Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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kypho54
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Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von kypho54 »

Hallo Allerseits,
als bisher meist stiller Mitleser hab ich mich nun angemeldet, weil ich eine Frage an alle Hyperkyphose- Experten habe.
Es geht darum dass ich 2008 bei erstmals bei Dr. Hoffmann in Leonberg war, und er damals eine Hyperkyphose mit
54 ° COBB diagnostiziert hat. Damals wurde auch eine 3D-Wirbelsäulenvermessung durchgeführt, welche einen Kyphosewinkel von 51° zum Ergebnis hatte. Zudem wurde mir ein Rhamouni-Korsett verschrieben zur Dehnung der verkürzten Rumpfmuskulatur. Das Korsett habe ich aus beruflichen Gründen nach halbjähriger Tragezeit in die Ecke gestellt. Ab und zu habe ich es bei starken Schmerzen nachts im Bett getragen.

2010 kam ich in den genuss einer 3-wöchigen Reha in Bad Salzungen,wobei ich zum allerersten Mal richtig Schrothen gelernt habe. Soweit es ging hab ich jedes freie Üben mitgemacht. Das Ergebnis der 3D-Vermessung am Ende der Kur ergab einen Kyphose-Winkel von 38 °. Soweit so gut.

Am letzten Donnerstag war ich nun bei Dr. Hoffmann, weil meine Rückenschmerzen im Bereich der BWS in den letzten Wochen zugenommen haben.
Ich bin mit der Annahme nach Leonberg gefahren, dass sich alles massiv verschlechtert hat, weil ich nach der Reha kaum noch geschrothet habe, dafür aber viel Rückenmuskulatur kräftigende Übungen von meinem Physio gemacht habe. Die allerdings jeden 2. Tag ca. 15-20 Min. Mein Gefühl jedenfalls war schlecht, v.a. wegen den anhaltenden Rückenschmerzen.

Das Ergebnis der 3D- Vermessung ergab einen Kyphosewinkel von 41°, und die Röntgenbilder in 2 Ebenen bestätigten dies, meine Hyperkyphose hat sich von einem Anfangswinkel von 54° auf ca. 41° reduziert, und das obwohl ich in den letzten beiden Jahren kein Korsett trug bzw. nicht/ kaum geschrothet habe.

Ich war echt verblüfft, das ist einerseits ein super Ergebnis, andererseits hab ich v.a. im Bereich der rechten BWS einen hartnäckigen Muskelhartspan der mich schlecht atmen lässt, wahrscheinlich auch noch Blockierungen in den Rippen.
Ein kürzlich angefertigtes MRT ergabe eine bereits bekannten Prolaps im Breich TH 3/4, TH 5/6 und TH 7/8.

Dr. Hoffmann meinte zu mir " Machen Sie weiter wie bisher", also Rückenmuskulatur kräftigen. Zu den Schmerzen hat er mir leider nicht viel Gehör geschenkt.

Die Schmerzen sind schon recht bedrückend, so dass ich mir nicht ganz sicher bin ob die von den Bandscheiben kommen können?

Was meint Ihr dazu?

Viele liebe Grüsse,
Christian
Zuletzt geändert von kypho54 am Sa, 16.06.2012 - 23:36, insgesamt 1-mal geändert.
Lya500
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von Lya500 »

Hallo Kypho54!

Erstmal :welcome:

Du hast ja echt super Werte, da kann ich ja glatt neidisch werden. ;)

Du hast geschrieben, dass Du ein Korsett getragen hast. Wie lange solltest Du denn das Korsi tragen und solltest Du es am Tag und zur Nacht tragen? Anscheinend brauchtest Du das Korsi garnicht zur Korrektur, sondern zur Schmerzreduzierung.

Mich freut es, dass Du so eine super Korrektur hast und mit Sicherheit, hat Deine Reha in Bad-Salzungen auch dazu beigetragen. Ich weiß nicht, ob Du zur Zeit in Physiotherapeutischer Behandlung bist, denn gegen den Muskelhartspann musst Du etwas tun.


LG

lya
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von kypho54 »

Hallo Lya.

danke für den freundlichen Empfang hier im Forum, das ich sehr schätze wegen seiner Kompetenz und Offenheit der Mitglieder!
Lya500 hat geschrieben: Du hast geschrieben, dass Du ein Korsett getragen hast. Wie lange solltest Du denn das Korsi tragen und solltest Du es am Tag und zur Nacht tragen? Anscheinend brauchtest Du das Korsi garnicht zur Korrektur, sondern zur Schmerzreduzierung.
Es sollte sowohl zur Schmerzreduktion, wie auch zur Korrektur beitragen. Die Korrektur hab wie es aussieht ganz gut im Griff, die Schmerzen leider nicht. Das Korsett sollte ich eigentlich 2Jahre tragen, konnte ich mit meinem Beruf nicht vereinbaren. Ich hatte das Gefühl ich lauf rum wie ein Roboter.

Nein z. Zt. bin ich nicht in Physiotherapeutischer Behandlung, aber das werde ich machen um die Triggerpunkte zu bekämpfen, in der Hoffnung dass es danach besser wird.

Gruss Christian
Zuletzt geändert von kypho54 am Sa, 16.06.2012 - 23:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von rejoy »

Ein kürzlich angefretigtes MRT ergabe eine bereist bekannten Prolaps im Breich TH 3/4, TH 5/6 und TH 7/8.
hat Dr. Hoffmann da nichts dazu gesagt? Hast du ihn danach gefragt?
Und hast du den Hartspann ihm gegenüber erwähnt?

In der Regel gibt er ja schon Antworten mit denen man was anfangen kann, aber oft muss man ihn selbst danach fragen. Ist in vielen Fällen ja auch nachvollziehbar, weil man vieles nur merkt, wenn man selbst im Körper drin steckt, da muss man ihn dann halt drauf aufmerksam machen.

Wie lief das bei dir ab?
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von kypho54 »

rejoy hat geschrieben:
hat Dr. Hoffmann da nichts dazu gesagt? Hast du ihn danach gefragt?
Und hast du den Hartspann ihm gegenüber erwähnt?
Ich hatte das MRT auf dem Tisch liegen, aber er hat keine Anstalten gemacht danach zu fragen, ich war
nachdem ich erfahren habe, dass meine Kyphose sich gebessert hat, irgendwie perplex. Vom Hartspann zwischen den Schulterblättern hab ich ihm berichtet. Worauf er mir sagte dass er gerade ein junges Mädchen deswegen auch im Wartezimmer sitzen hat.
rejoy hat geschrieben:
In der Regel gibt er ja schon Antworten mit denen man was anfangen kann, aber oft muss man ihn selbst danach fragen. Ist in vielen Fällen ja auch nachvollziehbar, weil man vieles nur merkt, wenn man selbst im Körper drin steckt, da muss man ihn dann halt drauf aufmerksam machen.
Er wusste von den Bandscheibenvorfälle bereits von der Untersuchung 2008, im wesentlichen haben dies ich auch nicht verschlechtert! Er sagte zu mir ich solle so weitermachen und dann sollte sich das mit den Schmerzen allmählich geben.

Also dann probier ich's halt mit Massagen vom Physio :).

Wie ist das bei euch mit Muskelhartspann, habt ihr damit auch zu kämpfen?

Gruss Christian
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von rejoy »

Worauf er mir sagte dass er gerade ein junges Mädchen deswegen auch im Wartezimmer sitzen hat.
War das alles?
Wie ist das bei euch mit Muskelhartspann, habt ihr damit auch zu kämpfen?
Ich habe zwar Probleme mit verspannten / verkrampften Muskeln, aber ich bin da glaub nicht repräsentativ, weil bei mir eine Erkrankung des Bindegewebes zu Grunde liegt.
Was du aber versuchen könntest, ist dir ein TENS - Gerät zu kaufen. Gibts bei Amazon ab ca. 30 Euro (ich habe das von Sanitas und bin sehr zufrieden). Das wende ich regelmäßig an und erfahre dadurch wenigstens etwas Linderung.
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von kypho54 »

rejoy hat geschrieben:
War das alles?
Ja, das wars, mehr hat er nicht gesagt.


rejoy hat geschrieben:
Ich habe zwar Probleme mit verspannten / verkrampften Muskeln, aber ich bin da glaub nicht repräsentativ, weil bei mir eine Erkrankung des Bindegewebes zu Grunde liegt.
Was du aber versuchen könntest, ist dir ein TENS - Gerät zu kaufen. Gibts bei Amazon ab ca. 30 Euro (ich habe das von Sanitas und bin sehr zufrieden). Das wende ich regelmäßig an und erfahre dadurch wenigstens etwas Linderung.
Danke für den Tipp, das TENS-Gerät probier ich aus, SChmerzmedis versuch ich so weit wie möglich zu vermeiden,
bislang schaff ich das noch ganz gut. Hab gehört Muskelrelaxation nach Jacobson soll noch helfen, das probier ich jedenfalls mal aus.

Euch allen einen schönen Sonntag!
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Klaus
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von Klaus »

Kypho54 hat geschrieben:Damals wurde auch eine 3D-Wirbelsäulenvermessung durchgeführt, welche einen Kyphosewinkel von 51° zum Ergebnis hatte.....Das Ergebnis der 3D- Vermessung ergab einen Kyphosewinkel von 41°
Mich wundert, warum Dr. Hoffmann diese 3D Aufnahmen in 2008 gemacht hat. Das ist doch Privatleistung oder? Als Vergleich jetzt in 2012 eine weitere 3D Aufnahme macht ein "bischen" Sinn, ist aber immer mit möglichen größeren Fehlern behaftet.

Entscheidend sind die Röntgenbilder und da geht es um die Korrektur von 54 auf 41 Grad in 4 Jahren. Bedenkt man, das der normale Kyphose Winkel bis 40 Grad gehen kann, hast Du eigentlich eine vollständige Korrektur machen können, wenn man mal das Alter nicht berücksichtigt. (Der Normal-Winkel ist nämlich altersabhängig).
Insofern kann man davon ausgehen, dass Du in erster Linie Fehlhaltungen hattest, die offensichtlich auf Schroth sehr gut angesprochen haben. Das Korsett hat möglicherweise in dem anfänglichen 1/2 Jahr für eine gute Ausgangslage zum Schrothen durch Extra Dehnungen von verkürzten Strukturen gesorgt. Eine Situation, die wir leider nicht täglich haben, weil eine Ausgangslage von 54 Grad individuell völlig unterschiedlich sein kann. Hin und wieder kommt das aber vor!
Ich war echt verblüfft, das ist einerseits ein super Ergebnis, andererseits hab ich v.a. im Bereich der rechten BWS einen hartnäckigen Muskelhartspan der mich schlecht atmen lässt, wahrscheinlich auch noch Blockierungen in den Rippen.
Das klingt nach einer Asymmetrie in der Struktur.
Ich bin mit der Annahme nach Leonberg gefahren, dass sich alles massiv verschlechtert hat, weil ich nach der Reha kaum noch geschrothet habe, dafür aber viel Rückenmuskulatur kräftigende Übungen von meinem Physio gemacht habe.
Die Frage wäre, ob Du eine anteilige relativ geringe Skoliose hast, die Dich bei "normalen" KG Übungen in die Asymmetrie ziehen können.
Ich würde unbedingt die symmetrischen Schroth Übungen aufleben lassen, am besten bei einem Schroth Therapeuten, wenn Du das zuhause nicht mehr richtig hinbekommst. Symptomatisch gegen Schmerzen vorzugehen sollte die zweite Wahl sein.

Gruß
Klaus
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von kypho54 »

Hallo Klaus,
Klaus hat geschrieben:
Mich wundert, warum Dr. Hoffmann diese 3D Aufnahmen in 2008 gemacht hat. Das ist doch Privatleistung oder? Als Vergleich jetzt in 2012 eine weitere 3D Aufnahme macht ein "bischen" Sinn, ist aber immer mit möglichen größeren Fehlern behaftet.
War 2008 noch privat versichert, wahrscheinlich wurde deshalb eine 3D- Vermessung vorgenommen.
Klaus hat geschrieben:
Entscheidend sind die Röntgenbilder und da geht es um die Korrektur von 54 auf 41 Grad in 4 Jahren. Bedenkt man, das der normale Kyphose Winkel bis 40 Grad gehen kann, hast Du eigentlich eine vollständige Korrektur machen können, wenn man mal das Alter nicht berücksichtigt. (Der Normal-Winkel ist nämlich altersabhängig).
Insofern kann man davon ausgehen, dass Du in erster Linie Fehlhaltungen hattest, die offensichtlich auf Schroth sehr gut angesprochen haben. Das Korsett hat möglicherweise in dem anfänglichen 1/2 Jahr für eine gute Ausgangslage zum Schrothen durch Extra Dehnungen von verkürzten Strukturen gesorgt. Eine Situation, die wir leider nicht täglich haben, weil eine Ausgangslage von 54 Grad individuell völlig unterschiedlich sein kann. Hin und wieder kommt das aber vor!
Inzwischen werden bei Dr. Hoffmann ja digitale Röntgenbilder angefertigt. Leider hab ich es versäumt mir eine Kopie geben zu lassen, um sie hier einzustellen.
In meinem Fall handelt es sich in erster Linie um eine Fehlhaltung, wahrscheinlich als Folge einer Schonhaltung. Die Röntgenbilder zeigen deutlich dass auch ein abgeblaufener Morbus Scheuermann im Spiel ist, anhand der unregelmässigen Deckplatten und der Schmorlschen Knoten. Schrothen hat mir definitiv geholfen mich aus der Fehlhaltung aufzurichten.
Allerdings sind die Schmerzen nicht weggegangen, v.a. nach einem langen Arbeitstag mit mehr als 8h vor dem Computer, sind die Schmerzen deutlich zu spühren.


Das klingt nach einer Asymmetrie in der Struktur.Die Frage wäre, ob Du eine anteilige relativ geringe Skoliose hast, die Dich bei "normalen" KG Übungen in die Asymmetrie ziehen können.
Die Fronataufnahme der WS zeigt aber eine geradlinigen Verlauf der WS.

Ich würde unbedingt die symmetrischen Schroth Übungen aufleben lassen, am besten bei einem Schroth Therapeuten, wenn Du das zuhause nicht mehr richtig hinbekommst. Symptomatisch gegen Schmerzen vorzugehen sollte die zweite Wahl sein.
Du hast Recht, vielleicht hilft mir ein Refreshing bei einem Schroth- Therapeuten um die Schmerzen positiv zu beeinflussen,
zumal ich wie gesagt in den letzen beiden Jahren nicht mehr oft geschrothet habe. Schmerzmedis sind keine echte Alternative, zumal ich auch noch Langsammetabolisierer bin, also die Medis in der Leber nur schleppend abgebaut werden.

Gruß
Christian
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Klaus
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von Klaus »

kypho54 hat geschrieben:In meinem Fall handelt es sich in erster Linie um eine Fehlhaltung,....Die Fronataufnahme der WS zeigt aber eine geradlinigen Verlauf der WS.
Da würde ich wirklich mit Schroth KG rangehen und gezielt gucken, was mit den Beschwerden in der rechten BWS passiert. Wie sieht es generell mit Verkürzungen aus? Auch in der Oberschenkel-innen- und Aussenseite?

Gruß
Klaus
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von kypho54 »

Hallo Klaus,
Klaus hat geschrieben:
kypho54 hat geschrieben:Da würde ich wirklich mit Schroth KG rangehen und gezielt gucken, was mit den Beschwerden in der rechten BWS passiert. Wie sieht es generell mit Verkürzungen aus? Auch in der Oberschenkel-innen- und Aussenseite?
Beim tiefen einatmen. bemerke ich Blockaden im Breich des rechten Brustkorbs, da bin ich nicht so frei wie links.
Vielleicht sind das irgendwelche Rippenblockaden, die sich mit intensiven schrothen lösen.

Gruß

Christian
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von kypho54 »

Hallo Zusammen,

heute waren zwei Papierausdrucke meiner Röbi's von Dr. Hoffmann in der Post.
Ich stell die Bilder mal kommentarlos ein.

http://imageshack.us/photo/my-images/85/l1070634.jpg/

http://imageshack.us/photo/my-images/826/l1070635.jpg/

Liebe Grüsse

Christian
socke
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von socke »

Hallo,

erstmal freut mich dein Posting persönlich ganz besonders. Der Bericht spricht dafür, dass die Korsett-Therapie auch bei Erwachsenen "wirken" kann. Ich hab mich auch von 50° auf 33° gebessert. Scheinbar ist das dauerhaft, und du hast ja nichtmal weitergeschrothet. Also gute Nachrichten.

Aber ähnlich wie bei dir habe ich trotz allem noch mit extremem Hartspann zu kämpfen. Die Blockaden sind rückläufig (zumindest gefühlt), und ich brauche keine "Notfalltermine" mehr beim Chirotherapeuten.

Der Hartspann ist allerdings an den gleichen Stellen und in gleicher Intensität vorhanden, wie noch vor der Behandlung. Das hält mich auch von jeglichem Sport ab; die Schmerzen sind zu stark.

Ich gehe mal davon aus, dass es sich dabei (bei dir und bei mir) um echte Myogelosen handelt, also Teile der Muskulatur, die knüppelhart sind und auch nicht mehr von selber verschwinden. Die haben wir wahrscheinlich der jahrelangen Fehlhaltung zu verdanken. Myogelosen/Triggerpunkte sollte man von normalen Verkrampfungen/Verspannungen unterscheiden. Da hilft auch Wärme oder Dehnen nicht mehr viel.

Aktuell suche ich selber nach einer Möglichkeit, die Dinger loszuwerden. Nach dem was ich so gelesen habe (halte mich dabei an die evidenzbasierte Medizin - mit Schröpfen o.ä. versuche ich es gar nicht erst), sind Myogelosen/Triggerpunkte nur durch harte physikalische Verfahren aufzulösen.

Innerhalb solcher Verhärtungen schneidet sich der Muskel durch den Hartspann selbst die Blutzufuhr ab, auf lange Sicht wird sogar Muskel- zu Fettgewebe umgewandelt.

Erfolgversprechend und für mich auch nachvollziehbar sind zur Behandlung tiefzirkelnde Massagen (sehr harte Massagen, die die entsprechenden Punkte "zerstören") und Dry-Needling/Triggerpunktakupunktur. Dabei werden die Punkte mittels Nadel durchstochen und sollen sich dadurch auflösen.

Es gibt auch noch Ansätze mit Botox und lokalen Betäubungsmitteln, aber bevor ich mich dazu äußere, hole ich lieber noch Informationen ein.

Ich denke, dass harte Massagen der realistischste Weg sind, aus dem Teufelskreis rauszukommen. Aber dafür muss man erstmal einen vernünftigen Masseur finden.


LG
Snoopy12345
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von Snoopy12345 »

Hallo Socke,

das hatte ich auch ganz extrem und wünsche das keinem. Das waren bei mir unsägliche Schmerzen! Ich bin damit dann in ein Therapiezentrum gegangen und wurde ganzheitlich behandelt mit einer Kombination aus: Lokalanästhesie, Physiotherapie, TENS, Rotlicht, Massage und Akkupunktur in jeder Sitzung (je ca 1:15h). Nach 2 Monaten und ca 20 Sitzungen war ich ein neuer Mensch.
Achso und zusätzlich war ich am Anfang auch noch 2x beim Chiropraktiker und Ostheopaten, der mir 2 heftige Blockaden beseitigt hat. Vorher konnte ich nicht mehr richtig atmen. Es war ein Rundumschlag und seitdem tue ich alles für mich und meinen Rücken was nötig ist. Nie wieder will ich solche Schmerzen ertragen müssen. Schmerzskala 9,5/10 und kein Schlaf mehr gehabt.


VG

Snoop
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von kypho54 »

socke hat geschrieben: Ich hab mich auch von 50° auf 33° gebessert. Scheinbar ist das dauerhaft, und du hast ja nichtmal weitergeschrothet. Also gute Nachrichten.
Das Korsett wurde in meinem Fall v.a. zum Dehnen der verkürzen Muskulatur und als Schmerzreduktion verordnet.
Wie gesagt hab ich das Korsett nur ein halbes Jahr getragen, war mit meinem Bürojob nicht zufriedenstellend zu vereinbaren. Hat aber dazu beigetragen die Muskulatur zu dehnen.

Deine Korrektur ist sehr beachtlich von 50° auf 33° COBB. Was für ein Korestt trägst du und welche Tragezeiten hast du?
socke hat geschrieben: Der Hartspann ist allerdings an den gleichen Stellen und in gleicher Intensität vorhanden, wie noch vor der Behandlung. Das hält mich auch von jeglichem Sport ab; die Schmerzen sind zu stark.

Mein Hartspann/ Triggerpkt. sitz v.a. im Breich der rechten BWS auf Höhe des Schulterblatts und Übergang HWS/BWS.
Wenn ich intensive Dehungsübungen machen möchte merke ich dass mir dei Beweglichkiet in diesem Breich fehlt. Ich versuchs z. ZT. mit einem TENS- Gerät die Muskulatur zu lockern. War deswegen auch schon bei einem Sportarzt der mir Injektionen verpasst haben, mit Traumeel, die ausser dass sie sündhaft teuer waren, mir nichts gebracht haben.
socke hat geschrieben: Ich gehe mal davon aus, dass es sich dabei (bei dir und bei mir) um echte Myogelosen handelt, also Teile der Muskulatur, die knüppelhart sind und auch nicht mehr von selber verschwinden. Die haben wir wahrscheinlich der jahrelangen Fehlhaltung zu verdanken. Myogelosen/Triggerpunkte sollte man von normalen Verkrampfungen/Verspannungen unterscheiden. Da hilft auch Wärme oder Dehnen nicht mehr viel.
Ja es handlet sich bei mir auch um Triggerpunkte o. Myogelosen, die ausser dass sie höllisch schmerzen können, auch die Beweglichkiet einschränken, wodurch man sich automatisch in einer Fehlhaltung befindet.
socke hat geschrieben:Aktuell suche ich selber nach einer Möglichkeit, die Dinger loszuwerden. Nach dem was ich so gelesen habe (halte mich dabei an die evidenzbasierte Medizin - mit Schröpfen o.ä. versuche ich es gar nicht erst), sind Myogelosen/Triggerpunkte nur durch harte physikalische Verfahren aufzulösen.
Erfolgversprechend und für mich auch nachvollziehbar sind zur Behandlung tiefzirkelnde Massagen (sehr harte Massagen, die die entsprechenden Punkte "zerstören") und Dry-Needling/Triggerpunktakupunktur. Dabei werden die Punkte mittels Nadel durchstochen und sollen sich dadurch auflösen.
Wer bietet so ein"hartes physiklaisches Verfahren" an, der Physiotherapeut? Triggerpunktakkupunktur klingt vielversprechend, zahlt das die gesetzliche KK?

socke hat geschrieben: Ich denke, dass harte Massagen der realistischste Weg sind, aus dem Teufelskreis rauszukommen. Aber dafür muss man erstmal einen vernünftigen Masseur finden.
Wohne in München, wo es viele viele Therapeuten gibt. Da das richtige zu finden ist oft nicht einfach, ich war zweimal bei einem Osteopathen, der seine Sache gut gemacht hat, aber ich die Sitzungen musste ich aus der eigenen tasche bezahlen, und er einen Stundensatz von 280 € abrechnete. So einfach verdiene ich mieine Kohlen nicht, dass ich mir sowas auf Dauer leisten könnte.

Schmerztherapie mit Medikamenten will ich vorerst nicht verfolgen, da dadurch die Ursache nicht bekämpft wird.

Würde mich freuen von Dir wieder zu hören.

Gruss
kypho54




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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von Kaffeetrinker »

mal ne Frage,

da bei mir auch chronisch alles verspannt ist würde da nen TEN´s Gerät helfen?
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von nady »

mich würde es auch interessieren was man noch alles gegen chronische schmerzen/verhärtungen tun kann.
bin garade am anfang meiner korsettherapie, aber merke noch keine schmerzlinderung.

snoopy12345...in welchem Therapiezentrum warst du?

lg nady
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Re: Besuch bei Dr. Hoffmann am 14.06.2012

Beitrag von kypho54 »

Hallo Kaffeetrinker,
Kaffeetrinker hat geschrieben:mal ne Frage,

da bei mir auch chronisch alles verspannt ist würde da nen TEN´s Gerät helfen?

mir persönlich hilft das TENS-Gerät die Schmerzen zu lindern, auf den Muskelhartspann bzw.die Triggerpunkte hab ich bisher keinen positiven Einfluss gespührt.

Hab mal bei Wikipedia nachgeschlagen. Darin steht in Bezug auf die Wirksamkeit der TENS- Behandlung:

"Die Wirksamkeit von TENS wird kontrovers diskutiert. Es gibt sowohl Studien, die eine Wirksamkeit gegenüber einer Placebobehandlung belegen, als auch Studien, die keinen Vorteil für TENS zeigen konnten. Zu einer abschließenden Beurteilung der Wirksamkeit liegen keine ausreichenden Daten aus Studien vor."

http://de.wikipedia.org/wiki/Transkutan ... timulation

Ein TENS - Gerät kostet ca. 30 € - ein Versuch ist's allemal wert. ;)


Gruss
Kypho54
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