Skoliose meiner Frau (74 Jahre)

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Eckcharel
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Skoliose meiner Frau (74 Jahre)

Beitrag von Eckcharel »

2020 diagnostizierte um ca. 5 cmnach rechtsrt: sehr ausgeprägte Skoliose mit Versatz im Ber der BWS.
Bei Ansicht d Röntgenbild. Höhenminderung der Vorderkante L1 ca. 10%.
140/90 mm Hg, 168 cm früher 174 cm Körp größe. 70 Kg.
Achsabweichung i Ber d unt BWS nach rechts mit konsekutivem Schiefstand der Schultern. Kein Beckenschiefstand.
LENDENWULST links.
Kein Fichtenbaumphänomen. Keine Klopfschmerzhaftigkeit der Wirbelsäule.
Auffallend eingeschränkte Feinmotorik, verlangsamte Bewegungsmuster.

Wer kann uns helfen die Krankheit nichtoperativ zu lindern?
Wir sind schon von Physio zu Ostheopaten gelaufen , es hat nichts genutzt
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Thomas
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Re: Skoliose meiner Frau (74 Jahre)

Beitrag von Thomas »

Hallo,

wurde bei Deiner Frau davor noch nie Skoliose diagnostiziert? Hat sich die Skoliose erst im Alter entwickelt?

Es wäre auf jeden Fall gut, wenn Gradzahlen bekannt wären. Wurde ihr Rücken schon mal am Stück geröntgt?

Wo kommt Ihr denn ungefähr her? Wenn man das wüsste könnte man Euch möglicherweise einen konservativ behandelnden Arzt empfehlen.

Gruß Thomas
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aktueller Thread: Neuroforamenstenose und Korsett mit Halsteil
Eckcharel
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Re: Skoliose meiner Frau (74 Jahre)

Beitrag von Eckcharel »

Vielen Danke für die Antwort.
Ihr seid der erste Hoffnungsschimmer in diesem immer größer werdenden Problem.

Wir kommen aus Südniedersachsen, 371er PLZ, zwischen Göttingen und Hann-Münden

Die Diagnose vom 10/2024 lautet:
Idiopathische dorsolumbale Skoliose, Instabilitätssyndrom L4/5, Imbalance der Gesamtwirbelsäule, ausgeprägte deg. Wirbelsäulenveränderungen insbesonere LWS betont.

Zu den Fragen:
wurde bei Deiner Frau davor noch nie Skoliose diagnostiziert?

Diagnostiziert wurde die Skoliose nach Besuch beim Orthopäden 10/2020.
Meine Frau hatte als Kind die englische Krankheit (Rachitis). (Mangelernährung nachdem Krieg) Ein Hohlkreuz kam in der Kindheit dazu.
In den letzten 10 Jahren entwickelte sich langsam, aber stetig immer mehr die Skoliose.

Gradzahlen:
Beine im Liegen gleichlang eingestellt, Flexion/Extension rechte Hüfte 145/0/0°; Innen/außenrotation 45/0/35°, Flexion/Extension linke Hüfte dito, Innen/Außenrotation 35/0/30°

Röntgen LWS 4 E:
Ausgeprä linkskonvexe Seitausbieg d Lend.wirb.säul mit Rotation, Transversalversatz L4/5 ca. 1,5 cm, ausgeprä Spondylarthrosen in den Schrägaufnahmen.

Röntgen BWS 2 E:


BWS bei C7 ca 5 cm rechts aus d Lot, Rumpf u Wirb.säule im seitl Strahlengang stark vorgeneigt, Brustwirbelkörp nahezu nicht dargestellt, offensichtl weitgeh. entkalkt.

Wurde ihr Rücken schon mal am Stück geröntgt?
es wurden mehrere Aufnahmen von der Wirbelsäule angefertigt.
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Klaus
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Re: Skoliose meiner Frau (74 Jahre)

Beitrag von Klaus »

Hallo Eckcharel,

um einen groben Überblick der Situation zu bekommen, orientieren wir uns bezüglich Diagnose (Fehlstellungen der Wirbelsäule) bei einer Skoliose daran, ob sie z.Bsp. zweibogig ist und wieviel Grad sie in den Bögen hat.
Röntgen LWS 4 E:
Ausgeprä linkskonvexe Seitausbieg d Lend.wirb.säul mit Rotation
Demnach gibt es einen linkskonvexen Bogen in der LWS, aber leider nur mit dem Begriff "ausgeprägt" und ohne Gradzahl, die in dem Zusammenhang angegeben werden sollte.
Man könnte denken, dass es eine einbogige Skoliose sei, aber Du hast in Deinem ersten Post geschrieben:
2020 diagnostizierte um ca. 5 cmnach rechtsrt: sehr ausgeprägte Skoliose mit Versatz im Ber der BWS.
Also offenbar der rechtskonvexe Gegenbogen in der BWS mit dem Begriff "sehr ausgeprägt", wo ebenfalls die konkrete Gradzahl fehlt.
Meine Frau hatte als Kind die englische Krankheit (Rachitis). (Mangelernährung nachdem Krieg) Ein Hohlkreuz kam in der Kindheit dazu.
Wurde das mit Röntgenbild diagnostiziert? Gab es dazu keinen Rundrücken?
In den letzten 10 Jahren entwickelte sich langsam, aber stetig immer mehr die Skoliose.
Wie kommst Du darauf? Die Skoliose wurde nach Deiner Angabe erst vor 3 1/2 Jahren diagnostiziert.
Wer kann uns helfen die Krankheit nichtoperativ zu lindern?
Wir sind schon von Physio zu Ostheopaten gelaufen , es hat nichts genutzt
Was ist denn konkret verordnet worden? Geht es beim "Lindern der Krankheit" um Schmerzen und/oder allgemeine Beschwerden?

Eine gezielte Behandlung sollte immer so weit wie möglich an der Ursache angreifen. Das erfordert aber auf ärzlicher Seite sehr viele praktische konservative Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Wirbelsäulen-Fehlstellungs-Patienten, insbesondere bei Erwachsenen.
Dazu gibt es aktuell leider nur 2 Möglichkeiten, die wir aufgrund der eingestellten positiven Erfahrungsberichte empfehlen können
viewtopic.php?f=25&t=6472
Stuttgart/Leonberg oder Bad Sobernheim(MVZ).

Gruß
Klaus
Eckcharel
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Re: Skoliose meiner Frau (74 Jahre)

Beitrag von Eckcharel »

Wir haben die Röntgenbilder auf cd. Kann das etwas weiterhelfen?
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Thomas
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Re: Skoliose meiner Frau (74 Jahre)

Beitrag von Thomas »

Du kannst sie auf dem Bildschirm mit dem auf der CD mitgelieferten Programm darstellen, abphotographieren und dann hier einstellen. Vielleicht kann dann jemand was dazu sagen!

Gruß Thomas
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aktueller Thread: Neuroforamenstenose und Korsett mit Halsteil
Eckcharel
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Re: Skoliose meiner Frau (74 Jahre)

Beitrag von Eckcharel »

Könnte evtl ein Kuraufenthalt in einer Schrothklinik helfen? (Obwohl meine Frau das eigentlich nicht will)
Ich habe gelesen , daß nur bis zu einem Alter von 70 Jahren aufgenommen wird. Hat jemand Erfahrung bezügl. Senioren?

Meine Frau geht langsam und nach vorn und etwas seitlich übergebeugt. Am Tisch stützt sie sich immer mit dem rechten Arm ab und ist zur rechten Seite etwas abgeknickt.
Es tut mir in der Seele weh, wenn ich das sehe! Ob meine Frau wieder gerade werden kann?
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Klaus
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Re: Skoliose meiner Frau (74 Jahre)

Beitrag von Klaus »

Hallo Eckcharel,

ohne Röntgenaufnahmen und ohne Beantwortung meiner Fragen kann man leider nicht mehr dazu sagen, als ich das schon versucht habe.
Es kann keine pauschale Antwort darüber geben, was helfen könnte. Dazu sind die Situationen bei Fehlstellungen der Wirbelsäule viel zu unterschiedlich. Deswegen habe ich Dir die Empfehlung für die konservativ arbeitenden Spezialisten gegeben, die einschätzen können, was im Fall Deiner Frau optimal helfen könnte.

Grundsätzlich geht es hier im Forum darum, grobe Einschätzungen der jeweilgen Situation zu versuchen und Tipps zur möglichst optimalen Versorgung zu geben. Eine konkrete Diagnose kann selbstverständlich nur vom Arzt (Spezialist) gestellt werden. Dazu gehören nicht nur Röntgenaufnahmen, sondern auch weitere Untersuchungen. Und, wie ich bereits betont habe, es gehören die konservativen Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Wirbelsäulen-Fehlstellungs-Patienten dazu, insbesondere bei Erwachsenen.

Gruß
Klaus
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Re: Skoliose meiner Frau (74 Jahre)

Beitrag von wwb »

Hallo Eckcharel,

bitte lade die Röntgenaufnahmen im Forum hoch, damit man sich einen Eindruck verschaffen kann (auch hinsichtlich der Rachitis-Erkrankung in der Kindheit).
Es wäre auch sehr hilfreich Details zum Gesundheitszustand deiner Frau zu erfahren - geht es um allgemeine Schmerzen, Verspannungen, Ausstrahlungen in Arme/Beine, Ischias, neuropathische Schmerzen, Migräne/Dauerkopfschmerz, etc. etc.?
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Klaus
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Re: Skoliose meiner Frau (74 Jahre)

Beitrag von Klaus »

Hallo wwb,

zu den Röntgenaufnahmen:
aus den Erfahrungen weiß ich, dass Newbies aus solchen vorab eingestellten Aufnahmen leider zu oft doch eine Art von Diagnose erwarten, die ihnen sagt, ob es "schlimm" sei oder nicht. Damit ist dann oft verbunden, ob ein Besuch beim meist weit entfernten Spezialisten erforderlich ist oder nicht.
Das kann aber wirklich nur ein Arzt sagen. Insofern ist in der Regel ein Besuch beim Orthopäden/Spezialisten sowieso immer erforderlich. Und sei es nur, um einmal den Zustand des Rückens abgeklärt zu haben. Deswegen ist ein "Eindruck" von solchen vorab-Aufnahmen mit viel Vorsicht zu geniessen und nach meiner Ansicht nicht notwendig.
Es dient nur zur groben Orientierung vorab, um die Zusammenhänge der jeweiligen Wirbelsäulen-Fehlstellungs-Situation zu verstehen und ist eben keine Diagnose und schon gar nicht eine optimale Behandlungsoption, auf die es ja eigentlich ankommt.

zu den Beschwerden/Schmerzen:
Hier geht es um die Zuordnung zu einer Fehlstellung oder auch zu anderen Ursachen. Das kann man nicht pauschalisieren!
Auch hier ist ein Orthopäde/Spezialist erforderlich, der dies einschätzen muss, um dann eine entsprechende Behandlung einzuleiten. Insofern ist die Aufzählung von Beschwerden und Art der Schmerzen zwar verständlich, aber es führt nur bei dem ärztlichen Beratungsgespräch wirklich weiter.
Nach einer Diagnose und trotz Behandlung weiter bestehenden Beschwerden kann der Austausch mit anderen aber durchaus hilfreich sein. Auch wenn man da nichts pauschalisieren darf. Patienten mit Skoliose und gleichen Winkelgraden können z. Bsp. ganz unterschiedliche Beschwerden haben.

Gruß
Klaus
Eckcharel
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Re: Skoliose meiner Frau (74 Jahre)

Beitrag von Eckcharel »

Vielen dank für die Info.

Durch die Pflege meiner Frau komme ich nicht so schnell dazu die Fotos von der Röntgen cd hochzuladen

Könnte evtl ein Kuraufenthalt in einer Schrothklinik helfen? (Obwohl meine Frau das eigentlich nicht will)
Ich habe gelesen , daß nur bis zu einem Alter von 70 Jahren aufgenommen wird. Hat jemand Erfahrung bezügl. Senioren?
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Diagnose: Tochter, 13 Jahre alt: Skoliose thorakal rechts konvex 25° und lumbal links konvex 20°
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Re: Skoliose meiner Frau (74 Jahre)

Beitrag von Tossi »

Hallo Eckcharel,

als Physiotherapeutin empfehle ich euch es weiter mit Physiotherapie zu versuchen. Sucht Euch doch einen Therapeuten, der Erfahrung hat und orthopädisch ausgerichtet ist. Hört euch im Bekanntenkreis um.
Vielleicht könnte ein Rollator ein wirksames Hilfsmittel sein um Deine Frau beim gehen zu unterstützen. Das kann der Hausarzt verordnen. Des weiteren könnte auch eine Rückenbandage nützlich sein, die deine Frau stundenweise beim stehen und gehen stützt. Auf jeden Fall sollte sie mit Physiotherapie ihre Haltungsmuskulatur stärken, am Anfang in Rückenlage, später z. B. im angelehnten Sitz. Auch dosierte Dehnungs- und Mobilisationsübungen sind sehr sinnvoll um verkürzter Muskulatur und Bewegungseinschränkungen entgegenzuwirken. Es gibt auch die Möglichkeit sich Doppelbehandlungen verordnen zu lassen. Dann habt ihr nur 1x pro Wo den Aufwand zur Physio zu gehen, dafür aber doppelte Behandlungszeit! Das biete ich meinen älteren Patienten, die gehbehindert sind öfter mal an. Und 40 min sind effektiver als 20 min!
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