Was passiert beim Krankenhausaufenthalt bei der Skoliose OP

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
Antworten
Istmiregalegaaal
Newbie
Newbie
Beiträge: 10
Registriert: Fr, 22.05.2015 - 15:33
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Thorakalskoliose mit 73°
Therapie: OP im April. Bis dahin Korsett und KG
Wohnort: NRW

Was passiert beim Krankenhausaufenthalt bei der Skoliose OP

Beitrag von Istmiregalegaaal »

In drei Monaten werde ich operiert. Ich muss eine Woche vor der OP ins Krankenhaus und nach der OP noch 2-3 Wochen dort bleiben. Ich möchte unbedingt wissen, was dort mit mir gemacht wird. Also nicht die OP, sondern danach und davor. Ich weiß nur von den Streckübungen, aber was passiert da noch??
Benutzeravatar
Raven
Profi
Profi
Beiträge: 1530
Registriert: Fr, 21.01.2011 - 21:33
Geschlecht: weiblich
Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
Therapie: OP: 1997 mit 13 Jahren Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade

Re: Was passiert beim Krankenhausaufenthalt bei der Skoliose

Beitrag von Raven »

Hallo,
Istmiregalegaaal hat geschrieben:In drei Monaten werde ich operiert. Ich muss eine Woche vor der OP ins Krankenhaus und nach der OP noch 2-3 Wochen dort bleiben. Ich möchte unbedingt wissen, was dort mit mir gemacht wird. Also nicht die OP, sondern danach und davor. Ich weiß nur von den Streckübungen, aber was passiert da noch??
wo wird deine OP durchgeführt? Die Abläufe unterscheiden sich je nach Klinik etwas. Du solltest eine ausführliche Beschreibung bei einem Vorgespräch (hast du schon einen Termin?) stattfinden, bei dem du auch Fragen stellen kannst und sollst.
Grundsätzlich:
Vor der OP finden diverse Untersuchung (neurologisch, kardiologisch etc.) statt. Es kann Physiotherapie, z.B. Streckübungen, stattfinden. Üblicherweise findet auch eine Einweisung in das Verhalten nach der OP statt, z.B., wie man aus dem Bett aufsteht, wie man auf der Toilette zurechtkommt. (Nach der OP wird das Pflegepersonal dabei helfen. Nach einiger Zeit kannst du das allein, musst dich aber an neue Bewegungsabläufe halten.)
Nach der OP wirst du einige Tage auf der Intensivstation verbringen. Manche sind da schon bei einigermaßener Verfassung, telefonieren, hören ein Hörbuch etc., andere sind noch eher schläfrig. In der Zeit wird man besonders umfangreich überwacht und es ist schneller jemand zur Stelle, wenn man Schmerzen hat oder anderweitig etwas braucht. Teilweise kann man schon, mit Hilfe natürlich, kurz sich aufsetzen oder aufstehen.
Danach kommst du auf die Normalstation. Hier findet die Genesung statt bis du einigermaßen mit Hilfe zu Hause zurechtkommen wirst. Es werden in der Physiotherapie Bewegungsabläufe geübt und evl. auch sanfte Physiotherapieübungen durchgeführt (die sind nicht so "sportlich" wie aus der Physiotherapie, die du wohl bisher gemacht hast). Medikamente gibt es auf der Intensiv- und Normalstation per Infusion, vor Entlassung wird auf Tabletten umgestellt, die auch noch zu Hause nötig sein werden. Vor der Entlassung wirst du auch auf weitere Kontrolltermine hingewiesen, bekommst Atteste für die Schule etc.

Du siehst, bei vielem habe ich mich vage ausgedrückt ("einige Tage", "kann" etc.), da sich die Abläufe je nach Klinik und in einem gewissen Rahmen auch je nach Patient (z.B. welche Versteifungsstrecke liegt vor, wie klappt es mit dem Kreislauf) unterscheiden.

Viele Grüße
Raven
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
OP-Röntgenbilder
Antworten