OP-Bericht erhalten

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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Damien
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OP-Bericht erhalten

Beitrag von Damien »

Hi,

habe heute endlich eine Kopie des OP-Berichts meine alten Orthopäden erhalten. Leider bin ich gerade bei den Fachlichen Dingen doc nicht so fit wie einige Andere hier, deshalb könnten mir einige der echten Checker hier im Board vielleicht etwas helfen die ganze Geschichte besser zu verstehen :D

[k]ERSTVORSTELLUNG: 27.04.2000
Wirbelsäulensprechstunde WWK
Befund: altersentsprechend guter AZ, EZ und mäßiger TZ der gesamten Muskulatur. Die WS ist Lotgerecht eingestellt bei Schulter und Beckengeradstand. Linkskonvexe thorakale Krümmung mit Rippenbuckelbildung links, rechtskonvexe lumbale Krümmung mit Lendenwulstbildung rechts. FBA 30 cm, Schober 10/13, mäßige Korrektur auf Traktion, unauffälliges Gangbild.

Röntgen: WS inm 2 Ebenen
Ws steht nach rechts um 1cm aus dem Lot bei Schulter und Beckengeradstand, kombinierte Skoliose Typ 1 nach KING mit linkskonvexer thorakaler Krümmung von 42° nach COBB, rechtskonvexe lumbale von 50° COBB, rotation Grad I- II nach NASH und MOE.

Diagnose: Kombiniete Skoliose Typ I nach KING

Therapie: Aufrichtungs-OP wird empfohlen [/k]

Der Befund klingt garnicht so schlecht, denke ich, die Röntgenbilder eher schon. Ich frag mich, ob die Empfehlung zur OP richtig war, poder eher nicht? Wer kann mir den Befund mal etwas genauer erklären, in Hinblick auf "schwere"?


[k]STATIONÄRE BEHANDLUNG 08.08.2000 - 27.09.2000
Diagnose: Idiopathisch kombinierte Kyphoskoliose.
Morbus Scheuermann (hör ich zum ersten mal, dass ich das hatte!!)

Therapie: Dorsale Distraktionsspondylodose (Doppelstab) TH5 bis L3 mit costothorakaler Plastik am 31.08.2000 [/k]

So, dass war eigentlich der Hauptinteressante Teil für mich. Wie weit wurde die WS denn nun genau versteift? Hat da jemand eine Art Schaubild (hab bei Google kein gutes gefunden), oder wie viele Wirbel wurden nun wo versteift, wie viele sind noch frei? Kann man aus dem obigen Text erlesen, welche OP-Methode verwendet wurde???

Zusammendfassend steht da noch (nicht wörtlich):
[k]1997 im Rahmen einer allgemeinen ärztlichen Untersuchung festgestellte Störung des Achsenorgans, es folgte Krankengymnastik, Korsett- oder ähnliche Therapien fanden zu keinem Zeitpunkt statt. Ebefnalls bis zur Diagnosestellung war der Patient sportlich sehr aktiv und spielte Fußball auf Wettkampfniveau. Beschwerden nur nach langem stehen oder sitzen im Bereich der Seitausbiegung sowie im Lumbalbereich.[/k]
Befund: (Was oben noch nicht steht)
[k]Rumpfiniklation ist schmerzfrei bis zu einem FBA von 15cm möglich, hierbei zeigt sich ein Rippenbuckel von 4 cm Höhe, 3cm paravertebral sowie ein Lendenwulst rechtsseitig von 2 cm Höhe und 2cm paravertebral. Hüftgelenke ohne Schmerzangaben gut beweglich, im Bending zeigt sich eine mäßige Flexibilität der thorakalen Seitausbigeung, die thorakale Hyperkyphose bei Morbus Scheuermann zeuigt sich bei der Überstreckung ebenfalls nur mäßig flexibel. [/k]

OP war nach Cotreltherapie und den üblichen Voruntersuchungen (Kenspinn...) am 31.08.2000. Am 6.9 entlassung von der Intensivstation.


Und jetzt, das KORREKTURERGEBNISS:
Röntgen im Korsett:
[k]Rechtskonvexe thorako-lumbale Seitausbigung von 18°, linkskonvexe thorakale Seitausbiegung von 20°gute Horizontalisierung der lumbalen Entvertebra. In der Seitansicht nahezu physiologisches WS-Profil. [/k]

Bei der NAchuntersuchung wurde festgestellt (6 Monate später), dass das Ergebniss sehr gut gehalten werden konnte.

Am 16.09.2002 wurde das Ergebniss weiterhin bestätigt. Aber, die HWS zeigt eine verstärkte Inklination nach vorne mit leichter Hyperlordose im oberen Bereich. im seitlichen Profl steht das Ohr über den medialen Enden der Claviculae.
???????

Ok, das war so da Wichtrigste. Was haben die Forumsprofis für eine Meinung dazu?
Ich hoffe, man kann daraus die OP-Methode ablesen. Für eine genauere Angabe, wieviele Wirbel nun versteift wurden wäreich sehr sehr dankbar :ja:
Zuletzt geändert von Damien am Sa, 07.02.2004 - 13:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: OP-Bericht erhalten

Beitrag von Tomma »

Damien hat geschrieben:Röntgen: WS inm 2 Ebenen
Ws steht nach rechts um 1cm aus dem Lot bei Schulter und Beckengeradstand, kombinierte Skoliose Typ 1 nach KING mit linkskonvexer thorakaler Krümmung von 42° nach COBB, rechtskonvexe lumbale von 50° COBB, rotation Grad I- II nach NASH und MOE.

Therapie: Aufrichtungs-OP wird empfohlen [/k][/color]
Der Befund klingt garnicht so schlecht, denke ich, die Röntgenbilder eher schon. Ich frag mich, ob die Empfehlung zur OP richtig war, poder eher nicht? Wer kann mir den Befund mal etwas genauer erklären, in Hinblick auf "schwere"?
Deine Skoliose war ja gar nicht so stark ausgeprägt. Du hast knapp die Indikationsgrenze zur OP erreicht. Wieso hast du dich denn dann operieren lassen und es nicht mit einem Korsett versucht? Hattest du Schmerzen?
Damien hat geschrieben:Therapie: Dorsale Distraktionsspondylodose (Doppelstab) TH5 bis L3 mit costothorakaler Plastik am 31.08.2000 [/k]

So, dass war eigentlich der Hauptinteressante Teil für mich. Wie weit wurde die WS denn nun genau versteift? Hat da jemand eine Art Schaubild (hab bei Google kein gutes gefunden), oder wie viele Wirbel wurden nun wo versteift, wie viele sind noch frei?(...)
Für eine genauere Angabe, wieviele Wirbel nun versteift wurden wäreich sehr sehr dankbar :ja:
Du wurdest vom 5. Brustwirbel bis zum 3. Lendenwirbel versteift. Das sind insgesamt 11. Wirbel. Das ist schon relativ viel. Du kannst leicht Probleme mit deiner Lendenwirbelsäule bekommen, weil du "unten" nur noch 2 freibewegliche Wirbel hast.
Mach viel Sport und KG. Pflege deine Kurven.
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Damien
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Beitrag von Damien »

Deine Skoliose war ja gar nicht so stark ausgeprägt. Du hast knapp die Indikationsgrenze zur OP erreicht. Wieso hast du dich denn dann operieren lassen und es nicht mit einem Korsett versucht? Hattest du Schmerzen?
Ich hatte damals ja überhaupt keine Ahnung, wurde da zum ersten Mal mit dem Thema Skoliose konfrontiert, hatte 0 Plan ob es nun schlimm war oder nicht, habe mich halt auf die Meinung der Ärzte verlassen. Die sind schöießlich Profis und wissen schon, was sie tun. Das die Wirbel versteift werden wurde mir auch erst 2 Tage vor der OP bei einer persönlichen Besprechung mit dem Operateur gesagt, bis dahin hate ich eine ganz andere Vorstellung wie so eine OP aussieht. Allerdings hieß es auch, Wartezeit beträgt normalerweise 2-3 Jahre, bei mir aber waren es nur wenige Monate, da es sich, laut Ärzten da um einen besonderen Notfall handelte, und weil ich noch so Jung wäre und eine drastische Verschlechterung zu befürchten wäre, wenn nicht bald operiert würde. Als der Arzt dann aber auspackte, die WS würde so und so viel versteift werden, war ich auch echt kurz davor, die ganze Sache abzublasen. Aber ich dachte halt immernoch, die Ärzte da wissen, was sie tun und wenn ich jetzt, wo die "Erlösung" doch so nahe ist einen Rückzuieher machem, könnte ich es später vielleicht bitter bereuen. Die Möglichkeit eines Korsetts statt einer OP wurde vion den Ärzten zu keiner Zeit in Erwägung gezogen, daher wusste ich davon auch nichts (wegen dem doch recht satrken Rippenbuckel hätte es aber wohl auch nicht viel gebracht, oder?)
Ja, Schmerzen hatte ich. Konnte in weichen Sitzen wie z.B. Auto oft nicht länger als 40 Minuten sitzen ohne Schmerzen zu bekommen, gleiches auch beim stehen, darüber hinaus war der starke Rippenbuckel, der durch die OP entfernt werden sollte (und auch super wurde) eine sehr schlimme psychichse Belastung. Die Aussicht, enine optisch makelosen Rücken zu erhalten hat sicherlich auch sehr in die damalige Entscheidung zur OP mit hineingespielt.


Du wurdest vom 5. Brustwirbel bis zum 3. Lendenwirbel versteift. Das sind insgesamt 11. Wirbel. Das ist schon relativ viel. Du kannst leicht Probleme mit deiner Lendenwirbelsäule bekommen, weil du "unten" nur noch 2 freibewegliche Wirbel hast.
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Oh Shit! :eek:
Ich hab bislang gedacht, ich hätte eher eine relativ kurze Versteifungsstrecke im Vergleich zu manch Anderen (die hatten teilweise sogar 2 OP's weil das Implantag zu lang war um es in einer OP unterzubringen). Nurnoch 2 freie LWS-Wirbel? Ich hätte bisher gedacht, es wären wesentlich mehr, weil die Beweglichkeit in der LWS doch noch recht hoch ist. Das ist sehr schlecht ;(
Ich mache viel Sport, ob es das richtige ist, weiß ich abe nicht. Wenn ich mal etwas mehr zeit habe, werd ich mich vielleicht mal wirklich an Schroth versuchen, bislang aber geht es mir ja noch recht gut.
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Beitrag von Toni »

Hallo Damien
Also bist Du Scheuermann & Skoli gleichzeitig, daher eine der relativ seltenen Kyphoskoliosen.
Ich habe mal den bei Dir versteiften Bereich eingerahmt.
Welche OP-Methode, Harrington oder Cotrel/Doubusset oder eine Zielke-Variation wird aus dem OP Bericht leider nicht klar. Vieleicht könnte man das Instrumentarium auf dem RöBi erkennen.
Jedenfalls wurden Dir Rippen entnommen und statt Bandscheiben verwendet.
Gruß Toni
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Beitrag von Dalia »

Damien hat geschrieben:Wenn ich mal etwas mehr zeit habe, werd ich mich vielleicht mal wirklich an Schroth versuchen, bislang aber geht es mir ja noch recht gut.
Hallo Damien, weine nicht über vergossene Milch, sondern sei froh über die, die noch da ist. BITTE fang mit Schroth so bald wie möglich an und nicht erst, wenn Beschwerden beginnen. Und bitte hör' auf, dich zu fragen, ob die OP gut war oder nicht. Hauptsache ist, du fühlst dich jetzt wohl und bist anscheinend zufrieden mit dem Ergebnis! Nur das zählt und versuche das zu erhalten. Du musst deine Wirbelsäule ein Leben lang pflegen, auch wenn du operiert bist. Wenn du nichts tust, kannst du irgendwann Beschwerden bekommen und vielleicht womöglich Korsettträger werden.

Es ist viel besser vorzubeugen als versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Fang jetzt mit Schroth-KG an! Wegen Sport kann ich dir leider nichts raten, da musst du die operierenden Ärzte und andere Operierte fragen.

Wie alt bist du, da die Ärzte sagten, dass du noch so jung seist?

Liebe Grüße,
Dalia
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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BZebra
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Re: OP-Bericht erhalten

Beitrag von BZebra »

Damien hat geschrieben:linkskonvexer thorakaler Krümmung von 42° nach COBB, rechtskonvexe lumbale von 50° COBB, rotation Grad I- II nach NASH und MOE. [...] Ich frag mich, ob die Empfehlung zur OP richtig war, oder eher nicht?
Nein, das war es von der Nutzen-Risiko-Sicht sicher nicht. Sie haben Dich wirklich ausgeschlachtet, gutes Geld mit Dir gemacht. :nein: Aber so geht es vielen Patienten in der WWK.
Damien hat geschrieben:Dorsale Distraktionsspondylodose (Doppelstab) TH5 bis L3 mit costothorakaler Plastik
Bei Versteifungen bis runter zu L4 und L5 (also ein bis zwei Wirbel weiter als bei Dir) geht man ab dem Zeitpunkt der OP sogar schon von einem Behindertengrad von 50% aus, nur weil man in den kommenden Jahren mit einem so starken Verschleiß der freibleibenden Wirbel rechnet, die Prognose also so schlecht ist.

Mach wirklich was.

Und, ich weiß nicht mehr ob ich die Diskussion über die Hyper-Extensionen beim Krafttraining mit Dir hatte. Wenn ja, lass sie sein. So was macht man nicht mit 2 Wirbeln.

Gruß,
BZebra
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Damien
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Beitrag von Damien »

Oh Mann, ich find das jetzt echt besch***en! Eigentlich war ich bis jetzt der festen Überzeugung, die LWS wäre noch nahezu komplett frei (fühlt sich nicht so an, als ob da nurnoch 2 bewegliche Wirbel wären) :(
Dachte eher die BWS wäre bis nach oben versteift, weil da echt garnix mehr geht von den Bewegungen her.
Mit dem Ergebniss an sich, bin ich schon zufrieden, was die korrektur angeht, nicht aber mit den versteiften Wirbeln (wie gesagt, in der Klinik wurde das alles etwas anders dargestellt), ich bin jetzt 22 und darf quasi garnix mehr machen so wie es nun aussieht? Kein Krafttraining mehr, kein Fußball, kein Basketball - nurnoch schwimmen und schrothen? (ich HASSE KG und ich HASSE schwimmen, war schon immer so). Aber so hoch kann der verschleiß doch garnicht sein, immerhin sind in der BWS ja noch einige Wirbel frei, oder etwa nicht? Ist ja schon schlimm genug, dass der ganze Rücken jetzt steif ist, aber das man dadurch noch mehr eingeschränkt ist als vorher ist heftig - hab die OP eigntlich aus genau gegenteiligen Grund gemacht, weil es eben hieß, danach wird alles wieder gut und ein normales Leben wieder, nicht mehr groß drüber nachdenken... ARGH!

Nach dem jetzigen Stand müssten aber doch Übungen im liegen, wie z.B. Bankdrücken, Curls oder Kniebeugen beii denen das Gewicht neben dem Körper gehalten wird und Klimmzüge noch drin sein, oder etwa dass auch nicht?? Als ich damals in der Klinik war, war ich 18, 185 groß und 63Kg "schwer" untergewicht der Sonderklasse, hieß es und es wurde mir sogar von der WWK empfohlen, Muskelaufbau zu machen, die haben da sogar extra einen Raum zum Bankdrücken etc. Ich mach das nun seit 2 Jahren und wiege mittlerweile 75Kg (noch immer zu wenig, aber immerhin eine deutliche Besserung), auch deshalb war die OP bisher noch nicht soo schlimm, weil mit leichten Einschränkungen kann man Leben, aber wenn man das was einem Spaß macht (und laut den Ärzten auch notwendig ist!) garnicht mehr machen kann :boese: :( Ein zusätzliches Problem ist auch, dass ich Ektomorph der Superlative bin, Isometrische Übungen oder KG bringen bei mir was Muskelaufbau angeht ÜBERHAUPTNICHTS, hab es lange genug versucht und 20Kg Untergewicht können ja wohl auch nicht das wahre sein?? Ich dreh hier nochmal durch :<
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Gast

Re: OP-Bericht erhalten

Beitrag von Gast »

Hallo Damien,

ich vergaß noch etwas Wichtiges, das du vielleicht auch noch nicht weißt. Eine operierte Skoliose kann sich auch verschlechtern, wenn auch nicht mehr so schnell wie im unoperierte Zustand. Wenn du deine Skoliose nicht pflegst, bestehen bei dir folgende Risiken:

- Verschlechterung der Skoliose und damit wieder Rippenbuckel
- Beschwerden durch Skoliose und/oder durch die Implantate
- Probleme mit den nicht versteiften Wirbeln
- evt. neue Operation notwendig
- Notwendigkeit eines Korsetts

Bitte, bitte verstehe mich nicht falsch, weil es eine so negative Liste ist. Ich möchte damit deine OP nicht schlechtreden, sondern dir klarmachen, dass du dich nicht ausruhen kannst.

Aber diese Risiken bestehen, wenn du nichts tust. JEDER mit Skoliose ist Risiken ausgesetzt, egal ob operiert oder nicht operiert, und zwar das ganze Leben lang. Solange du jung und vital bist, setze die Energie für eine Wirbelsäulenpflege ein, bis du sie im Alter nicht mehr aufbringen kannst!

Deshalb: BITTE tue deiner operierten Wirbelsäule Gutes, indem du Schroth-KG erlernst und dich um eine skoliosengerechte Haltung im Alltag bemühst. Lasse deine Skoliose in größeren Zeit abständen röntgen, um sie einfach im Auge zu behalten.

Ich z.B. bin nicht operiert und habe jetzt 93 und 98 Grad. Ich habe meine Skoliose ab dem 19. Lebensjahr einfach verdängt und bis auf die wöchentliche KG in der Praxis nichts mehr getan. Ergebnis: 15 Grad Verschlechterung in 10 Jahren trotz ausgewachsener und versteifter Wirbelsäule (sie ist wegen eines Syndrom wenig beweglich). Das war mir eine Lehre. Lerne ruhig aus den Fehlern anderer statt selber welche zu machen! ;)

Du bist doch zufrieden mit dem OP-Erfolg, oder? Also, steck' deine Power in die Wirbelsäulenpflege, damit du bis ins hohe Alter kerzengerade und beschwerdefrei bleiben kannst!

Liebe Grüße,
Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo Damien, ich habe dein Posting erst gelesen, nachdem ich meins abgeschickt hatte. Schroth-KG braucht nicht langweilig zu sein, wenn du eine gute Ausrüstung hast (die fehlt mir übrigens auch noch) und viele verschiedene Übungen kennst. Du kannst auch wunderbar beim Fernsehen schrothen, meinetwegen 15 Minuten lang strecken und entspannen mit Drehwinkelatmung, und die restlichen 15 Minuten machst du auf dem Rücken. Und denke öfter dran, dich gezielt aufzurichten. Das macht auch schon viel aus!

Dalia
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BZebra
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Re: OP-Bericht erhalten

Beitrag von BZebra »

BZebra hat geschrieben:Und, ich weiß nicht mehr ob ich die Diskussion über die Hyper-Extensionen beim Krafttraining mit Dir hatte. Wenn ja, lass sie sein. So was macht man nicht mit 2 Wirbeln.
Also, "lass sie sein" bezieht sich natürlich hier auf die Hyperextensionen. Gegen Krafttraining an sich spricht ganz sicherlich nichts, ist wenn man es richtig macht auch ganz bestimmt gut. Nur würde ich mich halt nicht so unbedingt darauf verlassen damit auch die tiefe stabilisierende Muskulatur zu erreichen. Das schaffst Du mit Schroth sicherlich besser.

Gruß,
BZebra
Damien(uneingeloggt)

Beitrag von Damien(uneingeloggt) »

Naja gut, so toll find ich die Übung eh nicht. Hab sie eh nur gemacht, weil ich ja irgendwas für den unteren Rücken tun muss (und gerade für den!) und sie sicherlich besser sind als Rudern oder Good Mornings. Wie wärs mit "Superman"? der müsste doch drin sein, ist eine fast genauso gute Übung. Ich habe kein Problem damit, mein Training auf Klimmzüge und liegende Übungen zu beschränken, ob man die Bizepscurls (die eh mehr der Optik dienen) im liegen oder im stehen macht ist relativ egal, wenn ich weiterhin Bankdrücken und Klimmis machen darf und einige Ruderübungen im liegen kann ich damit auch leben. Aber wenn ich das alles GARNICHTMEHR machen darf, wird's ziemlich hässlich, gerade jetzt, wo es endlich mal anschlägt das viele Training.
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