Kyphose-OP 45° in der Kinderklinik St. Augustin?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Das ist richtig. Ein Röntgenbild wäre sicher hilfreich.

Unter einer kaum bis gar nicht korrigerbaren LWS-Kyphose verstehe ich eine Kyphose, die sich genau da bedindet, wo normalerweise die Lordose ist.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

BZebra hat geschrieben:Unter einer kaum bis gar nicht korrigerbaren LWS-Kyphose verstehe ich eine Kyphose, die sich genau da bedindet, wo normalerweise die Lordose ist.
Also bei LWS 3/4 oder?

Je höher dieser Scheitel wandert, desto besser wird offenbar die Behandlungsmöglichkeit. Wobei die Korsett Versorgung im mittleren BWS Bereich dann wieder nicht so gut sein soll, wie im unteren BWS-Bereich (tiefe Kyphose, Sitzkyphose).
Jedenfalls hat das Toni mit Verweis auf Dr. Chenaux immer wieder gepostet.

Gruss
Klaus
silvana
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Beitrag von silvana »

ich bin jetzt doch sehr verunsichert, weil so viel geschrieben wird, was mich voll ängstlich macht. nehmt es nicht persönlich.
lg silvana
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Toni
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Beitrag von Toni »

Angst ist kein guter Ratgeber!
Aber Zweifel sollten positiv dazu genutzt werden für Klarheit zu sorgen.
Zweifel können nur ausgeräumt werden, wenn man die objektive Meinung bewährter, erfahrener und anerkannter Spezialisten hört und berücksichtigt.
Jemand der an einer OP Zigtausende €uronen verdienen wird, wird logischerweise fast immer zu einer OP raten. Das haben wir hier schon dutzende male erfahren.

Manchmal ist die OP sicher die richtige Wahl und der einzige verbleibende Ausweg.
Aber ohne einmal die Meinung eines erfahrnen und erfolgreichen konservativen Orthopäden auch nur gehört zu haben, würde ich diese Entscheidung NICHT treffen wollen.

Ist die Kyphose denn total steif (knöchern fixiert) oder noch korrigierbar?
Wurden Bending-Aufnahmen gemacht?
Was wurde bisher an konservativen Methoden (Physiotherapie, Lagerungsmöglichkeiten usw...) versucht?

Wenn diese tiefsitzende Kyphose im LWS-Bereich korrigierbar ist, dann kann durchaus ein entsprechendes Korsett (eventuell auch ohne Reklinationshörnchen) schon sehr viel erreichen.
Zumindest einen Versuch wäre es doch wert.
Was spricht dagegen?
Was spricht für die OP?
Gruß Toni
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silvana
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Beitrag von silvana »

Hi Toni,

du glaubst garnicht wieviele orthopäden wir schon konsultiert haben. Jeder gibt eine andere Empfehlung. Dr. van Deimling gab uns den Rat mit der OP, hat auch alles super erklärt und arbeitet, wie schon erwähnt, mit der Neurochirurgin dr. Messing-Jünger zusammen, die unseren Sohn vor dem Rollstuhl gerettet hat. Ein Korsett lehnt er ab. Die OP sollte auf jeden Fall in den nächsten 12 Monaten geschehen. KG bekommt unser Sohn seit Ende 2006 2x wöchentlich. Ich glaube auch nicht, daß er nur an sein Profit denkt.
LG Silvana
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Toni
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Beitrag von Toni »

silvana hat geschrieben:Hi Toni,

du glaubst garnicht wieviele orthopäden wir schon konsultiert haben.
Doch das glaube ich schon. Ich war auch zuerst bei 9 Orthopäden, die alle sagten Da kann man nix mehr machen" und mich mit Tabletten vollstopften und Spritzen als "Igel-Leistung" verkaufen wollten.
silvana hat geschrieben: Ein Korsett lehnt er ab
Wer?
Dein Sohn oder Dr. von Deimling oder beide oder Dein Sohn, weil Dr. von Deimling nichts davon hält?
silvana hat geschrieben: KG bekommt unser Sohn seit Ende 2006 2x wöchentlich.
Was für KG???? Schroth? War er schon in einer reha?
silvana hat geschrieben:Ich glaube auch nicht, daß er nur an sein Profit denkt.
Endlich ein WS Chirurg mit "Heiligenschein" Toll.
Gut zu wissen.
Dann ist ist doch alles klar.
Vertraut dem Dr. von Deimling.
Macht was er Euch empfiehlt.
Spart Euch weitere Wege.
Alles Gute!
Gruß Toni
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SchwarzeSchnecke
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OP immer als letztes!!

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Hallo,

Ich hab mir grad' alles durchgelesen und kann Toni's Argumente sehr gut nachvollziehen.

Eine OP ist nicht rückgängig zu machen und sollte immer erst in Betracht gezogen werden, wenn alle anderen Behandlungsmöglichkeiten ausprobiert worden sind!!
silvana hat geschrieben:du glaubst garnicht wieviele orthopäden wir schon konsultiert haben. Jeder gibt eine andere Empfehlung. Dr. van Deimling gab uns den Rat mit der OP, hat auch alles super erklärt und arbeitet, wie schon erwähnt, mit der Neurochirurgin dr. Messing-Jünger zusammen, die unseren Sohn vor dem Rollstuhl gerettet hat.
Wenn die eine Ärztin gut ist, dann heißt das noch lange nicht, daß die oder der andere das auch ist!
Ein Korsett lehnt er ab.
Ich hab zwar nicht das gleiche wie Dein Sohn, aber ich war auch schon bei mehr als 'ner Handvoll Orthopäden – von denen mir jeder gesagt hat, man könne nix machen außer Schmerzmittel nehmen und ins Fitneßstudio gehen. Wenn ich dann freundlich darum gebeten hab, hab ich auch noch ein Rezept für 10x oder (später) 6x KG bekommen, die nix gebracht hat.
Als ich vor etwa einem Jahr hier im Forum angekommen bin, war ich total verzweifelt und habe u.a. nach Erfahrungsberichten von Leuten mit IBUPROFEN-Langzeiteinnahme gesucht. Mir wurde der Rat gegeben, zu Dr. Hoffmann nach Leonberg zu gehen, mir Schroth KG und ein Korsett verschreiben zu lassen und außerdem eine Schroth-Reha in Bad Salzungen oder Bad Sobernheim zu machen.
Das Korsett hat mir meine Schmerzen genommen, ich mache Schroth-KG (das ist etwas ganz anderes als "normale" KG, viel effektiver!) und bin zur Zeit zur Reha in Bad Salzungen.

Habt ihr schon Dr. Hoffmann oder Dr. Steffan gefragt?
Klar, das sind keine OP-Spezialisten, die behandeln lieber konservativ – aber gerade darum fände ich es nicht verkehrt, nachzufragen: Um eine Einschätzung zu bekommen, ob mit einer konservativen Therapie noch was erreicht werden könnte, und falls ja, was.

Wäre ich an eurer Stelle, würde ich wohl erst mal den Tumor wegoperieren lassen und die Versteifung erst durchführen lassen, wenn mit konservativen Methoden nichts mehr erreicht werden konnte.
Ich glaube auch nicht, daß er nur an sein Profit denkt.
LG Silvana
Ich will dem jetzt nicht widersprechen, weil ich ihn nicht kenne, aber:
Jemand kann etwas wirklich gut meinen und trotzdem vermasseln.

VG, Anne
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Klaus hat geschrieben:
BZebra hat geschrieben:Unter einer kaum bis gar nicht korrigerbaren LWS-Kyphose verstehe ich eine Kyphose, die sich genau da bedindet, wo normalerweise die Lordose ist.
Also bei LWS 3/4 oder?
Ich schätze mal so, vielleicht aber auch noch höher.

Das was ich gesehen habe sah folgendermaßen aus:

Von unten nach oben kommt nach dem Steißbein erst mal eine kurze lordotische Krümmung (wodurch das Becken zur Korrektur der LWS-Kyphose nicht genutzt werden kann), dann kommt die LWS-Kyphose, dann schwingt die WS wieder zurück und geht im BWS Bereich in einen Flachrücken (abgeflachte Kyphose) über. Kaum Angriffspunkte für ein Korsett.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Ich finde es schon seltsam, dass wir über eine Situation sprechen, die immer noch nicht konkret bekannt ist!

Also Silvana, wo liegt denn der Kyphose-Scheitel ganz genau?
Wie sieht die Röntgenaufnahme aus?

Gruss
Klaus
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Beitrag von silvana »

Hi Klaus,

was soll seltsam sein? Ich habe vielleicht nicht den ganzen Leidensweg meines Sohnes geschrieben, aber doch wo die Kyphosekrümmung ist(im unteren LWS Bereich). Die Wirbelsäule wurde seitlich und komplett geröngt. Da die Kyphose bei meinem Sohn im unteren Teil der LWS liegt, kann man deswegen mit einem Korsett nichts erreichen, sagt man. Gruß Silvana
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Beitrag von Sabi »

silvana hat geschrieben:Hi Klaus,

was soll seltsam sein? Ich habe vielleicht nicht den ganzen Leidensweg meines Sohnes geschrieben, aber doch wo die Kyphosekrümmung ist(im unteren LWS Bereich).
Hallo Silvana,

Klaus meinte wohl mit seltsam, dass wir zwar wissen, dass sich die Kyphose deines Sohnes im LWS-Bereich befindet, jedoch ist uns bisher nicht bekannt, wo der Scheitel der Krümmung liegt.

Dieser ist wichtig zu wissen, um die Situation besser einschätzen zu können.

Ohne diese konkrete Angabe kann man quasi nur mutmaßen und das findet nicht nur Klaus seltsam.

Wurde euch denn von Dr. von Deimling gesagt, wo sich der Scheitel der Kyphose befindet?

Gruß,
Sabi
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Sabi hat geschrieben:Klaus meinte wohl mit seltsam, dass wir zwar wissen, dass sich die Kyphose deines Sohnes im LWS-Bereich befindet, jedoch ist uns bisher nicht bekannt, wo der Scheitel der Krümmung liegt.
Genauso ist es!

Und insbesondere die Diskussion mit BZebra sollte eigentlich klar machen, dass es bei der Behandlung wirklich ganz genau darauf ankommt, auf welchem Wirbel der Scheitel liegt.

Anhand der Definition "im unteren LWS Bereich" und dem Begriff "tiefe Kyphose", der hier eingeworfen wurde (ist aber nur meine Situation!) ist da offenbar eine Irritation entstanden, die man nur mit genauen Angaben bzw. einem eingestellten Röntgenbild lösen kann.

Gruss
Klaus
silvana
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Beitrag von silvana »

Hi Klaus,

ganz genau besprochen wird alles im März! Dann kann ich auch genau sagen, wo genau der Kyphosescheitel ist.

LG Silvana
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