Rückoperation???

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
ingrid1

Rückoperation???

Beitrag von ingrid1 »

Hallo!
Also ich bin 36 J.,aus Österr., trug mit 16 für ein Jahr ein denke ich erfolgloses Korsett und wurde 1997 operiert (Isola-Instr. von TH 6 - L 4). BWS: von 60° auf 25°, LWS: von 50° auf 16° jetzt. Wären mir damals schon die Möglichkeiten in Deutschland bekannt gewesen, hätte ich mich in ein tolles Korsett gezwängt. Doch damit ist es nun nichts mehr. Nach der OP erholte ich mich gut und bekam mein erstes Kind ohne gröbere Komplikationen. Im November 2001 wollte ich wieder mit körperlicher Aktivität (WS-Gymnastik und Muskelaufbau) beginnen, doch ich bekam höllische Schmerzen auf Höhe Th 8 auf der rechten Seite der WS. Konnte bald auch nicht mehr Liegen - habe im Sitzen geschlafen. Bekam einen Gips vom Hals zum Po, wegen angeblichem Wirbelfortsatzbruch seitlich. Auf dem CT-Bild sah es so aus, jedoch sah es so auch schon auf dem Bild nach der OP aus. Na ja, nach 2 Mon. Gips weg, doch nach einer unbedachten Bewegung wieder Schmerzen wie zuvor. Also - wieder Gips wie vorher - noch 3 Monate.
Danach habe ich mich vorsichtshalber wieder geschont und langsam verließen mich die letzten noch vorhandenen Kräfte und Muskeln. Nun ist es immer wieder das gleiche, nach 2 od. 3 mal turnens (habe zum Glück auch eine Schroth-Therapeutin gefunden), kommen diese schrecklichen Schmerzen an der selben Stelle wie vor dem Gips.
Orthopäde hat abgeklärt: CT - o.B., Allergie - o.B. also riet er mir heute eine Entfernung des Metalls. Dabei könne er erkennen, ob an dieser Stelle möglicherweise die Versteifung der WS beweglich geworden ist und diese könne er dann von vorne wieder operieren.
Meine Frage ist nun: Den OP-Termin würde ich erst für das Frühjahr 2004 bekommen. Soll ich mich noch so lange durchkämpfen (wieder ohne körperlicher Betätigung) und kann es wirklich sein, dass die Stabilisierung der WS an einer Stelle beweglich ist und Schmerzen verursacht? Oder kann es einfach nur das Metall sein (wäre mir natürlich lieber)? Dass danach die Skoliose wieder zunehme, verneint der Arzt.
Eure Meinung dazu würde mich sehr interessieren.
Danke Ingrid
Uli

Beitrag von Uli »

Bei welchem Arzt bist du denn, und in welchem Krankenhaus????
Ulli
ingrid1

Beitrag von ingrid1 »

Hallo Ulli
Da es in Ö. sowieso nur zwei Häuser in Frage kommen, in denen Skoliosen operiert werden, kann ich denke ich, dies bekanntgeben. Im KH Innsbruck hatte ich bereits vor vielen Jahren einen OP-Termin abgesagt, weil ich Schiss hatte. Damals hatte man mir auch keine Alternative angeboten. Im AKH Wien ging es mir genauso, ging dann aber schließlich doch dort zur OP, erstens da ich nicht mehr weiter wußte, zweitens da die Ärzte dort sehr zuversichtlich schienen (und die OP geling auch ganz gut) und drittens da ich näher wohne.
Den Namen des behandeln Arztes möchte ich wegen des Datenschutzes nicht nennen. Außerdem kenne ich unzählige andere, und über jeden könnte ich eine andere Geschichte erzählen. Das steht jedoch hier nicht zur Diskussion. Viel mehr würde ich gerne wissen, wie ich weiter machen soll.
lg ingrid
Dr. Steffan
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Beitrag von Dr. Steffan »

Bevor ich mich erneut unters Messer legen würde ich zuerst noch andere Meinungen zu den Schmerzen einholen. Wenn Sie die aktuellen Rö-Bilder digitalisieren können schicken Sie sie mir einfach per Mail ich werde dann mal sehen ob ich etwas erkennen kann. Eine Möglichkeit wäre, daß sich eine Schraube in der Nähe einer Nervenwurzel befindet.
Ich finde es im Übrigen höchst seltsam Sie Monate lang in einen Gips zu packen.
Dr. Steffan
Dr. K. Steffan
uli

Beitrag von uli »

Hallo Ingrid,
hast du es schon Im KH Speising in Wien versucht, die bekommen jetzt sogar einen extra Trakt nur für Wirbelsäule. Prof. Grill soll sehr gut sein. Hör dir mal seine Meinung an.
Es ist der einzige Orthop., den ich kenne, der alle Skoliosen nach Sobernheim schickt.
Ulli
ingrid1

Beitrag von ingrid1 »

Herzlichen Dank an Dr.Steffan. Ich werde ihrem Angebot gerne nachkommen und ihnen die Rö.bilder in irgend einer Art zukommen lassen. Nehme dann aber auch noch telefonisch mit ihnen Kontakt auf. Vom Schmerzempfinden kommt das mit der Schraube bei Nervenwurzel hin. In diesem Fall müsste das Metall sowieso entfernt werden um die Ursache zu beseitigen? Nun interessiert mich auch noch: kann man so eine Nervenreizung auf einem Rö-bild erkennen? Wenn nicht, wo od. wie?
Zum Thema Gips muss ich sagen, dass bei der Ruhigstellung ja die Schmerzen leichter wurden und das war für mich akzeptabel, wegen Aussicht auf Besserung. Doch nun nach fast zwei Jahren weiß ich, dass der Gips Null gebracht hat. Ich war seit daher auch nicht mehr dort, da ich das Vertrauen verloren habe. Nur manchesmal denke ich, man sollte dort auch mal seine Meinung sagen. Doch da das Haus keine Spezialklinik wie bei ihnen ist, sondern ein Schwerpunktkrankenhaus wissen Sie ja wie das so ist: die Patienten kommen und gehen und die Ärzte kommen und gehen!
Danke auch an Ulli. KH Speising kenne ich vom Kuraufenthalt vor 10 Jahren. Damals bekam ich dort Infiltrationen und herkömmliche Physiotherapie. Doch nun scheint sich dort einiges geändert zu haben. Das freut mich für alle und ich werde auch hinschauen.
Ingrid
dani

Beitrag von dani »

hi =)

ich bin auch aus österreich und bin derzeit in behandlung bei dr.grill (in speising)war aber scho a bissl länger nimmer dort. ich hab ca. 50-60° bin 16 hab zwar keine schmerzen (also mit 14 hatte ich immer starke schmerzen aber jez nimmer) ja und atemprobleme hab ich auch keine aber ich leide sehr an meiner optik und möcht mich operieren lassn nach diesem schuljahr dann wenns geht. ja und was ich da so glesn hab kann man sich in österreich in innsbruck, im akh und speising operieren lassn..hm...wo ist es denn am besten sich operiern zu lassn? ich weiss ned aber ich hab ur kein vertrauen mich in österreich operieren zu lassn...ich würd gern in deutschland zb vom universitätsklinikum münster hab ich schon viel gutes gehört und das dort angeblich 2-3 mal pro woche solche operationen stattfinden...ja ich möcht ned bei "irgendwem" mich operieren lassn! dani :rolleyes:
Gast

Beitrag von Gast »

Dann geh lieber nach Neustadt zu Prof. Halm. Er ist derzeit der Beste!!!
Dr. Steffan
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Beitrag von Dr. Steffan »

ingrid1 hat geschrieben:Nun interessiert mich auch noch: kann man so eine Nervenreizung auf einem Rö-bild erkennen? Wenn nicht, wo od. wie?
Die Nervenreizung kann man nicht auf einem Rö-Bild erkennen. Auch mit anderen bildgebenden Verfahren wird das nicht möglich sein. Hier kommt es auf eine neurologische Untersuchung an.
Dr. Steffan
Dr. K. Steffan
ingrid1

Beitrag von ingrid1 »

Hi Dani
Wenn es möglich ist und du wirklich willst, dann mach´s in Deutschland. Noch dazu wo du so einen tollen Tipp bekommen hast.
In Öst. siehts so aus, wie du gesagt hast - jedoch: von Innsbruck habe ich schon lange nichts gutes mehr gehört, mit dem AKH habe ich schlechte Erfahrungen gemacht bei der Nachbehandlung (s. oben-die OP war in Ordnung), Speising kenn ich noch nicht. Doch im Otto Wagner Spital (Wien) operiert ein Dr. Lack Werner sehr erfolgreich, hat Ordination in der Penzingerstraße.
Du bist erst 16 - hast du schon alles mögliche versucht - um die Grade zu halten/verbessern? Auch nach einer OP ist die Skoliose für dich nicht Vergangenheit, sondern du musst dich weiter um sie kümmern.
lg ingrid
ingrid1

Beitrag von ingrid1 »

Hallo Uli u. Dani
War nun auch bei Prof. Grill (KH Speising). Danke für den Tipp! Kann sich die Schmerzen auch nicht erklären. Empfiehlt mir, vor einer neuerlichen OP doch eine Kur in Salzungen zu machen (dort nicht so lange Wartezeiten als in Sobernheim) - Antrag dafür ist im Laufen u. ich freue mich schon sehr darauf, endlich das einzig Sinnvolle zu machen zu können.
Er hat auch erwähnt, dass man zur Schmerzbekämpfung auch ein Korsett verwenden könne, ist aber nicht näher darauf eingegangen. Hab darüber hier schon einiges gelesen.
Nun wieder eine Frage: Kann man mit einer operierten Skoliose auch ein Korsett tragen bzw. bringt das etwas gegen die Schmerzen?
Ingrid
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Toni
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Beitrag von Toni »

Hallo Ingrid
Wenn Du im Gipskorsett schmerzfrei warst, wird auch ein GUTER Plastikpanzer den selben Effekt haben. Aber bevor Du Dich als Operierte in ein Korsett zwängst, solltest Du lieber genau abklären lassen was Deine Schmerzen verursacht.
Das mit der Reha in Salzungen ist nach einer Meinung zwar sehr gut, aber nur dann, wenn die Schmerzproblemtik VORHER abgeklärt ist. Die Patienten, die schon mit sehr starken Schmerzen in die Reha kamen, hatten KEINE große Freude beim Schrothen!
Mach Doch schon vorher einen Termin bei Dr. Steffan oder Dr.Halm/Neustadt, wo Du einiges abklären lassen könntest.
So zumindest würde ich es an Deiner Stelle machen.

Und wenn überhaupt ein Korsett, dann kläre unbedingt VORHER mit Deiner Krankenkasse ab, wieviel sie Dir davon zahlen ( in Tirol nur max. 363,36 € von 2.500 €!!!)

Du wirst Dir für die Behandlung in Deutschland auch einen E 112 besorgen ( durchfechten) müssen. Dazu brauchst Du eine Bescheinigung eines österr. Facharztes, daß die weitere Behandlung oder Untersuchung nur in D möglich sei. Das kann auch in der Reha erfolgen, aber es wäre schade um die Reha wenn Du dort nur mit Morphiumpflaster und TENS Gerät und schmerzverzerrtem Gesicht traurig rumhängst, wie ich mehrere Operierte erlebt habe.
Liebe Grüße nach "Felix (für Skoliosen offensichtloich weniger glückliche) Austria
Toni
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Beitrag von Ulli »

Hallo Ingrid,
wenn du dich für ein Korsett entscheidest, dann lass es unbedingt in Stuttgart machen. Das Korsett in Wien ist falsch!!!! Aber das konnte ich Prof. Grill ja nicht klarmachen.
Ulli
Ingrid1

Beitrag von Ingrid1 »

War bei Dr. Halm in Neustadt. Für ihn ist es ziemlich eindeutig: das Implantatmaterial scheuert an den Musklen u. am Gewebe, daher die Besserung bei Ruhigstellung. Dieses Problem komme gerne bei schlanken Operierten vor. Sein Vorschlag: Entfernung des Metalls, und zwar das ganze, denn bei einer Teilentfernung entstehen wieder neue Reibpunkte.
Wichtig auch für Dani: Prof Halm rät mit zur OP bei Dr. Werner Lack in Wien, dieser sei ein hervorragender Chirurg. Bin ihm für diesen Tipp sehr dankbar, kann mir nicht vorstellen, wie man als Frisch-Operierte eine mehrere 100e km Reise schaffen sollte.
War auch in Bad Salzungen, habe in der OP-Gruppe mitgemacht. Zwischen den Therapien lag ich immer im Bett, so hielt ich die Schmerzen in Grenzen und konnte die Übungen lernen. Möchte mich hier nochmal herzlich für die gute Betreuung bei der Reha bedanken. Schroth zu lernen war mir wichtig, so kann ich nach der notwendigen OP mit dem richtigen Training beginnen und hoffentlich einer neuerlichen Verschlechterung entgegenwirken.
Bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten trage ich nun ein Stützmieder aus Stoff.
LG Ingrid
Piepsmaus
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Beitrag von Piepsmaus »

Hallo Ingrid!

Ich habe mich 1997 auf der Stolzalpe operieren lassen (auch Isola).
Meine Skoliose war gleich null nach der Op.
Bekam zwar eine Rückenmarks Blutung und war Querschnitts gelähmt, aber das war eines der Risiken der op, 1:1000 denk ich.
Nach der Op und als die Rückenmarksblutung sich zurück gebildet hat, ging es mir sehr gut... aber jetzt nicht mehr
Wie hast Du eigentlich die lange fahrt mit den schmerzen aus gehalten, bzw. hattest Du schmerzen. Da ich 2 Bandscheibenvorfälle habe, sitz ich meistens mit schmerz verzerrten gesicht im Auto und länger als 30min kann ich auch nicht im auto sitzen, das fährt dann mein Freund.
Noch schlimmer empfind ich aber das laufen, ich habe das gefühl als würde da immer etwas reiben.

Aber ich bin Stolz auf Dich das Du so viel auf Dich genommen hast.

Liebe Grüße,

Daniela
(ehemalige Österreicherin)
ingrid
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ingrid

Beitrag von ingrid »

Hallo Daniela-Piepsmaus,
ich habe gewusst, dass auf der Stolzalpe auch WS op. werden. Du bist die erste, von der ich das höre. Kenne sonst nur Hüft- u. div. Op. von dort.
Muss dir den Rat von Toni weitergeben: lass auch deine Beschwerden abklären, sonst wird dir das Leben zum Leiden. Ich hab zwar noch nicht alles hinter mir, doch fühle ich mich bereits sehr erleichtert.
Die Fahrt nach D. machte ich per Bahn im Schlafwagen. Die Rückfahrt (11 Sdt.) im normalen Wagon war wirklich eine schlimme Tortour, liegen war besser. Doch die Reise war wichtig, um zu erfahren wie es weiter gehen kann. Hoffe jetzt natürlich auf eine Besserung nach d. Metallentfernung.
Beim Auto fahren geht es mir wie dir. Zur Zeit probier ich, auf einem Tempur-Polster zu sitzen. Habe es mir zugeschnitten u. brauche noch etwas Material für die Rückenlehne. Alle Ärzte rieten mir zu diesem Problem (Schmerzen beim Autofahren in der Hüfte) Muskelkräftigung. Doch das gelingt mit Schmerzen nicht wirklich.
Du machst hoffentlich was gegen deine Bandscheibenvorfälle, heute braucht kein Mensch mehr mit solchen akut herumlaufen.
Piepsmaus
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Re: ingrid

Beitrag von Piepsmaus »

Hallo Ingrid!

Erstmal vielen Dank für dein Antwort! Es könnte sein, das wir beide so ziemlich die selben schmerzen haben. Ein Arzt meinte mal, daß meine Schmerzen von einen der Stäber kommen könnte da dieser an den Muskeln und Gewebe scheuert. Ich könnte mir den kürzen lasse. Aber ob es etwas hilft, weis ich nicht. Wenn ich die garantie hätte, daß ich dann keine schmerzen mehr habe, würde ich es sofort machen.
Wenn die Implantate weg sind, wird dann nicht die Skoliose wieder schlimmer oder es bricht alles zusammen?! Wie hält das dann??
Aber wie du schon sagtest, könnte es dann einen neuen Reibepunkt geben. Wäre es vielleicht auch für mich Sinnvoll die Implantate entfernen zu lassen. Wäre das schön... ohne schmerzen... ohne tabletten...

Ich werde mir jetzt auch so ein Sitzkissen für das Auto besorgen, vielleicht ist es dann besser. Mein Sitz ist auch nicht höhen verstellbar... so sitze ich immer sehr tief und mit der schwäche in den beinen habe ich den sitz ganz vorne und die rücken lehne ganz hoch, sonst kann ich nicht genug kraft für die Pedale entwikeln. Von den Abgesehen, das es ziemlich blöd aus sehen muss für andere leute.

Ich habe jetzt seit ca. 4 Jahre diese schmerzen und wenn ich nichts mache ist es gut. Es reicht schon die kleinste kleinigekeit, habe ich wieder schmerzen. Meistens in der linken schulter. Hört sich vielleicht blöd an, aber wenn ich esse tut mir nach der zeit die schulter so weh, daß ich eine pause machen muss.
Ich hoffe das dir die jetzige op was hilft. Ein leben mit schmerzen kann man vergessen. Es ist einfach nur deprimierend.

Deine Fahrt muss ja echt anstrengend gewesen sein... umsteigen und so weiter. Hast Du auch bei stress schmerzen??

Ich werde jetzt meinen Orthopäden dazu auf fordern, sich so langsam etwas einfallen zu lassen. Den so geht es nicht weiter. Ich möchte wissen woher die schmerzen kommen, dann sollen sie behoben werden und dann möchte ich ohne schmerzen eine Reha machen um meine Muskeln zu kräftigen.
Ich kann mir auch nicht vorstellen das meine Bandscheiben vorfälle inoperabel sind. Haben ärzte in österreich fest gestellt, und der arzt hat es so übernommen.

Es muss sich was ändern... bevor es noch schlimmer wird.
Den nur schonung hält kein Mensch aus.

Liebe Grüße,
Daniela
peter 1
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Re: Ingrid und Daniela

Beitrag von peter 1 »

Hallo Ingrid und Daniela!
Daniela hat geschrieben: "Ich möchte wissen woher die Schmerzen kommen ..."
Schmerzen haben immer etwas mit den Nerven zu tun. Die zugehörige medizinische Fachrichtung heißt "Neurologie", der zuständige Facharzt heißt "Neurologe". Jede/r Skoliotiker/in, der/die im Zusammenhang mit der Skoliose Schmerzen hat, sollte sich deshalb auch von einem Neurologen untersuchen lassen. Er hat andere Methoden/Techniken, um Ursachen von Schmerzen zu ermitteln, als Orthopäden.
Weil hier im Skoliose-Forum immer besonders viel Wert auf subjektive Erfahrungen gelegt wird, will ich eben aus ganz persönlicher Erfahrung mitteilen, dass in meinem Falle die Orthopäden erst mit einem genauen neurologischen Untersuchungsbericht ein realistisches Behandlungskonzept gefunden haben. Wichtiger als meine einzelne Erfahrung ist aber, dass eine neurologische Untersuchung eine wichtige Ergänzung für Skoliotiker/innen mit Schmerzen ist.
Gruß, Peter.
Ein gutes, schmerzfreies Jahr 2004 wünscht Euch Peter in der Heide.
ingrid
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Beitrag von ingrid »

Hallo, hier ist wieder Ingrid.
Peter hat natürlich Recht. Nachdem mit Dr. Steffan auch schon riet, die Schmerzen neurologisch abzuklären, war ich auch beim Neurologen. Dieser meinte nach einem 3-Minuten-Gespräch, das kommt nicht von den Nervenbahnen und verordnete mir jede Menge Tabletten (Sirdalud, Tryptizol, Myolastan), worauf ich in der Arbeit fast einschlief. Welche anderen Methoden/Techniken hat ein Neurologe, um Ursachen von Schmerzen zu ermitteln? Ich bin eigentlich froh, dass der Neurologe nichts Schlimmes gefunden hat, die Medikamente nehme ich nicht.

Liebe Daniela, ich habe nun auch deinen Thread entdeckt und mir auch gleich gedacht, der geht wahrscheinlich wie mir nur im gesteigerten negativen Ausmaße. Dein Rö.bild ist ident mit meinem. War auch jahrelang ratlos, doch Prof. Halm hat mich überzeugt. Er hat Patienten, denen ging es nach d. Met.entfernung schlagartig gut. Warum soll das bei uns nicht auch so sein? Zum Nichts-Tun bist du noch viel zu jung, hast das Leben noch vor dir und schon 4 Jahre Alptraum hinter dir. Gratulation zu dienem Entschluss, nicht tatenlos weiter zu machen.
Ohne Implantat bricht die Ws nicht zusammen, sie ist zu einem Knochen verwachsen. Muss mich zu diesem Thema erst durchs Forum lesen. Ich würde auch einige Grade mehr in Kauf nehmen. Dann heißt es Turnen, Turnen, hoffentlich ohne Schmerzen - das wird ja direkt Spaß machen!

Zum Thema Auto: Ich lege mir vorübergehend so einen "Pensionisten-Wagen" zu (Hunday Atos), darin sitzt man sehr hoch u. gerade, die Beine fast im rechten Winkel. Wünsche allen einen guten Start im neuen Jahr.
Ingrid
peter 1
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Ingrid - Neurologie

Beitrag von peter 1 »

Hallo Ingrid und andere schmerzgeplagte Skoliotiker/innen,
aus eigener guter Erfahrung und aus einfacher medizinischer Logik empfehle ich Dir/Euch eine stationäre Untersuchung in einer neurologischen Klinik. Die Neurologen haben unter anderem die technischen Möglichkeiten der Kernspintomographie und der Computertomographie (es gibt noch andere), die genauer als die Röntgentechnik Problemzonen darstellen können. Wenn Euch "Euer" Orthopäde oder Neurologe ohne ausreichenden Grund keine solche stationäre Untersuchung gewähren will, dann sucht Euch einen anderen Arzt. Und ich will immerwieder allen empfehlen, Mitglied in einer Selbsthilfegruppe zu werden, denn dort habt ihr die Möglichkeit, die notwendigen Informationen vor Ort zu bekommen.
Ein schmerzfreies Jahr 2004 wünscht allen Peter in der Heide.
(E-Mail: peter_schmidl@web.de)
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