Buch über Schroth und ihre Übungen?

Fragen und Antworten zu den SCHROTH-Rehabilitationszentren für Wirbelsäulendeformitäten
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo BZebra,

ok, jetzt haben wir beide Posts (Schroth Bücher und REHA-Kürzung) in einer Rubrik. Ist vielleicht übersichtlicher.

1. abgelehnte REHA
Was tun? Widerspruch einlegen, wenn nicht erfolgreich, was dann?
Privat finanzieren? Dazu gibt es bereits eine gute Antwort.
Ich warte z.Bsp. gerade auf die Genehmigung, aber mit 60 bin ich ziemlich unsicher, ob das auf Anhieb klappt.

2. ambulante Schroth
Ich mache diese seit November und merke natürlich auch, dass eine REHA besser wäre. Da es bei mir um Kyphose geht und symmetrische Schroth Übungen angesagt sind, ist die Übungsauswahl schon mal beschränkt und möglicherweise auch einfacher. Trotzdem gibt es schon Begleitumstände, die ich in einer REHA genau geklärt haben möchte.

Was schreibt die skoliniti Gruppe Freiburg:

"Konkret heißt das beispielsweise:
anfangs eine einführende Behandlungsphase über ca. 3-4 Monate mit 2 Behandlungsterminen pro Woche, dann Behandlungspausen (z. Bsp. in den Schulferien) von 1-2 Monaten, in denen aber weiter möglichst täglich selber geübt wird. Danach folgen jeweils erneute evtl. kürzere Behandlungsintervalle, um die Umsetzung des Übungs-programms auf eingeschlichene Fehler hin zu überprüfen, um den Befund zu aktualisieren und ggf. mit therapeutischen Maßnahmen zu reagieren, die nicht durch selbständiges Üben abzudecken sind. Damit die Motivation über die Monate und Jahre einer solchen Dauer-behandlung nicht verloren geht, können therapeutisch geführte oder auch von Patienten selbst organisierte Übungsgruppen für Abwechs-lung und Auflockerung sorgen."

Auch wenn das wieder Diskussionen auslösen sollte, es ist offensichtlich eine mögliche Alternative, wenn das mit der REHA nicht klappen sollte.
Es ist sicherlich nicht das "Mittel der Wahl"!
Klappt im übrigen auch nur, wenn man einen Arzt gefunden hat, der die Dauerbehandlung (Behandlung ausserhalb des Regefalles mit WS2)unterstützt.

3.
Im Übrigen haben die Therapeuten der Reha es sogar lieber, wenn Patienten ganz unbedarft ankommen, weil sie dann nicht die ganzen Fehler ausmerzen müssen.
Das mag ja richtig sein, aber ich bin z.Bsp. ein Mensch, der nicht einfach das macht, was andere sagen. Auch wenn noch so viel Kompetenz dahintersteckt, ich möchte schon wissen, was ich tue und was dahinter steckt. Und gerade bei Schroth muss man doch durch Überzeugung an die Sache rangehen, im Gegensatz z.Bsp. zu Voijta.
Und ich glaube nicht, dass zumindest meine Schroth-Therapeutin mir ganz was falsches beibringt.

Gruss
Klaus
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Klaus hat geschrieben:
Im Übrigen haben die Therapeuten der Reha es sogar lieber, wenn Patienten ganz unbedarft ankommen, weil sie dann nicht die ganzen Fehler ausmerzen müssen.
Das mag ja richtig sein, aber ich bin z.Bsp. ein Mensch, der nicht einfach das macht, was andere sagen. Auch wenn noch so viel Kompetenz dahintersteckt, ich möchte schon wissen, was ich tue und was dahinter steckt. Und gerade bei Schroth muss man doch durch Überzeugung an die Sache rangehen, im Gegensatz z.Bsp. zu Voijta.
Und ich glaube nicht, dass zumindest meine Schroth-Therapeutin mir ganz was falsches beibringt.
Das ist allerdings genau der Grund, warum das nicht gerne gesehen wird und warum ungerne Übungsanweisungen an Patienten ohne Reha weitergegeben werden. Dann kommen nämlich die Patienten an und sagen, aber meine Schroth-Therapeutin daheim hat mir das anders erklärt und das finde ich nicht so gut, das finde ich viel besser, und warum machen wir das nicht so wie das in dem Buch steht ...

Du musst als Patient der vorher ambulant Schroth gemacht hat dann schon akzeptieren, daß die Schroth-Theraputin vor Ort halt nur ein "Anfänger" ist, und was Dir dann während der Reha erkärt wird dem Amen in der Kirche schon recht nahe kommt.

Besserwisserei ist da einfach nicht angesagt, weil Du in 90% aller Fälle damit sowieso daneben liegen wirst.
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hi BZebra und Klaus,

ich sehe schon, ich muss eine Reha machen, um zu wissen, ob ich überhaupt noch richtiges Schroth mache.

Gerade turne ich bei der 3. Schroth-Therapeutin und staune, wie unterschiedlich die Therapeutinnen sind, sie haben alle ihre bevorzugten Übungen. Aber Gemeinsamkeiten gibt es auch. Ich habe für mich daraus gelernt, mich auf ihr Konzept einzulassen, auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin. Wenn mich etwas irritert, frage ich nach.

Nur so am Rande, meine Therapeutin, bei der ich jetzt bin, arbeitet sehr konsequent mit Spiegeln. :zustimm: Ich vermisse in ihrem Raum aber einen Deckenspiegel (vielleicht ist das der Grund, dass ich bei ihr nie Übungen in Rückenlage mache?).
Nun habe ich erfahren, dass meine Therapeutin schon lange einen Deckenspiegel möchte. Darüber kann aber nicht sie entscheiden, sondern nur die Praxis-Inhaberin...

Dalia
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Ihr beiden,

irgendwie finde ich immer wieder die Bestätigung, dass nicht nur Ärzte Götter in weiss sein können.
Ich bin Deine REHA, Du sollst keine anderen Therapeuten neben mir haben.... :) :)

Natürlich passe ich mich der jeweiligen Lernumgebung an und ziehe dann aber meine Schlüsse, die auch dadurch geprägt sein können, was gefällt mir am besten und was werde ich deswegen am längsten durchhalten, weil es mir auch gut tut.

Toni hat das mal so schön mit seiner Sprossenwand beschrieben:
Sie muss mir im Wege stehen und mich auffordern...

BZebra,
Wenn die Schroth Therapeuten vor Ort als Anfänger gesehen werden, dann müsste man sich schon nach der Daseinsberechtigung dieser Therapeuten fragen.
Sie können keinem Schroth beibringen, sie können bestenfalls als Kontrolle für Übungen dienen, die sie selbst auch kennen. Mit anderen Übungen aus der REHA kommt man bei ihnen nicht weiter. Das kann es doch wohl nicht sein.

Dalia,
Therapeuten wechseln, bis man einen guten "Mix" in seinen persönlichen Übungen gefunden hat? Spricht dann doch sehr für REHA, zumal der Therapeuten-Wechsel nicht immer so grosszügig möglich ist.

Eigentlich ging es mir neben der persönlichen Neugierde und Aufklärung auch um den Punkt, was ist denn nun, wenn die REHA abgelehnt wird.
Wieso kommt die Gruppe in Freiburg dazu, dass Schroth auch ambulant erlernt werden kann, wenngleich das auch mehrere Monate dauern kann.

Ja, Dalia, wenn die Schroth-Therapeutin auch gleichzeitig Chefin wäre, dann käme man in vielen Dingen besser voran.
Ich habe vor meiner Schroth-Therapie nur mit Chefs und Stellvertretern zu tun gehabt. Da waren die Therapie-Einheiten auch mal länger und die Benutzung der Geräte kostenlos. Hat aber spezifisch nicht viel weiter gebracht.

Gruss
Klaus
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Klaus hat geschrieben:BZebra,
Wenn die Schroth Therapeuten vor Ort als Anfänger gesehen werden, dann müsste man sich schon nach der Daseinsberechtigung dieser Therapeuten fragen.
Sie können keinem Schroth beibringen, sie können bestenfalls als Kontrolle für Übungen dienen, die sie selbst auch kennen. Mit anderen Übungen aus der REHA kommt man bei ihnen nicht weiter. Das kann es doch wohl nicht sein.
Der Sinn und Zweck der Therapeuten vor Ort ist die Unterstützung des eigenständigen Übens zu Hause und die Kontorlle der erlernten Übungen NACH (!!!) einer Reha. Allein dafür sind sie ausgebildet.
Sie sind in der Tat nicht für Patienten gedacht, die noch keine Reha gemacht haben. Im Grunde müssen sie auch noch einen Großteil von ihren Patienten lernen.

Streng genommen zweckentfremdet man sie, wenn man dort schon vor einer Reha nach Schroth üben möchte.
Das bedeutet aber natürlich nicht, daß das dann komplett sinnlos und erfolglos sein muss. Es gibt durchaus Patienten, die allein schon damit ihre Schmerzen in Griff bekommen oder vermindern können. Diesbezüglich wäre dies dann natürlich ein Erfolg. Und natürlich gibt es auch unter den Schroth-Therapeuten vor Ort sehr positive Ausnahmen (Naturtalente sozusagend).
Zuletzt geändert von BZebra am Do, 30.12.2004 - 22:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Ambulante Schroth-Therapie

Beitrag von Dalia »

Sorry, mein Beitrag ist jetzt off topic, da es um meine Erfahrungen mit der abulanten Schroth-Therapie geht.
Klaus hat geschrieben:Therapeuten wechseln, bis man einen guten "Mix" in seinen persönlichen Übungen gefunden hat? Spricht dann doch sehr für REHA, zumal der Therapeuten-Wechsel nicht immer so grosszügig möglich ist.


Ich habe die Therapeutinnen aus verschiedenen Gründen gewechselt. Bei der ersten Therapeutin war ich 10 Jahre lang, dann habe ich 4 bis 5 Jahre eine Pause gemacht, weil ich zuhause allein weiterturnen sollte. Als ich meine Schroth-Kenntnisse wieder auffrischen wollte, war diese Therapeutin leider zwischenzeitlich verstorben. :(

Ich ging dann zu Therapeutin Nr. 2, das war vor einem Jahr. Mit der war ich aber unzufrieden, da ich merkte, dass sie die Schroth-Prinzipien irgendwie nicht so richtig intus hatte. Als ich wegen einer kleinen OP mehrere Monate nicht zur KG fahren konnte, nutzte ich die Gelegenheit für einen Wechsel und habe mir Therapeutin Nr. 3 ausgesucht. Mit der bin ich so zufrieden, dass ich bei ihr bleiben möchte.

Ich mache deswegen ambulante Schroth-KG in einer Praxis, damit ich immer wieder von außen kontrolliert werde, so schleichen sich zuhause dann nicht so leicht Fehler ein. Ich gehe aus diesem Grund auch nicht einmal wöchentlich hin, sondern bewusst in größeren Zeitabständen (alle 2 bis 3 Wochen), einfach um immer wieder eine Kontrolle von außen zu erhalten, und so bleibt die Motivation zum selbständigen Turnen zuhause auch länger erhalten.

Ich denke, dass ich die Kompetenzen einer Schroth-Therapeutin schon ganz gut beurteilen kann. Ich war in meiner Kindheit zweimal in Sobernheim (das letzte Mal vor 15 Jahren), zu der Zeit war Sobernheim noch von der Power von Lehnert-Schroth geprägt.
Parallel dazu war ich bei Therapeutin Nr. 1 (bis vor etwa 5 Jahren), und ich weiß noch, dass ich keine großen Diskrepanzen zwischen ihr und Sobernheim wahrgenommen habe, eher im Gegenteil; Nr. 1 war nämlich auch regelmäßig zur Fortbildung in Sobernheim und sie hatte fast nur Skoliotiker zur Behandlung (aber spiegelmäßig war sie leider nicht so gut ausgestattet).

Als ich das 2. Mal in Sobernheim war, waren seit dem ersten Mal 5 Jahre vergangen. Ich war in diesen 5 Jahren einmal wöchentlich in ambulanter Behandlung, und als ich eben das 2. Mal in Sobernheim war, wurde ich nicht mehr wie eine Anfängerin behandelt, ich wurde auch gelobt, wie gut ich das alles schon/noch konnte. Auch mussten keine Fehler ausgemerzt werden.

Allerdings lernt man bei einer Reha viel mehr und zum Teil andere Übungen kennen und es ist auch deutlich intensiver und konsequenter. Ich hätte an Therapeutin Nr. 3 auch Kritikpunkte, aber sie ist mit Nr. 1 vergleichbar, auch wenn die Übungen zum Teil ganz anders sind, doch die Atmung, "Raffen" usw., das ist genauso wie bei Therapeutin Nr. 1.

Eine Reha habe ich angepeilt, aber erst für später, denn es gibt bei mir neben der Krankenkasse noch andere Schwierigkeiten zu klären, die letzte Reha liegt bei mir doch sehr lange zurück, vielleicht haben sich Fehler eingeschlichen und in den Übungen hat sich sicher einiges geändert.

Dalia
Zuletzt geändert von Dalia am Do, 30.12.2004 - 22:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Dalia, hallo BZebra,

Herzlichen Dank für diesen sehr informativen ausführlichen Bericht bzw. die Bemerkungen zum Sinn der Schroth-Therapeuten vor Ort.

Einen guten Start ins Neue Jahr.

Gruss
Klaus
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Toni
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Beitrag von Toni »

Lieber Klaus
Bevor ich die Reha in Salzu gemacht habe, wollte ich dringend, brennend Schroth lernen.
Ich hab mich mit jeder verfügbaren Literatur eingedeckt und 2 niedergelassene "Schrott-Therapeutinnen" durchprobiert.
Die waren mit meiner "Hundsgewöhnlichen Scheuermann-Kyphose" gnadenlos überfordert. Die sind in Sobernheim auf die 3 bis 4 bogigen lumbal -links, thorakal-rechtskonvexen Standart-Skoliosen einpräpariert worden. Eine wusste nicht mal, daß es auch symetrischen Kyphose-Schroth gibt, was ich ihr erst mit dem Gelben Buch von Frau Lehrert Schroth beweisen musste. Sie hatte in Sobi AUSSCHLIESSLICH NUR Skoli-Schroth gelernt!
Mit etwas derart seltenem wie Deiner 45° LWS-Kyphose sind vermutlich sogar die meisten Therapueten/Innen in den beiden Schroth-Kliniken überfordert. Ich schätze daß dort auch erst mit "Versuch & Irrtum" die idealen Übungen für Dich erarbeitet werden müssen.

Schroth aus Büchern und Papieren zu kapieren kannste echt vergessen!
Ichhabe auch geglaubt, daß ich das so erarbeiten könne. UNMÖGLICH! Ich glaubte, wenn das die Kathi Schroth autodidakt erarbeitet hat, dann kann das der Herr Oberbiologe mindestens auch, wenn er so tolle Bücher zur Verfügung hat. Pustekuchen!!!

Aber während und nach der Reha waren die Bücher für mich und meine Frau eine Queller unzählicher AHA-Erlebnisse!
Gruß Toni
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Beitrag von Dalia »

BZebra hat geschrieben:Das bedeutet aber natürlich nicht, daß das dann komplett sinnlos und erfolglos sein muss. Es gibt durchaus Patienten, die allein schon damit ihre Schmerzen in Griff bekommen oder vermindern können. Diesbezüglich wäre dies dann natürlich ein Erfolg. Und natürlich gibt es auch unter den Schroth-Therapeuten vor Ort sehr positive Ausnahmen (Naturtalente sozusagend).
Ein Problem ist auch, dass viele Skoliotiker denken, dass es genügt, einmal die Woche zur KG zu gehen. Und die Schroth-Therapeuten sagen ihnen auch nicht, dass der Zweck ihrer Therapie ist, die Übungen zuhause anzuwenden.
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Beitrag von Chaney »

Hallo,

ich weiß, die Antwort kommt ein bißchen spät ... ich möchte das folgende aber trotzdem noch loswerden ...
Klaus hat geschrieben: 1. abgelehnte REHA
Was tun? Widerspruch einlegen, wenn nicht erfolgreich, was dann?
Du kannst bei Ablehnung Deines Widerspruches vor dem Sozialgericht klagen, wie das auch in den Ablehnungen beschrieben wird. Was leider nicht drinsteht, ist, daß diese Klagen keine Aussicht auf Erfolg haben, wenn dem Klagenden keine juristische Hilfe (wie man sie etwa beim VDK bekommt) zur Verfügung steht. Ich hab in meinem Fall mangels Zeit, Nerven und Geld nicht geklagt.

Gruß
Chaney
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Beitrag von Chaney »

Auf die Gefahr hin, daß ich jetzt den Thread noch weiter durcheinanderbringe, aber ich hab eben beim Stöbern im Netz das hier gefunden (zufällig, möchte ich betonen): <a href="http://www.vpt-hessen.de/termine/lehrga ... rgangsinfo Skoliose</a>. Siehe auch <a href="http://www.vpt-hessen.de/termine/fortbi ... tml">Fort- & Weiterbildungstermine 2005</a> (bei April bzw. September)

Allen noch einen schönen Neujahrstag wünscht
Chaney
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Beitrag von Sabi »

Hallo Chaney,

das was du da gefunden hast, klingt allerdings nicht wirklich nach Schroth. :nein:
So wie es sich anhört, werden da ganz normale 0815-KG-Übungen gegen/für Skoliose vermittelt. Von Schroth ist nirgends etwas zu lesen.

Schroth-Therapeuten werden nur in den beiden Klinken in Sobi bzw. BaSa ausgebildet. Hier findest du Infos über den A- bzw. P-Kurs in Sobernheim.
In der Idee leben heißt,
das Unmögliche behandeln,
als wenn es möglich wäre.
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Beitrag von Klaus »

Hallo zusammen,

allen hier ein gutes Neues Jahr.

Erst mal möchte ich mich herzlich bedanken für die tollen Beiträge zu dem Thema. Das hat mich in meiner Einschätzung einen grossen Schritt nach vorn gebracht.

Nachdem ich gelesen habe, dass der P-Kurs für die praktische Ausbildung zum Schroth-Therapeuten nur 9 Tage dauert, ist mir völlig klar, dass die Effektivität des ambulanten Schroth-Therapeuten doch stark eingeschränkt ist und tatsächlich vom mehr oder weniger ausgeprägtem "Naturtalent" abhängig ist.
Meine Schroth-Therapeutin hat bei Beginn der Behandlung daraufhingewiesen, dass bei meiner LWS Kyphose die Übungen entsprechend angepasst werden müssen. Das war einleuchtend und im Spiegel konnnte ich genau verfolgen, was in meinem Problem-Bereich während der Übung passiert. Wenn dann insgesamt 3 Schroth-Therapeuten arbeiten, es sogar eine Gruppentherapie gibt und neben Skoliotikern auch Kyphotiker in Behandlung sind, dann fühlt man sich doch erst mal gut aufgehoben.
Aber schon das Stichwort "Hocker über den Kopf" Übung reicht, um die Neugierde anzuheizen. Meine Therapeutin kennt diese Übung nicht, obwohl es nach ihrer Meinung nur insgesamt 25 Übungen gibt. Auch rein gefühlsmässig denke ich oft, dass es noch andere Übungen speziell für mich geben muss.
Da hat auch Toni ein bischen Schuld :) , der hier ja gottseidank auch die absolute Minderheit der männlichen Kyphose-Patienten vertritt. In Bad Salzungen hat sich ja deswegen offensichtlich schon eine Menge getan, aber
Mit etwas derart seltenem wie Deiner 45° LWS-Kyphose sind vermutlich sogar die meisten Therapueten/Innen in den beiden Schroth-Kliniken überfordert.
Also, die REHA muss trotzdem her und bis zur Genehmigung oder Ablehnung werde ich erst mal nicht weiter spekulieren.

Aber trotzdem an Toni noch mal die Frage:
Welches Buch ist denn bezüglich Kyphose vorzuziehen?

Gruss
Klaus
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Beitrag von BZebra »

Klaus hat geschrieben:Aber schon das Stichwort "Hocker über den Kopf" Übung reicht, um die Neugierde anzuheizen. Meine Therapeutin kennt diese Übung nicht, obwohl es nach ihrer Meinung nur insgesamt 25 Übungen gibt.
Ist auch keine gängige Übung, habe ich auch noch nie was von gehört. Manche Übungen sind auch einfach veraltet und werden aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr gemacht.
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Beitrag von Toni »

BZebra hat geschrieben:
Klaus hat geschrieben:Aber schon das Stichwort "Hocker über den Kopf" Übung reicht, um die Neugierde anzuheizen. Meine Therapeutin kennt diese Übung nicht, obwohl es nach ihrer Meinung nur insgesamt 25 Übungen gibt.
Ist auch keine gängige Übung, habe ich auch noch nie was von gehört. Manche Übungen sind auch einfach veraltet und werden aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr gemacht.
Hi BZebra
Für Symetrische Kyphosen ist das eine der effizientesten Übungen!
Ich hab die auch schon mehrfach in Sobernheim gesehen und gemacht.
Das ist KEINE Salzunger Spezialität.
Die Übung ist im gelben Buch von Lehnert-Schroth auf Seite 133 Nr. 5
als "Isometrische Gedankenwiderstandsübung in Rückenlage" mit Abb. 272 beschrieben. Die Übung ist nur modernisiert und wurde wesentlich effektiver gemacht, da der "gedankliche Widerstand" durch einen Hocker ersetzt wurde.
Der Patient geht in die für Ihn geordnete Rückenlage. Da denke ich, daß die für Klaus völlig adaptiert werden müsste. Z.B. kann sein, daß bei ihm Reissäckchen unter dem Kyphosescheitel nicht genügen sondern er ein ganzes Kissen, Polster eingerolltes Badetuch oder sowas unter die LWS legen müsste und im Gegensatz zu allen Hohlkreuzlern die Beine NICHT anziehen darf, damit dort sowas wie ein leichtes Hohlkreuz entsteht wo er jetzt seine seltsame 45°- LWS-Kyphose hat.
Ich habe ja noch niemals ein Bild von Klaus Rücken sehen dürfen. Vieleicht hat er in der BWS sogar einen Flachrücken?

Eine BWS-Kyphose muss nun so tief wie möglich hinter sich greifen und die Beine eines Hockers beim Ausatmen auseinanderziehen. Flachrücken drücken die Beine des "Hockers über dem Kopf" aber zusammen!

Wenn man die Grundprinzipien von SCHROTH intus hat, sollte es kein Problem sein die Übungen auch auf seltene Anomalien zu adaptieren.
In Bad Sobernheim ist man dazu aber anscheinend nicht bereit. Da wird stur "orthodox" geschrothet. Kürzlich haben sie eine C-Bogige 45° Schmerz-Skoli einfach kaltschnäuzig abgeleht, weil sie in kein 3B / 4B Schema und auch in keine symetrische Gruppe passt, obwohl ihr der ambulate Schroth sehr gut tut und die niedergelassene Schroth-Therapeutin unsicher war wie sie eine so seltene C-Bogige einstellen soll.

Gruß Toni
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Beitrag von BZebra »

Toni hat geschrieben:Das ist KEINE Salzunger Spezialität.
Die Übung ist im gelben Buch von Lehnert Schroth auf Seite 133 Nr. 5
als "Isometrische Gedankenwiderstandsübung in Rückenlage" mit Abb. 272 beschrieben.


Ah, DIE!!! Ja die machen sogar wir Skoliotiker, aber der Name ist mir jetzt nicht so geläufig. Ist wahrscheinlich ne Salzunger Namenskreation. ;)
Toni hat geschrieben:Wenn man die Grundprinzipien von SCHROTH intus hat, sollte es kein Problem sein die Übungen auch auf seltene Anomalien zu adaptieren.
In Bad Sobernheim ist man dazu aber nicht bereit. Da wird stur "orthodox" geschrothet. Kürzlich haben sie ein C-Bogige 45° Schmerz-Skoli einfach kaltschnäuzig abgeleht, weil sie in kein 3B / 4B Schema und auch in keine symetrische Gruppe passt.
Aha, immer wieder interssant was man so an Sobernheimer News so von Dir hört. Die ganzen LWS-Kyphose-Patienten die es in Sobernheim ständig gibt, dürfen jetzt also nicht mehr wie gehabt ihre individuellen Übungen machen, sondern müssen jetzt nach irgendeinem anderen Muster turnen???!!! :lach:

Du meinst Silas mit der 45° Skoliose? Man hat ihr gesagt, daß man glaubt ihr nicht helfen zu können. Thats all! Glaubst Du die können Patienten ablehnen, und das auch noch in einem privaten Gespräch zwischen einem Therapeuten und ihr als Besucher der Klinik???

Toni, Toni!!! Arbeitest Du in Wirklichkeit bei der Bildzeitung? ;D
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Beitrag von Toni »

BZebra hat geschrieben:Die ganzen LWS-Kyphose-Patienten die es in Sobernheim ständig gibt, dürfen jetzt also nicht mehr wie gehabt ihre individuellen Übungen machen, sondern müssen jetzt nach irgendeinem anderen Muster turnen???!!! :lach:
Für "klassische" Kyphosen gibt es tatsächlich Standardübungen. Die sind in Frau Lehnerts Buch jeweils vor der Skoliose-Variante beschrieben.
Ich habe alle meine Bücher auf eine LWS-Kyphose durchgesucht. Habe nur ein Bild einer LWS-Kyphose an einem Säugling gefunden.

Ich glaube nicht, daß selbst in Sobi STÄNDIG Leute mit LWS-Kyphose sind. LWS-Kyphosen sind sehr selten. Vermutlich noch wesentlich seltener als C-bogige Skolis.

BZebra hat geschrieben: Du meinst Silas mit der 45° Skoliose? Man hat ihr gesagt, daß man glaubt ihr nicht helfen zu können.
Ja genau- ich meine Silas.
Glauben heißt NIX WISSEN.
Man hätte wenigstens VERSUCHEN sollen, ihr zu helfen.
Oder sie zu einer REHA zu ermutigen.

Aber so jemand braucht am Anfang eine besonders gute und kreative Therapeutin fast alleine und man muss viel rumprobieren.
Das stört vielleicht im Gruppenübungskonzept.

Trotzdem hätten sie Silas nicht wegschicken dürfen!
Ich bin aber fest überzeugt, daß es auch für solche C-Bogige wie Silas optimale Übungen geben müsste. Ich werde mal mit Silas etwas experimentieren, wenn sich hoffentlich bald Gelegenheit dazu ergibt.
Die Bildzeitung mag ich auch nicht besonders!
;D
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Beitrag von Klaus »

Hallo Toni,
Für Symetrische Kyphosen ist das eine der effizientesten Übungen!
Ich hab die auch schon mehrfach in Sobernheim gesehen und gemacht.
Das ist KEINE Salzunger Spezialität.
Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass diese Übung nun gerade nicht in Bad Sobernheim gemacht wird, sondern eher in Bad Salzungen?

Und ist das "gelbe Buch" nun das einzige, was Kyphosen "intensiver" behandelt, als andere?

Gruss
Klaus
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Beitrag von Toni »

Hallo Klaus
Im "gelben Buch" ist nahezu JEDE Übung zuerst in der Kyphose-Version und dann in der Skoliose-Version beschrieben.
Mit Kyphose Version ist da aber IMMER eine BWS-Kyphose gemeint.
Die ausgangsstellung ist in fast ALLEN Übungen die Beckenkorrekturen für Symetrische nur 1 und 2. Das passt aber alles für Dich nicht. Du brauchst eine ganz umgekehrte Beckenkorrektur wie nahezu alle Anderen. Es würde mich sehr reizen, mit Dir mal 2-3 Stunden zusammen zu schrothen. Mal sehen was bei Dir möglich ist und was bei Dir gut aussieht.
Üblicherweise lernt man in der 1. Woche die Grundbegriffe und wichtigsten Grundstellungen wie z.B. die Beckenkorrekturen, die ganzen vorbereitenden Übungen wie
Schwunggymnastik zur Auflockerung/Beweglichkeit ("Reissäckchen-Hoch- und Weitwurf")
z.b. Hüftlockerung,
Brustmuskeldehnung
Taillenstreck-Übung,
Beinrückseitendehnung (möglicherweise für Dich "Gift"?)
Rekeln, Raupe, usw.....
dazu einige wichtige Grundstellungen wie die geordnete Bauch-, Rücken- und Seitenlage usw...
Dann kommen die wichtigsten und wesentlichen Hauptübungen wie z.B.
Muskelzylinder in Seitlage
Muskelzylinder in Kniestand
Muskelzylinder im Stand
Schultergegenzug in Bauchlage
Großer Bogen
Zwischen 2 Stäben ( im Stand, sitzen knieen)
Türrahmenübung
50 mal Übung
Kopf- (oder besser gesagt)-Nackenspannbeuge
Gegen Hohlkreuz über den Pezziball ( Nix für Klaus bei Dir müsste man eine Variante machen "Fürs Hohlkreuz über den Ball")
und Hocker über den Kopf
Dann kommen die etwas komplizierteren Übungen mit Gegenhalt, Hüftholz und oder Deuserband.
z.B. die ganzen Thorakolumbalen Übungen.
Sitzt Deine Kyphose nur in der LWS oder im Überganz Thorax-LWS? Ja nach dem müsste man symetrische Varianten der thorakolumbalen Übungen für Dich generieren.
Dann kommen noch einige Kyphosespezialübungen dazu wie Brustmuskeldehnung mit 3 Bänkchen in Bauchlage, oder " Die Kuh vor dem Karren" ( Gegurtete Übung in geordneter Bauchlage zwischen 2 Stäben) oder "Zwischen 2 Stühlen"
Bei all den Übungen spielt die richtige Atmung und gezielte Atemlenkung eine große Rolle! Das ist für uns Kyphos bedeuend einfacher als für die Skolis, die 5 beckenkorrekturen, 3 Atemstellen und 3 Raffstellen gleichzeitig auf die reihe bringen müssen. Beim Schrothen fordert das von Skolis die weit höhere Koordinationsintelligenz. ( Das muss ich als Kypho neidlos aber zähneknirschend anerkennen.)
Es wird jede Übung versucht, beurteilt ob es gut aussieht (nur dann bringts auch was) oder wieder verworfen.
Dann wird in der 2. Woche die Übungen vertieft und gefestigt.
In der 3. Woche wird variiert und optimiert.
In der 4. Woche erarbeitet man sich selbst und mit Hilfe der Therapeuten sein Home-Programm. Die 5 - 7 idealsten und effizientesten Übungen.
Und das zieht man möglichst nach der Reha täglich konsequent eine halbe Stunde täglich weiter durch.
Dann bist Du in Schroth, der speziell für DICH geeignet ist DER SPEZIALIST. Kein Buch und erst recht keine niedergelssene 9-Tages P-Kurs-Therapeutin ist dann besser als Du selbst.
Ich hab seit meiner reha 2 Schroth-Therapeutinen versucht. Die haben in ihrem 9-Tageskurs zur 3B und 4B-Skoliose gelernt und wussten nicht mal, daß es auch Scheuermann-Kyphose-Schroth überhaupt gibt!!!
Ich bin über gute Spiegelausstattung mein bester ( und für Ulla Schmidt auch der billigste) Schroth-Therapeut.
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
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bluecat
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Beiträge: 1263
Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
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Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3
Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung
Wohnort: Hessen

Beitrag von bluecat »

Ich war vor knapp zwei Jahren in Sobernheim.

Ich hatte damals ein Mädel in der Gruppe, das eine C-fürmige Skoliose hatte und nicht abgelehnt wurde. Sie konnte Ihre Verkrümmung sogar gut korrgieren. Sie war auch schon mehrere Male da!

PS: Die Übung Hocker über den Kopf gab es auch schon 96 in Sobernheim, als ich zum ersten mal da war.
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