Soll ich mich operieren lassen oder nicht?

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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Papiertigerlein
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Soll ich mich operieren lassen oder nicht?

Beitrag von Papiertigerlein »

Ich bin vor 25 und 27 Jahren in Dresden nach Zielke operiert worden (Stab + Schrauben). Bis vor ca. 7 oder 8 Jahren ging das alles ganz gut - keine Probleme und nix. Und dann fingen die Schmerzen schleichend an ... und werden seit dem immer mehr.

Ich war jetzt auf Empfehlung bei Dr. Hoffmann in Leonberg und heraus kam folgende Diagnose: Ablösung/Bruch des Stabes im Brustbereich (3 Schrauben), im letzten Wirbel (Steissbein) eine Pseudoarthrose. Einzige Möglichkeit der Schmerzreduzierung bzw. -freiheit wäre eine OP. Oben den Stab "abknipsen" und unten den letzten Wirbel noch mal richtig verplatten.

Für mich ist aber immer noch die Frage, ob die Schmerzen im Schulterblatt - strahlt bis unter die Brust aus (Druck auf die Rippen lässt mich immer eine Rippenbogenentzündung vermuten). Und deshalb weiss ich nicht ob das wirklich davon kommt oder ... was weiss ich wovon?

Und eine Pseudoarthrose bildet sich doch innerhalb der ersten 5 Jahre nach einer OP - warum erst nach 15 - 20 Jahren? Das ist mir auch noch schleierhaft.

Jetzt stellt sich die Frage ob ich da an mir herumschnipseln lasse oder nicht. Hier finde ich keinen kompetenten Arzt - mein bisheriger Orthopäde wäre sicherlich eingeschnappt wenn er erfahren würde, dass ich nach Leonberg gefahren bin ... ich bin also wirklich ratlos. Vor allen Dingen bin ich ja ab und an sogar mal einen Tag schmerzfrei - total schmerzfrei (na gut, so vielleicht 4 oder 5 Tage im Monat). Wenn ich einen Ausweg finden würde nehme ich ihn.

Am 15. 12. hab ich einen Termin in Leonberg, da ist auch Prof. Halm. Mal sehen ... aber ich tendiere hin und her und mache ein Wechselbad der Gefühle durch. Zumal die ersten beiden OP`s alles an Komplikationen mit sich brachten die man sich ausdenken kann ...

Wäre schön wenn ihr mir - genau wie in Stonis Forum - bei der Entscheidung helfen könnten.
Papiertigerlein
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Toni
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Beitrag von Toni »

Hallo Papiertigerlein
ich weis GANZ SICHER, daß Dr. Hoffmann NICHT OP-geil ist.
Wenn Dr. Hoffmann, der schon hunderte bis tausende Operierte und Nichtoperierte befundet, beraten und behandelt hat, DIR zu diesem Schritt rät, dann kannst Du mit höchster Wahrscheinlichkeit annehmen daß dies der richtige Weg ist.

Dr. Hoffmann sind auch die Fälle gut bekannt und bewusst, die mit den OP-Ergebnissen auch aus Neustadt nicht glücklich und zufrieden sind.

Dr. Hoffmann wird immer ZUERST einen konservativen Weg vorschlagen, wenn er eine Chance für einen wenn auch nur minimalen Erfolg sieht.
Und bei OP´s bevorzugt er kleine und minimale Lösungen ( ein Grund warum er ungerne jemand zur WWK schickt und auch manchmal zurückhaltend ist jemand zu seinem "Freund Henry" zu schicken.

Aber wenn er Prof. Halm für Dich als Problemlöser sieht, dann kannst Du nur entweder vertrauensvoll und zuversichtlich diesen Weg gehen oder Du musst Dir jemand noch besseren und kompetenteren suchen, der Dir einen noch besseren Vorschlag macht, was Dir schwerfallen dürfte.
Wen Du den Termin mit Halm und Hoffmann wahrnimmst musst Du ja auch noch nicht sofort zustimmen und unterschreiben.
Eine OP kann man noch auf der Rollpritsche auf dem Weg in den OP absagen!
Aber versuch selbst cool zu bleiben und warte erst mal ab was der "coole Henry" Dir raten wird.
Gruß Toni
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Papiertigerlein
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Beitrag von Papiertigerlein »

Hihi, der "coole Henry" ... dann werd ich mal sehen. Hoffentlich hat er genug Zeit mir die Fragen zu beantworten, die ich vor lauter Panik bei Dr. Hoffmann vergessen habe. Doc Hoffmann meinte schon in der WWK würde man mir das ganze Instrumentarium wieder rausholen - und das will ich ja nicht. Ich will so wenig wie möglich bei mir machen lassen.

Ich bin eben so skeptisch weil ich ja nun schon etwas "älter" bin (40) - und ich viele Leute kenne, die in diesem alter mit massivsten Problemen nach Wirbelsäulen-OP`s zu kämpfen haben. Und ich will ja schließlich weiter arbeiten gehen - arbeite Vollzeit + Überstunden etc. - und fühl mich pudelwohl dabei (also, ich meine, die Arbeit macht mir Spaß - pudelwohl würde ich mich ohne SChmerzen fühlen).

Ich weiss ja, alle sagen, dass Doc Hoffmann immer erst konservativ behandeln will - nur eben bei mir gibt/gäbe es da keine Möglichkeit - und ich hatte so drauf gehofft.

Hoffentlich fall ich da nicht soo lange aus in der Arbeit - andererseits war ich noch nie nie nie wegen meiner Wirbelsäule krank ausser als ich von der Leiter in der Arbeit gefallen bin (ich musste eben Akten unbedingt selber runterwürgen) und zur Reha ...
Papiertigerlein
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo Papiertigerlein,

herzlich willkommen hier. :)

Du musst abwägen, ob du weiter mit den Schmerzen leben willst oder das OP-Risiko eingehst, dafür aber auch die Chance bekommst, dass es dir hinterher besser geht.

Problem ist ja auch, je länger du wartest, desto problematischer KANN die OP werden. So wie ich das verstanden habe, wre es "nur" ein kleiner Eingriff. Aber ich verstehe es schon, niemand lässt sich gern an der Wirbelsäule rumschnippseln.

Den Termin am 15.12. würde ich auf jeden Fall wahrnehmen, schreibe dir alle Fragen auf und nimm sie mit!

Alles Gute für deine Entscheidung!

Dalia
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
Papiertigerlein
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Beitrag von Papiertigerlein »

Ja, klar fahr ich da am 15. Dezember bin. Der Fragenkatalog wird auch immer länger (ich liieeebe Listen). Doc Hoffmann hat auch schon gelacht als ich auf jede seiner Fragen meine Liste gezückt habe und alles pedantisch vorgelesen habe (Beschwerden, was hat bisher geholfen).

Ich weiss nicht ob es ein kleiner Eingriff ist ... ich habe seit meinen OP`s eine Ärzte- und Krankenhausphobie (wirklich).

Noch hab ich ja ein wenig Zeit - aber schlüssig bin ich mir nicht. Zumindest ist es gut zu wissen das es wahrscheinlich keine besseren Ärzte hier in Deutschland gibt ....
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Beitrag von froggie71 »

Hallo Papiertigerlein!
Endlich taucht hier auch mal jemand auf, der Erfahrungen in Dresden gemacht hat ;D . Ich war auch dort - zwischen 1981 und 1983 immer wieder. Wann warst du denn dort und wer hat dich operiert?
Bei mir hat 1983 OA Schulze Hand angelegt. Aber damals war auch noch Prof. Hellinger am Werk.
Wenn du möchtest, kannst du mir ja mal eine PN schicken! Ich würde mich wirklich freuen, wenn ich mich mal mit jemand aus der alten Dresdner Zeit austausen kann. Du müsstest doch da auch auf der 30 c gelegen haben? Huiiii, ich bin ja jetzt voll gespannt! :D
Ich bin nach 22 Jahren Harrington weitgehend beschwerdefrei, abgesehnen von ein paar kleinen Zipperleins hin und wieder. Wenn ich da so Sachen wie Stabbruch lese, krieg ich immer eine Gänsehaut!! Hast du das irgendwie gemerkt oder kamen die Schmerzen erst später?? Naja, ich war ja auch erst neulich bei Doc. Hoffmann, und gottseidank - es ist alles noch da wo es hingehört :zustimm: .
Ich wünsch dir jedenfalls schon jetzt mal alles Gute, was immer auch kommt!
Grüßle.
froggie :jump:
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Papiertigerlein
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Beitrag von Papiertigerlein »

Hey, hallo Froggie, ich wette wir sind uns schon begegnet ... ganz sicher!!! Klar lag ich auf der 30 c - kannst du dich noch an die blöde Schwester Helga erinnern? Was hat ich für einen Schiss vor der. Aber die Terasse war cool - da konnte man sich mit Jungs treffen ;D ;D
Ich hatte 8 Jahre das große Korsett - und da ich ja ziemlich wild war ist ständig der Stab gebrochen - ich war also alle 3 - 4 Wochen für 3 Tage dort - mindestens. Naja, dann kannte ich alle. Ich war die, die abends immer die Geschichten erfinden musste da ich eine blühende Fantasie hatte .... ansonsten war ich ziemlich zimperlich ... und hab auch öfter geheult ;( ;( ;(

Bei mir hat beide Male Prof. Hellinger "Hand angelegt" - ich war seine Weltneuheit - da hat man beide Stäbe irgendwie miteinander verbunden.

Bei mir kamen die Schmerzen so nach 20 Jahren fingen sie an und steigerten sich jetzt immer mehr. Ich bin allerdings nach Zielke operiert - also VDS. Ist ja noch mal was anderes als Harrington (meine SChwester ist nach Harrington operiert - die kennst du bestimmt auch).

Find ich ja witzig - endlich jemand aus der Dresdner Zeit. War vor kurzem mal dort meine Unterlagen holen. ;D ;D

Morgen hab ich noch ein wenig mehr Zeit - jetzt ruft der Bettzipfel ... aber endlich mal jemand aus der Dresdner Zeit. Wo wohnst du denn jetzt??

Liebe Grüße
Papiertigerlein
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Beitrag von froggie71 »

Hallo Papiertigerlein!
Ich wohne jetzt in der Nähe von Stuttgart. Hab es also gar nicht mehr weit, bis zum Godvather :flehan: of Skoliosen!! Eigentlich schade, dass ich erst so spät auf dieses Forum aufmerksam geworden bin. Da hätte ich schon eher mal nach Leonberg fahren können. Aber es war ja nicht zu spät. Alles andere zu Dresden und so, schreibe ich dir in einer PN. Wäre hier in deinem Thread wohl eher etwas fehlplatziert.
Ich würde mich freuen, wenn du vielleicht mal drauf antwortest.
Bis denne!
Grüßle.
froggie :jump:
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