Frage wegen Anforderung vom Versorgungsamt

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julie190604
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Frage wegen Anforderung vom Versorgungsamt

Beitrag von julie190604 »

Hallo an alle,

muss mich wieder mal mit einer Frage an Euch wenden. Habe heute Post vom Versorgungsamt bekommen wegen meines Widerspruchs betreffs des Grades der Behinderung. Denen liegen im Moment die aktuellen Einschätzungen bezüglich meiner Skoliose vor vom Hausarzt, meiner FÄ für physikalische und rehabilitative Medizin, vom Radiologen und vom Amtsarzt. Nachdem ich vorerst mit 30 % eingestuft worden bin vom Versorgungsamt und danach Widerspruch einlegte, werden nun Unterlagen bzw. Angaben verlangt vom behandelnden Orthopäden. Bei einem solchen war ich aber vor Jahren das letzte Mal, dieser praktiziert mittlerweile nicht mehr. Meine Frage ist nun, warum wurde das nicht schon bei meinem Antrag verlangt und werde ich jetzt nur weiterkommen mit meinem Widerspruch, wenn ich einen Termin beim ansässigen Orthopäden mache? Hat da jemand von Euch ähnliche Erfahrungen, wenn ja, wie seid Ihr verfahren? Vielen Dank im voraus für Eure Hilfe. Gruß U.
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chilli-pepper
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Beitrag von chilli-pepper »

Hallo Julie,

mir geht es fast genauso :rolleyes: .
Mein behandelnder Arzt ist auch kein Orthopäde, sondern Facharzt für rehabilitative u. physikalische Medizin und ich bin mit ihm zufrieden. Nur nach der dummen Bemerkung vom Versorgungsamt "warum ich denn zu keinem Orthopäden gehe" ließ ich mir bei einem Orthopäden einen Termin geben....
Nach langem Hin u. Her ist folgendes rausgekommen:

Das Versorgungsamt kann nicht darauf bestehen, dass du zu einem Othopäden gehst (vor allem nicht , wenn er dich nicht ausreichend behandelt).
In meinem Falle konnte ich ihn entbinden von der Aussage gegenüber dem VA.

Meiner Meinung nach, ist es doch irrelevant, ob dieser Arzt nun auch noch seinen Senf dazugeben muss- oder? Wann hast du den Einspruch gemacht?
Meinen Einspruch gegen die 30% habe ich im letzten Juli gemacht(glaub ich), im September habe ich das letzte Mal mit dem Amt telefoniert, bis heute habe ich nichts Neues gehört!!! :<
Vielleicht sollte ich doch mal wieder schreiben, beim telefonieren hat man ja nichts in der Hand.

Würde mich freuen, wenn wir weiter voneinander hören!

LG chilli-pepper
julie190604
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Beitrag von julie190604 »

Hallo chilli-pepper,

danke für Deine Antwort und Dein Interesse. Möchte meine Angelegenheit nun mal ausführlich erklären:

Mein letzter Besuch beim Orthopäden war im Jahr 1985, als ich noch in die Lehre ging und erfolgte wegen der Beschwerden, die ich schon damals bezgülich meiner Skoliose hatte. Dort erlebte ich eine Behandlung, die meine Einstellung zu Orthopäden nachhaltig geprägt hat und auch dazu führte, dass ich bis heute bei keinen weiteren O. vorstellig wurde.

Seine Diagnose war wie folgt: (Zitat) "Die Skoliose ist schon ziemlich ausgeprägt, da kann man nix mehr machen, für ein Korsett ist es zu spät, die Beschwerden, die Sie momentan haben sind noch nichts zu dem, was Sie in 10 Jahren und später erwarten wird. Damit müssen Sie leben."

Rückblickend gesehen, kann ich sagen, dass er zwar recht behalten hat, aber hilfreich in irgendeiner Richtung ist das nicht für mich gewesen. Gab es Probleme mit meinem Rücken, was sich die ersten Jahre noch in Grenzen gehalten hat, so bin ich zum Hausarzt. Erst nach der Geburt meines zweiten Kindes und der damit verbundenen Belastung und Überlastung haben meine Beschwerden rapide zugenommen. Ich ging wieder zum Hausarzt und erhielt eine Überweisung zur FÄ für phys. und hehab. Medizin, von der ich sagen kann, dass sie die erste Medizinerin war, die mich mal über meine Skoliose im Allgemeinen aufklärte und mir auch mit Behandlungen zu Schmerzfreiheit, wenn auch nur für einen kurzen Zeitraum, verhalf.
Nun frage ich mich ja ehrlich, warum es nicht ausreicht, was ich bei Antragstellung vorlegte, zumal ein O. ja nichts mehr an dem Zustand ändern kann und im Prinzip das bestätigen würde, was die ehe schon wissen aus den anderen Gutachten. Bei mir ist es halt so, dass der O. schon lange nicht mehr im Amt ist, davon abgesehen, wäre seine Beurteilung nicht mehr aktuell und würde gar nix bringen.
Weiß nun nicht, ob ich das dem Versorgungsamt erstmal so mitteile, in der Art wie ich es hier beschrieb....Muss dazu sagen, dass ich zusammen mit meinem Widerspruch die Einschätzung des Amtsarztes einreichte, die zum Zeitpunkt des Antrags ja noch nicht vorlag. Darin wurde halt auch geschrieben, dass ich selbst im sitzenden Beruf nur noch mit Einschränkung arbeiten kann usw. Bin nun etwas ratlos. Was würdest Du tun? Im Übrigen dauerte die Bearbeitung meines Antrages 7 Monate, mein Widerspruch erfolgte sofort im November 2007 und gestern bekam ich erstmal eine Antwort mit Bitte um die Angaben zum O.
Danke im Voraus für Deine Antwort. Gruß U.
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