jetzt weiß ich auch, wo ich Deinen Namen schon mal gelesen habe..... Du hattest einen Thread zu Skoliose und Pulsuhr geschrieben. Ich hatte da geantwortet..... Wir scheinen ähnliche Verkrümmungen zu haben und können trotzdem damit gut leben und Sport treiben
Den Bericht zur verminderten Größe eines Skoliotikers habe ich in dem Schroth-Buch gefunden. Es ist übrigens das Buch von Christa Lehnert-Schroth "Dreidimensionale Skoliosebehandlung". Auf der Homepage des Forums ist es auch abgebildet. Das Buch hatte ich mir vor 7 Jahren mal gekauft, weil ich ja wieder Schoth-KG machen und einfach mal Theorie nachlesen wollte. Darin sind auch viele Bilder mit Übungsanleitungen. Hat damals aber schon 98,- DM gekostet!!! Die Theorie ist allerdings manchmal schwer verständlich und wer noch nie was mit Schroth zu tun hatte, kann es sich damit auch nicht erarbeiten. Ist zu komplex. Aber für mich so zum Auffrischen nicht schlecht.
Ich zitiere jetzt aus dem Buch und liebe Administratoren...... wenn Ihr das schöner gestalten könnt, dann wäre ich Euch dankbar. Da führe ich neben dem Text noch eine Tabelle auf und ich weiß nicht, wie ich hier eine Tabelle einfügen bzw. machen kann, deswegen schreibe ich die Werte einfach untereinander. Danke!!!
Errechnung des Längenverlustes der Wirbelsäule bei Skoliose in Relation zur Vitalkapazität (aus "Dreidimensionale Skoliosebehandlung" von Christa Lehnert-Schroth)
Zur Feststellung der Vitalkapazitätsgröße wird bei Erwachsenen die Körperlänge als Bezugspunkt herangezogen. (....)
Beim Skoliotiker hat sich dieser wichtigste Bezugspunkt zur Festlegung des Sollwertes für den Lungeninhalt verändert, denn die seitlich gekrümmte Wirbelsäule mit der Rotation bzw. Torsion und entsprechenden Rippenkorbveränderungen bewirken einen Höhenverlust mit Einengung des Lungenraumes. Funktionell unterstützt auch das Zwerchfell diese Fehlform (s. Abschnitt: Das skoliotische Atemmuster).
Um einen theoretischen Wert der Vitalkapazität festzulegen, den der Patient bei gerader Wirbelsäule haben müsste, haben wir Wirbelsäulenmessungen am Röntgenbild durchgeführt. Rotation, Torsion und Rippendeformitäten wurden nicht berücksichtigt. Der Bogenverlauf wurde etwa in der Mitte der Wirbelkörper umfahren und die lotrechte Strecke zwischen dem kaudalen und dem kranialen Punkt des Bogens gemessen. Alsdann wurde das Bandmaß straff gezogen und die Differenz ermittelt, die zur Aussage über den entstandenen Höhenverlust dient.
Diese Messungen wurden am BWS- und am LWS-Bogen gesondert durchgeführt, da ein einzelner WS-Bogen von z.B. 100° COBB eine stärkere Zusammensinterung aufweist als zwei Biegungen von je 50° COBB.
Nun suchten wir auch eine Relation zwischen den Winkelmaßen und dem Körperlängenverlust.
Die in Tab. 2 (ist am Ende des Berichtes aufgeführt) angegebenen Werte beziehen sich nur auf den BWS-Bogen (= Verkürzung und Einengung des Brustkorbes). Es sind Wahrscheinlichkeitswerte. (....). Die "theoretische Körperlänge" erhält man jedoch erst, wenn die Werte des BWS- sowie des LWS-Bogens zusammengezählt und der derzeitigen Körperlänge hinzugerechnet werden.
(.....)
Tab. 2: Ungefährwerte für die Relation der Skoliosewinkel zur Verkürzung des Oberkörpers:
20 Grad 1 cm
25 Grad 1 cm
30 Grad 1,5 cm
35 Grad 1,5 cm
40 Grad 2 cm
45 Grad 2,5 cm
50 Grad 3 cm
55 Grad 3,5 cm
60 Grad 4 cm
65 Grad 4,5 cm
70 Grad 5 cm
75 Grad 5,5 cm
80 Grad 6,5 cm
85 Grad 7 cm
90 Grad 8 cm
95 Grad 8,5 cm
100 Grad 9 cm
105 Grad 9,5 cm
110 Grad 10 cm
115 Grad 11 cm
120 Grad 12 cm
125 Grad 12,5 cm
130 Grad 13 cm
135 Grad 14 cm
140 Grad 15 cm
145 Grad 16 cm
150 Grad 17 cm
So, der Bericht wäre geschafft
In meinem Beispiel wären das im BWS-Bogen 90° (8 cm) und im LWS-Bogen 58° (~ 4 cm). Da ich 1,59 m groß bin, wäre ich mit einer geraden Wirbelsäule dann 12 cm größer, also 1,71 m groß. Da lag ich mit den geschätzen 10 cm ja gar nicht schlecht!!!
Ich hoffe, ich konnte Dir, Sabona, helfen.
Viele Grüße,
Bommenate





