Krankengymnastik/Verordnung
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Gruseline
- Vielschreiber

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- Registriert: Di, 03.12.2002 - 00:00
- Wohnort: Oberhausen/Rheinland
Krankengymnastik/Verordnung
Hallo
Habe mich heute nochmal mit der Krankenkasse in Verbindung gesetzt und den Heilmittelkatalog studiert.
Ich versuche ,so einfach wie möglich, Euch die Information weiter zu geben.
Es ist wirklich sehr verwirrend und unübersichtlich,wann ,wieviel KG verschrieben werden darf.
Das hier laut neusten Heilmittelkatalog.
Ab 01.07.2004 werden diese neuen Heilmittelrichtlinien in Kraft treten.
Laut Katalog werden zwei Bereiche maßgebend sein für uns.
WS1 =Skoliose und Kyphosen ohne Korsettversorgung.
-----------------------------------------------------------------
Erste Verordnung :6 mal Krankengymnastik /ist dann der Regelfall
Folgeverordung :6 mal Krankengymanstik /ist dann außerhalb des
Regelfalls.
Höchstverordungsmenge :jeweils 6 Einheiten.
Folgeverordungen dürfen auch außerhalb des Heilmittelkatalogs ausgestellt werden.Vorraussetzung, die vorgeschriebene Höchstverordungsmenge reicht nicht aus ,um einen Erfolg zu sehen.Der Arzt, muß das dann auf dem Rezept begründen.Kann er auch, wenn er will.
Und die Krankenkasse ,muß da es ja außerhalb des Regelfalls liegt ,genehmigen.
Etwas anders sieht es bei.
WS2= Skoliose und Kyphose korsettversorgt aus.
---------------------------------------------------------
Erste Verordung :6 mal Kg
Folgeverordung :außerhalb des Regelfalls 6 mal KG-Höchstverordungsmenge 18 Einheiten.
Also der Arzt entscheidet ,laut Heilmittelkatalog mit dem Physio,ob es ausreicht oder mehr als 6 mal KG oder 18 Einheiten benötigt werden.
Wenn auch die Höchstverordungen überschritten werden müßen,dann muß der Arzt das auf dem Rezept vermerken und die KK genehmigen.
Der Physio muß dann auch einen kleinen Bericht an den Arzt geben.
Letztendlich kann ein Arzt bei einer Skoliose immer KG verschreiben.
Er wird aber auch immer sein eigenes Buget im Auge haben.
Also wäre es gut immer Anfang des Quartals ,das neue Rezept zu holen.
Dann hat der Arzt noch nicht soviel verordnet und mehr Geld zur Verfügung.
Was die Zuzahlung angeht ,sind Kids bis 18 Jahren davon befreit,ebenso die Praxisgebühr.
Noch ein Wort zu: Was wird als "chronisch" krank anerkannt wird.Wegen der 1 oder 2 % Zuzahlung.
Vorrausetzung:
1. Ein Jahr lang, jedes Quartal einmal zum Arzt "und"
2. 60% Schwerbehindertenausweis oder
3. Pflegestufe 2 oder
4. ohne die Behandlung an Lebensqualität oder Gesundheit einbüßt.
So die Aussagen.????
Dabei habe ich noch erfahen ,das nur noch Kinder unter 12 Jahren, vom Arzt nicht verschreibungspflichtige Medikamente bekommen können.Die dann auf Rezept verordnet werden.Ab 13 können die Eltern ,das dann selbst bezahlen.
Also den Arzt und die KK auf die Füße treten.Möglich ist es von den Richtlinien,weiter über das gesamte Jahr KG zu bekommen.
LG
Gruseline
Habe mich heute nochmal mit der Krankenkasse in Verbindung gesetzt und den Heilmittelkatalog studiert.
Ich versuche ,so einfach wie möglich, Euch die Information weiter zu geben.
Es ist wirklich sehr verwirrend und unübersichtlich,wann ,wieviel KG verschrieben werden darf.
Das hier laut neusten Heilmittelkatalog.
Ab 01.07.2004 werden diese neuen Heilmittelrichtlinien in Kraft treten.
Laut Katalog werden zwei Bereiche maßgebend sein für uns.
WS1 =Skoliose und Kyphosen ohne Korsettversorgung.
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Erste Verordnung :6 mal Krankengymnastik /ist dann der Regelfall
Folgeverordung :6 mal Krankengymanstik /ist dann außerhalb des
Regelfalls.
Höchstverordungsmenge :jeweils 6 Einheiten.
Folgeverordungen dürfen auch außerhalb des Heilmittelkatalogs ausgestellt werden.Vorraussetzung, die vorgeschriebene Höchstverordungsmenge reicht nicht aus ,um einen Erfolg zu sehen.Der Arzt, muß das dann auf dem Rezept begründen.Kann er auch, wenn er will.
Und die Krankenkasse ,muß da es ja außerhalb des Regelfalls liegt ,genehmigen.
Etwas anders sieht es bei.
WS2= Skoliose und Kyphose korsettversorgt aus.
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Erste Verordung :6 mal Kg
Folgeverordung :außerhalb des Regelfalls 6 mal KG-Höchstverordungsmenge 18 Einheiten.
Also der Arzt entscheidet ,laut Heilmittelkatalog mit dem Physio,ob es ausreicht oder mehr als 6 mal KG oder 18 Einheiten benötigt werden.
Wenn auch die Höchstverordungen überschritten werden müßen,dann muß der Arzt das auf dem Rezept vermerken und die KK genehmigen.
Der Physio muß dann auch einen kleinen Bericht an den Arzt geben.
Letztendlich kann ein Arzt bei einer Skoliose immer KG verschreiben.
Er wird aber auch immer sein eigenes Buget im Auge haben.
Also wäre es gut immer Anfang des Quartals ,das neue Rezept zu holen.
Dann hat der Arzt noch nicht soviel verordnet und mehr Geld zur Verfügung.
Was die Zuzahlung angeht ,sind Kids bis 18 Jahren davon befreit,ebenso die Praxisgebühr.
Noch ein Wort zu: Was wird als "chronisch" krank anerkannt wird.Wegen der 1 oder 2 % Zuzahlung.
Vorrausetzung:
1. Ein Jahr lang, jedes Quartal einmal zum Arzt "und"
2. 60% Schwerbehindertenausweis oder
3. Pflegestufe 2 oder
4. ohne die Behandlung an Lebensqualität oder Gesundheit einbüßt.
So die Aussagen.????
Dabei habe ich noch erfahen ,das nur noch Kinder unter 12 Jahren, vom Arzt nicht verschreibungspflichtige Medikamente bekommen können.Die dann auf Rezept verordnet werden.Ab 13 können die Eltern ,das dann selbst bezahlen.
Also den Arzt und die KK auf die Füße treten.Möglich ist es von den Richtlinien,weiter über das gesamte Jahr KG zu bekommen.
LG
Gruseline
Gutes Holz wächst nicht einfach so.
Je stärker der Wind,desto stärker der Baum
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Re: Krankengymnastik/Verordnung
Hallo Gruseline,
vielen Dank dafür, daß Du Dir die Arbeit gemacht hast.
Kritisch finde ich diese ganze Sache trotzdem, denn man kommt ja auch bei 18 Einheiten nur auf 6 pro Monat. Das wären, wenn man von 2 Einheiten pro Woche ausgeht, im günstigsten Fall ein oder zwei Wochen ohne. Im Regelfall dauert der Zyklus zwischen der letzten Einheit KG und dem neuen Rezept ja manchmal länger.
Was mir noch einfällt: gibt es irgendeine Grenze bzgl. eines Zeitraums, in dem die Behandlung aussetzen darf (etwa wegen Kur, Auslandsaufenthalt o.ä.)?
Viele Grüße
Anne
vielen Dank dafür, daß Du Dir die Arbeit gemacht hast.
Kritisch finde ich diese ganze Sache trotzdem, denn man kommt ja auch bei 18 Einheiten nur auf 6 pro Monat. Das wären, wenn man von 2 Einheiten pro Woche ausgeht, im günstigsten Fall ein oder zwei Wochen ohne. Im Regelfall dauert der Zyklus zwischen der letzten Einheit KG und dem neuen Rezept ja manchmal länger.
Was mir noch einfällt: gibt es irgendeine Grenze bzgl. eines Zeitraums, in dem die Behandlung aussetzen darf (etwa wegen Kur, Auslandsaufenthalt o.ä.)?
Viele Grüße
Anne
frage
ich hab das jetzt nicht so ganz verstanden, wahrscheinlich weil ich noch nicht so alt bin! werd in 5 stunden aber 18.
wie ist das jetzt mit dem rezept für krankengymnastik? bekomm ich des jetzt so wie immer, oder sind da pausen dazwischen?
das will ich eigentlich nur wissen!
wie ist das jetzt mit dem rezept für krankengymnastik? bekomm ich des jetzt so wie immer, oder sind da pausen dazwischen?
das will ich eigentlich nur wissen!
-
Findus
Hallo Leute!
Um nur mal meine Meinung loszuwerden:
Bei der Skoliosebehandlung im (ich betone)Erwachsenenalter geht es doch primär darum, Komplikationen im Vornherein zu verhindern. Also läßt sich da eigentlich doch keine Verbesserung beobachten. Oder sollen wir jetzt immer solange warten, bis wir so richtige Probleme haben und dann bekommen wir vielleicht 6 Behandlungen? Bei mir gibt es in den Schultern und an der linken Bauchseite z.B. Schmerzen. Mal mehr, mal weniger. Die bekomme ich trotz Behandlungen (Schroth, Gerätetraining usw.) nicht richtig weg, hab allerdings eine Verbesserung erreicht. Doch wann spricht man dann vom "Erfolg" und somit einer Beendigung der Verordnungen. Schmerzen sind schließlich schon seit langem da und ich glaube, daß ich die auch nicht mehr wirklich weg bekomme. Das wird mit Sicherheit ohne Behandlungen auch nicht nbesser. Dann sollen wir uns also mit den Schmerzen abfinden und warten bis sie immer schlimmer werden. Das kann einfach nicht sein!
Oder bleibt uns dann als Alternative nur noch zu Schmerzmitteln zu greifen, die auf Dauer auch nicht mehr helfen.
Ich kann es einfach nicht glauben, daß es Leute gibt, die sowas beschließen.
Bis zum 1.Juli wird sich hoffentlich noch ein wenig ändern.
Ich hab auch schon gelesen, daß z.B. die Ersatzkassen auf ein Genehmigungsverfahren bezüglich einer längerfristigen Verordnung verzichten wollen und dem Arzt die Entscheidung überlassen wollen.
Hoffen wir mal das Beste
Matthias
Um nur mal meine Meinung loszuwerden:
Bei der Skoliosebehandlung im (ich betone)Erwachsenenalter geht es doch primär darum, Komplikationen im Vornherein zu verhindern. Also läßt sich da eigentlich doch keine Verbesserung beobachten. Oder sollen wir jetzt immer solange warten, bis wir so richtige Probleme haben und dann bekommen wir vielleicht 6 Behandlungen? Bei mir gibt es in den Schultern und an der linken Bauchseite z.B. Schmerzen. Mal mehr, mal weniger. Die bekomme ich trotz Behandlungen (Schroth, Gerätetraining usw.) nicht richtig weg, hab allerdings eine Verbesserung erreicht. Doch wann spricht man dann vom "Erfolg" und somit einer Beendigung der Verordnungen. Schmerzen sind schließlich schon seit langem da und ich glaube, daß ich die auch nicht mehr wirklich weg bekomme. Das wird mit Sicherheit ohne Behandlungen auch nicht nbesser. Dann sollen wir uns also mit den Schmerzen abfinden und warten bis sie immer schlimmer werden. Das kann einfach nicht sein!
Oder bleibt uns dann als Alternative nur noch zu Schmerzmitteln zu greifen, die auf Dauer auch nicht mehr helfen.
Ich kann es einfach nicht glauben, daß es Leute gibt, die sowas beschließen.
Bis zum 1.Juli wird sich hoffentlich noch ein wenig ändern.
Ich hab auch schon gelesen, daß z.B. die Ersatzkassen auf ein Genehmigungsverfahren bezüglich einer längerfristigen Verordnung verzichten wollen und dem Arzt die Entscheidung überlassen wollen.
Hoffen wir mal das Beste
Matthias
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Gruseline
- Vielschreiber

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- Registriert: Di, 03.12.2002 - 00:00
- Wohnort: Oberhausen/Rheinland
Hallo
Habe ja gesagt ,ist nicht so einfach.
Das was ich geschrieben habe ,gilt ab 01.07 2004,da wird sich dann nichts ändern .Liegt jetzt nur noch bei dem Bundesamt für Gesundtheit vor.Ist aber entschieden.
Aussetzter gibt es bei der Erstverordnung von 12 Wochen.Das heißt aber nichts anderes,als das es sich so verbessert haben muß, bei den ersten 6 Behandlungen,das alles OK ist.Dann kann man nach 12 Wochen wieder hin, falls es schlimmer geworden ist oder erneut auftritt.
Bei Skoliosen ist damit ja nicht zu rechnen ,also geht das ,wenn der Arzt mitmacht und das kann er( alles eine Sache seines Bugets) in eine Folge bewecks Langzeitverordung übergehen.
Wenn andere Beschwerden wie zum Beispiel Schulterschmerzen dazu kommen ,kann er dafür wieder eine neue Verordnung ausstellen und das gleiche mit Erst und Folgerezept verordnen.
Also sechs Einheiten im Quartal sind ja eigentlich noch OK.Kann man aufteilen.
Schroth soll ja sowieso in der Reha gelernt werden.Ambulant dauert das zu lange ,bis man Erfolge hat. Also ist die Ambulante KG ja wohl eher ,als Kontrolle und Korrektur der erlernten Übungen zu sehen.
Und wie gesagt kommen andere Beschwerden hinzu ,kann der Arzt ja auch deswegen KG verschreiben.
In anderen Ländern gibt es sowas garnicht,also nicht ganz soviel meckern und beschweren.Man muß sich eben ein wenig durchsetzten.
LG
Gruseline
Habe ja gesagt ,ist nicht so einfach.
Das was ich geschrieben habe ,gilt ab 01.07 2004,da wird sich dann nichts ändern .Liegt jetzt nur noch bei dem Bundesamt für Gesundtheit vor.Ist aber entschieden.
Aussetzter gibt es bei der Erstverordnung von 12 Wochen.Das heißt aber nichts anderes,als das es sich so verbessert haben muß, bei den ersten 6 Behandlungen,das alles OK ist.Dann kann man nach 12 Wochen wieder hin, falls es schlimmer geworden ist oder erneut auftritt.
Bei Skoliosen ist damit ja nicht zu rechnen ,also geht das ,wenn der Arzt mitmacht und das kann er( alles eine Sache seines Bugets) in eine Folge bewecks Langzeitverordung übergehen.
Wenn andere Beschwerden wie zum Beispiel Schulterschmerzen dazu kommen ,kann er dafür wieder eine neue Verordnung ausstellen und das gleiche mit Erst und Folgerezept verordnen.
Also sechs Einheiten im Quartal sind ja eigentlich noch OK.Kann man aufteilen.
Schroth soll ja sowieso in der Reha gelernt werden.Ambulant dauert das zu lange ,bis man Erfolge hat. Also ist die Ambulante KG ja wohl eher ,als Kontrolle und Korrektur der erlernten Übungen zu sehen.
Und wie gesagt kommen andere Beschwerden hinzu ,kann der Arzt ja auch deswegen KG verschreiben.
In anderen Ländern gibt es sowas garnicht,also nicht ganz soviel meckern und beschweren.Man muß sich eben ein wenig durchsetzten.
LG
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Je stärker der Wind,desto stärker der Baum
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- Toni
- Profi

- Beiträge: 4388
- Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
In Österreich müssen z.B. 50% der Kosten der Physiotherapie selbst bezahlt werden. Es gab noch nie eine Dauerverordnung für Skolis oder Kyphos.
Es soll auch nur der Kontrolle der Übungen dienen. Also ein- bis zweimal pro Woche zur Schroth-TherapeutIn macht gar keinen Sinn!
Es geht um Kontrolle und nicht um Behandlung.
In meinem Fall macht es gar keinen Sinn, weil ich Kyphose-Schroth 10 mal besser beherrsche, als die lokale Schroth-Therapeutin. Ich glaube (ohne Überheblichkeit....) ich könnte ihr einen Fortbildungskurs in Sachen Kyphose-Schroth geben!
Warum also soll ich die Kassen mit sowas belasten?
Daß die keine "Wellness-Massagen" oder sonstige Behandlungen ohne nachhaltigen oder erwiesenen Effekt mehr bezahlen wollen ist schon irgendwie verständlich.
Gruß Toni
Es soll auch nur der Kontrolle der Übungen dienen. Also ein- bis zweimal pro Woche zur Schroth-TherapeutIn macht gar keinen Sinn!
Es geht um Kontrolle und nicht um Behandlung.
In meinem Fall macht es gar keinen Sinn, weil ich Kyphose-Schroth 10 mal besser beherrsche, als die lokale Schroth-Therapeutin. Ich glaube (ohne Überheblichkeit....) ich könnte ihr einen Fortbildungskurs in Sachen Kyphose-Schroth geben!
Warum also soll ich die Kassen mit sowas belasten?
Daß die keine "Wellness-Massagen" oder sonstige Behandlungen ohne nachhaltigen oder erwiesenen Effekt mehr bezahlen wollen ist schon irgendwie verständlich.
Gruß Toni
Zuletzt geändert von Toni am So, 11.04.2004 - 18:28, insgesamt 1-mal geändert.
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- Sabi
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- Diagnose: Skoliose
Hypermobilität
Spondyloarthritis - Therapie: aktuell Nachtkorsett von Rahmouni
manuelle Therapie
Schroth-KG
Hallo Toni,Toni hat geschrieben: Ich glaube (ohne Überheblichkeit....) ich könnte ihr einen Vorbildungskurs in Sachen Kyphose-Schroth geben!
meinst du einen Vorbildungskurs oder einen Fortbildungskurs?
Fortbildungskurs wäre, wenn sie Schroththearpeutin ist, wovon ich ausgehe richtiger oder
Nimms mir nicht übel,
liebes Grüßchen und schöne Ostern Sabi
In der Idee leben heißt,
das Unmögliche behandeln,
als wenn es möglich wäre.
Goethe
das Unmögliche behandeln,
als wenn es möglich wäre.
Goethe
Hallo Toni,
danke für die aufbauenden Worte ...
... aber vielleicht hab ich was übersehen. 
). Kannst Du noch dazuschreiben, wie oft Du inzwischen auf Reha warst? Und wie lange jeweils?
Meine Therapeutin hat mir mit dem Spar-Argument am letzten Dienstag die Reha noch einmal ausgeredet; die andere schaute mich schon komisch an, als ich Ende März noch mal kam, ebenso wie die Orthopädin, als ich ein neues Rezept wollte. Neue Übungen gelernt habe ich trotzdem. Klar, ich kann auch nach dem Buch turnen, aber das ist doch nicht dasselbe.
Just my 2 cents ...
... also bitte nicht weiter aufregen. 
Anne
danke für die aufbauenden Worte ...
Vielleicht wegen der allgemein geringeren Bevölkerungszahl?Toni hat geschrieben: In Österreich müssen z.B. 50% der Kosten der Physiotherapie selbst bezahlt werden. Es gab noch nie eine Dauerverordnung für Skolis oder Kyphos.
Sondern?Toni hat geschrieben: Es soll auch nur der Kontrolle der Übungen dienen. Also ein- bis zweimal pro Woche zur Schroth-TherapeutIn macht gar keinen Sinn!
Das heißt, daß dann neue jugendliche Fälle, die auf eine Reha und/oder ein Korsett warten, auch nicht zur KG gehen sollen, wenn sie eine Chance haben, eine geschulte Therapeutin zu finden? Find ich komisch ...Toni hat geschrieben: Es geht um Kontrolle und nicht um Behandlung.
Das mit dem Kurs glaub ich Dir sofort (wirklich'Toni hat geschrieben: In meinem Fall macht es gar keinen Sinn, weil ich Kyphose-Schroth 10 mal besser beherrsche, als die lokale Schroth-Therapeutin. Ich glaube (ohne Überheblichkeit....) ich könnte ihr einen Vorbildungskurs in Sachen Kyphose-Schroth geben!
Warum also soll ich die Kassen mit sowas belasten?
Meine Therapeutin hat mir mit dem Spar-Argument am letzten Dienstag die Reha noch einmal ausgeredet; die andere schaute mich schon komisch an, als ich Ende März noch mal kam, ebenso wie die Orthopädin, als ich ein neues Rezept wollte. Neue Übungen gelernt habe ich trotzdem. Klar, ich kann auch nach dem Buch turnen, aber das ist doch nicht dasselbe.
Just my 2 cents ...
Anne
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M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
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Hallo Anne
...nach wie vor bin ich der festen Überzeugung, daß man/frau Schroth nur schlecht oder gar nicht bei Niedergelassenen Schroth Therapeuten lernen kann. Die klinischen Schroth-Therapeuten beklagen sich sogar oft über solche Patienten, die Schroth zuerst zuhause und falsch eingestellt gelernt haben! Es ist viel schwieriger eine falsch einstudierte Übung dann in der Klinik zu korrigieren, als es echten Anfängern beizubringen.
Die Qualität der Niedergelassenen lässt leider oft zu wünschen übrig.
Auch wird ohne Reha oft kein ausreichend hoher Muskelstatus der aufrichtenden und entdrehenden (autochtonen) Muskulatur erreicht. Daher führt Schroth ohne dieses intensive Auftrainieren oft zu Verspannungen.
Noch weniger kann man es aus dem Buch lernen, glaub mir ich habs versucht!
Das vorrangige Ziel sollte daher unbedingt lauten: SIR oder WIR (Skoliose-Intensiv-Reha oder Wirbelsäulen-Intensiv-Reha).
Wenn man es dort engagiert und gut lernt, ersetzen zuhause monatelang die Spiegel die Therapeuten.
Im Reha- Abschlussbericht wird dann (Übrigens auf Forderung der Krankenkassen) intensives Weiterüben und nur eine vierteljährige Kontrolle empfohlen, was ich insbesondere bei Jugendlichen für viiiiiieeeeeel zu wenig halte. Aber die noch möglichen Verordnungen sollten dann zur Kontrolle ausreichen.
Die Sozialkassen Österreichs sind im Verhältnis zu den Deutschen nahezu prall voll, da Österreich nur einen Bruchteil der Arbeitslosigkeit von Deutschland hat! Trotzdem knausern sie sehr stark im Vergleich zu uns hier. Andere Länder finanzieren gar keine Rehas oder Physiotherapien.
Wir sollten nicht nur fordern und jammern.
Ich möchte den berühmten Scheuermann-Patienten John.F.Kennedy aus seinem Buch Zivilcourage zitieren:
"Frage nicht was der Staat für Dich tun kann, sondern was Du für den Staat tun kannst."
Wir haben uns im Allgäu/Bodensee schon ein paarmal zum privaten Schrothen getroffen. Das war sehr gut für alle Beteiligten, hat sehr viel Spaß gemacht und die KK keinen Pfennig gekostet. Die die schon in Reha waren haben den Anfängern mehr zeigen können als manche (rel. teure) Niedergelassene. Ich denke das könnte ein guter Weg sein.
Gruß Toni
...nach wie vor bin ich der festen Überzeugung, daß man/frau Schroth nur schlecht oder gar nicht bei Niedergelassenen Schroth Therapeuten lernen kann. Die klinischen Schroth-Therapeuten beklagen sich sogar oft über solche Patienten, die Schroth zuerst zuhause und falsch eingestellt gelernt haben! Es ist viel schwieriger eine falsch einstudierte Übung dann in der Klinik zu korrigieren, als es echten Anfängern beizubringen.
Die Qualität der Niedergelassenen lässt leider oft zu wünschen übrig.
Auch wird ohne Reha oft kein ausreichend hoher Muskelstatus der aufrichtenden und entdrehenden (autochtonen) Muskulatur erreicht. Daher führt Schroth ohne dieses intensive Auftrainieren oft zu Verspannungen.
Noch weniger kann man es aus dem Buch lernen, glaub mir ich habs versucht!
Das vorrangige Ziel sollte daher unbedingt lauten: SIR oder WIR (Skoliose-Intensiv-Reha oder Wirbelsäulen-Intensiv-Reha).
Wenn man es dort engagiert und gut lernt, ersetzen zuhause monatelang die Spiegel die Therapeuten.
Im Reha- Abschlussbericht wird dann (Übrigens auf Forderung der Krankenkassen) intensives Weiterüben und nur eine vierteljährige Kontrolle empfohlen, was ich insbesondere bei Jugendlichen für viiiiiieeeeeel zu wenig halte. Aber die noch möglichen Verordnungen sollten dann zur Kontrolle ausreichen.
Die Sozialkassen Österreichs sind im Verhältnis zu den Deutschen nahezu prall voll, da Österreich nur einen Bruchteil der Arbeitslosigkeit von Deutschland hat! Trotzdem knausern sie sehr stark im Vergleich zu uns hier. Andere Länder finanzieren gar keine Rehas oder Physiotherapien.
Wir sollten nicht nur fordern und jammern.
Ich möchte den berühmten Scheuermann-Patienten John.F.Kennedy aus seinem Buch Zivilcourage zitieren:
"Frage nicht was der Staat für Dich tun kann, sondern was Du für den Staat tun kannst."
Wir haben uns im Allgäu/Bodensee schon ein paarmal zum privaten Schrothen getroffen. Das war sehr gut für alle Beteiligten, hat sehr viel Spaß gemacht und die KK keinen Pfennig gekostet. Die die schon in Reha waren haben den Anfängern mehr zeigen können als manche (rel. teure) Niedergelassene. Ich denke das könnte ein guter Weg sein.
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
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Findus
Hallo,
warum glaubt Ihr hier im Forum eure ganzen gesundheitlichen Prbleme alleine mit Schroth in den Griff zu bekommen? Wollt Ihr mir allen Ernstes weiß machen, daß man mit Schroth z. B. die Gekenkkapseln an der Wirbelsäule mobilisieren kann. Durch diese laufen Nerven, die z. B. die ganzen inneren Organe versorgen. Sind Gelenkkapseln steif, so kann es zu Reizungen der Nerven kommen. Du kannst doch mit Schroth nicht alle Gelenke bewegen. Ich war schon auf einer Schroth-Reha und als ich meine schmerzenden Rippenwirbelgelnke angssprochen habe kam nur ein Gekrummel "der ist gut informiert", aber keine Problemlösung. Ich denke daher, daß man einfach verschiedene Therapien kombinieren sollte und sich nicht einseitig auf Schroth festnageln sollte. Es gibt nicht nur Die Wirbelsäule, die betroffen ist..
Und ich finde es unsinnig bei chronisch Kranken zu sparen, die gar nichts für ihre Erkrankung können. Ich bin jetzt 34 und habe Kopfschmerzen, Probleme im Bauch mit Schroth, Gerätetraining, Entspannungstraining, Osteopathie und verschiedene phsiotherapeutische Behandlungen, wie E-Technik halbwegs im Griff. Ich weiß nicht was passiert, wenn die Verordnungen deutlich reduziert werden. Schließlich muß und will ich noch ein paar Jahrzehnte arbeiten. Das gespart werden muß, daß ist mir auch klar. Aber nicht auf Kosten von chronisch Kranken Menschen, daß geht entschieden zuweit.
Warum können Sportverletzungen z.B. nicht über eine eigene Versicherung abgesichert werden, die jeder freiwillig abschließen kann und die dann nicht über die Krankenkasse bezahlt werden. Ich sehe immer soviele Hobbyfußballer im Rehazentrum, daß ich mich wirklich frage, warum soetwas die Gemeinschaft zahlt. Manche sind beispielsweise schon mehrfach wegen eines Bänderrisses dort gewesen und jedesmal zahlt die Kasse, obwohl man sich selber bestimmt mit riskantem Spiel in diese Lage gebracht hat. Die Möglichkeiten, wo man den Rotstift ansetzt sind mit Sicherheit nicht am Anfang bei den chronisch Kranken zu machen.
Viele Grüße Matthias
warum glaubt Ihr hier im Forum eure ganzen gesundheitlichen Prbleme alleine mit Schroth in den Griff zu bekommen? Wollt Ihr mir allen Ernstes weiß machen, daß man mit Schroth z. B. die Gekenkkapseln an der Wirbelsäule mobilisieren kann. Durch diese laufen Nerven, die z. B. die ganzen inneren Organe versorgen. Sind Gelenkkapseln steif, so kann es zu Reizungen der Nerven kommen. Du kannst doch mit Schroth nicht alle Gelenke bewegen. Ich war schon auf einer Schroth-Reha und als ich meine schmerzenden Rippenwirbelgelnke angssprochen habe kam nur ein Gekrummel "der ist gut informiert", aber keine Problemlösung. Ich denke daher, daß man einfach verschiedene Therapien kombinieren sollte und sich nicht einseitig auf Schroth festnageln sollte. Es gibt nicht nur Die Wirbelsäule, die betroffen ist..
Und ich finde es unsinnig bei chronisch Kranken zu sparen, die gar nichts für ihre Erkrankung können. Ich bin jetzt 34 und habe Kopfschmerzen, Probleme im Bauch mit Schroth, Gerätetraining, Entspannungstraining, Osteopathie und verschiedene phsiotherapeutische Behandlungen, wie E-Technik halbwegs im Griff. Ich weiß nicht was passiert, wenn die Verordnungen deutlich reduziert werden. Schließlich muß und will ich noch ein paar Jahrzehnte arbeiten. Das gespart werden muß, daß ist mir auch klar. Aber nicht auf Kosten von chronisch Kranken Menschen, daß geht entschieden zuweit.
Warum können Sportverletzungen z.B. nicht über eine eigene Versicherung abgesichert werden, die jeder freiwillig abschließen kann und die dann nicht über die Krankenkasse bezahlt werden. Ich sehe immer soviele Hobbyfußballer im Rehazentrum, daß ich mich wirklich frage, warum soetwas die Gemeinschaft zahlt. Manche sind beispielsweise schon mehrfach wegen eines Bänderrisses dort gewesen und jedesmal zahlt die Kasse, obwohl man sich selber bestimmt mit riskantem Spiel in diese Lage gebracht hat. Die Möglichkeiten, wo man den Rotstift ansetzt sind mit Sicherheit nicht am Anfang bei den chronisch Kranken zu machen.
Viele Grüße Matthias
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Gast
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Gast
Weil man daran interessiert ist Sport zu fördern, und das aus gesundheitlichen Gründen.Findus hat geschrieben:Warum können Sportverletzungen z.B. nicht über eine eigene Versicherung abgesichert werden, die jeder freiwillig abschließen kann und die dann nicht über die Krankenkasse bezahlt werden. Ich sehe immer soviele Hobbyfußballer im Rehazentrum, daß ich mich wirklich frage, warum soetwas die Gemeinschaft zahlt. Manche sind beispielsweise schon mehrfach wegen eines Bänderrisses dort gewesen und jedesmal zahlt die Kasse, obwohl man sich selber bestimmt mit riskantem Spiel in diese Lage gebracht hat.
Menschen die Sport treiben sind trotz allem noch gesünder als solche die keinen Sport treiben. Die Krankenkassen haben also ein finanzielles Interesse daran. Fußballer sind halt auch trotz ihren Bänderrissen und co. die billigeren Versicherten.
- Toni
- Profi

- Beiträge: 4388
- Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Hallo Matthias
Ich stimme Dir voll und ganz zu. Schroth ist kein Allheilmittel und Schroth ist sicher nicht die einzige Therapieform.
Klar daß je nach Diagnose und Krankheitsbild die unterschiedlichsten Therapieformen Anwendung finden müssen.
Was ich zum Ausdruck bringen wollte ist, daß es u.U. sinnlose Mittelverschwendung ist, wenn jemand ca. 1-2 mal inn der Wioche bei ener Physioth. schrothet, sonst selbst nichts tut und sich jahrelang NICHT um eine Reha bemüht, dann aber jammert, wenn die Therapieeinheiten auf 6x pro Quartal gekürzt und 12wöchige Zwangspausen "verordnet werden.
Das Problem ist nach meiner Meinung ein ganz anderes.
Unsere Gesellschaft verfügt meines Erachtens über genügend Geld. Auch Mittel, Infrastruktur und Personal ist in unserem Land mehr als genug vorhanden.
Das Problem ist die Bereitschaft der Gesellschaft für die Gesundheit oder die Krankheit diese Mittel bereitzustellen.
Darunter leiden Chroniker dann sehr. Diese "Dauerkostenfaktoren" sind derzeit gesellschaftlich UNERWÜNSCHT!
Erst diese Woche wurde berichtet, daß bayerische und baden-württembergische Arbeitnehmer noch nie so wenig "krank" waren, wie im letzten Quartal! Also ist unsere Gesellschaft in den Augen der Krankenkassenbürokraten und Gesundheitsreformpolitiker aller Colour nun wesentlich "gesünder" als zu Zeiten in denen die Ärzte noch großzügig "12 mal Massage" aufschreiben durften?
Das größte Problem besteht aber meines Erachtens darin die begrenzen Mittel auch zielführend und möglichst effizient einzusetzen.
Dazu muss die medizin in Deutschland (und anderswo) einen qualitativen Quantensprung machen.
Wenn ich mir allein vorstelle, wieviele katastrohal schlechte Korsette ständig irgendwo in D produziert, bezahlt und dann nichtgetragen oder weggeworfen werden, wieviel menschen sauteuer operiert werden müssen, weil weder Qualitässicherung oder Complianceverbesserung in der konservativen Therapie betrieben wurden, usw... und wir sind aber nur ein mikroskopischer teil des ganzen Dilemmas.
Ich hab mich mit Ärzten, Apothekern und Therapeuten zu diesem Thema auseinandergesetzt und mir wurde die schlechte Effiziens unseres kranken Gesundheitswesens immer wieder vor Augen geführt.
War selbst jahrzehnte lang ein "Opfer" von Inkompetenz und Ignoranz.
Was wir brauchen ist die Bezahlung von relativ sicheren und wirksamen Methoden, Heil- und Hilfsmitteln und Arzneien. Hier fließen enorme Resourcen immer noch in unbewiesene Glaubens- und Wellnessbereiche ab. Denen die wirklich Hilfe benötigen wird dafür diese entzogen.
Wir brauchen dringend mehr evidenzbasierte Medizin. Diese sollte dann auch wirklich bezahlt werden!
Das beginnt schon in der Diagnostik und endet bei der Compliancekontrolle beim Patienten.
Was evidenzbasierte Medizin ist?
Hier eine Erklärung:
http://www.ebm-netzwerk.de/was_ist_ebm.htm
Gruß Toni
Ich stimme Dir voll und ganz zu. Schroth ist kein Allheilmittel und Schroth ist sicher nicht die einzige Therapieform.
Klar daß je nach Diagnose und Krankheitsbild die unterschiedlichsten Therapieformen Anwendung finden müssen.
Was ich zum Ausdruck bringen wollte ist, daß es u.U. sinnlose Mittelverschwendung ist, wenn jemand ca. 1-2 mal inn der Wioche bei ener Physioth. schrothet, sonst selbst nichts tut und sich jahrelang NICHT um eine Reha bemüht, dann aber jammert, wenn die Therapieeinheiten auf 6x pro Quartal gekürzt und 12wöchige Zwangspausen "verordnet werden.
Das Problem ist nach meiner Meinung ein ganz anderes.
Unsere Gesellschaft verfügt meines Erachtens über genügend Geld. Auch Mittel, Infrastruktur und Personal ist in unserem Land mehr als genug vorhanden.
Das Problem ist die Bereitschaft der Gesellschaft für die Gesundheit oder die Krankheit diese Mittel bereitzustellen.
Darunter leiden Chroniker dann sehr. Diese "Dauerkostenfaktoren" sind derzeit gesellschaftlich UNERWÜNSCHT!
Erst diese Woche wurde berichtet, daß bayerische und baden-württembergische Arbeitnehmer noch nie so wenig "krank" waren, wie im letzten Quartal! Also ist unsere Gesellschaft in den Augen der Krankenkassenbürokraten und Gesundheitsreformpolitiker aller Colour nun wesentlich "gesünder" als zu Zeiten in denen die Ärzte noch großzügig "12 mal Massage" aufschreiben durften?
Das größte Problem besteht aber meines Erachtens darin die begrenzen Mittel auch zielführend und möglichst effizient einzusetzen.
Dazu muss die medizin in Deutschland (und anderswo) einen qualitativen Quantensprung machen.
Wenn ich mir allein vorstelle, wieviele katastrohal schlechte Korsette ständig irgendwo in D produziert, bezahlt und dann nichtgetragen oder weggeworfen werden, wieviel menschen sauteuer operiert werden müssen, weil weder Qualitässicherung oder Complianceverbesserung in der konservativen Therapie betrieben wurden, usw... und wir sind aber nur ein mikroskopischer teil des ganzen Dilemmas.
Ich hab mich mit Ärzten, Apothekern und Therapeuten zu diesem Thema auseinandergesetzt und mir wurde die schlechte Effiziens unseres kranken Gesundheitswesens immer wieder vor Augen geführt.
War selbst jahrzehnte lang ein "Opfer" von Inkompetenz und Ignoranz.
Was wir brauchen ist die Bezahlung von relativ sicheren und wirksamen Methoden, Heil- und Hilfsmitteln und Arzneien. Hier fließen enorme Resourcen immer noch in unbewiesene Glaubens- und Wellnessbereiche ab. Denen die wirklich Hilfe benötigen wird dafür diese entzogen.
Wir brauchen dringend mehr evidenzbasierte Medizin. Diese sollte dann auch wirklich bezahlt werden!
Das beginnt schon in der Diagnostik und endet bei der Compliancekontrolle beim Patienten.
Was evidenzbasierte Medizin ist?
Hier eine Erklärung:
http://www.ebm-netzwerk.de/was_ist_ebm.htm
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
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Findus
Hallo,
es gibt ja schließlich auch noch Sportarten, die wesentlicher risikoärmer sind und bei denen es nicht zu einer ständigen körperlichen Konfrontation mit dem Gegner kommt. Die können die Krankenkassen ja fördern, da die ihnen doch noch weniger kosten, als riskante Sportarten. Das alpine Skifahren ist z.B. auch so ein riskanter Sport. Ich fuhr sogar selber Alpinski und habe gesehen wie rücksichtslos manche Skifahrer den Berg runterdonnerten ohne sich um ihre, geschweige denn die Gesundheit der anderen Skifahrer kümmerten. Manche fuhren sogar betrunken den Berg runter. Solches risikohaftes Verhalten im Sport, ohne dem Bewusstsein dabei auch auf die Gesundheit von sich und den anderen zu achten, kann im Falle eines Unfalles einfach nicht von den normalen Krankenkassen bezahlt werden. Und es gibt genug weitere Beispiele. Wenn man mit dem Auto einen Unfall hat, zahlt auch keine Krankenkasse, sondern die Haftpflichtversicherung.
Ich hab mir das mit der evidenzbasierter Medizin mal angeschaut. Vielen Dank für deine Mühe. Wenn ich das richtig verstehe, sollen Diagnostik und z.B. Heilmittel noch effizienter als bisher eingesetzt werden. Das klingt allse gut und schön, aber wie will man bei einer so komplexen Erkrankung wie Skoliose eine Behandlungsschema finden, das auf jeden Skoliosepatienten zutrifft. Bei jedem äußert sich die Skoliose mit anderen Problemen und jeder spricht verschieden auf die verschiedenen Therapien an. Schließlich ist jeder Mensch anders gebaut. Der eine hat straffe Muskeln, andere lockere Muskeln, der eine hat einen leichten Knochenbau und der andere het einen kleinen Brustkorbumfang und so mit Sicherheit schon vor den 90Grad nach Cobb Probleme mit seiner Herz- und Lungenfunktion, um nur ein Beispiel zu nennen.
Man kann einfach nicht grundsätzlich sagen, diese Erkrankung wie Skoliose bekommt nun keine Langfristverordnung mehr, vor allem, wenn diejenigen Personen, die durch Gerätetraining, Schroth usw. wirklich etwas gegen die Folgen einer Skoliose im Erwachsenenalter tun. Das hast du ja auch bestätigt. Naja, ich mußte einfach nur mal meinen Frust loswerden, da ich wirklich nicht weiß, wie sich meine Problematiken weiter entwickeln, wenn ich die physiotherapeutischen Behandlungen nicht mehr regelmäßig bekomme. Schließlich gehe ich 2-3x/Woche zum Gerätetraining, mache an vier Tagen in der Woche für 20Min. Schroth, mache Entspannungstraining, auf eigene Kosten Osteopathie und kann meine Schmerzprobleme (allen voran ein städiges ziehen im Nacken, das bis zum Kopf hochzieht und Kopfschmerzen bei längerem Sitzen auslöst) eifach nicht richtig in den Griff bekommen. Allerdings habe ich mit allen Therapien zusammen es soweit geschafft meinen sitzenden Beruf weiter machen zu können. Nun frage ich mich schon, ob es Leute gibt, die denken, daß ich ohne regelmäßige Behandlungen meinen Beruf weiter ausüben kann. Das kann ich jetzt auch nicht sagen, denn ich hoffe es wird gehen. Aber im Ernst fall ist eine Umschulung bei den Arbeitslosenzahlen oder gar Berufsunfähigkeit im Alter von Mitte 30 mit Sicherheit die kostenspieligere Alternative. So zahle ich und mein Arbeitgeber Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung. Was sid das nur für kurzdenkende Leute.
So, jetzt reicht es aber auch. Ich weiß auch, daß durch mein Gejammer auch nichts mehr geändert wird, aber es ist einfach zu traurig. Mirt Sicherheit geht es uns Heilmitteltechnisch NOCH ganz gut im Vergleich zu anderen Ländern. Wollen wir halt auch etwas positiv sehen.
Viele Grüße Matthias
es gibt ja schließlich auch noch Sportarten, die wesentlicher risikoärmer sind und bei denen es nicht zu einer ständigen körperlichen Konfrontation mit dem Gegner kommt. Die können die Krankenkassen ja fördern, da die ihnen doch noch weniger kosten, als riskante Sportarten. Das alpine Skifahren ist z.B. auch so ein riskanter Sport. Ich fuhr sogar selber Alpinski und habe gesehen wie rücksichtslos manche Skifahrer den Berg runterdonnerten ohne sich um ihre, geschweige denn die Gesundheit der anderen Skifahrer kümmerten. Manche fuhren sogar betrunken den Berg runter. Solches risikohaftes Verhalten im Sport, ohne dem Bewusstsein dabei auch auf die Gesundheit von sich und den anderen zu achten, kann im Falle eines Unfalles einfach nicht von den normalen Krankenkassen bezahlt werden. Und es gibt genug weitere Beispiele. Wenn man mit dem Auto einen Unfall hat, zahlt auch keine Krankenkasse, sondern die Haftpflichtversicherung.
Ich hab mir das mit der evidenzbasierter Medizin mal angeschaut. Vielen Dank für deine Mühe. Wenn ich das richtig verstehe, sollen Diagnostik und z.B. Heilmittel noch effizienter als bisher eingesetzt werden. Das klingt allse gut und schön, aber wie will man bei einer so komplexen Erkrankung wie Skoliose eine Behandlungsschema finden, das auf jeden Skoliosepatienten zutrifft. Bei jedem äußert sich die Skoliose mit anderen Problemen und jeder spricht verschieden auf die verschiedenen Therapien an. Schließlich ist jeder Mensch anders gebaut. Der eine hat straffe Muskeln, andere lockere Muskeln, der eine hat einen leichten Knochenbau und der andere het einen kleinen Brustkorbumfang und so mit Sicherheit schon vor den 90Grad nach Cobb Probleme mit seiner Herz- und Lungenfunktion, um nur ein Beispiel zu nennen.
Man kann einfach nicht grundsätzlich sagen, diese Erkrankung wie Skoliose bekommt nun keine Langfristverordnung mehr, vor allem, wenn diejenigen Personen, die durch Gerätetraining, Schroth usw. wirklich etwas gegen die Folgen einer Skoliose im Erwachsenenalter tun. Das hast du ja auch bestätigt. Naja, ich mußte einfach nur mal meinen Frust loswerden, da ich wirklich nicht weiß, wie sich meine Problematiken weiter entwickeln, wenn ich die physiotherapeutischen Behandlungen nicht mehr regelmäßig bekomme. Schließlich gehe ich 2-3x/Woche zum Gerätetraining, mache an vier Tagen in der Woche für 20Min. Schroth, mache Entspannungstraining, auf eigene Kosten Osteopathie und kann meine Schmerzprobleme (allen voran ein städiges ziehen im Nacken, das bis zum Kopf hochzieht und Kopfschmerzen bei längerem Sitzen auslöst) eifach nicht richtig in den Griff bekommen. Allerdings habe ich mit allen Therapien zusammen es soweit geschafft meinen sitzenden Beruf weiter machen zu können. Nun frage ich mich schon, ob es Leute gibt, die denken, daß ich ohne regelmäßige Behandlungen meinen Beruf weiter ausüben kann. Das kann ich jetzt auch nicht sagen, denn ich hoffe es wird gehen. Aber im Ernst fall ist eine Umschulung bei den Arbeitslosenzahlen oder gar Berufsunfähigkeit im Alter von Mitte 30 mit Sicherheit die kostenspieligere Alternative. So zahle ich und mein Arbeitgeber Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung. Was sid das nur für kurzdenkende Leute.
So, jetzt reicht es aber auch. Ich weiß auch, daß durch mein Gejammer auch nichts mehr geändert wird, aber es ist einfach zu traurig. Mirt Sicherheit geht es uns Heilmitteltechnisch NOCH ganz gut im Vergleich zu anderen Ländern. Wollen wir halt auch etwas positiv sehen.
Viele Grüße Matthias

