Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
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Hallo zusammen,
ich leide an folgenden Krankheiten:
Knick-Senkfuß bds
Skoliose 10%
Spondylolyse L5
Osteochondrose LWK 5/ S1
Abortiver Morbus Scheuermann
Seit etwa 2,5 Jahren versuche ich durch Bodybuilding dagegen zu wirken. Ich habe leider bisher keinen Arzt bzw Therapeuten gefunden, der sportlich orientiert ist und mir im Hinblick auf Training + Rückenprobleme helfen kann. Der Arzt meint das müssen sie mit dem Therapeuten klären, ich stelle nur die Diagnosen und die Therapeuten wiedersprechen sich alle selber. Der eine sagt das, der andere das komplette Gegenteil.
Rückenschmerzen ist so ne Sache.. eigentlich habe ich keine Rückenschmerzen mehr.. es fällt mir allerdings schwer mich aufrecht zu halten. Ich habe ein Job im Büro und bin 9 Stunden an den Stuhl gefesselt. Natürlich versuche ich immer aufrecht zu sitzen, aber dies kann ich auch nur eine begrenzte Zeit durchführen.
Ich versuche meine Körperhaltung zu beschreiben:
Schultern nach vorne + Rundrücken + Hohlkreuz (Becken nach vorne gekippt, dadurch steht auch mein Po unschön raus) + Bauch steht ab . Bei Frauen mag das ja ganz sexy sein aber als Mann gefällt mir diese Haltung gar nicht.
Trainingsplan
Tag 1: Rudern, Crunches, Stange zum Kinn hochziehen( kenn grad den Begriff nicht, ist für hintere Schulter und innere Rückenmuskulatur), Bizeps
Tag 2: Bankdrücken(sitzend), Seitheben, unterer Rücken, Butterfly, Trizeps
Tag 3: siehe Tag 1
Tag 4: siehe Tag 2
wobei ich sagen muss das ich die Rumpfmuskulatur 1,5 Jahre total vernachlässigt hab und nicht trainiert.
zu meinen Fragen:
1. Wie schaffe ich es gerade zu sitzen ohne mich so wahnsinnig anstrengen zu müssen, und auf meine Haltung zu achten?
2. Kann ich der Haltungsverformung der Osteochondrose noch entgegen wirken? Ich möchte gerne wieder einen geraden Rücken. Vorallem möchte ich mein Hohlkreuz verringern , sodass mein Bauch nicht so nach vorne und mein Po nicht so nach hinten steht. Ich dachte immer durch viel Rumpftraining + Dehnung vom Hüftbeuger, unterem Rücken + hinterer ischio dehnen wird das besser.. aber irgendwie merke ich nichts davon. Jetzt habe ich gelesen das der ischio bei osteochondrose-Patienten total überdehnt ist.. was stimmt denn nun?
3. Wie werde ich wieder beweglicher? Wenn ich mit meinen Händen versuche die Füße zu berühren komme ich gerade mal bis zu meinen Knien? das ist doch nicht normal? Ausserdem habe ich dann schmerzen im unteren Rücken?
4. Welche Übungen im Studio sollte man bei meinen Beschwerden überhaupt nicht machen? Welche sind zu Empfehlen? Das Stauchungen nicht zu empfehlen sind ist mir bewusst
5. Welche Muskelgruppen muss ich favorisiert trainieren? Derzeit trainiere ich vorallem meinen hinteren oberen Rücken um dem Buckel entgegen zu wirken.
Vielen vielen Dank und Grüße
achja: bin 21 Jahre alt
ich leide an folgenden Krankheiten:
Knick-Senkfuß bds
Skoliose 10%
Spondylolyse L5
Osteochondrose LWK 5/ S1
Abortiver Morbus Scheuermann
Seit etwa 2,5 Jahren versuche ich durch Bodybuilding dagegen zu wirken. Ich habe leider bisher keinen Arzt bzw Therapeuten gefunden, der sportlich orientiert ist und mir im Hinblick auf Training + Rückenprobleme helfen kann. Der Arzt meint das müssen sie mit dem Therapeuten klären, ich stelle nur die Diagnosen und die Therapeuten wiedersprechen sich alle selber. Der eine sagt das, der andere das komplette Gegenteil.
Rückenschmerzen ist so ne Sache.. eigentlich habe ich keine Rückenschmerzen mehr.. es fällt mir allerdings schwer mich aufrecht zu halten. Ich habe ein Job im Büro und bin 9 Stunden an den Stuhl gefesselt. Natürlich versuche ich immer aufrecht zu sitzen, aber dies kann ich auch nur eine begrenzte Zeit durchführen.
Ich versuche meine Körperhaltung zu beschreiben:
Schultern nach vorne + Rundrücken + Hohlkreuz (Becken nach vorne gekippt, dadurch steht auch mein Po unschön raus) + Bauch steht ab . Bei Frauen mag das ja ganz sexy sein aber als Mann gefällt mir diese Haltung gar nicht.
Trainingsplan
Tag 1: Rudern, Crunches, Stange zum Kinn hochziehen( kenn grad den Begriff nicht, ist für hintere Schulter und innere Rückenmuskulatur), Bizeps
Tag 2: Bankdrücken(sitzend), Seitheben, unterer Rücken, Butterfly, Trizeps
Tag 3: siehe Tag 1
Tag 4: siehe Tag 2
wobei ich sagen muss das ich die Rumpfmuskulatur 1,5 Jahre total vernachlässigt hab und nicht trainiert.
zu meinen Fragen:
1. Wie schaffe ich es gerade zu sitzen ohne mich so wahnsinnig anstrengen zu müssen, und auf meine Haltung zu achten?
2. Kann ich der Haltungsverformung der Osteochondrose noch entgegen wirken? Ich möchte gerne wieder einen geraden Rücken. Vorallem möchte ich mein Hohlkreuz verringern , sodass mein Bauch nicht so nach vorne und mein Po nicht so nach hinten steht. Ich dachte immer durch viel Rumpftraining + Dehnung vom Hüftbeuger, unterem Rücken + hinterer ischio dehnen wird das besser.. aber irgendwie merke ich nichts davon. Jetzt habe ich gelesen das der ischio bei osteochondrose-Patienten total überdehnt ist.. was stimmt denn nun?
3. Wie werde ich wieder beweglicher? Wenn ich mit meinen Händen versuche die Füße zu berühren komme ich gerade mal bis zu meinen Knien? das ist doch nicht normal? Ausserdem habe ich dann schmerzen im unteren Rücken?
4. Welche Übungen im Studio sollte man bei meinen Beschwerden überhaupt nicht machen? Welche sind zu Empfehlen? Das Stauchungen nicht zu empfehlen sind ist mir bewusst
5. Welche Muskelgruppen muss ich favorisiert trainieren? Derzeit trainiere ich vorallem meinen hinteren oberen Rücken um dem Buckel entgegen zu wirken.
Vielen vielen Dank und Grüße
achja: bin 21 Jahre alt
- Alex_activitas
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Hallo Sam,
wie trainierst Du denn? An Maschinen oder mit freien Gewichten?
Wie führst Du die Crunches aus? Falls Du sie mit dem Oberkörper durchführst, ist das kontraproduktiv, da Du in Deine Fehlhaltung arbeitest.
Warum machst Du das Bankdrücken sitzend?
Warum Butterfly? Auch diese Übung arbeitet in Deine Fehlhaltung. Butterfly reverse wäre hier eine bessere Alternative.
Wie machst Du die Trizeps-Übung? Pull-over mit der Kurzhantel oder Z-Stange?
Zu Deinen Fragen:
Dein Rücken muss es erst lernen, wieder gerade zu sitzen. Und dies musst Du trainieren. Ob allerdings Bodybuilding hierfür eine geeignete Methode ist, ist fraglich. Funktionelles und koordinatives Training dürfte schneller und anhaltender zum Erfolg führen.
Wichtig ist hierbei auch, dass die Wadenmuskulatur nicht vergessen wird zu dehnen. Diese steht im funktionellen Zusammenhang mit der hinteren Oberschenkelmuskulatur.
ad 4. & 5.:
Das hängt alles vom Befund ab! Daher kann es hier so nicht beantwortet werden.
Ich halte allerdings Bodybuilding - wie oben schon erwähnt - nicht für die optimale Methode. Denn hierbei geht es um massiven Muskelaufbau. Die Koordination bleibt dabei auf der Strecke. Das kann aber nicht Dein Ziel sein, denn Du willst eine Verbesserung Deiner Situation. Oder geht es Dir darum, Deinen Körper bzw. Deine Muskeln zu definieren?
Als wäre eher an ein Training im Bereich der extensiven Kraftausdauer zu denken. Dazu noch Koordinationstraining.
Allerdings sind das nur Mutmaßungen, da ich Dich eben nicht sehe und keinen Befund machen kann. Dies sollte aber ein Physiotherapeut, der z.B. eine Sportphysio-Ausbildung absolviert hat schon machen können.
Gruß,
Alex
wie trainierst Du denn? An Maschinen oder mit freien Gewichten?
Wie führst Du die Crunches aus? Falls Du sie mit dem Oberkörper durchführst, ist das kontraproduktiv, da Du in Deine Fehlhaltung arbeitest.
Warum machst Du das Bankdrücken sitzend?
Warum Butterfly? Auch diese Übung arbeitet in Deine Fehlhaltung. Butterfly reverse wäre hier eine bessere Alternative.
Wie machst Du die Trizeps-Übung? Pull-over mit der Kurzhantel oder Z-Stange?
Zu Deinen Fragen:
Gar nicht. Das wäre das Prinzip "Wasch mich, aber mach mich nicht nass!"Sam457 hat geschrieben:1. Wie schaffe ich es gerade zu sitzen ohne mich so wahnsinnig anstrengen zu müssen, und auf meine Haltung zu achten?
Dein Rücken muss es erst lernen, wieder gerade zu sitzen. Und dies musst Du trainieren. Ob allerdings Bodybuilding hierfür eine geeignete Methode ist, ist fraglich. Funktionelles und koordinatives Training dürfte schneller und anhaltender zum Erfolg führen.
Du meinst sicher die "Ischios", sprich die hintere Oberschenkelmuskulatur (ischiocrurale Muskulatur bzw. Hüftstrecker und Kniebeuger). Die Frage lässt sich ohne Befund nicht beantworten, denn eine pauschale Antwort gibt es nicht.Sam457 hat geschrieben:2. Kann ich der Haltungsverformung der Osteochondrose noch entgegen wirken? Ich möchte gerne wieder einen geraden Rücken. Vorallem möchte ich mein Hohlkreuz verringern , sodass mein Bauch nicht so nach vorne und mein Po nicht so nach hinten steht. Ich dachte immer durch viel Rumpftraining + Dehnung vom Hüftbeuger, unterem Rücken + hinterer ischio dehnen wird das besser.. aber irgendwie merke ich nichts davon. Jetzt habe ich gelesen das der ischio bei osteochondrose-Patienten total überdehnt ist.. was stimmt denn nun?
Das klingt tatsächlich nach einer deutlichen Verkürzung der ischiocruralen Muskulatur. Allerdings müsste man schauen, woher diese kommt und kann dann erst sagen, wie genau Du dagegen vorgehen kannst - ausser mit Dehnungen.Sam457 hat geschrieben:3. Wie werde ich wieder beweglicher? Wenn ich mit meinen Händen versuche die Füße zu berühren komme ich gerade mal bis zu meinen Knien? das ist doch nicht normal? Ausserdem habe ich dann schmerzen im unteren Rücken?
Wichtig ist hierbei auch, dass die Wadenmuskulatur nicht vergessen wird zu dehnen. Diese steht im funktionellen Zusammenhang mit der hinteren Oberschenkelmuskulatur.
ad 4. & 5.:
Das hängt alles vom Befund ab! Daher kann es hier so nicht beantwortet werden.
Ich halte allerdings Bodybuilding - wie oben schon erwähnt - nicht für die optimale Methode. Denn hierbei geht es um massiven Muskelaufbau. Die Koordination bleibt dabei auf der Strecke. Das kann aber nicht Dein Ziel sein, denn Du willst eine Verbesserung Deiner Situation. Oder geht es Dir darum, Deinen Körper bzw. Deine Muskeln zu definieren?
Als wäre eher an ein Training im Bereich der extensiven Kraftausdauer zu denken. Dazu noch Koordinationstraining.
Allerdings sind das nur Mutmaßungen, da ich Dich eben nicht sehe und keinen Befund machen kann. Dies sollte aber ein Physiotherapeut, der z.B. eine Sportphysio-Ausbildung absolviert hat schon machen können.
Gruß,
Alex
Alexander Heidrich - activitas - menschen, die bewegen
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- Klaus
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Hallo Sam,
mit 21 hat man einen Morbus Scheuermann hinter sich und muss die Auswirkungen betrachten. Das ist höchstwahrscheinlich keine Haltungsschwäche, sondern eine Fehlstellung in Form eines Rundrückens (Hyperkyphose) und Hohlkreuz (Hyperlordose) sowie einer begleitenden geringen Skoliose, bei Dir von 10 Grad. (nicht 10 % !)
Um etwas über die richtige Vorgehensweise bei der Behandlung zu sagen, muss erst einmal eine konkrete Diagnose mit Winkelangaben, insbesondere zur Hyperkyphose gemacht werden.
Trainer und Therapeuten sind in dieser Hinsicht überfordert !
Dein Trainingsplan bietet übrigens jede Menge an Möglichkeiten bereits in der Haltung viel falsch zu machen.
Ich bevorzuge Geräte-geführtes Training, wo man wenigstens eine aufrechte (korrigierte) Haltung einnehmen kann. Damit ist nicht nur der gestreckte obere Teil des Rückens gemeint, sondern auch das Korrigieren des Hohlkreuzes, was in dieser Kombination schon mal schwierig ist. Die meisten Leute strecken zwar die BWS nach oben, gehen dabei aber automatisch in das Hohlkreuz.
Was gar nicht gut ist, Butterfly vorwärts, nur rückwärts. Keine Ruderbewegungen, wenn nicht sichergestellt ist, dass der Oberrkörper eine korrigierte Haltung einnimmt und dabei auch bleibt!
Keine Situps!
Alle Klimmzug ähnlichen Übungen so ausführen, dass der Rundrücken nicht verstärkt wird, Hände breit fassen!
Das gilt alles nur als Begleittherapie bei Hyperkyphose, nicht bei reiner Skoliose!
Deine 6. Frage muss lauten
Wo finde ich einen Spezialisten?
Guck mal in die Rubrik Gesucht/Gefunden und da insbesondere in die "Überregionale Sprechstunden"
Bei Hyperkyphose/Skoliose sind die meisten Orthopäden leider inkompetent !!
Deswegen ist ein Besuch beim Spezialisten auch bei weiterem Weg unbedingt zu empfehlen.
Gruss
Klaus
Ich sehe gerade, Alex hat in der Zwischenzeit auch einiges dazu geschrieben, was ich nur unterstützen kann.
mit 21 hat man einen Morbus Scheuermann hinter sich und muss die Auswirkungen betrachten. Das ist höchstwahrscheinlich keine Haltungsschwäche, sondern eine Fehlstellung in Form eines Rundrückens (Hyperkyphose) und Hohlkreuz (Hyperlordose) sowie einer begleitenden geringen Skoliose, bei Dir von 10 Grad. (nicht 10 % !)
Um etwas über die richtige Vorgehensweise bei der Behandlung zu sagen, muss erst einmal eine konkrete Diagnose mit Winkelangaben, insbesondere zur Hyperkyphose gemacht werden.
Kein Wunder, denn das Bodybuilding bzw. Fitness Training kann man bei Hyperkyphose nur mit richtigem Körpergefühl ausüben. Es geht da nicht nur um Muskelaufbau, sondern auch um Korrektur von Strukturen (Muskeln, Bänder und Sehnen). Wenn das nicht beachtet wird, trainiert man in dieser Fehlstellung und fixiert bestenfalls diese schlechte Situation. Es ist auch möglich, dass man das noch weiter verschlechtert, ohne es zu bemerken!Seit etwa 2,5 Jahren versuche ich durch Bodybuilding dagegen zu wirken. Ich habe leider bisher keinen Arzt bzw Therapeuten gefunden, der sportlich orientiert ist und mir im Hinblick auf Training + Rückenprobleme helfen kann. Der Arzt meint das müssen sie mit dem Therapeuten klären, ich stelle nur die Diagnosen und die Therapeuten wiedersprechen sich alle selber. Der eine sagt das, der andere das komplette Gegenteil.
Trainer und Therapeuten sind in dieser Hinsicht überfordert !
Allein diese Frage reicht, um sagen zu können, dass Du erst mal spezifische KG machen solltest, nachdem eine konkrete Diagnose gestellt wurde. Bei Fehlstellungen ist das optimalerweise die KG nach Katharina Schroth, die man allerdings richtig nur in einer stationären REHA lernt. Oft ist es auch so, dass man vorher noch eine Extra Dehnung von verkürzten Strukturen vornehmen muss, damit die Schroth KG richtig wirken kann. Diese Verkürzungen ziehen Dich nämlich in diese Fehlstellung. Da kannst Du soviel Muskeln aufbauen, wie Du willst, Du wirst ncht länger aufrecht sitzen können.1. Wie schaffe ich es gerade zu sitzen ohne mich so wahnsinnig anstrengen zu müssen, und auf meine Haltung zu achten?
Dein Trainingsplan bietet übrigens jede Menge an Möglichkeiten bereits in der Haltung viel falsch zu machen.
Ich bevorzuge Geräte-geführtes Training, wo man wenigstens eine aufrechte (korrigierte) Haltung einnehmen kann. Damit ist nicht nur der gestreckte obere Teil des Rückens gemeint, sondern auch das Korrigieren des Hohlkreuzes, was in dieser Kombination schon mal schwierig ist. Die meisten Leute strecken zwar die BWS nach oben, gehen dabei aber automatisch in das Hohlkreuz.
Was gar nicht gut ist, Butterfly vorwärts, nur rückwärts. Keine Ruderbewegungen, wenn nicht sichergestellt ist, dass der Oberrkörper eine korrigierte Haltung einnimmt und dabei auch bleibt!
Keine Situps!
Alle Klimmzug ähnlichen Übungen so ausführen, dass der Rundrücken nicht verstärkt wird, Hände breit fassen!
Das gilt alles nur als Begleittherapie bei Hyperkyphose, nicht bei reiner Skoliose!
Deine 6. Frage muss lauten
Wo finde ich einen Spezialisten?
Guck mal in die Rubrik Gesucht/Gefunden und da insbesondere in die "Überregionale Sprechstunden"
Bei Hyperkyphose/Skoliose sind die meisten Orthopäden leider inkompetent !!
Deswegen ist ein Besuch beim Spezialisten auch bei weiterem Weg unbedingt zu empfehlen.
Gruss
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Ich sehe gerade, Alex hat in der Zwischenzeit auch einiges dazu geschrieben, was ich nur unterstützen kann.
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Wobei hierzu gesagt werden muss, dass dies nur funktioniert, wenn der Übende auch genau weiss, worauf er achten muss. Ein "unkontrolliertes" gerätegeführtes Training kann schnell aus dem Ruder laufen, wenn man die Einstellungen und die Korrekturen nicht beachtet.Klaus hat geschrieben:Ich bevorzuge Geräte-geführtes Training, wo man wenigstens eine aufrechte (korrigierte) Haltung einnehmen kann.
Wenn jedoch schon ein gutes Körpergefühl und auch eine gewisse Trainingserfahrung vorhanden ist, kann man es anwenden.
Ich persönlich bin eher ein Verfechter des Trainierens mit freien Gewichten.
Aber das bedeutet nicht, dass es die einzig wahre Lösung ist! Nur komme ich damit am besten zurecht und gebe es entsprechend an meine Patienten weiter.
Gruß,
Alex
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Wenn man den Patienten als Schroth Therapeut damit vertraut macht bzw. ihn begleitet, ist das sicherlich eine gute Sache.Alex hat geschrieben:Ich persönlich bin eher ein Verfechter des Trainierens mit freien Gewichten.
Nur es geht hier ja in den meisten Fällen um Schadensbegrenzung im Fitness Studio. Mit der Geräte geführten Art macht man weniger grundsätzliche Fehler und es ist auch erst einmal leichter, das Schroth Prinzip nach einer REHA in Eigenregie umzusetzen, sofern es sich um Hyperkyphose handelt, symmetrisches Training.
Hinzu kommt natürlich auch die Gesamt-Motivation, die von der Art des Studios abhängt. Ich würde z. Bsp. nicht auf eine Sauna verzichten wollen, wenn ich dafür die Möglichkeit der freien Gewichte hätte.
Gruss
Klaus
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
...wenn man genau weiss, worauf man achten muss! Wer vom Gertäetraining keine Ahnung hat, wird unweigerlich hier Fehler machen. Im günstigsten Fall (gesundheitlich gesehen) bringt es einfach nicht den gewünschten Erfolg. Im ungünstigsten schadet man sich mit diesen Geräten eher.Klaus hat geschrieben:Mit der Geräte geführten Art macht man weniger grundsätzliche Fehler und es ist auch erst einmal leichter, das Schroth Prinzip nach einer REHA in Eigenregie umzusetzen, sofern es sich um Hyperkyphose handelt, symmetrisches Training.
Das bedeutet: gutes Körpergefühl (am besten nach einer Schroth-Reha) und dazu noch ein kompetenter Trainer, der weiss, wie man krankheitsspezifisch mit den Geräten umgehen muss sind extrem wichtig.
Denn: die Geräte in Fitneß-Studios sind für gesunde Menschen ohne Wirbelsäulendeformitäten (egal welcher Art!) gemacht!
Gruß,
Alex
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Ich glaube, wir reden ein bischen aneinander vorbei.Alex hat geschrieben:Denn: die Geräte in Fitneß-Studios sind für gesunde Menschen ohne Wirbelsäulendeformitäten (egal welcher Art!) gemacht!
Mir geht es hier mehr um die Leute, die noch nicht Profis in ihrer eigenen Therapie sind. Das dauert erfahrungsgemäss auch eine ganze Weile.
Das heißt doch nicht, dass man keine Fehler macht!Klaus hat geschrieben:Mit der Geräte geführten Art macht man weniger grundsätzliche Fehler
Aber gerade bei Hyperkyphose weiß ich aus eigener Erfahrung, wieviel Fehler ich mehr gemacht habe und aus heutiger Sicht auch "gut" konnte, als ich in meinem ersten Studio trainiert habe. Da war auch freies Training möglich und die Geräte (Standard 1986) ließen leider auch viel Spielraum zu, den es heute nicht mehr gibt. Auch die Betreuung liegt im Vergleich Welten auseinander. Heute legt man viel Wert auf langsame Ausführung und einwandfreie Haltung, die in der Sitzposition nicht mehr viel Spielraum zulässt. Und da man nicht mit freiem Oberkörper trainiert und die Trainer natürlich auf den normalen Rücken eingestellt sind, schleichen sich da die Fehler ein. Die werden in der Tat auch nicht gezielt gesucht, da ist die eigene Kompetenz dran.
Ich habe schon etliche Diskussionen mit dem Betriebsleiter gehabt, der diese spezielle Korrektur für übertrieben hält, weil man auch so nicht in den Rundrücken und in das Hohlkreuz hineingehen würde. Das ist dann aber nur die halbe Wahrheit und somit eben nicht das Optimale, weil man dann zur Korrektur auch noch die Bewegungsausführung beim eigentlichen Rückentraining speziell anpassen sollte.
Gruss
Klaus
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Das sehe ich genauso!Klaus hat geschrieben:Ich glaube, wir reden ein bischen aneinander vorbei.Alex hat geschrieben:Denn: die Geräte in Fitneß-Studios sind für gesunde Menschen ohne Wirbelsäulendeformitäten (egal welcher Art!) gemacht!![]()
Mir geht es hier mehr um die Leute, die noch nicht Profis in ihrer eigenen Therapie sind. Das dauert erfahrungsgemäss auch eine ganze Weile.
Ich empfinde es nicht als ein "aneinander-vorbei-Reden", sondern als eine konstruktive Diskussion.
Das habe ich auch nicht geschrieben. Allerdings habe ich schon viele Patienten gehabt, die in Fitneß-Studios waren und an geführten Geräten gearbeitet haben - mit entsprechenden Folgen.Klaus hat geschrieben:Das heißt doch nicht, dass man keine Fehler macht!
Du, Klaus, hast Erfahrung und weißt was zu tun ist. Da sehe ich auch keine Probleme. Aber in einem Forum sind erfahrungsgemäß viele Menschen, die eben noch nicht so erfahren sind, wie Du. Daher meine Anmerkungen.
Weiter so! Nur durch solche konstruktive Kritik kann sich etwas ändern! Bei uns in der Gegend haben wir inzwischen 2 Studios, von denen ich weiss, dass sie auch mit Krankheitsbildern umgehen können. Es sind dann zwar einzelne Trainer, an die man sich wenden muss, aber immerhin.Klaus hat geschrieben:Ich habe schon etliche Diskussionen mit dem Betriebsleiter gehabt, der diese spezielle Korrektur für übertrieben hält, weil man auch so nicht in den Rundrücken und in das Hohlkreuz hineingehen würde. Das ist dann aber nur die halbe Wahrheit und somit eben nicht das Optimale, weil man dann zur Korrektur auch noch die Bewegungsausführung beim eigentlichen Rückentraining speziell anpassen sollte.
Gruß,
Alex
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Hallo,Sam457 hat geschrieben: 2. Kann ich der Haltungsverformung der Osteochondrose noch entgegen wirken? Ich möchte gerne wieder einen geraden Rücken. Vorallem möchte ich mein Hohlkreuz verringern , sodass mein Bauch nicht so nach vorne und mein Po nicht so nach hinten steht. Ich dachte immer durch viel Rumpftraining + Dehnung vom Hüftbeuger, unterem Rücken + hinterer ischio dehnen wird das besser.. aber irgendwie merke ich nichts davon. Jetzt habe ich gelesen das der ischio bei osteochondrose-Patienten total überdehnt ist.. was stimmt denn nun?
das sind alles gute Maßnahmen, allerdings eher bei Haltungsverfall (durch muskuläre Schwächen, antrainierte Verkürzungen pp.). Es klingt zwar alles total logisch und lässt sich auch gut nachvollziehen, hilft aber in deinem Fall nur äußerst bedingt.
Bei einem Mb. Scheuermann (auch inaktiv) liegt ein knöchernes Problem vor und damit gelten andere Regeln. Orientier dich an dem, was Klaus schreibt.
LG
Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Vielen Dank erstmal für eure Antworten 
Alex_activitas hat geschrieben:Hallo Sam,
wie trainierst Du denn? An Maschinen oder mit freien Gewichten?
Hi.. sowohl als auch.
An Geräten mach ich :
Crunches, Butterfly, unterer Rücken, Bankdrücken
und den rest Frei
Wie führst Du die Crunches aus? Falls Du sie mit dem Oberkörper durchführst, ist das kontraproduktiv, da Du in Deine Fehlhaltung arbeitest.
Versteh ich nicht :o ich liege auf einer Bank und fasse mit jeder Hand einen Griff und ziehe mich mit meinen Bauchmuskeln nach oben
Warum machst Du das Bankdrücken sitzend?
Habe so das Gefühl nicht so sehr ins Hohlkreuz zu gehen..
Warum Butterfly? Auch diese Übung arbeitet in Deine Fehlhaltung. Butterfly reverse wäre hier eine bessere Alternative.
Weil ich ein Ganz-Körper Training mache. Statt Butterfly reverse habe ich ja Rudern aber vorallem das wo man die Stange ans Kinn zieht.. wie heisst das noch gleich? Das trainiert ja die selbe Muskulatur
Wie machst Du die Trizeps-Übung? Pull-over mit der Kurzhantel oder Z-Stange?
Pull-over
Zu Deinen Fragen:Gar nicht. Das wäre das Prinzip "Wasch mich, aber mach mich nicht nass!"Sam457 hat geschrieben:1. Wie schaffe ich es gerade zu sitzen ohne mich so wahnsinnig anstrengen zu müssen, und auf meine Haltung zu achten?
Dein Rücken muss es erst lernen, wieder gerade zu sitzen. Und dies musst Du trainieren. Ob allerdings Bodybuilding hierfür eine geeignete Methode ist, ist fraglich. Funktionelles und koordinatives Training dürfte schneller und anhaltender zum Erfolg führen.
Ich versuche im Büro immer gerade zu sitzen, allerdings ertappe ich mich manchmal dabei wie ich wieder (z.B) auf dem Kloin diese Katzenbuckel-Haltung verfalle
Du meinst sicher die "Ischios", sprich die hintere Oberschenkelmuskulatur (ischiocrurale Muskulatur bzw. Hüftstrecker und Kniebeuger). Die Frage lässt sich ohne Befund nicht beantworten, denn eine pauschale Antwort gibt es nicht.Sam457 hat geschrieben:2. Kann ich der Haltungsverformung der Osteochondrose noch entgegen wirken? Ich möchte gerne wieder einen geraden Rücken. Vorallem möchte ich mein Hohlkreuz verringern , sodass mein Bauch nicht so nach vorne und mein Po nicht so nach hinten steht. Ich dachte immer durch viel Rumpftraining + Dehnung vom Hüftbeuger, unterem Rücken + hinterer ischio dehnen wird das besser.. aber irgendwie merke ich nichts davon. Jetzt habe ich gelesen das der ischio bei osteochondrose-Patienten total überdehnt ist.. was stimmt denn nun?
Der Arzt meinte er wär total verkürzt.. ich dehne ihn aber auch jeden Tag.. ich dehne jeden Tag den Hüftbeuger, den Oberschenkel und den Ischios (Auf dem Bett liegen und Bein anwinkeln und durchstrecken / oder im Sitzen hüfte nach vorne und Bein durchstrecken usw)
Allerdings merke ich noch keine Verbesserung. Bis wann sollte ich eine Veränderung sehen?
Das klingt tatsächlich nach einer deutlichen Verkürzung der ischiocruralen Muskulatur. Allerdings müsste man schauen, woher diese kommt und kann dann erst sagen, wie genau Du dagegen vorgehen kannst - ausser mit Dehnungen.Sam457 hat geschrieben:3. Wie werde ich wieder beweglicher? Wenn ich mit meinen Händen versuche die Füße zu berühren komme ich gerade mal bis zu meinen Knien? das ist doch nicht normal? Ausserdem habe ich dann schmerzen im unteren Rücken?
Wichtig ist hierbei auch, dass die Wadenmuskulatur nicht vergessen wird zu dehnen. Diese steht im funktionellen Zusammenhang mit der hinteren Oberschenkelmuskulatur.
Die Wademuskulatur wird doch auch mit dem Ischio gedehnt oder nicht? Zumindest zieht es da immer
ad 4. & 5.:
Das hängt alles vom Befund ab! Daher kann es hier so nicht beantwortet werden.
Ich halte allerdings Bodybuilding - wie oben schon erwähnt - nicht für die optimale Methode. Denn hierbei geht es um massiven Muskelaufbau. Die Koordination bleibt dabei auf der Strecke. Das kann aber nicht Dein Ziel sein, denn Du willst eine Verbesserung Deiner Situation. Oder geht es Dir darum, Deinen Körper bzw. Deine Muskeln zu definieren?
Als wäre eher an ein Training im Bereich der extensiven Kraftausdauer zu denken. Dazu noch Koordinationstraining.
Allerdings sind das nur Mutmaßungen, da ich Dich eben nicht sehe und keinen Befund machen kann. Dies sollte aber ein Physiotherapeut, der z.B. eine Sportphysio-Ausbildung absolviert hat schon machen können.
Ich möchte nicht nur meinem Rücken, sondern auch meinem Aussehen was gutes tun.. daher habe ich mich für das Bodybuilding entschieden. Ich trainiere nicht lange, 4 mal die Woche im Split eine halbe Stunde aber effektiv bis nichts mehr geht. Ich würde auch gerne mehr Ausdauersport machen.. leider weiss ich nicht was gut ist. Schwimmen kann ich irgendwie nicht lang, Joggen hab ich das Gefühl das es dem Rücken nicht gut tut. Ansonsten spiele ich 1 mal in der Woche Badminton.
Mein Training habe ich umgestellt. Damals habe ich auf Masse trainiert 5 wdh. heute trainiere ich auf 8-12 wdh.
Gruß,
Alex
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Hallo Sam457,
Zur Ausführung:
wenn Du die Griffe oben greifst und Dich mit ihnen nach unten ziehst, wird Dein Rücken rund, Deine Schultern kommen nach vorne und Du arbeitst absolut in die Fehlhaltung.
@Bankdrücken
@Butterfly
Rudern trainiert andere Muskelgruppen als Butterfly reverse...
Dass Du das nicht 30 Minuten halten kannst, ist klar. Auch diese Muskulatur muss langsam auftrainiert werden.
Ausdauersportarten - Joggen geht nur mit den richtigen Schuhen. Wobei immer fraglich ist, ob die Stoßbelastungen gut sind. Das gleicht gilt auch fürs Badminton.
Wie wäre es mit Klettern/Bouldern? Hier ist viel Koordination gefragt, Du kannst auf Deine Rückenprobleme eingehen und Du brauchst Kraft und Ausdauer. Allerdings solltest Du hier auch z.B. bei einem Physio, der eine Kletterwand hat lernene, worauf Du achten musst.
Gruß,
Alex
Bei diesem Gerät arbeiten die Bauchmuskeln nur mit - sie werden keineswegs gut traininert. Es gibt einige wesentlich effektivere Übungen ohne Gerät für die Bauchmuskulatur.Sam457 hat geschrieben:An Geräten mach ich :
Crunches, Butterfly, unterer Rücken, Bankdrücken
(...)
Versteh ich nicht :o ich liege auf einer Bank und fasse mit jeder Hand einen Griff und ziehe mich mit meinen Bauchmuskeln nach oben
Zur Ausführung:
wenn Du die Griffe oben greifst und Dich mit ihnen nach unten ziehst, wird Dein Rücken rund, Deine Schultern kommen nach vorne und Du arbeitst absolut in die Fehlhaltung.
@Bankdrücken
Dann kannst Du im Liegen die Beine aufstellen. Im Gerät, bei dem die Stange fest geführt wird, bleibt die Koordination auf der Strecke und Du musst den Bewegungsweg dem Gerät anpassen. Eigentlich sollte es so sein, dass Du die Stange durch Koordination in der richtigen Position halten musst. Hierdurch wird der Trainingseffekt deutlich größer - bei weniger Gewicht!Sam457 hat geschrieben:Habe so das Gefühl nicht so sehr ins Hohlkreuz zu gehen.
@Butterfly
Für das Ganzkörpertraining brauchst Du Butterfly nicht. Schon gar nicht, wenn Du damit in Deine Fehlhaltung trainierst. Flies in Rückenlage mit Kurzhanteln wäre z.B. eine gute Alternative!Sam457 hat geschrieben:Weil ich ein Ganz-Körper Training mache. Statt Butterfly reverse habe ich ja Rudern aber vorallem das wo man die Stange ans Kinn zieht.. wie heisst das noch gleich? Das trainiert ja die selbe Muskulatur
Rudern trainiert andere Muskelgruppen als Butterfly reverse...
lol - das ist doch kein Problem! Es ist auch keineswegs so, dass man immer vollkommen aufrecht sitzen muss! Wichtig ist, dass Du weisst, wie Du richtig sitzt und es merkst, wenn Du in eine Fehlhaltung kommst. Dann kannst Du korrigieren.'Sam457 hat geschrieben:Ich versuche im Büro immer gerade zu sitzen, allerdings ertappe ich mich manchmal dabei wie ich wieder (z.B) auf dem Kloin diese Katzenbuckel-Haltung verfalle
Dass Du das nicht 30 Minuten halten kannst, ist klar. Auch diese Muskulatur muss langsam auftrainiert werden.
Das kann leider eine ganze Weile dauern!Sam457 hat geschrieben:Der Arzt meinte er wär total verkürzt.. ich dehne ihn aber auch jeden Tag.. ich dehne jeden Tag den Hüftbeuger, den Oberschenkel und den Ischios (Auf dem Bett liegen und Bein anwinkeln und durchstrecken / oder im Sitzen hüfte nach vorne und Bein durchstrecken usw)
Allerdings merke ich noch keine Verbesserung. Bis wann sollte ich eine Veränderung sehen?
Klar zieht es immer auch in der Wade, wenn Du die Fußspitze bei der Dehnung mit anziehst. Aber das reicht nicht als effektive Dehnung für die Wadenmuskulatur. Sie sollte schon noch separat gedehnt werden.Sam457 hat geschrieben:Die Wademuskulatur wird doch auch mit dem Ischio gedehnt oder nicht? Zumindest zieht es da immer
Mit 8 - 12 Wdh. bist Du auch nicht mehr im Bodybuilding-Bereich. Und das ist auch gut so! Denn mit Bodybuilding kommst Du nicht weiter bei Deiner Problematik.Sam457 hat geschrieben:Ich möchte nicht nur meinem Rücken, sondern auch meinem Aussehen was gutes tun.. daher habe ich mich für das Bodybuilding entschieden. Ich trainiere nicht lange, 4 mal die Woche im Split eine halbe Stunde aber effektiv bis nichts mehr geht. Ich würde auch gerne mehr Ausdauersport machen.. leider weiss ich nicht was gut ist. Schwimmen kann ich irgendwie nicht lang, Joggen hab ich das Gefühl das es dem Rücken nicht gut tut. Ansonsten spiele ich 1 mal in der Woche Badminton.
Mein Training habe ich umgestellt. Damals habe ich auf Masse trainiert 5 wdh. heute trainiere ich auf 8-12 wdh.
Ausdauersportarten - Joggen geht nur mit den richtigen Schuhen. Wobei immer fraglich ist, ob die Stoßbelastungen gut sind. Das gleicht gilt auch fürs Badminton.
Wie wäre es mit Klettern/Bouldern? Hier ist viel Koordination gefragt, Du kannst auf Deine Rückenprobleme eingehen und Du brauchst Kraft und Ausdauer. Allerdings solltest Du hier auch z.B. bei einem Physio, der eine Kletterwand hat lernene, worauf Du achten musst.
Gruß,
Alex
Alexander Heidrich - activitas - menschen, die bewegen
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Klaus hat geschrieben:Hallo Sam,
mit 21 hat man einen Morbus Scheuermann hinter sich und muss die Auswirkungen betrachten. Das ist höchstwahrscheinlich keine Haltungsschwäche, sondern eine Fehlstellung in Form eines Rundrückens (Hyperkyphose) und Hohlkreuz (Hyperlordose) sowie einer begleitenden geringen Skoliose, bei Dir von 10 Grad. (nicht 10 % !)
Um etwas über die richtige Vorgehensweise bei der Behandlung zu sagen, muss erst einmal eine konkrete Diagnose mit Winkelangaben, insbesondere zur Hyperkyphose gemacht werden.
Kein Wunder, denn das Bodybuilding bzw. Fitness Training kann man bei Hyperkyphose nur mit richtigem Körpergefühl ausüben. Es geht da nicht nur um Muskelaufbau, sondern auch um Korrektur von Strukturen (Muskeln, Bänder und Sehnen). Wenn das nicht beachtet wird, trainiert man in dieser Fehlstellung und fixiert bestenfalls diese schlechte Situation. Es ist auch möglich, dass man das noch weiter verschlechtert, ohne es zu bemerken!Seit etwa 2,5 Jahren versuche ich durch Bodybuilding dagegen zu wirken. Ich habe leider bisher keinen Arzt bzw Therapeuten gefunden, der sportlich orientiert ist und mir im Hinblick auf Training + Rückenprobleme helfen kann. Der Arzt meint das müssen sie mit dem Therapeuten klären, ich stelle nur die Diagnosen und die Therapeuten wiedersprechen sich alle selber. Der eine sagt das, der andere das komplette Gegenteil.
Trainer und Therapeuten sind in dieser Hinsicht überfordert !
Ich achte bei jeder Ausführung möglichst kein Rundrücken zu machen. Hohlkreuz versuche ich ebenfalls zu vermeiden, ist aber leider oftmals nicht möglich (Rudern etc.) Es ist unmöglich für mich KEIN Hohlkreuz zu machen, weil drücke ich den unteren Rücken raus bekomme ich ein Buckel.
Allein diese Frage reicht, um sagen zu können, dass Du erst mal spezifische KG machen solltest, nachdem eine konkrete Diagnose gestellt wurde. Bei Fehlstellungen ist das optimalerweise die KG nach Katharina Schroth, die man allerdings richtig nur in einer stationären REHA lernt. Oft ist es auch so, dass man vorher noch eine Extra Dehnung von verkürzten Strukturen vornehmen muss, damit die Schroth KG richtig wirken kann. Diese Verkürzungen ziehen Dich nämlich in diese Fehlstellung. Da kannst Du soviel Muskeln aufbauen, wie Du willst, Du wirst ncht länger aufrecht sitzen können.1. Wie schaffe ich es gerade zu sitzen ohne mich so wahnsinnig anstrengen zu müssen, und auf meine Haltung zu achten?
Bei uns gibt es eine Frau in einer KG-Praxis die nach Schroth behandelt. Eventuell sollte ich diese mal aufsuchen.
Dein Trainingsplan bietet übrigens jede Menge an Möglichkeiten bereits in der Haltung viel falsch zu machen.
Ich bevorzuge Geräte-geführtes Training, wo man wenigstens eine aufrechte (korrigierte) Haltung einnehmen kann. Damit ist nicht nur der gestreckte obere Teil des Rückens gemeint, sondern auch das Korrigieren des Hohlkreuzes, was in dieser Kombination schon mal schwierig ist. Die meisten Leute strecken zwar die BWS nach oben, gehen dabei aber automatisch in das Hohlkreuz.
Ich bin eigentlich gegen Geräte-Training. Man trainiert nur den einen Muskel und die aussen rum die für die stabilisation zuständig sind werden nicht mit trainiert. Ausserdem ist es nicht so effektiv.
Was gar nicht gut ist, Butterfly vorwärts, nur rückwärts. Keine Ruderbewegungen, wenn nicht sichergestellt ist, dass der Oberrkörper eine korrigierte Haltung einnimmt und dabei auch bleibt!
Keine Situps!
Alle Klimmzug ähnlichen Übungen so ausführen, dass der Rundrücken nicht verstärkt wird, Hände breit fassen!
Wieso ist Butterfly vorwärts nicht gut? Ich kann ja nicht einfach nur mein Rücken trainieren. So erhalte ich doch noch mehr Dysbalancen. Sollte man kein ausgewogenes Training haben? Ich trainiere ja schon 2/3 Rücken Bizeps etc und 1/3 Brust , Schulter, Trizeps.
Ich mache keine Übung die die Wirbelsäule staucht, weil ich weiss das es schlecht ist. Eine zeit lang habe ich meinen Rumpf gar nicht trainiert, dann nur den Bauch dann wieder nur den unteren Rücken und anschließend wieder gar nicht mehr. Das kommt daher weil mir jeder etwas anderes erzählt. Mein Arzt schickt mich zu einer Praxis bei der ich jeden Tag eine andere Therapeutin habe. Ich erhalte dort eine Massage, Fango und anschliessend zeigt sie mir ein paar Gymnastik-Übungen. Aber was bringen mir Gymnastik-Übungen wenn ich paralell ins Studio gehe? Den Muskelaufbau den ich durch die Gymnastik habe ist doch lächerlich im Vergleich zu dem im Studio, das würde die Dysbalancen niemals ausgleichen oder nicht?
Das gilt alles nur als Begleittherapie bei Hyperkyphose, nicht bei reiner Skoliose!
Deine 6. Frage muss lauten
Wo finde ich einen Spezialisten?![]()
Guck mal in die Rubrik Gesucht/Gefunden und da insbesondere in die "Überregionale Sprechstunden"
Bei Hyperkyphose/Skoliose sind die meisten Orthopäden leider inkompetent !!
Deswegen ist ein Besuch beim Spezialisten auch bei weiterem Weg unbedingt zu empfehlen.
Gruss
Klaus
Ich sehe gerade, Alex hat in der Zwischenzeit auch einiges dazu geschrieben, was ich nur unterstützen kann.
Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Vielen Dank für deine AntwortAlex_activitas hat geschrieben:Hallo Sam457,Bei diesem Gerät arbeiten die Bauchmuskeln nur mit - sie werden keineswegs gut traininert. Es gibt einige wesentlich effektivere Übungen ohne Gerät für die Bauchmuskulatur.Sam457 hat geschrieben:An Geräten mach ich :
Crunches, Butterfly, unterer Rücken, Bankdrücken
(...)
Versteh ich nicht :o ich liege auf einer Bank und fasse mit jeder Hand einen Griff und ziehe mich mit meinen Bauchmuskeln nach oben
Kannst du mir da ein paar nennen? Wie ich im stehen die Arme abstütze und meine Beine versuche in 90° Winkel zu bekommen?
Zur Ausführung:
wenn Du die Griffe oben greifst und Dich mit ihnen nach unten ziehst, wird Dein Rücken rund, Deine Schultern kommen nach vorne und Du arbeitst absolut in die Fehlhaltung.
Glaube du hast mich falsch verstanden. Das ist nicht das Gerät wo man Sitzt sondern ich liege dabei und ziehe die Griffe mit meinem Bauch zusammen nach oben
@BankdrückenDann kannst Du im Liegen die Beine aufstellen. Im Gerät, bei dem die Stange fest geführt wird, bleibt die Koordination auf der Strecke und Du musst den Bewegungsweg dem Gerät anpassen. Eigentlich sollte es so sein, dass Du die Stange durch Koordination in der richtigen Position halten musst. Hierdurch wird der Trainingseffekt deutlich größer - bei weniger Gewicht!Sam457 hat geschrieben:Habe so das Gefühl nicht so sehr ins Hohlkreuz zu gehen.
Also gilt das auch für das Bankdrücken im liegen mit fixierter Stange? Du sprichst es an, fixiert schaffe ich 80 Kilo ca , nicht fixiert deutlich weniger . Daher bin ich immer davon ausgegangen das es dann nicht so effektiv ist..
@ButterflyFür das Ganzkörpertraining brauchst Du Butterfly nicht. Schon gar nicht, wenn Du damit in Deine Fehlhaltung trainierst. Flies in Rückenlage mit Kurzhanteln wäre z.B. eine gute Alternative!Sam457 hat geschrieben:Weil ich ein Ganz-Körper Training mache. Statt Butterfly reverse habe ich ja Rudern aber vorallem das wo man die Stange ans Kinn zieht.. wie heisst das noch gleich? Das trainiert ja die selbe Muskulatur
Rudern trainiert andere Muskelgruppen als Butterfly reverse...
das ist mir bewusst, aber ich mein auch die andere Übung wo man die Langhantel zum Kinn zieht im stehen.. das müsste die selben Muskeln trainieren
lol - das ist doch kein Problem! Es ist auch keineswegs so, dass man immer vollkommen aufrecht sitzen muss! Wichtig ist, dass Du weisst, wie Du richtig sitzt und es merkst, wenn Du in eine Fehlhaltung kommst. Dann kannst Du korrigieren.'Sam457 hat geschrieben:Ich versuche im Büro immer gerade zu sitzen, allerdings ertappe ich mich manchmal dabei wie ich wieder (z.B) auf dem Kloin diese Katzenbuckel-Haltung verfalle
Dass Du das nicht 30 Minuten halten kannst, ist klar. Auch diese Muskulatur muss langsam auftrainiert werden.
Das kann leider eine ganze Weile dauern!Sam457 hat geschrieben:Der Arzt meinte er wär total verkürzt.. ich dehne ihn aber auch jeden Tag.. ich dehne jeden Tag den Hüftbeuger, den Oberschenkel und den Ischios (Auf dem Bett liegen und Bein anwinkeln und durchstrecken / oder im Sitzen hüfte nach vorne und Bein durchstrecken usw)
Allerdings merke ich noch keine Verbesserung. Bis wann sollte ich eine Veränderung sehen?
Also mache ich aufjedenfall nichts falsch, wenn ich meine waden / mein ischio und mein hüftbeuger dehne?
Klar zieht es immer auch in der Wade, wenn Du die Fußspitze bei der Dehnung mit anziehst. Aber das reicht nicht als effektive Dehnung für die Wadenmuskulatur. Sie sollte schon noch separat gedehnt werden.Sam457 hat geschrieben:Die Wademuskulatur wird doch auch mit dem Ischio gedehnt oder nicht? Zumindest zieht es da immer
Mit 8 - 12 Wdh. bist Du auch nicht mehr im Bodybuilding-Bereich. Und das ist auch gut so! Denn mit Bodybuilding kommst Du nicht weiter bei Deiner Problematik.Sam457 hat geschrieben:Ich möchte nicht nur meinem Rücken, sondern auch meinem Aussehen was gutes tun.. daher habe ich mich für das Bodybuilding entschieden. Ich trainiere nicht lange, 4 mal die Woche im Split eine halbe Stunde aber effektiv bis nichts mehr geht. Ich würde auch gerne mehr Ausdauersport machen.. leider weiss ich nicht was gut ist. Schwimmen kann ich irgendwie nicht lang, Joggen hab ich das Gefühl das es dem Rücken nicht gut tut. Ansonsten spiele ich 1 mal in der Woche Badminton.
Mein Training habe ich umgestellt. Damals habe ich auf Masse trainiert 5 wdh. heute trainiere ich auf 8-12 wdh.
Ausdauersportarten - Joggen geht nur mit den richtigen Schuhen. Wobei immer fraglich ist, ob die Stoßbelastungen gut sind. Das gleicht gilt auch fürs Badminton.
Wie wäre es mit Klettern/Bouldern? Hier ist viel Koordination gefragt, Du kannst auf Deine Rückenprobleme eingehen und Du brauchst Kraft und Ausdauer. Allerdings solltest Du hier auch z.B. bei einem Physio, der eine Kletterwand hat lernene, worauf Du achten musst.
Ich befinde mich noch in der Ausbildung. Ich denke mal das Klettern sehr teuer ist, und ich es mir nicht leisten kann. Lasse mich gerne eines besseren belehren![]()
Gruß,
Alex
Zusatz: ich tue mir schwer damit meine seitlichen Bauchmuskeln zu trainieren, weil ich immer denke ich habe die falsche Ausführung. Daher trainiere ich sie auch gar nicht mehr. Hast du eine Übung parat die einfach auszuführen ist?
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Um das anzugehen, gibt es die spezielle Schroth KG.Sam457 hat geschrieben:Ich achte bei jeder Ausführung möglichst kein Rundrücken zu machen. Hohlkreuz versuche ich ebenfalls zu vermeiden, ist aber leider oftmals nicht möglich (Rudern etc.) Es ist unmöglich für mich KEIN Hohlkreuz zu machen, weil drücke ich den unteren Rücken raus bekomme ich ein Buckel.
Da spielen Verkürzungen eine grosse Rolle.
Da hier auch von Dehnung die Rede ist, hast Du schon mal versucht, die Innenseite der Oberschenkel zu dehnen?
Die solltest Du auch mal fragen, wieviele Erwachsene Hyperkyphose Patienten sie behandelt. Es gibt nämlich grundsätzlich unterschiedliche Schroth Übungen, in Deinem Fall müssen es symmetrische sein. Es hat sich nach den Erfahrungsberichten leider herausgestellt, dass aufgrund fehlender oder nur weniger Hyperkyphose Patienten die Kompetenz nicht so gross sein kann, aber nicht unbedingt muss. Schroth erfordert auch ein ständiges Lernen der Therapeutin.Bei uns gibt es eine Frau in einer KG-Praxis die nach Schroth behandelt. Eventuell sollte ich diese mal aufsuchen.
Insofern ist eine stationäre REHA angesagt und generell ist hier jetzt das Wichtigste aus dem Blickfeld geraten, eine kompetente Behandlung mit konkreter Diagnose und Behandlungsvorschlag am besten durch einen Spezialisten!!
Gruss
Klaus
Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Hallo Alex,
Für mich sind deine Postings auch sehr interessant, da ich nach der Reha wieder ins Studio gehen möchte. Danke dafür.
LG
Für mich sind deine Postings auch sehr interessant, da ich nach der Reha wieder ins Studio gehen möchte. Danke dafür.
Nur der Vollständigkeit halber: Mit 8-12 Wdh. ist man m.W. eigentlich genau im Hypertrophie- und damit Bodybuildingbereich. Wenn es weniger um Optik und mehr um Funktionalität geht - sollte man da nicht mit >20 Wdh. oder nach Zeit (z.B. 2 Minuten pro Satz) arbeiten?Alex_activitas hat geschrieben: Mit 8 - 12 Wdh. bist Du auch nicht mehr im Bodybuilding-Bereich. Und das ist auch gut so! Denn mit Bodybuilding kommst Du nicht weiter bei Deiner Problematik.
LG
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- Diagnose: Hyperkyphose
Stand 2010----74°
Stand 2013----74° (ohne mein zutun)
Gut gehalten :) - Therapie: Korsetttherapie abgebrochen,
Reha BaSa 02/03 2014
es war geil und vermiss die Leute echt :) (und die Quälerei^^) - Wohnort: Südpfalz
Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Im Bodybuildingbereich habe ich das so gehört 6-8 Wiederholungen.
Wenns um die Ausdauer geht so ca 15-20 Wiederholungen.
Wenns um die Ausdauer geht so ca 15-20 Wiederholungen.
- Alex_activitas
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Hallo socke,
gerne doch!
Nach Zeit würde ich nicht arbeiten, denn hierbei habe ich ein relativ schlecht zu kontrollierendes Maß - mal schaffe ich z.B. 30 Wiederholungen in 2 Minuten, mal nur 13. Es ist besser, sich an den Wiederholungszahlen zu orientieren.
Grundsätzlich empfiehlt sich ein 3-Satz-Training (d.h. 3 Serien á z.B. 15 Wiederholungen), um ein optimales Ergebnis zu erzielen. 2-Satz- oder gar 1-Satz-Training hat keinen längerfristigen Erfolg.
@Sam457:
Du beschreibst sehr schön den Unterscheid zwischen geführtem Bankdrücken in der Maschine und freiem Bankdrücken mit der Langhantel: in der Maschine schaffst Du 80kg, mit der freien Hantel deutlich weniger. Das bedeutet aber nicht, dass das freie Training weniger effektiv ist - im Gegenteil. Es ist effektiver, weil Du die umliegenden Muskeln im Sinne der Koordination mittrainierst! Was bringt mir ein starker Muskel, wenn er nicht in eine koordinierte Bewegung einer gganzen Muskelgruppe eingebunden werden kann?
Ausserdem hast Du genau diesen Aspekt selber genannt, als Du auf Klaus' Post bzgl. geräte-gestützem Training geantwortet hast:
Bzgl. des Kletterns: nein, es muss nicht teuer sein. Beim dt. Alpenverein z.B. kann man klettern und das Klettern auch lernen (obwohl ich Dir wie gesagt da eher einen Physio mit Schroth- und Kletter-Erfahrung anraten würde!) und das auch recht günstig.
Gruß,
Alex
gerne doch!
Das ist nicht korrekt. 6 - 8 Wiederholungen sind das Maximum, wenn man im Bodybuildingbereich arbeiten will. Darüber beginnt die sogenannte extensive Rekrutierung.socke hat geschrieben:Nur der Vollständigkeit halber: Mit 8-12 Wdh. ist man m.W. eigentlich genau im Hypertrophie- und damit Bodybuildingbereich.
Dann bewegt man sich im Bereich der extensiven Kraftausdauer, was vollkommen in Ordnung ist. Oder aber man macht zwischen 13 und 20 Widerholungen für die intensive Kraftausdauer.socke hat geschrieben: Wenn es weniger um Optik und mehr um Funktionalität geht - sollte man da nicht mit >20 Wdh. oder nach Zeit (z.B. 2 Minuten pro Satz) arbeiten?
Nach Zeit würde ich nicht arbeiten, denn hierbei habe ich ein relativ schlecht zu kontrollierendes Maß - mal schaffe ich z.B. 30 Wiederholungen in 2 Minuten, mal nur 13. Es ist besser, sich an den Wiederholungszahlen zu orientieren.
Grundsätzlich empfiehlt sich ein 3-Satz-Training (d.h. 3 Serien á z.B. 15 Wiederholungen), um ein optimales Ergebnis zu erzielen. 2-Satz- oder gar 1-Satz-Training hat keinen längerfristigen Erfolg.
@Sam457:
Du beschreibst sehr schön den Unterscheid zwischen geführtem Bankdrücken in der Maschine und freiem Bankdrücken mit der Langhantel: in der Maschine schaffst Du 80kg, mit der freien Hantel deutlich weniger. Das bedeutet aber nicht, dass das freie Training weniger effektiv ist - im Gegenteil. Es ist effektiver, weil Du die umliegenden Muskeln im Sinne der Koordination mittrainierst! Was bringt mir ein starker Muskel, wenn er nicht in eine koordinierte Bewegung einer gganzen Muskelgruppe eingebunden werden kann?
Ausserdem hast Du genau diesen Aspekt selber genannt, als Du auf Klaus' Post bzgl. geräte-gestützem Training geantwortet hast:
Sam457 hat geschrieben:Ich bin eigentlich gegen Geräte-Training. Man trainiert nur den einen Muskel und die aussen rum die für die stabilisation zuständig sind werden nicht mit trainiert. Ausserdem ist es nicht so effektiv.
Nein, es sind andere Muskeln in einem anderen funktionellen Zusammenspiel.Sam457 hat geschrieben:das ist mir bewusst, aber ich mein auch die andere Übung wo man die Langhantel zum Kinn zieht im stehen.. das müsste die selben Muskeln trainieren
Bzgl. des Kletterns: nein, es muss nicht teuer sein. Beim dt. Alpenverein z.B. kann man klettern und das Klettern auch lernen (obwohl ich Dir wie gesagt da eher einen Physio mit Schroth- und Kletter-Erfahrung anraten würde!) und das auch recht günstig.
Gruß,
Alex
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Also ich mache ja nun schon seit über 25 Jahren, neutral gesagt, Muskelaufbau Training.Alex_activitas hat geschrieben:Grundsätzlich empfiehlt sich ein 3-Satz-Training (d.h. 3 Serien á z.B. 15 Wiederholungen), um ein optimales Ergebnis zu erzielen. 2-Satz- oder gar 1-Satz-Training hat keinen längerfristigen Erfolg.
In dieser Zeit hat sich die Philosophie, wie man das richtig macht, sehr oft geändert und es gibt auch heute noch Streit darüber.
Seit 9 Jahren trainiere ich in einem Studio, was das 1-Satz Training (max 9 Wiederholungen) propagiert. Bei einigen Übungen, die bezüglich Gewicht bei meiner Fehlstellung ungünstig sind, mache ich auch 2 Sätze, wobei die dann durchaus nur noch 5-6 mal ausgeführt werden können, bis der Muskel einfach nicht mehr kann.
Dieses Prinzip setzt vorraus, dass man sehr langsame Bewegungen macht und an den Endpunkten für ca. 2 sec anhält (isometrisches Training). Ich verschiebe dieses Verhältnis bei Rückenübungen zugunsten des Endpunktes, der eine Korrektur bewirkt.
Die erbrachte Muskelenergie, die für den Muskelaufbau verantwortlich ist, wird also über die Kraft, den Weg und insbesondere die Zeit gesteuert, in der diese Kraft wirkt. Warum sollte ich also 3 Sätze machen, wenn ich mit einem Satz den Muskel ebenfalls zum "Versagen" bringen kann und auch das Risiko verringere, evtl. Fehler in der Haltung noch 2x zu wiederholen.
Abgesehen davon, dass ich das Ergebnis meines Trainings auch deutlich sehe, motiviert das 1-Satz Training langfristig wesentlich besser, wobei ich insgesamt von Fitness Training bei Fehlstellungen spreche, dass ich noch sehr lange machen möchte und auch muss.
Gruss
Klaus
Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Hallo Klaus,
1-Satz Training gibt es auch im klassischen Bodybuilding, es heisst dann einfach HIT
Voraussetzung ist, dass man schon eine gewisse Grundkraft aufgebaut hat und es auch schafft, sich mit einem Satz völlig zu ermüden (ggf. mit Hilfe, z.B. beim Bankdrücken).
Was die Anzahl an Sätzen und Wdh. angeht, führen sowieso viele (fast alle
) Wege nach Rom. Ich habe früher relativ rücksichtslos trainiert (habe da meine Rückenschmerzen für eine vorrübergehende Erscheinung gehalten) und viele ambitionierte Kraftsportler in meinem Studio gehabt (war so ne richtige Pumperklitsche aus den 80ern
)
Da hatte fast jeder eine andere Methode, einige haben klassisch mit 3*10 trainiert, andere im 5*5 System, manche im Pyramidensystem mit 12-10-8-6 Wdh, einige haben vierteljährlich rotiert (Mesozyklen).
Jeder hatte Erfolg; beim reinen Muskelaufbau spielt die Regelmäßigkeit und Verausgabung beim Training (sowie die Ernährung) die Hauptrolle. Wie man den Muskel ermüdet, da hat jeder seine eigene Meinung zu.
Inwiefern sich das auf Training bei Fehlstellungen übertragen lässt, gilt es herauszufinden
Ich werde jedenfalls mit vielen Sätzen und vielen Wiederholungen anfangen, sobald es wieder geht. Ziel ist dabei aber auch kein Masseaufbau sondern Schmerzfreiheit/Spaß (und Fitness
).
LG
1-Satz Training gibt es auch im klassischen Bodybuilding, es heisst dann einfach HIT
Was die Anzahl an Sätzen und Wdh. angeht, führen sowieso viele (fast alle
Da hatte fast jeder eine andere Methode, einige haben klassisch mit 3*10 trainiert, andere im 5*5 System, manche im Pyramidensystem mit 12-10-8-6 Wdh, einige haben vierteljährlich rotiert (Mesozyklen).
Jeder hatte Erfolg; beim reinen Muskelaufbau spielt die Regelmäßigkeit und Verausgabung beim Training (sowie die Ernährung) die Hauptrolle. Wie man den Muskel ermüdet, da hat jeder seine eigene Meinung zu.
Inwiefern sich das auf Training bei Fehlstellungen übertragen lässt, gilt es herauszufinden
Ich werde jedenfalls mit vielen Sätzen und vielen Wiederholungen anfangen, sobald es wieder geht. Ziel ist dabei aber auch kein Masseaufbau sondern Schmerzfreiheit/Spaß (und Fitness
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Re: Frage zu Ostechondrose / Haltungsschwäche / Körperform
Dazu muss ich natürlich ergänzen, dass das 1-Satz Training in meinem Studio mit dem Gewicht anfängt, dass man mit mindestens 6 Wiederholungen bewältigen kann. Irgendwie zieht sich das Training (bei mir 3x in der Woche) dann auch nicht in die Länge, was schon sehr motivierend sein kann, übrigens auch nach Erkältungsunterbrechungen u.ä.socke hat geschrieben:Wie man den Muskel ermüdet, da hat jeder seine eigene Meinung zu.....Ich werde jedenfalls mit vielen Sätzen und vielen Wiederholungen anfangen, sobald es wieder geht. Ziel ist dabei aber auch kein Masseaufbau sondern Schmerzfreiheit/Spaß (und Fitness).
Gruss
Klaus

