Hallo Saphira,
Saphira hat geschrieben:Allerdings wurde seit dem Zeitpunkt eigentlich gar nichts mehr mit mir gemacht, weil keiner so recht wusste, was er mit mir noch machen soll

. Daher war der Aufenthalt in dieser Klinik für mich allgemein unbefriedigend.
das ist außerst unbefriedigend. In der Tat. Denn dafür ist doch eigentlich so ein Klinikaufenthalt da, damit man nach der geeigneten Therapie für die soezifische Problematik sucht.
So macht es den Eindruck, als wäre Mckenzie die einzige Technik, die in dieser Klinik angewandt wird. Was natürlich nicht akzeptabel ist.
Man kann eine Probebehandlung mit McKenzie machen, wenn die Situation so ist, wie von Dir beschrieben: ein physiologisches Krümmungsverhalten in der LWS. Eine McKenzie-Anwendung beeinflusst die Lordose nicht dauerhaft, sondern es ist ein Therapieansatz.
Wenn dann die (massive) Reaktion kommt wie bei Dir geschehen, muss ich diese interpretieren und nach einem anderen Ansatz suchen.
Saphira hat geschrieben:Mir kam die Frage eben auf, ob McKenzie bei einem leicht bestehenden Hohlkreuz wirklich sinnvoll ist
Ja, ist es. Denn der Hintergedanke bei der Behandlung ist nicht der, eine Lordose auf Dauer zu verstärken, sondern therapeutische "Impulse" in diesem Bereich zu setzen.
Vielmehr ist wichtig, ob die Technik im spezifischen Fall angezeigt ist.
Leider habe ich die McKenzie-Ausbildung selber nicht und kann Dir hierzu auch keine differenzierte Aussage treffen. Das machen bei uns 2 Mitarbeiterinnen. Aber das Grundprinzip ist bei jeder Technik dasselbe: es macht nur dann Sinn, eine bestimmte Technik anzuwenden, wenn der Befund dies auch nahelegt.
Funktioniert es dann trotzdem nicht, muss ich nach einer anderen Technik schauen - oder den Befund nochmals überprüfen.
Nichts tun ist keine Option - in meinen Augen.
Gruß,
Alex