Bandscheibe

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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Katja
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Bandscheibe

Beitrag von Katja »

Hallo!

Wer von Euch hatte bereits in jüngeren Jahren einen Bandscheibenvorfall, bzw. -vorwölbung?

Ich bin 24 und habe Skoliose mit einem Hauptkrümmungsbogen von ca. 28° im Lendenwirbelbereich. Hinzu kommt, dass in seitlicher Ansicht meine Wirbelsäule eher zu gerade ist als es der üblichen S-Form entspricht. Seit einiger Zeit habe ich Beschwerden mit den Bandscheiben im Lendenwirbelbereich (Abnutzung und Vorwölbung erkennbar, sowie ausstrahlende Schmerzen ins Bein).

Wie habt Ihr die Beschwerden wieder in den Griff bekommen und langfristig Eure Lebensqualität zurückgewonnen?
Es würde mir schon weiterhelfen, wenn ich wüßte, dass ich nicht die Einzige in diesem Alter bin, die damit Probleme hat. :(

Hoffe auf Eure Antworten. Gruß Katja
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Toni
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Beitrag von Toni »

Hallo Katja
ich hatte mit 17 als Gärtnerlehrling einen schweren BSV mit neurologischen Ausfällen ( taube, fast gelähmte Beine, irre Schmerzen) als ich mich aus dem Hohlkreuz heraus beim Auskippen eines Schubkarrens voll schwerer Lehmerde "überlupft" hatte.
Ich wurde in der Hessingklinik in Augsburg-Göggingen damals in Stufenlagerung an Beinen und Becken extendiert (passiv gestreckt). Damals wurde auch meine Scheuermann-Kyphose erstmalig diagnostiziert.

Ich habe relativ viele Bekannte die trotz gerader "gesunder" WS BSV haben oder hatten.
Ich bin heute der festen Überzeugung, daß BSV eine sehr starke psychosomatische Komponente hat!
BSV tritt eindeutig gehäuft in Lebenskrisen und bei seelischen Problemen auf.
Kann aber auch wieder total verschwinden, so wie bei mir oder meiner Frau.
Selbstverstänlich spielt auch die Fehlstatik der LWS eine sehr große Rolle. Hast Du ein starkes Hohlkreuz LWS-Hyperlordose?
Dann werden Deine Bandscheiben ständig einseitig belastet.
Machst Du aktiv Schrothübungen GEGEN Hohlkreuz und Übungen zur Stärkung der Bauchmuskulatur?
Übungen zur Dehnung und Steckung der LWS z.B. Taillen-Streck-Übung?
Trägst Du zumindest bei Belastung ein entlordoisierendes Korsett under "Rückenstützgürtel"
Wie sitzt Du meistens?
Der BSV ist schon in Griff zu bekommen!
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
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micros
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Beitrag von micros »

Toni hat geschrieben: Ich bin heute der festen Überzeugung, daß BSV eine sehr starke psychosomatische Komponente hat!
BSV tritt eindeutig gehäuft in Lebenskrisen und bei seelischen Problemen auf.
Kann aber auch wieder total verschwinden, so wie bei mir oder meiner Frau.
Meine Worte! ;)
Lache wenn es nicht zum Weinen reicht
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Dalia
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Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Beitrag von Dalia »

Hallo Katja,

ich habe mit BSV zwar keine Erfahrungen, aber mir hat Chaney mal ein gutes Forum für Leute mit Bandscheibenproblemen empfohlen (meine Freundin ist davon betroffen):

Bandscheiben-Forum (Hauptseite: http://www.diebandscheibe.de )

Das Forum ist recht rege besucht, vielleicht findest du dort weitere Hilfe?

Liebe Grüße,
Dalia
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
Chaney
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Beitrag von Chaney »

Äh, ja. Infos zu Bandscheibenproblemen findest Du dort zuhauf. Auch den einen oder anderen jüngeren Patienten (der jüngste ist 18, soweit ich weiß) sowie die eine oder andere bandscheibenbevorfallte Skoliose. Letztere haben allerdings mit der Pflege ihrer Bandscheiben mehr zu tun als an das "andere Problem" zu denken. Zumindest ist das mein Eindruck nach den 2 Monaten, die ich in diesem Forum mitlese und -schreibe. Mein persönlicher als "Nicht-Bandi", um mich der Forumssprache zu bedienen.
Katja
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Beitrag von Katja »

Ihr seid echt prima! Herzlichen Dank für Eure Antworten.
Das gibt mir schon etwas Hoffnung.

Danke für den Hinweis mit dem Bandscheiben-Forum, werde dort mal vorbeischauen.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich ein Hohlkreuz habe. Mit Laienblick würde ich sagen Nein. Die Lendenwirbel stehen eher ziemlich gerade über einander und das Kreuzbein weicht stark nach hinten ab.

Seit 4 Monaten mache ich KG nach Schroth (ausgenommen zur Zeit wegen der aktuten Schmerzen). Habe diese bisher bei einer Physiotherapeutin in meiner Umgebung gelernt. Dabei hatte sie eher ein Auge auf die seitliche Verkrümmung gelegt und zum Thema Seitansicht der Wirbelsäule haben wir nichts gemacht. Kenne daher auch keine Beckenkorrekturen, welche ja im Schroth-Buch ausführlich erklärt werden. Bestätigt dass meine Vermutung, dass sie wohl doch nicht eine so gute Schroth-Lehrerin ist, wie ich zunächst empfunden habe?

Meine Bauchmuskeln habe ich versucht mit Sit ups zu trainieren. Allerdings bekomme ich dadurch, wie auch bei Dehnübungen und Muskelzylinder, am nächsten Tag verstärkte Schmerzen vom Rücken bis ins rechte Bein.

Eine Unterstützung, wie Korsett oder Rückenstürzgürtel habe ich nicht.

Zum Thema psychosomatische Ursache:
Ganz ehrlich, ich habe mir in letzter Zeit einige Gedanken zu möglichen Auslösern der Beschwerden gemacht. Nachdem Ihr dass auch so offen angesprochen habt, glaube ich schon, dass da ein Zusammenhang bestehen könnte. Also gilt es wohl nicht nur meinen Körper zu kräftigen, als auch den seelischen "Auslöser" zu bewältigen, oder?

Tja, da habe ich wohl noch einiges vor mir. Im Moment werde ich auch gestreckt und ab nächste Woche bekomme ich manuelle Therapie.
Dass Du Toni mittlerweile keine Probleme mehr mit der Bandscheibe hast, baut mich echt auf.

Vielen Dank. Liebe Grüße - Katja
Gruseline
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Beitrag von Gruseline »

Hallo Katja
aus eigener Erfahrung ,kann ich Dir sagen, das die Psyche bei dieser Geschichte, immer eine große Rolle spielt.
Ich hatte zwei von diesen Bandscheiben- Vorfällen,einer ist vor 13 Jahren mit einer OP behandelt worden.
Den zweiten habe ich trotz OP -Indikation, mit einer sehr guten Osteophatin auf die Reihe bekommen.
Habe wirklich nur 3 oder 4 Behandlungen gehabt und ich bin bis heute schmerzfrei.
Das ist auch schon wieder einige Jahre her.
Wenn es heute Beschwerden gibt (wenn alles auf die Seele drückt)
dann gehe ich zu ihr und laß mich behandeln.
Das ist aber sehr selten geworden.
Ich habe nicht geglaubt ,das man mit der Osteopathie soviel erreichen kann.
Meine Tochter hat ja Skoliose und ist korsettversorgt und geht alle 6-8 Wochen zu ihr.
Im Vorfeld für Verspanungen und auch Blockaden ,durch die Fehlstellung ausgelöst ,eine wirkliche Hilfe.
Zudem ,das hatte ich auch schon mal geschrieben,ist sie nach der Behandlung fröhlicher und gelöster und das hält einige Wochen an.
Das Deine Situps Probleme machen ,kann ich mir gut vorstellen.
Das ist eine Übung ,die Du auf keinen Fall jetzt machen solltest.
Du drückst ja dabei auf die Bandscheiben,das ist für einen gesunden Rücken schon schwierig.
Wenn Du etwas für gute Bauchmuskeln machen willst,dann leg Dich auf den Rücken,eventuell mit Reissäckchenlagerung.
Und fahre Fahrrad mit den Beinen.Wenn Du kannst ,spann dabei noch den PO an.
Mache ich mit meiner Tochter immer zusammen.
Und vielleicht solltest Du mal nach einem guten Therapeuten für Osteophatie ausschau halten.

LG
Gruseline
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Katja
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Beitrag von Katja »

Hallo Gruseline!

Herzlichen Dank für Deine Antwort. Leider konnte ich die letzten Wochen nicht ins Internet und melde mich daher erst jetzt.

Das mit der Osteopathie finde ich sehr interessant. Werde bei der nächsten Gelegenheit meine Physiotherapeutin darauf ansprechen, da sie dies auch anbietet. Möchte ich auf jeden Fall mal ausprobieren.

Nochmal zu eine meiner Frage vom letzen Mal: Meine Physiotherapeutin, bei der ich KG nach Schroth mache (eine andere, als bei der ich nun zur manuellen Therapie bin), hat mir keinerlei Beckenkorrekturen beigebracht. Ist die Beckenkorrektur grundsätzlich anzuwenden oder nur bei bestimmten Skoliosen, Beckenschiefstand ..?

Und wie ist das überhaupt mit Bandscheibenvorfall und KG nach Schroth. Ab welchem Zeitpunkt kann man mit der KG nach Schroth wieder anfangen? Sollte man abwarten, bis die Schmerzen gänzlich verschwunden sind oder kann man mit der KG nach Schroth auch einen Beitrag zur Verbesserung leisten?

Liebe Grüße - Katja
Chaney
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Beitrag von Chaney »

Hallo Katja,
Katja hat geschrieben:Meine Physiotherapeutin, bei der ich KG nach Schroth mache (eine andere, als bei der ich nun zur manuellen Therapie bin)
Die beiden arbeiten aber hoffentlich in derselben Praxis?
Katja hat geschrieben: hat mir keinerlei Beckenkorrekturen beigebracht. Ist die Beckenkorrektur grundsätzlich anzuwenden oder nur bei bestimmten Skoliosen, Beckenschiefstand ..?
Hängt, wie Du schon vermutet hast, von der Art der Skoliose ab, welche Beckenkorrekturen Du machen mußt. Zwei bis drei sind obligatorisch, vielleicht hast Du sie nicht unter diesem Namen kennengelernt?

Gruß
Chaney
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Beitrag von Katja »

Hallo chaney,

leider arbeiten die beiden Physiotherapeutinnen nicht in einer gemeinsamen Praxis. Die Physiotherapeutin bei der ich zuvor Schroth KG gelernt habe ging genau zum Zeitpunkt des Bandscheibenvorfalls in Urlaub. Und da das Autofahren meine Schmerzen verschlimmert, habe ich eine Praxis in meiner Umgebung für die manuelle Therapie ausgesucht und bisher auch sehr gute Fortschritte gemacht.

Leider bin ich vom Können der Schroth-Therapeutin nicht mehr überzeugt. Am Anfang hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Sie hat mir die Übungen Schritt für Schritt beigebracht, doch als ich diese mal mit den Übungen im Buch von Katharina Schroth verglichen habe, habe ich kaum etwas wiedererkannt. Und eine einzele Übungen, die ich doch wiedergefunden habe, wurde in der Ausführung viel detaillierter beschrieben, als ich es gelernt hatte. Ich denke daher ich kenne überhaupt keine Beckenkorrekturen. Das einzige, was wir bei meinen Übungen korriegieren ist die Seitabweichung der Lendenwirbelsäule durch die entsprechende Einatmung und Anspannung/Kräftigung beim Ausatmen. Und dabei gäbe es bestimmt auch noch Möglichkeiten meine zu gerade Wirbelsäule zu korrigieren, oder?

Im Endeffekt bin ich immer mehr davon überzeugt, erstmal eine Kur in Bad Salzungen oder Bad Sobernheim machen zu müssen. Die Grundlagen bei einer Schroth-Therapeutin in der Praxis zu erlernen, ist doch etwas schwer. Zudem man sich völlig verunsichert fühlt, wenn man in der Literatur und hier im Internet wichtige Dinge liest, die man selber nicht kennt.

Daher wäre für mich auch interessant, ob die Schroth KG auch bei Beschwerden durch Bandscheibenproblemen hilft. Oder ob ich zunächst den Bandscheibenvorfall auf herkömmlichem Weg bis zur Schmerzfreiheit auskurieren sollte.

Liebe Grüße - Katja
Chaney
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Beitrag von Chaney »

Hallo Katja,

na, dann geht es Dir ja wie mir. ;D Ich bin mir meiner Physio auch nicht sicher (ich hoffe, sie liest hier nicht mit ;) ), Deine Übungen beschreiben teilweise das, was ich auch gemacht habe. Allerdings ist es auch so: die Übungen im Buch sind wirklich nur Anhaltspunkte. Kennst Du alle Deine Muskeln auswendig und weißt, welche Du stärken mußt? PhysiotherapeutInnen lernen das in einer dreieinhalbjährigen Ausbildung. Man sollte sich daher als "Normalsterblicher" nicht daran festhalten, daß die eigenen Übungen nicht hundertprozentig so aussehen wie im Buch. Meines Wissens wird da eh noch viel nach der Optik gegangen.

Zum Bandscheibenvorfall: alle Übungen, die Dir Schmerzen bereiten, sind erstmal tabu. Vielleicht kannst Du Deiner "zweite" Physiotherapeutin mal einige der Übungen zeigen und mit ihr diskutieren? Vielleicht läßt sie sich ja auch zu einer Ausbildung in Schroth-KG überreden? Wäre längerfristig für Dich sinnvoll, weil nicht absehbar ist, wann und in welchem Umfang Deine bandscheibenbedingten Beschwerden zurückgehen.

Ich kann Dir bzgl. der Reha nur wenig Ratschläge geben, da ich niemanden kenne, der mit akuten BS-Problemen in eine Schroth-Reha gefahren ist. Es gibt auf jeden Fall Gruppen für Schmerzpatienten. Vielleicht kannst Du Dich in der Klinik erkundigen?

Gruß
Chaney
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Beitrag von Katja »

Hallo Chaney,

ja, da hast Du Recht. Die Übungen im Buch helfem einem allein nicht weiter. Und schlußendlich ist es wohl generell ein Unterschied, ob man die Übungen von jemandem lernt, der nur dies als Vollzeitjob ausübt (so wie in einer Reha) oder ob man es von einer Physiotherapeutin lernt, die sich eben nicht nur mit Schroth beschäftigen kann. Nachdem was ich bisher schon von angeblichen Schroth-Therapeuten hier gehört habe, habe ich mit meiner sicher noch ein gutes Los gezogen.

Leider bin ich im Moment nur verunsichert, dass ich trotz regelmäßigen Schroth-Übungen und vollem Engagement diesen Bandscheibenvorfall erleben musste. Aber nachdem, was ich bisher hier schon gehört habe, ist das nicht wirklich das Problem, sondern eben vor allem eine Folge psychosomatischer Ursachen. Aber es ist eben viel schwieriger diesen Auslöser in Griff zu bekommen, als jemanden mangelnde Kompetenz vorzuwerfen. Da habe ich es mir wohl selber leichter machen wollen, als es ist. Tja, auf jeden Fall danke für Deine Antwort ;D .
Damit ist mir einiges klar geworden. Und ich sehe meine Schroth-Therapeutin wieder mit anderen Augen.

Bezüglich der Reha, werde ich einfach meinen Orthopäden mal fragen. Das Bandscheibenproblem ist eine längere Geschichte, da braucht man viel Geduld :rolleyes: . Ich hoffe es trotzdem irgendwann in den Griff zu bekommen. :cool:

Gruß Katja
Gruseline
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Beitrag von Gruseline »

Hallo Katja
ich würde in Deinem akuten Fall ,den Bandscheibvorfall den Vorrang geben.
Wenn du Schmerzen hast ,kannst Du Deine Übungen (Schroth )nicht ohne Verkrampfung machen.
Wo hast Du den Bandscheibenvorfall?
Im Lendenwirbelbereich ,ist oft das Kreuzbein mitverantwortlich.
Ein verklemmter Wirbel durch falsches Bücken ,kann ebenfalls die Ursache sein.
Freitag vor 11/2 Wochen, habe ich die Couch meiner Tochter verrückt.
Und da war er wieder der Schmerz.Bis zum Abend zog es ins Bein und ich habe erstmal flach gelegen.Ab auf das Sofa und Stufenlagerung.Tensgerät.Wärmeflasche.
War ein schei......Wochenende.
Montag Morgen sofort zu meiner Osteopathin.
Kreuzbein war durch das schieben wieder rausgerutscht.
3/4 Stunde Behandlung (ein paar warnende Worte ;) )und alles war OK.
Habe allerdings noch zwei Mittel genommen.Ein rein homoöpathisches
und Enzyme gegen die beginnde Entzündung.
Erstmal ist es doch egal ,warum Du diesen Bandscheibenvorfall bekommen hast.
Er muß behandelt werden.
Wenn Du dann aus der akuten Situation raus bist , kannst Du dir immer noch genug Gedanken machen,was Du ändern mußt ,um Dich zu schützen.
Dann beantrage eine Reha ,lerne richtig Schroth und stärke Deine Muskeln und Dein Selbstbewußtsein.
Also tu etwas für Dich,dann klappts es auch mit dem Rücken.
LG
Gruseline
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Beitrag von Katja »

Hallo Gruseline!

oh je, da hat es Dich also auch noch erwischt. Dann geht es Dir bereits nach einem Termin bei der Osteopathin wieder besser und Deine Schmerzen sind damit wieder komplett fort? Da bin ich echt geplättet. Zum Glück habe ich heute noch einen Termin bei meiner Physiotherapeutin, da werde ich sie mit Sicherheit darauf ansprechen.

Ich habe den Bandscheibenvorfall gleich an zwei Stellen, einmal zwischen letztem Lendenwirbel und Steißbein und zwischen L3/4. Ich habe ziehende Schmerzen über die rechte Pobacke ins Knie und manchmal bis rechts neben die Ferse. Dank akuter Behandlung beim Orthopäden und manueller Therapie (bisher 5 Termine) haben die Schmerzen deutlich nachgelassen. Aber sind immer noch leicht vorhanden. Dies sind meine ersten Arbeitstage nach der Krankschreibung. Nach 7 Stunden Sitzen mit einigen Unterbrechungen merke ich sie doch wieder etwas mehr.

Ich habe einzelne Schroth-Übungen bereits mal versucht. Die Schmerzen wurden dabei nicht beeinflusst. Trotzdem bin ich etwas vorsichtig und habe mich auf die neuen Übungen aus der jetzigen KG beschränkt.
Was deutest Du als "aus der akuten Situation raus sein" ? So wie ich nun mit geringerem Schmerzpotential oder gar keine Schmerzen mehr?

Und was ist denn ein Tensgerät? Könntest Du mir vielleicht verraten, welches homoöpatische Mittel Dich wieder auf die Beine gebracht hat?

Liebe Grüße - Katja
Gruseline
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Beitrag von Gruseline »

Hallo Katja
Mit akut meine ich starke Schmerzen und eine Entzündung.
Der Bandscheibenvorfall drängt ja auf die daneben liegenden Nerven und das kann nach der Reizung ,zu Entzündungen führen.
Es ist ja heute, im Gegensatz zu früher so ,das bei diesen Beschwerden mobilisiert wird.Das strenge Bettruhe kein Mittel der Wahl mehr ist.
Aber eben nur vorsichtig.
Wenn Dir die KG schon Entlastung im wahrsten Sinne des Wortes gebracht hat , ist das doch ein gutes Zeichen.
Ich weiß eben ,das durch dieses rausgerutschte Kreubein ,die Beschwerden wiederkommen würden.Es ist eine häufige Ursache für einen Vorfall.
Genauso wie die unterschiedlichen Beinlängen.Und das kann schon passieren ,wenn du ständig die Beine übereinander schlägst.Ich meine jetzt nicht eine echte Beinlängendifferenz.
Aber eine gute Osteophatin wird es Dir erklären.
Gegen die Reizung und Entzündung ,habe ich mit Phlogenzym gute Erfahrungen gemacht.Ist aus Anannas und Papaya hergestellt und greift in den Eiweißstoffwechsel ein .
Also gut gegen Entzündungen.Bekommst Du aber meist nicht verschrieben.Naturheilpräperat.
Das homöopathische Mittel, für akut Rückenschmerzen ist Rus Tox, in der C30 Potenz.
Wenn noch viel Wut ,bei der Rückengeschichte dabei ist,dann kannst Du nach Rus Tox noch Bryonia nehmen.
Aber da wäre ein ausgebildeter Heilpraktiker vielleicht eine Anlaufstelle.
Mit Rus Tox C 30 machst Du nichts falsch.
Ein Tensgerät hat meine Tochter verschrieben bekommen.Es ist ein batteriebetriebenes Gerät ,was kleine Stromstöße aussendet.
Es sind 4 Klebeplättchen daran ,die auf die Schmerzpunkte geklebt werden.
Kann man unterschiedlich einstellen.
Kostenpunkt für Selbstzahler ca 80 Euro.
Soviel kostet die Leihgebühr ,wenn es über den Arzt für 3 Monate verschrieben wird auch.Deshalb haben wir es gekauft.
Es entspannt und durch das kribbeln bemerkt man den Schmerz nicht mehr so.Ich finde es sehr gut.
Früher hat man mal versucht ,damit Skoilosen zu heilen.Man hat sich durch dieses anspannnen und entspannen der Muskulatur gedacht, das damit die verkürzte Seite aufgedehnt werden kann.
Ist aber voll in die Hose gegangen.Gibt sogar Studien darüber
Ich kenne sogar heute noch einen Orthopäden, der das damit versucht.
Aber es ist gegen die Skoli wirkungslos.
Aber bei Schmerzen egal wo ,sogar bei Regelschmerzen, eine gute Sache.
LG
Gruseline
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Beitrag von Katja »

Hallo Gaby,

da habe ich ja jetzt eine Menge Tipps bekommen. Das freut mich :ja: !
Bei solcher Unterstützung, bekomm ich das sicher wieder in Griff.

Vielen vielen herzlichen Dank!!!

Ich melde mich mal, wenn ich meine erste Erfahrungen mit der Osteopathie gemacht habe.

Liebe Grüße - Katja
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