auch net so wirklich gesund sein.
wenn ihr auch diese probleme habt wie ich, was macht ihr denn dagegen? gibt es tipps und tricks?
bei mir ist es eben so, dass sich,auch aufgrund meiner operierten skoli und der versteifung, kein orthopäde und physiotherapeut dort ran traut,aus angst,es noch schlimmer zu machen.
lg,maria
und das kann ja auf die dauer auch net so wirklich gesund sein.
wenn ihr auch diese probleme habt wie ich, was macht ihr denn dagegen? gibt es tipps und tricks?
bei mir ist es eben so, dass sich,auch aufgrund meiner operierten skoli und der versteifung, kein orthopäde und physiotherapeut dort ran traut,aus angst,es noch schlimmer zu machen.
lg,maria
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Claudielle
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Zur Umfrage von Ultraschatz:
Also bei mir ist die Ursache sicherlich das ständige Ankämpfen gegen das Nachvornefallen/Zusammensacken/Eindrehen, und je statischer die Haltungsposition (z. B. Sitzen), um so schlimmer. Andererseits führt das Muskelaufbautraining anscheinend auch zu Verhärtungen. Für mich ist es ein Teufelskreis...
Also bei mir ist die Ursache sicherlich das ständige Ankämpfen gegen das Nachvornefallen/Zusammensacken/Eindrehen, und je statischer die Haltungsposition (z. B. Sitzen), um so schlimmer. Andererseits führt das Muskelaufbautraining anscheinend auch zu Verhärtungen. Für mich ist es ein Teufelskreis...
Claudielle
- Klaus
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Hallo zusammen,
Meine Situation ist die, dass ich zwei symmetrische, auf Druck schmerzhafte Myogelosen etwa in Höhe LW 3 habe, die schon jahrelang bestehen und resistent gegen Massagen, Wärme- und Magnetfeldtherapie sind.
Sicherlich ist das bei mir ein Teufelskreis, weil mein Hyper-Kyphose-Scheitel kurz darüber liegt und diese schlechte Muskelsituation ständig fördert. Auch mit Schroth hat sich bislang kaum etwas geändert, ebenso mit gezieltem Fitnesstraining.
Für mich ist zunächst mal abzuklären, inwieweit diese Myogelosen auch den geringen Dauerschmerz hervorufen können, der genau in dem Bereich auftritt.
Weder mein Orthopäde, noch der Neurochirurg haben darauf eine Antwort.
Ein zweiter Termin beim speziellen Schmerztherapeut am 2. Januar bringt vielleicht mehr.
Anders ausgedrückt:
Würde eine Beseitung dieser Myogelosen eine grössere Beschwerdefreiheit hervorrufen oder ist das gegenüber der gesamten muskulären Situation aufgrund der Kyphose zu vernachlässigen?
Eine Prävention ist selbstverständlich immer anzustreben, damit es nicht neue Myogelosen gibt oder die alten sich noch weiter verschlimmern.
Ergänzend dazu möchte ich aber doch
generell die Beseitung anführen,
immer in Kombination mit Verbesserung der gesamten muskulären Situation--> Schroth, gezielte Fitness
1. übliche Verfahren
Massage, Wärme, manuelle Therapie (keine Erfolge)
2. Sonderformen
Magnetfeld (kein Erfolg)
Quaddeln mit Lokalanästhetika/ Neuraltherapie (vor längerer Zeit kein Erfolg)
"Physiotherapie-Laser" auf höchster Stufe (in 2 Teile geteilt
)
Kältetherapie mit Chloräthylstrahl-Spray (wer hat Erfahrungen?)
Myofasziale Triggerpunkt Therapie,
siehe auch www.triggerpunktzentrum.de Dr. Müller-Ehrenberg in Münster (wer hat Erfahrungen?)
Gruss
Klaus
Das ist sicherlich anzustreben!Ulaschatz hat geschrieben:2. durch eine Verbesserung der Fehlhaltung müsste die Entstehung neuer Myogelosen verhindert werden (abhängig von der Umfrage)
Meine Situation ist die, dass ich zwei symmetrische, auf Druck schmerzhafte Myogelosen etwa in Höhe LW 3 habe, die schon jahrelang bestehen und resistent gegen Massagen, Wärme- und Magnetfeldtherapie sind.
Sicherlich ist das bei mir ein Teufelskreis, weil mein Hyper-Kyphose-Scheitel kurz darüber liegt und diese schlechte Muskelsituation ständig fördert. Auch mit Schroth hat sich bislang kaum etwas geändert, ebenso mit gezieltem Fitnesstraining.
Für mich ist zunächst mal abzuklären, inwieweit diese Myogelosen auch den geringen Dauerschmerz hervorufen können, der genau in dem Bereich auftritt.
Weder mein Orthopäde, noch der Neurochirurg haben darauf eine Antwort.
Ein zweiter Termin beim speziellen Schmerztherapeut am 2. Januar bringt vielleicht mehr.
Anders ausgedrückt:
Würde eine Beseitung dieser Myogelosen eine grössere Beschwerdefreiheit hervorrufen oder ist das gegenüber der gesamten muskulären Situation aufgrund der Kyphose zu vernachlässigen?
Eine Prävention ist selbstverständlich immer anzustreben, damit es nicht neue Myogelosen gibt oder die alten sich noch weiter verschlimmern.
Ergänzend dazu möchte ich aber doch
generell die Beseitung anführen,
immer in Kombination mit Verbesserung der gesamten muskulären Situation--> Schroth, gezielte Fitness
1. übliche Verfahren
Massage, Wärme, manuelle Therapie (keine Erfolge)
2. Sonderformen
Magnetfeld (kein Erfolg)
Quaddeln mit Lokalanästhetika/ Neuraltherapie (vor längerer Zeit kein Erfolg)
"Physiotherapie-Laser" auf höchster Stufe (in 2 Teile geteilt
Kältetherapie mit Chloräthylstrahl-Spray (wer hat Erfahrungen?)
Myofasziale Triggerpunkt Therapie,
siehe auch www.triggerpunktzentrum.de Dr. Müller-Ehrenberg in Münster (wer hat Erfahrungen?)
Gruss
Klaus
Zuletzt geändert von Klaus am Sa, 07.01.2006 - 11:05, insgesamt 1-mal geändert.
- Klaus
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Beseitigung der Myogelosen
Ergänzung zur Beseitigung der Myogelosen
Nach meinem zweiten Termin beim Schmerztherapeuten gibt es nun folgende Strategie:
1. Spezielle Massage der Myogelosen durch Friktion
2. Ergänzung durch Magnetfeldmatte (privat)
3. Quaddeln der Myogelosen (möglicherweise anders als früher, auch bei veränderter Situation)
4. Veränderung des Schmerzempfindens durch Versuch mit Katadolon
Ergänzung
5. Bei Versagen von Punkt 1-4 Versuch mit Einspritzung von Botox, um Myogelosen aufzulösen, keine Nervenblockade im üblichen Sinn.
Punkt 1+2 ist erst einmal durchgeführt worden. Die Magnetfeldtherapie bringt ein kurzes Wohlgefühl, was schwierig zu bewerten ist.
Punkt 3 kommt am Dienstag
Punkt 4 hat eine enorme Wirkung bezüglich Entspannung. In erster Linie aber im Kopf-Nackenbereich, wo ein Spannungskopfschmerz offenbar viel stärker war, als gefühlt. Eben die Gewöhnung.
Das wiederum führt zu einer anderen "Bewertung" der Schmerzen im lumbalen Bereich, die noch da sind, aber von der Stufe 3 auf Stufe 2-1 gesunken sind. (Schmerzskala von 0-10)
In diesem Zusammenhang:
Wer hat Erfahrung mit Katadolon?
Werde dazu einen Extra Post aufmachen.
Gruss
Klaus
Nach meinem zweiten Termin beim Schmerztherapeuten gibt es nun folgende Strategie:
1. Spezielle Massage der Myogelosen durch Friktion
2. Ergänzung durch Magnetfeldmatte (privat)
3. Quaddeln der Myogelosen (möglicherweise anders als früher, auch bei veränderter Situation)
4. Veränderung des Schmerzempfindens durch Versuch mit Katadolon
Ergänzung
5. Bei Versagen von Punkt 1-4 Versuch mit Einspritzung von Botox, um Myogelosen aufzulösen, keine Nervenblockade im üblichen Sinn.
Punkt 1+2 ist erst einmal durchgeführt worden. Die Magnetfeldtherapie bringt ein kurzes Wohlgefühl, was schwierig zu bewerten ist.
Punkt 3 kommt am Dienstag
Punkt 4 hat eine enorme Wirkung bezüglich Entspannung. In erster Linie aber im Kopf-Nackenbereich, wo ein Spannungskopfschmerz offenbar viel stärker war, als gefühlt. Eben die Gewöhnung.
Das wiederum führt zu einer anderen "Bewertung" der Schmerzen im lumbalen Bereich, die noch da sind, aber von der Stufe 3 auf Stufe 2-1 gesunken sind. (Schmerzskala von 0-10)
In diesem Zusammenhang:
Wer hat Erfahrung mit Katadolon?
Werde dazu einen Extra Post aufmachen.
Gruss
Klaus
- Silas
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Schroth KG
Re: Beseitigung der Myogelosen
Hallo Klaus,
nachdem ich gelesen habe, was Dir Dein Schmerztherapeut alles vorgeschlagen hat und nachdem ich selbst schon bei einigen Ärzten Versuchkarnickel für die etwas härteren Varianten Deiner Therapien war, gebe ich auch mal meinen Senf dazu.
Bei mir haben sich damals einige Orthopäden an meinem Rücken versucht, ein Schmerztherapeut ist sicherlich schon die bessere Adresse, zusätzlich möchte ich Dir aber auf jeden Fall raten, einen Neurologen aufzusuchen.
Ein Neurologe kann zum einen Ursachenforschung betreiben, da die Myogelosen in seinem Fachbereich gelegenen Gründe haben könnten und falls es zu den Botox-Injektionen kommt, weiss er auch wenigstens, was er tut.
Bei mir hat sich unter dieser Behandlung die Skoliose auf über 80° verschlechtert, da der Orthopäde bei der Injektion in hypertone Muskelstrukturen nicht die Auswirkungen auf den Bewegungsapparat insgesamt bedacht hatte. Mit sehr viel Mühe habe ich es dann geschafft, die Werte wieder mit Schroth und Kräftigungstraining auf unter 70° zu trainieren. Man muss also sehr aufpassen, dass WS-Deformitäten nicht noch stärker abkippen, da ein Arzt etwas viel des guten Nervengifts gespritzt hat.
Bei gewissen Indikationen, die aber ein Neurologe stellen sollte, ist die Botox-Behandlung aber ein sehr sinnvolles Mittel, um schnell und effizient Beschwerdefreiheit zu erzielen und sogar eine Aufrichtung der Verkrümmung zu erreichen. Viele Patienten werden erst unter der Behandlung richtig physiotherapeutisch therapierbar.
Viele Grüße
Silas
nachdem ich gelesen habe, was Dir Dein Schmerztherapeut alles vorgeschlagen hat und nachdem ich selbst schon bei einigen Ärzten Versuchkarnickel für die etwas härteren Varianten Deiner Therapien war, gebe ich auch mal meinen Senf dazu.
Bei mir haben sich damals einige Orthopäden an meinem Rücken versucht, ein Schmerztherapeut ist sicherlich schon die bessere Adresse, zusätzlich möchte ich Dir aber auf jeden Fall raten, einen Neurologen aufzusuchen.
Ein Neurologe kann zum einen Ursachenforschung betreiben, da die Myogelosen in seinem Fachbereich gelegenen Gründe haben könnten und falls es zu den Botox-Injektionen kommt, weiss er auch wenigstens, was er tut.
Ist eine sinnvolle Sache, sollte noch durch aktive Übungen unterstützt werden, einerseits Streckübungen zum dehnen und auf diese Weise "Weichmachen" der verspannten Muskulatur, andererseits gezielte Kräftigungsübungen.Klaus hat geschrieben:Ergänzung zur Beseitigung der Myogelosen
Nach meinem zweiten Termin beim Schmerztherapeuten gibt es nun folgende Strategie:
1. Spezielle Massage der Myogelosen durch Friktion
Du kannst es natürlich probieren, wenn Du fest daran glaubst, hilft es vielleicht auch, ansonsten ist es sicherlich keine sehr starke Waffe.Klaus hat geschrieben: 2. Ergänzung durch Magnetfeldmatte (privat)
Das solltest Du ausprobieren, der Erfolg hängt natürlich auch sehr von der Treffsicherheit des Arztes ab. Wenn das übrigens keinerlei Erfolg zeigt, ist ein Erfolg mit Botox ebenfalls fraglich.Klaus hat geschrieben: 3. Quaddeln der Myogelosen (möglicherweise anders als früher, auch bei veränderter Situation)
Habe ich im separaten Thread etwas dazu geschriebenKlaus hat geschrieben: 4. Veränderung des Schmerzempfindens durch Versuch mit Katadolon
Bei mir sich damals ein Orthopäde damit versucht, die Muskulatur ist an diesen Stellen natürlich quasi "tot". Auf die Schmerzen hatte es bei mir keinerlei positive Auswirkung. Die Wirkung hat statt der normalen 3 Monate mehr als 6 Monate stark angehalten (nach Wiederholungsinjektion), wobei mir der danach untersuchende Neurologe an der Uni-Klinik sagte, dass dies vorkommen kann und zusätzlich, dass das Hantieren mit Botox Neurologen überlassen werden sollte, da den meisten anderen Ärzten das Wissen und das Fingerspitzengefühl zum Umgang damit fehlt.Klaus hat geschrieben: Ergänzung
5. Bei Versagen von Punkt 1-4 Versuch mit Einspritzung von Botox, um Myogelosen aufzulösen, keine Nervenblockade im üblichen Sinn.
Bei mir hat sich unter dieser Behandlung die Skoliose auf über 80° verschlechtert, da der Orthopäde bei der Injektion in hypertone Muskelstrukturen nicht die Auswirkungen auf den Bewegungsapparat insgesamt bedacht hatte. Mit sehr viel Mühe habe ich es dann geschafft, die Werte wieder mit Schroth und Kräftigungstraining auf unter 70° zu trainieren. Man muss also sehr aufpassen, dass WS-Deformitäten nicht noch stärker abkippen, da ein Arzt etwas viel des guten Nervengifts gespritzt hat.
Bei gewissen Indikationen, die aber ein Neurologe stellen sollte, ist die Botox-Behandlung aber ein sehr sinnvolles Mittel, um schnell und effizient Beschwerdefreiheit zu erzielen und sogar eine Aufrichtung der Verkrümmung zu erreichen. Viele Patienten werden erst unter der Behandlung richtig physiotherapeutisch therapierbar.
Viele Grüße
Silas
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
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- Klaus
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Hallo Silas,
vielen Dank für diese sehr interessanten INFO's.
Deswegen dachte ich eigentlich, dass ein reiner Neurologe mir nicht weiter helfen kann, nachdem hier im Forum auch Hinweise kamen, dass bei Schmerzen bezüglich Skoliose/Kyphose ein Neurochirurg besser sei.
Der Schmerztherapeut (Schmerz-Gemeinschaftspraxis, mein Arzt speziell Wirbelsäule) wird übrigens als Referenz für Hannover auf www.schmerzklinik.de (in Kiel) genannt. Diese Klinik hat offenbar einen sehr guten Ruf.
Alle von mir genannten Maßnahmen werden natürlich durch Schroth-Übungen unterstützt--> Dehnung, Kräftigung
Sehr interessant, was Du zu Botox und den Erfahrungen von Ärzten schreibst.
Ich habe mal ein bischen gegoogelt und bezüglich Myogelosen+Botox immer nur den HWS Bereich und entsprechende Kopfschmerzen/Migräne Indikationen gefunden. Dabei wurde nicht nur auf die richtige Dosis hingewiesen, sondern auch auf die möglicherweise Bereichs-überschiessende Wirkung von Botox.
Also irgendwie hatte ich den Eindruck, dass ich im lumbalen Bereich damit Neuland betreten würde.
Ich muss auch betonen, dass der Schmerztherapeut die Botox Geschichte ganz nach hinten geschoben hat und keinesfalls von sozusagen garantierten Erfolgen gesprochen hat. Es scheint für ihn auch Neuland zu sein(oder er überweist weiter), weil er meine Frage nach den Kosten für Botox spontan nicht beantworten konnte.
Gruss
Klaus
vielen Dank für diese sehr interessanten INFO's.
Als es ist so, dass ein Neurochirurg mich an den Schmerztherapeut (Arzt für Allgemein- und Sportmedizin!) überwiesen hatte, weil er als einzige (letzte) Möglichkeit die Nerv-Verödung gesehen hatte. Genau das wollte ich aber nicht.Silas hat geschrieben:ein Schmerztherapeut ist sicherlich schon die bessere Adresse, zusätzlich möchte ich Dir aber auf jeden Fall raten, einen Neurologen aufzusuchen.
Deswegen dachte ich eigentlich, dass ein reiner Neurologe mir nicht weiter helfen kann, nachdem hier im Forum auch Hinweise kamen, dass bei Schmerzen bezüglich Skoliose/Kyphose ein Neurochirurg besser sei.
Der Schmerztherapeut (Schmerz-Gemeinschaftspraxis, mein Arzt speziell Wirbelsäule) wird übrigens als Referenz für Hannover auf www.schmerzklinik.de (in Kiel) genannt. Diese Klinik hat offenbar einen sehr guten Ruf.
Alle von mir genannten Maßnahmen werden natürlich durch Schroth-Übungen unterstützt--> Dehnung, Kräftigung
Sehr interessant, was Du zu Botox und den Erfahrungen von Ärzten schreibst.
Ich habe mal ein bischen gegoogelt und bezüglich Myogelosen+Botox immer nur den HWS Bereich und entsprechende Kopfschmerzen/Migräne Indikationen gefunden. Dabei wurde nicht nur auf die richtige Dosis hingewiesen, sondern auch auf die möglicherweise Bereichs-überschiessende Wirkung von Botox.
Also irgendwie hatte ich den Eindruck, dass ich im lumbalen Bereich damit Neuland betreten würde.
Ich muss auch betonen, dass der Schmerztherapeut die Botox Geschichte ganz nach hinten geschoben hat und keinesfalls von sozusagen garantierten Erfolgen gesprochen hat. Es scheint für ihn auch Neuland zu sein(oder er überweist weiter), weil er meine Frage nach den Kosten für Botox spontan nicht beantworten konnte.
Gruss
Klaus
- Silas
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Schroth KG
Hallo Klaus,
Da sind die aktuellen Vorschläge Deines Schmerztherapeuten doch der richtige Weg.
Auch wenn es jetzt nicht oder vielleicht noch nicht, da das ja noch gar nicht abgeklärt wurde, Dein Problem ist, möchte ich kurz schildern, wieso es mich zum Neurologen verschlagen hat und was meine Kriterien sind, um vorzufühlen, ob ich dort gut aufgehoben sein könnte oder nicht.
Meine Skoli hat eine sehr seltsame Form, mit der bisher außer Dr. Hoffmann alle Orthopäden überfordert waren (auch die renommierten Chirurgen). Die Botox-Behandlung durch einen der WS-Chirurgen wurde einfach mal so auf gut Glück vorgenommen, da er sich vorstellen konnte, es handele sich um eine Torsionsdystonie. Wert lege ich seither bei Neurologen darauf, dass diese zum einen orthopädische Grundkenntnisse mitbringen und sich mit neuro-muskulären Skoliosen auskennen. Außerdem sollten sie Erfahrung in der Botox-Behandlung von Dystonien und Spastiken haben (Botox-Behandlungen bringen den Ärzten viel Geld ein, so dass viele diese durchführen, das allein ist noch kein Garant, werden dort auch Spastiker behandelt, spricht das für ein gewisses Know-how). Zudem ist es erforderlich, dass dort notwendige diagnostische Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um z. B. übermäßigen Muskeltonus (mit Elektro-Myographie, EMG) messen zu können.
Das Ziel der Botoxbehandlung bei mir damals war übrigens ein Aufhalten der Progredienz der Skoliose und eine Schmerzreduktion, da ich aber das Versuchskarnickel eines unerfahrenen Arztes war, ging das gehörig daneben.
Botox gilt mittlerweile als das reinste Wundermittel gegen Dystonie(en) und Spastik. Dazu ist zu sagen, dass dies bei sauber gestellter Diagnose auch wirklich eine sehr wirksame Methode ist, mittlerweile aber auch zweifelhafte Auswüchse festzustellen sind.
Ich möchte Dir mal ein anschauliches Beispiel geben: jeder kennt wohl den hakeligen Gang bei einer Spastik in den Beinen. Bei einigen Patienten lässt sich das durch Botox in den Griff bekommen.
Auch bei Patienten mit Dystonie oder aber auch mit sehr hartnäckigen Verspannungen im Rücken habe ich von sehr positven Ergebnissen durch Botox-Behandlung gehört. Man muss sich aber immer darüber im klaren sein, dass man eines des stärksten Nervengifte injeziert bekommt.
Bevor gespritzt wird, unbedingt mit EMG die möglichen Muskelgruppen durchmessen lassen - das ist zwar unangenehm, aber eine sinnvolle Untersuchung.
Viele Grüße und viel Erfolg bei der weiteren Therapie
Silas
Eine Nervenverödung als einzige Möglichkeit zu sehen, ist gerade für einen Arzt mit neurologischem Hintergrund ein Armutszeugnis - das habe ich bisher nur von mittelklassigen Orthopäden gehört. Ich kenne Deinen Arzt natürlich nicht, aber wenn ich solche Vorschläge höre, ringeln sich mir die Zehnägel... Allerdings hatte ich auch schon eine sehr negative Erfahrung mit einem Neurologen, der mir die tollsten Psychopharmaka verordnet hat und auch sehr wilde Therapievorschläge hatte.Klaus hat geschrieben: Als es ist so, dass ein Neurochirurg mich an den Schmerztherapeut (Arzt für Allgemein- und Sportmedizin!) überwiesen hatte, weil er als einzige (letzte) Möglichkeit die Nerv-Verödung gesehen hatte. Genau das wollte ich aber nicht.
Da sind die aktuellen Vorschläge Deines Schmerztherapeuten doch der richtige Weg.
Vielleicht hätte der etwas weniger invasive Vorschläge... ich habe bisher mit 2 niedergelassenen und einem Uni-Klinik Neurologen sehr gute Erfahrungen gemacht.Klaus hat geschrieben: Deswegen dachte ich eigentlich, dass ein reiner Neurologe mir nicht weiter helfen kann, nachdem hier im Forum auch Hinweise kamen, dass bei Schmerzen bezüglich Skoliose/Kyphose ein Neurochirurg besser sei.
Auch wenn es jetzt nicht oder vielleicht noch nicht, da das ja noch gar nicht abgeklärt wurde, Dein Problem ist, möchte ich kurz schildern, wieso es mich zum Neurologen verschlagen hat und was meine Kriterien sind, um vorzufühlen, ob ich dort gut aufgehoben sein könnte oder nicht.
Meine Skoli hat eine sehr seltsame Form, mit der bisher außer Dr. Hoffmann alle Orthopäden überfordert waren (auch die renommierten Chirurgen). Die Botox-Behandlung durch einen der WS-Chirurgen wurde einfach mal so auf gut Glück vorgenommen, da er sich vorstellen konnte, es handele sich um eine Torsionsdystonie. Wert lege ich seither bei Neurologen darauf, dass diese zum einen orthopädische Grundkenntnisse mitbringen und sich mit neuro-muskulären Skoliosen auskennen. Außerdem sollten sie Erfahrung in der Botox-Behandlung von Dystonien und Spastiken haben (Botox-Behandlungen bringen den Ärzten viel Geld ein, so dass viele diese durchführen, das allein ist noch kein Garant, werden dort auch Spastiker behandelt, spricht das für ein gewisses Know-how). Zudem ist es erforderlich, dass dort notwendige diagnostische Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um z. B. übermäßigen Muskeltonus (mit Elektro-Myographie, EMG) messen zu können.
Das Ziel der Botoxbehandlung bei mir damals war übrigens ein Aufhalten der Progredienz der Skoliose und eine Schmerzreduktion, da ich aber das Versuchskarnickel eines unerfahrenen Arztes war, ging das gehörig daneben.
Ja, diese Klinik ist sehr renommiert. Außerdem ist auch das von Deinem Arzt vorgeschlagene Vorgehen gut durchstrukturiert, das einzige, worüber ich gestolpert bin, war die Sache mit dem Botox, aber da bin ich durch die eigenen Erfahrungen auch sicherlich voreingenommen.Klaus hat geschrieben: Der Schmerztherapeut (Schmerz-Gemeinschaftspraxis, mein Arzt speziell Wirbelsäule) wird übrigens als Referenz für Hannover auf www.schmerzklinik.de (in Kiel) genannt. Diese Klinik hat offenbar einen sehr guten Ruf.
Dachte ich mir schon, prima, dass Du das so konsequent machst.Klaus hat geschrieben: Alle von mir genannten Maßnahmen werden natürlich durch Schroth-Übungen unterstützt--> Dehnung, Kräftigung
Bei mir wurde im BWS- und LWS-Bereich auf der rechten Seite gespritzt.Klaus hat geschrieben: Sehr interessant, was Du zu Botox und den Erfahrungen von Ärzten schreibst.
Ich habe mal ein bischen gegoogelt und bezüglich Myogelosen+Botox immer nur den HWS Bereich und entsprechende Kopfschmerzen/Migräne Indikationen gefunden.
Nein, dass ist definitiv nicht der Fall, Kessi hat übrigens als Dystonie-Patientin sehr positive Erfahrungen mit Botox gemacht. Sie wird von Neurologen behandelt.Klaus hat geschrieben: Dabei wurde nicht nur auf die richtige Dosis hingewiesen, sondern auch auf die möglicherweise Bereichs-überschiessende Wirkung von Botox.
Also irgendwie hatte ich den Eindruck, dass ich im lumbalen Bereich damit Neuland betreten würde.
Botox gilt mittlerweile als das reinste Wundermittel gegen Dystonie(en) und Spastik. Dazu ist zu sagen, dass dies bei sauber gestellter Diagnose auch wirklich eine sehr wirksame Methode ist, mittlerweile aber auch zweifelhafte Auswüchse festzustellen sind.
Ich möchte Dir mal ein anschauliches Beispiel geben: jeder kennt wohl den hakeligen Gang bei einer Spastik in den Beinen. Bei einigen Patienten lässt sich das durch Botox in den Griff bekommen.
Auch bei Patienten mit Dystonie oder aber auch mit sehr hartnäckigen Verspannungen im Rücken habe ich von sehr positven Ergebnissen durch Botox-Behandlung gehört. Man muss sich aber immer darüber im klaren sein, dass man eines des stärksten Nervengifte injeziert bekommt.
Das spricht sehr für ihn, dies hintenan zu stellen. Die Kosten werden von der Krankenkasse voll übernommen.Klaus hat geschrieben: Ich muss auch betonen, dass der Schmerztherapeut die Botox Geschichte ganz nach hinten geschoben hat und keinesfalls von sozusagen garantierten Erfolgen gesprochen hat. Es scheint für ihn auch Neuland zu sein(oder er überweist weiter), weil er meine Frage nach den Kosten für Botox spontan nicht beantworten konnte.
Bevor gespritzt wird, unbedingt mit EMG die möglichen Muskelgruppen durchmessen lassen - das ist zwar unangenehm, aber eine sinnvolle Untersuchung.
Viele Grüße und viel Erfolg bei der weiteren Therapie
Silas
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
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Hallo Silas,
schon wieder sehr viele konkrete INFO's.
Da kann man durch Eigeninitiative vieles in die richtige Richtung lenken.
Und diese Verödung auch wirklich ganz hinten angestellt.
Neurochirurg war sicherlich richtig(?), um anhand eines MRT's die schmerzhafte Komponente außerhalb der Muskulatur auszuschliessen.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, ist nun ein Neurologe in Zusammenarbeit mit dem Schmerztherapeut gefordert.
Ich habe nämlich bislang bei ihm noch nicht die von Dir erwähnten erforderlichen diagnostischen Möglichkeiten gesehen, die man bei Botox braucht.
Gibt es Kriterien/Zusatzbezeichungen, die die Kompetenz eines Neurologen beschreiben?
Ist man generell an Universitäten am besten bedient?
Was soll man den Leuten hier im Forum eigentlich konkret an Ärzten empfehlen, wenn es auch gezielt um die Schmerzkomponente geht?
Ist der Neurochirurg generell aussen vor oder muss man ihn immer in die Kette:
Hausarzt-->Orthopäde-->kompetenter Orthopäde
-->(Neurochirurg)-->Neurologe<-->Schmerztherapeut
einordnen?
Gruss
Klaus
schon wieder sehr viele konkrete INFO's.
Da kann man durch Eigeninitiative vieles in die richtige Richtung lenken.
silas hat geschrieben:Eine Nervenverödung als einzige Möglichkeit zu sehen, ist gerade für einen Arzt mit neurologischem Hintergrund ein Armutszeugnis
Deswegen hat er mich ja an den Schmerztherapeut überwiesen!Klaus hat geschrieben:Als es ist so, dass ein Neurochirurg mich an den Schmerztherapeut (Arzt für Allgemein- und Sportmedizin!) überwiesen hatte, weil er als einzige (letzte) Möglichkeit die Nerv-Verödung gesehen hatte. Genau das wollte ich aber nicht.
Und diese Verödung auch wirklich ganz hinten angestellt.
Neurochirurg war sicherlich richtig(?), um anhand eines MRT's die schmerzhafte Komponente außerhalb der Muskulatur auszuschliessen.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, ist nun ein Neurologe in Zusammenarbeit mit dem Schmerztherapeut gefordert.
Ich habe nämlich bislang bei ihm noch nicht die von Dir erwähnten erforderlichen diagnostischen Möglichkeiten gesehen, die man bei Botox braucht.
Gibt es Kriterien/Zusatzbezeichungen, die die Kompetenz eines Neurologen beschreiben?
Ist man generell an Universitäten am besten bedient?
Was soll man den Leuten hier im Forum eigentlich konkret an Ärzten empfehlen, wenn es auch gezielt um die Schmerzkomponente geht?
Ist der Neurochirurg generell aussen vor oder muss man ihn immer in die Kette:
Hausarzt-->Orthopäde-->kompetenter Orthopäde
einordnen?
Das "Gefühl" habe ich bei mir nicht, weil es nicht um Spasmen geht, sondern um einen Dauerschmerz, der zwischen Faktor 2-3 liegt und bei entsprechenden Fehlbelastungen des Alltags auf 5 kommen kann.Die Kosten werden von der Krankenkasse voll übernommen.
Gruss
Klaus
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Achilles hat im Post Katadolon folgendes geschrieben, was in diese Myogelosen Diskussion gehört:
Gehört in die Neural-Therapie, die es schon sehr lange gibt und wohl kaum Nebenwirkungen hat, ausser der erwünschten Erstverschlimmerung, als Ausdruck der Heilung bzw. Wirkung.
Friktionsmassage ist ein schöner med. Ausdruck und bedeutet nichts anderes, als
Massage mit einer eng umschriebenen kreisförmigen intensiven Bewegung, in Form von Streichen, Kneten und Drücken.
Das tut natürlich weh und das brauche ich auch
, um eine Wirkung zu verinnerlichen. Das ist ja auch unbedingt wichtig.
Ist auf der Verordnung (WS 2 f - Leitsymptom: Muskelspannungsstörung) eine ganz normale Massage mit dem Hinweis in Klammern: Friktion der Myogelosen.
Gruss
Klaus
Also Procain wird zum Quaddeln der Myogelosen benutzt.Achilles hat geschrieben:Hat jamand von Euch auch Erfahrungen mit Infiltrationen mit Procain, hab gerad nämlich was drüber gelesen, birgt sowas denn auch wie bei anderem bereits im Myogelosenthread von Dir Silas beschriebenem auch ähnliche (Einsppritzungs-)Gefahren (z.B. bei unsachmässigem Hanling des Doks)?
Was ich fast vergessen habe, diese spezielle Friktionsmassage, muss die extra so verschrieben werden oder gehts normal über ein massagerezept, ist das denn eine Standardleistung von Physiopraxen oder was ganz exotisches bzw. zu findes, wie erfolgt denn diese Massage, kann jemand das mal grob kurz beschreiben, mit bestem Dank im voraus.
Gehört in die Neural-Therapie, die es schon sehr lange gibt und wohl kaum Nebenwirkungen hat, ausser der erwünschten Erstverschlimmerung, als Ausdruck der Heilung bzw. Wirkung.
Friktionsmassage ist ein schöner med. Ausdruck und bedeutet nichts anderes, als
Massage mit einer eng umschriebenen kreisförmigen intensiven Bewegung, in Form von Streichen, Kneten und Drücken.
Das tut natürlich weh und das brauche ich auch
Ist auf der Verordnung (WS 2 f - Leitsymptom: Muskelspannungsstörung) eine ganz normale Massage mit dem Hinweis in Klammern: Friktion der Myogelosen.
Gruss
Klaus
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kessi
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- Therapie: Korsett von Rahmouni, KG ZNS, mT
Hallo Klaus,
Wenigstens für eine Ausschlussdiagnostik würde sich die Begutachtung durch einen Neurologen lohnen. Ich denke schon ein EMG könnte im Hinblick auf eine Mögliche Dystonie hilfreich sein, ob mit Injektionen oder nicht. Ist nicht angenehm aber selbst ich Angsthase gehe zu jedem dieser langersehnten Termine mit Freude.
Ich habe eine generalisierte Dystonie und bekomme auch Botulinumtoxin. In der Zeit der größten Wirksamkeit kann ich sogar ein Korsett tragen.
Dass es Dir zumindest wie Neuland vorkommt ist nachvollziebar, da es im Verhältnis selten am Rumpf eingesetzt wird. Das liegt daran, dass selbst Neurologen, wenn sie zB eine lokale Dystonie des Rumpfes vor sich sehen, dies nicht feststellen, da es nicht sehr häufig ist. Und wenn eine generalisierte Dystonie vorliegt gilt es abzuwägen, welchen Stellen überhaupt mit Botulinumtoxin behandelt werden, da eine individuelle Menge nicht überschritten werden kann.
Zu Anfangs hatte ich auch kein Gefühl von Spasmen, lediglich von Schmerzen und einer fortschreitenden Skoliose. Durch die Progredienz der Dystonie hat sich das natürlich geändert, nun spüre ich nichts als die Verkrampfungen.
Du könntest Dich ja in einer Spezialambulanz vorstellen, um sicher zu sein, dass der Arzt dies schon einmal gemacht hat
.
Hätte mich ein Orthopäde zur Ursachenabklärung der Skoliose nicht überall herugeschickt, dann hätte ich die Diagnose nicht so schnell erhalten. In der Neurologie wusste ich gar nicht, was die mit mir alles machen, wurde gespritzt usw., hab mir nicht so viele Gedanken darüber gemacht und auf einmal musste ich mich nicht mehr verenken um die Haut in dem riesen Knick (gleiches Krümmungsmuster wie Silas) abzutrocknen. Hat mich zwar gewundert, mehr nicht, bis mich dann der Neurologe aufgeklärt hat warum. Das war vor ca. 5 Jahren, seitdem bekomme ich es alle 12 Wochen.
Gruß,
kessi
Wenigstens für eine Ausschlussdiagnostik würde sich die Begutachtung durch einen Neurologen lohnen. Ich denke schon ein EMG könnte im Hinblick auf eine Mögliche Dystonie hilfreich sein, ob mit Injektionen oder nicht. Ist nicht angenehm aber selbst ich Angsthase gehe zu jedem dieser langersehnten Termine mit Freude.
Ich habe eine generalisierte Dystonie und bekomme auch Botulinumtoxin. In der Zeit der größten Wirksamkeit kann ich sogar ein Korsett tragen.
Dass es Dir zumindest wie Neuland vorkommt ist nachvollziebar, da es im Verhältnis selten am Rumpf eingesetzt wird. Das liegt daran, dass selbst Neurologen, wenn sie zB eine lokale Dystonie des Rumpfes vor sich sehen, dies nicht feststellen, da es nicht sehr häufig ist. Und wenn eine generalisierte Dystonie vorliegt gilt es abzuwägen, welchen Stellen überhaupt mit Botulinumtoxin behandelt werden, da eine individuelle Menge nicht überschritten werden kann.
Zu Anfangs hatte ich auch kein Gefühl von Spasmen, lediglich von Schmerzen und einer fortschreitenden Skoliose. Durch die Progredienz der Dystonie hat sich das natürlich geändert, nun spüre ich nichts als die Verkrampfungen.
Du könntest Dich ja in einer Spezialambulanz vorstellen, um sicher zu sein, dass der Arzt dies schon einmal gemacht hat
Hätte mich ein Orthopäde zur Ursachenabklärung der Skoliose nicht überall herugeschickt, dann hätte ich die Diagnose nicht so schnell erhalten. In der Neurologie wusste ich gar nicht, was die mit mir alles machen, wurde gespritzt usw., hab mir nicht so viele Gedanken darüber gemacht und auf einmal musste ich mich nicht mehr verenken um die Haut in dem riesen Knick (gleiches Krümmungsmuster wie Silas) abzutrocknen. Hat mich zwar gewundert, mehr nicht, bis mich dann der Neurologe aufgeklärt hat warum. Das war vor ca. 5 Jahren, seitdem bekomme ich es alle 12 Wochen.
Gruß,
kessi
- Klaus
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Hallo Kessi,
erst mal vielen Dank für diese INFO's.
Du wohnst in Tübingen, ich gehe davon aus, dass Du an der Uni warst und wahrscheinlich auch nur in so einem Bereich etwas zu finden ist.
Hat eigentlich ein Neurochirurg in Deinen "Arzt-Überlegungen" jemals eine Rolle gespielt?
Gruss
Klaus
erst mal vielen Dank für diese INFO's.
Wie kann denn so eine Spezialambulanz heissen, um gezielt zu suchen?Kessi hat geschrieben:Du könntest Dich ja in einer Spezialambulanz vorstellen, um sicher zu sein, dass der Arzt dies schon einmal gemacht hat
Du wohnst in Tübingen, ich gehe davon aus, dass Du an der Uni warst und wahrscheinlich auch nur in so einem Bereich etwas zu finden ist.
Hat eigentlich ein Neurochirurg in Deinen "Arzt-Überlegungen" jemals eine Rolle gespielt?
Gruss
Klaus
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kessi
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Kallo Klaus,
Hier habe ich Dir einen Link zur SHG in Hannover, leider die einzige im Umkreis. http://www.dystonie.de/v2/content/313010.htm
Prof. Dr. R. Dengler aus der Linik in Hannover habe ich bei einer Tagung mal gehört, kann mich aber nicht mehr so gut erinnern. Zumindest weiß ich, dass Hannover an Forschung interessiert ist und informiert sind. Er ist im wissenschaftlichen Beirat der DeutschenDysronieGesellschaft, was natürlich auch nichts heißen soll. Die Klinik nimmt teil an einem Forschungsprojekt herditärer Dystonien, unter der Hand Tübingen. Eine Empfelhlung kann ich Dir nicht geben, da dies alles is,t was ich weiß. Kann Dir nur sagen, dass es die einzigen im Umkreis sind, die sich damit überhaupt beschäftigen und Erfahrung haben.
Suchen würde ich zuerst nach einer Dystonieambulanz, zweitrangig dann nach einer Botulinumtoxinambulanz. Einer reinen Btx.Ambulanz ohne Dystonierfahrung würde ich nicht so einfach vertrauen, zumindest was Diagnosefindung angeht.
Ja, die Klinik ist sogar ein wichtiger Grund, dass ich nach Tübingen gezogen bin.
Auf die Idee mich an einen Neurochirurgen zu wenden kam ich noch nie, ich weiß nicht so recht, was ich da soll.
Kontakt hatte ich schon, aber nur weil man mich kennen lernen wollte, da ich wohl ein toller Kandidat einer Tiefenhirnstimulation bin (dies aber (noch) ausdrücklich ablehne). Ich fühle mich super aufgehoben, man ist ehrlich über das was man weiß oder nicht weiß, Vorschläge werden ggf. ausprobiert, Bedenken ernstgenommen und vor allem man kann immer kommen.
Diesen Eindruck hatte ich von allen Ärzten, die ich auf Tagungen der DDG gesehen habe, liegt wohl auch in der Natur der Sache, da man einfach (noch) nicht weiß, wie eine Dsytonie funktioniert.
Schöne Grüße
kessi
Hier habe ich Dir einen Link zur SHG in Hannover, leider die einzige im Umkreis. http://www.dystonie.de/v2/content/313010.htm
Prof. Dr. R. Dengler aus der Linik in Hannover habe ich bei einer Tagung mal gehört, kann mich aber nicht mehr so gut erinnern. Zumindest weiß ich, dass Hannover an Forschung interessiert ist und informiert sind. Er ist im wissenschaftlichen Beirat der DeutschenDysronieGesellschaft, was natürlich auch nichts heißen soll. Die Klinik nimmt teil an einem Forschungsprojekt herditärer Dystonien, unter der Hand Tübingen. Eine Empfelhlung kann ich Dir nicht geben, da dies alles is,t was ich weiß. Kann Dir nur sagen, dass es die einzigen im Umkreis sind, die sich damit überhaupt beschäftigen und Erfahrung haben.
Suchen würde ich zuerst nach einer Dystonieambulanz, zweitrangig dann nach einer Botulinumtoxinambulanz. Einer reinen Btx.Ambulanz ohne Dystonierfahrung würde ich nicht so einfach vertrauen, zumindest was Diagnosefindung angeht.
Ja, die Klinik ist sogar ein wichtiger Grund, dass ich nach Tübingen gezogen bin.
Auf die Idee mich an einen Neurochirurgen zu wenden kam ich noch nie, ich weiß nicht so recht, was ich da soll.
Kontakt hatte ich schon, aber nur weil man mich kennen lernen wollte, da ich wohl ein toller Kandidat einer Tiefenhirnstimulation bin (dies aber (noch) ausdrücklich ablehne). Ich fühle mich super aufgehoben, man ist ehrlich über das was man weiß oder nicht weiß, Vorschläge werden ggf. ausprobiert, Bedenken ernstgenommen und vor allem man kann immer kommen.
Diesen Eindruck hatte ich von allen Ärzten, die ich auf Tagungen der DDG gesehen habe, liegt wohl auch in der Natur der Sache, da man einfach (noch) nicht weiß, wie eine Dsytonie funktioniert.
Schöne Grüße
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Hallo Kessi,
erst mal danke für die INFO's.
Also es geht bei mir um 2 symmetrische druckschmerzhafte Myogelosen im Bereich LW1/LW2 , den genauen Ort hat mir mein Schmerztherapeut heute beim ersten Quaddeln auf Anfrage gesagt, hatte bislang auf LW3 spekuliert
Also direkt unter meinem Hyperkyphose-Scheitel. Klar, dass die Muskulatur dort ständig überansprucht wird. Deswegen glaube ich, dass ich den Weg über eine mögliche Dystonie mal nach hinten stelle, auch wenn es weitere, aber völlig unproblematische Myogelosen gibt.
Es stellt sich ja auch die Frage, inwieweit diese beiden chronische Myogelosen sich so verkapselt haben, dass man mit den üblichen Mitteln nicht weiter kommt.
Deswegen war ich auch beim Neurochirurgen, der mich leider im Stehen untersucht hat. Dabei kann man nämlich durch die darüberliegenden harten Muskeln nicht viel tasten, nur in der Bauchlage.
War eine von den Überrumpelungen, die ich eigentlich immer zu vermeiden versuche, aber es gelingt nicht immer.
Eine zweite Untersuchung lehnen die meisten Ärzte natürlich ab.
Und das MRT zeigt offensichtlich bezüglich Myogelose auch nichts.
Oder wie ist das mit bildgebenden Verfahren bezüglich Muskeln?
Gruss
Klaus
erst mal danke für die INFO's.
Also es geht bei mir um 2 symmetrische druckschmerzhafte Myogelosen im Bereich LW1/LW2 , den genauen Ort hat mir mein Schmerztherapeut heute beim ersten Quaddeln auf Anfrage gesagt, hatte bislang auf LW3 spekuliert
Also direkt unter meinem Hyperkyphose-Scheitel. Klar, dass die Muskulatur dort ständig überansprucht wird. Deswegen glaube ich, dass ich den Weg über eine mögliche Dystonie mal nach hinten stelle, auch wenn es weitere, aber völlig unproblematische Myogelosen gibt.
Es stellt sich ja auch die Frage, inwieweit diese beiden chronische Myogelosen sich so verkapselt haben, dass man mit den üblichen Mitteln nicht weiter kommt.
Deswegen war ich auch beim Neurochirurgen, der mich leider im Stehen untersucht hat. Dabei kann man nämlich durch die darüberliegenden harten Muskeln nicht viel tasten, nur in der Bauchlage.
War eine von den Überrumpelungen, die ich eigentlich immer zu vermeiden versuche, aber es gelingt nicht immer.
Eine zweite Untersuchung lehnen die meisten Ärzte natürlich ab.
Und das MRT zeigt offensichtlich bezüglich Myogelose auch nichts.
Oder wie ist das mit bildgebenden Verfahren bezüglich Muskeln?
Gruss
Klaus
- Achilles
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Schmerzhafte Myogelosen
Hallo Leute,
ich hab folgendes Problem, dass ich trotz Diagnose (BSV), Bandage, jetzt angefangender KG+Traktion, doch noch sehr viele Schmerzen habe, wobei ich diese Schmerzen gefühlsmässig eher in den Muskelverhärtungen (Myogelosen) sehe bzw. spüre als an irgendwelchen Nerven, aber ich bin mir da nicht 100%ig sicher, ist nur ein Instinktgefühl. Da die Schmerzen mich häufig in eine Schonhaltung (die übrigens auch zur einbogigen Schiflage der WS passt) zwingt und ich dadurch total eingeschränkt bin im Alltag denk ich, dass die Schmerztherapie hier an erster Stelle stehen sollte, auch hab ich im Netz viele dieses bestätigendes gelesen. Bezüglich Medis will ich mich an die Devise "Soviel wie nötig sowenig wie möglich" halten bzw. erstmal mit harmlosem anfangen und mich dann bei ausbleibender Wirkung in Dosis oder anderem/n Medi/s steigern. Ich überleg mir gerade ob ich mich nun an meine Hausärztin wenden soll und sie um Verschreibung von Flupirtin (evt.+Muskelrelaxant) oder lieber gleich zum Schmerztherapeuten, der mir wahrscheinlich auch längerfristig zur Seite stehen wird, bin da noch kräftig am Überlegen. Mit welcher Medikationsdauer müsst ich da bei schon relativ ausgeprägten Myogos rechenen, was würdet Ihr mir empfehlen als nächsten Schritt? Ich dacht mit der Kräftigung war ich bis die Myogos weg sind, aber ich vermute mal erfahrungsgemäss, dass die auch ganz schön therapieresistent sind, für Eure Hilfen dank ich im voraus.
Übrigens hab ich in so einem Buch folgendes gelesen: "Insbesondere eine übermässige statische (isometrische) Museklbeanspruchung fördert die Ausbildung der Muskelhärten", heisst es nun dass man die von den Mygos betroffenen Muskelbereiche nicht statisch sondern eher dynamisch beanspruchen sollte, so jedenfalls kommts bei mir rüber, aber in der KG und sogar bei Schroth wird statisch gearbeitet, kann vielleicht einer was dazu sagen, vielleicht hab ichs auch nur falsch verstanden???
Hab früher schon und auch heute was von dier Stosswellentherapie (ich glaub nach Dr. Bauermeister oder do ähnlich) gehört, die sich angeblich vorzüglich bei Myogelosen eignen soll und dass ganze ohne jegliche Medizufuhr, wie ich heute in der Orthopress gelesen habe, hat das vielleicht hier jemand schon hinter sich, wenn ja hilft und vor allem ist dieser Effekt dauerhaft oder vorübergehend, über weitere Auskünfte würd ich mich sehr freuen.
Liebe Grüsse: Achilles
ich hab folgendes Problem, dass ich trotz Diagnose (BSV), Bandage, jetzt angefangender KG+Traktion, doch noch sehr viele Schmerzen habe, wobei ich diese Schmerzen gefühlsmässig eher in den Muskelverhärtungen (Myogelosen) sehe bzw. spüre als an irgendwelchen Nerven, aber ich bin mir da nicht 100%ig sicher, ist nur ein Instinktgefühl. Da die Schmerzen mich häufig in eine Schonhaltung (die übrigens auch zur einbogigen Schiflage der WS passt) zwingt und ich dadurch total eingeschränkt bin im Alltag denk ich, dass die Schmerztherapie hier an erster Stelle stehen sollte, auch hab ich im Netz viele dieses bestätigendes gelesen. Bezüglich Medis will ich mich an die Devise "Soviel wie nötig sowenig wie möglich" halten bzw. erstmal mit harmlosem anfangen und mich dann bei ausbleibender Wirkung in Dosis oder anderem/n Medi/s steigern. Ich überleg mir gerade ob ich mich nun an meine Hausärztin wenden soll und sie um Verschreibung von Flupirtin (evt.+Muskelrelaxant) oder lieber gleich zum Schmerztherapeuten, der mir wahrscheinlich auch längerfristig zur Seite stehen wird, bin da noch kräftig am Überlegen. Mit welcher Medikationsdauer müsst ich da bei schon relativ ausgeprägten Myogos rechenen, was würdet Ihr mir empfehlen als nächsten Schritt? Ich dacht mit der Kräftigung war ich bis die Myogos weg sind, aber ich vermute mal erfahrungsgemäss, dass die auch ganz schön therapieresistent sind, für Eure Hilfen dank ich im voraus.
Übrigens hab ich in so einem Buch folgendes gelesen: "Insbesondere eine übermässige statische (isometrische) Museklbeanspruchung fördert die Ausbildung der Muskelhärten", heisst es nun dass man die von den Mygos betroffenen Muskelbereiche nicht statisch sondern eher dynamisch beanspruchen sollte, so jedenfalls kommts bei mir rüber, aber in der KG und sogar bei Schroth wird statisch gearbeitet, kann vielleicht einer was dazu sagen, vielleicht hab ichs auch nur falsch verstanden???
Hab früher schon und auch heute was von dier Stosswellentherapie (ich glaub nach Dr. Bauermeister oder do ähnlich) gehört, die sich angeblich vorzüglich bei Myogelosen eignen soll und dass ganze ohne jegliche Medizufuhr, wie ich heute in der Orthopress gelesen habe, hat das vielleicht hier jemand schon hinter sich, wenn ja hilft und vor allem ist dieser Effekt dauerhaft oder vorübergehend, über weitere Auskünfte würd ich mich sehr freuen.
Liebe Grüsse: Achilles
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Werde nachher mal die Physiotherapeutin fragen. Aber ich meine mich daran zu erinnern, irgendwo gelesen zu haben, dass die Myogelosen nicht bildgebend darzustellen sind.ulaschatz hat geschrieben:Müsste man nicht bei einer Ultraschalluntersuchung etwas erkennen?
Das würde ich Dir auf alle Fälle raten!Achilles hat geschrieben:oder lieber gleich zum Schmerztherapeuten, der mir wahrscheinlich auch längerfristig zur Seite stehen wird,
Du hast ja die Diskussion mit dem Katadolon im anderen Post mitbekommen. Danach ist die Wirkung sehr individuell, was auch mein Therapeut bestätigt. Es gibt bei ihm Patienten, bei denen es überhaupt nicht wirkt.
Mein Therapeut hat vorgestern beim ersten Quaddeln (hat noch nicht viel gebracht) auf Anfrage gesagt, dass die Normal-Dosis 3x 1 Tablette ist und eine "normale" Therapiedauer ca. 3-4 Monate dauert. Das Risiko der Leberwerterhöhung sieht er als gering an, wenngleich auch unbedingt eine Analyse gemacht werden muss. Auch das Suchtpotential ist sehr gering.
Ich stehe ja nun auch am Anfang der Myogelosentherapie und ich kann bezüglich Katadolon Einnahme nur sagen, dass ich nicht das Gefühl habe, einen "Hammer einzuwerfen". (Iboprufen 600 hat für mich eine härtere Wirkung).
Es belebt mich leicht, lässt die Mittagsmüdigkeit verschwinden, verbessert den Schlaf um eine Stufe und reduziert leicht den vermutlichen durch die Myogelosen verursachten Dauerschmerz um eine Stufe. (von 3 auf 2).
Ausserdem habe ich morgens beim Aufstehen auch eine Schmerz-Reduzierung von 2 auf fast 0.
Ich denke, dass bei einem höheren Schmerzpotiental die Wirkung und die emotionale Komponente auch sicherlich anders bewertet wird.
Das kann schon sein. Ab und zu wird ja hier die statische Komponente von Schroth als Nachteil beschrieben. Deswegen suche ich den Ausgleich im Fitness-Training, dass gegnüber Schroth ja deutlich dynamischer ist, aber schliesslich auch nicht den dynamischen Bewegungsablauf des Alltags wiederspiegelt. Und in Bad Salzungen gibt es nicht umsonst zusätzlich ganz andere Übungen nachmittags auf der Terrasse.Achilles hat geschrieben:"Insbesondere eine übermässige statische (isometrische) Museklbeanspruchung fördert die Ausbildung der Muskelhärten"
Stosswellentherapie nach Burmeister habe ich früher auch mal gelesen. Werde nochmal googeln, aber das ist immer eine finanzielle Angelegenheit. Zumindest die normale Stosswellentherapie hatte damals keine Myogelosen als Indikation.
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Also es ist definitiv so, dass Myogelosen nicht darstellbar sind.Klaus hat geschrieben:ulaschatz hat folgendes geschrieben:
Müsste man nicht bei einer Ultraschalluntersuchung etwas erkennen?
Werde nachher mal die Physiotherapeutin fragen. Aber ich meine mich daran zu erinnern, irgendwo gelesen zu haben, dass die Myogelosen nicht bildgebend darzustellen sind.
Übrigens hat gestern eine andere Therapeutin in der selben Praxis auf einer breiten Liege über mir gehockt und intensiv mit dem Stäbchen und ihrem Körpergewicht die Muskulatur bearbeitet.
Das hat unheimlich gut getan, obwohl immer wieder besorgt gefragt wurde, ob ich das denn aushalten kann.
Hinterher habe ich mir mal wieder intensiv Gedanken über Schroth/Fitness und Muskelverspannungen gemacht.
Im Grunde genommen ein Widerspruch, weil hier ein Teufelskreis entsteht.
Eigentlich müsste man hier die dehnende Komponente bei Schroth überbetonen.
Gruss
Klaus
