(Keine) Indikation für Operation?

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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Dalia
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Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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(Keine) Indikation für Operation?

Beitrag von Dalia »

Hallo,

es heißt ja, dass folgende Faktoren für eine OP sprechen können (nicht müssen!):

- Schmerzen und Beschwerden
- Atemnot
- Krümmungen ab 50 Grad (bei Erwachsenen)
- Druck der Wirbelsäule auf Herz und Lunge

Mein letzter Skoliosenbefund ist von 1996, demnach hatte ich 74 Grad im BWS-Bereich und 90 Grad im LWS-Bereich. Zu dem Zeitpunkt war ich 22 und seit drei Jahren korsettfrei. Bald habe ich meinen ersten Termin bei Dr. Hoffmann und werde vermutlich wieder geröntgt. (OH SCHRECK!)

Mein ehemaliger Arzt (Dr. Püschel in Vogtareuth, falls den jemand noch kennt, inzwischen in Pension) sagte damals, dass eine OP mir nichts mehr bringen würde, da meine Lungenkapazität nicht mehr verbessert werden könne.

In meiner Jugendzeit war mehrmals die Sprache davon; ich hatte mich aber dagegen entschieden, da ich aufgrund eines Syndroms genug andere Probleme hatte und wegen der Skoliose kaum Einschränkungen verspürte.

Dr. Steffan schreibt nun woanders:
Auch wenn bei jugendlichen noch keine Organschäden festzustellen sind weiß man das diese im erwachsenen Alter bei Krümmungen von über 70° mit Sicherheit auftreten.
Soll das heißen, dass ich jetzt sicher sein kann, dass meine Organe geschädigt sind? Was kann ich da machen? Womit muss ich rechnen?

Kann es für eine OP wirklich zu spät sein? Ich möchte nach wie vor keine!

Ich habe mit Sicherheit ein stark eingeschränktes Lungenvolumen; aber ich fühle mich dadurch nicht irgendwie besonders beeinträchtigt; ich bewege mich auch nur sehr wenig.

Bzgl. meines Herzes habe ich nicht das Gefühl, dass die Skoliose irgendwie dagegen drückt. Vor drei Jahren wurde ich als geeignet für eine Vollnarkose eingestuft.

Können schwere Skoliosen eigentlich auch gegen Nieren drücken und vielleicht Nierenschäden oder Nierenbeckenentzündungen auslösen?

Dalia
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Dr. Steffan
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Re: (Keine) Indikation für Operation?

Beitrag von Dr. Steffan »

Dalia hat geschrieben:Hallo,

es heißt ja, dass folgende Faktoren für eine OP sprechen können (nicht müssen!):

- Schmerzen und Beschwerden
- Atemnot
- Krümmungen ab 50 Grad (bei Erwachsenen)
- Druck der Wirbelsäule auf Herz und Lunge

Mein letzter Skoliosenbefund ist von 1996, demnach hatte ich 74 Grad im BWS-Bereich und 90 Grad im LWS-Bereich. Zu dem Zeitpunkt war ich 22 und seit drei Jahren korsettfrei. Bald habe ich meinen ersten Termin bei Dr. Hoffmann und werde vermutlich wieder geröntgt. (OH SCHRECK!)

Mein ehemaliger Arzt (Dr. Püschel in Vogtareuth, falls den jemand noch kennt, inzwischen in Pension) sagte damals, dass eine OP mir nichts mehr bringen würde, da meine Lungenkapazität nicht mehr verbessert werden könne.

In meiner Jugendzeit war mehrmals die Sprache davon; ich hatte mich aber dagegen entschieden, da ich aufgrund eines Syndroms genug andere Probleme hatte und wegen der Skoliose kaum Einschränkungen verspürte.

Dr. Steffan schreibt nun woanders:
Auch wenn bei jugendlichen noch keine Organschäden festzustellen sind weiß man das diese im erwachsenen Alter bei Krümmungen von über 70° mit Sicherheit auftreten.
Soll das heißen, dass ich jetzt sicher sein kann, dass meine Organe geschädigt sind? Was kann ich da machen? Womit muss ich rechnen?

Kann es für eine OP wirklich zu spät sein? Ich möchte nach wie vor keine!

Ich habe mit Sicherheit ein stark eingeschränktes Lungenvolumen; aber ich fühle mich dadurch nicht irgendwie besonders beeinträchtigt; ich bewege mich auch nur sehr wenig.

Bzgl. meines Herzes habe ich nicht das Gefühl, dass die Skoliose irgendwie dagegen drückt. Vor drei Jahren wurde ich als geeignet für eine Vollnarkose eingestuft.

Können schwere Skoliosen eigentlich auch gegen Nieren drücken und vielleicht Nierenschäden oder Nierenbeckenentzündungen auslösen?

Dalia
Die Gefahr beim erwachsenen Patienten mit zunehmendem Alter Probleme zu bekommen steigt mit dem Skoliosewinkel. Wenn eine regelmäßige Untersuchung der Lunge und des Herzens erfolgt, kann immer noch rechtzeitig eingegriffen werden. Auch im erwachsenen Alter läßt sich eine Skoliose noch sehr gut operieren wenn man merkt das die Organe geschädigt werden. Diese Schädigung ist ein langsam verlaufender Prozeß der nicht von heute auf morgen stattfindet. Eine Op bringt auch im erwachsenen Alter eine Besserung der Herz- und Lungenfunktion. Allerdings sollte man nicht so lange warten bis keine opfähigkeit mehr besteht. Die OP indikation von 50° bei erwachsenen würde ich nicht bestätigen.
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Beitrag von Dalia »

Hallo Dr. Steffan,

danke für die Auskunft.

Nimmt die OP-Fähigkeit bei zunehmenden Krümmungswinkel der Skoliose ab?

Was passiert, wenn dieser Zeitpunkt der OP-Fähigkeit verpasst wird? Irgendwann Exitus aufgrund der Probleme durch die Skoliose?!

Dalia
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