ich bin 32 Jahre alt. Dass ich Skoliose habe, weiß ich seit meinem ca. 12. Lebensjahr. Ausgemessen wurde es nicht. Ich bekam eine ekelige Gipsschale, in die ich mich nachts hineinlegen mußte. Außerdem bekam ich ein paar KG-Stunden. Das wars. Schmerzen habe ich seitdem sporadisch, monatelang mal gar nichts, dann wieder täglich. Hängt bei mir stark mit meiner Anspannung zusammen bei Stress und Hektik und bei handtätlichen Arbeiten wie Bügeln, Kochen, Putzen. Am nächsten Morgen sind die Schmerzen aber zunächst mal wieder weg.
Vor einem Jahr hatte ich mir durch einen Husten Wirbel im BWS Bereich blockiert. Die daraus resultierenden Schmerzen waren nach zwei Wochen dank Tabletten verschwunden. Nach dem Vorfall haben meine sporadischen Schmerzen zugenommen. Vor knapp zwei Monaten hatte ich wieder einen Husten und das gleiche Prozedere nochmal. Diesmal sind die Schmerzen ziemlich hartnäckig und mein Orthopäde ist langsam aber merklich ratlos geworden. Aber das ist jetzt erstmal Nebensache.
Er hat bei mir Skoliose, Kyphose, Lordose im Lenden- und Halsbereich - bitte entschuldigt meine laienhafte Beschreibung, mehr konnte ich mir nicht merken - festgestellt. Ausgemessen wurde bislang nichts. Ich denke aber, zumindest die Skoliose liegt im 20° Bereich, fällt nur durch leicht niedrigere rechte Schulter und leichte ungleiche Hüfte auf. Die Kyphose ist beim Bücken und Krummsitzen sichtbar. Alles also sicherlich im Rahmen des Erträglichen, zumindest rein äußerlich.
Dennoch mache ich mir langsam Sorgen, die Beschwerden nehmen doch merklich zu. Mein Orthopäde meint, ändern könnte ich jetzt nichts mehr, einmal in der Woche Sport machen reicht aus um den Zustand nicht zu verschlimmern.
Da mir die Aussage aber nicht reicht, habe ich mich im Internet auf die Suche nach Infos gemacht und dieses Forum gefunden - zum Glück. Hier steht ja reichlich über Therapiemöglichkeiten auch für Erwachsene drin. Ich habe meinen Orthopäden noch einmal darauf angesprochen, speziell auf die SCHROTH Therapie. Aber davon hält er überhaupt nichts. Er hätte selber einmal einen Fortbildungskurs für Physiotherapeuten in Sachen SCHROTH mitgemacht. Das macht er wohl immer, weil er wissen möchte, was er so an KG verschreibt. Na, jedenfalls hält er wie schon gesagt nichts davon, weil die Übungen nichts bringen würden und wenn überhaupt, dann nur, wenn diese konsequent lebenslang zu Hause täglich durchgeführt werden. Und das hält keiner durch.
Was ist Eure Meinung dazu?
Glaubt ihr, dass bei meinen geringen Symptomen eine KG verschrieben werden kann oder sollte?
Wäre vielleicht sogar ein Kuraufenthalt möglich und sinnvoll?
Ich bin mir bei alledem nicht sicher und möchte, bevor ich meinen Orthopäden, der alles ein bisschen runterspielt - aber ansonsten echt supernett und hilfsbereit ist - darauf anspreche.
Danke, dass Ihr meinen langen Text geduldig durchgelesen habt und hoffe auf Rückmeldung.
Einen schönen Tag wünscht
mmchen


