Todesängste wg OP

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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Stephi

Todesängste wg OP

Beitrag von Stephi »

Hey Leute

Ich bin 15 und muss mich im November wegen Skoliose operieren lassen, ich weiss nicht mehr genau wieviel Grad, aber auf jeden Fall zuviel.
Nun bin ich wirklich am durchdrehen vor Angst, vorallem auch weil der mich behandelnde Arzt nichts über Risiken gesagt hat und die OP nicht mal erklärt hat, ich weiss also nicht was mich erwartet. Ausser das es mit Schrauben gemacht wird und ich 10 Tage im Spital liege, davon 3 Intensiv-Station.
Auf einer Page, habe ich gesehen wie ein Patient vor der OP gestreckt wurde, ich habe geheult weil ich so eine Panik kriegte.
Genauso sterbe ich fast wenn ich an die Schmerzen denke.
In div. Foren hab ich gelesen wie die Pationenten nachher Probs mit dem sitzen haben, nichts aber rein gar nichts hat mein Arzt darüber gesagt. Ich dachte zuerst ich könne einfach normal weiterleben. Ein halbes Jahr darf ich nicht tanzen und nicht Breakdancen, sagte er am Anfang, als das Datum schon fest stand meinte er dann, ja das ich das wahrscheinlich nicht mehr könne. Für mich ist da eine Welt kaputt gegangen.
Die OP macht mir so riesen Angst, dass ich das niemals durchstehe, geschweige denn bis in den Spital komme.
Bitte teilt mir eure erfahrungen mit, und beschönigt nichts!

Kizz

Stephi
Elvis84

Beitrag von Elvis84 »

Hallo Stephie!

Ich habe vor einigen Tagen "eine Kurze Gescichte zu meiner OP" in einem Forum gelassen. wenn du unter
"ERfahrungsaustausch und berichte" auf "komplette Versteifung von 10-12 Wirblen?" klickst wirst du unter Elvis 84 meine STory finden.
vielleicht beruhigt dich das etwas. allerdings frage ich mich, wie die ärzte dich nach 10 Tagen wieder nach hause schicken wollen?
ich war 2 wochen (!) für Untersuchungen, 7 Tage auf der Intensiv und dann noch 2 Wochen für Korsettabdruck, anfertigung und Anpassung!!
Auch finde ich es seltsam, dass du weder über die Risiken noch über die Operationsweise aufgeklärt worden bist- ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein sehr seriöser arzt ist!!
Risiken treten auf, klar, kann immer vorkommen, aber mit heutigen OPerationsmethoden ist z.b. die gefahr einer Lähmung wesentlich geringer als noch vor einigen Jahren!
und Schmerzen die man nach der OP hat sind auszuhalten. ich habe die ersten Tage schmerzmittel bekommen und danach wenn ich sie brauchte.
an deiner stelle würde ich mich wegen Risiken und OP ablauf noch mal beim Arzt vorstellen und am besten einen anderen Mediziner (und/oder) die anderen aus dem Forum mal fragen, was die von den Aussagen deines arztes halten.
für weitere fragen stehe ich dir gerne zur verfügung

Tanja;) :rolleyes:
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BZebra
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Registriert: Mo, 20.05.2002 - 15:06

Beitrag von BZebra »

Hi Steffi,

es wäre schon wichtig zu wissen wieviel Grad Du genau hast und wo Du Dich operieren lassen willst.

Wenn Man Dich dort so schlecht informiert hat, dann sollte das für Dich ein Alarmzeichen sein und Du solltest die ganze Sache noch einmal komplett überdenken.

Das heißt:

1. die Gradzahl herausfinden und abklären ob eine OP wirklich notwendig ist.
Viele Ärzte operieren schon ab 40 - 50 Grad (das ist die minimale Gradzahl für eine OP) obwohl eine OP nicht unbedingt notwendig wäre (in diesem Beriech gilt die Notwendigkeit einer OP als sehr fraglich).
Die absolute OP-Indikation beginnt erst bei 90°. Dazwischen liegt eine große "Grauzone" wobei natürlich die Notwenigkeit einer OP mit der Gradzahl zunimmt, aber auch vom einzelnen Patienten abhängig ist.
Deshalb muß diese Frage im Einzelfall mit einem möglichst guten und unabhängigen Skoliosespezialisten geklärt werden.

2. Ist die Klinik in der Du Dich operieren lassen willst wirklich auf Skoliose-Operationen spezialisiert? Eine Skoliose-Operation sollte man nur in einer Klinik durchführemn lassen, die ständig Skoliosen operiert und auf dem neuesten Stand der Technik ist. Sonst riskiert man wirklich in die Hände von Pfuschern zu fallen.
Nenne uns also mal den Namen der Klinik und bitte Herrn Dr.Steffan http://skoliose.tv dies bezüglich seine Meinung zu äußern.
Wenn dabei herauskommt, daß es sich nicht um eine empfehlenswerte Spezialklinik handelt, dann ist es durchaus angebracht den Termin dort ganz abzusagen und in eine empfehlenswertere Klinik zu wechseln.

Die Zeit dafür hast Du und die solltest Du Dir auf alle Fälle nehmen, denn mit den Implantaten mußt Du ein Leben lang auskommen und das soll ja so schmerzfrei wie möglich verlaufen.

Wenn Du das alles abgeklärt hast, Deine ganzen Fragen restlos geklärt wurden und Du Dir sicher sein kannst Dich in den definitiv besten Händen zu befinden, dann brauchst Du auch keine Angst mehr zu haben :).

Also, Kopf hoch und hab den Mut Fragen zu stellen; so lange bis man sie Dir alle beantwortet hat (Zitat Sesamstraße: "... wer nicht fragt bleibt dumm" ;)).

Liebe Grüße,
BZebra
Stephi

Beitrag von Stephi »

So da bin ich wieder, ich dachte nachdem ihr mir auch so geholfen habt, bin ich euch einen Bericht fast schuldig *gg*
Ich habs hinter mir, und bin sowas von erleichtert...
Also das mit den 10 Tagen hat genau gestimmt.
Ich hatte eine Doppelkrümung, bei den Brustwirbeln etwas um die 70 und unten um die 50, also recht stark. Ich weiss jetzt nicht genau von wo bis wo versteift wurde, aber so ziemlich die ganze WS. Die OP dauerte 8 Stunden, das ganze wurde von hinten und mit einem Lungen-Torax gemacht. Von der OP kriegte ich ja nix mit, ich bin ohne Schmerzen aufgewacht, zwar hing ich an diversen Schläuchen, aber es tat mir nichts weh. Ich war drei Tage auf der Intensivstation, in den Tagen durfte ich mich nicht gross bewegen und auch nicht selber wenden, doch schon am dritten Tag durfte ich mit der Physiotherapeutin aufsitzen. Als ich wieder im Zimmer war auch alleine, sowie alleine drehen. Das Laufen wurde jetzt täglich geübt, aber am Anfang war es nicht leicht, da es mir immer wieder schwindlig wurde, aber etwa am 7/8 Tag ging auch das ohne Probleme. Am 10. Tag...endlich nach Hause, nachher zwei Wochen Schulfrei : )
Jetzt bin ich zu hause und eigentlich geht es mir recht gut, zwar ein halbes Jahr kein Sport, aber zum Glück keine Physiotherapie und kein Korsett.
Ah was ich vielleicht dazu noch sagen muss, ich bin nicht aus deutschland, sondern aus der Schweiz, und wurde im Balgrist in Zürich operiert.

Vielen Dank

Kizz
Steph
Miss Understood

Beitrag von Miss Understood »

Das ist ja irre :-) Da sieht man mal wie unterschiedlich behandelt wird.
Aber schön, dass es Dir wieder so gut geht.
Burch

Beitrag von Burch »

Salu, Steph

Ich hoff mal, dass du immer noch ab und zu in dieses Forum rein schaust, denn ich währ froh um ein paar Infos. Diese Woche hab ich nämlich ein Telefon gekrigt, dass ich zimlich sicher ein op machen muss und dazu zu einem Check nach Balgrist fahren muss ( bin aus Luzern). Meine Krümung liegt irgendwo bei 70° oder mehr. (ich weiss es nicht so genau). Dazu kommt noch ein stark audgebildeten Buckel! Ich wollte nur Fragen ob nach den 10 Tagen Spital noch irgendwelche Reha machen musstest oder ganz einfach weiter arbeiten (schule) konntest.
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