Stimmbänder

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
Antworten
Freya

Stimmbänder

Beitrag von Freya »

Etwas ungewöhnliche Frage, aber leiden von Euch einige auch unter Stimmbänderknötchen (weiche und harte), Kehlkofentzündungen oder ähnliches? Habe mir gedacht, daß es vielleicht auch mit stärkeren Skoliosen (operierten oder durch Korsett fixierten) zusammenhängen mag. Haben viele von Euch weiblichen Skolis eine tiefe Stimme, welche so ab dem 13/14 Lebensjahr entwickelt eben im Vergleich zu Freundinnen als eher tief einzuschätzen wäre. Spreche über sowas gerade mit meinem Logopäden und der läßt da keinen Aspekt aus. Viele Stimmstörungen entwickeln sich ja eben aus langjähriger falschen Produktion von Lauten heraus, was wiederrum mit der Atmung- und Atemtechnik zusammenhängt.
Benutzeravatar
Dalia
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 10332
Registriert: So, 10.08.2003 - 12:48
Geschlecht: weiblich
Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
Wohnort: NRW

Beitrag von Dalia »

Nach meiner Einschätzung ist meine Stimme erhöht, ich habe allerdings auch eine teilweise Stimmbandlähmung. Dank Logopädie wurde sie etwas tiefer. :D Ich trug ein Korsett vom 9. bis zum 19. Lebensjahr. Mit den Stimmbändern hatte ich sonst nie Probleme.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
freya

Danke und Zusammenhang

Beitrag von freya »

Danke Dalia für Deine Einschätzung; Glücklicherweise waren hier gerade zeitgleich die Threads zu Lungenvolumen und Herz/Lungediagnostik gepostet, so denke ich daß alles wohl mit der Atmung zusammenhängen mag und somit habe ich auch meine Stimme jahrelang durch falsche Nutzung massakriert! Nun weiß ich, welche Anhatspunkte ich den Fachärzten geben kann, denn außer dem Logopäden hat keiner von sich aus "ganzheitliche" Ansätze. Danke Dir und allem hier in Forum!
Trixi
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 67
Registriert: Di, 16.03.2004 - 16:03
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Thorakolumbalskoliose, BWS 54 Grad, LWS 50 Grad
Therapie: Rahmouni Korsetts seit 2004
Reha Bad Sobernheim
Versteifung L5/S1, 2 x Bandscheiben OP
Wohnort: Oberösterreich

Beitrag von Trixi »

Einen definitiven Zusammenhang zwischen Skoliose und Stimmbandknötchen gibt es nicht.
Es ist jedoch so, dass sich Verspannungen im Rücken, Hals und Nackenbereich negativ auf die Stimmbänder auswirken. Das heißt Verspannungen in der großen Muskulatur wirken sich automatisch auf die kleine Muskulatur im Kehlkopf aus.
Weiters besteht eine Verbindung der Stimmbänder mit der Luftröhre, und durch die Luftröhre mit dem Zwerchfell. Die Stimmbänder können nur optimal arbeiten, wenn sich das Zwerchfell bei der Einatmung nach unten ausdehnt, und somit den gesamten Kehlkopf mit nach unten verschiebt. Passiert das nicht (bei einer fehlerhaften Atmung) bleibt der Kehlkopf weiter oben und die Stimmbänder müssen mit wesentlich mehr Druck arbeiten um das selbe Ergebnis zu bekommen.
Meist merkt man das an einer zu hohen eher seltener auch an einer zu tiefen Stimmlage. Wenn dies über Monate besteht kann es zu Stimmlippenknötchen kommen.
Ich hoffe, ich kann dir mit meiner Erklärung weiter helfen!

Lg. Trixi
niki

Beitrag von niki »

Hi Dalia,

das ist doch schlimm mit dem Korsett!!WIe hast du es ausgehalten?????
Gast222

Re: Stimmbänder

Beitrag von Gast222 »

f***
Antworten