abgespalten von: "Gurti", meine graue ....

Alles zur Korsett-Therapie für Jugendliche und Erwachsene bei Skoliose, Morbus Scheuermann, Kyphose ...
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

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Toni hat geschrieben:Ich habe beruflich leider sehr viele Anlässe, wo ich mich etwas mehr bewegen muss, als es mir meine Rahmouni´s erlauben. Immer noch trage ich nachts, zuhause, zu langen Autofahrten usw... meine "Super-Power-Panzer".
Hallo Toni,

macht mich ja jetzt etwas unsicher, dass selbst Du, den ich bisher für den absoluten Verfechter von Erwachsenen-Korsetts gehalten habe, inzwischen Probleme siehst, Dein Korsett im normalen Alltag zu tragen. Heisst das, dass es grundsätzlich nicht möglich ist, als Erwachsener langfristig Korsett und Alltag miteinander zu verbinden?

Viele Grüße

Thomas
Zuletzt geändert von Thomas am Di, 04.12.2007 - 11:57, insgesamt 3-mal geändert.
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Toni
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Beitrag von Toni »

Hallo Thomas, es kommt darauf an, was ein "normaler" Alltag ist.
Da könnte ich ohne Probleme im Rahmouni leben, und das tue ich auch nach wie vor.
Aber wenn ich auf einer Baustelle bin oder ein Gutachten über bestimmte Anlagen fertigen muss, dann klettere ich auf Leitern und durch bekriechbare Kabelkanäle, steige in leergepumpte Fermenter oder krieche durch Berge von Bauschutt um die Ursache einer Gasexplosion zu finden. Das wäre zwar im Prinzip auch im Rahmouni möglich, aber deutlich erschwert.
Zudem kann ich keine stärkere Aufrichtung erreichen als die Begradigung, die ich bereits erreicht habe. Es geht mir nun immer noch darum, die erreichte Aufrichtung und Reklination möglichst mühelos (= Ohne dauernde Anstrengung) zu halten. Es würde und wird mir zwar nichts ausmachen, meine Rahmounis bis an mein selig Ende zu tragen, ich liebe sie und bis sie total gewöhnt, daß ich mich darin sauwohl fühle, aber ich will auch mal eine eventuell mögliche Alternative versuchen. ( "Nur Dummköpfe machen keine Experimente!" Charles Darwin)
Ich will meine aus meiner Erfahrung entstandene Idee der optimalen Kyphosen-Orthese realisieren und diese in der Werkstatt bei Rahmouni unter den Augen der dortigen Profis auch handwerklich selber bauen. Das Gipsmodell dafür muss mir aber Meister Amor machen, das kann ich nicht selber und keiner besser als er.
Leider habe ich beruflich als Selbstständiger (Alles selbst und alles ständig) kaum noch Zeit für Hobbies, Engagement oder Kreativität, da ich in meiner Branche extrem gefordert werde und ich mit Aufträgen und Büroarbeit kaum noch nach komme. Ich vernachlässige in letzter Zeit vor lauter Reisen das Schrothen. In diesem Jahr habe ich fast 100.000 km im Auto zurückgelegt! Dazu kommt noch Flieger und Zug mit fast nochmal so viel.
So und nun schnall ich mich in den Schraubstock und geh ins Bett. Morgen früh muss ich ins Hohenlohische und von dort nach Unterfranken.
Habe heute schon stundenlang mit einer Kombination aus entlordoisierendem Lumboloc und entkyphoisierendem Torso-Stretch experimentiert ( eine Art zweiteiliges Taylor, das sehr viel Bewegungsfreiheit mit starken Korrekturkräften vereinigt.) und sogar für 5 Stunden mein Milwaukee getragen, bis dieses mir das zu lästig, zu starr und zu anstrengend war. Hab sogar die ganze Zeit meinen Bionator im Maul gehabt. Das geht fast nur Nachts und Sonntags, wenn ich mit kaum jemand telefonieren muss.
Ich denke nach über 3 Jahren intensivster Hochcompliance-Korsett-Therapie steht es mir zu zu versuchen, ob ich mit leichteren Mitteln meine erreichte Korrektur stabilisieren kann, ohne in meine alte Buckelhaltung und in die früheren Scheuermann-Schmerzen zurückzufallen. Dazu ist mir (fast) jedes Mittel recht.
Wenn das nicht gelingt, dann werde ich mich ohne zögern für die nächsten paar Jahre in eine versiegelte "Tübinger" einschrauben lassen!
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Hallo Toni,
Toni hat geschrieben:es kommt darauf an, was ein "normaler" Alltag ist.
Das ist natürlich richtig. Da hab ich es als reiner Bürohengst natürlich wesentlich leichter!
Aber wenn ich auf einer Baustelle bin oder ein Gutachten über bestimmte Anlagen fertigen muss, dann klettere ich auf Leitern und durch bekriechbare Kabelkanäle, steige in leergepumpte Fermenter oder krieche durch Berge von Bauschutt um die Ursache einer Gasexplosion zu finden.
Ok, ich muss zugeben, das kommt bei mir doch wesentlich seltener vor :D
Zudem kann ich keine stärkere Aufrichtung erreichen als die Begradigung, die ich bereits erreicht habe. Es geht mir nun immer noch darum, die erreichte Aufrichtung und Reklination möglichst mühelos (= Ohne dauernde Anstrengung) zu halten.
Das ist bei mir auch so. Im Korsett bin ich soweit aufgerichtet, dass es dem 'normalen' Kyphosewinkel in meinem auch schon etwas forgeschrittenen Alter entspricht.
Es würde und wird mir zwar nichts ausmachen, meine Rahmounis bis an mein selig Ende zu tragen, ich liebe sie und bis sie total gewöhnt, daß ich mich darin sauwohl fühle, ...
Also so weit würde ich eindeutig nicht gehen. Von richtig wohlfühlen kann ich dann doch noch nicht sprechen, hauptsächlich nicht nach einem langen Arbeitstag, wenn ich mein Korsett so 12 bis 14 Stunden am Stück anhatte, bin ich nach wie vor froh, wenn ich es dann mal ne halbe Stunde ablegen kann. Nachts geben ich Dir recht, da fühlt sich mein Korsett auch fast schon kuschelig an.
...aber ich will auch mal eine eventuell mögliche Alternative versuchen. ( "Nur Dummköpfe machen keine Experimente!" Charles Darwin)
Da hast Du natürlich recht. Bin ja auch echt gespannt, wie Deine Erfahrungen mit dem neuen Teil sein werden. Wobei ich mir das Problem mit dem Geruch nach einigen Tragestunden auch gut vorstellen kann.
Ich will meine aus meiner Erfahrung entstandene Idee der optimalen Kyphosen-Orthese realisieren und diese in der Werkstatt bei Rahmouni unter den Augen der dortigen Profis auch handwerklich selber bauen.
Auf diese Orthese sind wir hier ja alle (zumindest die Kyphose-Betroffenen) mächtig gespannt. Ich wünsche Dir, dass Du bald mal wieder genug Zeit hast, das Teil auch zu realisieren (wobei ich Dir natürlich nicht wünsche, dass sich Deine Auftragslage als Selbstständiger nach unten entwickelt ;D)
....und sogar für 5 Stunden mein Milwaukee getragen, bis dieses mir das zu lästig, zu starr und zu anstrengend war.
Alle Achtung! Das mit dem 'zu lästig' kann ich nachvollziehen. Meine Compliance bezüglich Halsteil hat schon gewaltig nachgelassen, obwohl ich das Teil ja erst 6 Wochen habe, aber irgendwie ist es schon ein sehr einschränkendes Gefühl, mit so eine m Teil rumzulaufen.
Hab sogar die ganze Zeit meinen Bionator im Maul gehabt. Das geht fast nur Nachts und Sonntags, wenn ich mit kaum jemand telefonieren muss.
Gerhard meint ja, dass er mit dem Bionator im Mund genauso verständlich redet wie ohne, aber das muss wohl von Mensch zu Mensch verschieden sein.
Ich denke nach über 3 Jahren intensivster Hochcompliance-Korsett-Therapie steht es mir zu zu versuchen, ob ich mit leichteren Mitteln meine erreichte Korrektur stabilisieren kann, ohne in meine alte Buckelhaltung und in die früheren Scheuermann-Schmerzen zurückzufallen. Dazu ist mir (fast) jedes Mittel recht.
Ich bin gespannt, ob ich überhaupt drei ganze Jahre Korsett-Therapie durchhalten werde. Hab jetzt allerdings auch bald mein zweites Jahr hinter mir, mal sehen, was das dritte Jahr bringen wird. Das Dir fast jedes Mittel recht ist, Deine ehrgeizigen Ziele zu erreichen, kann ich in meiner Situation gut nachvollziehen.
Wenn das nicht gelingt, dann werde ich mich ohne zögern für die nächsten paar Jahre in eine versiegelte "Tübinger" einschrauben lassen!
Dazu könnte ich mich glaub ich nicht überwinden. Das wäre mir dann doch zu endgültig. Ich muss zumindest das Gefühl haben, aus dem Teil raus zu können, sonst würde ich wahrscheinlich klaustrophobische Anwandlungen bekpommen.

Glaubst Du übrigens, dass Du mit der TüKO wesentlich beweglicher wärest, um in Kanälen etc. rumzuklettern? Das Bücken müsste doch eigentlich ähnlich schwierig sein wie mit dem Rahmouni?

Vielleicht klappt es ja doch mal in nächster Zeit mit Deiner eigenentwickelten Orthese. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt darauf!

Viele Grüße

Thomas
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