Knochenbrecher's Skoliose

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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Knochenbrecher

Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Knochenbrecher »

Hallo, ich habe mich soeben in eurem Forum angemeldet.

Ich war nun schon in 3 oder 4 anderen Foren und habe etwas über mein Problem geschrieben, aber bis jetzt kam nie etwas dabei raus. Dieses Forum scheint mir aber ganz gut ausgestattet und ist auf "Skoliose" spezialisiert.

Ich versuche mich möglichst kurz zu fassen, auch wenn es nicht danach aussieht. Ist für mich hierbei auch nicht leicht. Wenn ihr mir bezüglich meines Themas andere Themen aus dem Forum empfehlen könnt, nehme ich diese sehr gerne an. Ich weiß noch nicht genau, wo ich anfangen soll. Ich möchte möglichst nur die Themen lesen die auch sinnvoll sind, um nicht soviel Zeit zu verlieren.

Zu mir:
Seit 5 Jahren weiß ich, dass ich Skoliose habe (von meiner ersten Orthopädie her). Seit einem halben Jahr wachse ich nicht mehr und so bleibt die Biegung bei 20 Grad, sowie vor 3 Wochen meine zweite Orthopädie sagte. Der erste Orthopäde war sehr unfreundlich und so habe ich gewechselt. Und in der zweiten Orthopädie war ich nun auch schon bei 2 verschiedenen Orthopäden. Leider weiß aber niemand wirklich etwas über Skoliose, sowie es mir vorkommt. Sie sagen nicht zu viel, nicht zu wenig. Ich bekomme nicht einmal Empfehlung. Auch nicht auf Nachfrage. Ich fühle mich in den Praxen nicht wie ein Partien, sondern viel mehr wie ein Kunde.

Hätte ich nichts gesagt, dann hätten sie mich nur geröntgt und mir gesagt, dass es immer noch 20 Crad sind. Was ich nun dagegen unternehmen kann, oder man überhaupt etwas machen sollte wurde von deren Seite aus nichts gesagt. Auch nichts von Krankengymnastik.

Somit habe ich nun Fragen und Probleme, die ich hier schildern möchte:

1 - Wo stehe ich mit 20 Crad? Gibt es da eine gute Tabelle? Auf Wikipedia ist das ziemlich ungenau, finde ich.

2 - Ich habe ziemlich viele Uneinigungen bezüglich den Sportarten gelesen, die man machen darf/sollte. Das Schwimmen und Fahrradfahren gut ist war man sich einig. Aber wie sieht es mit laufen/rennen aus?

3 - Man soll allgemein die Rücken- und Bauchmuskulatur stärken, aber wie macht man das auf eine Rückenfreundliche Art? Krafttraining und etwas wie Liegestützen und ähnliches soll ich ja möglichst nicht machen. Oder geht das doch in Ordnung?

4 - Kann das Hohlkreuz und der Buckel, die unmenschliche Haltung wieder verschwinden mit richtigen (und welchen?) Übungen?

(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/1vt4np132y9.jpg) - Bzw Anhang

5 - Im Sportunterricht habe ich bei mehreren Dingen die wir machen auch stärkere Schmerzen. Ich kann aber nicht jede Woche schwänzen. Wie macht man so etwas dem Lehrer klar?

6 - Mir wurde in der Orthopädie erzählt, dass ich eine Verkürzung habe, weshalb ich zum Beispiel mit den Armen nicht den Boden berühren kann, wenn ich stehe und mich bücke. Was genau das bedeutet weiß ich aber nicht. Ich habe einmal im Internet nachgeschaut und da hat es sich so angehört, als wenn es etwas mit einem Beckenschiefstand zu tun hat. Aber die Orthopädie meinte da wäre kein Unterschied.

Allerdings merke ich beim Laufen ein sehr komischen Gefühl im Becken. Es sieht auch optisch sehr komisch aus und ich werde deshalb öfters geärgert. Was kann ich dagegen machen, hat das etwas mit der Verkürzung zu tun?


Danke im Voraus - Ich hoffe ihr könnt mir etwas helfen bzw. mir Seiten schicken, wo ich mehr über meine Schwierigkeiten/Fragen erfahre, die ich hier aufzähle.
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Tammi
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Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Tammi »

Hallo Knochenbrecher,

20° sind eher eine leichte Skoliose, allerdings sehe ich das Problem bei dir eher in den seitlichen Fehlstellungen, der Hyperlordose (Hohlkreuz) und -kyphose (Rundrücken). Die meisten Orthopäden sind leider zu unfähig auf dem Gebiet als das ernst zu nehmen. Deshalb würde ich dir raten, mal einen Termin bei einem Spezialisten auszumachen (Dr. Hoffmann in Leonberg, Dr. Wilke in Berlin). Seitliche Fehlstellungen können genauso Probleme verursachen wie eine Skoliose und sollten auch behandelt werden. Wahrscheinlich sind deine Beinrückseiten mehr oder weniger stark verkürzt, das kommt sehr oft im Zusammenhang mit Hyperkyphose/-lordose vor. Wenn du beim Sport Probleme hast, solltest du versuchen, eine Teilbefreiung vom Arzt zu bekommen.
Schwimmen ist gut, aber Brustschwimmen eher nicht so. Fitness solltest du nicht machen, so lange du kein richtiges Körpergefühl hast, wenn du dich gerade fühlst, bist du vermutlich nicht gerade, da der Körper sich an die krumme Haltung gewöhnt hat. Behandlungsmöglichkeiten wäre je nach Stärke der Hyperkyphose Schroth (insbesondere Schroth-Reha), Korsett oder OP.

LG
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Verlauf: viewtopic.php?f=27&t=31324
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Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Klaus »

Hallo Knochenbrecher,
Dieses Forum scheint mir aber ganz gut ausgestattet und ist auf "Skoliose" spezialisiert.
Wir sind hier auch auf Rundrücken und Hohlkreuz spezialisiert. ;)

Wie Tammi schon gesagt hat, wird das leider von vielen Orthopäden wegen Inkompetenz ignoriert. Deine Skoliose von 20 Grad kann man vermutlich gerade noch als typisch begleitende relativ geringe Skoliose bezeichnen, bei der aber die Hyperkyphose und Hyperlordose das eigentliche Problem sein kann.

Die erwähnten Spezialisten findest Du hier:
viewtopic.php?f=25&t=6472
Das Problem mit unfähigen Orthopäden (bei Fehlstellung) in der Region findet sich fast täglich neu in den entsprechenden Erfahrungsberichten. Deswegen sollte man durchaus mal einen weiten Weg in Kauf nehmen.

Gruß
Klaus
Knochenbrecher

Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Knochenbrecher »

ANTWORT AUF BEITRAG 1 und 2

Danke für die Antworten. Ich konnte mir leider schon denken das so etwas kommt.

Leonberg und Berlin sind ca. 5 Stunden von mir entfernt. Das kommt auf keinen Fall in Frage. Jeder 200ste Mensch hat Skoliose, da gibt es wohl mehrere Menschen in näherer Umgebung, die damit spezialisiert sind und nicht nur so Doktoren. Nur mal so am Rande, wenn man Skoliose hat, sollte man sich nach gründlichen Informieren selbst halbwegs auskennen und wissen, was für einen das beste ist. Das ist auch der Grund, warum ich mich hier angemeldet habe. Das was diese Experten euch erzählt haben, könnt ihr genau so gut an mich weitergeben. Das ist auch kein Scherz.

Skoliose, 20 Crad nach Rechts, Hohlkreuz, Rundrücken/Buckel, Probleme beim normalen Laufen, ein Bild. Ich kann mehr Bilder machen. Ich kann auch Röntgenbilder schicken. Analysiert haben bei mir ja schon 3 Orthopäden, die größtenteils das gleiche gesagt haben. Das muss nicht noch ein 4ter Professor. Es kommt nun noch auf die Therapie/die Übungen an, die in meinem Fall geeignet sind.

Schwimmen möchte ich auf keinen Fall. Ich reagiere zudem allergisch auf Chlor. Welche Übungen (Therapien) empfehlen sich den in meinem Fall an erster Stelle? Schließlich kann man die Übungen ja bzw. man muss sie zu Hause durchführen können. Ich habe etwas von einer Dorn-Therapie gelesen. Aber was ist den bei mir (Beschrieben habe ich ja meine Probleme, kann ich auch noch genauer machen, wenn es nötig ist) am sinnvollsten?

Und eine OP ODER KORSETT? Das ist ein schlechter Scherz. Der Orthopäde meint ich wäre gerade noch so davongekommen, von einem Korsett. Und OP? Das ist nicht der richtige Weg. Die Menschen operieren immer alles sofort, was man eigentlich nicht müsste. Zu einer gewissen Chance sitze ich danach im Rollstuhl und bräuchte mir keine Sorgen mehr machen. Das ist der einzige positive Effekt. Und selbst wenn nicht, wie kann man so etwas schreiben? Es ist nicht so, dass die mich aufschlitzen, die Haltung schön machen und mich dann wieder zunähen, damit alles normal ist.

Tut mir leid, aber wer so etwas ohne bezüglichen Inhalt schreibt, der kann keine Ahnung haben. Das ist auch nicht böse gemeint, aber ich lege wirklich vollstes Vertrauen in den Rat, den mir hier andere geben können. Aber wenn gesagt wird, ich solle nach Berlin und ich das nicht umsetzen kann, dann geht es halt nicht. Und es gibt auch keinen Grund dazu. Ich möchte mich jetzt auf Übungen fixieren ... sowie ich es über diesem Abschnitt geschrieben habe.

Ob ich mich nun gerade fühle oder nicht ist mir egal, solange ich gerade aussehe, wie andere Menschen auch und wieder normal laufen kann. Deshalb suche ich Rat. Ich hoffe, was ich hier geschrieben habe versteht jemand.

Und nochmal, ich möchte hier niemanden beleidigen oder demütigen, sowie ich es oft im Alltag durch meine Skoliose erleben muss. Danke im Voraus für Rückmeldungen.
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Rolfing 10er Serie 2013

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Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von kyphoboy »

Hallo Knochenbrecher,
Leonberg und Berlin sind ca. 5 Stunden von mir entfernt. Das kommt auf keinen Fall in Frage. Jeder 200ste Mensch hat Skoliose, da gibt es wohl mehrere Menschen in näherer Umgebung, die damit spezialisiert sind und nicht nur so Doktoren.
Nein, es gibt eben leider nicht mehrere Orthopäden die eine Skoliose kompetent behandeln können, denn darauf kommt es an und nicht nur darauf die Diagnose zu stellen, was ein "normaler" Orthopäde durchaus noch hinbekommen kann.
Viele hier im Forum haben lange Anfahrtswege nach Stuttgart/ Leonberg oder Berlin, das ist zwar nicht gerade toll aber notwendig wenn man wirklich etwas verbessern möchte und ist ja nicht so dass man da jetzt jeden Monat hin muss.
Nur mal so am Rande, wenn man Skoliose hat, sollte man sich nach gründlichen Informieren selbst halbwegs auskennen und wissen, was für einen das beste ist. Das ist auch der Grund, warum ich mich hier angemeldet habe. Das was diese Experten euch erzählt haben, könnt ihr genau so gut an mich weitergeben. Das ist auch kein Scherz.
Mal davon abgesehen dass bei dir wohl eher die Hyperkyphose in den Mittelpunkt rücken wird, können wir dir zwar erzählen was Hoffmann und Co. zwar häufig sagen, aber wir können dir hier keine Rezepte für KG, Korsett oder einen Rehaantrag ausfüllen und darauf kommt es an, mal ganz abgesehen von einer Röntgenaufnahme für eine Diagnose nach der sich dann das weitere Vorgehen richtet.
Es kommt nun noch auf die Therapie/die Übungen an, die in meinem Fall geeignet sind. Ich habe etwas von einer Dorn-Therapie gelesen. Aber was ist den bei mir (Beschrieben habe ich ja meine Probleme, kann ich auch noch genauer machen, wenn es nötig ist) am sinnvollsten?
Das muss ein Orthopäde entscheiden der Erfahrungen mit Skoliosen und Hyperkyphosen hat und der entsprechende Maßnahmen wie Schroth-Reha und Korsett unterstützt. Womit wir wieder bei Dr. Wilke und Dr. Hoffmann wären.
Dorn wird dir nicht helfen deine Situation entscheidend zu verbessern. Als Möglichkeiten hast du nur Korsett, Rolfing, Schroth, Spiraldynamik und eben die OP, die auch bei entsprechender Indikation sinnvoll ist.
Tut mir leid, aber wer so etwas ohne bezüglichen Inhalt schreibt, der kann keine Ahnung haben. Das ist auch nicht böse gemeint, aber ich lege wirklich vollstes Vertrauen in den Rat, den mir hier andere geben können. Aber wenn gesagt wird, ich solle nach Berlin und ich das nicht umsetzen kann, dann geht es halt nicht. Und es gibt auch keinen Grund dazu. Ich möchte mich jetzt auf Übungen fixieren ... sowie ich es über diesem Abschnitt geschrieben habe.
Kannst du wirklich nicht nach Berlin oder Leonberg oder willst du einfach nicht den langen Weg dorthin auf dich nehmen ? ;)
Übungen ohne konkrete Diagnose laufen ins Leere oder verschlimmern die Situation noch.
Deswegen wirst du hier auch keine konkreten Übungen ( nicht mal Schroth-Übungen ) genannt bekommen. Das soll nicht gemein sein, sondern dient nur dazu dich vor Schaden zu bewahren.

[quoteOb ich mich nun gerade fühle oder nicht ist mir egal, solange ich gerade aussehe, wie andere Menschen auch und wieder normal laufen kann. Deshalb suche ich Rat. ][/quote]

Ob du wieder so gerade aussehen wirst wie andere Menschen auch ist eher zweifelhaft, aber eine optische Verbesserung ist allemal drin. Wenn es dir nur um die Optik geht, wäre die OP eine Option, natürlichen mit allen Risiken und eventuellen Einschränkungen. Aber die OP hast du ja sowieso ausgeschlossen.

Grüße
kyphoboy
Meine Geschichte: viewtopic.php?f=18&t=28644
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Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Saphira »

Hallo Knochenbrecher,

anhand deines eingestellten Fotos vermute ich auch, dass dein Problem weniger die 20°-SKoliose ist, sondern eher eine Hyperkyphose, die so bei dir bislang noch nicht ausreichend diagnostiziert ist (auch hier gibt es Winkel dazu, die anhand eines seitlichen Röntgenbildes, und zwar auch hier am besten einer Wirbelsäulenganzaufnahme -> sprich die gesamte Wirbelsäule am Stück auf einem Bild und nicht in zwei Teilaufnahmen). Eine solche Hyperkyphose kann mitunter massive Beschwerden bereiten. Leider wird dies von vielen Ärzten unterschätzt. Und so lange hier in Bezug auf diese Hyperkyphose keine konkrete Diagnose über den Schweregrad vorliegt, ist es schwierig, dir zu raten, was du tun kannst.

Krankengymnastik nach Schroth wäre eine Möglichkeit. Therapeuten in deiner Nähe, die danach arbeiten, kannst du über die Hotline der Asklepios-Katharina-Schroth-Klinik in Bad Sobernheim erfragen. Ein KG-Rezept bräuchtest du von einem Arzt. Ein solcher Physiotherapeut kann nach Sichtung deiner Situation dir sagen, welche Übungen für dich persönlich sinnvoll sind, denn das ist immer individuell. Und hier wäre zum korrekten Erlernen dieser Art von KG auch eine stationäre Reha in Bad Sobernheim oder in Bad Salzungen sinnvoll. Gegen Schmerzen und Verspannungen könnte unterstützend lindernd Manuelle Therapie oder Osteopathie hilfreich sein, aber eben nur unterstützend und nicht ursächlich das Problem lösend. Und die Sache mit dem Korsett ist kein schlechter Witz. Gegen deine Skoliose vermutlich eher nicht, aber evtl. gegen die Hyperkyphose, die bei dir bislang ja eben leider noch nicht ausreichend diagnostiziert wurde. Je nachdem, wie schlimm die ist, könnte ein Korsett sehr hilfreich sein, auch im Erwachsenenalter. Und zwar sowohl gegen die Schmerzen als auch tatsächlich haltungsverbessernd und evtl. sogar krümmungsverbessernd. Am sinnvollsten ist eine Kombination aus entsprechender KG und gegebenenfalls Korsett. Eine OP käme für schwerere Fälle infrage. Und da deine Situation bezüglich der Ausprägung deiner Hyperkyphose noch nicht geklärt ist, wäre der erste Schritt, dies konkret abklären zu lassen und nicht nur die Skoliose zu beachten. Beides kann oftmals gemeinsam auftreten, in solch einem Fall spricht man dann von einer sog. Kyphoskoliose.

Und leider kennen sich in der Tat nicht alle Orthopäden damit wirklich gut aus. Man sollte meinen, sie hätten Ahnung davon, aber in der Praxis erleben wir das hier leider relativ häufig, dass es mitunter schwierig ist. Ich weiß nicht, aus welcher Gegend du kommst? Wäre Bad Sobernheim (in der Nähe von Mainz) für dich besser erreichbar? Dort wäre noch Dr. Verres, der sich damit auch gut auskennt.

Grüßle,

Saphira
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Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Tammi »

Wenn es so viele Ärzte geben würde, die sich mit Fehlstellungen auskennen, würde ich sicher nicht regelmäßig 400km nach Leoberg fahren. Ich fahre dort hin, weil ich hier schon 3 verschiedene Orthopäden durch habe und 5 Jahre lang falsch behandelt wurde und meine Skoliose sich verschlechtert hat.
Du wolltest Hilfe, ich habe einen hilfreichen Beitrag geschrieben und dir Empfehlungen bzgl. Therapie und kompetenten Ärzten.
Bei Dr. Verres sind die Wartezeiten recht lang. Wir schicken Leute nicht zum Spaß durch halb Deutschland.
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Knochenbrecher

Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Knochenbrecher »

Tammi hat geschrieben:Wenn es so viele Ärzte geben würde, die sich mit Fehlstellungen auskennen, würde ich sicher nicht regelmäßig 400km nach Leoberg fahren. Ich fahre dort hin, weil ich hier schon 3 verschiedene Orthopäden durch habe und 5 Jahre lang falsch behandelt wurde und meine Skoliose sich verschlechtert hat.
Du wolltest Hilfe, ich habe einen hilfreichen Beitrag geschrieben und dir Empfehlungen bzgl. Therapie und kompetenten Ärzten.
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Das zählt nicht. Die Empfehlung bekam ich schon in den ersten beiden Beiträgen.
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Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Autocross1988 »

Hallo Knochenbrecher,

Ich bin zwar noch neu hier und habe bei weitem nicht die Ahnung von manch anderem, aber nachdem ich lange falsch behandelt wurde war ich Montag in Leonberg und muss sagen der Weg lohnt sich. Du bekommst dort eine kompetente Diagnose und einige Therapievorschläge.

Für mich waren es 1100 km und einen Tag Urlaub aber ich bereue es keinen einzigen Kilometer. Freue mich sogar das ich hoffentlich bald zum Gipsen runter fahren darf.
Liebe Grüße Markus

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Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Knochenbrecher »

@Saphira":

Hallo,

170km - geht nicht. Ich bin Minderjährig. Ich habe niemanden der sich darum kümmert, dass ich dort hinkomme. Ich müsste mit dem Zug, bis ich die richtigen Verbindungen habe, mit Wartezeiten, alleine, ein paar Stunden vergehen lassen. Bis ich das dann in der Stadt finde, wenn überhaupt. Ich brauche einen Termin, der dann auch irgendwie passend dazu hinkommt und ich muss wieder zurück. Es fahren nur bis zu bestimmten Uhrzeiten Züge. Es ist nicht machbar.

Zum dritten Mal, ich war bei 3 Orthopäden, die alle meinen Rücken gesehen haben. Als Orthopäde muss man doch sehen, was der Patient für Probleme hat. Es waren 3 verschiede Menschen. Ihr behauptet hier, dass alle 3 falsche, unreichende Arbeit leisten. Wieso dürfen sie dann überhaupt eine Praxis führen? Selbst wenn sie mit Skoliose nicht anfangen können, sind sie dazu verpflichtet das zu sagen. Sie hätten auch das Hohlkreuz sehen müssen.

Es ist ja nicht so, dass ich nur Skoliose habe, sondern auch noch den Buckel und das Hohlkreuz. Versuche eines zu behandeln schade ich eventuell den anderen Dingen noch.

ich habe das Gefühl ihr wollt mir bei meinen eigentlichen Fragen und Anliegen einfach nicht helfen. Stattdessen fang ihr als wieder an von euren Ärzten. Zum letzten mal das hilft mir so nicht weiter.

Die Skoliose soll nicht so ausgeprägt sein, sagst du? Auf dem Bild sieht man doch nur kaum etwas, es zeigt nur den Buckel und das Hohlkreuz? Und der Buckel ist nur auf einer Seite, ich habe hier noch ein Bild. Die Skoliose ist mindestens genauso schlimm.

Schau genau auf die Schulterblätter, die sind total auf einer unterschiedlichen Höhe. Und man sieht auf die Biegung im Rücken. Wie stark das Hohlkreuz ist, ist doch egal. Es gibt Übungen, die dagegen wirken. Aber das wird wegen der Skoliose nichts nützen.
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Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Klaus »

Hallo Knochenbrecher,
Nur mal so am Rande, wenn man Skoliose hat, sollte man sich nach gründlichen Informieren selbst halbwegs auskennen und wissen, was für einen das beste ist. Das ist auch der Grund, warum ich mich hier angemeldet habe.
Und genau deshalb bekommst Du diese übereinstimmenden Tipps, die im übrigen mit den meisten Erfahrungsberichten dazu übereinstimmen. Und die verfolge ich intensiv seit ca. 2005.
Zum dritten Mal, ich war bei 3 Orthopäden, die alle meinen Rücken gesehen haben. Als Orthopäde muss man doch sehen, was der Patient für Probleme hat. Es waren 3 verschiede Menschen. Ihr behauptet hier, dass alle 3 falsche, unreichende Arbeit leisten. Wieso dürfen sie dann überhaupt eine Praxis führen? Selbst wenn sie mit Skoliose nicht anfangen können, sind sie dazu verpflichtet das zu sagen. Sie hätten auch das Hohlkreuz sehen müssen.
Und seit 2005 gibt es verständlicherweise immer wieder Leute, die einfach nicht verstehen können, dass selbst mehrere Orthopäden bei Fehlstellungen inkompetent sein können. Das geht durchaus in Großstädten bis zu 10 Orthopäden erfolglos über mehrere Jahre, bis endlich die Spezialisten den Durchbruch einleiten. Das ist leider traurige Realität. Und ich würde das durchaus als Skandal bezeichnen, weil viele Leute gar nicht wissen, was optimale Behandlung bedeuten kann. Trotzdem sind ja "gottseidank" die beiden Kliniken für die spezielle Therapie nach Katharina Schroth gut ausgebucht, was für manche wieder ein großes Problem sein kann.
ich habe das Gefühl ihr wollt mir bei meinen eigentlichen Fragen und Anliegen einfach nicht helfen. Stattdessen fang ihr als wieder an von euren Ärzten. Zum letzten mal das hilft mir so nicht weiter.
Wir können hier nur Ratschläge geben, die man annehmen kann oder nicht. Und versuchen, Überzeugungsarbeit zu leisten. Aber das macht bei einem bestimmten Tonfall keinen Spaß.
Jede Behandlung basiert auf einer konkreten Diagnose und die gibt es bei Dir noch nicht. Schon gar nicht anhand von Fotos.
Wie stark das Hohlkreuz ist, ist doch egal. Es gibt Übungen, die dagegen wirken. Aber das wird wegen der Skoliose nichts nützen.
Übungen gegen Hohlkreuz und Rundrücken müssen genauso individuell gezielt gemacht werden, wie gegen Skoliose. Zum einen sind die symmetrisch ausgerichtet und zum anderen asymmetrisch. In der Praxis wird man da Schwerpunkte setzen müssen, je nachdem was das eigentliche Problem ist.

Gruß
Klaus
Knochenbrecher

Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Knochenbrecher »

Ich habe noch das Krankengymnastik Rezept. Sobald mir hier jemand vernünftige Therapien empfiehlt und ich mich im Internet und hier im Forum darüber schlau machen kann, werde ich meinen Physiotherapeut diesbezüglich ansprechen. Die hatten dort schon sehr viele Leute. Und wenn die meinen Rücken sehen, dann können sie diesen mit anderen Patienten vergleichen und wissen wie sie bei denen vorgegangen sind und was denen gebracht hat.

Bezüglich meines Röntgenbildes, ich habe es noch nicht eingescannt, aber ich kann euch schon mal das hier zeigen. Von der Biegung her sieht das bei mir genau so aus, ich erkenne keinen Unterschied.
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Knochenbrecher

Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Knochenbrecher »

Ihr zitiert lustiger Weise immer nur bestimmte Stellen und geht nicht auf den gesamten Text ein, so habt ihr immer passende Antworten parat.

Wisst ihr was, vergesst es.
noreia6281
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Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von noreia6281 »

Hallo Knochenbrecher

bin auch noch neu hier, aber glaub mir, die meisten Leute hier wissen echt wovon sie reden! War mit meiner Tochter leider auch über ein Jahr in falscher Behandlung. Es wurde uns sogar gesagt, sie brauche keine KG mehr, weil sie so beweglich ist! Jetzt sind wir bei Dr. Verres und fühlen uns zum ersten Mal gut aufgehoben!

LG
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Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Killarney »

Hallo Knochenbrecher,

ich kann verstehen, dass es dich verärgert, wenn dir hier so oft geraten wird nach Leonberg oder Berlin zu fahren. Es meinen aber hier alle nur gut mit dir!
Ich selbst finde auch irgendwie keinen Zugang zu Spezialisten, aber es kommt darauf an, was du für dich erreichen möchtest. Wenn du nur irgendwie behandelt werden willst, findest du sicher mit einigem Suchen auch einen Orthopäden in der Nähe.
Warum bei dir alle mit Nachdruck auf eine möglichst kompetente Behandlung verweisen ist sicherlich, gerade weil du noch minderjährig bist und deine Chancen nachhaltig etwas an deiner Haltung zu verbessern, damit einfach noch viel besser sind als in ein paar Jahren.
Zudem sehen auch für ich als Leien (habe selber keine Hyperkyphose) die Bilder nach einer starken Ausprägung des Rundrückens aus.

Zunächst möchte ich deinen Fototitel kommentieren. Nenn dich bitte nicht Missgeburt. Wir Menschen sind alle unterschiedlich, aber sicher keine 'Missgeburten'.

Dann wage ich einen Versuch, dir Antworten auf deine Fragen zu geben.
1) 20° Skoliose sind per Definition nicht schlimm und eher eine leichte Ausprägung. Mit 20° solltest du gut leben können und i.d.R. auch relativ wenige Beschwerden haben, zumindest nicht unbedingt mehr als Menschen, die aus anderen Gründen schon mal Rückenschmerzen haben.
2) Es heißt generell, alle Sportarten sind besser als kein Sport. Ich soll bspw. nach Aussagen verschiedener Orthopäden nicht Joggen etc. laufe aber seit Jahren regelmäßig Halbmarathon ... das musst du für dich raus finden.
3) Eine Möglichkeit, dir Übungen zeigen zu lassen ist es, dir vom Orthopäden Krankengymnastik verordnen zu lassen. Physiotherapeuten nehmen sich oft viel mehr Zeit für dich und du kannst gezielt Fragen stellen, die dich bewegen. Hier würde ich den Tipp aus dem Forum beherzigen und nach einem Physiotherapeuten suchen, der eine qualifizierte Schroth-Ausbildung hat.
4) Ob die Hyperkyphose noch verschwinden kann??? Ich glaube das hängt stark von deinem Engagement ab bzgl. KG-Übungen, Korsett?. Hier kann ich dir am wenigsten zu sagen, weil der Behandlungserfolg immer sehr individuell ist.
5) Normal sollte die Skoliose dir beim Sport eher keine Probleme bereiten. Du bist noch jung, die Skoliose nicht so ausgeprägt ... zu dem Rundrücken kann ich dir nichts sagen. Aus eigenen Erfahrungen kann ich nur sagen, dass ich auch im Teenie-Alter immer schon Probleme hatte, wenn ich bspw. sehr lange stehen oder langsam gehen musste. Also genau das Gegenteil von Sport.
6) Verkürzungen lassen sich meistens durch Dehnübungen (bei Jungen und Männern eher nicht so beliebt) recht gut behandeln. Auch hier gibt es Übungen, die dir ein Physiotherapeut zeigen könnte.

Ich hoffe, ich konnte dir eingermaßen weiter helfen.

Ein Wort zum Schluss. Die 'Ferndiagnose' Hyperkyphose scheint für dich recht neu zu sein. An verschiedenen Stellen hier im Forum habe ich schon gelesen, dass viele Orthopäden der Hyperkyphose, sprich der 'schlechten Haltung' keine hohe Aufmerksamkeit schenken, d.h. nicht, dass sie grundsätzlich nicht in der Lage wären, diese zu diagnostizieren. Warum dies so ist, darüber könnte ich nur Vermutungen anstellen, die ich an dieser Stelle lieber lasse.

Viele Grüße

Killarney
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Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Tammi »

Hallo Knochenbrecher,

ich kenne jemanden hier im Forum, der auch erst 17 ist und die 400km bis nach Stuttgart alleine per Fernbus fährt, weil er in der Nähe seines Wohnortes keine vernünftige Behandlung bekommen hat. Ich bin auch erst 17, bei Dr. Hoffmann seit ich 11 bin, vorher 3 Orthopäden: 1. Bekannter erfurter Sportorthopäde, sehr guter Ruf, sagt: abwarten; 2. Chefarzt der Orthopädie im Weimarer Sophien- u. Hufelandklinikum, sagt: abwarten, kein Korsett und Schroth-Reha auch nicht notwendig; 3. Arzt: Teilte sich Praxis mit Nr. 1, maß die Winkel aus, verschrieb normale KG, sagte wir sollen abwarten, dann Dr. Hoffmann: gar keine Zweifel, ich brauche ein Korsett, WS-Ganzaufnahme, nahm sich viel Zeit, runig und sachlich, scnneller Termin, ging gut auf mich ein, obwohl ich noch so jung war.
Der Weg hat sich gelohnt. Früher hatte ich blind Vetrauen in die Orthopäden, jetzt müssen die sich das erstmal verdienen und Dr. Hoffmann hat das geschafft. Behandelte mich vorallem endlich vernünftig.

LG
Tammi
"Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen." - Johann Wolfgang von Goethe

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Dalia
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Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Dalia »

Knochenbrecher, wenn du der Ansicht bist, dass wir dir keine kompetenten Ratschläge geben können, können wir es eigentlich auch bleiben lassen, dir zu antworten...

Ich bin seit über 30 Jahren in Behandlung wegen der Skoliose und die besten Adressen sind bisher Stuttgart und Berlin. Ich wohne in Hamburg und München und fahre regelmäßig nach Stuttgart.

Wären für dich Bad Sobernheim oder Hamburg besser erreichbar? Dorthin reisen manchmal die von uns empfohlenen Ärzte und Orthopädietechniker. Aber 170 km sind ehrlich gesagt mickrig... die meisten von uns fahren viel weitere Strecken. Würde dich von deinen Eltern niemand begleiten?

Evt. wäre auch Krankengymnastik nach Schroth eine Möglichkeit, idealerweise erst nach einer Reha (Bad Sobernheim oder Bad Salzungen) und dann ambulant.
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Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von general-rammstein »

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen... der Ton macht bekanntlich die Musik und da du bereits schon alles *besser* weißt ist dir auch bestimmt schon klar, wo du besser aufgehoben bist oder? Ich bin auch ein skeptischer aufgrund von Erfahrungswerten, die wohl jeder selbst sammeln muß. Wenn dir als Minderjähriger eine Zugfahrt nicht zugemutet werden kann ist dies natürlich ein Grund, dich nicht an jemanden zu wenden der dir hgilft. Wenn dein Leidensdruck jedoch so groß ist würde ich mich an deiner Stelle lieber nach einer Lösung für dein Problem umsehen als immer nur zu sagen "weiß ich schon, kenne ich, ist unzumutbar und geht nicht" !
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Re: Knochenbrecher's Skoliose

Beitrag von Dalia »

Knochenberecher möchte weder ein Korsett noch eine OP. Also bleibt nur noch eine Schroth-Reha in Bad Sobernheim oder in Bad Salzungen, anschließend sollte die Gymnastik ambulant fortgesetzt werden.
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