Kinderlähmung und Skoliose

Skoliosen, die als Folge anderer Erkrankungen entstehen (Nerven- und Muskelerkrankungen, Wirbelfehlbildungen usw.)
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sisp2100
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Kinderlähmung und Skoliose

Beitrag von sisp2100 »

Ich gehöre zu der Gruppe die nicht an einer idiopathischen Skoliose erkrankt sind.
Ich bin im Alter von 1 1/2 Jahren an Kinderlähmung erkrankt. Während meiner Kindheit musste ich einige Jahre im Gipsbett schlafen. Ich trage seit meiner Kindheit eine Beinschiene an der damals ein Beckengurt angebracht war. Da mein linkes Bein stark verkürzt ist stellte sich bei mir auch eine Skoliose und Kyphose ein. Daraufhin verordneten mir die Ärzte ein Korsett das gleich an der Beinschiene befestigt wurde. Zur damaligen Zeit war das Material nicht das Beste und daher brachen sehr oft die Metallschienen. Nach einigen Jahren war man der Meinung, dass das Korsett nicht mehr nötig sei und es reichte eine Beinschiene aus.
Im Erwachsenenalter haben sich meine Rückenschmerzen derart verschlimmert, dass ich nun seit ca. 6 Jahren wieder ein Korsett trage. Zum damaligen Zeitpunkt empfahl mir mein Orthopädiemechaniker, welchen ich bedingt durch Umzug als auch den Arzt wechselte, das Korsett an der Beinschiene zu befestigen. Ich konnte mich dazu nicht entschliessen da ich weiss, dass dadurch die Beweglichkeit sehr eingeschränkt ist.
Nach einem weiteren etwas höheren Korsett habe ich nun seit einem Jahr ein noch höheres welches dann bedingt durch die Neuverordnung einer Beinschiene miteinander verbunden wurde.
Die Schmerzen sind durch das Korsett erheblich weniger lediglich nachts sind diese oft vorhanden. Dies liegt sicher auch sehr daran, dass die linke Gesäßhälfte bis rauf über das Becken erheblich schwächer ist und ich dadurch schief und verdreht im Bett liege.
Ich würde mich freuen noch andere mit ähnlichen Problemen zu treffen und sich auszutauschen.
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Gruß

Simon
ellen13

Lähmungsskoliose nach Polio

Beitrag von ellen13 »

Hallo Simon
auch ich bin mit 17 Jahren (1957) an Polio erkrankt und habe eine Skoliose entwickelt. Lange Gipszeit des ganzen Rumpfes und 5 Jahre Gipsbett.Danach lange Ruhe-keine Schmerzen. Jetzt habe ich PPS und erneut Schwäche im Rücken mit Spinalkanalstenose Mit Schmerzen in den Beinen, so daß die Laufstrecke nur noch ca. 500 m beträgt.
Nun stehe ich vor der Frage einer OP. Habt Ihr in Eurer Gruppe Erfahrung auf dem Gebiet?, wenn ja würde ich mich über Tipps freuen.
Viele liebe Grüße ellen13
pseudonym: leserin

Beitrag von pseudonym: leserin »

Hallo ellen13,
leider habe ich persönlich keine Erfahrung auf dem Gebiet, weiß aber, dass man bei Patienten mit PPS (Post- Polio- Syndrom) besondere Vorsichtsmaßnahmen bei OPs treffen sollte, da z. B. eine gesteigerte Empfindlichkeit auf Narkosemittel vorliegen kann. Außerdem können Schmerzen auch Symptom des PPS sein. Das heißt, der behandelnde Arzt sollte sich mit dem Krankheitsbild auskennen.
Ich würde also empfehlen, den Arzt ausdrücklich danach zu fragen, ob er schon mit PPS- Patienten zu tun hatte.

Was für eine Op soll bei dir gemacht werden? Soll die Wirbelsäule langstreckig korrigiert und versteift werden oder soll nur eine Entlastungs-Op. der Spinalkanalstenose gemacht werden?
sisp2100
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Beitrag von sisp2100 »

Hallo ellen,

es gipt für uns Polios jetzt auch ein Polio-Forum. Komm doch eimnfach mal rein.
http://www.polio-forum.de
Aus welcher gegend kommst Du, denn es gipt in ganz Deutschland verteilt Selbsthilfegruppen für Polio- und PPS-Betroffene.
http://www.polio.sh
Ich selbst betreue auch eine Polio Selbsthilfegruppe.
Leserin hat übrigens recht, denn bei Op's muss man bei Polios einige Vorsichtsmaßnahmen beachten.

Es würde mich freuen wenn Du ins Polio Forum oder in eine SHG kommst.

Liebe Grüße

Simon
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