Folgeerkrankung: Hüftarthrose

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mausi138
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Folgeerkrankung: Hüftarthrose

Beitrag von mausi138 »

Hallo,

Ich hoffe dass ihr mir (oder besser meiner Mutter) helfen könnt.
Also, meine Mutter hat eine starke Hüftarthrose und dadurch starke Schmerzen. Die Hüftarthrose ist schon seit ein paar Jahren bekannt. Die Schmerzen waren im Winter immer viel schlimmer wie im Sommer, aber der letzte Winter war besonders Schmerzhaft. Ich habe ihr den Tipp gegeben mal zu Dr. Hoffmann zu gehen. Er hat nicht nur ihre Hüfte sondern auch ihre Ws geröngt und festgestellt, dass sie eine leichte bis mittlere Skoliose hat (den genauen Winkel hat er nicht ausgemessen). Meine Mutter hat Spritzen von ihm bekommen, einmal Schmerzspritzen und dann noch welche, die das Gelenkwachstum anregen sollen. Das hat auch ganz gut geklappt, auf den Röntgenbildern war zu sehen, dass sich der Spalt wieder etwas geöffnet hat, aber an den Schmerzen hat das leider nichts geändert. Sie geht zur Krankengymnastik, lässt sich bei Dr. Hoffmann "strecken", macht Akkupunktur, Osteopathie, Fango, Muskelentspannungsbäder, Wärmflaschen, sie nimmt Muschelkonzentrat in Form von Tabletten und dann noch Tabletten die die Nervenbahnen beruhigen sollen. Dann hat sie noch einen Beckenschiefstand und eine Beinlängendifferenz.
Wisst ihr ob es auch so ein Forum für Hüftarthrose gibt, oder habt ihr noch Tipps was sie machen könnte, damit die Schmerzen weniger werden?

Liebe Grüße,
Christina
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Silas
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Beitrag von Silas »

Hallo Christina,

Hüftarthrose ist eine böse Sache... v. a. weil man recht wenig tun kann, sobald diese weiter fortgeschritten ist.

Manchmal sind Thermalbäder wohltuend, manchmal tut Kälte gut, ganz wichtig ist natürlich regelmäßige KG, um die Muskulatur und die Knochensubstanz zu kräftigen.

Wie alt ist denn Deine Mutter? Wie steht sie zum Thema künstliches Hüftgelenk?

Ein Kollege lebt glücklich und schmerzfrei mit 2 Hüftgelenksimplantaten, er hat sogar mit diesen jahrelang in der Regionalliga Fussball gespielt !

Mit solch einem "Ersatzteil" kann man heute sehr gut leben, aber auch hier gilt wie bei Skoliose-OPs, dass man sich an eine erfahrene Klinik wenden sollte.

Eine Hüftgelenksarthrose wird de facto nicht mehr besser, auch wenn sich manche Menschen nach verschiedensten Behandlungen subjektiv besser fühlen.

Viele Grüße
Silas
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SteffiH
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Beitrag von SteffiH »

Hallo Christina, Silas
man sollte allerdings bei einem künstlichen Hüftgelenk bedenken, daß dessen Haltbarkeit von der Belastung abhängt.
Wird dieses künstliche Gelenk sehr stark beansprucht. so kann dieses schon nach 10 Jahren verschlissen sein und muß wieder ausgetauscht werden - so wurde der Eingriff meiner Mutter erklärt als sie vor ca. 16 Jahren ein künstliches Hüftgelenk bekam.
Dies sollte man vor so einer OP auch bedenken.

LG Steffi
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Hallo! Versuchs doch mal beim deutschen Arthrose-Forum. Da gibts ne ganze Menge Hüftarthrosen!
Die Adresse lautet www.deutsches-arthrose-forum.de
Grüßle
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mausi138
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Beitrag von mausi138 »

Hallo,

Dr.Hoffmann hat letztes Mal zu meiner Mutter gesagt, dass eine Op wahrscheinlich gar keine Schmerzfreiheit bewirken könnte, da ihre Schmerzen lt. Dr . Hoffmann nicht vom Gelenk (der Spalt hat sich ja durch die Spritzen wieder geöffnet), sondern von Muskeln, Sehnen, Nerven und von der Knochenhaut kommen. Meine Mutter ist anfang 50 und möchte die Op natürlich noch Herauszögern, denn so ein künstliches Gelenk hält ja leider auch nicht ewig :( .

Danke für den Link! Wir werden uns da mal einlesen.

Liebe Grüße,
Christina
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Silas
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Beitrag von Silas »

Mit der Haltbarkeit war das bis vor einigen Jahren wirklich ein großes Problem.

Heute gibt es allerdings Werkstoffe, die nahezu unbegrenzte Haltbarkeit versprechen - ein entsprechendes "Studienobjekt", dass seit einigen Monaten entsprechend nachgerüstet wurde, sitzt ja ein Büro weiter. Er ist immer noch Fußball-Leistungssportler und ich werde Euch berichten, falls Probleme auftreten, was ich aber nicht erwarte.

@ Christina:
Das Problem mit den schmerzenden Sehnen- und Bänderansatzstellen ist auch mein großes Problem.
Das einzige, was mir Erleichterung verschafft hat, sind MBT-Schuhe.
Ansonsten sahen meine wiederholten Besuche bei bislang 5 Orthopäden immer so aus: "Ich kann Ihnen jetzt Spritzen geben, aber das hilft dann eh nur kurzfristig. Ansonsten kann man außer Krankengymnastik nicht viel machen."

Beim Spritzen durch die Fettschicht ist es Glücksache, ob man in die Nähe der Schmerzpunkte trifft, deshalb habe ich das mittlerweile aufgegeben. Andererseits sollte man bei solchen Spritzen den psychologischen Effekt nicht vernachlässigen: meine Oma fühlt sich noch monatelang danach viel besser, obwohl Ihre Bewegungsmuster etwas anderes vermuten lassen.

Das ist wirklich eine ganz blöde Geschichte, da einerseits Bewegung Muskeln und Knochen aufbaut, andererseits Bewegung die Sehnen und Bänder, die wahrscheinlich in irgendeiner Form durch Fehlbelastung überansprucht sind, noch mehr ärgert.

Man kann noch einen Versuch mit Diclofenac- und Cortisontabletten versuchen, was helfen könnte, falls es sich um eine Entzündung handelt.

Falls Deine Mutter eine Patent-Lösung findet, bitte hier posten, wäre sehr interessant für mich zu wissen ;)

Ich wünsche Deiner Mutter auf jeden Fall gute Besserung.

Viele Grüße
Silas
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Hallo! Zum Thema MBT-Schuhe wird aktuell unter "Spitze Schuhe mit Absatz" ausführlich diskutiert, da kannst du einiges über diese Schuhe erfahren. Mich selbst hat diese Diskussion so neugierig gemacht, dass ich mich gerade selbst auf der Suche nach solchen Schuhen befinde. Zum Thema Schmerzbekämpfung: ich leide selbst unter sehr schmerzhafter Wirbelsäulenarthrose. Vor zwei Wochen habe ich wegen einem anderem akuten Leiden hohe Dosen Cortison intravenös erhalten. Ein positiver Nebeneffekt war, dass die Rückenschmerzen dabei gänzlich verschwanden. Allerdings kehrten sie wenige Tage nach der letzten Cortison-Dosis wieder zurück. Ich halte dies also vor allem als Dauerlösung für sehr fraglich. Zum Thema Diclofenac kann ich sagen, dass dies tatsächlich ein helfendes Schmerzmittel ist. Meine Oma (ebenfalls Hüftarthrose) kommt ohne Voltaren (Tabletten, Wirkstoff Diclofenac) gar nicht mehr aus dem Haus. Die Stiftung Warentest hat allerdings kürzlich Schmerzmittel getestet. Ich glaube, der beste Wirkstoff hieß Naproxen, ich guck das aber gleich nochmal nach. Jedenfalls läuft da gerade auch Werbung im Fernsehen, ich glaube von Dolormin. Schmerzmittel sollten aber nur im Notfall eingenommen werden!!
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

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Beitrag von mausi138 »

Hallo,

es ist leider so, dass meine Mutter ohne Schmerzmittel fast gar nicht mehr auskommt. Und auch mit Schmerzmitteln ist für sie der Haushalt nur mit Mühe zu bewältigen. Sie nimmt übrigens noch ein Medikamt, dass Rantudil heißt, dass ist ein Entzündungshemmer und ein Schmerzmittel. Mal schauen was die nächsten Wochen so bringen. Zum Glück wird es ja bald wieder wärmer.

Liebe Grüße,
Christina
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Re: Folgeerkrankung: Hüftarthrose

Beitrag von Mike_im_Tor »

Hallo,
ich habe mich seit kurzem auch mit dem Thema Hüftarthrose auseinandergesetzt weil es bei mir diagnostiziert wurde! ;(
Auf diesen Seiten habe ich eine Menge Infos zu den Folgeerkrankungen http://www.dr-gumpert.de/html/hueftarthrose_folgen.html gefunden.
Den Arzt gibt es auch wirklich.
Kennt sich jemand mit erfolgreichen konservativen Methoden aus?
Grüße
Mike
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Klaus
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Re: Folgeerkrankung: Hüftarthrose

Beitrag von Klaus »

Hallo mike,

Du reagierst auf einen 6 Jahre alten Thread.
Kennt sich jemand mit erfolgreichen konservativen Methoden aus?
Hier im Forum geht es in erster Linie um Fehlstellungen wie Skoliose und Hyperkyphose!

Gruss
Klaus
Mike_im_Tor
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Re: Folgeerkrankung: Hüftarthrose

Beitrag von Mike_im_Tor »

Hallo,
danke!
Das habe ich völlig übersehen, ich bin bei der Suche auf diese Seite gestoßen und habe nicht auf das Datum geachtet.
Da kann ich wohl nichts erreichen!!
Ich werde mir eine Diskussion suchen die aktuell ist.

Grüße
Mike
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