Hallo zusammen

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
Caine
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Hallo zusammen

Beitrag von Caine »

Hallo zusammen.

Ich bin neu hier im Forum und möchte mich deshalb kurz vorstellen und mich zu meinen Beschwerden und Ängsten äußern.

Zuerst einmal möchte ich jedoch meinen ersten positiven Eindruck, bezogen auf dieses Forum äußern. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich bis jetzt nicht so richtig in das Forum eingelesen habe, da ich erst heute darauf gestoßen bin. Allerdings fielen mir bisher einige positive Dinge auf, die ich aus anderen Foren (unabhängig von der Thematik) nicht kenne. Zum einen scheinen die Admins hier eine gute Arbeit zu leisten. Es gibt so wie ich das bisher gesehen habe nicht so eine große Anzahl unnötiger Beiträge, Beschimpfungen und Beleidigungen und auch keine „klugscheißerischen“ Antworten. Wie gesagt, dass ist mein erster Eindruck. Außerdem wirkt das Forum sehr übersichtlich.

Nun zu mir. Ich bin mittlerweile 30 und leide sehr stark unter den Krankheitssymptomen. Ehrlich gesagt weiß ich auch gar nicht so genau wo oder wie ich anfangen soll. Ich denke ich gehe einfach chronologisch vor. Zu meinen Rückenbeschwerden kommen noch andere Dinge. Dann fange ich einfach mal an.

Bis zum Alter von ca. 12 Jahren war bei mir alles recht „normal“ (eigentlich hasse ich dieses Wort, denn was ist schon normal?). Dann begann meine Mutter, mich öfter darauf hinzuweisen „gerade zu gehen“. Subjektiv habe ich natürlich nicht wahrgenommen, dass meine Körperhaltung „krumm“ ist. Ich habe oft patzig reagiert und es ging mir irgendwie auf die Nerven, immer wieder darauf hingewiesen zu werden, denn schließlich nahm ich es ja nicht so wahr. Das ganze ging dann eine ganze Zeit so, ohne das etwas passierte. Ich glaube mit ca. 15 oder 16 Jahren war ich dann das erste mal bei einem Orthopäden. Der stellte eine leichte Skoliose fest, ein Hohlkreuz und einen Rundrücken. Zu dieser Zeit nahm ich die falsche Körperhaltung und die daraus resultierenden „optischen Mängel“ auch selber wahr. Zum einen lag das daran, dass ich immer mehr selber darauf geachtet habe und zum anderen, weil ich auch zu dieser Zeit immer häufiger darauf angesprochen wurde. Der Orthopäde verschrieb mir dann 10 Std. KG und das war es dann auch erst einmal.

Darauf angesprochen zu werden war sehr schlimm. Zur Hälfte waren es nur freundlich gemeinte Hinweise, zur anderen Hälfte waren es dumme Sprüche und Beleidigungen. Ich denke viele von euch kennen das selber (z.B. Quasimodo). Gerade in diesem Alter fand ich es sehr hart. Es hat ziemlich auf das Selbstbewusstsein und auch das Selbstwertgefühl gedrückt. Ich hatte zwar mehrere Freundinnen und bin von Ihnen selber nie darauf angesprochen worden, trotzdem habe ich mich geschämt und nicht verstehen können, wie sie mit „so jemandem“ zusammen sein können, obwohl sie ja selber sehr attraktiv waren. Unattraktiv war oder bin ich auch nicht gerade, aber der Rücken hat das Gesamtbild in meinen Augen schon ziemlich abgewertet.

Die Übungen der KG habe ich ziemlich lange Zeit zu Hause weitergemacht, allerdings ohne jegliche Art von Erfolg, weder optisch, noch was die Schmerzen betraf. Irgendwann habe ich es dann sein lassen.

Irgendwann kam dann der große Tag, den damals noch jeder junge Mann sehnlichst erwartet hat, die Musterung. Das war dann so im Alter von ca. 19 Jahren. Also auf zum genannten Termin. Der Amtsarzt des Kreiswehrersatzamtes untersuchte mich und ihm entging natürlich auch der krumme Rücken nicht. Er meinte er könne die Tauglichkeit nicht abschließend beurteilen, Griff zum Hörer und machte mir direkt einen Termin beim Orthopäden. Dieser schickte seinen Bericht zum Kreiswehrersatzamt und das war es. Behandlung Fehlanzeige. Musterung T3.

Nun ja. Jetzt bin ich 30 Jahre und trotz relativ früh auftretender Beschwerden, wurde ich nie wirklich behandelt. Auch wurde ich nie beraten. Damals kam die Vermutung auf, dass es sich evtl um Morbus Bechterew handelt. Nach einer Blutuntersuchung wurde dieses jedoch ausgeschlossen, woraufhin ich allerdings erfuhr, dass alleine diese Untersuchung nicht zur Erstellung der Diagnose ausreicht bzw. genügt.

Meine Beschwerden sind vor allem Schmerzen im Bereich der LWS und BWS die sehr stark sind. Auftreten tun sie vor allen Dingen, wenn ich längere Zeit auf einer Stelle stehe, oder wenn ich andere Tätigkeiten bzw. arbeiten ausführe, bei denen ich viel stehe und die Bewegung fehlt. Auch beim sitzen und shoppen, habe ich diese Beschwerden. Jedoch kann ich z.B. stundenlang spazieren gehen ohne Beschwerden zu haben. Mit Rückenschmerzen aufstehen tue ich auch täglich, egal ob harte oder weiche Matratze. Ich habe immer versucht mich gerade hinzusetzen. Aber je mehr ich es tue, desto größer die Schmerzen. Also macht man von alleine wieder nen Buckel.

Viel schlimmer als die physischen Schmerzen sind die psychischen Schmerzen. Ich leide seit meiner Jugend an Depressionen. Der Verlauf ist schwankend. Mal fühle ich mich gut, meistens jedoch eher schlecht oder „neutral“. In starken depressiven Phasen hatte ich auch schon vermehrt Suizidgedanken, allerdings waren diese nie so konkret, dass ich oder aber auch jemand anders sich hätte ernsthafte Sorgen machen müssen. Aber ich habe mich immer weiter von meiner Außenwelt isoliert. Ich bin am liebsten alleine. Ich war früher im Sommer bei gutem Wetter jeden Tag im Freibad. In den letzten 10 Jahren allerdings war ich vielleicht 5 mal schwimmen. Ich zeige mich nicht gerne mit nacktem Oberkörper. Selbst vor meiner Freundin nicht. Die Komplexe wurden immer schlimmer und durch die Depressionen habe ich irgendwann fast komplett resigniert. Ich bin zwar nicht dumm und gebe anderen häufig Tipps, trotzdem kann ich vieles selber nicht umsetzen, obwohl ich rational betrachtet oft weiß das ich genau das Falsche tue und oft schon die Quittung bekommen habe. Bezogen auf die Depressionen z.B. weiß ich das Isolation und Resignation genau das Falsche ist. Trotzdem tue ich es. Ich mag z.B. auch den Winter da mein rücken mit Jacke weniger auffällt.

Jetzt fragen sich viele vielleicht, oder wahrscheinlich, warum ich nicht schon längst einen Arzt aufgesucht habe. Auch das hat seine Gründe. Ich habe schon sehr oft schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht. Nicht nur auf die Orthopäden bezogen, bei denen ich bisher war, egal ob wegen meines Rückens oder anderer Dinge. Ich hatte in meiner Jugend eine Virusinfektion. Ich bin fast verzweifelt, war mehrmals im Monat beim Arzt, bei verschiedenen Fachärzten und im KH ohne Ergebnis. Das ganze ging über einen Zeitraum von 2-3 Jahren. Da sie nichts fanden waren die Ursachen ihrer Meinung nach psychosomatischer Natur. Zu der Zeit allerdings konnte das nicht sein. Aber wie das so ist, ist das die Standarddiagnose wenn man nichts anderes findet. Es gibt auch noch mehrere andere Beispiele.

Jetzt kann ich euch natürlich keine qualifizierte Diagnose anbieten. Nach eigener Einschätzung (verglichen mit Bildern von Patienten mit Rundrücken), würde ich den Grad der Krümmung auf ca. 50 Grad schätzen. So oder so sollte es allerdings behandelt werden denke ich. Ich weiß, dass das meiste von dem was ich geschrieben habe, weder euch noch mir weiterhilft. Aber irgendwie kann ich darüber nicht so wirklich mit jemandem sprechen und es einfach mal aufzuschreiben ist ein Stück weit eine Entlastung, auch wenn es am aktuellen Zustand nichts ändert.

Vielleicht kann jemand von euch ja einen kompetenten Orthopäden empfehlen (vorzugsweise im Ruhrgebiet). Das wäre wahrscheinlich der sinnvollste und wahrscheinlich notwendige Schritt.
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Klaus
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Klaus »

Caine hat geschrieben:Jetzt fragen sich viele vielleicht, oder wahrscheinlich, warum ich nicht schon längst einen Arzt aufgesucht habe. Auch das hat seine Gründe. Ich habe schon sehr oft schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht. .....
Vielleicht kann jemand von euch ja einen kompetenten Orthopäden empfehlen (vorzugsweise im Ruhrgebiet). Das wäre wahrscheinlich der sinnvollste und wahrscheinlich notwendige Schritt.
Die wichtigste Tatsache ist erst einmal, dass die meisten Orthopäden bei Hyperkyphose/Skoliose inkompetent sind.
Gerade weil Du offensichtlich sehr unter allgemeiner Inkompetenz bei Ärzten leidest, würde ich Dir raten, nur zu Spezialisten zu gehen, um Dir weiteren Frust zu ersparen.

Guck bitte mal in die Rubrik Gesucht/Gefunden und da insbesondere in den Thread "Überregionale Sprechstunden". Du wirst um einen weiteren Weg nicht herumkommen.

Gruss
Klaus
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Caine »

Du wirst um einen weiteren Weg nicht herumkommen.
Was heißt weiter Weg? Ich bin in Hinsicht auf meine finanziellen Möglichkeiten leider ein wenig eingeschränkt, da ich Student bin. Ich habe schon von diesem Arzt in Stuttgart gelesen, der hier sehr oft empfohlen wurde. Allerdings wäre ich in NRW z.B. flexibel. Ich schaue mich dort im thread mal um. Danke erstmal.

PS: Ich habe mal ein Foto hochgeladen. Ersetzt zwar keine Röntgenaufnahme, allerdings ist es mir trotzdem nach einiger Recherche schleierhaft, dass ein Orthopäde hier anscheinend keinen Handlungsbedarf, außer KG gesehen hat. Letztes Jahr war ich noch wegen meiner Schulter bei einem Orthopäden. Der sah das anscheinend ähnlich. Vielleicht habe ja auch ich einfach eine verkehrte Wahrnehmung

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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Klaus »

caine hat geschrieben:Was heißt weiter Weg? Ich bin in Hinsicht auf meine finanziellen Möglichkeiten leider ein wenig eingeschränkt, da ich Student bin. Ich habe schon von diesem Arzt in Stuttgart gelesen, der hier sehr oft empfohlen wurde. Allerdings wäre ich in NRW z.B. flexibel. Ich schaue mich dort im thread mal um. Danke erstmal.
Dr. Hoffmann wäre wirklich eine sehr gute Wahl.

Caine, Du hast von Deinen schlechten Erfahrungen mit den Ärzten geschrieben und von Deinen Depressionen.
In einer solchen Situation sollte man wirklich umdenken und die Gesundheit als oberste Priorität sehen.
Ich verfolge hier seit 2004 die Threads sehr intensiv. Der Aufwand in der Region, um zu einer guten Versorgung zu kommen, ist oft sehr hoch und muss in "Baustein-Technik" zusammengesucht werden, wenn man denn die eigene Kompetenz und Durchsetzungskraft hat.
Da gibt es jede Menge Frust, weil es dann leider viel zu oft trotzdem nicht klappt.

Gruss
Klaus
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Caine »

Ich lasse mir das mal in Ruhe durch den Kopf gehen. Du hast sicherlich recht. Allerdings müsste ich ja, sollte ich mich von diesem Dr. Hoffmann behandeln lassen, öfter als nur einmal dahin. Laut bahn.de liege ich da bei einer einfachen Fahrt bei ca. 110€. Das macht für Hin- und Rückfahrt satte 220€. Einmalig wäre das sicherlich zu stemmen, aber bei einer länger andauernden Behandlung?Vielleicht werde ich mich mal hier in der Region umhören und mir einfach mal unverbindlich eine Meinung einholen. Sicherlich hast du auch damit recht, dass man sich belesen sollte um ein gewisses Fachwissen zu besitzen. Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass Ärzte es gar nicht so toll finden, wenn man sich selber eine Diagnose stellt. Sie scheinen sich dann oft ein Stück weit beleidigt zu fühlen. Außerdem sollte ein "Fachmann" über die nötige Kompetenz verfügen, Diagnosen, vor allen Dingen richtige, von alleine zu erstellen. Das wiederum würde es wieder nahelegen, einen Experten, wie bereits genannten Dr. Hoffmann zu konsultieren. Es muss ja auch nicht heute oder morgen passieren, was aufgrund der langen Wartezeiten bei vielen Orthopäden eh eher unrealistisch ist, aber es sollte auch nicht noch ein Jahr verstreichen. Falls doch noch jemand aus eigener Erfahrung im näheren Umkreis , also Raum NRW, eine kompetente Adresse empfehlen kann, wäre ich auch sehr dankbar.
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Kaffeetrinker »

Ich habe zwar keinen Röntgenblick aber dass auf deinem Bild sieht mehr als 50° aus......

Da würde ich keine Experimente machen wollen mit anderen Ärzten.
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Caine »

Kaffeetrinker hat geschrieben:Ich habe zwar keinen Röntgenblick aber dass auf deinem Bild sieht mehr als 50° aus......

Da würde ich keine Experimente machen wollen mit anderen Ärzten.

Hallo.

Ich habe mir auch nochmal Bilder angeguckt (ca. 65°). Das kam dem schon näher. Ich habe gelesen bei dir sind es sogar 74°.
Bei welchem Orthopäden bist du in Behandlung?
Warum hast du die Korsetttherapie abgebrochen?
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Klaus »

caine hat geschrieben:Allerdings müsste ich ja, sollte ich mich von diesem Dr. Hoffmann behandeln lassen, öfter als nur einmal dahin. Laut bahn.de liege ich da bei einer einfachen Fahrt bei ca. 110€. Das macht für Hin- und Rückfahrt satte 220€. Einmalig wäre das sicherlich zu stemmen, aber bei einer länger andauernden Behandlung?
Also für eine Diagnose anhand von dort gemachten Röntgen-Ganz-Aufnahmen der Wirbelsäule von vorn und von der Seite, Behandlungsempfehlungen incl. der Unterstützung einer evtl. Schroth REHA brauchst Du nur einmal hin !

Dazu kann man bei entsprechender Organisation sicherlich zum Spartarif der DB wesentlich billiger fahren.

Wenn es um ein korrigierendes Erwachsenen-Korsett gehen sollte, kommt es auf den Korsett Bauer an. Das ist im Fall von Dr. Hoffmann in erster Linie Herr Rahmouni, wo man dann leider ein paar Mal hin muss.
Eine Alternative wäre CCTEC, da bin jetzt aber überfragt, wo denn "in der Nähe des Ruhrgebietes" eine Möglichkeit wäre, die wesentlich näher als Stuttgart ist.
In Bad Sobernheim (wäre das näher für Dich?) gibt es auch eine ambulante Sprechstunde, im Augenblick allerdings etwas unklar im Ablauf. Mit 30 hättest Du dort möglichweise noch die Chance auch an ein Korsett (hier CCTEC) zu kommen. Hier ist man generell etwas kritischer gegenüber der Korsettversorgung bei Erwachsenen. Man muss allerdings auch sagen, dass es ausser Dr. Hoffmann sonst kaum jemanden gibt, der so etwas ohne Altersbeschränkung verordnet.

Aber das Korsett Thema ist wirklich ein ganz besonderes, was man sich vorher genau überlegen sollte. Ich plädiere eher dafür, zunächst mal in einer stationären Schroth REHA die persönliche Situation abklären zu lassen. Dann kann man immer noch entscheiden.

Gruss
Klaus
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Kaffeetrinker »

Caine hat geschrieben:

Hallo.


Bei welchem Orthopäden bist du in Behandlung?
Warum hast du die Korsetttherapie abgebrochen?

Ich bin bei Dr. Hoffmann, allerdings auch nur 100km bis dorthin.
Therapie habe ich abgebrochen aus schmerztechnischen Gründen, selbst nach 3 Monaten war das Schmerzbild unverändert (im Korsett mehr als ausserhalb).
Dann konnte ich nicht mehr.
socke
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von socke »

Handy, daher kurze antwort: optisch könntest du schon nah an der op-grenze liegen, die im allgemeinen bei ca 70grad angesiedelt wird.
Tu dir den gefallen und fahr zu einem der hier empfohlenen orthopaeden. Bestenfalls kriegst du irgendwo im ruhrgebiet eine diagnose und wirst entweder mit einem kg rezept nach haus geschickt oder kriegst eine op-empfehlung. Bei hoffmann/wilke hast du noch die alternative korsett/schrpth-reha, welche schon so manchen wieder fit gemacht hat. Lg
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Caine »

Kaffeetrinker hat geschrieben:

Ich bin bei Dr. Hoffmann, allerdings auch nur 100km bis dorthin.
Therapie habe ich abgebrochen aus schmerztechnischen Gründen, selbst nach 3 Monaten war das Schmerzbild unverändert (im Korsett mehr als ausserhalb).
Dann konnte ich nicht mehr.

Ich schaue mal, wie es sich vereinbaren lässt dort einen Termin zu bekommen und auch vor Ort vorstellig zu werden. Es ist mir eigentlich schon sehr wichtig mich in guten Händen zu wissen. Und bei der Resonanz im Forum ist wohl bei Dr. Hoffmann davon auszugehen.
Das mit den Schmerzen kann ich verstehen. Bei mir tauchen sie auf wenn ich lange liege, stehe oder sitze, sprich bei mangelnder Bewegung. Das sind ja auch anscheinend Dinge, die die Wirbelsäule sehr belasten, auch wenn man es anfänglich nicht unbedingt annehmen würde. Bei krummem Rücken habe ich weniger Schmerzen.
Wenn ich Kleidung anhabe, kann ich den Rücken schon recht gerade machen. Zumindest sieht es dann so aus. Allerdings ist das dann nach sehr kurzer Zeit sehr schmerzhaft. Und genau diesen Zustand der Begradigung bewirkt ja das Korsett.
Betrachte ich das ganze hingegen Oberkörperfrei vorm Spiegel, sieht man das ich zwar die Brust rausstrecke und die Schultern nach hinten ziehe, die Krümmung aber genauso stark ist und der Brustkorb extrem durchgedrückt ist, was subjektiv auch unnatürlich und komisch aussieht, vielleicht weil es ein Körpergefühl ist, welches ich nicht kenne. Dazu kommt, dass mir das Atmen so ziemlich schwer fällt.


socke hat geschrieben:Handy, daher kurze antwort: optisch könntest du schon nah an der op-grenze liegen, die im allgemeinen bei ca 70grad angesiedelt wird.
Tu dir den gefallen und fahr zu einem der hier empfohlenen orthopaeden. Bestenfalls kriegst du irgendwo im ruhrgebiet eine diagnose und wirst entweder mit einem kg rezept nach haus geschickt oder kriegst eine op-empfehlung. Bei hoffmann/wilke hast du noch die alternative korsett/schrpth-reha, welche schon so manchen wieder fit gemacht hat. Lg
Danke. Das mit der KG habe ich ja schon hinter mir. Ziel der KG war in erster Linie der Aufbau der Rücken und Schultermuskulatur, da damals die Kyphose mit zu schwacher Muskulatur begründet wurde. Hat aber wie gesagt nicht besonders viel gebracht.

Was genau ist KG nach Schroth? Handelt es sich um bestimmte entwickelte Übungen für den Rücken? Habe das Wort so oft gelesen im Forum, aber bisher so viele andere Dinge recherchiert, das ich noch nicht dazu kam mich darüber zu informieren. Worauf zielt es genau ab? Schmerzlinderung oder auch Rückbildung der Deformation, denn ich könnte mir vorstellen eine leichte Verbesserung zu erlangen, was die Kyphose angeht. Allerdings nur über Jahre und auch nur wenige Grad (ohne Begleitbehandlung, wie z.B. Korsett)

Hat jemand Erfahrungen mit OP´s. Ich habe früher so oft zu meiner Mutter gesagt, ich würde mich operieren lassen, wenn es ginge. Und ich würde es auch heute noch tun. Dazu muss ich sagen, dass ich wie bereits geschrieben neben den körperlichen vor allem unter den seelischen Folgen leide. Mir ist allerdings bewusst, dass jede OP Risiken birgt. Diese würde ich eingehen, vorrausgesetzt die KK würde den Eingriff bezahlen (notfalls würde ich das selber tun). Weitere Vorraussetzungen wären unter anderem, dass andere Methoden keinen Erfolg versprechen. Also wäre die OP die letzte und keinesfalls beste Option, da ich denke selbst eine Blinddarm OP birgt Risiken auch wenn es ein absoluter Standardeingriff ist. Und eine so sensible und im Vergleich eher seltene OP am Rücken sollte nciht einfach leichtfertig in Kauf genommen werden.
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von socke »

Immer noch handy: schroth zielt auf dehnung, mobilisation, aufrichtung. Muskelaufbau ist hier sehr gezielt und hauptsaechlich isometrisch, was bei haltungsschaeden ja auch sinn macht. Bzgl korsett/op findet man jeweils hervorragende bis horrormäßige berichte. Da die op aber nicht rueckgaengig gemacht werden kann, ist es nie falsch es erstmal mit dem korsett zu probieren. Am bestrn liest du dir die entsprechenden berichte durch und faelle die entscheidung dann mit dem entsprechenden arzt. Lg
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Caine »

socke hat geschrieben:Immer noch handy: schroth zielt auf dehnung, mobilisation, aufrichtung. Muskelaufbau ist hier sehr gezielt und hauptsaechlich isometrisch, was bei haltungsschaeden ja auch sinn macht. Bzgl korsett/op findet man jeweils hervorragende bis horrormäßige berichte. Da die op aber nicht rueckgaengig gemacht werden kann, ist es nie falsch es erstmal mit dem korsett zu probieren. Am bestrn liest du dir die entsprechenden berichte durch und faelle die entscheidung dann mit dem entsprechenden arzt. Lg
Vielen Dank für die Infos. Mache mir halt irgendwie Sorgen um die Übernahme der Kosten. Die KK verlangen immer mehr Beiträge und sind nur am streichen. Vor ein paar Jahren haben sie Milliardengewinne eingefahren und nachdem dann von Senkung der Beiträge die Rede war, wurden sie doch wieder erhöht. Leider wird dort nicht nach ethischen Grundsätzen gehandelt, sondern nach "wirtschaftlichen". Zumindest denken sie das. Die gucken doch nur was im Moment am günstigsten ist. Statt Prophylaxe zu betreiben, egal in welchem Bereich, zahlen sie lieber hinterher die Zeche, auch wenn die Kosten dann beinahe exponentiell zunehmen. Naja. Bringt nichts sich drüber aufzuregen. Ich werde mir erstmal eine vernünftige Diagnose erstellen lassen und mich dann bezüglich der Möglichkeiten und Risiken beraten lassen.

LG

Da ich eh nicht schlafen kann habe ich die Zeit für weitere Recherchen genutzt bzgl. Schroth Therapie Korsette etc. pp.

Natürlich sind auch neue Fragen aufgetaucht, die ich nachfolgend einfach mal aufliste:

1. Wie schnell würde ich grob geschätzt einen ersten Untersuchungstermin bekommen?

2. Wie schnell beginnt dann der nächste Schritt? (KG, Reha, evtl. Korsett usw)

3. Wie wahrscheinlich ist die Kostenübernahme für eine med. REHA, KG und Korsett?

Ich möchte aus verschiedenen Gründen ziemlich schnell mit den erforderlichen Maßnahmen starten, da es ab Mitte des Jahres, vor allem REHA betreffend, eher ungünstig ist und dann für einen längeren Zeitraum nicht möglich sein wird.
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von sloopy »

Hallo Caine,

erstmal :welcome:
Caine hat geschrieben:1. Wie schnell würde ich grob geschätzt einen ersten Untersuchungstermin bekommen?
Das kommt drauf an, zu welchem Arzt du gehst. ;) Bei Dr. Hoffmann bekommst du innerhalb zwei bis vier Wochen einen Termin, die Ambulanzen der beiden Schroth-Kliniken haben Wartezeiten von teils mehreren Monaten, bei Dr. Wilke müsstest du mal telefonisch anfragen, ich schätze(!) aufgrund der aktuellen Berichte eine Wartezeit von zwei, drei Monaten.
Caine hat geschrieben:2. Wie schnell beginnt dann der nächste Schritt? (KG, Reha, evtl. Korsett usw)
Mit KG kannst du beginnen, sobald du ein Rezept dafür hast. Eine Reha muss beim Kostenträger (Rentenversicherung oder Krankenkasse, je nachdem, ob du Beiträge zur RV bezahlst) beantragt werden, von Antragstellung bis Rehabeginn in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen (beides Schroth-Intensiv-Kliniken) können zwei bis sechs Monate vergehen. Eine Korsett-Therapie könntest du nach vier bis sechs Wochen beginnen, je nachdem wie schnell die Kostenübernahmeerklärung deiner Krankenkasse vorliegt (es sei denn, du zahlst selber, dann geht's schneller).
Caine hat geschrieben:3. Wie wahrscheinlich ist die Kostenübernahme für eine med. REHA, KG und Korsett?
Kann man bei Reha und Korsett pauschal nicht sagen. KG bedarf keiner Genehmigung und wird immer bezahlt. Die anderen beiden müssen vor Therapiebeginn genehmigt werden, im Falle einer Ablehnung hat man die Möglichkeit Widerspruch einzulegen. Es kann schnell gehen (innerhalb weniger Wochen), kann aber auch Monate dauern.

Gruß,
sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

"Bewahre mich vor dem naiven Glauben,es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen." (Antoine de Saint-Exupéry)
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Caine »

Ich war heute spontan bei einem Orthopäden. Wie ich schon vorher vermutet hatte, war das Ergebnis nicht besonders befriedigend.

Positiv:
-Er hat erstmal eine Diagnose gestellt, auch wenn die sicherlich nicht sehr genau ist. Er stellte, wie nicht anders zu erwarten, eine (Hyper)Kyphose fest. Gut dachte ich. Er weiß wenigstens schonmal was es ist :D
Auf den Grad bzw. den Winkel ging er nicht ein.
-Zum anderen stellte er fest, dass diese bereits fixiert sei. Gar nicht gut. Also erstmal schlau gemacht, auf was sich die Diagnose stützt und wie genau man das feststellt. Er scheint da wohl leider doch recht zu haben (behaupte ich erst einmal). Ich musste mich nach vorne beugen und wieder aufrichten. Der betroffene Bereich der BWS streckte sich dabei nicht. Das wusste ich auch vorher, machte mir allerdings nie Gedanken darüber. Außerdem begründete er dieses mit den Röntgenbildern (Ablagerungen).
-Bandscheiben sind OK. Hier traue ich ihm eine korrekte Einschätzung zu

Der Rest war eher
Negativ:
-Der Umgangston war nicht gerade, nennen wir es mal sensibel. O-Ton:"Da kann man in ihrem Alter so oder so nichts mehr machen. Das wird auch noch schlimmer..." - Aha. Ist das so? Selbst wenn kann man das auch sicherlich anders formulieren.
-Auf die LWS wurde gar nicht eingegangen, obwohl ich ihm sagte das ich besonders dort starke Schmerzen habe. Auch bei einem Test den er im stehen machte (er bewegte mich vor zurück drehte mich :D Hört sich blöd an. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber vielleicht wisst ihr was ich meine?)
-Auch auf die Skoliose ging er nicht ein, wenngleich sie nur recht schwach ist
-Rechts neben dem Brustbein ist eine leichte Wölbung (Rippenbuckel?). Man siht sie normal nicht recht stark, nur wenn ich die Brust rausstrecke. Ebenfalls nicht drauf eingegangen.
-Das er sich Zeit genommen hat kann ich auch nicht gerade behaupten.
-Weder die Rede von Reha, noch von Therapiemöglichkeiten o.ä.

Neutral:
-Er verschrieb mir 6x Interferenzstrom nach Nemec, natürlich in seiner eigenen Praxis. Kennt das jemand? Schaden wird es wohl nicht, was ja nicht impliziert das es hilft, außer vielleicht seiner Urlaubskasse :?:

Im Großen und Ganzen enttäuschend, aber aufgrund der vorherigen Erwartungshaltung OK. Ich habe keine qualifizierte Aussage, Diagnose oder Therapievorschläge erwartet. Schließlich war ich ja nicht das erste mal beim Orthopäden. Mir ging es nur darum mal nen Anfang zu haben, bevor ich noch länger inaktiv bin. Ich habe mir ja nur unverbindlich eine Meinung einholen wollen. Dabei wird es aber nicht bleiben. Ich habe ihn das auch direkt merken lassen und sein Personal ebenfalls. Ich bin jetzt nicht unfreundlich geworden, denn das ist nicht meine Art. Aber beim verlassen der Praxis fragte ich direkt ob ich eine Überweisung zu einem anderen Orthopäden bekommen kann und die Röntgenbilder bekomme. Erstaunte Gesichter, in Anbetracht der Tatsache, dass diese Frage indirekt natürlich meine Meinung über seine Kompetenz zum Ausdruck brachte.

Aber:
-Zu seiner Verteidigung und auch zur Verteidigung vieler andere Orthopäden muss ich gestehen, dass die Orthopädie ein ziemlich breit gefächertes Gebiet ist. Man kann nicht Experte auf jedem Gebiet sein. Man sollte sich das aber auch eingestehen können und jemandem dann eine Empfehlung für einen kompetenten Kollegen aussprechen. Ich denke das der von vielen hochgelobte Dr. Hoffmann in seinem Bereich eine Koriphäe zu sein scheint, allerdings gibt es auch bestimmt Bereiche in denen er nicht dieselbe Kompetenz besitzt.

Gibt es eigentlich bei den Orthopäden keine genauere Unterteilung, wie es bei anderen Ärzten üblich ist? Die werden doch auch in Fachgebiete eingeteilt. Ob als praktizierende Ärzte oder Chirurgen.

Naja. Etwas postives gab es dann doch noch. Die Röntgenaufnahmen sind digitalisiert. Ich bekomme sie morgen auf CD. Kostet 2€, aber das finde ich OK. Kann sie dann ja mal posten. Hier treiben sich einige rum denen ich eine gute Einschätzung zutraue ;)
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Caine »

Hallo sloopy,

unsere Posts haben sich überschnitten wie ich sehe :D
Vielen Dank für die Willkommensgrüße und die Informationen. Außerdem ein Lob für dich und dein Engagement und auch das Engagement der anderen, die das Forum am Leben halten. Ich habe selten erlebt, dass ein Forum, egal mit welcher Thematik es sich befasst, so lange am Leben gehalten wird :top:

Ich bin erst vor ein paar Tagen darauf gestoßen. Dachte ich verbringe viel Zeit bei facebook. Hier habe ich noch viel mehr Zeit verbracht :D

Ich werde mal sehen was sich wie schnell arrangieren lässt. Es gibt einige Dinge die eine schnelle Behandlung für mich zwingend notwendig machen. Allerdings möchte ich über all das nicht unbedingt öffentlich schreiben. Zudem ist es alles sehr komplex.
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Klaus
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Klaus »

caine hat geschrieben:2. Wie schnell beginnt dann der nächste Schritt? (KG, Reha, evtl. Korsett usw)
Dazu ist zusätzlich zu sagen, dass ein wirklich gut begründeter Antrag auf eine stationäre Schroth REHA mit konkreter Angabe der gewünschten Klinik am schnellsten zum Erfolg führt. Schon deswegen werden hier die Spezialisten genannt, insbesondere Dr. Hoffmann, der sich auch da sehr gut auskennt.
Man spart da wirklich sehr viel Zeit gegenüber einer halbwegs kompetenten Versorgung in der Region, wenn die überhaupt weiter bringt.

Gruss
Klaus
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Caine »

Klaus hat geschrieben:Dazu ist zusätzlich zu sagen, dass ein wirklich gut begründeter Antrag auf eine stationäre Schroth REHA mit konkreter Angabe der gewünschten Klinik am schnellsten zum Erfolg führt. Schon deswegen werden hier die Spezialisten genannt, insbesondere Dr. Hoffmann, der sich auch da sehr gut auskennt.
Man spart da wirklich sehr viel Zeit gegenüber einer halbwegs kompetenten Versorgung in der Region, wenn die überhaupt weiter bringt.

Gruss
Klaus
Danke auch Dir ersteinmal Klaus.

Wie ist denn das genaue Prozedere?

Ich mache einen Termin bei Dr. Hoffmann und werde dort vorstellig. Im Idealfall morgen :D
Wie ist dann der weitere Verlauf. Reicht das dann schon aus für ihn um einen Antrag zu stellen und der Rest ist dann Papierkram, oder müsste ich deswegen öfter zu ihm, denn das kann ich mir beim besten Willen leider nicht leisten.
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Klaus
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Klaus »

Wie schon gesagt,
man fährt nur einmal dort hin !

Ausser, es geht um ein Korsett, aber das Thema solltest Du Dir konkret bis nach einer REHA aufheben.

Bis zum Termin rate ich Dir, Dich noch gut hier im Forum zu informieren bzw, intensiv lesen, um ein bischen Sicherheit zu bekommen. Die Erwartungshaltung an einen solchen Spezialisten ist oft sehr hoch und die Zeit geht dabei sehr schnell vorbei.

Gruss
Klaus
Caine
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Re: Hallo zusammen

Beitrag von Caine »

So. Nach meinem gestrigen eher enttäuschenden und doch zu erwartendem Besuch beim Orthopäden, habe ich heute meine Röntgenbilder abgeholt. Wie schon geschrieben, hatte der Orthopäde keine Gradzahlen genannt. Lediglich das die Kyphose bereits fixiert sei. Da habe ich entschieden den Winkel einfach selber zu messen. Also informiert wie das genau von statten geht. Da ich die Bilder in digitaler Form habe, war es ein leichtes mit einem Bildbearbeitungsprogramm die Vermessung durchzuführen. Ich kam auf ein Ergebnis zwischen 60° und 80°. Beim vermessen selber schließe ich Fehler aus. Die einzige und gleichzeitig ausschlaggebende Fehlerquelle, sind Wahl des Scheitelpunktes und der Neutralwirbel. Mir reicht erstmal eine ungefähre Einschätzung. Den Rest wird mir Dr. Hoffmann dann denke ich beantworten können. Wollte die Bilder posten, aber sie sind zu groß um sie hier zu posten. Könnte evtl Links posten.
Meine Frage zu dem Arztbesuch im allgemeinen:

Was genau sollte ich beachten?
Welche Frage darf oder sollte ich stellen? (Manche Mediziner empfinden es ja anscheinend als Angriff wenn man Fragen stellt oder ihre Diagnosen bezweifelt)
Soll ich die Röntgenbilder mitnehmen? Ich weiß ja nicht ob Dr. Hoffmann damit was anfangen kann.
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