vielleicht hat der ein oder andere meinen Erfahrungsbericht zu meiner operierten Skoliose im Juni 2026 gelesen. Kurz gesagt, ich wurde mit 32 Jahren jetzt endlich operiert, nachdem die idiopathische, thorakolumbale, linkskonvexe Skolisoe fast 80° erreicht hatte und der vorherige Orthopäde seit ich 13 bin, lediglich zugeschaut und sinnentleerte "Tipps" meinen Eltern und mir gab.
Nun gut, die OP ist erfolgt, demnach üblich Versteifung erfolgt, in meinem Fall Th8-L5. Die Skoliose konnte auf ca 30° korrigiert werden und ist demnach mit Stäben und Schrauben fixiert.
Nun war ich heute genau drei Monate post-OP wieder in der Klinik zur Nachkontrolle. Alles sieht gut aus, keine Anzeichen für Brüche, Verschiebungen etc. Der Arzt meinte, Physio sei nun das A und O, dies bekomme ich sowieso die ganze Zeit schon, meistens 2x/Woche.
Vielleicht kennt ihr es, dass jeder im eigenen Umfeld zu einer Reha "drängt" oder schon meint, dass man selbstverständlich in Reha geht.
Der Arzt heute sah das eher "gelassen" bzw. reagierte mit einer eher neutralen Haltung dazu. "Kann" aber "muss nicht". Das wurde mir so auch schon bei der erstmaligen Vorstellung im Februar diesen Jahres vor der OP so gesagt.
Meine Physios raten mir dagegen definitiv zur Reha, auch mein ambulanter Orthopäde ist eher dafür.
Ich frage mich nun, ob eine Reha, vielleicht sogar ja eine Schroth-Reha in meinem Fall Sinn macht? Die Wirbelsäule selbst kann und soll sich ja nicht mehr in ihrer Position verändern, wobei das ja sowieso beim Thema Schroth eher auch ein Ziel bei Pubertierenden mit Skoliose ist?
In der Klinik, in der ich operiert wurde, hatte ich mich auch mit zwei Teenagern unterhalten, der eine wurde bereits vor ein paar Jahren operiert (war wegen was anderem wieder da) und hatte keine Reha gemacht. Die andere wolle keine Reha nach ihrer OP machen.
Kann man sowas auch einfach ambulant machen und ist eine Skoliose-Reha eher für Betroffene, die nicht operiert sind oder hat das damit gar nichts zu tun? Der Termin heute war insgesamt echt gut, der Arzt hat viel erklärt und sich Zeit genommen, beim Thema Reha jedoch bin ich unsicher und weiß nicht, welchen Kurs ich einschlagen soll.
LG
