Skoliose, Beckenschiefstand aber kaum Beschwerden.
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NoneOfTheAbove
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Skoliose, Beckenschiefstand aber kaum Beschwerden.
Hi Leute,
ich wollte Euch hier mal mein Problem vorstellen, um zu erfahren ob es vielleicht jemanden mit einer aehnlichen Symptomatik gibt, denn ich tappe da zur Zeit etwas im Dunkeln.
Ich bin 24jaehriger Duathlet (das ist Lauf,Rad,Lauf ... fast so wie Triathlon, nur ohne Schwimmen) und seit etwa einem Jahr habe ich Beschwerden in der linken Wade und zwar immer nach dem Training, so gut wie nie dabei und auch nicht unmittelbar danach ... es muessen meist ein bis zwei Stunden vergehen.
Nachdem ich bereits 4 Aerzte aufgesucht haben und bei mir nie etwas diagnostiziert wurde, die Schmerzen aber auch nach laengeren Pausen nicht besser wurden, wurde vor ca. 2 Wochen eine Roentgenaufnahme meines Beckens und des Oberkoerpers gemacht. Dabei war auf den Bildern eine deutliche Schiefstellung der Wirbelsaeule zu erkennen (sogar fuer mich als Laien) und der Orthopaede meinte auch, dass ich einen Beckenschiefstand habe (konnte ich so nicht nachvollziehen).
Was mich aber verwundert, nachdem ich mich etwas nach der Symptomatik bei Skoliosen erkundigt habe, ist dass ich sonst gar keine typischen Beschwerden habe, bzw. dass meine Wadenbeschwerden eher atypisch fuer eine Skoliose zu seien scheinen(die Suchfunktion liefert gar nix). Ich habe weder Rueckenbeschwerden, noch schmerzen meine Knie oder die Huefte.
Was meinte Ihr? Kann Beckenschiefstand/Skoliose der alleinige Grund fuer meine Beschwerden sein und kann es sein, dass ich sonst beschwerdefrei bin?
Als Therapie hat mir der Orthopaede einen "Keil" verschrieben. Den muss ich im Schuh tragen und er erhoeht dann das Bein etwas, so dass der Beckenschiefstand ausgeglichen werden soll.
Ich denke da wird ein Symptom bekaempft, aber die eigentliche Ursache kann man doch so nicht heilen, oder ?
Vielen Dank schonmal!
Gruß
Johannes
ich wollte Euch hier mal mein Problem vorstellen, um zu erfahren ob es vielleicht jemanden mit einer aehnlichen Symptomatik gibt, denn ich tappe da zur Zeit etwas im Dunkeln.
Ich bin 24jaehriger Duathlet (das ist Lauf,Rad,Lauf ... fast so wie Triathlon, nur ohne Schwimmen) und seit etwa einem Jahr habe ich Beschwerden in der linken Wade und zwar immer nach dem Training, so gut wie nie dabei und auch nicht unmittelbar danach ... es muessen meist ein bis zwei Stunden vergehen.
Nachdem ich bereits 4 Aerzte aufgesucht haben und bei mir nie etwas diagnostiziert wurde, die Schmerzen aber auch nach laengeren Pausen nicht besser wurden, wurde vor ca. 2 Wochen eine Roentgenaufnahme meines Beckens und des Oberkoerpers gemacht. Dabei war auf den Bildern eine deutliche Schiefstellung der Wirbelsaeule zu erkennen (sogar fuer mich als Laien) und der Orthopaede meinte auch, dass ich einen Beckenschiefstand habe (konnte ich so nicht nachvollziehen).
Was mich aber verwundert, nachdem ich mich etwas nach der Symptomatik bei Skoliosen erkundigt habe, ist dass ich sonst gar keine typischen Beschwerden habe, bzw. dass meine Wadenbeschwerden eher atypisch fuer eine Skoliose zu seien scheinen(die Suchfunktion liefert gar nix). Ich habe weder Rueckenbeschwerden, noch schmerzen meine Knie oder die Huefte.
Was meinte Ihr? Kann Beckenschiefstand/Skoliose der alleinige Grund fuer meine Beschwerden sein und kann es sein, dass ich sonst beschwerdefrei bin?
Als Therapie hat mir der Orthopaede einen "Keil" verschrieben. Den muss ich im Schuh tragen und er erhoeht dann das Bein etwas, so dass der Beckenschiefstand ausgeglichen werden soll.
Ich denke da wird ein Symptom bekaempft, aber die eigentliche Ursache kann man doch so nicht heilen, oder ?
Vielen Dank schonmal!
Gruß
Johannes
- Charp
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Hallo Johannes,
hier ist auch ne Braunschweigerin...
Wenn Du magst, kannst Du mir per PN schreiben, wer Dir die Schuheinlage verpasst hat (und bei wem Du sonst so warst, habe auch schon einige Orthopäden durch *neugierigsei*). Es gibt hier in BS nen Orthopäden, der hat nen Hang zu diesen Einlagen und meine Skoli ist davon eher schlechter als besser geworden...
Zu dem Wadenproblem: Ich habe manchmal ein ähnliches (?) Problem, allerdings eher nach längeren Einkauftouren mit schweren Tüten
Bei mir ist auch nur eine Wade betroffen, da das Körpergewicht durch die Skoliose nicht gleichmäßig auf den Beinen verteilt ist. Ob das bei Dir auch so ist, kann ich so natürlich nicht sagen, falls Du eine Skoli hast (was heißt "schiefgestellt", konntest Du Bögen in der WS erkennen???) oder auch einen Beckenschiefstand, könnte es ja sein, dass eine Wade mehr belastet wird (grade beim Sport, oder eben Extrem-Shopping). Über den "Sinn" von Schuheinlagen bei richtigen Skoliosen kann man sicher streiten, ich habe damit schlechte Erfahrungen gemacht. Oft können die Orthopäden ein durch die Skoli verdrehtes Becken nicht von einem Beckenschiefstand unterscheiden. Dazu müsste man nun wissen, was mit Deinem Rücken wirklich los ist, wie groß die Krümmung ist, wenn denn da wirklich eine ist, oder ob Du "nur" nen leichten Beckenschiefstand (z.B. wegen unterschiedlich langen Beinen) und daher eine "Schiefstellung" hast... Sind Deine Beine gleich lang? Wie hoch ist der verschriebene Keil??
So, zu den Schmerzen: Die sitzen bei mir relativ konzentriert an einem Punkt in der Wadenmitte hinten-seitlich, also NICHT in der kompletten Wade, und der Schmerz tritt erst in Ruhe auf, also nach der Belastung, wenn man sich aufs Sofa gepackt hat. Ist das bei Dir auch so?
Was das ist, konnte mir auch kein Arzt sagen. Ein Physiotherapeut meinte bei meiner Reha in Bad Salzungen, es könnten sozusagen "verklebte Muskeln" sein, weil genau an dieser Stelle irgendwelche Muskeln übereinanderliegen (welche?? Hmm http://de.wikipedia.org/wiki/Unterschenkel ), und weil es da auch immer so knallhart war nachm Sporteln.
So, vorausgesetzt, Du hast wirklich nix schlimmes an den Waden (hoffe mal, 4 Orthopäden können nicht irren
) und es ist wirklich eher ein "Sportlerproblem", kommt nun das, was bei mir (!) geholfen hat (ist aber echt brutal und Du brauchst ne zweite Person dazu):
- Du legst Dich auf den Bauch, ne Rolle unter die Füße, damit die nicht doof abgeknickt werden
- Dein Helfer nimmt nen Stück Rohr (Regenrohr aus Plastik ausm Baumarkt, in Bad Salzungen allgegenwärtig) und rollt damit von den Füßen Richtung Oberschenkel (nicht umgekehrt!) über die Waden, erst vorsichtig, dann mit mehr Gewicht drauf
- das hört sich nicht so schlimm an, fühlt sich aber echt mies an, als würde man auf Muskelkater einprügeln
- wenn man lange genug mit dem Rohr die Waden bearbeitet hat, kann man auch was dünneres nehmen, z.B. einen nicht zu dünnen Stab Gerätestiel) und damit weiterrollen
Danach eiert man etwas seltsam durch die Gegend, aber die Waden sind richtig locker und bei mir hats geholfen (andere hatten damit Probleme, als wir das in der Reha gemacht haben und haben sich etwas aufgeregt).
Keine Garantie also (nicht, dass Du mich in BS suchst und auf die Waden haust
) Aber man kann es ja erst mal ganz vorsichtig ausprobieren...
Liebe Grüße!
hier ist auch ne Braunschweigerin...
Wenn Du magst, kannst Du mir per PN schreiben, wer Dir die Schuheinlage verpasst hat (und bei wem Du sonst so warst, habe auch schon einige Orthopäden durch *neugierigsei*). Es gibt hier in BS nen Orthopäden, der hat nen Hang zu diesen Einlagen und meine Skoli ist davon eher schlechter als besser geworden...
Zu dem Wadenproblem: Ich habe manchmal ein ähnliches (?) Problem, allerdings eher nach längeren Einkauftouren mit schweren Tüten
Bei mir ist auch nur eine Wade betroffen, da das Körpergewicht durch die Skoliose nicht gleichmäßig auf den Beinen verteilt ist. Ob das bei Dir auch so ist, kann ich so natürlich nicht sagen, falls Du eine Skoli hast (was heißt "schiefgestellt", konntest Du Bögen in der WS erkennen???) oder auch einen Beckenschiefstand, könnte es ja sein, dass eine Wade mehr belastet wird (grade beim Sport, oder eben Extrem-Shopping). Über den "Sinn" von Schuheinlagen bei richtigen Skoliosen kann man sicher streiten, ich habe damit schlechte Erfahrungen gemacht. Oft können die Orthopäden ein durch die Skoli verdrehtes Becken nicht von einem Beckenschiefstand unterscheiden. Dazu müsste man nun wissen, was mit Deinem Rücken wirklich los ist, wie groß die Krümmung ist, wenn denn da wirklich eine ist, oder ob Du "nur" nen leichten Beckenschiefstand (z.B. wegen unterschiedlich langen Beinen) und daher eine "Schiefstellung" hast... Sind Deine Beine gleich lang? Wie hoch ist der verschriebene Keil??
So, zu den Schmerzen: Die sitzen bei mir relativ konzentriert an einem Punkt in der Wadenmitte hinten-seitlich, also NICHT in der kompletten Wade, und der Schmerz tritt erst in Ruhe auf, also nach der Belastung, wenn man sich aufs Sofa gepackt hat. Ist das bei Dir auch so?
Was das ist, konnte mir auch kein Arzt sagen. Ein Physiotherapeut meinte bei meiner Reha in Bad Salzungen, es könnten sozusagen "verklebte Muskeln" sein, weil genau an dieser Stelle irgendwelche Muskeln übereinanderliegen (welche?? Hmm http://de.wikipedia.org/wiki/Unterschenkel ), und weil es da auch immer so knallhart war nachm Sporteln.
So, vorausgesetzt, Du hast wirklich nix schlimmes an den Waden (hoffe mal, 4 Orthopäden können nicht irren
- Du legst Dich auf den Bauch, ne Rolle unter die Füße, damit die nicht doof abgeknickt werden
- Dein Helfer nimmt nen Stück Rohr (Regenrohr aus Plastik ausm Baumarkt, in Bad Salzungen allgegenwärtig) und rollt damit von den Füßen Richtung Oberschenkel (nicht umgekehrt!) über die Waden, erst vorsichtig, dann mit mehr Gewicht drauf
- das hört sich nicht so schlimm an, fühlt sich aber echt mies an, als würde man auf Muskelkater einprügeln
- wenn man lange genug mit dem Rohr die Waden bearbeitet hat, kann man auch was dünneres nehmen, z.B. einen nicht zu dünnen Stab Gerätestiel) und damit weiterrollen
Danach eiert man etwas seltsam durch die Gegend, aber die Waden sind richtig locker und bei mir hats geholfen (andere hatten damit Probleme, als wir das in der Reha gemacht haben und haben sich etwas aufgeregt).
Keine Garantie also (nicht, dass Du mich in BS suchst und auf die Waden haust
Liebe Grüße!
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NoneOfTheAbove
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Hallo Charp,
erstmal vielen Dank fuer die ausfuehrliche Antwort, da steckt viel informatives fuer mich drin!
Bei mir wurde auch mit zwei Waagen ueberprueft, wie ich meine Waden belaste ... mit dem Ergebnis, dass ich links 34kg und rechts 30kg belaste. Das ist schon deutlich, wuerde ich sagen, aber ich kann mir halt ueberhaupt nicht vorstellen, dass eine kleine Stuetze im Schuh da schon Besserung verschaffen kann.

Der Keil ist genau 2mm hoch und ich muss ihn bei laengeren Belastungen unter der linken Hacke tragen. Bisher hat sich dadurch weder etwas verschlechtert, so wie es bei den Einlagen der Fall war, noch ist auch nur eine geringe Verbesserung erkennbar.
Das mit dem Rohr werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Hoert sich zwar sehr unkonventionell an, aber oft sind solche Massnahmen ja die wirksamsten
Und keine Sorge ... ich werde niemanden zur Rechenschaft ziehen, wenn das nicht helfen sollte. Dem Orthopaeden, der mit die Einlagen verschrieben hat, habe ich auch nix getan
Vielen Dank erstmal fuer diesen Tip!
Gruß
Johannes
P.S.: PN mit Aerzten, die ich besucht habe, schreibe ich gleich.
erstmal vielen Dank fuer die ausfuehrliche Antwort, da steckt viel informatives fuer mich drin!
Sry, da hatte ich mich etwas unklar ausgedrueckt. Bei mir ist es auch gerade so, dass nur die linke Wade Beschwerden bereitet. Rechts hab ich ueberhaupt keine Probleme.Charp hat geschrieben: Zu dem Wadenproblem: Ich habe manchmal ein ähnliches (?) Problem, allerdings eher nach längeren Einkauftouren mit schweren Tüten![]()
Bei mir ist auch nur eine Wade betroffen, da das Körpergewicht durch die Skoliose nicht gleichmäßig auf den Beinen verteilt ist. Ob das bei Dir auch so ist, kann ich so natürlich nicht sagen, falls Du eine Skoli hast (was heißt "schiefgestellt", konntest Du Bögen in der WS erkennen???) oder auch einen Beckenschiefstand, könnte es ja sein, dass eine Wade mehr belastet wird (grade beim Sport, oder eben Extrem-Shopping).
Bei mir wurde auch mit zwei Waagen ueberprueft, wie ich meine Waden belaste ... mit dem Ergebnis, dass ich links 34kg und rechts 30kg belaste. Das ist schon deutlich, wuerde ich sagen, aber ich kann mir halt ueberhaupt nicht vorstellen, dass eine kleine Stuetze im Schuh da schon Besserung verschaffen kann.
Der 1. Orthopaede, bei dem ich war, hat bei mir ueberhaupt nicht in die Richtung Skoliose/Beckenschiefstand gedacht und hat mir fuer beide Fuesse Einlagen verschrieben und mir gesagt, dass ich nach dem Training mehr Stretchen solle. Das hab ich allerdings auch vorher schon immer gemacht und das Resultat war, dass ich nach 3 Wochen mit den neuen Einlagen, selbst bei einem deutlich reduzierten Trainingsumfang, einen Muskelfaserriss in der linken Wade hatte ... ich habe also auch schlechte Erfahrungen mit Einlagen gemachtCharp hat geschrieben: Über den "Sinn" von Schuheinlagen bei richtigen Skoliosen kann man sicher streiten, ich habe damit schlechte Erfahrungen gemacht. Oft können die Orthopäden ein durch die Skoli verdrehtes Becken nicht von einem Beckenschiefstand unterscheiden.
Also die Skoliose fand ich auf den Roentgenbildern sehr deutlich; im Vergleich zu Extremfaellen, die man in der Literatur finden kann, aber sicher eher gerig. Den Beckenschiefstand konnte ich nicht erkennen, aber der Orthopaede wohl schon.Charp hat geschrieben: Dazu müsste man nun wissen, was mit Deinem Rücken wirklich los ist, wie groß die Krümmung ist, wenn denn da wirklich eine ist, oder ob Du "nur" nen leichten Beckenschiefstand (z.B. wegen unterschiedlich langen Beinen) und daher eine "Schiefstellung" hast... Sind Deine Beine gleich lang? Wie hoch ist der verschriebene Keil??
Der Keil ist genau 2mm hoch und ich muss ihn bei laengeren Belastungen unter der linken Hacke tragen. Bisher hat sich dadurch weder etwas verschlechtert, so wie es bei den Einlagen der Fall war, noch ist auch nur eine geringe Verbesserung erkennbar.
Ja genau, die Lokalisierung ist bei mir genau so. Ich wuerde sagen ein tiefer Druckschmerz in der Wadenmitte, aehnlich wie ein tiefsitzendes Haematom. Bei mir ist es allerdings so, dass der Schmerz in Ruhe nicht auftritt, sondern nur wenn ich die betroffene Stelle mit dem ganzen Koerpergewicht belaste, also bei Stehen auf dem linken Bein. Nach einer intensiveren Belastung bleibt der Schmerz allerdings auch 3-4 Tage beim normalen Gehen bestehen.Charp hat geschrieben: So, zu den Schmerzen: Die sitzen bei mir relativ konzentriert an einem Punkt in der Wadenmitte hinten-seitlich, also NICHT in der kompletten Wade, und der Schmerz tritt erst in Ruhe auf, also nach der Belastung, wenn man sich aufs Sofa gepackt hat. Ist das bei Dir auch so?
Dass der Muskel bei mir nicht weiter geschaedigt ist, habe ich auch mit einer Ultraschallaufnahme abklaeren lassen. Dort hat der Arzt zwar eine kleine Narbe von Faserriss gefunden, meinte aber, dass sonst alles in Ordnung sei.Charp hat geschrieben: So, vorausgesetzt, Du hast wirklich nix schlimmes an den Waden (hoffe mal, 4 Orthopäden können nicht irren) und es ist wirklich eher ein "Sportlerproblem", kommt nun das, was bei mir (!) geholfen hat (ist aber echt brutal und Du brauchst ne zweite Person dazu):
- Du legst Dich auf den Bauch, ne Rolle unter die Füße, damit die nicht doof abgeknickt werden
- Dein Helfer nimmt nen Stück Rohr (Regenrohr aus Plastik ausm Baumarkt, in Bad Salzungen allgegenwärtig) und rollt damit von den Füßen Richtung Oberschenkel (nicht umgekehrt!) über die Waden, erst vorsichtig, dann mit mehr Gewicht drauf
- das hört sich nicht so schlimm an, fühlt sich aber echt mies an, als würde man auf Muskelkater einprügeln![]()
- wenn man lange genug mit dem Rohr die Waden bearbeitet hat, kann man auch was dünneres nehmen, z.B. einen nicht zu dünnen Stab Gerätestiel) und damit weiterrollen
Das mit dem Rohr werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Hoert sich zwar sehr unkonventionell an, aber oft sind solche Massnahmen ja die wirksamsten
Und keine Sorge ... ich werde niemanden zur Rechenschaft ziehen, wenn das nicht helfen sollte. Dem Orthopaeden, der mit die Einlagen verschrieben hat, habe ich auch nix getan
Vielen Dank erstmal fuer diesen Tip!
Gruß
Johannes
P.S.: PN mit Aerzten, die ich besucht habe, schreibe ich gleich.
- Charp
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Uhh, ich sitze wieder mal viel am Rechner heute, wie man merkt...
Prompte Antwort:
... Wenn ich mal ein bisll sportel, merke ich das auch ganz schön, die Beine werden unterschiedlich schnell "müde" und sind sowieso unterschiedlich muskulös. Aber ganz toll gleich lang sind sie, das Becken durch die Skoli verdreht, aber auch nicht sooo schief. Das ist wirklich durch meine etwas ulkige Skoliose, ich hänge sehr zu einer Seite. Ragt Deine Hüfte unterschiedlich weit raus?? (Bei Jungs/Männern manchmal nicht so schön deutlich wie bei den kurvigeren Damen).
Mit 2mm kann man wahrscheinlich nicht viel "kaputt machen", weiß ich nicht so genau. Bei mir war das Problem, dass die Gewichtsverteilung ausgeglichen werde sollte und zwar für die Einlage ne optimetrische Vermessung der Rückenoberfläche vorgenommen wurde, der Arzt aber irgendwie mir dennoch ne Einlage verpasst hat, die mich eigentlich noch mehr in die Krümmung "verlagert" hat. Dann doch lieber ungleiche Beinbelastung und ab und an mal ein Regenrohr zu Hilfe nehmen...
Hast Du Deine Röntgenbilder? War es denn ne Ganzaufnahme im Stand? Dann könntest Du mit der Anleitung hier im Forum selber versuchen, den Cobb-Winkel auszumessen. Oder den Arzt darum bitten.
Ich dachte erst, ich hätte unterirdische Krampfadern oder so
, weil es sich so seltsam anfühlt... Bei mir blieb das auch manchmal noch ein paar Tage.
LG,
Charp
Prompte Antwort:
Ich habe 12 kg Differenz zu bietenmit dem Ergebnis, dass ich links 34kg und rechts 30kg belaste.
Mit 2mm kann man wahrscheinlich nicht viel "kaputt machen", weiß ich nicht so genau. Bei mir war das Problem, dass die Gewichtsverteilung ausgeglichen werde sollte und zwar für die Einlage ne optimetrische Vermessung der Rückenoberfläche vorgenommen wurde, der Arzt aber irgendwie mir dennoch ne Einlage verpasst hat, die mich eigentlich noch mehr in die Krümmung "verlagert" hat. Dann doch lieber ungleiche Beinbelastung und ab und an mal ein Regenrohr zu Hilfe nehmen...
Hast Du Deine Röntgenbilder? War es denn ne Ganzaufnahme im Stand? Dann könntest Du mit der Anleitung hier im Forum selber versuchen, den Cobb-Winkel auszumessen. Oder den Arzt darum bitten.
Jaja, genau so. Wie ein mieser blauer Fleck, auf den noch ordentlich draufgedrückt wirdIch wuerde sagen ein tiefer Druckschmerz in der Wadenmitte, aehnlich wie ein tiefsitzendes Haematom.
LG,
Charp
-
NoneOfTheAbove
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hrhr, ja das war wirklich schnell 


Gruß
Johannes
Edit: Was ich bisher noch gar nicht erwaehnt habe: Oft ist der Schmerz abends weg, aber dafuer morgens, direkt nach dem Aufstehen, wieder da. Ist das bei Dir auch so?
Nein, das kann ich echt nicht sagen. Vorm Spiegel sieht es symmetrisch auch und auf den Roentgenbildern konnte nur der Arzt einen Beckenschiefstand erkennen. Ich fand das sah ganz nett ausCharp hat geschrieben: ... Ragt Deine Hüfte unterschiedlich weit raus?? (Bei Jungs/Männern manchmal nicht so schön deutlich wie bei den kurvigeren Damen).
In der Tat duerfte der "Keil" nicht viel verschlechtern, aber die Frage ist auch vielmehr, ob er denn was verbessern kann. Ich habe da so meine Zweifel und, wenn ich das richtig raushoere, haben dir Einlagen bisher auch gar nix gebracht?Charp hat geschrieben: Mit 2mm kann man wahrscheinlich nicht viel "kaputt machen", weiß ich nicht so genau. Bei mir war das Problem, dass die Gewichtsverteilung ausgeglichen werde sollte und zwar für die Einlage ne optimetrische Vermessung der Rückenoberfläche vorgenommen wurde, der Arzt aber irgendwie mir dennoch ne Einlage verpasst hat, die mich eigentlich noch mehr in die Krümmung "verlagert" hat.
Wollte mir die Bilder in der Tat mal abholen und dann werde ich das ausmessen. Kann ja nicht so schwer seinHast Du Deine Röntgenbilder? War es denn ne Ganzaufnahme im Stand? Dann könntest Du mit der Anleitung hier im Forum selber versuchen, den Cobb-Winkel auszumessen. Oder den Arzt darum bitten.
Gruß
Johannes
Edit: Was ich bisher noch gar nicht erwaehnt habe: Oft ist der Schmerz abends weg, aber dafuer morgens, direkt nach dem Aufstehen, wieder da. Ist das bei Dir auch so?
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Luise
skolios, beckenschiefstand
hi johannes,
du solltest dir als erstes genau erklären lassen welche art der skoliose bei dir vorliegt, dann geh zu einem physiotherapeuten und laß dir übungen zeigen die gegen die skoliose arbeiten, laß dir erklären welche sportlichen aktivitäten kontraindiziert sind. der physio kann therapeutisch auch gg. den beckenschiefstand vorgehen, da meist mit einem schiefstand auch eines der beine kürzer ist, kann auch das vom physio therapiert werden.
von einlagen halte ich in diesem fall nicht so viel, da das becken sich verdreht hat auf grund der skoliose und auf grund des verdrehten beckens ist ein bein kürzer. wie du schon bemerkt hast...die ursache wird mit einer einlage nicht bekämpft.
l.g. luise
du solltest dir als erstes genau erklären lassen welche art der skoliose bei dir vorliegt, dann geh zu einem physiotherapeuten und laß dir übungen zeigen die gegen die skoliose arbeiten, laß dir erklären welche sportlichen aktivitäten kontraindiziert sind. der physio kann therapeutisch auch gg. den beckenschiefstand vorgehen, da meist mit einem schiefstand auch eines der beine kürzer ist, kann auch das vom physio therapiert werden.
von einlagen halte ich in diesem fall nicht so viel, da das becken sich verdreht hat auf grund der skoliose und auf grund des verdrehten beckens ist ein bein kürzer. wie du schon bemerkt hast...die ursache wird mit einer einlage nicht bekämpft.
l.g. luise
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Luise
skolios, beckenschiefstand
hi johannes,
du solltest dir als erstes genau erklären lassen welche art der skoliose bei dir vorliegt, dann geh zu einem physiotherapeuten und laß dir übungen zeigen die gegen die skoliose arbeiten, laß dir erklären welche sportlichen aktivitäten kontraindiziert sind. der physio kann therapeutisch auch gg. den beckenschiefstand vorgehen, da meist mit einem schiefstand auch eines der beine kürzer ist, kann auch das vom physio therapiert werden.
von einlagen halte ich in diesem fall nicht so viel, da das becken sich verdreht hat auf grund der skoliose und auf grund des verdrehten beckens ist ein bein kürzer. wie du schon bemerkt hast...die ursache wird mit einer einlage nicht bekämpft.
l.g. luise
du solltest dir als erstes genau erklären lassen welche art der skoliose bei dir vorliegt, dann geh zu einem physiotherapeuten und laß dir übungen zeigen die gegen die skoliose arbeiten, laß dir erklären welche sportlichen aktivitäten kontraindiziert sind. der physio kann therapeutisch auch gg. den beckenschiefstand vorgehen, da meist mit einem schiefstand auch eines der beine kürzer ist, kann auch das vom physio therapiert werden.
von einlagen halte ich in diesem fall nicht so viel, da das becken sich verdreht hat auf grund der skoliose und auf grund des verdrehten beckens ist ein bein kürzer. wie du schon bemerkt hast...die ursache wird mit einer einlage nicht bekämpft.
l.g. luise