Ricky hat geschrieben:Aber irgendwie hänge ich etwas in der Luft mit dem was danach kommt. Und das mag ich eigentlich gar nicht, weil ich immer schon gerne im vorraus Bescheid weiß, aber nun...,-)
Du hast doch gerade erst angefangen, etwas zu unternehmen. Sei doch nicht so ungeduldig, die Rückbildungsprozesse sind nicht unbedingt schneller, als die Zeit, die Dich in diese Situation gebracht hat.
Und das grundsätzliche Prinzip der Behandlung sollte doch eigentlich klar sein.
was kann sich denn durch das Dehnen alles lösen?
Die Hyperkyphose ja wahrscheinlich nicht und der Beckenschiefstand, weiß nicht.
Und wenn dann diese Krümmung bleibt, wären ja die Verhärtungen, Verkürzungen und somit Schmerzen etc. wieder vorprogramiert...ausser wohl, wenn ich immerzu Dehne oder genügend Muskeln aufgebaut habe?
Aber offensichtlich ist das Ziel der Behandlung doch nicht so klar.
Ich habe ja nun mehrmals versucht, Dir zu erklären, was alles mit der Dehnung erreicht werden kann. Du hast festgestellte offenbar stark verkürzte Strukturen bei der Situation Hyperkyphose 65 Grad. Ein Anteil davon (ich nenne das Fehl
haltungskomponente) wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit mit EXTRA Dehnung
relativ schnell beseitigen können. Relativ heißt gegenüber der sonstigen ständigen konservativen Therapie schon mindestens mehrere Monate.
Keiner kann Dir aber sagen, wo hoch dieser Anteil ist und wieviel Grad Korrektur das bedeutet. Entscheidend ist doch, wieviel Beschwerden Du damit minimieren oder sogar ganz abschalten kannst.
Ist das ausgereizt, kommt je nach Ergebnis die 2. Phase mit "Vollschroth" in einer REHA und/oder ein Korsett, was ja ein besonders Thema ist. Auch hier kann Dir keiner im vorraus sagen, wie das ausgeht. Aber Du musst schon davon ausgehen, dass aktive Muskelpflege immer notwendig sein wird, denn die Ursache wird in einem gewissen Umfang bestehen bleiben und eine Überlastung in den Strukturen aufrecht erhalten. Dem gilt es eben, entgegen zu wirken.
Im übrigen betrifft das alle Menschen, die früher oder später Probleme bekommen, wenn sie nicht muskulär dagegen steuern. Wer Fitness Training macht (das bietet sich später bei Hyperkyphose als Begleitung gut an) kennt die Endorphine, die gottseidank auch süchtig machen können.
Was ist die Alternative, wenn Du im vorraus Bescheid wissen willst?
Es gibt keine!
Eine OP ist immer mit einem Risiko verbunden, ganz abgesehen von den nicht genau einzuschätzenden Folgen einer Versteifung. Die Einnahme von Schmerzmitteln mit möglicherweise immer höheren Dosen ist ebenfalls ein Risiko. Und alle anderen sogenannten alternativen Methoden sind ebenfalls nicht so abzuschätzen, wie Du Dir das vorstellst. Oft es so, dass die sowieso nur ganz temporär wirken und nur sehr wenig an der Ursache ansetzen.
Gruss
Klaus