Ursache von und Op bei hervorstehendem Brustkorb?
Vielleicht ist dieser Link hilfreich, um Eure Fragen zur Brustkorbdeformation zu klären: www.charite.de/orthopaedie/trichter.html
Noch mal: die hier beschriebenen Deformationen haben direkt nichts mit der Wirbelsäule zu tun und sind nur durch eine Op zu beheben. Aber: die Op ist meist nur aus kosmetischen Gründen angezeigt. Und: auch hier gilt, dass man nur beim Spezialisten gut aufgehoben ist.
Noch mal: die hier beschriebenen Deformationen haben direkt nichts mit der Wirbelsäule zu tun und sind nur durch eine Op zu beheben. Aber: die Op ist meist nur aus kosmetischen Gründen angezeigt. Und: auch hier gilt, dass man nur beim Spezialisten gut aufgehoben ist.
- Toni
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Vielen Dank für die hilfreichen Informationen zur Trichterbrust und "Hühner-Brust". Ganz klar, das sind Thoraxdeformationen die durch Rippenstellung und Form/Position des Sternums (Brustbein) geprägt sind.
ich kenn inzwischen relativ viel Scheuermänner/Scheuerfrauen.
Die Kyphose der BWS verursacht als "Sekundärdeformation" durchaus eine Brustkorbveränderung, die wir hier relativ bildlich als "Glockenthorax" bezeichnen.
Ich habe diesen Glockenthorax bei fast ALLEN Scheuerleuten mit BWS-Kyphosen über 50-60° Cobb beobachtet.
Der Brustkorb ist meist in der Höhe kürzer, die Intercostaldistanzen (Zwischenrippenfelder) sind geringer und der Brustkorbumfang ist vor allem im unteren Zwerchfellbereich wesentlich weiter.
Das ist eindeutig Scheuermann-typisch und wird auch in der einschl. Fachliteratur mehrfach beschrieben.
Meine Hyphothese, gestärkt aus eigener Beobachtung ist, daß durch die Kyphosestellung eine Brustraumenge gegenüber dem Abdominalraum entsteht, auf die der Körper mit einer Ausweitung des Rippenumfangs im Duchmesser Ø kompensatorisch reagiert.
Entlordoisierende Korsette mit hohem Abdominaldruck verstärken diese Effekte auch noch und schieben den vorderen unteren Brustkorb zusätzlich hoch und nach vorne heraus. (wie man deutlich an den "Anti-Kypho-Milwaukee-Jungs" sehen kann) und wie ich auch an 2 unglücklichen TüKO-Usern sehen konnte.
Trichterbrust und Kielbrust können sicher NUR operativ korrigiert werden.
Aber der scheuermanntypische Glockenthorax ist eine durch fehlstatische Innendrücke entstandene Deformierung, die durch entsprechende "Außen-Gegendrücke" durch ein thorax-formendes Korsett ( Trichterförmig/Blumentopf-förmig) und durch gezieltes "Raffen" des "Vorderen Paketes" (Schroth-Jargon) erfolgreich konservativ bekämpft werden kann.
Im Vordergrund steht dabei aber eindeutig nicht der Brustkorb sondern Priorität hat die Wirbelsäulen-Aufrichtung (Entlordisierung der LWS, Entkyphoisierung der BWS). Dann haben auch die Eingeweide mehr Platz im Abdomen und Lunge und Herz mehr Platz im Thorax.
Erst dann kann gezielt der Glockenthorax in Form "gepresst" werden, ohne daß Atemnot und "Römhild-Syndrom" entsteht. Der nach oben und seitlich gerichtete Ausweichraum unterstützt die Aufrichtung und Atemlenkung.
Daß es funktioniert seh ich sehr gut an meinem 2. stark brustkorbformenden Korsett, das nicht umsonst den Spitznamen "Schraubstock" trägt. Inzwischen macht es wesentlich weniger Druck auf die vorderen unteren Rippenbögen ( war zu Beginn fast unerträglich hoch!)
und ich hab eine deutlich normalere Brustkorbform. Dabei hat eindeutig nicht das Korsett nachgegeben sondern die relativ flexiblen Rippen. ( Der Klügere gibt nach!)
Mit bewusster Schrothhaltung kann ich mich nicht nur besser aufrichten sondern auch den Glockenthorax reinraffen (ohne daß sich deswegen hinten die Kyphose verstärkt!), was aber sehr anstrengend ist und noch nicht auf Dauer gehalten werden kann.
Ich werde das demnächst im Bild dokumentieren.
Gruß Toni
ich kenn inzwischen relativ viel Scheuermänner/Scheuerfrauen.
Die Kyphose der BWS verursacht als "Sekundärdeformation" durchaus eine Brustkorbveränderung, die wir hier relativ bildlich als "Glockenthorax" bezeichnen.
Ich habe diesen Glockenthorax bei fast ALLEN Scheuerleuten mit BWS-Kyphosen über 50-60° Cobb beobachtet.
Der Brustkorb ist meist in der Höhe kürzer, die Intercostaldistanzen (Zwischenrippenfelder) sind geringer und der Brustkorbumfang ist vor allem im unteren Zwerchfellbereich wesentlich weiter.
Das ist eindeutig Scheuermann-typisch und wird auch in der einschl. Fachliteratur mehrfach beschrieben.
Meine Hyphothese, gestärkt aus eigener Beobachtung ist, daß durch die Kyphosestellung eine Brustraumenge gegenüber dem Abdominalraum entsteht, auf die der Körper mit einer Ausweitung des Rippenumfangs im Duchmesser Ø kompensatorisch reagiert.
Entlordoisierende Korsette mit hohem Abdominaldruck verstärken diese Effekte auch noch und schieben den vorderen unteren Brustkorb zusätzlich hoch und nach vorne heraus. (wie man deutlich an den "Anti-Kypho-Milwaukee-Jungs" sehen kann) und wie ich auch an 2 unglücklichen TüKO-Usern sehen konnte.
Trichterbrust und Kielbrust können sicher NUR operativ korrigiert werden.
Aber der scheuermanntypische Glockenthorax ist eine durch fehlstatische Innendrücke entstandene Deformierung, die durch entsprechende "Außen-Gegendrücke" durch ein thorax-formendes Korsett ( Trichterförmig/Blumentopf-förmig) und durch gezieltes "Raffen" des "Vorderen Paketes" (Schroth-Jargon) erfolgreich konservativ bekämpft werden kann.
Im Vordergrund steht dabei aber eindeutig nicht der Brustkorb sondern Priorität hat die Wirbelsäulen-Aufrichtung (Entlordisierung der LWS, Entkyphoisierung der BWS). Dann haben auch die Eingeweide mehr Platz im Abdomen und Lunge und Herz mehr Platz im Thorax.
Erst dann kann gezielt der Glockenthorax in Form "gepresst" werden, ohne daß Atemnot und "Römhild-Syndrom" entsteht. Der nach oben und seitlich gerichtete Ausweichraum unterstützt die Aufrichtung und Atemlenkung.
Daß es funktioniert seh ich sehr gut an meinem 2. stark brustkorbformenden Korsett, das nicht umsonst den Spitznamen "Schraubstock" trägt. Inzwischen macht es wesentlich weniger Druck auf die vorderen unteren Rippenbögen ( war zu Beginn fast unerträglich hoch!)
und ich hab eine deutlich normalere Brustkorbform. Dabei hat eindeutig nicht das Korsett nachgegeben sondern die relativ flexiblen Rippen. ( Der Klügere gibt nach!)
Mit bewusster Schrothhaltung kann ich mich nicht nur besser aufrichten sondern auch den Glockenthorax reinraffen (ohne daß sich deswegen hinten die Kyphose verstärkt!), was aber sehr anstrengend ist und noch nicht auf Dauer gehalten werden kann.
Ich werde das demnächst im Bild dokumentieren.
Gruß Toni
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alexander
Brustpaket raffen?
Hallo Toni!
Ich habe die Diskussion hier weiter verfolgt und habe jetzt ne kurze Frage:
Was heißt denn das "das vordere brustpaket raffen"? Ich kann mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, wie das vom Skelett her funktionieren kann. Bei meiner Physiotherapie ist es immer so, daß bei einer Aufrichtung der Brustkorb weit raussteht, auch wenn ich unten "gegendrücke", wie meine Therapeutin sagt. Das Skelett ist doch ein starres System. Kann man das wirklich durch Schroth-Gymnastik verändern? ganz ohne Korsett?
Viele Grüße an den wissenden Toni!
Alexander
Ich habe die Diskussion hier weiter verfolgt und habe jetzt ne kurze Frage:
Was heißt denn das "das vordere brustpaket raffen"? Ich kann mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, wie das vom Skelett her funktionieren kann. Bei meiner Physiotherapie ist es immer so, daß bei einer Aufrichtung der Brustkorb weit raussteht, auch wenn ich unten "gegendrücke", wie meine Therapeutin sagt. Das Skelett ist doch ein starres System. Kann man das wirklich durch Schroth-Gymnastik verändern? ganz ohne Korsett?
Viele Grüße an den wissenden Toni!
Alexander
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Re: Brustpaket raffen?
Mit den Muskeln die Du zwischen den Rippen hast und mit denen Du Atmest diese vorderen Rippen einziehen. Das geht tatsächlich! Hab das aber auch erst in der 3. Woche in Bad Salzungen gelernt, weil mir eine Physio mit ihren langen Fingernägeln da drauf gedrückt hat, als ich gerade mit Hocker über dem Kopf in geordneter Rückenlage gelegen bin und mein Brustkasten so furchtbar hochgeragt hat.alexander hat geschrieben:Hallo Toni!
Ich habe die Diskussion hier weiter verfolgt und habe jetzt ne kurze Frage:
Was heißt denn das "das vordere brustpaket raffen"?
Als sie da drauf drückte sagte sie: "Raffen Herr Toni" und ich machte eine unwillkürliche Ausweichbewegung mit dem Brustkorb. Dann lachte sie und sagte cool: " Nun ham sie´s gerafft!" Seither kann ich das vordere Paket ebenso raffen wie die guten Skoliose-SchrotherInnen ebenso ihr Paket raffen können.
Ganz und Gar NICHT! Wirbelsäule und Rippen sind ein sehr bewegliches sogar gelenkiges Teil des Skelettes ( wenn nicht alles schon durch viele Entzündungen und Schmerzen verknöchert und versteift ist!). Rippen sind bigsam und flexibel und mit Muskeln eingepackt. Hast Du schon mal gegrillte Spare-Ripps gegessen? Unsere sind auch nicht anders wie die von der Sau! Man muss beim Schrothen nur lerne genau diese Rippenmuckis zu aktivieren, zu trainieren und da zur Korrektur nutzen.alexander hat geschrieben:Ich kann mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, wie das vom Skelett her funktionieren kann. Bei meiner Physiotherapie ist es immer so, daß bei einer Aufrichtung der Brustkorb weit raussteht, auch wenn ich unten "gegendrücke", wie meine Therapeutin sagt. Das Skelett ist doch ein starres System.
Wie gesagt wenn man perfekt Schroth lernt und das immer intensiver trainiert, dann lernst Du auch Deinen eigenen Brustkorb mit Deinen eigenen Muskeln zu korrigieren und zu formen. Das ist ja das wesentliche Prinzip von Schroth. Das funktioniert leider nicht, wenn man im Quartal 6 mal 20 minuten Schroth bekommt!alexander hat geschrieben:Kann man das wirklich durch Schroth-Gymnastik verändern? ganz ohne Korsett?
In der Reha lernt man das aber normalerweise.
Ein Korsett das an den richtigen Stellen richtig drückt hilft aber ganz ungemein dabei! Vor allem wird durch das Korsett die "Soll-Form gehalten, auch wenn Du es Muskulär selbst nicht mehr schaffst.
Darum ergänzen sich Schroth und Korsett hervorragend!
Die Synergieffekte von Beidem ist mehr als die Summe beider.
Gruß Toni
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alexander
Wiedermal vielen Dank Toni für Deine Antwort und wiedermal hast Du mir etwas Hoffnung gemacht. Da hat mein Orthopäde hier in Freiburg mal wieder Mist geredt, er sprach nämlich wirklich wörtlich von einem "starren System", das man überhaupt nicht mehr ändern könne. Er ist übrigens ja schon der zweite Orthopäde allein hier in Freiburg, bei dem ich in Behandlung war. Ich finde es eigentlich unglaublich, wie wenig ausgebildete FACHÄRZTE über die Behandlung von doch eigentlich häufigen Erkrankungen wie Scheuermann oder Skoliosen wissen. Ich kenne ja noch nicht einmal den Winkel meiner Krümmung. "Sie haben einen ordentlichen Rundrücken", "Sie stehen ja vollkommen schief", das sind Aussagen, die ich bis jetzt gehört hab, da hätte ich nicht zum Arzt gehen müssen...
Eine Sache ist mir den letzten Tagen beim Lesen Deiner Beiträge noch durch den Kopf gegangen: Du (und viele andere hier auch) mußt psychisch ja schon sehr stark sein und ich frage mich manchmal wie Du das machst. Ich habe bei weitem nicht eine so starke Kyphose wie Du und auch keine allzuschlimmen Schmerzen (schon welche, aber zumindest mit regelmäßiger Krankengymnastik keine, die mich nicht schlafen lassen), aber allein schon mein Äußeres (vor allem in der Krankengymnastik beim Aufrichten) macht mich manchmal ziemlich fertig und ich denke immer, alle starren mich an. Ich finde Deine Haltung bewundernswert und hoffe, daß ich, wenn ich nichts mehr an meinem Körper ändern könnte, irgendwann ebenso mit der Sache umgehen kann wie Du. Wollte ich Dir einfach nur mal schreiben.
Also nochmal vielen Dank und viele Grüße
Eine Sache ist mir den letzten Tagen beim Lesen Deiner Beiträge noch durch den Kopf gegangen: Du (und viele andere hier auch) mußt psychisch ja schon sehr stark sein und ich frage mich manchmal wie Du das machst. Ich habe bei weitem nicht eine so starke Kyphose wie Du und auch keine allzuschlimmen Schmerzen (schon welche, aber zumindest mit regelmäßiger Krankengymnastik keine, die mich nicht schlafen lassen), aber allein schon mein Äußeres (vor allem in der Krankengymnastik beim Aufrichten) macht mich manchmal ziemlich fertig und ich denke immer, alle starren mich an. Ich finde Deine Haltung bewundernswert und hoffe, daß ich, wenn ich nichts mehr an meinem Körper ändern könnte, irgendwann ebenso mit der Sache umgehen kann wie Du. Wollte ich Dir einfach nur mal schreiben.
Also nochmal vielen Dank und viele Grüße
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alexander
Hallo!
Habe gerade (heimlich...) meinen Befund beim Orthopäden lesen können. Da stand "Keilwirbel" und "Rundrückenbildung", aber keine Winkelzahl oder sonst etwas.
Bedeutet "Rundrückenbildung" die Ausbildung des hier im Forum sogenannten "Glockenthorax"?
Und noch ne andere anatomische Frage habe ich: bei mir ist ja der Abstand zwischen Wirbelsäule und Sternum aufgrund der Kyphose zu groß (der Rundrücken eben, hat mir der Arzt erklärt). Kann man diesen Abstand auch ohne Korsett wieder verkleinern, also sozusagen die Wirbelssäule wieder näher an das Sternum heranschieben ohne das auch das Sternum nach vorne wandert? Vielleicht wirken ja da die beschriebenen Gelenke und die Rippen biegen sich wieder etwas nach außen... Sorry, wenn ich noch mal Frage, aber ich habe eben überhaupt keine anatomischen Kenntnisse.
Hab übrigens ebenfalls alle alten Photos von mir durchforstet und muß sagen, daß ich eigentlich erst mit 20 aufwärts RICHTIG krumm gegangen bin. Kann es sein, daß sich in diesem Alter noch die WS und damit auch die Form des Bustkorbs negativ verändert haben? Oder war das Skelett schon komplett fertig gewachsenen und was schlechter geworden ist, waren einfach meine Muskulatur (hab da angefangen zu studieren und saß viel)?
Ich hoffem daß ich mit meinen Fragen nicht nerve, aber erstens ist es noch solange hin bis zum Termin bei Herrn Dr. Hoffmann und zweitens habe ich halt keinerlei Ahnung von der Materie.
Gruß
Habe gerade (heimlich...) meinen Befund beim Orthopäden lesen können. Da stand "Keilwirbel" und "Rundrückenbildung", aber keine Winkelzahl oder sonst etwas.
Bedeutet "Rundrückenbildung" die Ausbildung des hier im Forum sogenannten "Glockenthorax"?
Und noch ne andere anatomische Frage habe ich: bei mir ist ja der Abstand zwischen Wirbelsäule und Sternum aufgrund der Kyphose zu groß (der Rundrücken eben, hat mir der Arzt erklärt). Kann man diesen Abstand auch ohne Korsett wieder verkleinern, also sozusagen die Wirbelssäule wieder näher an das Sternum heranschieben ohne das auch das Sternum nach vorne wandert? Vielleicht wirken ja da die beschriebenen Gelenke und die Rippen biegen sich wieder etwas nach außen... Sorry, wenn ich noch mal Frage, aber ich habe eben überhaupt keine anatomischen Kenntnisse.
Hab übrigens ebenfalls alle alten Photos von mir durchforstet und muß sagen, daß ich eigentlich erst mit 20 aufwärts RICHTIG krumm gegangen bin. Kann es sein, daß sich in diesem Alter noch die WS und damit auch die Form des Bustkorbs negativ verändert haben? Oder war das Skelett schon komplett fertig gewachsenen und was schlechter geworden ist, waren einfach meine Muskulatur (hab da angefangen zu studieren und saß viel)?
Ich hoffem daß ich mit meinen Fragen nicht nerve, aber erstens ist es noch solange hin bis zum Termin bei Herrn Dr. Hoffmann und zweitens habe ich halt keinerlei Ahnung von der Materie.
Gruß
- Toni
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Hallo Alexander
Da gehört hinein: Kyphose UND Lordose-Gradzahl nach Cobb. Welcher WK betroffen und um wieviel Grad aus der Paralellität der Deckplatten, sonstige Scheuermannzeichen?
Zustand der Rücken- und Bauchmuskulatur, Deine Fähigkeit zur Selbstaufrichtung, Messwerte nach Schober und Ott.
Erst dann kannst du wirklich von einem Kyphose-Befund reden. Rundrücken ist und sagt gar nichts. Das haben Hunderttausende!
Der Glockenthorax hat so gut wie NULL "Krankheitswert", macht weder Schmerzen oder Atemnot, usw... solange Du Dich deswegen nichts psychisch verrückt machen lässt, bleibt das ein total zweitrangiges oder sogar drittklassiges kosmetisches Problemchen.
Absoluten Vorrang hat die Aufrichtung der gesamten Wirbelsäule!!!
Er entsteht bei Jungs zwischen 14 und 20 Jahren. Schlanke lange schlacksige Typen die sehr schnell in gewissen Phasen gewachsen sind sind besonders anfällig dafür. Wenn dann noch ein schwache Rückenmuskulatur und ewiges rumhocken mit gekrümmten Rücken dazukommt ist es schon passiert. Der Übergang von Haltungsschwäche zu "echter" WS-Deformation ist fließend! Aus einer Haltungsschwäche kann durchaus eine echte Deformation entstehen, wenn wegen dem einseitigen Druck auf den Konkavseiten der Wirbelkörper Knochenmasse abbaut uns Keilwirbel entstehen.
Und guck nicht nur auf Deinen Brustkorb sondern Konzentriere Dich erst mal auf die Kyphose. Sitz Aufrecht, rekle Deine WS in die Höhe, halte den Kopf hoch, schau wenig nach unten auf den Boden, nimm die Schultern nicht nach hinten zurück ( dann kommt der Thorax sonst noch stärker raus ) sondern strebe mit dem Schultergürtel ehen nach außen. Häng Dich so oft wie möglich an eine Reck, Teppichstange, Sprossenwand- egal was und mach aber dabei KEIN Hohlkreuz!!!!
Mehr kann ich Dir im Moment nicht raten.
Gruß Toni
Wie schon mehrfach erwähnt: Dei Orthopäde taugt nix für WS-Deformitäten, wenn er derart oberflächlich-schlampige Befunde schreibt.alexander hat geschrieben:Hallo!
Habe gerade (heimlich...) meinen Befund beim Orthopäden lesen können. Da stand "Keilwirbel" und "Rundrückenbildung", aber keine Winkelzahl oder sonst etwas.
Da gehört hinein: Kyphose UND Lordose-Gradzahl nach Cobb. Welcher WK betroffen und um wieviel Grad aus der Paralellität der Deckplatten, sonstige Scheuermannzeichen?
Zustand der Rücken- und Bauchmuskulatur, Deine Fähigkeit zur Selbstaufrichtung, Messwerte nach Schober und Ott.
Erst dann kannst du wirklich von einem Kyphose-Befund reden. Rundrücken ist und sagt gar nichts. Das haben Hunderttausende!
Nein! Man kann Rundrücken haben OHNE Glockenthorax.alexander hat geschrieben:Bedeutet "Rundrückenbildung" die Ausbildung des hier im Forum sogenannten "Glockenthorax"?
Der Glockenthorax hat so gut wie NULL "Krankheitswert", macht weder Schmerzen oder Atemnot, usw... solange Du Dich deswegen nichts psychisch verrückt machen lässt, bleibt das ein total zweitrangiges oder sogar drittklassiges kosmetisches Problemchen.
Nein! OHNE Thoraxformendes ( im unteren Rippenbereich SEHR BRUTAL enges Korsett, halte ich es für völlig ausgeschlossen, daß Du zb. nur mit Schroth-Atmung da ein bleibende Formveränderung erreichst.alexander hat geschrieben:Und noch ne andere anatomische Frage habe ich: bei mir ist ja der Abstand zwischen Wirbelsäule und Sternum aufgrund der Kyphose zu groß (der Rundrücken eben, hat mir der Arzt erklärt). Kann man diesen Abstand auch ohne Korsett wieder verkleinern, also sozusagen die Wirbelssäule wieder näher an das Sternum heranschieben ohne das auch das Sternum nach vorne wandert? Vielleicht wirken ja da die beschriebenen Gelenke und die Rippen biegen sich wieder etwas nach außen... Sorry, wenn ich noch mal Frage, aber ich habe eben überhaupt keine anatomischen Kenntnisse.
Absoluten Vorrang hat die Aufrichtung der gesamten Wirbelsäule!!!
Klar. Früher nannte man im Volksmund M.Scheuermann " Lehrlingsbuckel"alexander hat geschrieben:Hab übrigens ebenfalls alle alten Photos von mir durchforstet und muß sagen, daß ich eigentlich erst mit 20 aufwärts RICHTIG krumm gegangen bin. Kann es sein, daß sich in diesem Alter noch die WS und damit auch die Form des Bustkorbs negativ verändert haben? Oder war das Skelett schon komplett fertig gewachsenen und was schlechter geworden ist, waren einfach meine Muskulatur (hab da angefangen zu studieren und saß viel)?
Er entsteht bei Jungs zwischen 14 und 20 Jahren. Schlanke lange schlacksige Typen die sehr schnell in gewissen Phasen gewachsen sind sind besonders anfällig dafür. Wenn dann noch ein schwache Rückenmuskulatur und ewiges rumhocken mit gekrümmten Rücken dazukommt ist es schon passiert. Der Übergang von Haltungsschwäche zu "echter" WS-Deformation ist fließend! Aus einer Haltungsschwäche kann durchaus eine echte Deformation entstehen, wenn wegen dem einseitigen Druck auf den Konkavseiten der Wirbelkörper Knochenmasse abbaut uns Keilwirbel entstehen.
Lieber Alexander, bleib erst mal ganz coool. Wenn Du bei Doc Hoffmann bist, dann bist Du in besten Händen!alexander hat geschrieben:Ich hoffem daß ich mit meinen Fragen nicht nerve, aber erstens ist es noch solange hin bis zum Termin bei Herrn Dr. Hoffmann und zweitens habe ich halt keinerlei Ahnung von der Materie.
Gruß
Und guck nicht nur auf Deinen Brustkorb sondern Konzentriere Dich erst mal auf die Kyphose. Sitz Aufrecht, rekle Deine WS in die Höhe, halte den Kopf hoch, schau wenig nach unten auf den Boden, nimm die Schultern nicht nach hinten zurück ( dann kommt der Thorax sonst noch stärker raus ) sondern strebe mit dem Schultergürtel ehen nach außen. Häng Dich so oft wie möglich an eine Reck, Teppichstange, Sprossenwand- egal was und mach aber dabei KEIN Hohlkreuz!!!!
Mehr kann ich Dir im Moment nicht raten.
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
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alexander
Wann sind Knochen "ausgehärtet"?
Hallo Toni!
Hab dann doch nochmal ein paar kleine Fragen...:
Mein Orthopäde meinte, daß mit 30 die menschlichen Knochen komplett "ausgehärtet" und damit nicht mehr veränderbar wären. Diese Aussage stimmt mit Deiner ja überhaupt nicht überein.
Ich bin jetzt 30, also doch eigentlich noch ein junger Mensch. Zudem gibt es niemanden, der mich so alt schätzt, d.h. daß auch ich mich zusätzlich vom körperlichen Zustand her selbst als SEHR jugendlich empfinde. Das ich Ausgewachsen bin, ist klar, aber mich würde schon interessieren, wie LEICHT (oder SCHWER) formbar die Knochen noch sind (laut meinen Freiburger Orthopäden halt gar nicht). Hab ja schon von Dir gehört, daß das funktioniert, aber ich kann mir das tatsächlich praktisch schwer vorstellen.
Ich weiß ja gar nicht, wie Dr. Hoffmann meinen Fall einschätzt, aber nehmen wir mal an, er verschreibt ein Korsett: wie stark ist der Druck, den man in so einem Ding ausgesetzt wirklich? Ist es so schlimm, daß man monate- oder jahrelang kaum atmen kann? Und wie sieht es denn mit dem darin Schlafen aus? Toni, Du schreibst was von "sehr brutalem Druck" auf die unteren Rippen und das die Eingehwöhnungsphase sehr hart war. Wie lange war das denn? Trägst Du es immer oder in "Teilzeit"? Ich bin / werde nämlich Lehrer und ich kann mir nur schwer vorstellen, wie das ist, damit zu unterrichten. Geht das überhaupt? Und wie lange dauert so ein Behandlung eigentlich? Muß damit rechnen, daß ganze jahrelang zu tragen, bis ein Erfolg sichtbar ist? Und können sich auch in einem solchen Korsett Keilwirbel (zumindest teilweise) wieder regenerieren, wie das bei einem TÜ-Korsett der Fall sein kann?
Ich frage nur deshalb nochmal, weil ich über solche rippenformende Korsette hier im Forum fast keine "Erlebnisberichte" gefunden habe und mich es natürlich schon beschäftigt, wie man damit so lebt. Etwas mehr Informationen würde mich schon interessieren.
Bin übrigens echt etwas cooler, wie Du mir geraten hast. Mit jedem Tag, mit dem ich mich mit der Problematik auseinandersetze (auseinandersetzen muß), geht es eigentlich besser bzw. wird es zumindest nicht schlechter. Komisch ist nur, daß mir etwas Sorgen mache um die Diagnose von Dr. Hoffmann. Wenn er sagt, man kann nix mehr machen, dann ist mir das "nicht recht" und wenn er sagt, daß ich mit einem Korsett behandelbar bin, hab ich halt (wie schon einmal geschrieben) schon etwas Angst davor und hoffe daß ich Stärke habe, daß durchzuziehen.
Also, wenn ich nochmal eine Antwort bekomme, wäre, daß echt sehr nett!
Viele Grüße aus Freiburg
Alexander
Hab dann doch nochmal ein paar kleine Fragen...:
Mein Orthopäde meinte, daß mit 30 die menschlichen Knochen komplett "ausgehärtet" und damit nicht mehr veränderbar wären. Diese Aussage stimmt mit Deiner ja überhaupt nicht überein.
Ich bin jetzt 30, also doch eigentlich noch ein junger Mensch. Zudem gibt es niemanden, der mich so alt schätzt, d.h. daß auch ich mich zusätzlich vom körperlichen Zustand her selbst als SEHR jugendlich empfinde. Das ich Ausgewachsen bin, ist klar, aber mich würde schon interessieren, wie LEICHT (oder SCHWER) formbar die Knochen noch sind (laut meinen Freiburger Orthopäden halt gar nicht). Hab ja schon von Dir gehört, daß das funktioniert, aber ich kann mir das tatsächlich praktisch schwer vorstellen.
Ich weiß ja gar nicht, wie Dr. Hoffmann meinen Fall einschätzt, aber nehmen wir mal an, er verschreibt ein Korsett: wie stark ist der Druck, den man in so einem Ding ausgesetzt wirklich? Ist es so schlimm, daß man monate- oder jahrelang kaum atmen kann? Und wie sieht es denn mit dem darin Schlafen aus? Toni, Du schreibst was von "sehr brutalem Druck" auf die unteren Rippen und das die Eingehwöhnungsphase sehr hart war. Wie lange war das denn? Trägst Du es immer oder in "Teilzeit"? Ich bin / werde nämlich Lehrer und ich kann mir nur schwer vorstellen, wie das ist, damit zu unterrichten. Geht das überhaupt? Und wie lange dauert so ein Behandlung eigentlich? Muß damit rechnen, daß ganze jahrelang zu tragen, bis ein Erfolg sichtbar ist? Und können sich auch in einem solchen Korsett Keilwirbel (zumindest teilweise) wieder regenerieren, wie das bei einem TÜ-Korsett der Fall sein kann?
Ich frage nur deshalb nochmal, weil ich über solche rippenformende Korsette hier im Forum fast keine "Erlebnisberichte" gefunden habe und mich es natürlich schon beschäftigt, wie man damit so lebt. Etwas mehr Informationen würde mich schon interessieren.
Bin übrigens echt etwas cooler, wie Du mir geraten hast. Mit jedem Tag, mit dem ich mich mit der Problematik auseinandersetze (auseinandersetzen muß), geht es eigentlich besser bzw. wird es zumindest nicht schlechter. Komisch ist nur, daß mir etwas Sorgen mache um die Diagnose von Dr. Hoffmann. Wenn er sagt, man kann nix mehr machen, dann ist mir das "nicht recht" und wenn er sagt, daß ich mit einem Korsett behandelbar bin, hab ich halt (wie schon einmal geschrieben) schon etwas Angst davor und hoffe daß ich Stärke habe, daß durchzuziehen.
Also, wenn ich nochmal eine Antwort bekomme, wäre, daß echt sehr nett!
Viele Grüße aus Freiburg
Alexander
hallo toni, alexander etc.
toni´s bilder sind sehr extreme beispiele, zeigen aber deutlich die fehler im kyphosekorsettbau.
es ist halt nicht getan mit der bauchpresse.
falls ein glockenthorax erkennbar ist, muß der natürlich in die korsettkonzeption mit rein.
das mit den reklibügeln hast du falsch verstanden toni, ich bevorzuge diese fertigen zwar mache bei bedarf aber auch stabilere ( vergleichbar mit rahmounis).
ich hab hier noch ein bild auf dem man sehen kann was du so ausführlich, fachmännisch und absolut korrekt beschrieben hast.
bis dann
k.nahr
toni´s bilder sind sehr extreme beispiele, zeigen aber deutlich die fehler im kyphosekorsettbau.
es ist halt nicht getan mit der bauchpresse.
falls ein glockenthorax erkennbar ist, muß der natürlich in die korsettkonzeption mit rein.
das mit den reklibügeln hast du falsch verstanden toni, ich bevorzuge diese fertigen zwar mache bei bedarf aber auch stabilere ( vergleichbar mit rahmounis).
Toni hat geschrieben: Klaus Nahr baut Kyphosenkorsette, die auch die Thoraxdeformation mitbehandeln. Da bin ich mir SEHR SICHER! Aber mit verstellbaren Reklinationspelotten. Die selben die ich mal an einem Boston dranhatte. Ich fand sie unmöglich. Sie hatten nie die richtige Position und haben irgend wie unangenehm gedrückt.
ich hab hier noch ein bild auf dem man sehen kann was du so ausführlich, fachmännisch und absolut korrekt beschrieben hast.
bis dann
k.nahr
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-
- Glockenthorax.jpg (26.18 KiB) 24103 mal betrachtet
-
Mark82
- Toni
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1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
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Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Re: Wann sind Knochen "ausgehärtet"?
Ich nehme an, daß das der Freiburger Orthopäde noch nie versucht hat und daher Minus-Null Erfahrung damit hat. Der Einzige der das immer wieder und teilweise erfolgreich versucht ist Rahmouni.alexander hat geschrieben: Das ich Ausgewachsen bin, ist klar, aber mich würde schon interessieren, wie LEICHT (oder SCHWER) formbar die Knochen noch sind (laut meinen Freiburger Orthopäden halt gar nicht). Hab ja schon von Dir gehört, daß das funktioniert, aber ich kann mir das tatsächlich praktisch schwer vorstellen.
Er hat damals zu mir gesagt: "Der menschliche Körper ist formbar bis zum Tode. Was sich verformt hat, kann man auch wieder zurückformen."
Die Frage ist nur:
Erträgt der "geformte" Patient die dafür notwendigen Drücke und Einschränkungen durch das Korsett?
Dr. Hoffmann hat mir gesagt, daß er erstaunt und positiv überrascht ist, wie gut sich erwachsene männliche Kyphotiker an die Korsette gewöhnen, welche hervorragende Compliance sie haben und welche erstaunlichen Erfolge sie erreichen. Ich sei da bei Weitem nicht der Einzige!
Weibliche adulte Skoliotikerinnen kämen da weit schlechter mit den Korsetten klar, abgesehen von einigen sehr positiven Ausnahmen.
Ganz so ist es nicht. Auch ein Rahmouni-Korsett kann so oder so ausfallen.alexander hat geschrieben:Ich weiß ja gar nicht, wie Dr. Hoffmann meinen Fall einschätzt, aber nehmen wir mal an, er verschreibt ein Korsett: wie stark ist der Druck, den man in so einem Ding ausgesetzt wirklich? Ist es so schlimm, daß man monate- oder jahrelang kaum atmen kann?
Es ist völlig normal Daß Du bei der Erstanprobe das sehr unangenehme Gefühl hast damit überhaupt nicht mehr richtig atmen zu können. Du wirst kurzatmig und bekommst fast Panik.
Doch nach und nach stellt sich die Atmung um und das Korsett hat genügend Freiräume, wo Du hineinatmen sollst.
Eine der ganz wesentlichen Wirkungen von Korsett ( UND SCHROTH!!!) ist ja die gelenkte Atmung und deren gezielte Umstellung.
Schlafen im Korsett ist einerseits sehr schwierig zu lernen, da das Gefühl darin zu schlafen zunächst völlig ungewohnt ist. Andererseits hast Du im Liege kaum Probleme mit dem reduzierten Atemvolumen, das Dir das Korsett lässt.alexander hat geschrieben:Und wie sieht es denn mit dem darin Schlafen aus?
Ich konnte nach 6-8 Wochen und vielen schlaflosen, zermürbenden Stunden endlich durchschlafen. Irgendwann wachst Du um 0630h auf und stellst überrascht fest, daß Du das "verdammte Ding" tatsächlich noch immer anhast. Dann hast Du gewonnen. Ich schlafe inzwischen mit Korsett besser als ohne. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
Die Eingewöhnungsphase hängt ganz individuell vom Willen des Korsett-Trägers ab. Aber so nach 4-8 Wochen sollte sich Dein Körper mit dem Ding arrangiert und "synchronisiert" haben. Dann kommt aber schon die nächste Aufpelottierung und es geht fast von Vorne los.alexander hat geschrieben:Toni, Du schreibst was von "sehr brutalem Druck" auf die unteren Rippen und das die Eingehwöhnungsphase sehr hart war. Wie lange war das denn?
Ich habe es das erste Jahr sehr konsequent 20 - 23 h täglich getragen bis ich meine Wunschkorrektur erreicht hatte. Nun gönne ich mir etwas mehr "frei"zeit und bin bei 16 - 18 h täglich.alexander hat geschrieben:Trägst Du es immer oder in "Teilzeit"?
Das konnte ich mir am Anfang auch nicht wirklich vorstellen, im und mit Korsett zu leben. Aber glaub mir es geht, GUT SOGAR!!!alexander hat geschrieben:Ich bin / werde nämlich Lehrer und ich kann mir nur schwer vorstellen, wie das ist, damit zu unterrichten. Geht das überhaupt?
Ich mache Beratungsgespräche, halte Seminare, Lehrgänge und mache wöchentlich 2-3 Vorträge vor großem Publikum. GRUNDSÄTZLICH alles im Korsett. Das Publikum bemerkt davon gar nix. Ich wurde aber schon mal auf meine gute Haltung und gute Figur angesprochen. Als ich dann auf mein Korsett pochte, wurde mein Gesprächspartner kreideweiß.
Während solcher Vorträge und Seminare vergesse ich völlig, daß ich das Korsett anhabe. Es ist mir die totale Selbstverständlichkeit es zu tragen.
Ich habe sogar manchmal das gute Gefühl daß es mir Würde, Souveränität, Unbeugsamkeit und "Unverwundbarkeit" verleiht. Die psychischen Nebenwirkungen des Korsettes sind für mich sehr positiv.
Ich "buckle" vor niemand mehr!
Als Anfänger konnte ich das nicht.
Ich würde Dir raten, das Korsett zuerst nur Zuhause zu tragen und zuerst zu üben, damit alles Mögliche und Unmögliche zu unternehmen. Dann versuchst Du es an den Wochenenden durchzutragen.
Erst dann trägst Du es in der Schule und zum Unterricht. Bis dahin hast Du auch sicher kein Atemnotgefühl mehr im Korsett sondern fühlst Dich darin wohl.
Ja!alexander hat geschrieben: Und wie lange dauert so ein Behandlung eigentlich? Muß damit rechnen, daß ganze jahrelang zu tragen, bis ein Erfolg sichtbar ist?
Rechne nicht mit einem Riesen Erfolg in nur wenigen Monaten. Bei Erwachsenen ist das echt ein langwieriges Geduldsspiel! Aber wir haben ja Zeit, haben nichts mehr zu verlieren und nur etwas zu gewinnen. Das Schlimmste ist eh nur die Eingewöhnung. Wenn Du das Ding akzeptiert hast, wird es Dir auch nichts mehr ausmachen es jahrelang zu tragen, bis DU das gewünschte Ergebnis erreicht hast.
Der einzige erwachsene TüKO-User ( Gerhard, früheres Mitglied in diesem Forum) den ich kenne hat nach 2 Jahren ununterbrochenem TüKO-Tragen das Ding abgeschraubt und nicht mehr angezogen, statt es langsam abzuschulen. Es ist mir kein Ergebnis/Röbi von ihm bekannt (schade) er sagt aber, daß er seither die Korrektur durch das Korsett halten kann und er nicht mehr in die Kyphose zurückgesunken ist. Er hatte aber KEINEN Glockenthorax. Den hätte sein TüKO auch gar nicht mitkorrigiert. Der Brustdruck des Rahmouni, das er vor dem TüKO hatte, war ihm unerträglich, weshalb er ja zu NUSSER&SCHAAL gewechselt ist.alexander hat geschrieben:Und können sich auch in einem solchen Korsett Keilwirbel (zumindest teilweise) wieder regenerieren, wie das bei einem TÜ-Korsett der Fall sein kann?
RöBis die ich von Ihm gesehen habe IM TüKO haten aber eine sehr deutliche Korrektur und sehr viel mehr Raum zwischen den WK.Es sah tatsächlich so aus als hätten sich die Keilwirbel zumindest ansatzweise regeneriert.
Bei mir selbst ist es so, daß ich gar nicht mehr so wie füher in die Kyphose zurücksinken kann. Auch ohne Korsett geht das nicht mehr und es wird mir sofort total unangenehm, wenn ich das versuche. Alle die mich kennen sagen, meine Haltung hat sich völlig verändert und sie können nicht mehr unterscheiden, ob ich das Korsett anhabe oder nicht.
Du findest hier nichts zu dem Thema Rippenformung.alexander hat geschrieben:Ich frage nur deshalb nochmal, weil ich über solche rippenformende Korsette hier im Forum fast keine "Erlebnisberichte" gefunden habe und mich es natürlich schon beschäftigt, wie man damit so lebt. Etwas mehr Informationen würde mich schon interessieren.
Aber dieSchnürkorsett- Fetischisten-Szene ist voll davon:
z.B. Diese Korsett-Fetischistin und hat sich ihren Brustkorb durch das permanente Tragen eines extremen Schnürkorsettes völlig (als Erwachsene!) verformt. Hier siehst Du ein Röntgenbild in einem Schnürkorsett und ein Bild ihres Brustkorbes ohne Korsett:


In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
- Toni
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- Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Hallo Klaus Nahrk.nahr hat geschrieben: das mit den reklibügeln hast du falsch verstanden toni, ich bevorzuge diese fertigen zwar mache bei bedarf aber auch stabilere ( vergleichbar mit rahmounis).![]()
ich könnte mir gut vorstellen, daß solche verstellbaren Reklinationsbügel-Pelotten durchaus gut sein könnten.
Aber wenn ich mir die hervoragende ergonomische Polsterung der sich richtig in die "Mohrenheimschen Grube" mit sehr hohem Druck einpressenden Reklinationspelotten des Rahmounis vorstelle und vergleiche, diese Primitiv-Pelotten würden mit dem selben hohen Korrekturdruck in meine Mohrenheimschen Gruben pressen, dann wäre mein Korsett nach wenigen Minuten UNERTRÄGLICH! Die Standartposterung dieser Fertigpelotten und die Polsterung der Reklinationsbügel des Rahmounis ist wie ein RECARO-Schalensitz zu einem Küchenstuhl!
Solche Reklinationspelotten waren das, die ich hatte ( und immer noch habe):
Im Orginal sind sie unergonomisch, scheuern entweder am Schlüsselbein oder am Schultergelenk. Wenn man sie sanfter einstellt scheuern sie noch mehr. Stelle man sie auf mehr Korreturdruck, waren sie nach max einer Stunde unerträglich.
Im Rahmouni hatte ich brutale Blutergüsse vor lauter Power. Aber unerträglich waren sie nie!
- Dateianhänge
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- Das sind die "Dinger". aber man müsste sie wesentlich besser polstern und pelottieren.
- kors_stangen1_gross.jpg (7.2 KiB) 24003 mal betrachtet
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- Da sitzen sie nicht als in der "Mohrenheimschen Grube"
- bostongrafik.jpg (4.3 KiB) 24003 mal betrachtet
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- so sah mein BOB damals aus. Damit hatte ich Null Korrektur und kam trotzdem nie über 3 h Tragezeit hinaus. Dann wurden genau diese Dinger unerträglich
- BOB mit Reklination.jpg (11.73 KiB) 24003 mal betrachtet
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derDeutsche&Gubaner
hey leute,
ich bin erst 14 demnächst dann 15.
bei mir isses so des meine rippen eingezogen sind mein brustbein jedoch steht ziemlich hervor...ich weiß nicht ob ihr euch das vorstellen könnt, aber falls doch wisst ihr was das ist und ob ich was dagegen tun kann?!
ich hab mir die meisten vorherigen einträge durchgelesen, aber so wie bei mir ist es bei niemand...
ich habe angst des es noch schlimmer wird!
und so kann ich auch nicht ins schwimmbad, ich muss sagen ohne des ich eingebildet bin ich sehe nicht schlecht aus und komme auch recht gut bei mädchen an aber wenn sie meinen brustkorb sehen dann sind sie bestimmt geschockt und ich schäme mich dann total!
also bitte helft mir falls ihr ne idee habt!
jan
ich bin erst 14 demnächst dann 15.
bei mir isses so des meine rippen eingezogen sind mein brustbein jedoch steht ziemlich hervor...ich weiß nicht ob ihr euch das vorstellen könnt, aber falls doch wisst ihr was das ist und ob ich was dagegen tun kann?!
ich hab mir die meisten vorherigen einträge durchgelesen, aber so wie bei mir ist es bei niemand...
ich habe angst des es noch schlimmer wird!
und so kann ich auch nicht ins schwimmbad, ich muss sagen ohne des ich eingebildet bin ich sehe nicht schlecht aus und komme auch recht gut bei mädchen an aber wenn sie meinen brustkorb sehen dann sind sie bestimmt geschockt und ich schäme mich dann total!
also bitte helft mir falls ihr ne idee habt!
jan
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jan
hey leute,
ich bin erst 14 demnächst dann 15.
bei mir isses so des meine rippen eingezogen sind mein brustbein jedoch steht ziemlich hervor...ich weiß nicht ob ihr euch das vorstellen könnt, aber falls doch wisst ihr was das ist und ob ich was dagegen tun kann?!
ich hab mir die meisten vorherigen einträge durchgelesen, aber so wie bei mir ist es bei niemand...
ich habe angst des es noch schlimmer wird!
und so kann ich auch nicht ins schwimmbad, ich muss sagen ohne des ich eingebildet bin ich sehe nicht schlecht aus und komme auch recht gut bei mädchen an aber wenn sie meinen brustkorb sehen dann sind sie bestimmt geschockt und ich schäme mich dann total!
also bitte helft mir falls ihr ne idee habt!
jan
ich bin erst 14 demnächst dann 15.
bei mir isses so des meine rippen eingezogen sind mein brustbein jedoch steht ziemlich hervor...ich weiß nicht ob ihr euch das vorstellen könnt, aber falls doch wisst ihr was das ist und ob ich was dagegen tun kann?!
ich hab mir die meisten vorherigen einträge durchgelesen, aber so wie bei mir ist es bei niemand...
ich habe angst des es noch schlimmer wird!
und so kann ich auch nicht ins schwimmbad, ich muss sagen ohne des ich eingebildet bin ich sehe nicht schlecht aus und komme auch recht gut bei mädchen an aber wenn sie meinen brustkorb sehen dann sind sie bestimmt geschockt und ich schäme mich dann total!
also bitte helft mir falls ihr ne idee habt!
jan
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burrzl
Hallo,
ich bin 22 Jahre und habe aber eine Skoliose (80 Grad) nach Cobb. Finde das hier sehr interessant! Meint ihr das man auch bei einer operierten Skoliose noch was rausholen kann? Musste nach meiner Op vor 10 Jahren nie wieder eines tragen. Da mir mein aussehen aber nicht gefällt ( Rippenbuckel und Rippental) würde ich auch wieder eines tragen wenns hilft und aufrichtet. Und was ist das Rhamouni Korsett?
ich bin 22 Jahre und habe aber eine Skoliose (80 Grad) nach Cobb. Finde das hier sehr interessant! Meint ihr das man auch bei einer operierten Skoliose noch was rausholen kann? Musste nach meiner Op vor 10 Jahren nie wieder eines tragen. Da mir mein aussehen aber nicht gefällt ( Rippenbuckel und Rippental) würde ich auch wieder eines tragen wenns hilft und aufrichtet. Und was ist das Rhamouni Korsett?
- Scheuermann_22
- treues Mitglied

- Beiträge: 320
- Registriert: Do, 17.11.2011 - 17:53
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: M. Scheuermann: 45° Hyperkyphose BWS, 61° Hyperlordose LWS, 3° Skoliose, Hohlrundrücken; chronische Lumbalgie; Kiefer-Kypho-Skoliose; Hohlfüße; Beinlängendifferenz; Kieferfehlstellung; Cervicalsyndrom
- Therapie: Allgemeine KG; seit März 2012 bei Dr. Wilke in Berlin in Behandlung; Reklinationskorsetts von CCtec in Berlin: 04-2012, 04-2015, 09-2019, 11-2024; Schroth-Therapie-Einzelsitzungen seit 06-'13; Schroth-Kur / Reha in Bad Sobernheim 01/2014; Reha in Bad Salzungen 02-03/2015
- Wohnort: Halle (Sachsen-Anhalt)
Re: Ursache von und Op bei hervorstehendem Brustkorb?
Hallo an alle,
habe auch einen ziemlich krummen Rücken (eigentlich schon ein richtiger Buckel). Meine bisherigen Orthopäden meinten, dies sei in meinem Alter normal und das hätte fast jeder 2. Jugendlicher. Ich lasse mich allerdings nicht mit solchen dummen Behauptungen einschüchtern. Habe jetzt es selbst in die Hand genommen und mir in der Nähe einen Orthopäden gesucht, der sich auf Skoliose/Kyphose spezialisiert hat. Dieser nimmt sich im Januar bei mir 3 Stunden Zeit. Von so einer langer Behandlungszeit konnte ich bis jetzt nur träumen. Vielmehr wurde ich oft nur ABGESTEMPELT!
LG Scheuermann_22
habe auch einen ziemlich krummen Rücken (eigentlich schon ein richtiger Buckel). Meine bisherigen Orthopäden meinten, dies sei in meinem Alter normal und das hätte fast jeder 2. Jugendlicher. Ich lasse mich allerdings nicht mit solchen dummen Behauptungen einschüchtern. Habe jetzt es selbst in die Hand genommen und mir in der Nähe einen Orthopäden gesucht, der sich auf Skoliose/Kyphose spezialisiert hat. Dieser nimmt sich im Januar bei mir 3 Stunden Zeit. Von so einer langer Behandlungszeit konnte ich bis jetzt nur träumen. Vielmehr wurde ich oft nur ABGESTEMPELT!
LG Scheuermann_22
Nur die Besten kommen weiter, aber der Weg ist immer noch das Ziel!
Mein Erwachsenenkorsett von CCtec: http://www.skoliose-info-forum.de/viewt ... 26&t=28394
zu meinen Werken
Mein Erwachsenenkorsett von CCtec: http://www.skoliose-info-forum.de/viewt ... 26&t=28394
zu meinen Werken- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15281
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Re: Ursache von und Op bei hervorstehendem Brustkorb?
Davon solltest Du uns dann in Deinem aktuellen Thread berichten.Scheuermann_22 hat geschrieben:Habe jetzt es selbst in die Hand genommen und mir in der Nähe einen Orthopäden gesucht, der sich auf Skoliose/Kyphose spezialisiert hat.
Gruss
Klaus