Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Skoliosen, die als Folge anderer Erkrankungen entstehen (Nerven- und Muskelerkrankungen, Wirbelfehlbildungen usw.)
Pirat1988
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 178
Registriert: Do, 14.10.2010 - 22:22
Geschlecht: männlich
Diagnose: linksseitige Lumbalskoliose (50°) mit Halbwirbelkeilbildung
Therapie: seit 5 Jahren KG
3 Jahre nach Voita
1 Jahr nach Schroth
1 Jahr nach Bobath
Wohnort: Wittlich

Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Pirat1988 »

Hallo :)
bin heute auf euer forum gestoßen und bin schockiert und begeistert
Ich bin 21 Jahre alt und vor 5 Jahren wurde die Diagnose gestellt( Linksseitige Lumbalskoliose(50°) mit einer Halbwirbelkeilbildung). War bis vor 1 Jahr an der Uni Bonn in Behandlung und war im 6 monatigen Abstand da. Die haben auch keine WS Ganzaufnahme gemacht. allerdings war ich wegen der langen Anfahrtszeit und mangelnder Zeit gezwungen mir einen Ortho hier in der Nähe zu suchen (Nähe Trier). Bin auch seit 5 Jahren in KG Behandlung (Voita Schroth jetzt: Bobath allgemein und Kinesiologie mit Tapebehnadlung). Musste die Therapeuten wegen Umzug wechseln. Eine Reha wurde abgelehnt von der Kasse, da keine Verbesserung mehr möglich ist.

Ich sollte ambulant und dauerhaft behandelt werden (laut Krankenkasse). Habe sehr sehr große Probleme KG Rezepte zu bekommen. Jeder Ortho und jeder Arzt sagt ich bräuchte 1-2 pro Woche KG, aber keiner will mir was verschreiben wegen dem Budget. Die Krankenkasse sagt die Ärzte sind die bösen, Die Ärzte sagen die Kasse ist die Böse und ihc bin der doofe in der mitte -.-..... decke meinen KG Bedarf mit 3 Ärzten hier aus der Gegend aber das ist ja keine Zustand... bin verzweifelt...

Ws kann ich machen um dauerhaft KG zu bekommen?? Was könnte ich anders besser machen? was fällt euch an fehlern auf??

Bitte helft mir :) danke
Cogito ergo sum (René Descartes);ich weiß, dass ich nichts weiß (Sokrates)
Pirat1988
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 178
Registriert: Do, 14.10.2010 - 22:22
Geschlecht: männlich
Diagnose: linksseitige Lumbalskoliose (50°) mit Halbwirbelkeilbildung
Therapie: seit 5 Jahren KG
3 Jahre nach Voita
1 Jahr nach Schroth
1 Jahr nach Bobath
Wohnort: Wittlich

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Pirat1988 »

Ach noch was vergessen^^

In Bonn wurde wegen OP gesagt dass die Indikation zur Versteifung mit Stangen gegeben sei, aber da ich wenig bis gar keine Schmerzen habe (zum glück),wurde der Gedanke erst mal verschoben.Eine OP könnte bzw müsste dann bei Verschlechterung bzw Schmerzauftreten gemacht werden. Sie sagten auch dass es möglicherweise schlechter nach der Op wird wie es im Moment ist.

Was haltet ihr von OPs??? Rät mir einer dazu?? und was ist mit Korsetts??? nützt mir ein Korsett etwas??

Ich weiß viele fragen..... (und sry für komische Formulierungen^^)
Cogito ergo sum (René Descartes);ich weiß, dass ich nichts weiß (Sokrates)
minimine
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 6145
Registriert: So, 17.02.2008 - 13:21
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose
Therapie: 3x Reha (2005, 2007, 2009),
Cheneau-Korsett 12/2006-01/2008,
Rahmouni-Korsett 02/2008-10/2015
Kontaktdaten:

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von minimine »

Hallo Pirat,

herzlich willkommen hier im :forum:

Puh, naja was fällt auf... ich fang mal oben an ;) :
War bis vor 1 Jahr an der Uni Bonn in Behandlung und war im 6 monatigen Abstand da. Die haben auch keine WS Ganzaufnahme gemacht.
Du solltest dir unbedingt ein Behandlungsteam suchen, das Ganzaufnahmen machen kann. Erstens ist der Messfehler bei Teilaufnahmen viel höher, zweitens bekommst du bei jedem Röntgen unnötigerweise die doppelte Menge an Strahlung ab und drittens kann es sogar sein, dass deine Krümmung so ungünstig liegt, dass sie auf Teilaufnahmen gar nicht ausmessbar ist.

Sloopy kommt wohl auch aus deiner Ecke, sie wird sich sicherlich auch noch bei dir melden. Sie ist in Bad Sobernheim in Behandlung, dort solltest du dir vielleicht auch mal einen Termin geben lassen.
Eine Reha wurde abgelehnt von der Kasse, da keine Verbesserung mehr möglich ist.
Das ist absoluter Quatsch. :nein: Du brauchst einen Arzt, der gegenüber der KK oder DRV auch gut argumentieren kann. Es geht ja hierbei nicht nur um Verbesserungen im Sinne von Krümmungsaufrichtung, sondern auch um Behandlung der Schmerzen, Aufhalten einer weiteren Verschlechterung und somit auch um deine langfristige Arbeitsfähigkeit.
Ich sollte ambulant und dauerhaft behandelt werden (laut Krankenkasse).
Ja, das ist richtig, ersetzt aber keine stationäre Reha-Maßnahme.
Jeder Ortho und jeder Arzt sagt ich bräuchte 1-2 pro Woche KG, aber keiner will mir was verschreiben wegen dem Budget.
Das ist leider ein häufiges Problem, das viele von uns hier auch kennen und ich habe das Gefühl, dass es immer schlimmer wird. :/
Wenn du zur Reha warst (Schroth-Reha in Sobernheim oder Salzungen), dann lernst du dort ja erstmal richtig die Schroth-KG. Klar musst du dann hinterher auch noch regelmäßig zu einem niedergelassenem Physiotherapeuten mit entsprechender Ausbildung, aber du kannst dennoch größere Pausen dazwischen machen, so dass du evtl. sogar mit den Verordnungen im Regelfall auskommst.
Was könnte ich anders besser machen?
Also, du brauchst als erstes einen Termin bei einem Skoliose-Spezialisten. Für dich die nächste Anlaufstelle wäre wohl in Sobernheim die Ambulanz der Katharina-Schroth-Klinik. Kontaktdaten findest du auf unserer Link-Seite.
Dort wird man dir sicherlich bei einem erneuten Antrag für eine Reha behilflich sein und notfalls auch bei einem Widerspruch unterstützen.
Was haltet ihr von OPs???

Eine Skoliose-OP gehört zu den schweren OP´s und sollte daher erst dann in Betracht gezogen werden, wenn alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft sind und keinen Erfolg brachten. Mit der Gradzahl bist du natürlich in der relativen OP-Indikation, aber Gradzahlen an sich sind nicht alles. Es spielt eine Rolle, wie sich die Skoliose trotz optimaler Behandlung entwickelt oder ob bereits andere Auffälligkeiten, z.B. Wirbelgleiten, vorhanden sind. Wie es mit deiner Fehlbildung aussieht, weiß ich nicht, aber in Sobernheim kann man dir da sicherlich mehr dazu sagen.
nützt mir ein Korsett etwas??
Kommt darauf an, was es bewirken soll. Ein Korsett kann gut gegen Schmerzen helfen, es kann eine weitere Verschlechterung aufhalten und je nach Beweglichkeit evtl. auch noch ein wenig was gut machen in Bezug auf Rotation und Krümmungsausprägung. Da bei dir aber die Fehlbildung vorliegt, kann das bei dir schon wieder ganz anders aussehen. Du kannst es ja auf jeden Fall mal ansprechen. :)

Wenn du noch Fragen hast, dann nur raus damit. Ansonsten wünsche ich dir hier im Forum noch viel Spaß!

LG
Minimine
LG
Minimine

Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
Pirat1988
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 178
Registriert: Do, 14.10.2010 - 22:22
Geschlecht: männlich
Diagnose: linksseitige Lumbalskoliose (50°) mit Halbwirbelkeilbildung
Therapie: seit 5 Jahren KG
3 Jahre nach Voita
1 Jahr nach Schroth
1 Jahr nach Bobath
Wohnort: Wittlich

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Pirat1988 »

Die haben in Bonn eine Ganzaufnahme von der WS gemacht im Röntgem halt... (war oben ein tippfehler...)
Also zum Thema Messfehler: Es wurden in den Jahren schon zwischen 45-53° gemessen^^

Bin eigentlich gegen eine OP... bin auch der meinung dass es die letzte alternative ist. habe halt auch angst vor Verschlechterng bzw schmerzen nach der OP und Bewegungseinschränkungen.

Danke wegen dem Tipp mit dem Facharzt und der Reha... war mir irgendwie klar dass das unsinn ist aber man läuft ja auf gegen die Kasse. Finde es traurig dass die Kasse die OP bezahlen würde aber es so viele probleme bei präventiven Maßnahmen wie Reha und KG macht.
Cogito ergo sum (René Descartes);ich weiß, dass ich nichts weiß (Sokrates)
Pirat1988
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 178
Registriert: Do, 14.10.2010 - 22:22
Geschlecht: männlich
Diagnose: linksseitige Lumbalskoliose (50°) mit Halbwirbelkeilbildung
Therapie: seit 5 Jahren KG
3 Jahre nach Voita
1 Jahr nach Schroth
1 Jahr nach Bobath
Wohnort: Wittlich

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Pirat1988 »

Ach ja... wichtig
Probiere im Moment eine Kinesiologietape Behandlung mit meiner physio aus... hift mir auch recht gut

Hat da jemand erfahrung damit bzw gibt es bestimmte spezialle arten zum tapen einer skoliose (Kleberichtung? Art des Tapes? etc) bzw weiß jemand vl sogar ne seite oder nen link dafür??
Cogito ergo sum (René Descartes);ich weiß, dass ich nichts weiß (Sokrates)
Bärle

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Bärle »

Hallo, Pirat

zum Rezeptproblem,
>wenn Du Dich beim Hausarzt als chronisch krank einstufen
lässt, dann bist Du aus seinem Budget raus.
Nach drei Rezepten (3X6) bist Du dann außerhalb des Regelfalls.
Somit hat er die bessere Möglichkeit Dich mit Rezepten für KG zu versorgen.

viele Grüße
Thomas
minimine
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 6145
Registriert: So, 17.02.2008 - 13:21
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose
Therapie: 3x Reha (2005, 2007, 2009),
Cheneau-Korsett 12/2006-01/2008,
Rahmouni-Korsett 02/2008-10/2015
Kontaktdaten:

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von minimine »

Hallo Thomas,
>wenn Du Dich beim Hausarzt als chronisch krank einstufen
lässt, dann bist Du aus seinem Budget raus.
jetzt echt? Das ist mir neu... Woher hast du denn die Info? :)

LG
Minimine
LG
Minimine

Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
Pirat1988
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 178
Registriert: Do, 14.10.2010 - 22:22
Geschlecht: männlich
Diagnose: linksseitige Lumbalskoliose (50°) mit Halbwirbelkeilbildung
Therapie: seit 5 Jahren KG
3 Jahre nach Voita
1 Jahr nach Schroth
1 Jahr nach Bobath
Wohnort: Wittlich

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Pirat1988 »

danke für den tipp
ICh versuche das mal. geht das auch beim ortho??
Hoffentlich weiß der Arzt das auch :D
Cogito ergo sum (René Descartes);ich weiß, dass ich nichts weiß (Sokrates)
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15237
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Klaus »

Mit der Behandlung von chronisch Kranken hat der Arzt bestenfalls gute Argumente, wenn es um die Abwehr einer Regress-Forderung aufgrund der Budget (Richtgrösse) Überschreitung bei der Heilmittelverordnung geht.
Und die kann natürlich dann vorkommen, wenn ausserhalb des Regelfalles die Begrenzung der Anzahl von Verordnungen wegfällt und ist auch abhängig davon, wieviel Patienten der Arzt hat und wieviel davon mehr verbrauchen. Orthopäden haben da ein wesentlich höheres Budget als Hausärzte und Fachärzte für physikalische Therapie ein höheres als die Orthopäden.

Vermutlich wird hier die Arzneimittel-Verordnung mit der Heilmittel-Verordnung durcheinander gebracht.
Soweit ich weiß, gibt es immer noch ganz bestimmte definierte chronische Erkrankungen, zu denen Skoliose/Hyperkyphose aber nicht gehören. Das fällt dann unter den allgemeinen Begriff chronisch krank, wenn jemand einmal im Quartal wegen derselben Krankheit beim Arzt ist. Dafür gibt es dann die Chroniker-Bescheinigung, mit der man dann nur 1% des Einkommens für Zuzahlungen aufbringen muss.

Gruss
Klaus
minimine
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 6145
Registriert: So, 17.02.2008 - 13:21
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose
Therapie: 3x Reha (2005, 2007, 2009),
Cheneau-Korsett 12/2006-01/2008,
Rahmouni-Korsett 02/2008-10/2015
Kontaktdaten:

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von minimine »

Hallo Pirat, hallo Thomas,

noch was zu diesem Status "chronisch krank". Das beantragt man nicht beim Arzt, sondern bei der Krankenkasse und man muss bestimmte Kriterien erfüllen, um diesen Status zu erlangen (man muss dann nur noch 1% zuzahlen). Aber dass man dann aus dem Budget fällt, ist mir echt neu.

Folgende Kriterien muss man erfüllen:

Man muss wegen ein und derselben Erkrankung mindestens ein Jahr lang einmal im Quartal beim Arzt gewesen sein. Darüber hinaus noch in eine der folgenden Gruppen fallen:

:arrow: Pflegestufe 2 oder 3
:arrow: GdB oder GdE von 60%
:arrow: kontinuierliche medizinische Versorgung mit z.B. Heil- oder Hilfsmitteln, ohne die es zu einer lebensbedrohenden Verschlimmerung, einer Verminderung der Lebenserwartung oder eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lebensqualität kommen würde.

Im Prinzip würden wir alle darunter fallen. Ich habs mal bei meiner alten Krankenkasse (AOK) versucht, aber hab noch nichtmal das Antragsformular bekommen. :rolleyes:

LG
Minimine
LG
Minimine

Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
Pirat1988
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 178
Registriert: Do, 14.10.2010 - 22:22
Geschlecht: männlich
Diagnose: linksseitige Lumbalskoliose (50°) mit Halbwirbelkeilbildung
Therapie: seit 5 Jahren KG
3 Jahre nach Voita
1 Jahr nach Schroth
1 Jahr nach Bobath
Wohnort: Wittlich

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Pirat1988 »

Ja also ich muss dir zustimmen, dass wir alle darunter fallen
Ih bin einmal im quartal beim arzt und meine Lebensqualität (und meine Arbeitsfähigkeit) würden stark leiden ohne die KG
Na irgendwie muss man aus dem teufelskreis doch rauskommen... ich bleib am Ball und versuche mal in Sobernheim einen Termin zu bekommen (Wie man so hört haben die ja mehr Ahnung)
Cogito ergo sum (René Descartes);ich weiß, dass ich nichts weiß (Sokrates)
Bärle

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Bärle »

Hallo, Minimine

>zu kronisch krank

mein Hausarzt hat das bei mir hinbekommen, daß ich
chronisch krank eingestuft bin. Mußte mit dem Formblatt
zur Krankenkasse und dann wars geregelt. (Gültigkeit: meine 1 Jahr)
Dazu muß man kein Pflegfall oder so sein.
Somit bin ich aus dem Budget raus. Dies aber nur beim
Hausarzt aber nicht beim Orthopäde oder einem anderen Arzt.
Dabei dachte ich, daß meine KK, die AOK nicht so gut ist.
Wohl aber sind AOK-ler dann doch nicht schlecht.
Ich muß dann auch nur 1% Zuzahlung leisten, stimmt wie Du sagst.
Habe ich die Zuzahlungsgrenze überschritten bin ich Rezept- und Praxisgebühr befreit. Aber allgemein werden Skoliosen dann doch
nicht als Chronisch krank eingestuft. Darum kämpft ja gerade der
Skoliose Verband so wie ich erfahren habe.

Versteh einer mal das ganze Kassendebakel... :unknown:


viele Grüße von mir
Thomas
Benutzeravatar
Silas
Profi
Profi
Beiträge: 3067
Registriert: Sa, 06.11.2004 - 23:34
Geschlecht: weiblich
Therapie: Rahmouni Korsett
Schroth KG

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Silas »

Hallo Thomas,

ich denke, Du und Klaus meint verschiedene Dinge.

Das, was Du beschreibst, ist die ganz normale Chronikerregelung, die aber nur zur Folge hat, dass Du lediglich 1% Deines Einkommens an Zuzahlungen leisten musst.

Dies hat jedoch nicht zur Wirkung, dass Du aus der Richtgröße des Arztes rausfällst.

Diese "1% Chronikerregelung" ist etwas ganz anderes, wie z.B. die Disease Management Programme (DSM), die z.B. für Diabetes angeboten werden.

Viele Grüße,
Silas
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
Bärle

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Bärle »

Hallo Silas und Klaus

ja, Silas Du wirst wohl recht haben, daß dies bei mir
eine Chroniker-Regelung ist. Ich kenne mich da nicht so aus.
Mein Hausarzt ist ein guter Kaufmann und er lotet dann schon
aus was möglich ist, füt Ihn und den Patient.
Jedenfalls bekomme ich die Rezepte außerhalb des Regelfalls
und dies müßte dann doch nicht mehr in sein Budget fallen.
Sehr sparsam und zurückhaltend ist er trotzdem mit Therapierezepten. Reformen wobei der Patient der dumme ist.

Habe mir gerade meine neu erworbene Röntgenbilder,8St.:onceldoc:
(vom Gutachter ). angeschaut. Naja......irgendwie
ist doch da ein Drehgleitwirbel dabei. Oder ist dies der Anfang davon.
Verglichen mit der Buchbeschreibung von Frau Lehnert ist das so.

Paßt jetzt nicht zum Thema aber das beschäftigt mich gerade.
Muß halt den Ämtern und Behörden die Beweise für die Problematik
liefern. Aber wem sage ich dies. Das kennst Du gerade selbst von Dir
liebe Silas. Da bist Du ja auch gerade schwer am Kämpfen.

viele liebe Grüße
Thomas
Zuletzt geändert von Bärle am Fr, 15.10.2010 - 18:04, insgesamt 2-mal geändert.
minimine
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 6145
Registriert: So, 17.02.2008 - 13:21
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose
Therapie: 3x Reha (2005, 2007, 2009),
Cheneau-Korsett 12/2006-01/2008,
Rahmouni-Korsett 02/2008-10/2015
Kontaktdaten:

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von minimine »

Hallo Thomas,

das ist schon dasselbe, wie ich oben schrieb. Du musst ja nicht alle Kriterien erfüllen, sondern nur diese Quartalsregel + eine der drei anderen. Aber dennoch hat das nichts mit dem Budget des Arztes zu tun, ich weiß davon zumindest nichts.

LG
Minimine
LG
Minimine

Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
Bärle

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Bärle »

Hallo, Minimine
ja, nicht so einfach in dem Dschungel der
Verordnungen noch durchzublicken. Also doch so wie Du sagst.
Da wird der Patient ganz wirrrr...rrrr bis zu dem Punkt
wo man sagt >habe die Faxen dicke< :stop:
Man ist eben auf den Zauber angewiesen, das ist ja das "Dumme".

meine Grüße und schönes Wochenende
Thomas
Pirat1988
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 178
Registriert: Do, 14.10.2010 - 22:22
Geschlecht: männlich
Diagnose: linksseitige Lumbalskoliose (50°) mit Halbwirbelkeilbildung
Therapie: seit 5 Jahren KG
3 Jahre nach Voita
1 Jahr nach Schroth
1 Jahr nach Bobath
Wohnort: Wittlich

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Pirat1988 »

Ja das ist alles ziemlich verwirrend besonders wenn die ärzte es selbst nicht wissen wie sie verordnen dürfen, bzw wenn verschiedene ärzte einem verschiedene sachen erzählen und die KK dann noch mal was anderes sagt wie die ärzte.....
lg pirat
Cogito ergo sum (René Descartes);ich weiß, dass ich nichts weiß (Sokrates)
Benutzeravatar
Silas
Profi
Profi
Beiträge: 3067
Registriert: Sa, 06.11.2004 - 23:34
Geschlecht: weiblich
Therapie: Rahmouni Korsett
Schroth KG

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Silas »

Ich persönlich finde es erschreckend und absurd, dass mittlerweile Ärzte teilweise mit der Bürokratie mehr Zeit verbringen müssen, als dann für die Patienten übrig bleibt.

Alle Politiker reden von Kostenexplosion im Gesundheitssystem, aber keine setzt endlich dem Bürokratiewahnsinn ein Ende...
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
Pirat1988
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 178
Registriert: Do, 14.10.2010 - 22:22
Geschlecht: männlich
Diagnose: linksseitige Lumbalskoliose (50°) mit Halbwirbelkeilbildung
Therapie: seit 5 Jahren KG
3 Jahre nach Voita
1 Jahr nach Schroth
1 Jahr nach Bobath
Wohnort: Wittlich

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Pirat1988 »

Noch trauriger finde ich die unfähigkeit einiger Ärzte, die neben der Bürokratie, Unsummen an Kosten für Untersuchungen ausgeben die nichts bringen..... das sind beides Dinge die unser Gesundheitswesen zum plaatzen bringen (Anmerkung: arbeite auch im Gesundheitswesen und kann es deshalb einschätzen....) Sehr viele OPs werden ja auch gemacht nur weil es mehr Geld von der KK als eine konservative Therapie....
Cogito ergo sum (René Descartes);ich weiß, dass ich nichts weiß (Sokrates)
Benutzeravatar
Silas
Profi
Profi
Beiträge: 3067
Registriert: Sa, 06.11.2004 - 23:34
Geschlecht: weiblich
Therapie: Rahmouni Korsett
Schroth KG

Re: Wirbelsäulenfehlbildung und OP bzw KG

Beitrag von Silas »

Ja Pirat, da hast Du ebenfalls vollkommen Recht.

... und um noch eins draufzusetzen ;) - es gibt wohl keinen anderen als den Arztberuf, in dem die Approbation dann quasi fürs ganze Leben vorhält... Ich kenne Ärzte, die 20-30 Jahre aus dem Beruf raus waren, sich zwischenzeitlich nicht weitergebildet haben und dann in diesem Zustand wieder auf Patienten "losgegangen" sind.

In jedem mittelständischen Industrieunternehmen gibt es eine Qualitätssicherung, werden Zertifizierungen und Mindestnormen verlangt, wenn es um unsere Gesundheit geht, gibt es so etwas leider nicht oder nur in lächerlicher Weise für Krankenhäuser.
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
Antworten