Meine Kyphose und ich

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starfighter
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Meine Kyphose und ich

Beitrag von starfighter »

Hallo, alle zusammen !!!

Ich bin zwar schon kurze Zeit im Forum hier, aber noch nicht angemeldet …
Deshalb hab ich mich jetzt mal registriert und will mich mal kurz vorstellen.
Ich komme aus Süddeutschland, bin jetzt 23 Jahre alt und habe schon längere Zeit Problem mit meinem Rücken bzw. Wirbelsäule.

Nun zu meiner Geschichte:

Mit etwa 13 Jahren bekam ich Rückenschmerzen und ging zum Arzt; Diagnose: M. Scheuermann
Der Arzt meinte das sei wahrscheinlich Wachstums bedingt und lege sich mit der Zeit. Ich bekam dann auch Krankengymnastik.

Nach etwa 1-2 Jahren wurde es dann besser und ich hatte keine Probleme mehr.

Aber seit etwa 2-3 Jahren habe ich wieder Rückenschmerzen. Zuerst noch vereinzelt, aber in letzter Zeit bzw. seit etwa 1 bis 1,5 Jahren immer öfters. Deshalb bin ich wieder zum Orthopäden. Allerdings war ich mit dem Arzt nicht zufrieden, hab zwar Krankengymnastik bekommen (aber nicht noch Schott), aber die Röntgenaufnahmen waren schlecht und wurden auch nicht vermessen, zudem wollte er mir hauptsächlich einfach Schmerzmittel verschreiben und alles auf schnell schnell ...

Da es mit den Rückenschmerzen nicht besser geworden ist, hab ich mich im Internet informiert und bin auf das Forum hier gestoßen. Deshalb war ich auch letzte Woche bei Dr. Hoffmann (soll ja ganz gut sein ;D ); Diagnose: Kyphose ca. 60° und leichte Skoliose th. 10°, lu. 7°. Ich bekomme jetzt KG nach Schott und soll ein Korsett bekommen. Mir wurde dafür Rahmouni empfohlen und werde da auch ziemlicher sicher hingehen, sobald es von der Krankenkasse genehmigt ist. Zudem soll ich vielleicht auch Kur/Reha.

Soviel zu mir.

Aber ein Paar Fragen hab ich aber noch, vielleicht könnt ihr mir da weiterhelfen.
Wie unterscheiden sich Kyphose-Korsetts von Skoliose-Korsetts, ich hab einiges über letztere gelesen, aber über Kyphose-Korsetts nicht so viel gefunden und wie ist es so was zu tragen?
Gibt es Unterschiede bei Korsetts/Behandlung bei Erwachsenen?

Schon mal vielen Dank :)

LG
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Klaus
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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von Klaus »

starfighter hat geschrieben:Ich bekomme jetzt KG nach Schott
Das ist die KG nach Katharina Schroth, die das entwickelt hat.
Zudem soll ich vielleicht auch Kur/Reha.
Diese KG kann man auch nur richtig in einer speziellen stationären REHA erlernen, entweder in Bad Salzungen oder Bad Sobernheim. Ist übrigens keine Kur im üblichen Sinn, sondern wesentlich intensiver. Im übrigen sollte man das immer auch als stabilisierende Begleitung einer Korsettbehandlung machen!
Gibt es Unterschiede bei Korsetts/Behandlung bei Erwachsenen?
Unabhängig davon, ob es um Hyperkyphose oder Skoliose geht, ist bei Erwachsenen grundsätzlich die vollständige Korrektur nicht möglich. Es geht eher um Schmerzbekämpfung bzw. um optimale Korrekturmöglichkeiten, die individuell sehr unterschiedlich sein können. Im Einzelfall ist gerade aktuell berichtet worden, dass eine fast vollständige Korrektur im Korsett erreicht wurde. Entscheidend ist aber, dass die dann auch ohne Korsett gehalten werden kann und das ist das Problem. Hier ist auf jeden Fall die begleitende muskelstabilisierende(+aufbauende) Schroth KG sehr wichtig.
Es ist also im Regelfall nicht so, dass man als Erwachsener das Korsett nach einiger Zeit wieder vollständig ablegen kann, es bleibt aber die Freiheit des Tragens nach Bedarf, was insbesondere Beschwerden angeht. Es ist auch eine gute Möglichkeit, auf jeden Fall eine Verschlimmerung zu verhindern.

Gruss
Klaus
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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von minimine »

Hallo Starfighter,

herzlich willkommen hier im :forum:
Mir wurde dafür Rahmouni empfohlen und werde da auch ziemlicher sicher hingehen, sobald es von der Krankenkasse genehmigt ist.
Kann ich dir auch nur empfehlen!! :gut:
Drücke dir die Daumen, dass die Krankenkasse keinen Ärger macht!
Wie unterscheiden sich Kyphose-Korsetts von Skoliose-Korsetts, ich hab einiges über letztere gelesen, aber über Kyphose-Korsetts nicht so viel gefunden und wie ist es so was zu tragen?
Der Unterschied liegt in der Symmetrie. Ein Skoliose-Korsett korrigiert asymmetrisch, da es ja eine seitliche Verkrümmung und Verdrehung korrigieren muss. Ein Kyphosekorsett hingegen korrigiert symmetrisch.
Gibt es Unterschiede bei Korsetts/Behandlung bei Erwachsenen?
Beim Wirkungsprinzip eigentlich nicht. Es wird eben über Druckpunkte eine Aufrichtung erzielt, die bei Jugendlichen primär eine weitere Verschlechterung entgegenwirken sollen bzw. wenn möglich auch langfristig korrigiert werden. Beim Erwachsenen steht meist die Schmerzproblematik im Vordergrund, die damit ebenfalls gut in den Griff zu bekommen ist, da die Wirbelsäule durch die Aufrichtung entlastet wird.
Ich stimme Klaus Ausführungen übrigens nicht zu (er trägt übrigens kein Korsett!). Wie ein Korsett wirkt, ist immer individuell zu sehen (ist ja nicht nur bei Erwachsenen so, sondern auch bei Jugendlichen). Wichtig ist, dass du es in deinen Alltag integrieren kannst, denn ein Korsett, das in der Ecke steht kann nichts bewirken.

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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Hallo,

Herzlich willkommen hier im Forum! :)
starfighter hat geschrieben:Da es mit den Rückenschmerzen nicht besser geworden ist, hab ich mich im Internet informiert und bin auf das Forum hier gestoßen. Deshalb war ich auch letzte Woche bei Dr. Hoffmann (soll ja ganz gut sein ;D ); Diagnose: Kyphose ca. 60° und leichte Skoliose th. 10°, lu. 7°. Ich bekomme jetzt KG nach Schott und soll ein Korsett bekommen. Mir wurde dafür Rahmouni empfohlen und werde da auch ziemlicher sicher hingehen, sobald es von der Krankenkasse genehmigt ist. Zudem soll ich vielleicht auch Kur/Reha.
Ich bin auch über dieses Forum auf Dr. Hoffmann aufmerksam geworden; hatte es zu diesen Zeitpunkt eigentlich schon aufgegeben, wieder völlig schmerzfrei werden zu wollen. Bin es aber geworden und dank meines Korsetts immer noch. :)
Ich hatte 53° sowie eine skoliotische Verbiegung von 10° thorakal und 3° lumbal (wenn ich es noch richtig weiß, ist aber auch nicht so wichtig).

Die Reha in Bad Salzungen oder Bad Sobernheim kann ich Dir auf jeden Fall empfehlen. Berichte von Leuten, die eine solche Reha gemacht haben, findest Du hier im Forum. Sehr informativ finde ich z.B. den Bericht von Thomas – oder meinen :D (siehe meine Signatur).
Wie unterscheiden sich Kyphose-Korsetts von Skoliose-Korsetts, ich hab einiges über letztere gelesen, aber über Kyphose-Korsetts nicht so viel gefunden und wie ist es so was zu tragen?
Gibt es Unterschiede bei Korsetts/Behandlung bei Erwachsenen?
Erwachsenen-Kyphose-Korsette tragen hier im Forum u.a. Toni, Thomas und ich (siehe meine Signatur). Toni trägt auch Korsette anderer Hersteller, Thomas trägt sein Korsett die meiste Zeit des Tages über, und ich trage meines als Nachtkorsett (im Gegensatz zum ersten, das ich auch tagsüber anhatte). Es gibt auch Berichte von anderen Forumsmitgliedern. Ich würde da an Deiner Stelle mal versuchen, Begriffe wie "Erwachsenen-Korsett" o.Ä. in die Suchfunktion einzugeben.

Toni konnte seine Korsett-Tragezeit nach einiger Zeit reduzieren (da er intensiv Schroth-KG macht), ein einziges Forumsmitglied konnte sein Erwachsenen-Korsett ganz ablegen; alle anderen benötigen ihres meines Wissens noch dauerhaft, da die Korrektur allein mit KG/ Muskelaufbau usw. nicht zu halten ist. Dies ist auch der wichtigste Unterschied zu einem Kinder- und Jugendlichenkorsett: Nur bei Menschen, die sich noch im Wachstum befinden, kann das Korsett wachstumslenkend wirken.

Klaus hat geschrieben:Diese KG kann man auch nur richtig in einer speziellen stationären REHA erlernen, entweder in Bad Salzungen oder Bad Sobernheim.
Ich halte trotzdem viel davon, vor und nach der Reha auch ambulante KG nach Schroth zu machen.
Für mich war die ambulante KG eine gute Vorbereitung auf die sehr intensive Reha, und auch danach habe ich mir noch einige Rezepte geholt. Mein Physiotherapeut konnte dadurch kontrollieren, ob ich die in der Reha erlernten Übungen richtig weitermache.
Unabhängig davon, ob es um Hyperkyphose oder Skoliose geht, ist bei Erwachsenen grundsätzlich die vollständige Korrektur nicht möglich.
Das stimmt so nicht.
Solange ich im Korsett stehe, und kurz danach, bin ich überkorrigiert (10°)! Und auch am Abend (nachdem ich es den ganzen Tag lang nicht anhatte) befinde ich mich noch in dem für mein Alter üblichen Rahmen (unter 35°).
Ich schrothe übrigens schon seit längerer Zeit nicht mehr regelmäßig (weil mir ohne Schmerzen meist die Motivation fehlt).
Es ist also im Regelfall nicht so, dass man als Erwachsener das Korsett nach einiger Zeit wieder vollständig ablegen kann, es bleibt aber die Freiheit des Tragens nach Bedarf, was insbesondere Beschwerden angeht. Es ist auch eine gute Möglichkeit, auf jeden Fall eine Verschlimmerung zu verhindern.
Da kann ich zustimmen.


VG, Anne
Ausgewachsen und trotzdem korrigierendes Korsett? - Na klar!

Letzter Korsett-Thread: viewtopic.php?t=20971 • Reha in Bad Salzungen: viewtopic.php?f=9&t=10543 • Hypermobilität: viewtopic.php?f=4&t=21414

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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von Klaus »

SchwarzeSchnecke hat geschrieben:
Klaus hat geschrieben:Unabhängig davon, ob es um Hyperkyphose oder Skoliose geht, ist bei Erwachsenen grundsätzlich die vollständige Korrektur nicht möglich.
Das stimmt so nicht.
Solange ich im Korsett stehe, und kurz danach, bin ich überkorrigiert (10°)! Und auch am Abend (nachdem ich es den ganzen Tag lang nicht anhatte) befinde ich mich noch in dem für mein Alter üblichen Rahmen (unter 35°).
Mit vollständiger Korrektur meine ich eine wirklich dauerhafte Korrektur, so wie sich das gerade die Newbies vorstellen. Das Korsett trägt man vielleicht 2 Jahre und dann ist alles korrigiert und gut.
Und grundsätzlich heisst, dass es durchaus Ausnahmen geben kann (insbesondere vorstellbar bei Übergängen zu skoliotisch/kyphotischen Fehlhaltungen) und Du hast von einem Forumsmitglied berichtet, bei dem das geklappt hat. Ich weiß allerdings jetzt nicht, wer das sein soll.

Damit will ich als Nicht-Korsett-Träger keinem die Motivation nehmen, nur es sollten die Ziele einer solchen Behandlung schon ganz klar differenziert werden.

Gruss
Klaus
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Thomas
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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von Thomas »

Klaus hat geschrieben:Es ist also im Regelfall nicht so, dass man als Erwachsener das Korsett nach einiger Zeit wieder vollständig ablegen kann, es bleibt aber die Freiheit des Tragens nach Bedarf, was insbesondere Beschwerden angeht. Es ist auch eine gute Möglichkeit, auf jeden Fall eine Verschlimmerung zu verhindern.
Die immer wiederkehrende Frage nach dem Abschulen von Erwachsenen-Korsetts nervt mich langsam.

Die Grundaussage, dass man als erwachsener Korsett-Träger keine Erfolge wie in der Jugend erwarten kann ist sicher richtig. Allerdings ist eben die Frage, was man mit dem Korsett erreichen will. Wenn man hauptsaächlich auf Schmerzfeiheit aus ist, dann kann man sich mit dem Korsett in vielen Fällen so arangieren, dass es einem gar nicht mehr auffällt. Ich trage jetzt seit fünf Jahren Korsett und fühle mich in dem Teil inzwischen regelrecht wohl, ich vermisse direkt etwas, wenn ich es nicht anhab. Daher ist die Frage des Abschulens für mich schlicht weg nicht von Bedeutung.

Gruß Thomas, der natürlich auch jetzt gerade im Korsett steckt.
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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von Klaus »

Schildkröterrich hat geschrieben:Die immer wiederkehrende Frage nach dem Abschulen von Erwachsenen-Korsetts nervt mich langsam.
Kann ich gut verstehen, denn Du und auch alle anderen aktiven Korsettträger haben sich lange genug damit beschäftigt. :)

Aber hier geht es doch um Newbies, die diese Differenzierung nach meiner Ansicht oft noch nicht so gut machen können. Sorry, aber im Hinterkopf habe ich immer noch die angebliche Aussage von Dr. Hoffmann, 2 Jahre Korsett und der Erfolg ist da. Das mag zwar eine gute Motivation sein, aber ich bin mir keinesfalls sicher, dass jedem auf Anhieb klar ist, dass damit nur der persönliche Erfolg gemeint ist, der ganz unterschiedlich sein kann.

Gruss
Klaus
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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Klaus hat geschrieben:und Du hast von einem Forumsmitglied berichtet, bei dem das geklappt hat. Ich weiß allerdings jetzt nicht, wer das sein soll.
Gerhard.

Im übrigen stimme ich Thomas zu.

:arrow: Die Frage des Abschulens oder Nicht-Abschulens von Adult-Korsetten sollte m.E. lieber von Leuten diskutiert werden, die auch eines tragen oder getragen haben!!

Anne
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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von sloopy »

Schildkröterrich hat geschrieben:Die immer wiederkehrende Frage nach dem Abschulen von Erwachsenen-Korsetts nervt mich langsam.
Ich finde Klaus Anmerkungen dazu sehr wichtig, denn viele Erwachsene haben eine völlig falsche Vorstellung von einer Korsett-Therapie. Es ist nunmal nicht mit "umschnallen und gut" getan, das wissen wir, aber das wissen viele Neulinge nicht. Viele Erwachsene haben die naive Vorstellung, sie tragen ein Korsett für ein paar Jahre und sind dann quasi geheilt, die WS ist aufgerichtet und die Schmerzen sind bestenfalls auch noch für immer verschwunden.

Klaus hat geschrieben:Aber hier geht es doch um Newbies, die diese Differenzierung nach meiner Ansicht oft noch nicht so gut machen können. Sorry, aber im Hinterkopf habe ich immer noch die angebliche Aussage von Dr. Hoffmann, 2 Jahre Korsett und der Erfolg ist da.
Absolute Zustimmung! Und solche skurrilen Versprechungen machen die Sache ja auch nicht gerade besser, bzw. die Aufklärung nicht leichter. ;)

Thomas hat geschrieben:Allerdings ist eben die Frage, was man mit dem Korsett erreichen will. Wenn man hauptsaächlich auf Schmerzfeiheit aus ist, dann kann man sich mit dem Korsett in vielen Fällen so arangieren, dass es einem gar nicht mehr auffällt.
Es gibt aber (leider) zahlreiche Erwachsene, die sich von dem Korsett mehr erhoffen als "nur" Schmerzfreiheit und dann hinterher sehr enttäuscht sind, wenn die eben nicht eintritt und dann dümmstenfalls aus Frust das Korsett in die Ecke stellen. Haben wir hier doch alles schon gehabt.

Gruß, sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von minimine »

@Klaus:
Sorry, aber im Hinterkopf habe ich immer noch die angebliche Aussage von Dr. Hoffmann, 2 Jahre Korsett und der Erfolg ist da.

Irgendwie ist mir wohl entfallen, dass du bei diesen individuellen Fällen direkt im Behandlungszimmer dabei warst. :gruebel:
Woher weißt du denn, dass es in diesen Fällen, in denen diese Aussage gefallen ist, nicht so ist??
Im Übrigen hat doch Starfighter gar nicht nach Abschulung gefragt?!

@Sloopy:
Ich finde Klaus Anmerkungen dazu sehr wichtig, denn viele Erwachsene haben eine völlig falsche Vorstellung von einer Korsett-Therapie.
Kein zukünftiger Korsettträger wird sich wohl vor der Therapie konkret vorstellen können, wie es sein wird das Korsett zu tragen. Da spielt es doch keine Rolle, ob man nun Erwachsen oder noch Kind ist.
Es gibt aber (leider) zahlreiche Erwachsene, die sich von dem Korsett mehr erhoffen als "nur" Schmerzfreiheit und dann hinterher sehr enttäuscht sind, wenn die eben nicht eintritt und dann dümmstenfalls aus Frust das Korsett in die Ecke stellen. Haben wir hier doch alles schon gehabt.
Auch das ist bei der Korsetttherapie im Jugendalter nicht anders. Das primäre Ziel einer Korsettversorgung, auch im Kindesalter, ist das Aufhalten einer weiteren Verschlechterung!
Jeder Korsettträger wird sich dennoch insgeheim wünschen, dass noch ein wenig mehr drin ist. Und wenns nicht klappt - dann hat er´s wenigstens versucht!

Mich nerven diese Diskussionen auch immens, insbesondere wenn sie noch von jemanden kommen, der überhaupt nicht weiß, wie es ist, ein Korsett zu tragen. Ich muss jetzt schonmal fragen Klaus, hast du vielleicht Angst, dass jemand aus Versehen, doch noch ein paar Grad rausholt?

LG
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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von Thomas »

sloopy hat geschrieben:Es gibt aber (leider) zahlreiche Erwachsene, die sich von dem Korsett mehr erhoffen als "nur" Schmerzfreiheit und dann hinterher sehr enttäuscht sind, wenn die eben nicht eintritt und dann dümmstenfalls aus Frust das Korsett in die Ecke stellen.
Hallo sloopy,

ist ja klar, dass sich Leute vom Korsett mehr erhoffen, als nur Schmerzfreiheit, aber ich finde, auch nur Schmerzfreiheit ist schon ein ganz beträchtlicher Erfolg einer Korsett-Therapie.

Um was mir's aber hauptsächlich geht:

Um eine Korsett-Therapie erfolgreich durchzustehen benötigst Du viele Durchhaltevermögen und Motivation. Und eine solche Motivation bekommt man nicht, wenn der Arzt einem von vorneherein sagt, dass er eh nicht weiss, ob die Therapie was bringt, dass Du das Korsett wahrscheinlich bis ins Alter tragen musst und er keine Ahnung hat, ob sich Deine Situation durch das Korsett nachhaltig verändert.

Daher wird ein guter Arzt versuchen, Dich zu motivieren, indem er Dir positive Beispiele aufzählt, und Dir eine Perspektive bezüglich der Therapie aufzeigt. Und genau das macht Dr. Hoffmann. Mag sein, dass es ab und zu positiv rüber kommt, was er erzählt, aber die Grundidee, positiv zu motivieren, halte ich gerade bei einer für den Patienten doch schwierigen Therapieform wie der Korsett-Therpie, durchaus für angebracht.

Gruß Thomas
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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von Kaffeetrinker »

Thomas hat geschrieben:Daher wird ein guter Arzt versuchen, Dich zu motivieren, indem er Dir positive Beispiele aufzählt, und Dir eine Perspektive bezüglich der Therapie aufzeigt. Und genau das macht Dr. Hoffmann. Mag sein, dass es ab und zu positiv rüber kommt, was er erzählt......


Du triffst es genau, er sagte mir fast wortwörtlich, wenn ich das Korsett anhabe, habe ich "sofort" keine Schmerzen mehr :D
Dem kann ich biss heute nach 7 Wochen noch nicht zustimmen.......Ok wenn ichs anlege schmerzfrei, aber nur 3 Stunden......


Gruß
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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von Klaus »

SchwarzeSchnecke hat geschrieben:
Klaus hat geschrieben:und Du hast von einem Forumsmitglied berichtet, bei dem das geklappt hat. Ich weiß allerdings jetzt nicht, wer das sein soll.
Gerhard.
Das ist wirklich so? Ich habe irgendwie in Erinnerung, dass jemand vor langer Zeit mal geschrieben hat, dass er sich angeblich um ein neues Korsett kümmert. Aber gut, solche Bemerkungen sind nicht so ohne weiteres nachprüfbar.
minimine hat geschrieben:Mich nerven diese Diskussionen auch immens, insbesondere wenn sie noch von jemanden kommen, der überhaupt nicht weiß, wie es ist, ein Korsett zu tragen. Ich muss jetzt schonmal fragen Klaus, hast du vielleicht Angst, dass jemand aus Versehen, doch noch ein paar Grad rausholt?
Also ich könnte jetzt eine Retourkutsche fahren und sagen, dass es mich auch nervt, wenn immer wieder bei der Erwachsenen Korsett Versorgung alles über einen Kamm geschert wird, wenn man mal einen wichtigen Einzelpunkt diskutieren möchte und daraus dann eine komplette Ablehnung des Korsetts gemacht wird.

Um es mal deutlich zu sagen, ich finde es überhaupt nicht ok, was Du mir da unterstellst !
Es geht mir ganz allein darum, dass sich die Newbies nicht falsche Vorstellungen machen sollen und da bin ich gottseidank mit sloopy als Korsett-Trägerin und auch mit Dr. Steffan einer Meinung, der nicht umsonst die jeweilige Vorstellung von einem Korsett hinterfragt, wenn er eins verordnen soll.

Offenbar wird dann alles andere von mir einfach überlesen, wenn ich die Differenzierung vornehme und von Schmerzbehandlung und von individuell erreichbaren Korrekturen spreche.
Thomas hat geschrieben:ist ja klar, dass sich Leute vom Korsett mehr erhoffen, als nur Schmerzfreiheit, aber ich finde, auch nur Schmerzfreiheit ist schon ein ganz beträchtlicher Erfolg einer Korsett-Therapie.
Dieser Punkt des persönlichen Erfolges steht für mich doch gar nicht zur Diskussion, es geht mir um den absoluten Erfolg, den viele am Anfang möglicherweise falsch einschätzen.
Und genau das macht Dr. Hoffmann. Mag sein, dass es ab und zu positiv rüber kommt, was er erzählt, aber die Grundidee, positiv zu motivieren, halte ich gerade bei einer für den Patienten doch schwierigen Therapieform wie der Korsett-Therpie, durchaus für angebracht.
Da kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein, insbesondere wenn man nicht weiß, wie die Patienten reagieren.
Eine Motivation ist sicherlich immer notwendig, aber das tatsächliche Erreichbare nicht so deutlich zu formulieren und damit die Gefahr zu erhöhen, dass der Patient in eine falsche Vorstellung kommt, finde ich nicht ok.
minimine hat geschrieben:Irgendwie ist mir wohl entfallen, dass du bei diesen individuellen Fällen direkt im Behandlungszimmer dabei warst. :gruebel:
Woher weißt du denn, dass es in diesen Fällen, in denen diese Aussage gefallen ist, nicht so ist??
Wir sind wohl in den seltesten Fällen dabei und kennen meistens auch nicht die konkrete persönliche Situation.
Wir müssten das Forum schliessen, wenn wir nicht grundsätzlich Vertrauen in solche Berichte hätten.

In 2008 habe ich Dr. Steffan persönlich auf diese Berichte über Dr. Hoffmann angesprochen, (er hat das hier verfolgt) und Bemerkungen gemacht, die ich hier nicht posten möchte. Das mal zur Aussenwirkung.

Im übrigen äussere ich mich als Nicht-Korsett-Träger nicht zu den Details, weil ich da keine Ahnung habe. Aber ich hatte eine lange Phase gehabt, wo ich mir überlegt habe, ob ich ein Korsett tragen sollte. Besonders Toni hatte mich damals in seiner eigenen Art :) gedrängt. Gottseidank habe ich mir Zeit gelassen und auch erst spät gemerkt, dass aufgrund von Fixierungen solche Korrektur in bestimmten Bereichen gar nicht möglich ist. Ganz abgesehen von meiner persönlichen Situation, die die Lebensqualität deutlich gemindert hätte. Trotz der durchaus optischen Belastung (der Bereich ist nicht nur herausstehend, sondern auch noch braun verfärbt), aber relativ geringen Beschwerden.
Genau aus dieser Erfahrung heraus (Korsett-ja oder nein), glaube ich schon, mich über grundsätzliche Dinge äussern zu können und auch zu müssen.

Gruss
Klaus
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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von sloopy »

Hallo minimine, Thomas und Klaus,

ich fürchte, das hier wird wieder so ne Diskussion, die aufgrund von Haarspalterei zu nichts führt. Aber ich möchte mich trotzdem weiterhin daran beteiligen :D.
minimine hat geschrieben:Irgendwie ist mir wohl entfallen, dass du bei diesen individuellen Fällen direkt im Behandlungszimmer dabei warst. :gruebel:
Naja, hier muss ich aber dann Klaus auch wieder zustimmen. In einem Forum muss man sich auf die Berichte der User verlassen. Man kann versuchen, Dinge zu hinterfragen, aber wir werden von fast keinem der Berichte erfahren, was wer genau zu wem und warum gesagt hat.

minimine hat geschrieben:Kein zukünftiger Korsettträger wird sich wohl vor der Therapie konkret vorstellen können, wie es sein wird das Korsett zu tragen. Da spielt es doch keine Rolle, ob man nun Erwachsen oder noch Kind ist.
Ich finde schon, dass es einen Unterschied macht, ob man Jugendlicher oder Erwachsener ist. Jugendliche haben keine andere Wahl als ihr Korsett zu tragen, wenn sie nicht noch krummer werden wollen. Außerdem haben sie ihre Eltern im Nacken, die die Therapie überwachen. Erwachsenen Schmerzpatienten dagegen machen die Therapie aus freien Stücken und sind einzig und allein für sich selbst verantwortlich. Sie haben -im Gegensatz zu Jugendlichen- die Freiheit, ihr Korsett (mit gutem Gewissen) jederzeit ausziehen zu dürfen, sie müssen dann halt mit ihren Schmerzen leben. Offensichtlich fällt das einigen Erwachsenen ja dann doch leichter als sich mit einem Korsett "zu quälen".

minimine hat geschrieben:Mich nerven diese Diskussionen auch immens, insbesondere wenn sie noch von jemanden kommen, der überhaupt nicht weiß, wie es ist, ein Korsett zu tragen. Ich muss jetzt schonmal fragen Klaus, hast du vielleicht Angst, dass jemand aus Versehen, doch noch ein paar Grad rausholt?
minimine, deine Unterstellungen an Klaus find ich an dieser Stelle echt unfair. Du antwortest doch auch Kyphotikern, obwohl du keine (Hyper)kyphose hast.

Thomas hat geschrieben:ist ja klar, dass sich Leute vom Korsett mehr erhoffen, als nur Schmerzfreiheit, aber ich finde, auch nur Schmerzfreiheit ist schon ein ganz beträchtlicher Erfolg einer Korsett-Therapie.
Wer wirkliche Schmerzen hat, dem reicht "nur" Schmerzfreiheit. Aber in letzter Zeit treten doch hier vermehrt Fälle auf, die zwar keine soo großen Einschränkungen haben, aber es dennoch mit einem Korsett versuchen wollen, in der Hoffnung dass es sie eben auch noch aufrichtet. Und diese Hoffnung sollte man einfach nicht zu groß werden lassen.

Thomas hat geschrieben:Um eine Korsett-Therapie erfolgreich durchzustehen benötigst Du viele Durchhaltevermögen und Motivation. Und eine solche Motivation bekommt man nicht, wenn der Arzt einem von vorneherein sagt, dass er eh nicht weiss, ob die Therapie was bringt, dass Du das Korsett wahrscheinlich bis ins Alter tragen musst und er keine Ahnung hat, ob sich Deine Situation durch das Korsett nachhaltig verändert.
Das kann man jetzt sehen wie man will. Ich finde es schon wichtig, drauf hinzuweisen, dass ein Korsett kein Allheilmittel ist, dass nicht jedem damit geholfen werden kann und dass es durchaus nicht nur positive Seiten hat. Wenn jemand bereit ist, für Schmerzfreiheit zu kämpfen, dann wird er es trotz der von dir genannten Aussagen des Arztes versuchen- wenn er aber aufgrund solcher Aussagen schon vorher aufgibt, dann bin ich der Meinung hätte er die Eingewöhnungszeit im Korsett sowieso nicht überstanden.

Thomas hat geschrieben:Daher wird ein guter Arzt versuchen, Dich zu motivieren, indem er Dir positive Beispiele aufzählt, und Dir eine Perspektive bezüglich der Therapie aufzeigt. Und genau das macht Dr. Hoffmann. Mag sein, dass es ab und zu positiv rüber kommt, was er erzählt, aber die Grundidee, positiv zu motivieren, halte ich gerade bei einer für den Patienten doch schwierigen Therapieform wie der Korsett-Therpie, durchaus für angebracht.
Natürlich halte ich positive Motivation auch für angebracht- gar keine Frage! Aber es bringt doch dem Patienten nichts, wenn der Arzt "das Blaue vom Himmel" verspricht ohne die Nachteile überhaupt zu erwähnen. Gerade das führt doch zu zahlreichen Therapieabbrüchen und zu unzufriedenen Patienten.

Klaus hat geschrieben:Es geht mir ganz allein darum, dass sich die Newbies nicht falsche Vorstellungen machen sollen
Genau darum geht es mir auch immer wieder, wenn ich (als glückliche und überzeugte Korsett-Trägerin) hier im Forum die Nachteile einer Erwachsenen-Korsett-Therapie zu bedenken gebe.

Klaus hat geschrieben:Genau aus dieser Erfahrung heraus (Korsett-ja oder nein), glaube ich schon, mich über grundsätzliche Dinge äussern zu können und auch zu müssen.
:bindafür:

Herzliche Grüße von einer harmoniesüchtigen
sloopy :friede:
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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minimine
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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von minimine »

Hallo zusammen,
Also ich könnte jetzt eine Retourkutsche fahren und sagen, dass es mich auch nervt, wenn immer wieder bei der Erwachsenen Korsett Versorgung alles über einen Kamm geschert wird, wenn man mal einen wichtigen Einzelpunkt diskutieren möchte und daraus dann eine komplette Ablehnung des Korsetts gemacht wird.
genau darum gehts ja. Aussagen, dass idR keine Abschulung möglich sein soll (warum eigentlich nicht??) fällt doch auch unter "über einen Kamm scheren"!
Es geht mir ganz allein darum, dass sich die Newbies nicht falsche Vorstellungen machen sollen
Das Problem ist ja aber, dass du auch nicht weißt, was hier die richtige und was die falsche Vorstellung ist! Also wird pauschal gesagt, eine Abschulung ist nicht mehr möglich, eine Korrektur sowieso nicht. Das kann doch genauso eine falsche Vorstellung sein!
Niemand würde doch bei einem Jugendlichen z.B. sagen, du wirst dein ganzes Leben lang in Behandlung bleiben müssen, evtl. wird es sich mit Korsett nicht verbessern, evtl. trägst du es aber total umsonst weil es sich auch ohne Korsett nicht verschlechtert hätte.
Da wird doch auch immer gesagt, es sind Verbesserungen zu erwarten und dennoch hab ich noch nie gehört, dass alle Jugendlichen mit einer kerzengeraden Wirbelsäule aus der Therapie gehen.
Ich denke, dass ein erfahrener Arzt dies sicherlich vorher einschätzen kann, was möglich ist und was eben nicht möglich ist und das ist nunmal individuell unterschiedlich, egal ob Jugendlicher oder Erwachsener!
Wir müssten das Forum schliessen, wenn wir nicht grundsätzlich Vertrauen in solche Berichte hätten.
Das ist sicherlich so. Und dennoch kann man nicht einfach etwas, was in einem individuellen Fall gesagt wurde, auf alle Fälle übertragen.
In 2008 habe ich Dr. Steffan persönlich auf diese Berichte über Dr. Hoffmann angesprochen, (er hat das hier verfolgt) und Bemerkungen gemacht, die ich hier nicht posten möchte. Das mal zur Aussenwirkung.
Das kommentiere ich jetzt mal lieber nicht. Ich war bei beiden Ärzten und hab meine Rückschlüsse daraus gezogen!
Gottseidank habe ich mir Zeit gelassen und auch erst spät gemerkt, dass aufgrund von Fixierungen solche Korrektur in bestimmten Bereichen gar nicht möglich ist. Ganz abgesehen von meiner persönlichen Situation, die die Lebensqualität deutlich gemindert hätte. Trotz der durchaus optischen Belastung (der Bereich ist nicht nur herausstehend, sondern auch noch braun verfärbt), aber relativ geringen Beschwerden.
Genau aus dieser Erfahrung heraus (Korsett-ja oder nein), glaube ich schon, mich über grundsätzliche Dinge äussern zu können und auch zu müssen.
Hier gehts aber um einen 23-jährigen, bei dem du nicht weißt, ob er überhaupt Fixierungen hat. Außerdem hat Starfighter ja offensichtlich Schmerzen, die er auch behandeln möchte. Wenn deine Schmerzen nicht so stark sind, dass du kein Korsett benötigst, dann sei doch froh. Aber das ist nunmal nicht bei jedem so.
Im Übrigen wurde hier in diesem Fall doch gar nicht geschrieben, was in dem konkreten Fall über Behandlungszeiträume besprochen wurde und dennoch schließt du daraus, dass offenbar unerreichbare Versprechungen gemacht wurden. Welchen Sinn hat das denn bitte?
Jugendliche haben keine andere Wahl als ihr Korsett zu tragen, wenn sie nicht noch krummer werden wollen. Außerdem haben sie ihre Eltern im Nacken, die die Therapie überwachen. Erwachsenen Schmerzpatienten dagegen machen die Therapie aus freien Stücken und sind einzig und allein für sich selbst verantwortlich.
Ja eben. Kein Erwachsener wird wohl ein Korsett, dass ihnen merklich hilft abschulen, wenn sie merken, dass es ohne Korsett nicht geht (es sei denn es wird ihnen vielleicht während einer Reha eingeredet). Und dennoch, was ist denn die Alternative? So viele gibts da ja nicht und dann ist es auch bei Schmerzen wohl wieder eine Sache der individuellen Lebensqualität. Mich würde die Aussicht auf tägliche KG mehr in der Lebensqualität einschränken, als es das Korsett tut. Zumal das Korsett bei weitem besser wirkt als KG und bei manchen bringt sie noch weniger, wie man manchmal hier lesen kann.
An der Vorstellung eines Korsetts vor der Therapie ändert das aber dennoch nichts. Viele lesen doch hier, wie ein Korsett gerade am Anfang einschränken kann, und dennoch stimmen sie der Therapie zu. Und dann kommen so demotivierende und allgemeingültige Aussagen, dass man es nie mehr abschulen kann (warum auch immer?!), das ist sicherlich nicht motivationsförderlich.
minimine, deine Unterstellungen an Klaus find ich an dieser Stelle echt unfair. Du antwortest doch auch Kyphotikern, obwohl du keine (Hyper)kyphose hast.
Mal abgesehen davon, dass ich laut 3D-Aufnahme sogar eine habe ;) gehts mir aber darum, dass Klaus eben nicht weiß, wie es ist ein Korsett zu tragen und es dennoch immer schlecht redet und seine Meinung dann als allgemeingültig darstellt.
So ganz vergleichen kann man das ja wohl kaum oder hab ich irgendwo eine Meinung von mir allgemeingültig auf alle Kyphosen übertragen, wobei ich aber gar nicht wissen kann, wie es nun tatsächlich ist?
Wer wirkliche Schmerzen hat, dem reicht "nur" Schmerzfreiheit. Aber in letzter Zeit treten doch hier vermehrt Fälle auf, die zwar keine soo großen Einschränkungen haben, aber es dennoch mit einem Korsett versuchen wollen, in der Hoffnung dass es sie eben auch noch aufrichtet. Und diese Hoffnung sollte man einfach nicht zu groß werden lassen.

Genau das verstehe ich nicht. Warum soll man denn alle Hoffnungen zunichte machen obwohl man gar nicht weiß, wie ein Korsett in den individuellen Fällen wirkt?
Warum soll man schreiben, dass definitiv keine Korrektur mehr drin ist, wenn man das doch gar nicht weiß?
Aber es bringt doch dem Patienten nichts, wenn der Arzt "das Blaue vom Himmel" verspricht ohne die Nachteile überhaupt zu erwähnen.
Ist doch bei Schroth dasselbe. Oder wurdest du in der Klinik schonmal über Nachteile aufgeklärt? Da sagt man doch auch, entweder es funktioniert oder es funktioniert eben nicht. Wenn der Patient nach der Reha kein einziges Mal mehr KG macht, dann war die Reha auch völlig umsonst (= Therapieabbruch). Wenn er sein Korsett nicht trägt, genauso. Letztendlich hängt es ja am Leidensdruck des einzelnen Patienten.
Klaus hat geschrieben:Es geht mir ganz allein darum, dass sich die Newbies nicht falsche Vorstellungen machen sollen
Genau darum geht es mir auch immer wieder, wenn ich (als glückliche und überzeugte Korsett-Trägerin) hier im Forum die Nachteile einer Erwachsenen-Korsett-Therapie zu bedenken gebe.
Nachteile darstellen und Aussagen treffen, von denen man gar nicht weiß, wie es beim Individuum aussieht sind aber zwei paar Schuhe!!

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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von sloopy »

Hallo minimine!
minimine hat geschrieben:Das ist sicherlich so. Und dennoch kann man nicht einfach etwas, was in einem individuellen Fall gesagt wurde, auf alle Fälle übertragen.
Das war ja nicht nur ein einzelner Fall, aber das nur nebenbei.

minimine hat geschrieben:Hier gehts aber um einen 23-jährigen, bei dem du nicht weißt, ob er überhaupt Fixierungen hat. Außerdem hat Starfighter ja offensichtlich Schmerzen, die er auch behandeln möchte.
Klaus hat starfighter ja auch nicht von der Therapie abgeraten. Er hat nur ergänzende Informationen gegeben, die Dr. Hoffmann vielleicht "vergessen" ;) hat.

minimine hat geschrieben:Im Übrigen wurde hier in diesem Fall doch gar nicht geschrieben, was in dem konkreten Fall über Behandlungszeiträume besprochen wurde und dennoch schließt du daraus, dass offenbar unerreichbare Versprechungen gemacht wurden. Welchen Sinn hat das denn bitte?
In letzter Zeit wurde doch vermehrt von falschen Versprechungen seitens Dr. Hoffmann berichtet, so dass es hier sicher nicht schaden kann, auch die negativen Seiten der Therapie aufzuzählen.

minimine hat geschrieben:Ja eben. Kein Erwachsener wird wohl ein Korsett, dass ihnen merklich hilft abschulen, wenn sie merken, dass es ohne Korsett nicht geht (es sei denn es wird ihnen vielleicht während einer Reha eingeredet).
Nein, aber wenn sie mit völlig falschen Vorstellungen/Hoffnungen in die Therapie gehen und schnell enttäuscht werden, geben sie vielleicht auf, bevor sie richtig angefangen haben. Das sehe ich als großes Problem. Es sind ja nur die Erwachsenen mit ihrem Korsett so zufrieden wie Anne, Thomas, du oder ich, die die harte Eingewöhnungszeit gut überstanden haben und ihr Korsett problemlos tragen können. Allen andern wird die "Abschulung" nicht allzu schwer fallen.


Und dieser Zusatz:
(es sei denn es wird ihnen vielleicht während einer Reha eingeredet)
wäre wohl einen eigenen Thread wert. ;)

minimine hat geschrieben:Viele lesen doch hier, wie ein Korsett gerade am Anfang einschränken kann, und dennoch stimmen sie der Therapie zu.
Dann ist doch alles erreicht, denn dann haben sie hoffentlich den nötigen Kampfgeist, die Therapie auch erfolgreich durchzustehen.

minimine hat geschrieben:Mal abgesehen davon, dass ich laut 3D-Aufnahme sogar eine habe ;) gehts mir aber darum, dass Klaus eben nicht weiß, wie es ist ein Korsett zu tragen und es dennoch immer schlecht redet und seine Meinung dann als allgemeingültig darstellt.
Hier liegt vielleicht der Hund begraben. Ich empfinde Klaus' Aussagen nicht als Schlechtreden der Korsett-Therapie und ich denke auch nicht, dass das seine Intention ist.

minimine hat geschrieben:So ganz vergleichen kann man das ja wohl kaum oder hab ich irgendwo eine Meinung von mir allgemeingültig auf alle Kyphosen übertragen, wobei ich aber gar nicht wissen kann, wie es nun tatsächlich ist?
Wie gesagt- die Wahrnehmung von Klaus seinen Aussagen, Hinweisen und "Warnungen" sind wohl sehr unterschiedlich. lch denke nicht, dass er seine Meinung als allgemeingültig erklärt.

minimine hat geschrieben:Genau das verstehe ich nicht. Warum soll man denn alle Hoffnungen zunichte machen obwohl man gar nicht weiß, wie ein Korsett in den individuellen Fällen wirkt?
Ich habe bewußt geschrieben, dass man die Hoffnung nicht zu groß werden lassen sollte. Ich habe nicht geschrieben, dass man die Hoffnung zunichte machen soll oder dass man sie nicht haben darf. Primäres Ziel eines Schmerzpatienten sollte die Schmerzfreiheit sein, eine mögliche Aufrichtung nur ein zusätzliches "nice-to-have".

minimine hat geschrieben:Ist doch bei Schroth dasselbe. Oder wurdest du in der Klinik schonmal über Nachteile aufgeklärt? Da sagt man doch auch, entweder es funktioniert oder es funktioniert eben nicht. Wenn der Patient nach der Reha kein einziges Mal mehr KG macht, dann war die Reha auch völlig umsonst (= Therapieabbruch).
Klar, aber Schroth stand hier grad nicht zur Diskussion ;). Auch das können wir gern in einem anderen Thread diskutieren.

LG, sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von minimine »

Hallo Sloopy,
Das war ja nicht nur ein einzelner Fall, aber das nur nebenbei.
du weißt ja wohl, wie ich das gemeint habe. :rolleyes:
In letzter Zeit wurde doch vermehrt von falschen Versprechungen seitens Dr. Hoffmann berichtet, so dass es hier sicher nicht schaden kann, auch die negativen Seiten der Therapie aufzuzählen.
Ja welche falschen Versprechungen denn? Ich habe das Gefühl, du willst das einfach so sehen. Na dann viel Spaß dabei, jedem der neu hier ins Forum kommt und Unterstützung für seine Korsetttherapie sucht, zu erklären, dass alles was ihm beim Arzt gesagt wurde, falsch ist und das Forum es natürlich besser weiß.
Ich habe zumindest Kontakt zu jemanden, der nicht mehr im Forum schreiben möchte (was ich manchmal schon verstehen kann, bin ja gespannt, ob Starfighter sich nochmal meldet) bei dem die "falschen Versprechungen" komischerweise doch richtig waren.
Nein, aber wenn sie mit völlig falschen Vorstellungen/Hoffnungen in die Therapie gehen und schnell enttäuscht werden, geben sie vielleicht auf, bevor sie richtig angefangen haben.
Na enttäuscht werden sie dann v.a. durch solche Aussagen wie oben von Klaus!!
Es geht hier nicht um Aussagen, dass ein Korsett am Anfang einschränkt usw., mir geht es um solche Aussagen, dass eine Abschulung nicht möglich sein soll und eine Korrektur schon dreimal nicht. Ich denke bei solchen Aussagen, ist doch die Gefahr viel höher das jemand gleich das Handtuch wirft. Aber warum schreibe ich das nur, hat ja eh keinen Sinn.
Das sehe ich als großes Problem. Es sind ja nur die Erwachsenen mit ihrem Korsett so zufrieden wie Anne, Thomas, du oder ich, die die harte Eingewöhnungszeit gut überstanden haben und ihr Korsett problemlos tragen können. Allen andern wird die "Abschulung" nicht allzu schwer fallen.
Und stell dir mal vor, ich hab die Korsetttherapie komplett ohne Forum begonnen, was muss ich nur für völlig falsche Vorstellungen gehabt haben... ;)
Klar, aber Schroth stand hier grad nicht zur Diskussion
Es stand auch keine Abschulung oder so einiges mehr zur Diskussion... Es ging mir dabei um´s Prinzip!

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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von sloopy »

minimine hat geschrieben:Na dann viel Spaß dabei, jedem der neu hier ins Forum kommt und Unterstützung für seine Korsetttherapie sucht, zu erklären, dass alles was ihm beim Arzt gesagt wurde, falsch ist und das Forum es natürlich besser weiß.
Dass das totaler Quatsch ist, weisst du genauso gut wie ich. Bei solchen Argumenten macht es wenig Sinn, noch irgendwas zu beantworten. Ich steige daher an dieser Stelle aus der Diskussion aus.

Nichts für ungut!

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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von Klaus »

sloopy hat geschrieben:Bei solchen Argumenten macht es wenig Sinn, noch irgendwas zu beantworten. Ich steige daher an dieser Stelle aus der Diskussion aus.
Da muss ich Dir leider beipflichten.
sloopy hat geschrieben:
minimine hat geschrieben:Mal abgesehen davon, dass ich laut 3D-Aufnahme sogar eine habe ;) gehts mir aber darum, dass Klaus eben nicht weiß, wie es ist ein Korsett zu tragen und es dennoch immer schlecht redet und seine Meinung dann als allgemeingültig darstellt.
Hier liegt vielleicht der Hund begraben. Ich empfinde Klaus' Aussagen nicht als Schlechtreden der Korsett-Therapie und ich denke auch nicht, dass das seine Intention ist.
Nein, das ist auch überhaupt nicht meine Intention !
Ich denke, es ist die Wahrnehmung meiner Beiträge zu diesem Thema, die bei minimine offenbar auf meine angebliche generelle Ablehnung eines Korsetts geschaltet ist.
Da ist jede weitere Diskussion wirklich sinnlos.

Gruss
Klaus
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Re: Meine Kyphose und ich

Beitrag von starfighter »

Hi !!!

Sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde, hab aber erst jetzt wieder Zeit …

Erstmal danke für die vielen und langen Beiträge. War interessant wie kontrovers das Thema diskutiert wird und beide Seiten zu hören. Aber eigentlich wollte ich hier keine „Grabenkämpfe“ eröffnen ;)

Da ein Paar Fragen aufgekommen sind, ja ich habe Schmerzen. Also nicht immer und jeden Tag, aber schon mehrmals in der Woche im Bereich der Brustwirbelsäule (leicht bis mittel). Nach längerem Sitzen auch manchmal zusätzlich im Bereich der Lendenwirbelsäule. Ganz selten (z.B. wenn ich in der Nacht schlecht gelegen bin oder so) auch starke Schmerzen im Nacken (mit Kopfschmerzen und so).

Sicher sollte ein Arzt bei Beginn einer langfristigen und nicht ganz einfacher Behandlung motivieren, da sonst nicht das bestmögliche Ergebnis erreicht wird. Die Aussage von Dr. Hoffmann zu meiner Behandlung (Korsett und KG) war, das zwar bei Erwachsenen nicht mehr die Korrektur zu erwarten ist wie bei Kinder/Jugendlichen, aber das Verbesserung durchaus zu erwarten sind. Auch da bei mir noch keine Fixierung vorlegt und Wirbel, Bandscheiben und so noch in Ordnung sind. Nach 2-3 Jahren sollte dann es möglich sein mit dem Korsett aufzuhören mit bleibender Besserung (also Korrektur und Schmerzfreiheit), aber wahrscheinlich halt dann noch mit KG/Übungen.

Ich hoffe auch, dass das so möglich ist und ich nicht immer ein Korsett tragen muss :/
Nachdem ich eure Beiträge gelesen hab, denke ich dass durchaus eine gute Chance besteht, vielleicht nicht mehr ganz so stark wie nach dem Termin bei Dr. Hoffmann. Aber andererseits wenn er gesagt hätte dass vielleicht wenn es gut läuft etwas möglich ist, aber …
Wäre ja die Motivation insbesondere für KG und so ziemlich schlecht, weil man einfach nicht das Gefühl hätte das es etwas bringen könnte, wenn der Arzt schon so spricht.

Natürlich will ein Patient vom Arzt lieber Positives hören und nicht das Negative/Risiken/mögliche Folgen. Deshalb nimmt man das Positive für gewöhnlich stärker war und das Negative wird eher verdrängt, insbesondere wenn es um Tendenzen/Einschätzungen/mögliche Entwicklungen geht und nicht um klare Diagnosen/Sachverhalte.
Und Ärzte sollen/müssen positiv motivierend auf den Patienten eingehen, allerdings neigen mache dazu zu viel zu versprechen. Was auch nicht immer einfach ist, weil teilweise nur schwer abschätzbar und die Ärzte auch oft zu wenig Zeit heben/nehmen.
Soviel dazu, ganz allgemein und jetzt nicht auf bestimmte Ärzte bezogen.


LG
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