Ich bin fast 29 Jahre alt und habe vor 2 Wochen erfahren, dass ich eine Skoliose von 30 Grad habe. Das schlimme ist nur, dass es vorher anscheinend niemand gesehen hat. Vor knapp 10 Jahren war ich wegen eines Verkehrsunfalls in orthopädischer Behandlung. Die Wirbelsäule wurde mehr als einmal geröntgt. Aber weder sah man den Spalt in meinem Genick, noch die Skoliose an Wirbelsäule und Becken. Der Arzt ließ sich alle alten Aufnahmen kommen und natürlich war sie mehr als deutlich zu sehen.
Weil ich aber bislang kaum Beschwerden habe dachte ich mir, dass man es schon in den Griff bekommt. Erster Anlaufpunkt war ein Sanitätshaus zwecks Schuheinlagen. Der Mann dort, machte eine Haltungsanalyse und bekam die Skoliose mit den Fußkeilen fast ausgeglichen. Als er das Bild aber auswertete, stellte er fest, dass die Wirbelsäule zwar besser aussieht aber Becken und Hals zu schief werden. Er meinte, die damit verursachte Fehlstellung würde mehr Beschwerden machen als die Skoliose. Einlagen bekam ich wegen meines Holkreuzes trotzdem und ein Bisschen besser sieht die Wirbelsäule damit auch aus.
Zu den Einlagen trage ich einen Geradehalter für die Schultern. Optimal ist die Versorgung nicht, aber mehr geht anscheinend nicht. Physiotherapie und Massagen bekomme ich in Massen.
Der Arzt stellte sich ursprünglich eine Kombination aus Einlagen und Kieferschiene vor, glaubt aber jetzt nicht, dass die Kieferschiene funktionieren wird denn sobald die Wirbelsäule gerade wird werden Hals und Hüfte schief.
Ich bin etwas mit meinem Latein am Ende und mache mir Sorgen. Vielleicht wäre es besser gewesen wenn die Skoliose weiter unentdeckt geblieben wäre


