Cobb Winkel?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
Lya500
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Re: Cobb Winkel?

Beitrag von Lya500 »

Hallo Afra !

Erstmal Danke für Deine Antwort.

Sicherlich hast Du damit Recht, dass die Orthopäden eine Diagnose stellen können, auch anhand von Teilaufnamen. Es ist nur so, dass ich ja früher bereits ein Korsett getragen hatte, wenn auch leider nicht oft :/ ,was ich heute sicherlich schon bereut habe. Damals war es aber so, dass ich auf Skoliose behandelt wurde und dementsprechend auch ein Korsett trug. Mein jetziger Orthopäde hat aber eine Skoliose ausgeschlossen und mir von einer Hyperkyphose erzählt. Kann eine Skoliose von allein verschwinden, oder hab ich eine falsche Behandlung bekommen. Vielleicht ist es ja auch nur eine Begleitskoliose :?: Aber, wenn es wirklich keine Anzeichen einer Skoliose gibt, dann bin ich doch irgendwie froh, dass ich das Korsett von füher nur sehr selten getragen habe.
Verstehst Du jetzt, dass ich ein wenig verunsichert bin.


LG

Lya :(
Lya500
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Re: Cobb Winkel?

Beitrag von Lya500 »

Oder ist es vielleicht so, dass die Skoliose früher bzw. in den 90er Jahren der Gesamtbegriff für
für sämtliche Wirbelsäulenverkrümmungen war?

Ich war insgesamt bei vier Orthopäden, bei dem ersten war ich damals im Alter von 14 Jahren mit meiner Mutter aufgrund von schlechter Haltung und Schmerzen, dieser Orthopäde sprach von einer Skoliose, dementsprechend bekam ich dann auch KG zusammen mit einem anderen Skoliose betroffenem Mädchen und ein Korsett. Zur KG bin ich viele Jahre gegangen. Meine Mutter wechselte den Orthopäden und ob ich wollte oder nicht, bin ich auch bei diesem Orthopäden gelandet, dieser sprach von einem Wachstumsschub und mir wurde wieder KG verordnet und Elektrotherapie. Nun wohne ich schon mehrere Jahre nicht mehr bei meinen Eltern und wohne auch einige Kilometer von ihnen entfernt, weshalb ich mir erneut einen neuen Orthopäden in meiner Nähe suchte, dieser sprach von einem Morbus Scheuermann und wollte mir Einlagen verordnen und ich soll schwimmen gehen. Der letzte Orthopäde bei dem ich wegen meines Hexenschusses war erzählte mir aber von einer Hyperkyphose. Deshalb mal die obige Frage.

LG

Lya
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Klaus
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Re: Cobb Winkel?

Beitrag von Klaus »

Lya500 hat geschrieben:Mein jetziger Orthopäde hat aber eine Skoliose ausgeschlossen und mir von einer Hyperkyphose erzählt. Kann eine Skoliose von allein verschwinden, oder hab ich eine falsche Behandlung bekommen. Vielleicht ist es ja auch nur eine Begleitskoliose :?:
Es kommt häufig vor, dass es bei der Hyperkyphose eine begleitende geringe Skoliose gibt.
Oder ist es vielleicht so, dass die Skoliose früher bzw. in den 90er Jahren der Gesamtbegriff für
für sämtliche Wirbelsäulenverkrümmungen war?
Es war und ist leider immer noch so, dass die Skoliose im Fokus steht, weil das angeblich auch von der Krankenkasse akzeptiert würde. Sprich, die Hyperkyphose ist "nichts wert". Dazu habe ich ja nun schon einiges geschrieben.
Wenn der Arzt nun einfach Skoliose ohne Winkelangabe in seine Diagnose schreibt, hat er sich erst einmal abgesichert und kann den Patienten mit einfacher KG und dem Rat, machen sie Sport, abwimmeln.

Wenn der Orthopäde nun die Hyperkyphose im Fokus sieht, würde ich das erst einmal positiv sehen, weil die Begleitskoliose auch bei der Behandlung meistens keine Rolle spielt. Es sei denn, sie ist grösser als 20 Grad.
weshalb ich mir erneut einen neuen Orthopäden in meiner Nähe suchte, dieser sprach von einem Morbus Scheuermann und wollte mir Einlagen verordnen und ich soll schwimmen gehen. Der letzte Orthopäde bei dem ich wegen meines Hexenschusses war erzählte mir aber von einer Hyperkyphose.
Also der Morbus Scheuermann ist nur ein Auslöser für die Hyperkyphose und längst abgelaufen.
Insofern ist das überhaupt kein Widerspruch.

Aber wir sind uns hoffentlich einig, dass dies nur eine grundsätzliche Diskussion ist und Deine konkrete Situation von Dr. Hoffmann abgeklärt werden muss.

Gruss
Klaus
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Re: Cobb Winkel?

Beitrag von Lya500 »

Hallo Klaus!

Wie immer sehr charmante Antworten. :D

Natürlich warte ich jetzt erstmal ab, was Dr. Hoffmann sagt und was er vorschlägt.
Es war halt schlichtweg nur mal eine Frage, weil es mir bislang ein wenig komisch vorkam, wie es bislang über die Jahre so alles gelaufen ist.

LG

Lya
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Klaus
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Re: Cobb Winkel?

Beitrag von Klaus »

Lya500 hat geschrieben:Es war halt schlichtweg nur mal eine Frage, weil es mir bislang ein wenig komisch vorkam, wie es bislang über die Jahre so alles gelaufen ist.
Das ist vollkommen in Ordnung, zumal ich Dir ja auch geraten habe, soviel wie möglich an eigenen Wissen aufzubauen, um die eigene Kompetenz zu stärken.
Wie immer sehr charmante Antworten. :D
Na ja, ich arbeite hier möglichst praxisnah mit "penetranter Überzeugungsarbeit", wie es jemand an anderer Stelle so schön formuliert hat. Die Erfahrung zeigt nun mal, das die meisten Newbies erst einmal keine neuen Wege einschlagen wollen, "weil es einfach nicht sein kann, dass so viele Orthopäden bei Skoliose/Hyperkyphose inkompetent sein sollen".

Da hilft der Trost und die Anteilnahme allein nicht weiter, immer wieder bestätigt sich, dass der berühmte "Tritt in den Hintern" den Ruck gegeben hat.

Im übrigen gibt es hier so viele User, die einfühlsam aber oft nicht so konkret antworten, da muss ich mich nicht auch noch einreihen, auch wenn das scheinbar besser ankommt. :)

Gruss
Klaus
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Re: Cobb Winkel?

Beitrag von Lya500 »

Klaus hat geschrieben:
Lya500 hat geschrieben:Es war halt schlichtweg nur mal eine Frage, weil es mir bislang ein wenig komisch vorkam, wie es bislang über die Jahre so alles gelaufen ist.
Das ist vollkommen in Ordnung, zumal ich Dir ja auch geraten habe, soviel wie möglich an eigenen Wissen aufzubauen, um die eigene Kompetenz zu stärken.
Wie immer sehr charmante Antworten. :D
Na ja, ich arbeite hier möglichst praxisnah mit "penetranter Überzeugungsarbeit", wie es jemand an anderer Stelle so schön formuliert hat. Die Erfahrung zeigt nun mal, das die meisten Newbies erst einmal keine neuen Wege einschlagen wollen, "weil es einfach nicht sein kann, dass so viele Orthopäden bei Skoliose/Hyperkyphose inkompetent sein sollen".

Da hilft der Trost und die Anteilnahme allein nicht weiter, immer wieder bestätigt sich, dass der berühmte "Tritt in den Hintern" den Ruck gegeben hat.

Im übrigen gibt es hier so viele User, die einfühlsam aber oft nicht so konkret antworten, da muss ich mich nicht auch noch einreihen, auch wenn das scheinbar besser ankommt. :)

Gruss
Klaus
Damit hattest Du auch Erfolg.

Gruß

Lya
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Re: Cobb Winkel?

Beitrag von Mareike85 »

"Penetrante Überzeugungsarbeit" - Da wurde ich wohl zitiert ;)

Aber wie Lya schon feststellte: Sie wirkt wohl :cool:

LG
Mareike
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Re: Cobb Winkel?

Beitrag von Lya500 »

Dr. Guthenberg :D :D :D
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