ich hab jetzt hier in dieser rubrik fast zwei stunden gelesen. ich war verunsichert, ob ich meine geschichte hier posten soll, weil ich annahm, die glaubt mir eh keiner. aber nachdem ich so viel gelesen hab, muß ich einsehen, daß ich nicht die einzige bin, die seit jahren keine vernünftige ansage von ärzten bekommt.
aaaalso...
als ich 15 oder 16 war, wachte ich eines sonntags morgens mit richtig schweren schmerzen im bereich LWS auf. ich mußte an dem tag silbernes tanzabzeichen tanzen, mußte also da durch. montags ging mein vater mit mir zum arzt. der sagte, ach, bestimmt nierenentzündung. es hörte nicht auf mit den schmerzen, man brachte mich zum orthopäden. röntgen: morbus scheuermann, bißchen skoliose, halb so wild, das hört von allein auf. man hängte mich in ne sprossenwand, was mörderisch war und das wars.
im laufe der jahre mußte ich immer wieder bei ärzten vorsprechen, weil ich die schmerzen kaum aushielt. ich bekam spritzen in den po, die zwar mein bein für stunden taub machten, aber die schmerzen in der LWS blieben. schon während der lehre hab ich mich sehr gequält mit den ständigen schmerzen.
irgendwann gab ich die arztgänge auf; ich hörte sowieso immer dasselbe. zustand nach morbus scheuermann. punkt. ende.
1994 hatte ich das zweite mal urplötzlich höllische schmerzen in der BWS. röntgen: fraktur irgendeines BWs. ich sagte, das kann nicht sein, ich hab keinen stunt gebaut! dann issis eben ein ermüdungsbruch, das ist so.
1998 hatte ich einen reitunfall: fraktur LWK II. danach war ich für 4 wochen zur reha in der fachklinik aukrug. auch dort bekam ich keine klaren ansagen.
irgendwann in dieser zeit bekam ich immer stärkere schmerzen in der HWS, ausstrahlend in schulter und arme. ich konnte schon viele jahre nicht mehr lange stehen oder sitzen. und nun auch noch DAS!! ich rannte wieder los; HWS-syndrom wurde das kind getauft, und so heißt es bis heute.
mittlerweile bin ich 45 und habe mich mit einem leben mit schmerzen arrangiert. ich arbeite seit mehr als 15 jahren halbtags, damit ich den rest des tages meine schmerzen pflegen kann. ich habe zwei dressurpferde, von denen ich aber eines seit 7 jahren nicht mehr reite, weil zwei einfach zuviel sind. täglich reite ich schon lange nicht mehr. zum glück nimmt auch mein noch-sportpferd mir das nicht krumm; die sind kummer gewohnt von ihrer mama
nun wurde ich arbeitslos. HILFE!
die leute beim AA haben sich dann voll auf mich eingeschossen; ich kann problemlos 8 stunden am tag 40kg pakete tragen, ich kann ein-euro-jobs machen, bei denen ich 6 stunden am tag in gebückter haltung oder über kopf unkraut rupfen kann... ich habe versucht, ihnen zu erklären, daß das nicht möglich sein wird, aber das interessiert keinen.
dann hat der vater meiner freundin (radiologe i. R.) sich meine LWS und BWS-aufnahmen von 1998 angeschaut; er schlug die hände über dem kopf zusammen und sagte, ich müßte UNBEDINGT eine vernünftige diagnose machen lassen, allein, um zu wissen, was damit noch geht und was nicht!
tja, und da hab ich das allererste mal das wort morbus scheuermann bei google eingegeben - und war entsetzt!!
es gibt keine einzige ganzrücken-aufnahme von mir, von vermessungen jeglicher art ganz zu schweigen. ich sag mal so: die ganze geschichte hier ist mehr oder weniger geraten worden! auf einer alten BWS aufnahme, die frontal gemacht wurde, seh ich nun, nachdem ich es weiß, daß ein bogen zu sehen ist. von skoliose war ja damals schon mal die rede...
nun habe ich auf eigeninitiative (nach recherchen) einen termin in der
wirbelsäulenambulanz neustadt am 29.11.2007
zu diesem termin soll ich mitbringen: MRT von HWS, BWS und LWS. den ersten MRT-termin für BWS und LWS hatte ich heute morgen ganz früh. HWS ist am 28.11. dran.
ganzrückenaufnahmen machen die dort am 29.11., hat man mir am telefon gesagt. ich sollte alte aufnahmen mit messungen mitbringen; die frau war einigermaßen "überrascht", daß ich mit 45 jahren keine solchen aufnahmen habe...
nunja, ich hab mir überlegt, daß ich an dieser stelle den weiteren verlauf des ganzen quasi in tagebuchform schildern werde. würde mich dann auf regen austausch freuen, zumal ich noch nie irgendwen mit rückenschmerzen belästigen konnte, bzw. es nicht gut finde, im freundes-/bekanntenkreis darüber zu reden...
ich bin sicher, daß ich noch relativ gut in schuss bin. das, was ich hier schon las, ist wirklich hammer. mein rücken sieht ganz gerade aus; ich hock zwar bißchen krumm auf dem pferd, aber es geht noch. ich nehme an, das liegt mehr an meiner mangelnden disziplin in den letzten jahren/jahrzehnten
daß ich seit 30 jahren mit schmerzen lebe, versuche ich so gut es geht zu ignorieren, bzw. ich habe meinen alltag schon vor langer zeit darauf eingestellt. es könnte schlimmer kommen.
tabletten nehme ich keine; man hat mir alles mögliche verschrieben, aber ich habe eine abneigung dagegen und z.b. novalgin vertrage ich überhaupt nicht! ich renn allerdings nirgends ohne mein voltaren-gel hin.
in diesem sinne...
ich melde mich wieder, wenns neues gibt.
lg linda
P. S. ich vergaß zu erwähnen, daß ich seit einigen jahren auch noch mit knie- und hüftschmerzen zu tun hab. ich ging die ganzen jahre zur physiotherapie, was mir immer anstandslos verschrieben wird. meine physiotante sagt, ich hab beckenschiefstand und das teil ist auch nicht so mobil, wie es ein sollte. röntgen: angeblich ohne befund. (????)
in den knien knirscht und gurgelt es. tut aber nur in ruhe weh. aber das ist ne andere geschichte, die hier nicht hergehört.




