Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

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minimine
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von minimine »

Hallo Jojo,
Ich hoffe, dass in dem Berichtz nicht steht, dass eine REHA keinen Sinn machen würde.
selbst wenn er es reingeschrieben hat, dann legst du den Bericht bei der Antragstellung eben einfach nicht vor.
Durch die verschiedenen Korsetts steige ich noch nicht durch.
Grob unterscheiden kann man stützende Korsetts und korrigierende Korsetts. Ein korrigierendes Korsett ist aber eher geeignet, wenn du noch flexibel genug bist. Von rein stützenden Korsetts ist aber eher abzuraten, da es die Muskulatur schwächt, du musst ja z.B. keinem Korrekturdruck ausweichen sondern wirst einfach in deiner Fehlhaltung fixiert. Dann gibt es aber die Kubin-Orthese, die auch zu den stützenden Korsetts zählt, bei der das mit dem Muskelabbau aber nicht der Fall sein soll. Hier mal die Webseite dazu: http://www.kubco.ch/patienteninformation.html
Du kannst dir ja die Seite mal angucken und überlegen, ob das was für dich wäre.
Dr. Niemeyer meinte ja, dass für mich Bad Salzungen eher in Frage käme.
Ja, da du starke Schmerzen hast wäre Bad Salzungen evtl. wirklich die bessere Alternative, da es dort weniger intensiv ist.
Und wo ist Dr. Hoffmann?
In Leonberg bei Stuttgart. Schon ein ganzes Stück von dir entfernt. :/ Bezüglich OP´s arbeitet er mit der Schön-Klinik in Neustadt/Holstein zusammen, das wäre dann wiederum näher für dich für eine Zweitmeinung.
Aber als erstes werde ich mich weiter um eine REHA kümmern und dann abwarten, was dort herauskommt.
Gute Entscheidung. :ja:

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Klaus
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von Klaus »

minimine hat geschrieben:
jojo_sol hat geschrieben:Ich hoffe, dass in dem Berichtz nicht steht, dass eine REHA keinen Sinn machen würde.
selbst wenn er es reingeschrieben hat, dann legst du den Bericht bei der Antragstellung eben einfach nicht vor.
Na ja, der Bericht von Dr. Niemeyer ist natürlich sehr wichtig, zumal dort ja wohl die konkrete Diagnose steht.
Und es ist zwar auch richtig, dass man mit guten eigenen Argumenten den entsprechenden Arzt bei der Antragstellung für so eine 1. REHA unterstützen muss, aber so ein Bericht wird sicherlich immer die Grundlage sein müssen.
Bei Folge REHA's hat man ja durch den Bericht von der 1. REHA eine sehr gute Grundlage, deshalb ist die dann auch einfacher in der Antragstellung.

Ich glaube auch nicht, dass dort stehen wird, dass eine REHA keinen Sinn macht,
jojo_sol hat geschrieben:Dr. Niemeyer meinte ja, dass für mich Bad Salzungen eher in Frage käme.
Das hätte er sonst nicht gesagt.

Gruss
Klaus
jojo_sol
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von jojo_sol »

Hallo Klaus,
gestern kam der Bericht.
Da steht , dass ich über eine OP, Risiken und Folgen aufgeklärt wurde.
Das ist überhaupt nicht passiert oder nennt man " Wenn sie sich operieren lassen machen wir sie schön gerade und sie haben keine Schmerzen-die Bewegungseinschränkung wäre ja eh gegeben" Aufklärung???
Also da hätte ich was anderes erwartet.
Außerdem steht in dem Bericht einmal was von 44° und einmal was von 50° nach Cobb.
Was denn nun?
Und ob ich mit der Aussage: "Aufgrund des Befundes wurde vereinbart, dass die Intensivierung der konservativen Methoden im Vordergrund stehen. Trotzdem halte ich aufgrund des Alters und der vorangeschrittenen Deformität eine operative Korrektur und Stabilisierung für empfehlenswert. Zunächst möchte die Patientin jedoch einen konservativen Therapieversuch durchführen, den ich ausdrücklich unterstütze."eine REHA durchkriege??
Reicht das wohl aus?
Außerdem steht da, dass ich keinerlei Sport treibe, dabei bin ich ja mindestens ne Stunde am Sück täglich mit Rad oder zu Fuß mit den Hunden unterwegs. Und mit dem Pferd habe ich auch ne Menge Bewegung.
Was ist denn eigentlich "beginnendes Drehgleiten"?
Irgendwie bin ich doch etwas gefrustet.
Lasse ich den Bericht lieber untern Tisch fallen?
Aber die KK hat doch ne Abrechnung bekommen.
Vielleicht kann mir ja jemand einen Rat geben.
Liebe Grüße
Jojo
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von Dr. Herchet »

sloopy hat geschrieben:Eine Kubin-Orthese würdest du ausser in Bad Sobernheim von Dr. Steffan vermutlich auch in Bad Salzungen bekommen können, die arbeiten ja mit Sanomed zusammen und Sanomed hat glaub ich die meisten Erfahrungen mit einer solchen Orthese. Evtl. könnte Dr. Herchet was dazu sagen? Aktuelle Erfahrungsberichte (nach Dr. Steffans Weggang) aus der Salzunger Ambulanz liegen uns (glaube ich) keine vor.
Wir verordnen ebenfalls Kubin-Orthesen, wenn die Indikation stimmt. Die Anpassung kann ambulant im Rahmen der Sprechstunde oder stationär erfolgen. Problem ist oft die Kostenzusage der Krankenkassen.
jojo_sol hat geschrieben:Außerdem steht da, dass ich keinerlei Sport treibe, dabei bin ich ja mindestens ne Stunde am Sück täglich mit Rad oder zu Fuß mit den Hunden unterwegs. Und mit dem Pferd habe ich auch ne Menge Bewegung.
Bewegung ist gut, aber Dr. Niemeyer meinte damit sicherlich, das kein gezieltes Muskelaufbautraining für die rumpfstabilisierende Muskulatur gemacht wird und das ist Laufen und Rad fahren nunmal nicht.

MfG
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von minimine »

Hallo Jojo,

wenn ich du wäre, wäre ich von diesem Bericht wohl auch enttäuscht. :/ Man geht da ja mit gewissen Erwartungen hin und wenn dann alles anders kommt, als man denkt, dann kann das schon enttäuschend sein.
Da steht , dass ich über eine OP, Risiken und Folgen aufgeklärt wurde.
Das ist überhaupt nicht passiert oder nennt man " Wenn sie sich operieren lassen machen wir sie schön gerade und sie haben keine Schmerzen-die Bewegungseinschränkung wäre ja eh gegeben" Aufklärung???
Wir hier waren ja nicht dabei, aber wenn das so gelaufen ist, dann kann man das nun wirklich nicht "Aufklärung" nennen. So ähnlich hieß es bei mir in der Uni-Klinik auch immer und ich habe das eher in die Richtung "Drängung zur OP" interpretiert. :(
Außerdem steht in dem Bericht einmal was von 44° und einmal was von 50° nach Cobb.
Was denn nun?
Ich weiß nicht, wie dein Skoliosemuster aussieht, vielleicht hast du zwei Bögen, also einen mit 44° und einen mit 50°?! Wenn du magst, kannst du gerne mal dein Röbi hier einstellen.
Und ob ich mit der Aussage: "Aufgrund des Befundes wurde vereinbart, dass die Intensivierung der konservativen Methoden im Vordergrund stehen. Trotzdem halte ich aufgrund des Alters und der vorangeschrittenen Deformität eine operative Korrektur und Stabilisierung für empfehlenswert. Zunächst möchte die Patientin jedoch einen konservativen Therapieversuch durchführen, den ich ausdrücklich unterstütze."eine REHA durchkriege??
Schwer zu sagen Jojo, die Krankenkasse könnte das schon dahingehend interpretieren, dass eine Reha keinen Erfolg mehr zu erwarten lässt. :/ Insbesondere dieses "möchte die Patientin" im Gegensatz zu "halte ich [...]eine operative Korrektur" finde ich etwas kritisch. Dennoch bleibt dir ja aber fast nichts anderes übrig. Den Befund würde ich allerdings dennoch nicht mit in den Antrag legen. Die Krankenkasse hat da natürlich keinen Zugang dazu, sie bekommt lediglich eine verschlüsselte Diagnose mitgeteilt. Beim Reha-Antrag muss der Arzt ja ein extra Antragsformular ausfüllen, hoffen wir mal, dass er da eine etwas andere Wortwahl wählt. Allenfalls der Medizinische Dientst könnte evtl. den Befund nachfordern, muss aber nicht.
Außerdem steht da, dass ich keinerlei Sport treibe, dabei bin ich ja mindestens ne Stunde am Sück täglich mit Rad oder zu Fuß mit den Hunden unterwegs. Und mit dem Pferd habe ich auch ne Menge Bewegung.
Wie sollst du denn auch den richtigen Sport durchführen, wenn du deine richtigen Bewegungsabläufe nicht kennst und mit den Schmerzen im Alltag schon genug zu tun hast. Wenn Sport eine Therapie wäre, bräuchten wir ja auch keine Reha mehr. :rolleyes:
Was ist denn eigentlich "beginnendes Drehgleiten"?

Bei dir verschiebt sich ein Wirbel, das kann allerdings tatsächlich zu einer OP-Indikation führen. Hier findest du mehr Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Spondylolisthesis

Alles in allem klingt das danach, als ob du nach dem Arztbesuch nicht wirklich schlauer bist, als davor, dafür aber um einiges verunsicherter. :/

Ich drücke dir die Daumen, dass alles gut ausgeht. :kleeblatt:

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jojo_sol
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von jojo_sol »

Hallo Frau Dr. Herchert,
danke für die Info :) über das Korsett.
Ich hoffe ja, dass es mit einer REHA klappt.
Was meinen sie denn zu der Formulierung im Arztbericht?
Haben sie da Erfahrung mit Krankenkassenzusagen?

Hallo Minimine,
ja, stimmt, irgendwie fühle ich mich schon verunsichert.
Andererseits glaube ich immer mehr, dass ich alles dran setzen will, eine REHA zu bekommen.
Es kann ja auch für eine OP nur gut sein, wenn die Muskulatur gezielt gestärkt wird.
Genauso ist es, wenn man von den Übungen Schmerzen hat und im Alltag eh schon und nicht weiß, ob es überhaupt gut ist, dann ist man nicht so motiviert.
Das verspreche ich mir ja auch gerade von einer REHA, dass ich da die entsprechenden Sachen unter Aufsicht lerne und auch gleich etwas für die Entspannung getan wird. Ich hoffe, es ist auch so.
Mein Hausarzt hat mich ins fitness-Studio geschickt und gesagt, ich soll vorher Tabletten nehmen.
Es wurde aber eher noch schlimmer.
Und der Alltag mit Beruf und allem ist eh schon anstrengend.
Bisher habe ich noch keinen Tag wegen meinem Rücken gefehlt.
Es ist Gott sei Dank kein Schreibtischjob und ich kann mich immer mal anders hinsetzen, bzw. aufstehen und herum gehen.
Trotzdem merke ich, dass auch die psychische Belastung sich irgendwie nieder drückend auf meinen Rücken auswirkt.
Liebe Grüße und noch ein schönes sonniges Wochenende
Jojo
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von Dr. Herchet »

jojo_sol hat geschrieben:Hallo Frau Dr. Herchert,
danke für die Info :) über das Korsett.
Ich hoffe ja, dass es mit einer REHA klappt.
Was meinen sie denn zu der Formulierung im Arztbericht?
Haben sie da Erfahrung mit Krankenkassenzusagen?
Hallo Jojo,
gern geschehen. Zu den beiden anderen Fragen antworte ich Ihnen per PN.

Schönes WE
Dr. Herchet
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von Klaus »

Hallo jojo_sol,

Dein Problem ist natürlich der Antrag. Wie soll man das über den Hausarzt formulieren, wenn der Bericht von Dr. Niemeyer nicht beigelegt wird.
Vielleicht verstehst Du jetzt noch mehr, dass wir hier die konservativ arbeitenden Spezialisten empfehlen und alles andere als zu testen ansehen oder mit entsprechenden Aufwand zu betreiben, der dann doch grösser wird, als ein einmaliger weiterer Weg, als nach Hamburg. Ganz abgesehen von den vielen Fragen, die ständig neu auftauchen.

Mit ein bischen Phantasie wird man sich sicherlich vorstellen, dass die Ambulanzen der Schroth Kliniken da mit Sicherheit bezüglich REHA erfolgreicher sein werden. So deute ich auch die angekündigte PN. :)

Gruss
Klaus
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von minimine »

Wie soll man das über den Hausarzt formulieren, wenn der Bericht von Dr. Niemeyer nicht beigelegt wird.
Wieso denn über den Hausarzt?? Ich hatte das so verstanden, dass Dr. Niemeyer Jojo direkt unterstützt!

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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von Klaus »

minimine hat geschrieben:Wieso denn über den Hausarzt?? Ich hatte das so verstanden, dass Dr. Niemeyer Jojo direkt unterstützt!
Das ist leider unklar!
Wenn doch direkt mit der Antragsstellung, würde ich jojo_sol nicht verstehen.

Gruss
Klaus
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von sloopy »

Hallo Jojo!
jojo_sol hat geschrieben:Da steht , dass ich über eine OP, Risiken und Folgen aufgeklärt wurde.
Das ist überhaupt nicht passiert oder nennt man " Wenn sie sich operieren lassen machen wir sie schön gerade und sie haben keine Schmerzen-die Bewegungseinschränkung wäre ja eh gegeben" Aufklärung???
Nein, natürlich nicht. Aber falls du gleich gesagt hast, dass du eine OP nicht möchtest, hat er vielleicht eine intensivere Aufklärung an dieser Stelle nicht für nötig gehalten? Solltest du dich für eine Operation entscheiden, gibt es mit Sicherheit auch von einem Prof. Niemeyer eine ausführlichere Aufklärung!

jojo_sol hat geschrieben:Außerdem steht in dem Bericht einmal was von 44° und einmal was von 50° nach Cobb.
Was denn nun?
Kann ja sein, dass du einen Bogen von 44° und einen von 50° hast. Hast du dir deine Röntgenbilder mal angeschaut?

jojo_sol hat geschrieben:Und ob ich mit der Aussage: "Aufgrund des Befundes wurde vereinbart, dass die Intensivierung der konservativen Methoden im Vordergrund stehen. Trotzdem halte ich aufgrund des Alters und der vorangeschrittenen Deformität eine operative Korrektur und Stabilisierung für empfehlenswert. Zunächst möchte die Patientin jedoch einen konservativen Therapieversuch durchführen, den ich ausdrücklich unterstütze."eine REHA durchkriege??
Keine Ahnung, ob du damit einen Rehaantrag genehmigt bekommst, das hängt wohl auch vom Bearbeiter ab. Manchmal wird die Reha trotz "perfektem" Arztbericht abgelehnt, da steckt man leider nicht drin. Aber sooo schlecht find ich das jetzt auch nicht. Es steht ja immerhin drin, dass die Intensivierung der kons. Therapie im Vordergrund stehen soll und er den kons. Versuch ausdrücklich unterstützt. Mehr kann er als Chirurg wohl auch nicht schreiben, wenn er der Meinung ist, dass dir mit einer OP besser geholfen wäre. Nützt dir ja auch nichts, wenn er schreibt, mit einer Reha kann eine OP verhindern werden, wenn er vom Gegenteil überzeugt ist. Niemand kann dir versprechen, dass eine Reha dir helfen wird, aber es sollte auf jeden Fall einen Versuch wert sein. Denn für eine OP kommt es auf ein Jahr mehr oder weniger in dienem Alter auch nicht an.

Gruß,
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von Klaus »

sloopy hat geschrieben:Keine Ahnung, ob du damit einen Rehaantrag genehmigt bekommst, das hängt wohl auch vom Bearbeiter ab
Und vor allen dingen davon, wer denn nun den Antrag direkt unterstützt.

Dr. Niemeyer würde diese Formulierungen doch nie in so einen REHA Antrag schreiben, wenn er das denn generell überhaupt macht.
jojo_sol hast Du ihn denn gefragt, ob er so einen Antrag ausfüllen würde ??

Gruss
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von minimine »

Mehr kann er als Chirurg wohl auch nicht schreiben, wenn er der Meinung ist, dass dir mit einer OP besser geholfen wäre.
Ich denke, dass dieser Bericht auch wirklich nur ein Bericht für den überweisenden Arzt ist, um ihm mitzuteilen, was alles besprochen wurde. Nicht aber, um damit einen Reha-Antrag zu untermauern, zumal dafür ja eh nochmal ein Extra-Antrag ausgefüllt werden muss.

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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von jojo_sol »

Hallo liebe Leute,
ich werde mir jetzt erst einmal so einen Antrag besorgen.
Dann weiß ich was überhaupt da rein muss.
Das was der Arzt ausfüllen muss, schicke ich noch mal nach Hamburg.
Dann werde ich ja sehen.
Die Krankenkasse wird sich schon melden oder ihn weiterleiten, wenn sie nicht zuständig sind.
Ich werde dann berichten :)
Liebe Grüße Jojo
PS:...und hier fragen, falls ich nicht weiter weiß :top:
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von Klaus »

jojo_sol hat geschrieben:PS:...und hier fragen, falls ich nicht weiter weiß
Gerne, aber es ist schon sehr wichtig, dabei immer ganz konkrete Dinge zu erfahren.
Meine Frage, ob er denn den Antrag direkt unterstützt, hast Du noch nicht beantwortet, ich interpretiere das jetzt nur als ja, weil Du den Antrag dann nach Hamburg schicken willst.

Ich bin ja nun auch interessiert an den konkreten Details der Versorgung von Dr. Niemeyer, insbesondere bei Erwachsenen, weil es für die Norddeutschen User schon wichtig wäre.

Gruss
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von jojo_sol »

Hallo Klaus,
da ich so einen Antrag noch nie gesehen habe, werde ich ihn mir besorgen.
Dann sehe ich ja, was man da überhaupt mit machen muss.
Ich schicke ihn dann nach Hamburg und berichte, wenn ich mehr weiß.
Liebe Grüße

Jojo
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von Thomas »

Hallo Jojo,

Hier kannst Du Dir die Anträge der deutsche n Rentenversicherung herunterladen:

http://www.deutsche-rentenversicherung. ... l?nn=32364

Gruß Thomas
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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von minimine »

Thomas hat geschrieben:Hallo Jojo,

Hier kannst Du Dir die Anträge der deutsche n Rentenversicherung herunterladen:

http://www.deutsche-rentenversicherung. ... l?nn=32364

Gruß Thomas
Jojo ist doch nicht rentenversichert, sondern Beamtin, aber freiwillig in der GKV versichert. Somit ist die Krankenkasse für die Reha zuständig.

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Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von sloopy »

minimine hat geschrieben:Somit ist die Krankenkasse für die Reha zuständig.
Und dort kannst du den Antrag telefonisch anfordern, Jojo.

Gruß,
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seit 2008 Derotationsorthese Rahmouni
Therapie: 3 x wöchentlich Rückenstärkung mit Schwerpunkt von Streck- und Dehnübungen.
Korsetttragezeiten ca. 16-18 Stunden tagsüber.
Wohnort: Hamburg

Re: Erfahrungen mit Skoliose -OP im "gesetzteren" Alter?

Beitrag von Lena52 »

Hallo Jojo,

ich komme auch aus Hamburg und habe in etwa die gleichen Probleme wie Du und war 2008 zur Reha in Bad Salzungen. Hat gut getan.
Habe aber nur einen Mann am Nebentisch angetroffen, der eine Wirbelsäulenversteifungs-OP hinter sich hatte. Alle anderen waren n i c h t versteift, denn sonst kann man da gar nicht mithalten. Ist auch echt anstrengend gewesen, da zudem auch sehr kurze Zeitvorgaben zwischen den einzelnen Kursen waren. Keine Pausen und von einen Kursus in den anderen....naja...ganz schön stressig und das den ganzen Tag..... :nein:
Korsett würde ich da unten - also direkt in Bad Salzungen - auf keinen Fall anfertigen lassen, da die definitiv nicht so gut sitzen, wie die von Rhamouni in Stuttgart. So wurde es mir gesagt von denen, die von dort ein Korsett angefertigt bekommen haben. Wer das da gemacht hat, weiß ich nicht.....ist jedenfalls von abzuraten, weil die Dinger nicht richtig sitzen.... :rolleyes:

Mein Korsett ist von Rahmouni, ich trage es seit 2 Jahren und es sitzt perfekt und hilft mir wirklich sehr, mit anderen Worten: Ich fühle mich auch noch pudelputzwohl darin :lach:

Die Schmerzen sind sofort weg, sobald ich mein Korsett - übrigends in jeansblau - angelegt habe. Du gewöhnst Dich daran sehr schnell! Glaube es mir! Und wenn Du ein dünnes Baumwoll-Shirt drunter trägst, dann trägt es sich noch angenehmer! Probiere es aus liebe Jojo, der weite Weg lohnt sich!!

Noch ne'n Tipp an alle: Fahr- oder Flugkosten sind steuerlich absetzbar.
Fahr- oder Flugkosten werden - je nach Kasse - erstattet.
Toll, oder :?:

Und dann noch etwas:
Die Ärzte hier in Hamburg und auch allgemein operieren gerne, da die Fallzahlen dann steigen und somit die Bewertung der jeweiligen Klinik mit den meisten Fallzahlen.....aber das ist ein anderes Thema - Fragen dazu gerne an mich in PN.

Tatsache ist: Ich war hier in Hamburg-Blankenese bei einem Doc, einem angehenden Chefarzt übrigends.....fehlten nur noch ein paar Fallzahlen = OP's! Der/diese Klinik ist auf Rücken-OP spezialisiert.

Jener Doc wollte mich auch sogleich operieren, obwohl er meinen Rücken noch nicht mal beäugt hatte. OP hat er anhand von Röbis entschieden....

Und genau nach diesem Gespräch mit diesem Doc habe ich mir die Fallzahlen, d.h. wie oft haben die schon Rücken-OP's gemacht (?) mal angeschaut und das waren nur ganz wenige OP's! Diese Klinik steht mit an unterster Stelle dieser Rücken-OP's und braucht dringend Patienten, die sich operieren lassen, damit die Fallzahlen rauf gehen!

Fallzahlen:
Das ist nämlich ein Horror-Thema, über das nicht gesprochen wird und wo kein betroffener Patient dran denkt, wenn evtl. OP-Absichten bestehen und der/Du starke Schmerzen hast!

Die Erfahrungswerte/Häufigkeit dieser speziellen Operation=Fallzahlen der jeweiligen Klinik sind ausschlaggebend und genau diese Zahlen waren erst vor kurzem im Hamburger Abendblatt zu lesen. Du findest Sie im Archiv vom Hamburger Abendblatt.de oder bei Google.
Auch Deine Krankenkasse wird Dir da behilflich sein, dieses zu recherieren.

Aber besser und ohne Alternative wäre ein gut/perfekt sitzendes Korsett vom besten Korsettmacher, den es in unserer Republik nun mal gibt.

Und das ist und bleibt der Herr Rahmouni in Stuttgart. Der Weg lohnt sich, Geld kriegste ja auch wieder und Stuttgart ist eine so schöne Stadt und immer eine Reise wert.

Du - liebe Jojo - beim Stall ausmisten- eine wirklich schwere Arbeit für Dich und Deinen Rücken. Ein Korsett wird Deinen Rücken stützen und Du wirst Deine Schmerzen vergessen, so dass Du das Korsett besonders bei schweren Arbeiten zukünftig nicht mehr ablegen magst.

Ich will Dich nicht überzeugen, aber es ist die bessere Alternative als eine OP!

Wenn Du Fragen hast, dann schreibe mich einfach hier oder über PN an.
Schönen Abend noch - Lena
mein
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