OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

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Vogelstrauss
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OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von Vogelstrauss »

Hallo an Alle!
Am Freitag hatte ich also meinen 1. Termin bei Dr.Hoffmann.Dass meine Skoliose sich verschlechtert hat, war mir schon klar. Das Dr.Hoffmann aber eine OP empfehlen wird, hat mich doch etwas schockiert! :(
Bin nun bei 50°-eine wunderschöne Thorakalskoliose-wie Dr.Hoffmann sagte! Das allein wär ja noch nicht so schlimm, aber ich habe leider zunehmende Schmerzen/Beschwerden-eigentlich ist jeden Tag was Anderes u. ohne Schmerzmittel geht es auch nicht immer...
Von einer Korsettbehandlung verspricht sich Dr.Hoffmann nicht viel (ich bin ja auch schon 39 Jahre alt). Er ist auch der Meinung das mich ein Korsett bei der Arbeit zu sehr beeinträchtigen würde, sodass ich es wahrscheinlich nicht ausreichend tragen könnte. Außerdem sprach er sich für eine OP aus, weil seiner Meinung nach ein weiteres Fortschreiten der Skoliose zu erwarten ist und es zum jetzigen Zeitpunkt eine "relativ kleine" Skoliose-OP werden würde-mit gutem Ergebnis... Nur Schroth-KG+Reha in Sobi hält er für nicht ausreichend.
Bin jetzt doch ziemlich "durch den Wind"-das hatte ich nicht erwartet, und weiß natürlich nicht was ich machen soll! :/ Im Dezember fahr ich nochmal zu Dr.Hoffmann zum Kombitermin mit Prof.Halm.Ich möchte mir gern noch seine Meinung dazu anhören.Es ist ja noch nix entschieden! Meine Freunde, meine Familie, mein Partner, alle sagen eigentlich ich soll mich doch lieber jetzt operieren lassen, als noch länger so weiter zu machen. Die müssen sich ja aber auch nicht "aufschlitzen" lassen! :rolleyes:
Zum Termin bei Dr.Hoffmann möchte ich noch sagen, ich habe den Weg nicht bereut! Ich fühlte mich endlich mal ernstgenommen mit meinen Beschwerden. Außerdem hat er sich wirklich Zeit genommen um mich umfassend aufzuklären. Das habe ich so schon lange nicht mehr erlebt. Ich würde ihn jederzeit weiterempfehlen.
Vielen Dank an alle die ihre Erfahrungen mit Dr.Hoffman hier ins Forum geschrieben haben!
Momentan kann ich das alles noch gar nicht richtig "einsortieren", aber es ist ja auch noch nichts entschieden.Ich mache mir halt schon ziemlich viele Gedanken. Was ist wenn ich es nicht mache und es wird schlimmer? Was, ist wenn ich es mache, wie ist es dann hinterher? Ich weiß das mir niemand die Entscheidung abnehmen kann, aber man möchte doch schon auch die Meinung anderer hören :ja:
Es grüßt Euch ein etwas verwirrter
Vogelstrauss
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minimine
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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von minimine »

Hallo Vogelstrauss,

oh je, ich glaube dir gerne, dass du da erstmal geschockt warst. :knuddel:

Hmh, das ist schon eine schwierige Situation. Ich habe (hatte) auch eine stark progrediente Skoliose und bei mir hat eine Reha in Sobi + wirklich intensive KG Zuhause die Skoliose tatsächlich nicht aufhalten können, erst in Kombination mit dem Korsett. Warum verspricht sich Dr. Hoffmann bei dir denn nicht so viel davon, ist deine Skoliose vielleicht schon zu fest oder so? Was machst du denn beruflich, dass du kein Korsett tragen könntest? Wäre es denn für dich eine Option? Wenn ja, dann würde ich beim nächsten Termin einfach nochmal ansprechen, dass du es zunächst damit versuchen möchtest.
Im Dezember fahr ich nochmal zu Dr.Hoffmann zum Kombitermin mit Prof.Halm.Ich möchte mir gern noch seine Meinung dazu anhören.Es ist ja noch nix entschieden!
Würde ich dir auch empfehlen. Mein Papa war dieses Jahr auch bei so einem Kombi-Termin und Prof. Halm wollte ihn noch nicht operieren. Wie du so schön sagst, es ist ja noch nix entschieden. :) Hör dir einfach an, was man dir vorschlägt und überlege es dir in Ruhe. Bis dahin kannst du dich ja mal gezielt mit Skoliose-OP´s beschäftigen.
Meine Freunde, meine Familie, mein Partner, alle sagen eigentlich ich soll mich doch lieber jetzt operieren lassen, als noch länger so weiter zu machen. Die müssen sich ja aber auch nicht "aufschlitzen" lassen!
Auch wenn es komisch klingt, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass einem die gut gemeinten Ratschläge von Freunden und Familienmitgliedern nicht wirklich weiterhelfen. Sie wissen nicht, was es heißt mit Skoliose zu leben, wissen vielleicht noch nichtmal wirklich was das ist, geschweige denn, was bei so einer OP alles geschieht. Klar sollte man sie in der Entscheidungsfindung mit einbeziehen, aber du bist es, um den es hier geht. Wenn sie dir eine Hilfe sein wollen, dann sollten sie dich in deiner eigenen Entscheidung unterstützen, egal wie du dich entscheidest. Genau das hab ich damals auch zu meiner besten Freundin gesagt, als sie auch zu mir meinte, komm lass dich doch operieren, dann hast du alles hinter dir usw.
Was ist wenn ich es nicht mache und es wird schlimmer?
Genau diese Frage hab ich mich auch immer gestellt bzw. muss ich zugeben, dass ich sie mir insgeheim immer noch stelle. Ich komme mit meinem Korsett sehr gut klar und momentan sieht es gut aus bzw. geht in die richtige Richtung, wie es Dr. Hoffmann formulierte. Allerdings weiß man ja nie und so habe ich mir eine eigene Grenze gesetzt. Ich hatte mit 53° angefangen und hab mir dann gesagt, wenn ich die 60°-Grenze trotz Korsett, Reha und KG überschreiten sollte, dann werde ich mich operieren lassen, auch wenn absolute Panik vor einer OP habe. Ob es jetzt 50° oder 60° sind macht für eine OP wohl kaum einen Unterschied, aber man weiß, wenn es trotz Behandlung schlechter wird, dass man nicht mehr viele Wahlmöglichkeiten hat und dennoch hat man alles versucht, so dass man sich später keine Vorwürfe machen muss. Vielleicht wäre dies ja auch eine Option für dich?
Was, ist wenn ich es mache, wie ist es dann hinterher?
Ich kann dir diese Frage nicht beantworten, weil ich ja nicht operiert bin, aber bei mir ist es so, dass ich vor dem Hinterher mehr Angst habe, als von der OP an sich.
Ich weiß das mir niemand die Entscheidung abnehmen kann, aber man möchte doch schon auch die Meinung anderer hören
Kann ich verstehen, ich glaube denselben Satz würde ich auch schrieben, wenn ich direkt vor der Wahl stünde. :)
Ich habe damals Nein zur OP gesagt, allerdings kam die OP-Empfehlung auch nicht von Dr. Hoffmann (zu ihm bin ich gegangen wegen der OP-Empfehlung und hab ganz klar gesagt, dass ich eine solche nicht möchte), sondern von Ärzten in der Uni-Klinik. Ich weiß nicht, wie ich entschieden hätte, wenn mir Dr. Hoffmann auch dazu geraten hätte.
Wenn du es konservativ versuchen möchtest, dann sprich ihn beim nächsten Mal einfach nochmal darauf an, ich bin mir sicher, dass er dich dann auch dabei unterstützen würde.
Vielleicht hilft dir für eine mögliche OP-Entscheidung auch, wenn du mal entsprechende Berichte im Skoliose-OP-Forum lesen würdest.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft bei dieser Entscheidung. Ich weiß, dass das nicht einfach ist und beneide jeden, der sich ohne großes Tamtam dafür entscheiden kann. :)

LG
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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von robinho »

Inwieweit war/ist denn deine Skoliose progredient?
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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von Hase2010 »

Hallo Vogelstrauss,
als ich gerade Deinen Beitrag gelesen habe dachte ich daß ich es selbst geschrieben hätte :)

Also ich bin ebenfalls 39 Jahre alt und habe 52° lumbal und 44° thorakal. War vor ca. 2 Monaten das erste Mal bei
Dr. Hoffmann und ich habe von ihm ebenfalls die OP Empfehlung bekommen mit den selben Argumenten.
Der Schock saß erst mal :eek:
Nach langen Überlegungen habe ich für mich entschlossen erst mal alle konservativen
Methoden auszuschöpfen bevor ich diesen Schritt mit einer Operation gehe.
Werde aber trotzdem parallel das Kombigespräch mit Dr. Halm im Dezember führen, um zu erfahren, was auf mich zukommen würde und ob er die OP auch für notwendig hält.
War nun letzte Woche bei dem Orthopädietechniker Rhamouni wegen eines Erwachsenenkorsetts und für März nächsten Jahres ist meine Schroth Reha angesetzt. Wie sich das ganze dann mit den Schmerzen weiterentwickelt muß ich erst mal abwarten.
Du hast leider nicht geschrieben ob Du schon eine Schroth Reha oder KG nach Schroth gemacht hast.
Ich kann sehr gut nachempfinden was in Dir vorgeht. Aber ich denke die OP läuft Dir nicht davon, laß Dir mit der Entscheidung Zeit. Im Nachhinein kannst Du es nicht mehr rückgängig machen...
Ich bin mir sicher daß Dr. Hofmann Dich weiter unterstützt wenn Du Dich erst mal gegen die OP entscheiden wirst. :top:
Wünsche Dir alles Gute! Viele liebe Grüße
Hase2010
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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von eri »

Hallo ihr beiden,
kann mich als dritte im Bund einordnen. Auch ich habe im Dezember einen Termin bei Dr. Hoffmann und Prof Halm. Ich war bereits in Langensteinbach zur Untersuchung. Dort hat man mir auch eine OP empfohlen. Ich war genauso kariert wie ihr, besser gesagt: ich kann bis heute noch keine klare Entscheidung treffen. Gut gemeinte Ratschläge von Freunden sind wirklich schwierig, ich glaube sie können nicht nachvollziehen wie es einem tatsächlich nach einer solchen Diagnose geht.Ich fahre nach Stuttgart, um mir eine zweite Meinung einzuholen.
Alles was ihr geschrieben habt kann ich nachvollziehen. Ich wünsche euch eine gute und für euch eine richtige Entscheidung.

Alles Liebe
Eri
Vogelstrauss
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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von Vogelstrauss »

Hallo!
Vielen Dank für Eure Antworten! :)
@minimine
minimine hat geschrieben:. Warum verspricht sich Dr. Hoffmann bei dir denn nicht so viel davon, ist deine Skoliose vielleicht schon zu fest oder so? Was machst du denn beruflich, dass du kein Korsett tragen könntest?
Ich arbeite als Zahnarzthelferin in der Assistenz.Zum Teil behandle ich auch selbst, da ich in auch in der Prophylaxe tätig bin. Meistens kann ich mir zwar aussuchen, ob ich sitze oder stehe, auch muß ich viel laufen, aber Alles in Allem muß ich mich eben auch mal schnell umdrehen können und eine gewisse Beweglichkeit im Oberkörper muß schon sein. Die bereits vorhandene Einsteifung behindert mich wenig, daran habe ich mich gewöhnt, laut Dr.Hoffmann wäre ein Korsett aber schon eine noch größere Einschränkung der Bewegung.(Die Hauptkrümmung ist auch ziemlich weit oben) Da ich nie ein Korsett getragen habe, kann ich mir auch gar nicht vorstellen wie es wäre wenn...
minimine hat geschrieben: Ich hatte mit 53° angefangen und hab mir dann gesagt, wenn ich die 60°-Grenze trotz Korsett, Reha und KG überschreiten sollte, dann werde ich mich operieren lassen, auch wenn absolute Panik vor einer OP habe.
...mir selbst eine Grenze zu setzen, habe ich auch schon überlegt. Das wäre noch eine Option, falls Prof. Halm auch zur OP raten sollte :|
minimine hat geschrieben:Ich kann dir diese Frage nicht beantworten, weil ich ja nicht operiert bin, aber bei mir ist es so, dass ich vor dem Hinterher mehr Angst habe, als von der OP an sich
... Du sprichst mir aus der Seele... :ja: Das Hinterher macht mir auch mehr Kopfzerbrechen-zumal ich es nicht leiden kann, wenn ich auf andere angewiesen bin, was ja dann zwangsläufig mal eine Zeitlang so wäre. :rolleyes:
Ich werde wohl wirklich am besten mal abwarten, was Prof. Halm dazu sagt!

@ Hase2010
Hase2010 hat geschrieben:Du hast leider nicht geschrieben ob Du schon eine Schroth Reha oder KG nach Schroth gemacht hast.
Ja, ich war schonmal in Sobi, aber das ist schon dreizehn Jahre zurück. Ich habe auch eine ganze Zeit davor KG nach Schroth gemacht/bekommen. Da ich aber wirklich sehr selten Schmerzen hatte wurde ich nachlässig :/ Jetzt mache ich wieder Schroth :)

@eri
eri hat geschrieben:Ich war genauso kariert wie ihr, besser gesagt: ich kann bis heute noch keine klare Entscheidung treffen
Ja, das ist wirklich erstmal ein Schock! :eek: Vor allem, wenn man mit sowas nicht rechnet! Das sich bei mir was verschlechtert hat, dachte ich mir schon, aber das hätte ich nicht erwartet-so ca.5° Grad oder so...?Na ja, jetzt isses halt so und man muß versuchen das Beste draus zu machen! Warten wir´s ab, was der Prof.sagt! Vielleicht kommt alles ganz anders und die ganze Aufregung war umsonst! ;D Das würde die Entscheidungsfindung ungemein erleichtern!
Ich wünsche Euch auch alles Gute und das ihr die richtige Entscheidung für Euch trefft!

@robinho
robinho hat geschrieben:Inwieweit war/ist denn deine Skoliose progredient?
Inwieweit war/ist denn deine Skoliose progredient?
Ich weiß nur, das es sich in den letzten 10 Jahren um 13° verschlechtert hat, und das ich zunehmend Schmerzen hab...
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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von robinho »

Auweia, da weiß ich ja was mich in einigen jahren erwarten kann (in meinem Alter hattest du wahrscheinlich ähnliche Werte wie ich jetzt).
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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von Vogelstrauss »

Hallo robinho!
robinho hat geschrieben:Auweia, da weiß ich ja was mich in einigen jahren erwarten kann (in meinem Alter hattest du wahrscheinlich ähnliche Werte wie ich jetzt).
Da jede Skoliose anders ist, würde ich das nicht so pauschal sagen. Hätte ich in Deinem Alter gewußt, was ich heute über Skoliose weiß, wäre das sicher auch anders gelaufen! :ja: Von Sobi u. KG nach Schroth hatte ich leider keine Ahnung. Tu was, wenn Du kannst, dann kannst Du bestimmt einiges aufhalten, vielleicht sogar verbessern! :)

LG Vogelstrauss
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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von sloopy »

Hallo Vogelstrauss,

ich kann verstehen, dass dich diese Nachricht erst mal geschockt hat. Selbst wenn man weiß, dass man von den Gradzahlen her in der OP-Indikation liegt, ist es nochmal was anderes, wenn man dann von einem Arzt die konkrete OP-Empfehlung erhält.

Normalerweise ist eine 50° Skoliose im Erwachsenenalter keine OP-Indikation, es sei denn, es gibt "dringende medizinische" Gründe. Zunehmende Schmerzen sind leider keine Seltenheit, aber es kann dir ja niemand garantieren, dass du die nach der OP nicht mehr hast. Daher würde ich an deiner Stelle erstmal alle konservativen Maßnahmen ausschöpfen, bevor ich mich so einer großen OP unterziehen würde.

Du schreibst, du hast wieder angefangen zu schrothen- na dann wäre doch nach 13 Jahren höchste Zeit für eine Auffrischungs-Reha in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen. Je nachdem, wo deine Schmerzen sind, käme vielleicht eine Kubin-Orthese in Betracht. Die lindert Schmerzen in der LWS und wird von vielen Patienten als sehr hilfreich empfunden. Die trägt man auch nur ein paar Stunden am Tag, so dass sie dich nicht bei deiner Arbeit behindern würde. Was ich überhaupt nicht mag, sind solche Verharmlosungen, dass zum jetzigen Zeitpunkt nur eine relativ kleine OP mit gutem Ergebnis gemacht werden könnte. Hallo? Eine Skoliose OP ist nie eine kleine OP!!! Man braucht sich nur mal diverse Videos bei youtube anzuschauen...

Womit begründet denn Dr. Hoffmann den Verdacht, dass ein Fortschreiten der Skoliose zu erwarten ist?

Herzliche Grüße,
sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

"Bewahre mich vor dem naiven Glauben,es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen." (Antoine de Saint-Exupéry)
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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von Vogelstrauss »

Hallo sloopy!
sloopy hat geschrieben:ich kann verstehen, dass dich diese Nachricht erst mal geschockt hat. Selbst wenn man weiß, dass man von den Gradzahlen her in der OP-Indikation liegt, ist es nochmal was anderes, wenn man dann von einem Arzt die konkrete OP-Empfehlung erhält.
Ja, vor allem, weil ich ja nun von Dr.Hoffmann als eher konservativ orientiertem Orthopäden gehört hatte!
sloopy hat geschrieben:Je nachdem, wo deine Schmerzen sind, käme vielleicht eine Kubin-Orthese in Betracht. Die lindert Schmerzen in der LWS und wird von vielen Patienten als sehr hilfreich empfunden.
Schmerzen in der LWS habe ich selten, dafür oft im Rippenbuckel und in der BWS, da wo die Krümmung am stärksten ist. Dort ist die WS auch richtig berührungsempfindlich. Oft hab ich auch Atemprobleme in Verbindung mit den Schmerzen, eingeklemmte Nerven, die zu diversen Beschwerden führen...vielleicht sollte ich besser aufzählen, was ich NICHT habe?! :( Ich spüre auch regelrecht, wie die WS sich weiter verbiegt...
sloopy hat geschrieben:Womit begründet denn Dr. Hoffmann den Verdacht, dass ein Fortschreiten der Skoliose zu erwarten ist?
Dr.Hoffmann hat sich die Röbis und das was ich aus Sobi noch hatte angeschaut(alte Röbis gibt es leider keine mehr), meine Geschichte angehört, mich untersucht und daraufhin gesagt, das seiner Meinung nach eine Verschlechterung zu erwarten sei und er nicht glaubt, das er mir mit einem Korsett wirklich helfen könne.Er sagte wörtlich: "Ich bin ehrlich zu Ihnen, wirklich eine Verbesserung erreichen, könnte man nur durch eine OP."
Okee, das hat gesessen! Bin ja auch extra zu Ihm gefahren, weil ich die Meinung eines Fachmannes hören wollte. Ich bin gespannt was Prof. Halm sagt...

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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von bluecat »

Hallo Vogelstrauss,

Prof.Halm wird dir vermutlich die gleiche Antwort geben wie Dr.Hoffmann. Er ist Chirurg...
Und du bist in der OP Indikation drin...
Ich spreche da aus Erfahrung. Die Entscheidung musst aber du ganz alleine treffen.

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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von Vogelstrauss »

Hallo bluecat!

Die Vermutung liegt natürlich nahe, das ein Chirurg die OP empfielt, aber ich habe nun auch schon ein paarmal gelesen, daß Prof. Halm-entgegen der Empfehlung von Dr. Hoffmann-nicht zur OP geraten hat. :rolleyes:
Ich werde abwarten was er im Dez. dazu sagt und dann entscheiden... :juggle:
Sicher kann mir die Entscheidung niemand abnehmen-wer würde auch so etwas erwarten? ;) Aber dennoch ist es interessant die Meinung anderer zu hören, vor allem, wenn es Personen sind, die selbst betroffen sind. :ja:
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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von sloopy »

Hallo Vogelstrauss,

ich an deiner Stelle würde nochmal eine Schroth-Reha beantragen und schauen, ob du durch intensive KG etwas an deiner Schmerzsituation verbessern kannst. Die OP läuft dir ja nicht davon- ob du mit 39 oder mit 41 operiert wirst, sollte nicht den großen Unterschied machen. So unsicher wie du noch bist, würde ich die OP keinesfalls machen lassen. Ich finde, man sollte schon vollkommen überzeugt sein, wenn man einen solch großen Schritt wagt. Außerdem hätte es den Vorteil, dass du in der Reha noch eine zusätzliche Meinung von einem konservativen Spezialisten einholen könntest.

Prof. Niemeyer sagte beim Skoliose-Workshop in Bad Sobernheim im April diesen Jahres, dass 50° bei einem erwachsenen Patienten keine OP-Indikation sei. Aber du hast natürlich Einschränkungen, von denen wir nicht einschätzen können, wie sehr sie dich belasten und inwieweit diese eine OP rechtfertigen. Ich an deiner Stelle würde auf jeden Fall erst einmal die konservativen Maßnahmen ausschöpfen und wenn das alles nichts bringt, kannst du dich immer noch operieren lassen.

Herzliche Grüße,
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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von bluecat »

Hallo Vogelstrauss,

bei mir geht es schon um die OP seit ich 13 bin. Da hatte ich ca. 45°.
Und in den letzten Jahren wurde das Thema OP wieder sehr aktuell, weil meine selbst gewollte Korsetttherapie zum Schluss mehr Beschwerden brachte. Ich war zu alt für das stark korrigierende Korsett, habe mich selbst überschätzt.
Ich habe panische Angst vor der OP (traue mich nicht zum Orthopäden), Konsequenzen tragen zu müssen, die ich jetzt nicht habe. Mir geht es soweit gut. Die Optik stört mich, fühle mich hin und wieder hässlich. Aber was wenn es gut aussieht ich aber dann Schmerzpatient bin? Was ist wenn nach 10, 15, 20 Jahren der große Verschleiß beginnt? Und laut Chirurgen, die ich schon sah, kommt dieser früher. Auf die Frage konnte mir sogar ein recht bekannter Chirurg sogar keine Antwort geben. Dann ist das Metall nämlich schon drin :/
Vielleicht überwinde ich die Angst irgendwann und lasse es machen. Wie ich mich irgendwann entscheide und ob es dann oder auch jetzt das Richtige ist, weiß ich nicht :(
Versuche doch eine Reha. Du hast den Vorteil nicht mehr im Wachstum zu sein, d.h. die Progredienz ist bei uns älteren etwas langsamer.

LG
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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von Vogelstrauss »

Hallo!
sloopy hat geschrieben: So unsicher wie du noch bist, würde ich die OP keinesfalls machen lassen. Ich finde, man sollte schon vollkommen überzeugt sein, wenn man einen solch großen Schritt wagt.
Da hast Du vollkommen recht. Und solange ich mir nicht sicher bin, würde ich das auch nie machen-dafür habe ich vie zuviel Respekt vor diesem Eingriff u. was danach sein wird! Und schließlich kann man mich ja auch nicht zwingen :D

bluecat hat geschrieben:Mir geht es soweit gut. Die Optik stört mich, fühle mich hin und wieder hässlich. Aber was wenn es gut aussieht ich aber dann Schmerzpatient bin? Was ist wenn nach 10, 15, 20 Jahren der große Verschleiß beginnt? Und laut Chirurgen, die ich schon sah, kommt dieser früher. Auf die Frage konnte mir sogar ein recht bekannter Chirurg sogar keine Antwort geben. Dann ist das Metall nämlich schon drin
Das mit der Optik kenne ich auch, wobei das bei mir auch nur die zweite Geige spielt, aber ich sehe es auch so:was, wenn ich gerade bin, aber dann sontwas für Beschwerden hab?! Und natürlich die Langzeitfolgen...darüber habe ich auch schon mehrmals gegrübelt...

bluecat hat geschrieben:Du hast den Vorteil nicht mehr im Wachstum zu sein, d.h. die Progredienz ist bei uns älteren etwas langsamer.
Da ist was Wahres dran, so habe ich länger Zeit mich zu entscheiden, kann noch mehr "ausprobieren" -ich denke, darauf wird es auch hinauslaufen :)
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Schroth KG

Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von Silas »

... tja, eine Garantie gibt es nicht und jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Risiken und Chancen er einzugehen wagt.

Und egal wie man sich entscheidet, hat natürlich vieles mit dem Können des Behandlungsteams zu tun, aber eben auch mit den nötigen Quäntchen Glück.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die "beste" Entscheidung für Dich triffst !
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
Vogelstrauss
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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von Vogelstrauss »

Hallo Silas!
Silas hat geschrieben:... tja, eine Garantie gibt es nicht und jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Risiken und Chancen er einzugehen wagt.

Und egal wie man sich entscheidet, hat natürlich vieles mit dem Können des Behandlungsteams zu tun, aber eben auch mit den nötigen Quäntchen Glück
Du bringst es auf den Punkt! :) Genau deshalb werde ich mir auch noch eine weitere Meinung (außer Dr. Hoffmann/Prof. Halm)von ärztlicher Seite zu dem Thema einholen- und dann erst entscheiden! Somit kann ich dann zumindest sagen, ich habe mich ausreichend informiert. Anders kann man sich wohl auch kaum der Risiken bzw. Chancen bewußt werden.
LG
Vogelstrauss
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(Kant)
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Re: OP Empfehlung von Dr.Hoffmann

Beitrag von Sabona »

Hallo zusammen,

laßt wegen der OP-Empfehlung nicht den Kopf hängen. Auch mir wurde seinerzeit von Dr. Hoffmann die OP dringend empfohlen. Schroth könnte bei mir nichts mehr aufhalten. Gut, ich habe 90 Grad, und keine großen Beschwerden.
Prof. Halm lehnte bei mir aber die OP ab. Sehr aufwändig, Ausgang ungewiss. Erst wenn es sich bei mir dramatisch verschlechtert, würde er eine OP vornehmen. Alter spiele in meinem Fall keine Rolle.
Ich schrothe seitdem fast täglich und es geht mir noch gut.

Also nichts überstürzen. Ihr müßt für eine OP bereit sein und nicht die Ärzte.

LG
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