Hallo Bogi,
Bogi hat geschrieben:
mit Kopfsachen meine ich eher sowas wie Burnout das großes potential auf die neue Volkskrankheit hat.
Hatte ich vermutet (und gehört zu den psychischen Erkrankungen).
Bogi hat geschrieben:
Ich hatte bereits mit 10 J. meine erste Versteifungs-OP und mit Abschluß der BU schon die 6.te.
Als ich die Lehre zum tech. Zeichner anfing sahen die Versicherer anscheinend keine Grund, das ich diesen Job nicht bis zur Rente machen könnte. War vielleicht Glück damals??
bei mir haben die "die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen" nach dem Motto "wenn das in dem Alter schon so losgeht, und 'Rücken' ist ja Volkskrankheit...".
Klar wenn Du Software-Entwickler bist hat man halt nicht die großen körperlichen Belastungen wie eben Spreissl als Zimmerer.
Bislang kann ich Vollzeit/ mit Überstunden arbeiten *toitoitoi*
Der Beruf wird mich eher nicht körperlich runterschinden. Aber ich könnte z.B. auch mal Krebs, Depressionen, MS o.ä. bekommen.
Wenn man dann spät nach Hause kommt schaut der Abend halt nach folgenden Muster aus: Essen - Sofa - Fernsehen - einschlafen auf Sofa - ab ins Bett

.
Das Problem, das wir beide haben ist die stärkere Belastung der Wirbelsäule unterhalb und oberhalb unserer Versteifung. Und wenn man rechnet das wir bis vielleicht 75 J. Arbeiten sollen, dann kann es problematisch werden.
Aus diesem Grund achte ich sehr (!) auf Ergonomie, auch, da bei mir die Arbeitszeiten tendenziell sehr hoch sind (meist deutlich über 40 Wochenstunden): mehr stehen, mit Keilkissen/ auf einem Kniestuhl sitzen (reduziert Belastung nach unten hin immens), vernünftige Schreibtischhöhe und vernünftige Displayhöhe (reduziert Belastung nach oben hin immens), mich nicht zu "bin ja jung, also packe ich an" hinreißen lassen (manche jungen Versteifungspatienten versuchen, querbeet alles mitzumachen; ich bin da eher "Typ vorsichtig" und wenn das jemand für übertrieben hielt/hält, denke ich mir "das ist mein Rücken, der soll möglichst gut in Schuss bleiben").
Ich konnte sagen, dass ich schon 8 Jahre keinen Doc mehr brauchte da es mir gut geht. Er sagte darauf hin er sehe kein Problem wegen der PKV und zwei Wochen später war ich privat versichert. Unglaublich!!
Aber der VS-Mann sagte mir außerdem noch, dass man bei den Gesundheitsfragen irgendwie zwei Zeiträume (5 u. 10 J.) hat wo darüber hinaus keine Krankheitsursachen mehr zählen.
Interessant - bin nauch schon lange "arztfrei", d.h. OP vor mittlerweile 20 Jahren, danach noch ca. drei Jahre Nachuntersuchungen, seitdem habe ich keinen Orthopäden mehr, keine Rehas, keine Physio-Rezepte, keine Schmerzmittelrezepte (es geht mir gut; ich vernachlässige nicht meine Gesundheit). Hatte noch einmal vor ca. 7 Jahren eine Röntgenkontrolle zwecks Beantragung Schwerbehindertenausweis, alles ok.
Lebe zwar aktuell nicht in Deutschland, ist aber gut, das im Hinterkopf zu behalten, da ich ggf. wieder nach Deutschland zurückkehre (lebe seit kurzem in den USA und bin dort berufstätig, muss mich diesen Monat auch um US-Krankenversicherung kümmern, mal sehen wie das läuft).
Viele Grüße
Raven