Hilfe für einen Freund ! 10 Schmerztabletten täglich !

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dietmar
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Hilfe für einen Freund ! 10 Schmerztabletten täglich !

Beitrag von dietmar »

Hallo !

Ich wende mich diesmal an das Forum, weil ich Euren Rat benötige wie ich einen guten Freund von mir helfen kann, der meiner Meinug nach Opfer eines schweren ärztlichen Mißbrauches ist.

Deshalb möchte ich seinen bisherigen Krankheitsverlauf beschreiben.

Vor etwa 2 Jahren hat 20 jährig der Leidensverlauf mit großen Schmerzen in der Lendenwirbelsäule begonnen.
(durch Dr. Hoffmann wurden heuer fast 90 Grad Hohlkreuz festgestellt)

Die Behandlung durch den Hausarzt wurde damals wie bei so vielen hier mit unzähligen Spritzen etc. durchgeführt.

Es wurden auch durch den hiesigen Orthopäden der natütlich eng mit unserem Hausarzt zusammenarbeitet Röntgenaufnahmen gemacht jedoch wurde nie eine kompetente Diagnose gestellt.

Der Kreislauf mit Spritzen und abwechselnd Schmerzen ist bis vor etwa einem Jahr so weitergegangen.

Bis der Hausarzt Ihm Tabletten gegeben hat.
Es waren aber keine Tabletten die man irgendwo in der Apotheke holen kann.
Lt. Aussagen des Arztes sind die so neu dass es die noch nirgens gibt.

Durch meine Nachforschungen bin ich darauf gekommen dass die Tablettendosen unbeschriftet sind.

Im November ist dann die erste Einlieferung ins Spital gekommen aber nicht wegen dem Hohlkreuz sondern weil der Bauch durch die Medikamente angeschwollen war.

Lt. Hausarzt sind das eben mögliche Nebenwirkungen und es wurden monatlich andere Tabletten probiert, alles Muster die keine Apotheke kennt.

Da ich im März das erste mal von diesen fragwürdigen Behandlungsmethoden erfahren habe, habe ich meinen Freund zu Dr. Hoffmann nach Stuttgart mitgenommen.

Dieser hat anhand eines neuen Röntgenbildes ein Hohlkreuz von fast 90 Grad mit leichter Bandscheibenverwölbung festgestellt, Bandscheibenvorfall liegt noch keiner vor die Schmerzen kommen nur durch die starke verkrümmende Haltung und die daraus folgenden Belastungen auf die Bandscheiben.

Dr. Hoffmann hat damals eine Lendenwirbelsäulenbandage verschrieben, die aber unangenehm zu tragen ist und auch sonst keinen Erfolg gebracht hat.

Das Problem ist auch, dass mein Freund dem Hausarzt noch immer vertraut.
Er glaubt das Bedenkenlos wenn der Arzt sagt dass es keine Medikamente in der Apotheke gibt die gegen die Schmerzen helfen werden.


Mittlerweile schluckt er 10 Tabletten am Tag, alles Tabletten die direkt vom Arzt herausgegeben wurden.

Meine Sorgen kommen auch von den vielfältigen Veränderungen die ich bemerkt habe aber kurz gesagt er schaut elend aus.

Ich habe in Bad Salzungen sehr viele Patienten gesehn die wirklich arge Probleme hatten und nur wenig Medikamente benötigt haben, deshalb kann ich mir nicht vorstellen dass 10 Tabletten jeden Tag normal sind.

Es kommt mir auch komisch vor dass es Tabletten gibt die in keiner Apotheke erhältlich sind weil sie so neu sind und solche Nebenwirkungen haben.

Die letzten Wochen habe ich ihm das auch klargemacht und ins Gewissen geredet wegen den Tabletten endlich den Arzt zu wechseln.
Hoffentlich wird mir das auch gelingen.

Im Moment ist es sehr schwer dabei zusehen zu müssen was da passiert.
Ich hoffe dass es mir gelingen wird noch schlimmeres zu verhindern aber ich weiß nicht was ich noch tun kann außer reden reden reden.

Könnt Ihr mir sagen welche Medikamente dass ein kompetenter Arzt für die Schmerzen verschreiben würde ????

Ich weiß das Ziel sollte sein ganz von den Tabletten wegzukommen doch als erstes sollten die Tabletten und der Arzt gewechselt werden.

Ich bin auch nicht sicher ob das überhaupt legal ist was der Arzt macht was meint Ihr ?
Es kommt mir so vor als würde der Medikamententests an Patienten durchführen.


DANKE für EURE Hilfe

Dietmar
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Charp
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Beitrag von Charp »

Hallo Dietmar,

erst mal nur kurz, ich muss diese irre Geschichte erst mal sacken lassen und außerdem gleich weg...

Ich habe ja Skoli und ein Hohlkreuz und auch Protrusionen, meine Schmerzen kommen auch meistens vom Hohlkreuz, denke ich. Die "normalen" Medikamente bei mir sind (je nach Schmerzstärke) Ibuprofen 600mg, Tetrazepam (ein Muskelrelaxans und leider ein Benzodiazepin, kann also abhängig machen) und Diclofenac, auch gegen Schmerzen, nehme ich aber ungern, wird mir übel von. So, andere Sachen rühr ich nicht an. Ist ja auch genug für jemanden Mitte 20. Ich versuche es soviel wie möglich ohne (v.a. ohne das Tetrazepam).

Ist bei den Tabletten auch ein Muskelrelaxans oder etwas ähnliches dabei, irgendwas, was abhängig macht?? Man kann das ganz gut daran merken, dass man vor lauter Entspannung aufs Kopfkissen sabbert im Schlaf...

Wegen der Frage, ob so was erlaubt ist, frag ich mal ne Bekannte.

Liebe Grüße,
Charp
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Hallo Dietmar!

Welche Tabletten nimmt dein Freund???!!! Wie heißen sie???!!!

Wenn es dafür keinen Namen und Beipackzettel gibt, dann würde ich mir schleunigst den Arzt zur Brust nehmen. Das kann gefährlich sein!
Obwohl ich natürlich dazu tendiere, dem Arzt nicht gleich so etwas kriminelles zu unterstellen. Zuerst nach den Namen fragen, dann kann man weitersehen.
Nimmt er verschiedene Tabletten? Zum Beispiel 6 schwache Ibuprofen plus Magenschutz plus ... . In der Kombination könnte man schon auf 10 Pillen kommen. Trotzdem kenne ich kaum jemanden, der soviele Dinger wegen Rückenleiden nimmt. Da kann man sicher was ersetzen. Ich würde ehrlich gesagt nochmal einen Termin bei Doktor Hoffmann machen. Mir hat er auch erstmal versucht mit etwas einfacherem zu helfen, bevor er die richtigen Mittelchen ausgepackt hat (Korsett, KG). Man muss nur mit ihm reden.

Grüßle, Ula
Zuletzt geändert von Lynn am So, 13.08.2006 - 23:46, insgesamt 1-mal geändert.
~ ehemals Ulaschatz ~
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Charp
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Beitrag von Charp »

Hallo Dietmar,

oooh, ihr seid ja Ösis... Österreichische Medizinrechtsexperten kenne ich natürlich nicht...

In Deutschland müssen nicht zugelassene Arzneimittel, die zur klinischen Prüfung am Menschen gedacht sind, nicht so gekennzeichnet werden, wie die "normalen" Arzneimittel. Wenn Dein Freund aber an einem Medikamententest teilnimmt, sollte er das wissen. Das ist ja klar.

Für Österreich und die Abgabe eines Medikaments durch den Arzt habe ich im Österreichischen Arzneimittelgesetz folgendes gefunden (http://www.ris.bka.gv.at/bundesrecht/):


Abgabe in Handelspackungen

§ 61.


(1) Arzneispezialitäten dürfen nur in den vom Hersteller oderDepositeur vorgesehenen Handelspackungen abgegeben werden. Hievonsind ausgenommen:
1. die Abgabe auf Grund besonderer Anordnung durch den Arzt , Zahnarzt oder Tierarzt,
2. die Abgabe in Anstaltsapotheken für den Bedarf der von ihr zu versorgenden Krankenanstalt,
3. die Abgabe von Fütterungsarzneimitteln bei Losebelieferung und
4. die Abgabe von medizinischen Gasen.

(2) Bei der Abgabe nach Abs. 1 Z 1 ist vorzusorgen, daß jederzeitArt und Menge der Arzneispezialität festgestellt werden können.

(3) Bei der Abgabe nach Abs. 1 Z 3 und 4 ist dem Verbraucher oderAnwender ein Begleitpapier zu übergeben, das den Text der Kennzeichnung (§§ 17 und 17a) und der Gebrauchsinformation (§§ 16und 16a) enthalten muss.

Wenn er gar keine Informationen darüber bekommen, was er da so schluckt, kann man wohl nicht die "Art der Arzneispezialität" feststellen.

Ist also mit Sicherheit nicht in Ordnung. Habe so was auch noch nie gehört(und noch nie von nem jungen Mann, der das mitmacht!?). Mehr kann ich dazu nicht sagen, kann höchstens noch mal jemanden fragen, wie das in Deutschland geregelt ist.

Ich weiß auch nicht, wie Du Deinen Freund zur Vernunft bringen kannst, wenn noch nicht mal ein angeschwollener Bauch das konnte. :eek:

Liebe Grüße,
Charp
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Beitrag von S-U-S-I »

Was hast du denn schon versucht, ihn dazu zu bringen etwas misstrauischer zu werden?
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