Hallo ihr alle,
nun ist ja seit April schon eine ganze Weile vergangen und ich habe einige up`s and down´s erlebt auch in Bezug auf die Korsett-Therapie, auf die ich mich ja zunächst sehr gefreut hatte, vor allem darüber, dass es mit der Genehmigung der KK doch noch geklappt hat, auch wenn ich dafür ganze vier Wochen warten musste. Ich konnte es der KK aber auch nicht so recht Übel nehmen, da sie ja prüfen wollten, durch ein medizinisches Gutachten, weshalb ich überhaupt ein Korsett benötige und vor allem, warum so ein teures.
Dank Dr.Hoffmann der meiner Kasse Auskunft über die Situation, den Krümmungsgrad und die Schmerzsituation
gab,bekam ich dann auch mein Korsett genehmigt

. Anfänglich konnte ich das Korsett, welches ich den Namen Jeans-Fritz gab wunderbar tragen, habe mit den Tragezeiten langsam begonnen und mich schleichend immer mehr gesteigert ( freu

). Meine Höchsttragzeit waren dann letztendlich 16 Stunden und ich habe es tatsächlich auch geschafft, es mit zur Arbeit zu nehmen, hatte natürlich vorher meine Arbeitskollegen geimpft, dass es z.B beim bücken Probleme geben könnte

.
Nach ca. vier Wochen erfolgte dann die sogenannte Höllentour von Master Rahmouni nach Doc Hoffmann, dort wurde ich im Korsett geröntgt. Ich war kurz nach dem röntgen erstmal total von den Socken, als ich von dem Ergebnis erfuhr 56°

, aber dennoch irgendwie doch die Zweifel, ob ich das Ergebnis denn auch mal irgendwann in ferner Lieven erreichen würde????

Hr.Rahmouni hatte vor diesem röntgen eine sehr starke und dicke Pelotte draufgeknallt, sodass das Korsi wahnsinnig vom Rücken her abstand und so konnte natürlich jeder sehen, dass ich ein Korsi trage, da konnte ich versuchen zu kaschiren was das Zeug hält und hatte trotzdem kein Erfolg

. Leider haben während der gesamten Korsett-Zeit, ob mit oder ohne Aufpellotierung die Schmerzen insbesondere BWS/LWS und diese fürchterlichen und miesen Kopfschmerzen nicht nachgelassen, im Korsett waren es halt andere Schmerzen, als ohne Korsett, also zwei verschiedene Arten von Schmerzen und so manches Mal dachte ich, dass halte ich nicht mehr lange aus, denn in meinem näheren Umfeld haben das viele zu spüren bekommen, vor allem Freund und Family, dass es mir nicht so gut geht und ich dachte schon so manches Mal vor einer Depri-Phase zu stehen, da ich irgendwie alles als sinnlos sah und das Korsett mir auch nicht weiterhilft, habe es dann drei Wochen in meinen Beutel gepackt und nicht mehr getragen

. Vor allem nach der Aufpellotierung hatte ich ganz schön zu knabbern, war irgendwie total frustriert, dass das Korsett, worüber ich mich anfänglich so sehr gefreut hatte, nicht mehr tragen konnte
( Druck zu stark

) Ich nahm Tabletten und nehme sie auch heute noch nach wie vor.
Nun war ich vor kurzem mal wieder in Stuttgart und auch in Leonberg bei Dr.Hoffmann. Ihr glaubt garnicht, wie sehr ich auf diesen Termin gewartet habe, denn ich wollte endlich wieder in einen Panzer springen, der mich nicht mehr quält, sondern, indem ich mich halbwegs wohlfühle. War ehrlich gesagt schon so manches Mal ein wenig neidisch, wie sehr hier viele nach so kurzer Zeit, mit dem Korsett klar kommen, manchmal habe ich mich sogar gefragt, ob ich da vielleicht etwas falsch gemacht habe.
Nun wieder zu meinem letzten Besuch in Stuttgart bei Hr.Rahmouni. Hr.Rahmouni fragte, wie ich mit dem Korsett zurecht komme. Ich erzählte ihm, dass ich eine höchstens 5-Stündige Tragzeit mit Unterbrechung und biegen und brechen gerade mal so erreiche und bat ihn ganz dringend darum doch etwas Druck rauszunehmen. Hr.Rahmouni meinte, er wollte testen, wie ich mit diesem Druck klar komme und ob ich mich daran gewöhnen würde. Tja, leider habe ich mich nicht daran gewöhnt und konnte es erst recht nicht bis zu den grünen Strichen schließen, wie das z.B beim Kontrollröntgen der Fall war, dort sind ja schon ein paarTränen gekullert, was mir auch sehr peinlich war

.
Hr.Rahmouni stimmte mir zu und sah absolut ein, dass das so keinen Zweck hat, denn ich müsste das Korsett ja auch tragen können. Er änderte es, was ca. eine Stunde dauerte. In dieser Zeit war ich dann in Leonberg bei Dr.Hoffmann.
Er war wie immer nett und gewitzt, hat einen sehr guten Humor. Ich schilderte ihm , was der Grund wäre für meinen Besuch, denn eigentlich hatte ich nicht vor so schnell wieder zu kommen. Dr.Hoffmann fragte mich, wie ich mit dem Korsett zurecht komme und wie lange ich es tragen würde. Ich sagte ihm, dass Hr.Rahmouni gerade Hand anlegt, um es wieder tragen zu können. Ich erzählte ihm von meinen ständigen Beschwerden und täglichen Kopfschmerzen. Er untersuchte nochmals meinen Rücken und zog meine Schultern kräftig nach hinten, auch bewegte er meinen Kopf immer hin und her, was auch sehr unangenehm war und es knackte auch so komisch. Ich bekam von ihm eine Überweisung zum Radiologen zwecks MRT und gab mir gegen die Schmerzen ein Rezept für Schmerztabletten die heißen Dolovisano Metocarb 75mg. Er fragte auch, welche Tabletten ich sonst noch nehmen würde, wegen der Nebenwirkungen, aber Dolovisano und Ubu 800mg verstehen sich ganz gut. Was für mich schockierend war, dass er mir dazu rät meinen Beruf nicht mehr auszuüben und ich könne z.B versuchen über die DRV eine Umschulung zu bekommen.
Auch würde er mir zwecks einen Schwerbehinderten-Ausweises zur Seite stehen, was ich von ihm sehr nett fand. Als nächstes fragte er, wann denn meine Reha beginnen würde, als er dann erfuhr, dass es demnächst nach Sobi geht, freute er sich und meinte, ich wäre dort sehr gut aufgehoben und genau an der richtigen Adresse, er erwähnte aber auch, dass wenn der Reha-Aufenthalt nicht sehr erfolgsversprechend ist, er nochmal mit mir reden möchte

.
Jetzt hoffe ich, dass Bad-Sobernheim und mein mittlerweile wieder tragbarer Jeans-Fritz, da die Pelotte nun wieder genauso klein ist wie zur Anfangszeit mir endlich weiterhelfen und diese blöden Schmerzen endlich verschwinden, denn ich möchte auch weiterhin in meinem Beruf arbeiten, weil es einfach ein wunderschöner Beruf ist.
So, nun geht es bald los nach

und ich bin schon ganz gespannt.
LG
lya
