Skoliose - Kampfsport nach OP?

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
beavis90
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Skoliose - Kampfsport nach OP?

Beitrag von beavis90 »

Hallo,

Ich hatte eine Skoliose und eine leichte Kyphose welche durch eine Rückenoperation vor 4 Jahren Operiert wurde. ( Rücken ist jetzt versteift )
Ich habe seit dem leider nie wirklich Sport gemacht. Gehe jetzt aber seit 3 Monaten ins Fitnesstudio und in eine Medizinische Trainingstherapie (MTT)
um meine Muskeln Allgemein zu stärken.
Gerne würde ich aber noch einen Kampfsport (mir relativ egal welche richtung xD) ausüben bin mir aber nicht sicher ob das so gut für meinen Operierten Rücken ist.
Übt hier jemand trotz eines Operieren Rückens einen Kampfsport aus? Gibt es "schonende" Kampfsport Arten, welche "besser" für den Rücken geeignet sind alles andere?
Vielen Dank im vorraus!

mfg

beavis19
robinho
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Re: Skoliose Kampfsport

Beitrag von robinho »

Ich plane auch, nächstes oder übernächstes Jahr mit Kampfsport anzufangen. Ich wüsste eigentlich nicht inwiefern das den Rücken schädigen könnte. Man hat ja nicht wie beim Boxen diese ständig gebückte Haltung.
Natürlich würde ich bei einer versteiften Skoliose mit Kämpfen aufpassen, denn womöglich bricht irgendein Implantat, wenn du einen zu harten Schlag auf den Rücken kriegst.
beavis90
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Re: Skoliose Kampfsport

Beitrag von beavis90 »

Ich dachte sowieso, mehr den Kampfsport "für mich" auszuführen, ohne wirkliche Wettkämpfe.
Wäre natürlich toll, wenn ich dies trotzdem ohne bedenken ausführen könnte, aber das müsste ich vorher noch abklären.
robinho
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Re: Skoliose Kampfsport

Beitrag von robinho »

So will ich es auch erst mal machen.
Ich denke aber schon dass du dir da keine Gedanken machen musst. Skoliose, auch wenn sie operiert ist, heißt ja nicht, dass man sich ins Bett legen soll und nur zur Schroth KG aufstehen darf, so wie es hier einige User darstellen. Was soll beim Kampfsport schon passieren? Es handelt sich ja auch um ausgeglichene Bewegungen und nicht zu einseitig.
Gast

Re: Skoliose Kampfsport

Beitrag von Gast »

Ja, ich denke man unterschätzt seinen Rücken.
Einfach nichts mehr oder fast gar kein Sport mehr machen bringt ja auch nichts.
Trotzdem denke ich sollte man zumbei. nicht gerade Kickboxen ausüben.
Mal schauen was sich ergibt...
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Kaffeetrinker
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Re: Skoliose Kampfsport

Beitrag von Kaffeetrinker »

Also ich hätte da bedenken, wenn man da mal dumm fällt ist es an der Stelle ne weitausgrößere Belastung, als wenn keine Versteifung vorhanden ist.
Die Kraft vom Aufprall wird ja von ner normalen WS gut abgeleitet, und jetzt das gleiche mit ner versteiften WS.............

Nix gegen Sport, aber man sollte doch Vorsicht walten lassen, wenn wirklich mal was verschoben wird oder brechen sollte, gehts große Gehäule los......
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Re: Skoliose Kampfsport

Beitrag von minimine »

Hallo beavis,

schau mal hier: http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/ ... t_6_04.pdf

Kontaktsportarten (darunter zähle ich jetzt auch Kampfsportarten) sind allgemein nicht empfehlenswert. Allerdings ist der Artikel jetzt auch schon 6 Jahre alt, um sicher zu sein, solltest du einfach mal in deiner OP-Klinik nachfragen.

LG
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Re: Skoliose Kampfsport

Beitrag von Schnecke007 »

Hallo beavis,

ich glaube, die Kampfsport-Fallschule (gibts auf jeden Fall im Judo und im Ju-Jutsu) würde ich persönlich mit einem versteiften Rücken nicht machen wollen. Welche Kampfsportarten ohne Fallschule auskommen (bzw. ohne dass man eben viel auf den Boden fällt), weiß ich aber nicht auswendig... :nixweiss:

Gruß, Schnecke
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Re: Skoliose Kampfsport

Beitrag von pfff »

also ich würde mal sagen vergiss kampfsport, denn ich wüsste keine art, wo man nicht dauernd hinfällt bzw. vom gegner auf den boden geworfen wird oder schläge erhält. das ist ja gewissermassen auch sinn und zweck eines kampfsportes ;) vielleicht käme tai qi in frage, das wäre dann sozusagen die geistige art von kampfsport (gewissermassen grundlage von kung fu, nur eben ohne kung fu). oder fechten?

... vielleicht wäre auch capoeira möglich?
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Re: Skoliose - Kampfsport nach OP?

Beitrag von Dalia »

Hallo beavis,

ich habe mir erlaubt, den Titel deines Threads von "Skoliose Kampfsport" in "Skoliose - Kampfsport nach OP?" umzuwandeln und deinen Thread ins OP-Unterforum zu verschieben, dann antworten dir hoffentlich auch Operierte oder wenigstens solche, die Kampfsport ausüben. Ich möchte niemandem auf den Schlips treten, aber hier in diesem Thread haben dir bisher nur Leute geantwortet, die weder operiert sind noch sich mit Kampfsport auskennen, wobei ich die Antworten von minimine und Schnecke007 hilfreich für weitere Recherchen finde. Zum Artikel von minimine bleibt zu sagen, dass "nicht empfehlenswert" nicht unbedingt "verboten" heißen muss und die Verfasser sind sicher keine Kampfsportexperten. ;)

In der Tat gibt es ganz viele verschiedene Kampfsportarten. Vielleicht solltest du dich mal an eine Kampfsportschule wenden und nachfragen, welche in Frage kommen könnten; es ist nicht ungewöhnlich, dass Kampfsportler über verschiedene Kampfsportarten und weniger kämpferische Alternativen Bescheid wissen.

Und auch wenn es eigentlich verpönt ist, auf ein anderes Forum zu verweisen, aber falls du noch weitere Antworten von wirklichen Experten suchst, besuche ruhig auch mal stonewomans Forum, siehe unsere Linksammlung: links.html#Operation
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Re: Skoliose - Kampfsport nach OP?

Beitrag von Schnecke007 »

Dalia hat geschrieben:Ich möchte niemandem auf den Schlips treten, aber hier in diesem Thread haben dir bisher nur Leute geantwortet, die weder operiert sind noch sich mit Kampfsport auskennen, wobei ich die Antworten von minimine und Schnecke007 hilfreich für weitere Recherchen finde.
:schimpf: Die Schnecke hat aber doch selbst jahrelang Kampfsport gemacht... :D

Nix für ungut,
Schnecke
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Re: Skoliose - Kampfsport nach OP?

Beitrag von Dalia »

Sorry, das ließ sich deinem Posting nicht entnehmen, das wirkte auf mich ratlos. Und warum schreibst du "nix für ungut"? Ich bin ja nicht beleidigt. Es gibt ja sehr viele Kampfsportarten, die du sicher nicht alle kennst, aber zu den von dir ausgeübten kannst du natürlich viel mehr als andere schreiben.
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Re: Skoliose - Kampfsport nach OP?

Beitrag von Emily »

Also ich bin operiert und habe auch in meinen jungen Jahren *hüstel* Kampfsport gemacht, da wusste ich allerdings noch nichts von meiner Skoliose. Habe ca. 4 Jahre Judo gemacht und muss sagen, ich könnte es mir nie und nimmer vorstellen mit meiner Versteifung dermassen auf den Rücken zu fallen, wie es beim Judo so üblich ist. Das täte mir überhaupt nicht gut. Würde also dringend davon abraten, einen Kampfsport inklusive Fallen zu machen. Erkundige Dich am besten, wie schon geschrieben, mal in einem Kampfsportzentrum ob es etwas gäbe, bei dem man nicht fallen muss. Denn ich kann mir kaum vorstellen, dass die Stäbe das auch nur kurze Zeit überleben würden. Meine Meinung, vielleicht ist es bei Dir anders, aber ich würde mich dem Risiko nicht aussetzen. Natürlich bedeutet eine OP nicht, dass man nun nur noch daheim rumliegen soll und KG machen. Habe auch nach meiner OP einiges an Sportarten ausprobiert, aber gerade Kampfsport stelle ich mir nicht unbedingt gesund vor.
Grüssle
--Emily
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Re: Skoliose - Kampfsport nach OP?

Beitrag von Schnecke007 »

Dalia hat geschrieben:Sorry, das ließ sich deinem Posting nicht entnehmen, das wirkte auf mich ratlos. Und warum schreibst du "nix für ungut"? Ich bin ja nicht beleidigt.
Das sollte eigentlich nur heißen, dass ich nicht ernsthaft böse bin, weil Du das ja eben - wie Du schon sagst - nicht wissen konntest. :ja:
Dalia hat geschrieben:Es gibt ja sehr viele Kampfsportarten, die du sicher nicht alle kennst, aber zu den von dir ausgeübten kannst du natürlich viel mehr als andere schreiben.
Wahrscheinlich klang mein Posting deshalb ratlos, weil ich eben nicht soooo viele Kampfsportarten kenne. Ich habe Ju-Jutsu gemacht, da muss man auf jeden Fall :D gut fallen können, und das geht nach einer OP wahrscheinlich nicht mehr so gut. Aikido und Judo kommen auch nicht ohne Fallschule aus. Wie es mit Karate, Taekwondo, Kickboxen, ... aussieht, sollte man aber irgendwie rauskriegen können.

Gruß, Schnecke
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Re: Skoliose - Kampfsport nach OP?

Beitrag von robinho »

Ich frage mich sowieso immer wie es sein kann dass diese Stäbe brechen. So eine Stange sollte doch wohl härter als Knochen sein können!
Da gibt es noch einige Reserven was die Skoliose-OP angeht, denke ich.

Ich habe mir auch mal überlegt, ob es möglich wäre, den üblichen Stab durch mehrere kleinere Stäbe, die immer nur etwas länger sind als die jeweiligen Wirbelkörper, zu ersetzen und diese gelenkig zu verbinden, aber nur so dass Bewegungen nach vorn und hinten möglich sind, zur Seite natürlich nicht. Und diese Bewegungen sollten auch nicht uneingeschränkt weit ausführbar sein, eben nur ein paar Grad. So könne man sich nach der OP noch bücken, und die kleineren Stäbe würden nicht so schnell brechen wie ein großer. Das schwierige wäre wohl diese kleinen "Scharniergelenke" herzustellen und zu implantieren.
Ich kann mir nicht vorstellen dass ich der erste bin der auf diese Idee kam.
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Re: Skoliose - Kampfsport nach OP?

Beitrag von Kaffeetrinker »

Moin,

Das Problem wird wohl tatsächlich an den Gelenken liegen.......

Und dass die Stäbe brechen liegt wohl an der Legierung der verschiedenen Metalle, die meisten Teile je nach Legierung sind wohl auch gegoßen.Sie sind zwar schon fest in sich, nur bei einem Stoß oder Schlag der genügend Kraft hat, brechen die Stäbe.
Normale Metall würde sich da eher verbiegen und weist auch nicht eine so hohe Festigkeit auf.

Gruß
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Re: Skoliose - Kampfsport nach OP?

Beitrag von pfff »

auch ich habe jahrelang kampfsport gemacht VOR meiner operation!!! zudem bin ich mit einem kampfsport-meister verheiratet. ich weiss also, wovon ich spreche, und habe die von mir erwähnten arten sehr überlegt gewählt aus dem, was mir bekannt ist ohne anspruch auf vollständigkeit!
und ich meinte natürlich tai qi ist kung fu ohne schläge!
selbstverständlich musst du deine wahl dann mit der medizinisch behandelnden fachperson besprechen, allenfalls mit unterstützung der lehrperson vom gewählten sport.
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Dalia
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Re: Skoliose - Kampfsport nach OP?

Beitrag von Dalia »

pfff hat geschrieben:auch ich habe jahrelang kampfsport gemacht VOR meiner operation!!! zudem bin ich mit einem kampfsport-meister verheiratet. ich weiss also, wovon ich spreche, und habe die von mir erwähnten arten sehr überlegt gewählt aus dem, was mir bekannt ist
Ich finde deine Wortwahl jetzt etwas aggressiv. Ich möchte einfach, dass wir alle ein wenig vorsichtiger sind mit absoluten Aussagen. Ich habe mich nur an dieser Aussage gestört: "vergiss kampfsport".

Ich habe es schon zu oft erlebt, dass Menschen gesagt wurde: "Das ist unmöglich. Das schaffst du nicht." Gesagt von Menschen, die ihr Teil-Experten-Wissen überschätzten.

Ich finde es prima, dass du Vorschläge für zwei mögliche Kampfsportarten gemacht hast. Aber von welchen Kampfsportarten würdest du denn abraten und warum? Das vermisse ich hier im Thread ein wenig, ich konnte nicht wissen, dass du ebenfalls praktische Erfahrung hast.

Ich weiß z.B., dass an der Volkshochschule Selbstverteidigung für behinderte Menschen angeboten wird, da passt man sich ihren Stärken und Schwächen an; vielleicht gibt es noch andere ähnliche Angebote. Besteht der Wunsch, Kampfsport leistungsmäßig zu machen, ist das natürlich viel komplizierter.
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Re: Skoliose - Kampfsport nach OP?

Beitrag von pfff »

Dalia hat geschrieben:Ich finde deine Wortwahl jetzt etwas aggressiv. Ich möchte einfach, dass wir alle ein wenig vorsichtiger sind mit absoluten Aussagen. Ich habe mich nur an dieser Aussage gestört: "vergiss kampfsport".
ja, da hast du recht. war eine harte aussage. mich hat dann genau so gestört, dass im ganzen thread nur aussagen von unoperierten nichtkampfsportlerInnen stünden. man hätte zum beispiel fragen können, mit welchem hintergrund die aussagen gemacht wurden, welche erfahrung mit op und kampfsport gemacht wurden.

persönlich würde ich von allen sportarten abraten, bei denen man fallen muss/zu boden geworfen wird oder schläge kriegt, also wie's schon mehrfach in dieser diskussion steht alles mit "kontakt": kung fu, boxen, judo, ... das ist meine persönliche meinung auf meiner persönlichen erfahrung und kenntnissen gegründet. ich würde es nicht riskieren wollen, dass stäbe oder vor allem wirbel brechen würden. stäbe könnte man allenfalls ersetzen, aber wenn der wirbel mit schraube drin bricht? inwiefern eine auf skoliose spezialisierte ärztin eventuell eine andere ansicht vertreten würde, kann ich nicht beurteilen. es gibt vielleicht auch noch andere "kampfsport"arten, die ohne schläge und fallen auskommen. ich bin von meiner eigenen definition von kampfsport ausgegangen, also wo es darum geht, den gegner mit kraft oder list zu bezwingen. wenn man von judo, schwingen, etc. das fallen oder von boxen, kung fu usw. das schlagen wegnimmt, dann bleibt für mich nicht mehr viel vom kämpfen übrig. es geht glaube ich beavist nicht um bewegung im allgemeinen, die hat er ja schon durch krafttraining und so, sondern um etwas zusätzliches (oder?). und je nachdem, wie beweglich du bist oder noch werden kannst, könnten die von mir genannten arten relativ komplett ausgeübt werden. das wäre für mich ziemlich wichtig, wenn ich nochmals mit einer neuen sportart anfangen wollen würde. aber das ist natürlich auch individuell. so, ich hoffe, meine sprache wird jetzt als angemessener befunden :)

vielleicht könntest du, beavist, nochmal genauer sagen, was du gerne machen würdest? kämen allenfalls capoeira, tai qui oder fechten (ist zwar einseitig) in frage? oder hast du inzwischen schon etwas anderes gefunden, das dir gefällt? falls ja, was? das näme mich wirklich wunder, und würde mich vielleicht auch motivieren!
alles gute!!
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Re: Skoliose - Kampfsport nach OP?

Beitrag von Dalia »

Hallo pfff, alles klar und alles o.k.! :)
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