Guter Orthopäde und Schroth-Therapeut in Heidelberg?

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mupamu

Guter Orthopäde und Schroth-Therapeut in Heidelberg?

Beitrag von mupamu »

Hallo,

ich suche einen guten Orthopäden und Schroth-Therapeuten im Raum Heidelberg. Kann mir jemand eine Empfehlung geben?

Vielen Dank!
peter 1
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Guter Orthopäde und Schroth-Therapeut in Heidelberg?

Beitrag von peter 1 »

Hallo "mupamu",
ich empfehle Dir die Skoliose-Sprechstunde der Orthopädischen UNI-Klinik Heidelberg, Schlierbacher Landstraße 200, 69118 Heidelberg, Telefon-Nr. bei der Auskunft erfragen. Sie hat eine auf Skoliose spezialisierte Abteilung unter Leitung von Prof.Harms. Du brauchst keine Sorge zu haben, dass sie Dich gleich da behalten und Psychoterror auf Dich ausüben, um Deine Zustimmung zu einer sofortigen Operation zu erhalten. (Es könnte ja sein, dass Dich im Forum jemand vor einer solchen Gefahr warnt!) Dort bekommst Du nach meiner Kenntnis auch Informationen über niedergelassene Orthopäden mit Skoliose-Erfahrung und Skoliose-Physiotherapeuten in der Heidelberger Gegend. Schroth-Therapeuten kannst Du auch von der Katharina-Schroth-Klinik in Bad Sobernheim erfragen, die haben dort eine entsprechende Liste der bei ihnen ausgebildeten Physiotherapeuten.
Gruß, Peter in der Heide.
mupamu

Danke

Beitrag von mupamu »

Hallo Peter,

Herzlichen Dank für die Information und viele Grüße aus Heidelberg.
Gast

Beitrag von Gast »

Minuial hat geschrieben:Ich schätze, ich war zum Teil schon durch meinen Mülleimer vorbereitet dadurch schaff ich die Eingewöhnung wohl im Schnelldurchlauf. Die Forentipps helfen dabei aber auch wesentlich.
Für die KK hat meine Mutter bisher 7 oder 8 handschriftliche Seiten, die mein Vater noch abtippen soll - sie hat sich in der Bahn in Rage geschrieben, ich will nicht wissen, wie die Uniklinik Heidelberg da beschimpft wird.. obwohl, eigentlich will ichs doch wissen
Ich glaube die mangelhafte Beratung der Uniklinik Heidelberg ist verantwortlich für Minuials erstes Korsett (den Mülleimer). In wichtigen Behandlungsfragen also wohl eher eine schlechte Adresse. :nein:

Um ein Röntgenbild anfertigen und die Gradzahl ausmessen zu lassen, für ein KG-Rezept oder einen Kurantrag sicherlich noch geeignet, aber für die wirklich wichtigen Fragen (Korsett, OP-Indikation) wohl weniger zu empfehlen. Dann doch besser nach Leonberg bei Stuttgart.

Adressen empfehlenswerter Ärzte siehe Linkseite.

Gruß
peter 1
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UNI-Klinik Heidelberg

Beitrag von peter 1 »

Hallo anonymer Teeny,
Deiner Selbsteinschätzung Deiner Beratung und Behandlung in der UNI-Klinik Heidelberg kann niemand zustimmen und niemand widersprechen. Zu so einem mißglückten Ergebnis, wie Du andeutest, gehören aber immer wenigstens zwei Parteien: Arzt und Patient. Nach der Beurteilung anderer Skoliose-Fachärzte sind die Heidelberger "nicht ganz so schlecht" wie Du sie erlebt hast.
Gruß, Peter in der Heide.
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Peter,

über den Link ganz oben gelangt man zum Profil von Minuial (mit Kontaktangaben) und über das Profil zu ihren Beiträgen (zum nachlesen).
Peter Schmidl hat geschrieben:Nach der Beurteilung anderer Skoliose-Fachärzte sind die Heidelberger "nicht ganz so schlecht" wie Du sie erlebt hast.
Ach, das wußte ich nicht. Wurden die Heidelberger schon von Dr.Steffan oder Dr.Hoffmann empfohlen, oder welche "Skoliose-Fachärzte" meinst Du?

Aber was nützt einem die positive Beurteilung von "Skoliose-Fachärzten" (ein Begriff der keine Schlüsse über die wirkliche Qualität dieser Ärzte zulässt), wenn die Praxis anders aussieht?
Solch grobe Schnitzer darf man sich nicht erlauben, wenn man eine Empfehlung wert sein möchte. Wenn in 4 von 5 Fällen gut behandelt wird und Du bist der 5., was nutzt es Dir dann? Es bringt Dir keine Sicherheit, und die ist in der Skoliosebehanlung wichtig!
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Toni
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Beitrag von Toni »

Ich muss mich leider dem "anonymen Gast" anschließen!
Wegen der paar Kilometer von Heidelberg nach Stuttgart/Leonberg würde ich mich oder mein/ein Kind keinesfalls dem Risiko aussetzen, daß es mir ebenso ergeht wie Minual!!!
Prof. Harms mag ja nett und hochkompetent und ein guter Operateur sein, aber er macht leider die Korsette nicht selber! Und in den Unikliniken von den Profs. behandelt zu werden ist ein Glücksspiel! Ich kenn zuviele Berichte, wo Skoliosepatienten in Unikliniken ständig von wechselnden Ärzten und auch von AIP´s betreut wurden, die jedesmal was anderes gesagt oder empfohlen haben!
LEIDER!
Gruß Toni
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Skoliose-Experten

Beitrag von peter 1 »

Hallo Toni!

Um Skoliose-Behandlungsteams, wie hier das in der UNI-Klinik Heidelberg, beurteilen zu können, müßte man diese Teams und deren Behandlungsweisen und Behandlungserfolge kennengelernt haben. Da Du sehr großzügig Skoliose-Behandlungsteams be- und verurteilst, will ich Dich Folgendes fragen:

In welchen Skoliose-Fachkliniken/-Praxen/-Werkstätten bist Du (auch besuchsweise) gewesen? - Mit welchen Skoliose-Spezialisten hast Du gesprochen? - Hast Du Kontakte zu entsprechenden Berufsverbänden? - Welche einschlägigen Fachzeitschriften kennst Du und liest Du? - Welche Kontakte hast Du zu (Skoliose-)Selbsthilfe-Organisationen? - An welchen Seminaren, Tagungen, Kongressen über Skoliose-Behandlungen hast Du bisher / in letzter Zeit teilgenommen?

Mit Deinen Antworten auf diese Fragen wäre es vermutlich leichter, Deine Kompetenz in der Be- und Verurteilung von Skoliose-Behandlungsteams richtig einzuschätzen.

In diesem Sinne grüßt Dich Peter in der Heide.
peter 1
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Dr.Hoffmann im Bundesverband Skoliose-Selbsthilfe e.V.

Beitrag von peter 1 »

Hallo Toni,

weißt Du, dass Dr.Dieter Hoffmann in Leonberg nicht nur Mitbegründer der Selbsthilfegruppe Skoliose Aktiv ist (1987), sondern neuerdings auch Mitglied des Medizinischen Fachbeirates des Bundesverbandes Skoliose-Selbsthilfe e.V. geworden ist? Frag ihn doch einmal, was ihn zur Übernahme diese Funktion bewogen hat und welche Aufgaben er in diesem Verband für sich sieht. Und berichte dann hier im Forum darüber, das interessiert sicher viele. Mach Du das Interview, Du kennst ihn ja schon und bist näher dran als ich.

Gruß, Peter in der Heide.
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Beitrag von Sabi »

Hallo Peter,

Ich bin seit gestern aus BaSa zurückund hab dort einige Jugendliche getroffen, die bisher bei nicht sehr kompetenten Orthopäden waren,aber dann irgendwie nach Bad Salzungen kamen und dort erst erfuhren,wie wenig erfolgreich ihre bisherige Behandlung,bzw wie schlecht die Beratung duch den Orthopäden,der sich manchmal sogar Skoliose-Spezialist nennt,war.
Ich hab in den Unterhaltungen mit Mitpatienten teilweise wirklich schockierende Dinge erfahren.
Auch hab ich sehr sehr miese Korsette gesehen,die auch nicht wirklich Korrigieren,aber genau soviel Geld kosten wie ein gut korrigierendes.

Was mich stört,das habe ich auch schon an anderer Stelle geschrieben,ist,dass manche Leute entgegen anders lautender Empfehlungenzu irgendwelchen Orthopäden gehen,die sich Skoliose-Spezialist schimpfen,es aber nicht sind, und sich dann wenn das Korsett doch nicht ausreichend korrigiert erst auf den Weg zu den wirklichen Spezialisten machen.
Unser Gesundheitssystem ist eh schon marode,wenn dann auch noch unnötige Ausgaben,wie z.B. für ein zweites Korsett entstehen,nur weil man bei der Anfertigung des ersten nicht auf den Rat von Menschen,die in diesem Bereich Erfahrung haben hören wollte,entstehen,brauch man sich ja wohl nicht wundern,dass sich die Lage nicht bessert.

So viel Solidarität sollte man doch haben und gleich zu den wahren Spezialisten gehen,statt der Kasse dann die doppelten Kosten zuzumuten,wenn man merkt,dass es sich doch nicht um einen wirklichen Spezialisten handelt.


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Skoliose-Experten

Beitrag von peter 1 »

Hallo Sabi,
es gibt nicht nur zwei gute ärztliche Skoliose-Experten und nicht nur einen guten Korsett-Experten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das sollten die Wortführer im "Forum" langsam begreifen. Dass diese Wortführer nur drei kennen, wäre ja verzeihlich, wenn sie in ihren Beiträgen nicht so täten, als gäbe es nur diese drei und sie, die Wortführer im Forum, seien alleine in der Lage zu beurteilen, wer ein Skoliose-Experte ist. Gegen diese unglaubliche Anmaßung wende ich mich hier.
Gruß, Peter.
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Beitrag von netkitty »

Peter Schmiedel hat geschrieben:Dass diese Wortführer nur drei kennen, wäre ja verzeihlich, wenn sie in ihren Beiträgen nicht so täten, als gäbe es nur diese drei und sie, die Wortführer im Forum, seien alleine in der Lage zu beurteilen, wer ein Skoliose-Experte ist. Gegen diese unglaubliche Anmaßung wende ich mich hier.
Lieber Peter,
ich muß ich hier jetzt auch einfach mal einmischen.....
Wir propagieren hier keines Falls das es nur 3 wirkliche Spezialisten gibt.
Das Problem ist in den allermeisten Fällen allserdings, das die Betroffenen Patienten schon eine wahre Odyssee hinter sich haben und dabei warscheinlich mehr unfähige als fähige Ärzte gesehen und gehört haben.
Um diesen Menschen endlich ein vorläufiges Ende ihrer Reise zu bieten, empfehlen wir hier Ärzte, die wir aus eigener Erfahrung und mit gutem Gewissen weiterempfehlen können.
Ich möchte mich sehr davon distanzieren hier als einer der "Wortführer" betitelt zu werden.
Ich will den Leuten nur helfen!
Darüberhinaus werde ich auch in Zukunft diese wenigen Spezialisten empfehlen, solange nicht jemand von einem Weiteren berichtet, der seiner Erfahrung nach qualifiziert und seriös ist.
Punkt!

Grüsse
Nicole
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No matter.
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Fail better.[/i]
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Beitrag von Sabi »

netkitty hat geschrieben: Ich will den Leuten nur helfen!
Darüberhinaus werde ich auch in Zukunft diese wenigen Spezialisten empfehlen, solange nicht jemand von einem Weiteren berichtet, der seiner Erfahrung nach qualifiziert und seriös ist.
Punkt!

Grüsse
Nicole
Dem kann ich mich nur anschließen!!!!!!!!!!!!!!

Sabi
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Beitrag von Toni »

Lieber Peter Schmiedl
Ich kämpfe schon fast ein halbes Leben lang (ich bin 49 und habe Rückenprobleme seit ich 13 bin) mit und gegen Dummheit, Borniertheit, Arroganz, Ignoranz und Inkompetenz von diversen Ärzten.
Ich war in den letzte Jahren in einer Doktor-Hopping-Odyssee bei 8 Orthopäden, die sich selbst alle als DIE WS-Spezialisten bezeichnet hatten!

Erst mein 9. Facharzt für Orth. ist Dr. Hoffmann und mein 10. (während meines Aufenthaltes in Bad Salzungen) war und ist Dr. Steffan. Meiner Frau ging es so ähnlich.
Ich bin in SKOLIOSE AKTIV e.V. aktives Mitglied. Bei unseren Skolioserunden kommen Eltern und Jugendliche oft von weit her und erzählen ihre Geschichten und bisherigen katastrophalen Behandlungsverläufe. Z.T. hahnebüchen und haarsträubend!!!

In Bad Salzungen habe ich fast alle unsere Mitpatienten pers. kennengelernt und wir haben halbe Nächte damit verbracht, uns gegenseitig unsere WS-Anamnesen zu erzählen. Auch hier war es oft hahnebüchen und haarsträubend was die Leute erlebt haben.

Besonders auffällig war, daß gerade von den "Eliten" der deutschen Medizin, von den meisten Uni-Kliniken die größen Schauergeschichten über Fehlbehandlungen, verpfuschte Korsette, versäumte Zeiten, usw...berichtet wurden.
Man bekommt fast den Verdacht, daß die Unikliniken durch miese Qualität in der konservativen Skoliose-Therapie ihr eigens "Patientengut" für den OP "erzeugen".

Es ist gegen meine innerste Überzeugung, Eltern und ihre Kinder z.B. in eine Arzt-OT-Beziehung voller Konflikte und Spannungen hineinzuschicken, wie dies z.B. zwischen Dr. Weiß und SANOMED z.Z. der Fall zu sein scheint. Selbst wenn beide für sich hochkompetent sind!
Oder in die Uniklinik Heidelberg, wenn dort solche miesen Korsette dabei rauskommen, wie unsere Minual eines bekommen hat.
Oder nach HH-Altona, wenn dort die Korsette nicht ZUVERLÄSSIG von Herrn Burkhart gemacht werden, sondern die Gefahr besteht, daß entgegen ärztlicher Verordnung ein absolut obsoletes untaugliches Boston verabreicht wird, usw.....

Damit wir eine Empfehlung in diesem Forum aussprechen, benötigt es SICHERHEIT! Sicherheit entsteht dadurch, daß mehere Mitglieder/Gäste übereinstimmend ihre positiven Erfahrungen und Erfolge berichten und auch persöhnlich dahinterstehen!
Solange hier noch NIEMAND berichtet hat, daß er in der Uniklinik Münster sehr gut betreut und beraten wurde, ein sehr gut korrigierendes und gleichzeitig TRAGBARES Korsett bekommen hat, die Folgebetreuung und Wartung dieses Korsettes qualitativ und engmaschig weiterläuft, Erfahrungsaustausch uner Betroffenen angeregt und unterstützt wird, auch die Motivation und psychologische Betreuung gut ist, Röntgenbelastung durch 3-D Messung wenn möglich vermieden wird, zu einer Schroth-Reha geraten und gedrängt wird, usw....- was halt alles zu einer wirklich guten konservativen Skoli-Therapie dazugehört!

Oder uns ähnliche positiven OP-Berichte, wie sie uns z.B. von Prof.Dr. Halm oder aus Bad Wildungen mehrfach vorliegen hier veröffentlicht, weden wir mit Empfehlungen äußerst zurückhaltend sein, auch wenn der betreffende Arzt 3faches Ehrenmitglied mit "goldenem Hosenband" im Fachbeirat des Bundesverbandes e.V. sein sollte!

Solange keine positiven Erfolgsberichte... - keine direkte Empfehlung.
PUNKT. So einfach ist das!

"An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen!"
(Matthäus 7.16)

Nicht an ihren Titeln und Mitgliedschaften auf diversen Listen und Anzahl der wissenschaftl. Veröffentlichungen!

Ich hab bei unseren jungen Mitpatienten katastrophale Korsette gesehen, die bei lächerlichen 5° Korrektur offenen Dekubitus verursacht haben, aber von OT´s stammten, die bei Dr. H.-R.Weiß auf seiner "Qualitätsliste" standen.
Der Beste und einige sehr gute OT´s stehen da nicht drauf!
Ebenso halte ich Dr. Steffan für einen der kompetentesten Skoliosespezialisten Europas und er ist auch (noch) nicht im Fachbeirat des Bundesverbandes! Er halt halt keine Zeit zum Bücher schreiben, weil er sich aufopferungsvoll um "seine" Skolis kümmert, auch hier in unserem Forum!

Wir empfehlen nur dorthin, wo wir ganz SICHER sind, daß dort mindestens GUTE Betreuung für Skolis, Kyphos und Scheuermänner gemacht wird und wo nicht Gefahr besteht von einem unerfahrenen und überforderten AIP im Vor-Vor-Vorzimmer eines Prof.Priv.Doz.Dr.Dr. med.xxx abgefertigt zu werden! In Ihren Referaten wirken diese Herren immer sehr beeindruckend, daß man ihnen am liebsten die eigene WS kniend überreichen möchte. Die Praxis sieht LEIDER oft und ZU OFT anders aus.
Daher unsere Empfehlung zu den ganz-ganz wenigen und hinlänglich bekannten Spezialisten.
Gerade von DIR "Peter aus der Heide" vermissen wir hier echte konkrete ERFAHRUNGEN! WER ist echt gut und was hat er gemacht- wie hat er behandelt?
Z.B. Deine Empfehlung zu Lilienqvist und dann der Hinweis auf siene Kurzvita im LICHTBLICK. Dort beschreibt er ausschl. eine Chirurgenkarriere! Daraus ersehe ich KEINE Begründung ein Kind mit 25 -30° hinzuschicken, solange von dort nicht auch über erstklassige Korsettversorgung berichtet wird!
Mir reicht was ich bisher selbst erlebt und im direkten Kontakt mit mir pers.bekannten Betroffenen gehört und gesehen habe. Ansonsten bleibe ich skeptisch und vertraue denen, von denen ich GENAU und SICHER weiß, daß sie GUTE Arbeit mit unseren "bescheuerten Wirbelsäulen" leisten.

Ich empfehle weiterhin NUR dort hinzugehen, wo ich selbst hingehe, allerbeste Erfahrungen gemacht habe und wo ich mein eigenes Kind ohne Zögern und voll Vertrauen in Behandlung geben würde, wenn wir eines hätten!
Alles Andere zählt für mich nicht!
Liebe Grüße vom Allgäu in die Heide
Toni (im Rahmouni)
Gast

Beitrag von Gast »

Lieber Peter,

jedem hier ist glaube ich bewußt, daß es viel mehr als nur eine Hand voll Ärzte gibt, die sich mit der Behandlung von Skoliosen befassen. Die Frage um die es hier geht ist lediglich: Sind diese Ärzte für meine speziellen Belange auch ausreichend gut?

Was den Patienten viel mehr interessiert als Publikationen und Vorträge sind Ergebnisse, denn "Papier ist geduldig" und "Worte sind Schall und Rauch" und die selbe Arbeit kann gut wie auch schlecht ausgeführt werden.

Der Bundesverband verhält sich sehr neutral (das muss er wohl auch, wenn er etwas erreichen möchte) und bezieht kaum Stellung. Dementsprechend mittelmäßig sind natürlich auch die daraus resultierenden Ergebnisse für den einzenlen Ratsuchenden.

Das ist zu unserem Glück hier nicht so. Hier werden offen Erfahrungen ausgetauscht, aus denen sich empfehlenswerte Ärzte und der Gleichen herauskristallisieren. Die Empfehlungen, die hier im Forum gegeben werden, stützen sich nur darauf.

Ich gluabe nicht, daß sich die Mehrzahl der Leute hier dafür interessiert, wieviele Skoliose Veranstaltungen ein User schon besucht hat, um sich dann daraus ein Bild über dessen Kompetenz machen zu können. Und letztendlich bist ja auch Du, Peter, das beste Beispiel dafür, daß der Besuch all dieser Veranstaltungen zu keinen erfolgversprechenderen Empfehlungen führt, denn Du hättest vor ein paar Monaten Minuial sicherleich genauso die Uniklinik Heidelberg empfohlen, wie Du es heute getan hast. Hätte sie sich auf diese Empfehlung verlassen und den Aussagen der Ärzte dort vertraut, dann hätte sie heute immernoch ein Korsett, welches noch nicht mal dazu in der Lage wäre, das Fortschreiten einer Skoliose aufzuhalten. Diese Deine Empfehlung hätte also im Zweifelsfall dort zu einer OP geführt, wo sie durch ein gutes Korsett noch hätte vermeiden werden können. Daher sind für mich die Empfehlungen Tonis zweifellos die kompetenteren.
truetschel
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truetschel

Beitrag von truetschel »

Hallo zusammen,
ich lese interessant die Beiträge wer ein guter Skoliosearzt und Orthopädietechniker oder die bessere Skolioseklinik ist.

Vielleicht sollte in den Skoliose-forum eine Rubrik,die lautet:
Ich habe positive Erfahrung von

- Orthopäden
- Orthopäditechniker
- Skoliosekliniken gemacht.

Vielleicht ist es eine Anregung.


Gruß Lydia
truetschel
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truetschel

Beitrag von truetschel »

Hallo Toni,

du schreibst, dass die Unikliniken mit miesen Qualität in der konservativen Skoliose-Therapie ihr eigens "Patientengut für den Op erzeugen."

So ganz gebe ich dir nicht Recht,denn ich weis von Pat. das sie ihr Korsett in einer Wirbelsäulenklinik machen lassen und sie werden nicht operiert.
Die Pat.haben auch einen Vorteil das der Korsettbauer und sogleich ein Oberarzt das Korsett mit ansieht und eventuell gemeinsam über die Korrektur im Korsett besprochen wird.
Man muß auch bedenken:
- jede Skoliose ist anders
-die Skoliose läßt sich in Korsett nicht aufhalten
- der Pat.trägt das Korsett nicht regelmäßig oder der Pat macht seine Schrothübung nicht jeden Tag.

Ich leide seit 3 Jahren eine Selbsthilfegruppe und ich sage zu meinen Gruppenmitglieder das sie Ihre Fragen aufschreiben sollen ,wenn sie zum Orthopäden oder in die Skoliosesprechstunden in einr Wirbelsäulenklinik gehen. Manche Skoliosepat. gehen in die Sprechstunden und denken : Lieber Doktor mach mal ich habe schmerzen. Die Pat. gehen unzufrieden
nach Hause und danach schimpfen sie über den Arzt oder über die Klinik.

Sicherlich gebe ich dir Recht,dass machen Orthopäden vor Ort nicht über
Skoliosebehandlung bescheidt wissen. Dafür ist eine Selbsthilfegruppe
da,um sich gegenseitig zu helfen und Erfahrungen zusammeln.

Es Grüßt dich aus Oberfranken

Lydia Truetschel
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Toni
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Beitrag von Toni »

Hallo Lydia
könntest Du bitte ein konkretes Beispiel von einer guten bis sehr guten konservativen Skoliosebehandlung /Korsettversorgung aus einer Uniklinik oder anderer Klinik bringen/berichten, wenn Dir solche Fälle bekannt sind?

Welche Uni-Klinik?
Welcher Oberarzt?
Welcher Orthopädietechniker?
Von wieviel Grad auf wieviel Grad im Korsett?
USW....

Ich bin auch sicher daß es solche positiven Beispiele gibt, aber wir sollten NIEMAND pauschal in die Skoliosesprechstunden der Unikliniken schicken, wenn wir keine einzigen konkreten positiven Beispiele kenen, dafür relativ viele gegenteiligen Berichte!
Gruß Toni
truetschel
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Beitrag von truetschel »

Hallo Toni,

lese bitte den Lichtblick Ausgabe 4.2002 Seite 18.

Da stellen sich 2 Pat. vor die eine trägt aktiv das Korsett und wird nicht operiert und die andere Pat. hat nicht regelmäßig das Korsett getragen und hat sich für die Operation entschieden.

Gruß Lydia
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Beitrag von netkitty »

Liebe Lydia,
der Bericht ist über 1 Jahr alt......
ist das das einzige an positiven Patientenberichten, das die Skoliose Selbsthilfe vorzuweisen hat???
Seit über einem Jahr keine weitere "Success Story"????
Es werden zwar viele ihre Geschichte auch nicht erzählen wollen, aber man muß ja bei solchen Berichten auch nicht unbedingt die Namen der Betroffenen nennen.
Also als richtige Hilfe bei der Suche nach dem richtigen Arzt.....
....dafür ist mir das aber zu dürftig.
Sorry, eure Arbeit in allen Ehren, ihr setzt euch bestimmt sehr ein für unser aller Anliegen und opfert der gemeinsamen Sache bestimmt eine Menge Freizeit....
...aber an manchen stellen kann ich zum Beispiel die "Geheimniskrämerei" nicht verstehen.

"...lies den Lichtblick, dann kannst du was erfahren..."
"...werde Mitglied, dann erzähl ich dir was..."

Ich weiß ja nicht, ob das die richtige Motivation ist neue Mitglieder zu werben?!
Grüsse
Nicole
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