kyphoboy hat geschrieben:Hallo blackhearted,
Habe mittlerweile festgestellt das ich eine soziale Angststörung habe und dadurch auch Depressionen, was mir das ganze mit dem Rücken nicht leichter macht.
Hast du schonmal daran gedacht professionelle Hilfe bei einem Psychiater in Anspruch zu nehmen? Das würde dir vielleicht ganz gut tun
Naja, wohl eher beim Psychotherapeuten

Die haben aber oft sehr lange Wartelisten. Alles nich so einfach...Jedoch kann ich nur den Kopf schief legen über selbstdiagnostizierte Aussagen, da wär ich viel vorsichtiger. Sicherlich merkt man selbst das was nich stimmt, aber als erstes sollte man sich dann informieren wie man in psychotherapeutische Behandlung kommt, bis zu 5 Probetstunden machen, evt noch jemand anders ausprobieren bis man eine Person findet die gut zu einem passt, und dann eine Therapie beginnen. Und danach kann man vielleicht sagen dass man das hat. Davor vermutet man. Also auch da bitte mal tätig werden und den ersten Schritt tun.

Eine Reha wegen Deprission klingt etwas merkwürdig, hab ich ja noch nie gehört. Scheint ja auch nich viel gebracht zu haben, oder wurde es danach etwas besser? (Was ich dir natürlich hoffe und wünsche) Aber bitte macht doch nicht immer eure Rücken verantwortlich. Verantworlich ist fehlende Resilienz, daran is man auch nich schuld, aber es hängen so viele Faktoren davon ab. Eine Konsequenz daraus ist dass man darauf stärker reagiert als andere. Auch ich fand es oft sehr sehr schwer, hatte aber schon so viel durch im Leben dass ich darauf sicherlich besser reagieren konnte, keine Frage. Man wächst ja an seinen Aufgaben im Leben, an seinen Herausforderungen, an Schwierigkeiten und Schicksalsschlägen. Denn die lassen einem meist nur die Wahl zwischen A und B: liegen bleiben oder irgendwann aufraffen und weiter gehen und schaun wie man das Beste aus dem macht was einem das Leben mitgegeben hat. Alles ziemlich mühsam wenn man e schon heruntergezogen ist, genau deshalb bedarf es Etappenziele zu stecken und loszugehen, in kleinen Schritten zur Besserung.
Alles Gute dir du schwarz geherzter unbekannter User

Auf geht's zum abklären und Verbessung schaffen! Such dir Fachpersonal in den anderen Bereichen, bau deine Ressourcen auf und aus! Überleg dir jeden Tag was dich freut: zb. einfach den nächsten Tag erleben zu dürfen. Freu dich an Pflanzen, an Schattierungen des Himmels, an Sonne, Wind, Regen, Licht. Einem Kinderlachen aus dem Einkaufswagen neben den Bananen im Supermarkt. Kauf dir deine Lieblingsbodybutter und crem dich oft damit ein. Hör Kinderhörspiele zum einschlafen. Trenn dich von Dingen/Menschen/etc welche dich runterziehen und nich wachsen lassen, also zb der falsche Job (das kann ja erstmal mit darüber nachdenken und einer Planung zur Veränderung beginnen). Schau dir youtube Videos von lachenden Kindern und Tieren an. Überleg was dir Freude macht und suche es. Und zwar auf allen Bereichen, sowohl mental als auch körperlich und seelisch. Wenn man zwei Runden schwimmen oder Rad fahren war fühlt man sich gleich viel besser. Überleg was dich runterzieht. Schau es dir an, stell dich den Dingen, Stück für Stück. Wenn zb die Korsetttherapie dich zwar korrigiert hat du aber nicht mehr mit klar gekommen bist, dann überleg dir weshalb genau, wie es dir jetzt geht, was deine Alternativen sind. Was du stattdessen machen kannst um möglichst viel für deine Gesundheit zu tun und dabei möglicht hohe Lebensqualität zu haben. Erstelle einen neuen Therapieplan, frag Hoffmann um Rat. Schau aber auch genügend Ausgleich von den Gedankenkreisen über körperliche und seelische Probleme zu bekommen. Sei viel in Gemeinschaft, wenn du diese nicht hast, dann such sie dir, in Kirchen, beim Sportverein, in anderen Interessensverbänden. Und wenn es ein Strickklub, ein ökologischer Leben Club oder ein Technische Geräte reparieren Club ist. ist. Überleg dir 3 Dinge die dein Leben mit Leidenschaft füllen, jedes Mal wenn du nur daran denkst überkommt dich, oder falls du das momentan nicht empfinden kannst - überkam dich Freude|Aufgeregtsein|pocht dein Herz|spürst du Zufriedenheit und ein Lächeln. Denk dich zurück wenn du im Moment nix hast. Überleg was du verändern kannst, was nicht. Veränderung passiert zwar auf Grund guter Planung, aber dennoch allein im Tun.
Versteh mich nicht falsch, man muss unbedingt auch mal traurig und deprimiert sein dürfen, und das auch eine längere Zeit lang, z.B.: bei Trauer. Aber auch Trauer sollte nach einiger Zeit des Schocks aktiv werden, man sich ihr stellen und mit ihr arbeiten. Damit sie Teil von einem werden kann, ohne aber mehr ganz aüszufüllen und komplett einzunehmen. Trauer um verlorene Möglichkeiten zb auf Grund von Krankheit, aber auch Beziehungsverlust bis hin zum Verlust durch Tod. So sehe ich das eben auch mit Anderem im Leben, Kyphose/Skoliose/Depression/ (was oftmals sehr wohl einen Ursprung hat, nur sehr selten ist Depression keine Begleiterscheinung und verständliche Reaktion).
Such nach neuen Möglichkeiten. Mach dich auf! Und lass etwas Licht in das schwarze Herz
LG, Ju