Positiver Erfahrungsbericht z konservativen Skoliosetherapie

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sloopy
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Positiver Erfahrungsbericht z konservativen Skoliosetherapie

Beitrag von sloopy »

Hallo zusammen!

Da hier (leider!) immer wieder von Verschlechterungen berichtet wird, wollte ich nun mal (m)einen positiven Erfahrungsbericht zum Besten geben. Vielleicht motiviert es ja den ein oder anderen Leser oder hebt so manchen Zweifel gegenüber der konservativen Skoliose-Therapie auf.


Meine Skoliosegeschichte in Kürze:
mit 9 Jahren --> Diagnose SKOLIOSE ~18°, Behandlung: Skolistim (Elektrostimulation), KG (allgemeine u. später dann Schroth)
mit 12 Jahren 20° --> 1. Reha Bad Sobernheim
mit 13 Jahren 24° --> 2. Reha Bad Sobernheim, da keine wesentliche Verschlechterung --> kein Korsett nötig
mit 14 Jahren 34° --> 3. Reha Bad Sobernheim, Röntgen von Hand- und Beckenknochen --> ausgewachsen, Korsett bringt nichts mehr :angry:
mit 16 Jahren 42° --> 4. Reha Bad Sobernheim
mit 18 Jahren --> 5. Reha Bad Sobernheim, keine Röntgenkontrolle
mit 23 Jahren 50° --> Dr. Hoffmann, Korsett-Therapie zur Schmerztherapie
mit 24 Jahren --> 6. Reha Bad Sobernheim
mit 25 Jahren --> 1. Schwangerschaft, dadurch Korsett-Therapie beendet, sehr viel KG gemacht
mit 26 Jahren --> 2. Schwangerschaft, kaum KG

mit 30 Jahren --> wir schreiben das Jahr 2010:
Die Kinder werden älter und selbständiger und somit komme ich wieder mehr dazu, mich um mich und meinen Rücken zu kümmern. Ich hab angefangen, wieder regelmäßig KG zu machen und entschlossen, nochmal eine Reha zu beantragen, quasi als Motivationstraining. Ich war nun (nach abgebrochener Korsett-Therapie und zwei Schwangerschaften) mit fast 31 Jahren gezwungenermaßen mal wieder zum Arzt. Wurde auch Zeit, da die letzte Röntgenkontrolle ja 7,5 Jahre zurücklag und ich mich (geplagt vom schlechtem Gewissen) furchtbar krumm gefühlt hab.

Das Ergebnis: kaum zu glauben, aber wahr 45° :D :tanz: :D :juggle: :D :bia: :D :freude: :D: :knuddel: :D
(Die Kritiker können sagen, 5° ist Meßtoleranz, aber immerhin- keine Verschlechterung in 7,5 Jahren trotz zwei Schwangerschaften und das allein ist doch schon ein wahnsinniger Erfolg!!!)

Was man mit viel SCHROTH-KG und Erwachsenen-Korsett doch alles erreichen kann...

Herzliche Grüße,
sloopy

edit 18.03.2010: hab grad festgestellt, dass ich meine 6. Reha unterschlagen hatte. Während meiner Korsett-Zeit war ich auch nochmal in Sobi...
Zuletzt geändert von sloopy am Do, 18.03.2010 - 18:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von minimine »

Hallo Sloopy,

danke für deinen Bericht und natürlich herzlichen Glückwunsch zum tollen Ergebnis :tanz:

Mach weiter so :zustimm: :bindafür:

LG
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Hallo Sloopy,

spitze Werte, herzlichen Glückwunsch! :D

Kannst Du Dir ja überlegen, ob Du Dir nochmal ne Korsett-Therapie (z.B. nur Nachtkorsett) antust!

Viele Grüße

Thomas
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sloopy
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Beitrag von sloopy »

Hallo Ihr Zwei,

ihr kanntet das ja (zumindest teilweise ;) ) schon, aber trotzdem danke für die Glückwünsche. Ich hatte mich auf eine weitere Verschlechterung eingestellt, weil ich während und nach der zweiten Schwangerschaft meinen Rücken doch sehr vernachlässigt habe. Umso mehr hab ich mich natürlich gefreut. Schön ist auch, dass mal wieder ein Arzt bestätigt hat, dass ich rein optisch (ohne Vorneigetest) nur eine paarundzwanzig Skoliose hab- das haben mir auch schon öfter Therapeuten gesagt. Ich denke, auch das ist ein toller Erfolg, der auf 20 Jahre Schroth zurückzuführen ist.

Eine Korsett-Therapie halte ich im Moment nicht für nötig. Meine Skoliose scheint ja nicht progredient zu sein und die Schmerzen hab ich im Griff, was sich natürlich ändern könnte, wenn ich demnächst mehr Stunden arbeite oder eine andere Tätigkeit verrichte. Mal abwarten... Jetzt hoffe ich zuerst einmal, dass mein Rehaantrag genehmigt wird und dann sehen wir weiter!

Ganz lieben Gruß,
sloopy
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Sloopy hat geschrieben:Vielleicht motiviert es ja den ein oder anderen Leser oder hebt so manchen Zweifel gegenüber der konservativen Skoliose-Therapie auf.
Nicht böse sein, wenn mich das zur Kritik reizt. :)

Bezogen auf Deine letzten 10 Jahre ist das sicherlich ein guter Erfolg.
Du hast eine Entwicklung stoppen können, die anhand der gesamten Situation wahrscheinlich eine viel grössere Verschlimmerungs Möglichkeit bedeutet hätte.

Aber die Entwicklung von der 1. bis zur 4. Schroth REHA spricht aus heutiger Sicht nun nicht gerade von einem konservativen Erfolg.
Da müsstest Du schon näher beschreiben, was damals evtl. schief gelaufen ist oder was möglicherweise gar nicht zu stoppen war?

Gruss
Klaus
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Klaus hat geschrieben:Da müsstest Du schon näher beschreiben, was damals evtl. schief gelaufen ist oder was möglicherweise gar nicht zu stoppen war?
Was bei sloopy schiefgelaufen ist ist meiner Ansicht nach ziemlich eindeutig:

Die damaligen Orthopäden habe die Korsett-Therapie einfach verschlafen. Und als sie im Alter von 14 bereits bei über 30° angelangt war, kam die (aus heutiger Sicht auch unsinnige) Aussage, dass ein Korsett in Ihrem Alter nichts mehr bringt. Dadurch konnte die Skoliose sich munter weiter verschlechtern.

Ich interpretierte daher sloopys Post auch so, dass sich die konservative Therapie im Erwachsenenalter positiv ausgewirkt hat, nachdem die Therapie im Jugendalter (auf Grund des fehlenden Korsetts) total fehlgeschlagen war.

Gruß Thomas
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Beitrag von minimine »

Hallo Klaus,

ich denke auch, dass Sloopy v.a. die letzten 7,5 Jahre als erfolgreich darstellen will und das ist ja definitiv der Fall, sei es, dass die Verbesserung tatsächlich ist oder nur die Gradzahl gehalten werden konnte. ;)
Thomas hat geschrieben:nachdem die Therapie im Jugendalter (auf Grund des fehlenden Korsetts) total fehlgeschlagen war.
Ich würde auch nicht sagen, dass die Therapie total fehlgeschlagen ist. Man weiß ja nicht, wie sich die Skoliose ohne die Reha-Aufenthalte entwickelt hätte, das könnte ja auch locker doppelt so hoch sein.

LG
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Beitrag von sloopy »

Klaus hat geschrieben:Nicht böse sein, wenn mich das zur Kritik reizt. :)
Warum ahnte ich nur, dass so etwas von dir kommt, Klaus?! :wink: Keine Sorge, ich bin dir nicht böse!

Natürlich ist früher einiges schief gelaufen. Wie Thomas schon geschrieben hat- eine Korsett-Therapie während des Wachstums wurde schlicht und einfach verpennt. Anfangs hieß es, wir warten mal ab. Weil dann von 12 bis 13 Jahre kaum Veränderung da war, hielt man eine Korsett-Therapie nicht für nötig. Spätestens als mit 14 Jahren die Progredienz sichtbar war, hätte man handeln müssen und das ist (sowohl von den Sobernheimern als auch von meinem Orthopäden) versäumt worden. Wie schon oben geschrieben- ich war angeblich ausgewachsen, der Klassiker also... :naja:

Mein Orthopäde hat zwar meine Eltern auf die Möglichkeit einer Korsett-Therapie hingewiesen, hat ihnen aber die Notwendigkeit nicht klar gemacht. Sie wollten mir was Gutes tun und mir die Qualen einer Korsett-Therapie ersparen. Sie waren (wie sich später herausstellte) nicht ausreichend über die Korsett-Therapie informiert. Ich bin aber überzeugt, dass es noch schlimmer geworden wäre, wenn ich all die Jahre gar nichts getan hätte. Meine Eltern haben immer darauf geachtet, dass ich regelmäßig meine KG zu Hause mache, auch wenn das zeitweise natürlich heftigste Auseinandersetzungen gab...

Liebe Grüße,
sloopy
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Beitrag von Dalia »

Hallo sloopy,

das ist ja wirklich ein fantastischer Erfolg! Ich habe mich schon oft gefragt, wie es dir jetzt rückenmäßig wohl gehen mag und ob du dich noch dafür interessierst. Ich finde den Erfolg vor dem Hintergrund bombastisch, dass du erst mit 23 Jahren ein Korsett bekamst und dass du trotz zweier Schwangerschaften mit anschließender Elternzeit (Kinder müssen/wollen in den ersten Jahren ja getragen werden) die Skoliose so fantastisch halten konntest. Das macht wirklich Mut. :ja:

Klaus, da gibt es für mich keinen Grund zu mäkeln, ich bin eher erstaunt über deine Antwort. Ich finde es absolut erstaunlich, dass sloopy trotz ausbleibender Korsetttherapie nur eine so geringfügige Verschlechterung erfahren hat. Grad im Alter von 14 Jahren 34°, das ist verdammt gefährlich. Und jetzt sind es 45° - also nur 11° Differenz dank Schroth und späterer Korsetttherapie. Im Übrigen glaube ich, dass sloopy besser als du beurteilen kann, was effektiv war und was nicht. ;)

Ich trage mein Korsett nur nachts, und meine Mutter erkennt es sofort, wenn ich mal zwei oder drei Tage und Nächte am Stück ohne Korsett war. Ich merke und spüre das auch. Und man sieht es auch. Die Skoliose selbst lässt sich nicht mehr verbessern, aber die Haltung und die körperliche Vitalität sehr wohl. Und ich schlafe sehr gern im Korsett, sogar lieber als ohne.

Sloopy, dass du keine Korsetttherapie mehr möchtest, finde ich o.k., wir Erwachsenen sind dazu nicht gezwungen und wenn es dir ohne Korsett gut geht, ist es die Hauptsache. Ich fnde es toll, dass du trotz Mutterschaft dich wieder mehr um deinen Rücken kümmern möchtest, und es freut mich auch sehr, dass du hier wieder aktiver bist. :ja: :tanz:
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
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Beitrag von sloopy »

Danke, Dalia für deine lieben Worte :knuddel:!
Dalia hat geschrieben:Ich habe mich schon oft gefragt, wie es dir jetzt rückenmäßig wohl gehen mag und ob du dich noch dafür interessierst.
Ich hatte irgendwann mal genug von der Skoliose und allem was dazu gehört (inkl. Forum ;)) und hab das ne Weile recht erfolgreich verdrängt. Anfangs hatte ich mir vorgenommen, die Korsett-Therapie nach den Schwangerschaften fortzuführen, aber ich war durch die Kids und die Arbeit die letzten Jahre sehr stark eingespannt, da hätte mir die Kraft und Motivation gefehlt. Da wir uns selbständig gemacht haben, als unser Sohn ein halbes Jahr alt war, hab ich immer gearbeitet so gut es ging (unser Geschäft war für die Jungs bis sie in den Kindergarten kamen ein zweites zu Hause). Nun sind sie vier und fünf, gehen in den Kindergarten, der Große ab Sommer zur Schule, sie werden selbständig und irgendwann meldet sich das schlechte Gewissen und man merkt, es wird Zeit, wieder was zu tun...

Dalia hat geschrieben:Und jetzt sind es 45° - also nur 11° Differenz dank Schroth und späterer Korsetttherapie.
:ja: Dr. Steffan hat extra nochmal nachgemessen um auszuschließen, dass er sich vermessen hat bei den 45° :D

Dalia hat geschrieben:Ich trage mein Korsett nur nachts, und meine Mutter erkennt es sofort, wenn ich mal zwei oder drei Tage und Nächte am Stück ohne Korsett war.
Ein Kommentar meiner Mutter war auch letzten Sommer der ausschlaggebende Punkt, den ich wohl brauchte, um mich wieder der täglichen KG zu widmen... Ich stand bei meinen Eltern in der Küche, da meinte meine Mutter "Du stehst so krumm da, machst du eigentlich noch irgendwas für deinen Rücken?" Ich glaub, wir können noch so erwachsen werden, unsre Mütter werden immer in irgendeiner Weise Einfluß auf uns nehmen...

Liebe Grüße,
sloopy
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Thomas hat geschrieben:Ich interpretierte daher sloopys Post auch so, dass sich die konservative Therapie im Erwachsenenalter positiv ausgewirkt hat, nachdem die Therapie im Jugendalter (auf Grund des fehlenden Korsetts) total fehlgeschlagen war.
Vor diesem Hintergrund ist das natürlich ein positiver Erfahrungsbericht, der die Therapie im Erwachsenalter beschreibt.
sloopy hat geschrieben:Spätestens als mit 14 Jahren die Progredienz sichtbar war, hätte man handeln müssen und das ist (sowohl von den Sobernheimern als auch von meinem Orthopäden) versäumt worden
Wenn man genau diese Zeit betrachtet, frage ich mich, warum das ausgerechnet in Bad Sobernheim passiert ist. War die Qualität der Gesamt Betreuung dort nicht ausreichend ??
Sloopy, mir sind einfach die REHA Jahre aufgefallen, die im ersten Post ohne besondere Kritik im Gesamt-Rahmen einer positiven konservativen Skoliosetherapie aufgeführt sind.
Da stellen die Leser dieses Berichts die Qualität in Bad Sobernheim doch erst mal in Frage.

Dalia hat geschrieben:Klaus, da gibt es für mich keinen Grund zu mäkeln, ich bin eher erstaunt über deine Antwort.
Klaus hat geschrieben:Bezogen auf Deine letzten 10 Jahre ist das sicherlich ein guter Erfolg


Gruss
Klaus
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Beitrag von sloopy »

Hallo Klaus!
Klaus hat geschrieben:Wenn man genau diese Zeit betrachtet, frage ich mich, warum das ausgerechnet in Bad Sobernheim passiert ist. War die Qualität der Gesamt Betreuung dort nicht ausreichend ??
Keine Ahnung warum, hab mich das auch schon oft gefragt. Als 14jährige hinterfragt man die Dinge nicht so. Wahrscheinlich hat man einfach zu viel Wert auf das Risserzeichen gelegt und darauf vertraut, dass kaum noch Wachstum erfolgen würde.

Klaus hat geschrieben:Sloopy, mir sind einfach die REHA Jahre aufgefallen, die im ersten Post ohne besondere Kritik im Gesamt-Rahmen einer positiven konservativen Skoliosetherapie aufgeführt sind.
Da stellen die Leser dieses Berichts die Qualität in Bad Sobernheim doch erst malin Frage.
Das ist schon ok, du musst dich da nicht rechtfertigen ;). Es steht außer Frage, dass Fehler gemacht wurden, aber das war auch damals nicht die Regel! Wo Menschen sind passieren Fehler- das ist in Sobernheim nicht anders als sonstwo auf der Welt.

Lieben Gruß,
sloopy
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Beitrag von Dalia »

Klaus hat geschrieben:
Dalia hat geschrieben:Klaus, da gibt es für mich keinen Grund zu mäkeln, ich bin eher erstaunt über deine Antwort.
Klaus hat geschrieben:Bezogen auf Deine letzten 10 Jahre ist das sicherlich ein guter Erfolg
Das klingt auch recht zurückhaltend und ich bezog mich nicht nur auf die letzten 10 Jahre.
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Beitrag von Klaus »

sloopy hat geschrieben:Es steht außer Frage, dass Fehler gemacht wurden, aber das war auch damals nicht die Regel!
Ich denke, damit wird klar, dass Dein positiver Erfahrungsbericht sich eher auf die Jahre nach der 4. REHA bezieht.

Im bisherigen Vergleich beider Kliniken wurde in der Vergangenheit ja immer wieder "die Wiege des Schroth" betont und anfangs hatte ich sogar den Eindruck, ich wäre in Bad Salzungen in der falschen Klinik gewesen. :D Es sind ja alles sehr subjektive Berichte und ich habe dann nach und nach feststellen müssen, dass ich mit meiner Sitzkyphose wahrscheinlich auch nicht besser behandelt worden wäre, wie das mir einige einreden wollten.

Daraus ist meine besondere Kritik bei diesem Thema entstanden, zumal Toni mit seinen alten Erfahrungsberichten mich bezüglich Hyperkyphose in Bad Salzungen schon reichlich "vorgewarnt" hatte.

Ist keine Rechtfertigung, sondern die Hoffnung, dass sich durch kritische Blicke möglichst vieler die Qualität in beiden Kliniken erhöht, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, die noch nicht so viel nachfragen.

Gruss
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Beitrag von sloopy »

Hallo Klaus,

ich sehe schon meine ganze Skoliosegeschichte als erfolgreich an. Auch wenn eine Korsett-Therapie im jugendlichen Alter versäumt wurde, hab ich mit Schroth allein sehr viel erreicht. Wer weiß, bei wieviel Grad ich gelandet wäre, wenn ich die vielen KG Stunden und Sobi-Aufenthalte nicht gemacht hätte?! Klar, mit Korsett-Therapie wäre ich heute vielleicht um einiges gerader, aber das ist ja nun mal im Nachhinein nicht mehr zu ändern.

Ich häng dir mal ein Foto aus meiner letzten Reha an, zu der Zeit waren meine Krümmungswerte 50° und 33°. Ich denke, auch die Optik ist ein großer Erfolg jahrelanger Therapie ;)

Liebe Grüße,
sloopy
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Beitrag von Klaus »

Du hast eine Skoliose ?? :)

Also optisch ist ja überhaupt nichts zu sehen. Schon erstaunlich der Unterschied zwischen Optik und tatsächlicher Situation.

Gruss
Klaus
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Beitrag von minimine »

Hallo Sloopy,

klasse Bild :ja: Ich kannte es ja schon, aber man kanns nicht oft genug sagen :D :knuddel:

LG
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Beitrag von marieschen »

Hey

dein Rücken sieht echt super aus. Kann mich nur den Worten von den anderen anschließen erstaunlich und bewundernswert. Mach weiter so!!

Wenn ich das so sehe, gibt mir das gleich noch Motivation um weiter zu machen....

LG
marieschen
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Beitrag von sloopy »

Hallo zusammen!

Vielen Dank für Eure Antworten. *stolzbin*

marieschen hat geschrieben:Wenn ich das so sehe, gibt mir das gleich noch Motivation um weiter zu machen....
So war's gedacht ;)

Lieben Gruß,
sloopy
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Beitrag von Shiron »

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht! TOP! ;D
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